Frugalisten - Finanzielle Unabhängigkeit - Einfaches Leben

Werde ein epischer Superheld

Bis zum 67. Geburtstag Tag für Tag arbeiten gehen?
Ich habe da eine bessere Idee!

Hier erfährst du, wie du mit weniger Geld besser lebst, das gesparte Geld investierst und so schon in jungen Jahren ausgesorgt haben kannst.

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Eine Übersicht über alle bisher erschienenen Artikel findest du hier.

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Eine neue Ära für die Frugalisten-Community

Vor dem NDR Landesfunkhaus

Ganz schön verrückt, was bei uns in den letzten Monaten so los war. Kaum hatten wir den Umzug in unsere neue Wohnung hinter uns gebracht und ich meinen neuen Job angetreten, ging auch schon das nächste aufregende Abenteuer los.

Alles fing damit an, dass eine Redakteurin der Wirtschaftswoche bei der Recherche für einen Online-Artikel zufällig auf meinen Blog stieß und mich interviewte.
Das Interview traf bei den Lesern offenbar auf Resonanz und die Wirtschaftswoche beschloss, das Thema Rente mit 40 zur Titelstory ihrer (gedruckten) Neujahrsausgabe zu machen. Neben einigen anderen wurde auch ich für diesen Bericht wieder interviewt, wofür sogar ein Journalist und ein Fotograf zu uns nach Hause kamen.

Dieser Artikel löste dann eine Art Kettenreaktion aus. Plötzlich erhielt ich Nachrichten von Radiosendern und Fernsehteams, die mich interviewen oder einen Beitrag über mich drehen wollten. Online-Magazine fragten, ob ich nicht einen Gastartikel schreiben oder ein Interview geben könnte. Verlage boten mir an, bei ihnen ein Buch zu veröffentlichen. An manchen Tagen erhielt ich gleich drei oder vier Anfragen auf einmal. Total verrückt!

Also nutze ich die Gelegenheit, die Frugalisten-Community auch außerhalb dieses kleinen Blogs etwas bekannter machen zu können.
Im Februar drehte ich zwei TV-Beiträge mit dem NDR und dem ZDF und schrieb einen Gastartikel für die Huffington Post.

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William Bengen, Trinity und die Wahrscheinlichkeiten – Entnahmestrategien (Teil 3)

William Bengen 4 % Regel Entnahmestrategien

Dies ist der dritte Teil der Serie Von den Zinsen leben – Entnahmestrategien unter der Lupe.
Hier geht’s lang zum ersten Teil und zur Übersicht.

Heute starten wir mit einer kleine Zeitreise – und zwar in die USA ins Jahr 1994.

Schon damals sind die Amerikaner Aktien gegenüber viel aufgeschlossener als wir Deutschen. Der Anteil von Aktionären an der Gesamtbevölkerung ist um einiges höher als bei uns. Und da die gesetzliche Rente in den USA kaum zur Sicherung des Lebensunterhalts taugt, sorgen viele Amerikaner mit Aktien privat fürs Alter vor.

Um ausrechnen zu lassen, wie viel sie jeden Monat von ihrem Einkommen zur Seite legen müssen, damit ihr Aktiendepot im Alter genügend abwirft, nehmen viele Menschen die Dienste eines Finanzberaters in Anspruch. Der gibt meistens alle Parameter in eine Tabellenkalkulation ein, und der Computer spuckt eine mögliche Rentenplanung aus.

Auf die Frage, wie viel man aus einem Aktienportfolio jedes Jahr entnehmen könnte, lautet die Antwort damals häufig so:

Der amerikanische Aktienmarkt rentiert im langfristigen Durchschnitt mit 7 % im Jahr. Also können Sie jedes Jahr etwa 7 % Ihres Portfolios verbrauchen.

Wer den letzten Teil dieser Artikelserie gelesen hat, dem dürften jetzt ordentlich die Haare zu Berge stehen. Denn einfach die langfristige Durchschnittsrendite aus dem Portfolio zu entnehmen, lässt das gefährliche Sequence-of-Returns-Risiko (SoRR) außer Acht. Fallen die Aktienrenditen zu Beginn der Rentenzeit unterdurchschnittlich aus, geht man mit dieser Strategie schnell Pleite.

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Winterbericht 2017 – Von Kuddelmuddel und mehr Lebensqualität

Winterbericht 2017 mit Hannover U-Bahn

Vor genau einem Jahr wohnte ich noch alleine in meinem kleinen WG-Zimmer in England. Jeden Morgen fuhr ich mit dem Fahrrad eine dreiviertel Stunde lang bei Wind und Wetter zur Arbeit und abends im Dunkeln die gleiche Strecke wieder zurück. Ich arbeitete Vollzeit – 37,5 Stunden die Woche. Joana wohnte 6.500 Kilometer weit entfernt in der Karibik und arbeitete dort auf einem Segelschiff. 

Heute, gerade mal ein Jahr später, ist alles anders. Wir leben zusammen in Hannover, unsere kleine gemeinsame Wohnung ist mittlerweile fast fertig eingerichtet. Joana arbeitet in einer Werbeagentur, ich in einer kleinen Software-Firma um die Ecke. Ich fahre nur noch 5 Minuten mit dem Fahrrad zur Arbeit. Und ich arbeite dort auch nicht mehr Vollzeit, sondern nur noch 24 Stunden in der Woche.

Es hat sich im vergangenen Jahr also ganz schön was bewegt. Wir haben ein ganz neues Leben in Deutschland angefangen. Eine neue Stadt, eine neue Wohnung, neue Jobs. Und ich muss sagen: Eigentlich hat alles genau so hingehauen, wie wir uns das ausgemalt hatten – oder sogar noch besser.

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Sommerbericht 2017 – 70 % zu sparen ist eigentlich ganz leicht

Bayern Tegernsee mit Tretboot

Geschafft!
Mein letzter Arbeitstag in England liegt hinter mir, der Umzug ist erledigt und ich lebe ab jetzt wieder in Deutschland. In Zukunft werde ich nun nicht mehr von meinem Frugalisten-Leben in Großbritannien berichten, sondern aus unserer neuen Heimat Hannover.

Umzug mit Hermes und Flixbus

Normalerweise gibt es nur wenige Ereignisse, die den Menschen heutzutage mehr Stress und Kosten zufügen als ein Umzug. Gemessen daran ging mein Umzug von England nach Deutschland super entspannt und kostengünstig über die Bühne.

Das lag vor allem daran, dass Joana und ich in den letzten zwei Jahren immer in voll ausgestatteten WGs gelebt haben. Somit mussten wir keine eigenen Möbel und fast keine Haushaltsgegenstände mit nach England nehmen. Und auch sonst besitze ich nur eine überschaubare Zahl persönlicher Gegenstände. Je weniger Krempel man sein Eigen nennt (und stattdessen in der Stuff Cloud einlagert), desto weniger Wohnraum benötigt man, und desto weniger muss man bei einem Umzug mit sich herum schleppen.

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Winterbericht 2016: Ein Jahr Berserker-Sparen

Frugalist Berserker-Sparen 70 % Sparquote

Tadaaa, 2017 ist da! Ich hoffe ihr seid alle gut reingerutscht seid und habt anständig mit euren Freunden und eurer Familie gefeiert.
Mit Anbruch des neuen Jahres ist gleichzeitig auch das zweite Halbjahr 2016 Geschichte und somit ist es wieder Zeit für den traditionellen finanziellen Lagebericht.
Anders als im letzten Sommerbericht soll es heute aber nicht nur um die vergangenen sechs Monate gehen. Stattdessen möchte ich einen Rückblick auf das gesamte Jahr 2016 werfen. Für eine Finanz-Statistik finde ich so ein komplettes Jahr einfach interessanter als nur die zweite Jahreshälfte. Also los geht’s:
Wie viel habe ich im Jahr 2016 verdient? Wie viel habe ich ausgegeben (und wofür)?
Wie viel habe ich gespart? Wie haben sich mein Wertpapier-Depot und mein Vermögen entwickelt?

2016 war mein allererstes Jahr, in dem ich vollständig von Januar bis Dezember in einem normalen Vollzeitjob gearbeitet habe. Außerdem hatte ich schon Ende 2015 hier in England ein Gewerbe (Web- und Softwareentwicklung) angemeldet, mit dem ich nebenbei und am Wochenende als Freelancer tätig war.

Das Jahr stand damit unter einem klaren Motto: Geld verdienen!
Um möglichst viel Geld zu sparen und finanziell unabhängig zu werden, brauche ich nämlich zwei Stellschrauben: Möglichst geringe Ausgaben auf der einen und möglichst hohe Einnahmen auf der anderen Seite.
Mit meinen Ausgaben war ich soweit schon recht zufrieden. Trotz gut bezahltem Job lebte ich einfach so weiter wie schon als Student. Ich wohnte in WGs und fuhr mit meinem alten Fahrrad zur Arbeit, statt mir ein Auto zu kaufen. Ich kochte mein Essen selbst und ging nur ab und an mal ins Restaurant. Auf  Elektronik-Spielzeug oder Designermöbel konnte ich sowieso schon immer gut verzichten. Meine Ausgaben bewegten sich also bereits auf niedrigem Niveau.

Im letzten Jahr wollte ich mich darum etwas mehr mit der Einnahmenseite beschäftigen. Das hieß im Klartext: In einem möglichst gut bezahlten Job arbeiten, ordentlich Berufserfahrung sammeln (um in den kommenden Jahren noch mehr verdienen zu können) und zugleich ein Nebengewerbe aufbauen.

Sparen wie ein Berserker

So sieht meine Strategie aus: Ich maximiere mein Einkommen und pflege gleichzeitig einen studentischen Lebensstil mit geringen Ausgaben. Warum? Ganz einfach: Weil das der allerbeste Weg ist, um als junger Mensch innerhalb von nur wenigen Jahren ein fettes Vermögen aufzubauen. Diese Taktik ist auch als Berserker-Sparen bekannt. Laut brüllend und ohne Rücksicht auf Verluste stürze ich mich in die Schlacht. Sparquote? Alles unter fünfzig Prozent ist Pippifax! Alle unnötigen Ausgaben werden in Stücke gerissen. Die Lifestyle-Inflation wird in Grund und Boden gestampft. Jeder Euro, der nicht zwingend benötigt wird, wandert auf die hohe Kante.

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