1000 Kilometer mit dem Fahrrad zur Arbeit

Der Fahrradstand auf meiner Arbeit

Das da oben auf dem Bild ist der Fahrradstellplatz meiner Firma und der blaue Flitzer ganz links ist mein Fahrrad, mit dem ich jeden Morgen zur Arbeit fahre. Angesichts der überschaubaren Anzahl an Fahrrädern könnte man glatt denken, dass ich in einem kleinen Familienbetrieb arbeite. Aber weit gefehlt: mein Betrieb beschäftigt mehr als einhundert Menschen, von denen die meisten mit dem Auto zur Arbeit kommen, wie der meist rappelvolle firmeneigenen Auto-Parkplatz verrät.

Der Parkplatz auf meiner Arbeit

Alles klar: Meine Arbeit liegt ganz offensichtlich auf dem Gipfel eines schwer zugänglichen Bergs und ist nur über eine steile und hunderte Meilen lange Gebirgsstraße erreichbar. Und die wenigen Fahrradfahrer sind diejenigen, die das Glück haben, kurz unterhalb des Gipfels zu wohnen. Nein, wieder daneben. Tatsächlich befindet sich meine Arbeitsstelle in Stone, einer beschaulichen kleinen Ortschaft mit guter Verkehrsanbindung inmitten der eher wenig bergigen englischen Landschaft. Und wie ich in Gesprächen mit meinen Kollegen mitbekommen habe, wohnt der größte Teil der Belegschaft auch keinen Hundert-Meilen-Ritt entfernt, sondern entweder direkt in Stone oder in den etwa zwölf Kilometer entfernten Orten Stafford und Stoke-on-Trent. Wie aber kann es dann sein, dass 95 Prozent meiner Kollegen mit dem Auto zur Arbeit fahren, obwohl sie kaum weiter als einen Steinwurf entfernt wohnen? Ich habe dafür nur eine Erklärung: Auf dem Weg müssen gefährliche Tiere, Banditen oder Zombies in den Büschen lauern. Denn warum sonst sollten vernünftige Menschen mit zwei gesunden Beinen lieber gelangweilt in einem gigantischen motorisierten Rollstuhl herumsitzen wollen und Benzin und Geld dafür verfeuern, sich vollautomatisch bis vor den Firmeneingang karren zu lassen, statt den Arbeitsweg mit einer entspannten Fahrradtour an der frischen Luft zu verbinden?

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Konsum, der dich die Freiheit kostet: Warum der Krempel gehen muss.

Krempel im Supermarkt

Wusstest du, dass heute jeder von uns im Durchschnitt 10.000 Gegenstände besitzt? Das ist hundertmal so viel wie noch zu Zeiten deines Urgroßvaters. Da stellt sich doch die Frage, ob du denn jetzt auch ein hundertmal glücklicheres Leben führst. Und hast du überhaupt einen Überblick darüber, was du alles besitzt?

Die meisten Menschen handeln in der Annahme, dass der Kauf von Dingen Probleme löst, das Leben verbessert und Lebensglück und Zufriedenheit bringt. Darum kaufen wir das siebenundzwanzigste Paar Schuhe, die siebzehnte Hose und dazu gleich einen größeren Kleiderschrank, um das alles unterbringen zu können. Das neue elektronische Gadget, das eine Kleinigkeit mehr kann als das Vorgängermodell, Alufelgen fürs Auto, Massagesessel, Mikrofaser-Waschlappen, und das vierzigteilige Messerset, weil man das doch schließlich immer gebrauchen kann. Darum ist der IKEA-Einkaufswagen an der Kasse immer voll, auch wenn wir das, weshalb wir hingefahren sind, gar nicht gefunden haben. Und gib es zu: Du gönnst dir bestimmt auch gerne mal etwas Neues.

Wenn die Theorie stimmt, müsste ich permanent nur in strahlende Gesichter blicken, da wir zu keinem Zeitpunkt in der Menschheitsgeschichte so viel gekauft und konsumiert haben wie heute. Tue ich aber nicht, und Schuld daran ist ein kleiner Teufel, der auf den Namen hedonistische Adaption hört. Dieser wissenschaftlich belegte Effekt sorgt dafür, dass uns eine glitzernde Neuanschaffung zwar für eine Weile einen Glücks-Kick verschafft, sich unsere Zufriedenheit aber kurz darauf wieder auf dem Ursprungs-Level einpendelt. Probier es mal bei dir selbst aus und denke daran, was du dir im letzten Jahr so gekauft hast. Fühlte sich dein Leben davor ernsthaft schlechter an, als du diese Dinge noch nicht hattest? Hast du sie überhaupt benutzt?

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Geldanlage für Frugalisten Teil 2: Indexfonds – der schlaue Weg

Geldanlage für Frugalisten, Teil 2: Indexfonds - der schlaue Weg

In Teil 1 dieser Serie hast du Aktien und Anleihen kennen gelernt und die wichtige Regel, dass man immer möglichst viele verschiedene davon kaufen sollte, um sein Verlustrisiko zu minimieren. Am besten wäre es sogar, alle zu kaufen die es gibt.
Wie aber kann man so viele Aktien kaufen? Manchmal kostet nämlich eine einzelne schon mehrere hundert Euro. Die Lösung heißt: Aktienfonds. Ein Aktienfonds ist ein Wertpapier, das von einer Fondsgesellschaft ausgegeben wird. Wenn du einen Anteil von so einem Fonds kaufst, investiert die Fondsgesellschaft dein Geld und das der anderen Fonds-Käufer in die vielen Aktien die du gerne haben möchtest. Aber Vorsicht: von den vielen verschiedenen Fonds, die man hierzulande so kaufen kann, sind die meisten brandgefährlich!

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Geldanlage für Frugalisten Teil 1: Keine Angst vor Aktien

Geldanlage für Frugalisten : Keine Angst vor Aktien

Wenn man so reich werden möchte, dass man nicht mehr in seinem Job arbeiten gehen muss und stattdessen von den Erträgen seines angelegten Geldes leben kann, dann reicht es natürlich nicht aus, sein Geld einfach nur auf einem stinknormalen Sparbuch zu parken. Darum möchte ich dir eine kurze Einführung darin geben, wie richtige Geldanlage für Frugalisten funktioniert.
Die meisten Deutschen haben vor diesem Thema scheinbar eine fürchterliche Angst und statt sich einmal ernsthaft damit zu beschäftigen, wie Geldanlage eigentlich läuft, legen sie ihr Erspartes lieber unters Kopfkissen (oder auf genanntes Sparbuch), stecken es unüberlegt in eine Immobilie oder gehen zum „Bankberater ihres Vertrauens“, weil der Geldanlage ja beruflich macht und sich darum vermeintlich auskennt. Was sie dabei nicht ahnen: Diese Fehler kosten sie ein Vermögen! Bei gleichen Voraussetzungen haben viele am Ende mehrere zehn- oder sogar hunderttausende Euro weniger als jemand, der die Vermehrung seines Geldes von Anfang an selbst in die Hand nimmt. Also sorge lieber dafür, dass dir das nicht passiert und ich kann dir versprechen: So kompliziert ist es nicht.

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So funktioniert finanzielle Unabhängigkeit

Finanzielle Unabhängigkeit - so funktioniert's

Wie du bereits im ersten Artikel erfahren hast, vertrete ich einen ziemlich anderen Lebensentwurf als den, den deine Freunde und Mitmenschen dir bisher immer vorgelebt haben. Die meisten Menschen leben ihr langweiliges Waschlappenleben, gehen 40 Jahre lang Tag für Tag zu ihrem Job arbeiten und jammern ständig darüber, wie kostspielig doch das Leben ist. Währenddessen lebe ich wie ein epischer Superheld und schaufele ganz nebenbei … weiterlesen

Frugalist oder Waschlappen: Bist du bereit für finanzielle Freiheit?

Finanzielle Freiheit oder Waschlappen-Leben

Willkommen bei den Frugalisten. Was du hier liest wird vermutlich alles was du bisher über das Leben und den Umgang mit Geld gehört hast auf den Kopf stellen. Aber immer der Reihe nach…
Deine Freunde, deine Eltern und die Leute im Fernsehen haben es dir wahrscheinlich so erklärt: Das Leben ist teuer und unsere Renten sind nicht sicher. Darum musst du 40 Jahre lang Tag für Tag arbeiten gehen, damit du dir leisten kannst was man zum Leben eben so braucht. Und wenn du dich ordentlich anstrengst, kannst du vielleicht sogar ein bisschen was auf die hohe Kante legen, damit du in deinen wenigen verbliebenen Lebensjahren als Rentner nicht Pfandflaschen sammeln gehen musst.

Zum Glück ist das alles absoluter Käse. Die Wahrheit ist: Dieser Standard-Lebensentwurf ist komplett irrational, fast zum Heulen verschwenderisch und darüber hinaus auch noch fürchterlich langweilig. Während die meisten nämlich brav diesem Lebensmodell folgen, schaffe ich es einfach durch Vernunft und einen etwas genügsameren Lebensstil genug von meinem normalen Einkommen zu sparen, dass ich noch vor meinem 40. Geburtstag ausgesorgt haben werde und den Rest meines Lebens verbringen kann wie und womit ich will. Und das Beste daran: Ich habe währenddessen auch noch deutlich mehr Spaß.

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