Roomtour! Unsere NEUE Wohnung in Hannover

Auch uns hat er eiskalt erwischt: Der Nestbautrieb.
Unter den jungen Familien in unserem Umfeld zieht im Augenblick ständig jemand um. Häuser werden gekauft, gebaut oder renoviert. Alle suchen sich eine langfristige Bleibe, in der ihre Kinder die kommenden Jahre aufwachsen können.

Bei uns ist das ganze natürlich eine Hausnummer kleiner ausgefallen. Während andere Familien das geräumige Häuschen am Stadtrand beziehen, haben wir gerade erst unsere Zwei- gegen eine Dreizimmerwohnung in Hannover eingetauscht.

Mittlerweile liegt unser Umzug schon mehr als ein Jahr zurück und unsere neue Wohnung ist fertig eingerichtet. Zeit also, euch auf einen kleinen Rundgang durch unser neues Zuhause mitzunehmen.

So sieht unsere Wohnung aus

Unsere neue Wohnung befindet sich im selben Haus wie unsere alte Wohnung, nur eine Etage tiefer. Statt zwei Zimmer und 46 m² bewohnen wir nun 69 m² und drei Zimmer (plus Küche und Bad).

Wohnung 3-Zimmer Grundriss

Wohnzimmer

Unser Wohnzimmer ist 17 m² groß. Eigentlich ist dieser Raum mehr als Schlafzimmer gedacht – er ist ein Stück kleiner und geht nach hinten zum ruhigeren Innenhof hinaus. Weil wir den Balkon aber lieber am Wohnzimmer wollten, haben wir die beiden Räume einfach getauscht.

Im Augenblick haben wir hier eine Spielecke für unsere Kleine eingerichtet mit ihren Büchern und Spielzeugen. Im hinteren Bereich befindet sich der Sofa- und Fernsehbereich1 und der Zugang zum Balkon. Diesen haben wir nach unserem Einzug frisch renoviert und mit unseren Balkonmöbeln aus der alten Wohnung ausgestattet. Im Sommer wachsen hier sogar ein paar Kräuter und Tomaten.

Wohnzimmer Sofaecke

Die Sofaecke hatten wir ursprünglich ganz klassisch eingerichtet – mit Couch auf der einen und TV-Bank auf der gegenüberliegenden Seite.
Doch irgendwie wollten wir mehr Platz für soziale Interaktion und mehr Sitzgelegenheiten für Besuch schaffen. Also haben wir zwei neue Sofas gekauft und den Fernseher darüber an die Wand gehängt. Die TV-Bank und das alte Sofa haben wir auf Kleinanzeigen verkauft.

Schlafzimmer

Unser Schlafzimmer (das eigentlich das Wohnzimmer ist) misst 19 m². Hier stehen unser Kleiderschrank und unsere Kommoden, sowie unser großes Familienbett. Wenn unsere Kleine Besuch hat, verwandelt sich der Raum auch gerne mal zum Spielzimmer und dient dann als Höhle oder Supermarkt. 😉 Ansonsten nutzen wir den vielen Platz bisher noch wenig.

Schlafzimmer mit Familienbett

Schlafzimmer Hannover List

In ein paar Jahren wandeln wir dieses Zimmer vielleicht komplett zum Kinderzimmer um. Dann richten Joana und ich unseren Schlafbereich in einem der anderen Zimmer ein.

Nach vorn zur Straße raus hat das Schlafzimer auch noch einen kleinen „Wintergarten“. Das klingt toller als es ist: Der Raum ist ziemlich schmal und ungemütlich und im Winter eiskalt, so dass man ihn nur schwer als richtigen Wohnraum nutzen kann. Hier lagern wir momentan nur Werkzeug und Getränke oder trocknen ab uns an unsere Wäsche.

Arbeitszimmer

Unser drittes Zimmer ist rund 10 m² groß. Dieses nutzen wir aktuell als Büro, Gästezimmer, zweites Schlafzimmer und Turnhalle.

Tagsüber sitzt hier in der Regel Joana und arbeitet, während ich in der Firma bin. Abends programmiere ich hier an meinen Freelancer-Projekten, schreibe Blogartikel oder erledige Orga-Kram für die Kinderkrippe. Den Schreibtisch haben wir mit einer Dockingstation ausgestattet, so dass Joana und ich beide unsere Laptops anschließen und an den großen Bildschirmen arbeiten können.

Arbeitszimmer Wohnung mit Schreibtisch

Arbeitszimmer Wohnung Home Gym

Im vorderen Bereich des Zimmers habe ich mir ein kleines „Home Gym“ für Eigengewichtsübungen eingerichtet und eine Klimmzugstange an die Wand gehängt.
Auf der Gästematratze schlafe ich auch ganz gerne mal, wenn sich meine Familie im großen Bett zu breit macht. 😉

Küche

Mit 7,5 m² ist unsere neue Küche ein gutes Stück größer als unsere alte. So konnten wir jetzt mehr Arbeitsfläche, Schränke und Sitzplätze unterbringen. Bei unserem Einzug war noch keine Küche eingebaut, so dass wir diese genau nach unseren Vorstellungen geplant und eingerichtet haben.

Neue Küche IKEA

Für rund 800 € haben wir hierfür neue Schränke bei IKEA und eine neue Arbeitsplatte vom Baumarkt gekauft. Die Elektrogeräte haben wir größtenteils aus unserer alten Wohnung mitgenommen. Das Ceranfeld und den Geschirrspüler haben wir günstig über eBay Kleinanzeigen besorgt. Als kleiner Luxus ist jetzt sogar genug Platz für eine Barista-Ecke mit Siebträgermaschine und Espressomühle. 🙂

Uns war wichtig, dass wir in der Küche auch mit mehreren Personen essen können, damit wir im Wohnzimmer keinen zusätzlichen Essbereich brauchen. Für den Esstisch haben wir im Baumarkt eine Eichenholzplatte passend zusägen lassen. Die Tischbeine und Stühle kamen von eBay Kleinanzeigen.

Der Esstisch steht normalerweise direkt an der Wand – dann können hier drei Erwachsene und ein Kind bequem sitzen. An der Wand haben wir zusätzlich eine klappbare Sitzbank angebracht. Wenn wir Besuch haben, können wir den Tisch einfach etwas abrücken und die Bank ausklappen. Dort finden dann weitere zwei bis drei Personen Platz.

Badezimmer

Im Badezimmer war die größte Herausforderung, unseren Wickeltisch unterzubringen. Im Schlafzimmer wäre dafür zwar mehr Platz gewesen, aber die schnelle Erreichbarkeit von fließend Wasser haben wir beim Wickeln sehr zu schätzen gelernt 😉.

Am Ende haben wir unseren selbstgebauten Waschmaschinen-Wickelaufsatz aus der alten Wohnung zu einem Klapp-Wickeltisch umgebaut. Wenn wir duschen oder das Fenster öffnen wollen, klappen wir diesen einfach mit zwei Handgriffen nach oben an die Wand.

Auch eine Duschwand für die Badewanne war bei unserem Einzug noch nicht eingebaut. Hier haben wir uns für 200 € eine hochwertige Duschabtrennung aus Glas gegönnt, die lange hält und auch nach ein paar Jahren noch ansehnlich aussieht.

Flur

Verglichen mit unserer alten Wohnung ist auch der Flur ein gutes Stück geräumiger. Das ist ganz praktisch, da mit der Familiengründung auch unser Platzbedarf für Jacken, Taschen und Schuhe gewachsen ist. Zusätzlich haben wir hier einen großen Schrank aufgestellt, in dem Lebensmittelvorräte, Staubsauger und Putzmittel lagern.

Flur mit Garderobe und Vorratsschrank

Zu unserer Wohnung gehören auch noch ein Kellerabteil und etwas Abstellfläche auf dem Dachboden. Im Keller lagen wir zum Beispiel Malerzubehör und Versandkartons für eBay-Verkäufe. Auf dem Dachboden haben wir etwa unser Camping-Equipment und aussortierte Kinderkleidung untergebracht.

Lage und Umgebung

Nach wie vor wohnen wir im Stadtteil List, eine der besten zentralen Wohnlagen hier in Hannover. Direkt vor unserer Haustür fährt die Stadtbahn, drei Stationen sind es bis zum Hauptbahnhof und in die Innenstadt.

Zur anderen Seite liegt nur 200 Meter entfernt der große Stadtwald Eilenriede. Hier gibt es viel Natur (jedenfalls für Stadtverhältnisse 😉 ), Spielplätze und Spazierwege.

Zur Kinderkrippe unserer Kleinen und zu meiner Arbeit sind es rund sieben Minuten Fahrradweg, die ich zum großen Teil durch den Wald fahren kann.
Etwa 15 Minuten entfernt liegen die beiden Skateparks, wo im Sommer am liebsten skate, sowie im Winter die Skatehalle Gleis D.

Durch den Umzug im gleichen Haus können wir auch unseren Gemeinschaftsgarten im Innenhof weiter nutzen. Den haben wir mittlerweile mit Gartenmöbeln, Grill, Sandkasten, Schaukeln und großem Trampolin ordentlich ausgestattet. 🙂

Gemeinschaftsgarten mit Trampolin und Gartenmöbeln Hannover List

Den Garten nutzen wir so gut wie alleine mit unseren Nachbarn, die auch zwei kleine Kinder haben und mit denen wir gut befreundet sind. Die älteste Tochter ist etwa so alt wie unsere Kleine – nachmittags und am Wochenende spielen und toben die beiden Kids oft zusammen.

Im letzten Jahr ist außerdem Joanas Mutter in die Wohnung bei uns nebenan eingezogen. Wir müssen also nicht einmal Schuhe anziehen um Freunde oder Verwandte zu besuchen. 🙂

So viel Miete und Nebenkosten zahlen wir

Für unsere Wohnung zahlen wir rund 680 € Warmmiete. Diese setzt sich zusammen aus 570 € Kaltmiete und 110 € Nebenkosten. Damit ist die neue Wohnung etwa 190 € teurer als unsere alte (dort haben wir noch rund 490 € warm gezahlt).

Zusammen mit den weiteren Betriebskosten kommen Joana und ich so auf Wohnausgaben von ziemlich genau 400 € pro Person und Monat.

Wohnausgaben Ausgaben pro Person
Kaltmiete 570 € 285 €
Nebenkosten 110 € 55 €
Strom 50 € 25 €
Gas 56 € 28 €
Rundfunkgebühr 18 € 9 €
Gesamt 804 € 402 €

Strom- und Gasverbrauch

Unser Energieverbrauch hat sich interessanterweise nach dem Umzug bisher kaum erhöht.
In den vergangenen 12 Monaten haben wir für Heizung und Warmwasser rund 6.000 kWh Gas verbraucht. Im Vorjahreszeitraum waren es in der alten Wohnung sogar 6.800 kWh – wobei der Winter auch etwas kälter war und wir mehr heizen mussten.

Unser Stromverbrauch lag in den letzten 12 Monaten bei 1.412 kWh. Im Vorjahr waren es in der alten Wohnung 1.495 kWh. Die größten Verbraucher dürften hier die Küchengeräte (Waschmaschine, Geschirrspüler, Kühlschrank) sein, die ja zum großen Teil gleich geblieben sind.

Wie lange bleiben wir hier wohnen?

In der Vergangenheit war unsere Unterkunft oft auf begrenzte Zeit ausgelegt. Wo wir auch wohnten, wir hatten wir immer im Hinterkopf: Wer weiß, wo es uns in ein oder zwei Jahren hin verschlägt. Unser WG-Zimmer in England, das wir nur für ein paar Monate gemietet hatten. Unsere erste Wohnung in Hannover, die wir nach der Nähe zu unseren Arbeitsplätzen ausgesucht hatten (bei denen wir beide heute nicht mehr arbeiten).

Doch unsere Lebenssituation ist stetiger geworden. Mit unserer Kleinen ist die Nähe zu unseren Familien und den Großeltern ein großer Pluspunkt. Meine Eltern wohnen am Stadtrand von Hannover, Joanas Mama direkt nebenan. Joana arbeitet mittlerweile komplett von zu Hause aus. Damit ist unser Wohnort unabhängiger von unseren Arbeitsplätzen geworden. Mit großer Wahrscheinlichkeit werden wir darum in den nächsten Jahren hier in Hannover bleiben.

Bei unserem Umzug haben wir deshalb langfristiger gedacht als bisher. Ich könnte mir vorstellen, dass wir in dieser Wohnung mindestens fünf, vielleicht sogar zehn Jahre oder länger wohnen bleiben.
Das hat sich auch auf die Einrichtung der Wohnung ausgewirkt. Nur für einen längeren Zeitraum lohnt es sich meiner Meinung nach, eine teure Duschabtrennung oder eine auf die Wohnung zugeschnittene neue Küche zu kaufen.

Die Wohnung kann in den kommenden Jahren mit unseren Bedürfnissen mitwachsen. Die Zimmeraufteilung wird sich ändern. Vielleicht ziehen wir irgendwo eine Trennwand ein, bauen einen Arbeitsplatz auf Rollen oder richten im Wohnzimmer ein Klappbett ein. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

1  „Richtiges“ Fernsehen haben wir schon seit einigen Jahren nicht mehr. An unseren Fernseher ist auch gar kein Fernsehsignal angeschlossen, sondern nur ein Chromecast mit Netflix und Disney+.

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85 Gedanken zu „Roomtour! Unsere NEUE Wohnung in Hannover“

  1. Sehr schön! Sehr schöne und geordnete Wohnung und auch Kompliment für durch das sehr durchdachte Lebenskonzept, auf dass es auch so bleibe und nicht durch global bedingtes Chaos aus den Fugen geraten möge.

    Antworten
            • Das glaube ich nicht. Wir haben zu viert in einer 66qm Wohnung gelebt. Mein Bruder und ich hatten ein gemeinsames Kinderzimmer bis ich 12 war, dann hat meine Mama noch ein drittes Kind bekommen und wir sind in eine vier Zimmer Wohnung gezogen. Kinder auch unterschiedlichen Geschlechts können sehr wohl und auch sehr gut in gemeinsamen Zimmern spielen und schlafen. Es ist in Deutschland lediglich untypisch geworden. In Berlin – wahrscheinlich nicht nur hier – sind die Mieten explodiert. Bekannte von uns leben mit zwei noch kleinen Kindern zusammen in einer 50qm Zwei-Zimmer-Wohnung. Alles möglich und ich denke auch sehr schön. Mein Bruder und ich sind heute immer noch glücklich, dass wir uns ein gemeinsames Zimmer geteilt haben. Als Student*innen jahre später für drei Monate sogar auch wieder.

              Antworten
              • Das sehe ich anders. Ich finde, jedes Kind sollte spätestens ab 12 ein eigenes Zimmer haben. Ich hatte kein eigenes Zimmer, habe mir ab 12 aber nichts sehnsüchtiger gewünscht als ein eigenes Zimmer. Ich hatte ziemlich viel Stress mit meiner Schwester, was unsere Beziehung bis heute belastet. Ich bin so schnell wie möglich ausgezogen, nur um endlich dieser beengten Wohnsituation zu entrinnen.

                Wenn die Geschwister sich gut verstehen, dann mag es funktionieren, aber wenn sie sich nicht gut verstehen, kann es die Hölle sein, wenn man kein eigenes Zimmer hat.

                Antworten
              • Sorry aber sowas ist einfach eine Zumutung… jedes Kind braucht sein Zimmer. Mit zwei Kinder unter 90 Quadratmeter ist doch kein Leben eher ein vegetieren

                Antworten
                • Ich bin sehr glücklich aufgewachsen. Und aus mir ist – oh wunder – etwas, sogar sehr erfolgreich, geworden. DasGanz ohne goldenen Löffel im Mund, auf 66qm Wohnraum und ganz sicher nicht hat meine Familie nicht dahin vegetiert.
                  Ob etwas für jemanden kein Zustand ist, sollten dann vielleicht doch lieber die Betroffenen entscheiden.
                  Du darfst es für dich und deine Familie anders sehen, das heißt aber nicht, dass es anders nicht möglich ist. Nur mal so: Portugal war mal das Armenhaus Europas und gleichzeitig die glücklichsten Menschen. Weil ein erfülltes Leben eben mehr ist, als Geld und genug Wohnraum. Somit ist es doch toll, dass Oliver einfach auch andere Ansätze zeigt. Es ist auch so und anders möglich.

                  Antworten
                  • Dass es möglich ist, hat ja auch niemand bestritten und natürlich kann man auch in einer kleinen Wohnung eine schöne Kindheit erleben. Es geht hier aber darum, was man als Ziel/Ideal für seine Kinder anstrebt und wie man das strategisch am besten erreicht. Insofern am Thema vorbei.
                    Dass man es “eigentlich gar nicht braucht” ist übrigens auch eine Lebenslüge von Menschen, die sich die eigene Verzagtheit schönreden wollen.

                    Antworten
                • Das sehe ich ganz genauso. Ich hatte kein eigenes Zimmer. Bis ca. 12 war das für mich ok, danach war es die Hölle. In dieser Zeit wurde der Grundstein gelegt für das bis heute schwierige Verhältnis zu meiner Schwester. Ein eigenes Zimmer hätte sehr viel der Konflikte entschärfen können.

                  Mal ein paar Beispiele: meine Schwester spielte Klavier und übte stundenlang dasselbe Stück. Das war irgendwann für mich kaum noch zu ertragen. Ihr Klavier durfte ich aber nicht mal berühren, sonst gab es Ärger. Meine Schwester hatte vor mir ihren ersten Freund. Wenn er zu Besuch war, durfte ich nicht in mein Zimmer. Überhaupt hat sich meine Schwester permanent so aufgeführt, dass es im Grunde ihr Zimmer ist, und sie bestimmt, wann ich rein darf und was ich darin machen darf. Meine Eltern haben sich nicht eingemischt und sie gewähren lassen.

                  Ich sage mal, wenn sich Geschwister gut verstehen, dann mag es gehen, aber spätestens mit Beginn der Pubertät braucht ein Kind ein eigenes Zimmer, sonst können die Fetzen so richtig fliegen.

                  Es ist halt die Frage, ob man als Eltern riskieren will, dass sich durch mangelnden Rückzugsraum familiäre Konflikte aufschaukeln, die vermeidbar wären.

                  Teenager verschiedenen Geschlechts in ein Zimmer zu stecken, ist m.E. noch schlimmer als Teenager gleichen Geschlechts. Wenn ich mir mit meinem Bruder ein Zimmer hätte teilen müssen, dann hätte es Tote gegeben (nicht wörtlich gemeint).

                  Antworten
                  • Hallo,
                    eigentlich hatte ich ja beschlossen, zu diesem Thema keinen Kommentar zu verfassen. Ich denke hier wird ein Luxusproblem diskutiert. Wir sind eine sparsame, aber keine frugalistische Familie und bewohnen eine 160qm 5-Zimmer Eigentumswohnung zu fünft. Hier mussten sich teilweise 2 Kinder bis zum Auszug des Großen ein Zimmer teilen. Mit entsprechenden Regeln klappt das auch. Erfahrungsgemäß ist ein eigenes Zimmer im Kleinkindalter bis zur Einschulung nur zum Schlafen erforderlich, da meist in Reichweite der Eltern gespielt wird und die Spielsachen dann in andere Zimmer abwandern. Ein eigener Arbeitsplatz ist spätestens ab der weiterführenden Schule erforderlich – alles andere wurde und wird bis heute noch am großen Familientisch erledigt. In Zukunft werden Familien vermehrt mit weniger Wohnraum zurechtkommen müssen, da es sonst nicht mehr finanzierbar für viele sein wird und dann vermehrt kreative Lösungen hinsichtlich der Privatsphäre einzelner Familienmitglieder gefunden werden müssen. Bei der gesamten Diskussion sollte, meiner Meinung nach, eher der Fokus auf der Privatsphäre und den vorhandenen Rückzugsmöglichkeiten liegen und weniger auf der Zimmeranzahl und der Quadratmeterabzahl. Je kleiner die Fläche und je mehr Menschen auf dieser Fläche leben, desto intelligenter sollte diese eingerichtet sein. Das haben Oli und Joana sehr perfekt hinbekommen!!!

                    Antworten
        • Und was, wenn Oliver den Arbeitsplatz verliert? Wenn Joana in München einen Traumjob findet? Wenn die Familie im Lotto gewinnt? Wenn der Vermieter wegen Eigenbedarf kündigt? Wenn jemand krank wird und die Wohnung rollstuhlgerecht sein muss? Wenn plötzlich Krieg ist?

          Ich überspitze. Setze irgendein Lebensereignis Deiner Wahl von den tausend Wechselfällen des Lebens ein.

          Dann – so schrieb Dir Reinisch – muss neu geplant werden. Das ist immer so im Leben. Und als Mieter sind sie da flexibler, als wenn sie ein Haus gekauft hätten und jetzt plötzlich nach Brasilien auswandern wöllten.

          Antworten
          • Nö, dann würden sie das Haus halt vermieten. Der Punkt ist, selbst mit einem Kind ist die Wohnung jetzt schon sehr eng. Und wenn noch ein weiterer Kinderwunsch besteht, wäre es vielleicht besser, jetzt gleich eine größere Wohnung zu suchen (egal ob jetzt Kauf oder Miete).

            Antworten
            • Hallo David,
              deine und unsere Vorstellung, was „zu klein“/“zu eng“ ist und wann ein Umzug notwendig ist, gehen offenbar sehr deutlich auseinander.

              Unserer Einschätzung nach ist die Wohnung aktuell eigentlich zu groß für uns. Wir haben sie schon mit der zukünftigen Entwicklung (unsere Tochter wird größer, ggf. kommen noch weitere Kinder hinzu) im Hinterkopf gemietet. Selbst wenn wir noch weitere Kinder bekommen, wird die Wohnung noch einige Jahre ausreichend sein. Unsere Kleine ist heute fast 3 und wir sehen bisher noch keinen Bedarf für ein eigenes Zimmer.

              Antworten
              • Hi Oliver,

                wenn weitere Kinder dazukommen, wird die Wohnung definitiv zu klein, zumal Kinder irgendwann schon ihr eigenes Zimmer brauchen. Aus Hannover wollt ihr ja auch nicht weg wegen der Großeltern, was ich als Vater von drei Kindern absolut nachvollziehen kann. Ich hätte mir allerdings eher jetzt gleich vorausschauend eine größere Wohnung gesucht (in Hannover sind sogar die Kaufpreise noch recht moderat) als dann in 5 Jahren nochmal umziehen zu müssen (macht mit Kindern auch nicht so viel Spaß und man verbrennt erneut Geld).

                Antworten
                • Das Problem sind aber die weiter steigenden Mietpreise. D.h. wenn man in ein paar Jahren umziehen muss, weil die alte Wohnung zu klein geworden ist, dann wird die Miete für die neue Wohnung voraussichtlich überproportional gestiegen sein, weil Bestandsmieten meist deutlich langsamer steigen als Neuvertragsmieten. Dass ihr noch mal so viel Glück habt, eine im Verhältnis zum Markt so günstige Wohnung zu finden, darauf würde ich mich nicht verlassen.

                  Ich bin aus eigener leidvoller Erfahrung der Meinung, dass spätestens ab 12 ein Kind unbedingt ein eigenes Zimmer braucht. Bei der Kombination „Mädchen + Junge“ oder „Junge + Mädchen“ ist das noch viel wichtiger als bei „Mädchen + Mädchen“ oder „Junge + Junge“. Ich bin regelrecht traumatisiert und mein Verhältnis zu meiner Zwillingsschwester ist leider äußerst nachhaltig beschädigt worden durch die Zeit, als wir zwischen 12 und dem Auszug nach dem Abitur uns im gemeinsamen Zimmer nicht aus dem Weg gehen konnte, was zu permanentem Streit geführt hat.

                  Ich vermiete selbst eine 3-Zimmer-Wohnung in Frankfurt, die ich vor 6 Jahren für 12,50 € / qm an ein junges Paar vermietet habe , die mittlerweile 2 Kinder bekommen haben. Ich rechne fest damit, dass sie in den nächsten 4-5 Jahren ausziehen werden, weil die Wohnung mit 2 Kindern dann zu klein ist. Nur dann werden sie hier im Viertel definitiv nichts mehr für den Quadratmeterpreis finden. Schon jetzt geht fast nichts mehr unter 15-16 € pro qm, und in ein paar Jahren sind es vielleicht 20 € pro qm. D.h. wenn sie sich dann von 3 auf 4 Zimmer vergrößern wollen, dann verdoppelt sich entweder die Miete, oder sie müssen aus dem geliebten Viertel weg ins günstigere Umland.

                  Langfristig kann man daher viel Geld sparen, wenn man vorausschauend umzieht, und zwar so, dass man auf Jahrzehnte nicht mehr umziehen muss. Ich weiß, das ist eigentlich blöd, aber die Mietpreisentwicklung in Großstädten erzwingt das quasi, wenn man nicht irgendwann in einer viel zu kleinen Wohnung eingesperrt sein will oder horrendes Geld für eine größere Wohnung zahlen will.

                  Antworten
                  • Ich bin nun wirklich nicht der Typ der planlos von heute auf morgen lebt.
                    Aber sein Leben auf Jahrzehnte vorausplanen ist doch wirklich eine absolute Illusion.

                    Wo, wie und mit wem ich in 10 Jahren so lebe weiß ich heute genauso wenig, wie ich vor 10 Jahren wusste wie es heute ist.
                    Ebenso wenig wie sich der Wohnungsmarkt so entwickeln wird.

                    Wie Christine oben schon schrieb gibt es zig Gründe, die das Leben verändern und einen Wohnungswechsel nötig machen können.
                    Als Mieter kann man das zum Glück auch relativ einfach.

                    Aber jetzt schon alle Eventualitäten einzuplanen die vielleicht irgendwann mal passieren können kommt ziemlich wahrscheinlich teurer, als dann im Bedarfsfall zu reagieren.
                    Insbesondere wenn dann ein Fall zuschlägt den niemand auf dem Schirm hatte.
                    Ich hätte z.B. vor ein paar Jahren nie daran gedacht, dass Homeoffice mal mein überwiegender Berufsalltag wird und daher eine gute Internetverbindung und ein ruhiges Arbeitszimmer deutlich wichtiger ist als die gute Verkehrsanbindung ans Büro…

                    Antworten
                  • Das ist so typisch deutsch – „Probleme“ aufarbeiten zu wollen, die – aktuell noch nicht mal existieren (2. Kind).
                    Schonmal drüber nach gedacht, dass der Wohnraummangel evtl. auch daher kommt, dass die, die sichs leisten können, denen den Wohnraum wegnehmen, die ihn brauchen würden? Einfach nur, weils sie es können?
                    Sprich, zu zweit in ner 5 Zimmer Wohnung zu wohnen, weil irgendwann in 5-10 Jahren mal 2 Kinder kommen könnten?

                    Wen es interessiert, ich bin mit Zwillingsschwester in einem 6 Zimmer Haus ausgewachsen und habe mir mit ihr FREIWILLIG ein Zimmer geteilt, bis ich mit 18 Jahren ausgezogen bin.
                    Welche Aussage überzeugt Oli jetzt mehr?

                    Wir haben Krieg – ja, mitten in Europa! Wer weiß, ob die Regeln des Marktes in nem halben Jahr noch gelten.
                    Was wenn Oli alles richtig macht, weil
                    eine 4 Zimmer Wohnung in 2 Jahren viel günstiger ist als jetzt?

                    Antworten
                    • Das sind vernünftige, vorausschauende Überlegungen. Was ist daran typisch deutsch? Natürlich kann es im Leben immer anders kommen, als man denkt, aber ich muss doch mit irgendwas planen und dazu eignet es sich, mit dem Verlauf zu planen, der die höchste Wahrscheinlichkeit hat.

                      Antworten
                      • Wer definiert, dass das wirklich vernünftig und vorausschauend ist?
                        Und wer sagt, dass man mit irgendetwas planen muss und die Dinge nicht einfach auf sich zukommen lassen kann, um erst dann zu reagieren, wenn sich die Ist-Situation tatsächlich verändert hat?
                        Genau – der typische Deutsche 😉

                        Antworten
                        • Aus Erfahrung: Ja wer eine Familienvergrößerung plant, sollte unbedingt vorher in eine entsprechend große Wohnung ziehen und ja nicht erzählen, dass man Familienzuwachs plant. Vermieter vergeben lieber eine 5-Zimmer-Wohnung an ein älteres Ehepaar als an eine junge Familie. Die älteren Leute fallen nicht so oft hin (Ich kenne mehrere Familien wo es Beschwerden gab, weil das Kind beim Laufen lernen öfter hinfällt) , rennen nicht durch die Wohnung und weinen nicht in der Nacht. Wenn das zweite Kind dann mal da ist, kann man es fast vergessen eine Wohnung zu finden oder muss Monate intensiv suchen und jeden Preis in Kauf nehmen. Zwei kleine Kinder will kein Vermieter mehr haben. Unbedingt erst Wohnung, dann ein weiteres Kind. Ab drei oder vier Kinder kann man es ganz vergessen. Wenn man dann nicht schon vorher eine entsprechend große Wohnung gefunden hat, bleibt nur noch ein eigenes Haus.

                          Antworten
                    • Dass in 2 Jahren 4-Zimmer-Wohnungen billiger sind als heute, das ist nun wirklich nicht zu erwarten. Die Preise für Mietwohnungen kennen seit Jahren nur eine Richtung, nämlich nach oben. Worauf ich hinaus wollte, ist, dass man auf Jahrzehnte richtig viel Geld sparen kann, wenn man vorausschauend plant. Sonst riskiert man irgendwann, entweder in einer zu kleinen Wohnung „gefangen“ zu sein, was für alle Beteiligten sehr belastend sein kann, oder man zahlt sich doof und dämlich für eine größere Wohnung, oder man ist gezwungen, aus dem vertrauten Umfeld in eine billigere Gegend zu ziehen, was wiederum längere Wege nach sich zieht. Wenn man für 5 Jahre eine etwas teurere Miete zahlt als nötig, dafür aber 20 Jahre lang viel weniger zahlt, dann macht das für mich finanziell als Frugalistin Sinn.

                      Antworten
                      • Ich verstehe ihre Argumentation, aber ich teile diese Meinung nicht.
                        Angenommen Sie investieren das Geld, dass Sie sich jetzt für die geringe Miete sparen in einen ausschüttenden ETF? ->Zinseszins.
                        Und wenn man dann noch das Humankapital rechnet, das eingespart wird, weil weniger Instandhaltung, Putzarbeiten, etc. anfallen?
                        Ich hab immer das Gefühl, dass für viele Menschen Lebensqualität an die Größe des Wohnraums gebunden ist, für mein frugalistisches Empfinden ist es genau andersrum. Für mich ist Wohnung eine unnötige Belastung, weil mein Leben eher außerhalb des Wohnraums stattfindet.
                        Liegt eben im Auge des Betrachters.

                        Antworten
                          • Sabrina, da ich vermutlich einige Semester älter bin als du und bereits in 4 Ländern gelebt habe, darf ich dir mitteilen: Planen ist nichts typisch Deutsches. Es hat allerdings schon etwas mit Vernunft zu tun. Zwischen „einfach in den Tag hineinleben“ und „alles minutiös bis ins Detail planen“, gibt es übrigens durchaus Schattierungen.

                            Antworten
                  • Kannst du erklären warum die Mieten überproportional gegenüber den Gehältern in den kommenden Jahren steigen sollen?! Es ist doch eher so, dass immer mehr gebaut wird und die Bevölkerung eher auf dem aktuellen Niveau stagniert. Möglicherweise sterben bald die Kohorte der Babyboomer aus und hinterlassen große Wohnungen. In den letzten 500 Jahren konnten die Menschen in Deutschland immer irgendwo wohnen und der Zustand hat sich tendenziell eher verbessert gegenüber dem Mittelalter. Die Zukunft wird besser werden als manche denken. Nur meine Meinung

                    Antworten
                    • Angebot und Nachfrage. Es fehlen hunderttausende Wohnungen in Deutschland. Gleichzeitig kommen mehr Menschen hierhin.
                      Neubauten werden zudem teurer, weil die Baustoffe teilweise erheblich im Preis gestiegen sind. Selber bauen wird dadurch für viele unerschwinglich.
                      Diese Menschen bleiben dann eher auf dem Mietwohnungsmarkt.

                      Antworten
                      • Ach ja? Es werden dieses Jahr mehr als doppelt so viele Wohnungen gebaut wie noch 2009. Tendenz steigend. Dazu >700.000 Wohnungen im Bauüberhang.
                        Hast du eine gute Studie zur Hand, die aufzeigt wie viele Wohnungen fehlen?

                        Antworten
  2. Zitat:
    Unser drittes Zimmer ist rund 10 m² groß. Dieses nutzen wir aktuell als Büro, Gästezimmer, zweites Schlafzimmer und Turnhalle.

    Korrektur-Vorschlag:
    Unser drittes Zimmer ist rund 10 m² groß. Dieses nutzen wir aktuell als Büro PUNKT. Auf diesem Wege lassen sich 10/69 der Jahresmiete bei der Steuererklärung absetzen. Des Weiteren gilt dies für die komplette Einrichtung dieses Zimmers.

    Antworten
    • Sehr guter Hinweis 🙂 Wenn man schon den Luxus eines räumlich abgetrennten Büros hat, dann auch geltend machen! Diejenigen die gerade ihre Küche oder Wohn-/Schlafzimmer als Büro umfunktionieren müssen, habe diese steuerlichen Vorteile leider nicht, obwohl sie die Arbeitsplätze während der Pandemie genauso herstellen mussten.

      Antworten
  3. Hi,
    wir haben unsere Wohnung nicht fertig, aber haben auch ungefähr diese Aufteilung überlegt. Der Wickeltisch kommt aber ins Schlafzimmer und Essplatz ins Wohnzimmer. Wir haben zwei Katzen, die unglaublich viel Platz einnehmen mit ihren ganzen Kratzbäumen usw.

    Habt ihr gar keinen Backofen? Oder sieht man ihn einfach nicht auf den Bildern?

    Antworten
    • Hi Mona,
      einen „richtigen“ Backofen haben wir nicht, aber unsere Mikrowelle ist ein Kombi-Gerät mit Backofenfunktion. Für Kuchen, Pizza oder eine (kleine) Lasagne reicht es aus.

      Antworten
      • Ich finde es auch erstaunlich, dass ihr 2021 so eine günstige Wohnung bekommen habt, die auch noch so gut angebunden ist und sogar einen Garten hat.
        Wir haben noch den blöden Nachteil, dass die Heizung über Vonovia gezahlt werden muss, wodurch die doppelt so viel haben wollen, wie ihr zahlt.

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      • Das ist wirklich prima. Ich habe ebenfalls einen Mini Backofen und darüber eine Mikrowelle in der Küche.
        Obwohl ich selber nicht frugal lebe finde ich ist es dennoch eine gute Idee.
        MfG

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    • 570€ is a really fair price for that size and part of Hannover, probably below average of new contracts in 2020. I guess there are some soft factors helping here, like beeing a good renter for years, a positive attidude, towards the landlord and in general, not being petty and reparing small defects on their own etc. (just guessing :-))

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  4. ok, das mit dem Schlafziimmer und der (eventuell)
    späteren Verwandlung dieses Zimmers in ein Kinderzimmer
    hatte ich auf den ersten Blick übersehen.
    Die Wohnung würde mir auch gefallen, gute Wahl!

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  5. Hey, die Zimmer sehen super aus. Wo habt ihr den Wohnzimmerschrank und den Flurschrank gekauft? Wir ziehen demnächst von unserer 4 Zi. Wohnung in eine 3 Zi. Wohnung und möchten auch sehr minimalistisch uns einrichten. LG Hatice

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    • Die Möbel aus Wohn- und Schlafzimmer kommen aus meinem Jugendzimmer, die haben meine Eltern vor 15 Jahren bei Porta Möbel gekauft. Alles andere kommt von ebay Kleinanzeigen, der Pax im Flur genauso wie die Sofas, WZ-Tisch und alle Möbel aus der Spielecke.
      Balkon und Küche sind ein Mix aus Ikea und Baumarkt.

      Wenn man von 4 auf 3 Zimmer reduziert, braucht man ja gar keine neuen Möbel, da muss man eher welche los werden. Wir finden auch die vielen Tiny-Home Ideen spannend, bei denen Möbel mehrere Funktionen haben wie in einem Wohnwagen.

      Liebe Grüße,
      Joana

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  6. Schön habt ihr die Wohnung eingerichtet, wobei ich ein Schlafzimmer, wenn irgendwie möglich, nie zur Straßenseite, sondern immer zur straßenabgewandten Seite machen würde, damit man bei offenem Fenster schlafen kann.

    Die Wohnung ist ganz ähnlich groß wie die, die ich mit meinem Mann seit 22 Jahren bewohne. Wir wohnen zu zweit in einer 3-Zimmer-Wohnung mit 71 qm, wobei unser Wohnzimmer ca. 22 qm, das Schlafzimmer ca. 15 qm und das Arbeitszimmer ca. 11 qm groß ist. Unsere Küche ist kleiner, da passt definitiv kein Essplatz für 4 Personen rein. Das Bad ist ähnlich groß. Der Balkon ist ca. 2 qm groß, und wir haben einen recht großzügigen Kellerraum, den wir für unsere 6 Fahrräder dringend benötigen.

    Mit der Miete habt ihr aber echt Glück gehabt, nur 8,26 € pro qm, dafür kriegt man in den meisten deutschen Großstädten nichts mehr. Wir zahlen hier in Frankfurt mit unserem 22 Jahre alten Altmietvertrag mittlerweile äußerst günstige 10,17 € pro qm, wenn wir umziehen müssten, dann würde hier im Viertel nichts mehr unter 15-16 € pro qm gehen.

    Wenn eure Kleine ein eigenes Zimmer braucht, dann würde ich an eurer Stelle eher dazu tendieren, der Kleinen das 10 qm-Zimmer als Kinderzimmer zu gehen und dafür im Wohn- oder Schlafzimmer den Schreibtisch einzurichten.

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    • Hallo sibylle,

      Laut immowelt liegt der Mietspiegel für eine Wohnung wie unsere hier in der Gegend aktuell bei rund 10 €/m². Wir liegen da also ein Stückchen drunter, aber so teuer wie Hamburg/München/Frankfurt ist Hannover zum Glück (noch) nicht.

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  7. Hell, freundlich und geschmackvoll eingerichtet, gefällt mir. Alles drin was man braucht. Und die grünen Innenhöfe sind eine kleine Oase. Mit der List seid Ihr in einem der schönsten Stadtteile von Hannover, die Eilenriede ist gleich um die Ecke, auf der Lister Meile kann man bummeln und sich in ein Cafe setzen und ist schnell in der City. Der Preis ist super, mir sind freundliche Mieter, die sich nicht bei jedem kleinen bisschen melden auch lieber gewesen als den letzten Euro aus einer Wohnung beim vermieten rauszuquetschen, Euer Vermieter wird wissen was er an Euch hat 🙂

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    • Hallo konsument,

      wir haben das Glück, einen privaten Vermieter zu haben, dem eine harmonische Hausgemeinschaft wichtiger ist als die Maximierung der Mieteinnahmen. Am Haus wird allerdings auch nicht besonders viel investiert – Fassade, Elektrik, Treppenhaus, vieles stammt hier noch aus den 50er bis 70er Jahren. Die Wohnungen selbst sind aber sauber und verhältnismäßig modern, darum stört uns das etwas betagte Haus eigentlich gar nicht, wenn dafür der Mietpreis günstig ist.

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  8. Hallo ihr beiden,
    das ist eine mit geringen finanziellen Mitteln sehr schön eingerichtete Wohnung. Finde sie gar nicht so extrem günstig – sieht mir nach 60er oder 70er Jahre Baujahr aus, wahrscheinlich Laminatboden und immerhin hatte sie keine Einbauküche und das Bad ist vermutlich auch nicht ganz neu gewesen. Klar, man hätte auch mehr verlangen können, aber gut, dass nicht alle Vermieter so unverschämt sind, dafür Höchstmieten zu fordern. Vielleicht ist es ja auch eine Genossenschaftswohnung. Ihr habt da echt sehr viel rausgeholt. An eurer Stelle wäre ich auch nicht neidisch auf Freunde, die ein Haus auf dem Land haben. In Wirklichkeit beneiden die wahrscheinlich euch um eure zentrale Lage und geringen Aufräum- und Putzaufwand bei gerade mal 69 qm und frugalistisch-minimalistischer Einrichtung 😉

    Persönlich bin ich wieder ein wenig vom Frugalismus in seiner Reinform abgerückt und gönne mir lieber schöne Dinge, als bei jeder Anschaffung herumzurechnen, ob ich dann noch mit „40 in Rente“ gehen kann. Ich gehe einfach davon aus, dass auch danach noch Geld hereinkommen wird, da ich sicher nicht 30 Jahre lang komplett untätig herumsitzen werde. Mittlerweile finde ich die Frage viel spannender, was man mit seiner freien Zeit Sinnvolles anfangen will, als die Frage, wie man ein Vermögen zusammenspart. Luxusproblem 🙂

    Antworten
    • Hallo Frousess,
      unser Haus ist Baujahr 1956, die Wohnungen wurden aber an vielen Stellen modernisiert. Wir haben relativ neue Fenster und auch der vordere Bereich des Bades (Waschbecken und Toilette) wurden vor unserem Einzug komplett neu gemacht. Der Rest des Bades ist schon älter (wie man an den orangeroten Fliesen gut erkennt), vermutlich 80er Jahre.
      Unsere Wohnung gehört einem privaten Vermieter, also keine Genossenschaftswohnung.

      Antworten
  9. Frousess, ich teile deine Gedanken.
    Ich war bis zu meinem 64. Lebensjahr in Vollzeit tätig, und musste dann gezwungenermaßen
    gehen, da meine Stelle gestrichen wurde.
    Ich bin damals in ein tiefes Loch gefallen, aus dem ich nur schwer wieder herausfand.
    Was Arbeit im Leben wirklich bedeutet, kann der am besten beurteilen, der sie verloren hat.
    Leider habe ich keine neue Arbeit mehr gefunden, da das in meinem Alter praktisch
    unmöglich ist,

    Antworten
  10. Unsere Wohnung in Duisburg Ruhrort ist fast identisch, also gleich gross, 2 Balkone, nur zahlen wir dort ca. 200 Euro weniger. Das Umfeld am Hafen ist auch sehr schön, es gibt immer was zu sehen. Nur in Duisburg selbst ist der Stadtteil nicht A Lage, der Migrationsanteil ist recht hoch, was mich aber nicht weiter stört…..

    Antworten
  11. Ich freue mich immer, wenn es etwas Neues von Euch zu lesen gibt. Toll, wie Ihr zwischen nützlich, nice to have und überflüssig abwägt. Und was für eine hübsche Wohnung. Der Vermieter wird wissen, was er an Euch hat. Sieht es bei Euch immer so aufgeräumt aus? 😉
    Viele Grüße

    Antworten
    • Hi Christine,
      hier ist im täglichen Leben natürlich Chaos. Überall liegen Kunstwerke von der kleinen rum, die Küche ist nicht immer aufgeräumt und die Kommoden im Schlafzimmer sind ein willkommener Ablageort für alles Mögliche, aber das hätte auf den Bildern blöd ausgesehen 😀

      Antworten
  12. Hallo Oli, wie immer ein cooler Beitrag 🙂

    Bei der Siebträgermaschine bin ich besonders aufmerksam geworden. Was für einen Hersteller und welches Modell habt ihr denn? Vielleicht hast du ja einen Tipp für mich. Ich suche ebenfalls etwas in dieser Richtung und bin für jeden Tipp dankbar was Preis/Leistung/Erfahrung angeht. Ich gehe davon aus, dass ihr die auch über Ebay Kleinanzeigen erworben habt?

    Antworten
    • Sieht aus wie meine De Longh ECM 685. Habe ich vor 3 1/2 Jahren mal für 129 Euro bei Amazon erstanden. Immer schön reinigen, dazu frischen Kaffee aus der lokalen Rösterei und man hat einen Top Kaffee für wenig Geld!

      Antworten
    • 😀 wir können dir da leider keine guten Tipps geben. Ich habe lange recherchiert und dann doch eine delonghi dedica bei der Facebook Gruppe „Hannover verschenkt“ ergattert. Erstmal zum ausprobieren. Wir sind aber sehr zufrieden mit dem Ergebnis und haben das Beste raus geholt. Die Mühle und die Bohnen machen sowieso am meisten aus und es gibt sehr viele Youtube-Videos zu dem Thema.
      Liebe Grüße,
      Joana

      Antworten
  13. Lieber Oliver und liebe Joana,
    danke für euren neuen Beitrag. Ich lese immer gerne von euch. Euer Lebensstil ist etwas anders als meiner, aber der Grundgedanke „nichts überflüssiges“ ist dennoch gleich. Wir sind vor einem Jahr in unsere neue Wohnung gezogen. Ich schaue jetzt regelmäßig, wenn ich Zeit habe, was ich seit diesem einen Jahr nicht angefasst habe. Das verschenke ich dann bei ebay Kleinanzeigen.
    Wie haltet ihr es so mit den Spielsachen? Wir haben extrem wenig (auf dem Flohmarkt) gekauft. Und dennoch haben wir soo sooo viel. Verrückterweise haben wir das Gefühl, dass vieles nach mehreren Tagen Zuhaus auch gar nicht mehr interessant zu bespielen ist. Toll ist, dass wir vieles weggeben können über nebenan.de
    Das Leben mit kleinen Kindern finde ich tatsächlich aufgrund des ganzen Überflusses, den die Familien haben und gerne verschenken und weitergeben auch nicht beträchtlich teurer.
    Ich lese all eure Beiträge super gerne und freue mich über mehr.

    Antworten
  14. Ja, ja, der Nestbautrieb. Wir sind der Meinung, dass Ihr das wirklich super hinbekommen habt. Sieht toll aus und es sind gute Ideen dabei, wie etwa das Sofa unter dem TV. Und ihr habt die Wohnung auch noch luftig hinbekommen, was wir besonders beeindruckend finden, denn wir haben das auch versucht, aber nicht so luftig hinbekommen (und wir haben noch keine Kids) :D.
    Obwohl unsere Wohnung sogar etwas größer geworden ist (3 Zimmer mit insg. 80m² + Balkon), ist es auch für unser Umfeld schwer vorstellbar, dass das reicht. Vor allem weil wir langsam auch an die Familiengründung denken und diese für diese Wohnung eingeplant haben. Wie auch ihr sind wir der Meinung, dass das mit etwas Einfallsreichtum durchaus möglich ist. Auch wenn unsere Hobbys etwas mehr Platz verschlingen (allein unsere Werkzeuge und die Brettspielesammlung sind nicht zu verachten ), so lässt sich mit mobilen oder Mehrzwecklösungen der vorhandene Platz doch sehr viel besser nutzen, als es sich die meisten vorstellen können. Da sind wir ganz bei Joanas Tiny-Home-Ideen.
    Wir haben uns z.B. einen rollbaren Küchenwagen mit Stauraum und Arbeitsplatte gebaut, sowie einen Klapptisch mit Rollen versehen, der vom Schrank zum Tisch transformiert werden kann. Auch das Bett wurde selbst gebaut und bietet darunter enorm viel Stauraum. So wurde genug Puffer geschaffen, um auch mit Kind noch gut auszukommen. Bei uns wird das insofern tricky, da wir beide im HomeOffice arbeiten. Aber wer weiß, wie das in einem Jahr oder so aussieht.
    Wir sind außerdem nicht der Meinung, dass man gleich eine große Wohnung mieten sollte, nur weil langfristig Nachwuchs geplant ist. Klar steigen die Mieten derzeit noch, aber solang die Kinder noch klein sind, ist deren Bedürfnis nach Platz noch marginal. Wer weiß, wie die Mietsituation aussieht, wenn sie größer sind. Zwar steigen die Mietpreise in den Städten derzeit noch, aber die Demographie sagt auch, dass das nicht mehr lange so bleiben muss. Derzeit wohnen sehr viele Rentner allein in großen Wohnungen, die absehbar auch frei werden. Vielleicht steigt auch die Nachfrage nach Wohnen auf dem Land, da viele Jobs von Zuhause gemacht werden können und es setzt ein erneuter Desurbanisierungstrend ein, womit sich die Lage in den Städten etwas entspannt. – Will sagen: Viele ungeklärte Fragen, die ohne (funktionierende) Kristallkugel nicht seriös zu beantworten sind. Ich bin der Meinung, dass sich immer Möglichkeiten finden lassen, wenn man danach sucht. Beispielsweise kamen wir bisher nicht an eine Genossenschaftswohnung, da Familien mit Kind bevorzugt genommen werden. – Diese Wohnungen wären deutlich günstiger als die meisten auf dem privaten Markt – zumindest hier im Rhein-Neckar-Gebiet. Der Kinderwunsch allein reicht da nicht aus. In ein paar Jahren hat sich unsere Familiensituation aber dann vielleicht geändert und damit auch unsere Chancen.
    Und ich bin auch nicht der Meinung, dass ein Umzug viel Geld fressen muss und man daher immer wieder hohe Kosten hat. Viele Einrichtungsgegenstände kann man auch in der neuen Wohnung weiternutzen und muss nicht alles neu kaufen. Und selbst wenn man fast alles erst noch braucht, kann man erstaunlich günstig und zugleich auch noch nachhaltig agieren. Das haben wir bei unserem kürzlich geschehenen Umzug ausprobiert und hier beschrieben:
    https://investierpaar.home.blog/2022/02/20/frugal-movement-umzug-im-investierpaar-style/
    In dem Artikel zeigen wir, dass es sich sogar lohnen kann beim Umzug mehrere Mieten doppelt zu bezahlen (alte + neue Wohnung) und lassen anschließend die Hosen runter, indem wir die Kosten für all unsere Einrichtungsgegenstände, den Kosten eines möglichst ähnlichen Pendants (aus dem schwedischen Möbelhaus) gegenüber stellen.
    Denn der Nestbautrieb hat uns nach 14 Jahren in unserer Studentenbutze jetzt auch erwischt. Auch wenn wir unsere langjährige Behausung mit 2 Zimmern liebten, so war es auch für uns an der Zeit für ein bisschen Lifestyle-Inflation – im frugalen Stil versteht sich .
    Vielen Dank für die tollen Einblicke in euer Leben und den schönen Artikel. Wir freuen uns jedes Mal, wenn es hier etwas Neues gibt.
    Viele Grüße, Andi und Anja vom InvestierPaar

    Antworten
  15. Hallo Oliver und Joana,
    sieht sehr gut aus in Eurer aktuellen Wohnung. Diesen Blog verfolge ich schon seit einiger Zeit.
    Da konnte ich mir schon die eine, oder andere Information rausziehen.
    Vielen Dank für Eure Offenheit hier im Netz.

    Wir wohnen seit zweieinhalb Jahren zu dritt in einer 3 Zimmer Mietwohnung,
    die 72 qm groß (Altbau, Baujahr 1975).
    Hier können wir auch den Gemeinschaftsgarten mit nutzen.
    Vorher wohnten wir zu zweit in einer recht modernen 85 qm Mietwohnung mit viel Abstellmöglichkeiten
    (Fahrradschuppen, Keller, Dachboden), aber leider ohne Garten.
    Wir mussten unseren Hausstand nach dem Umzug um einige Möbel reduzieren.
    Das Bad und die Küche sind bei uns auch ähnlich groß wie bei Euch.
    Wenn morgens alle gleichzeitig los müssen, wird es manchmal etwas eng.
    Was ist das denn für ein Küchentisch? Die Tischbeine laufen ja irgendwie so schlank aus?
    Wir haben die Räume zur Zeit in Wohnzimmer, Schlafzimmer und Kinderzimmer aufgeteilt.
    Unser Sohn Spielt natürlich gerne in jedem Raum, also da wo Mama, oder Papa gerade sind.
    Der Backofen in der Küche würde uns fehlen, da haben wir einen Standard-Herd mit Backofen.
    Ich hatte mal über einen kompakteren Backofen mit Microwellenfunktion nachgedacht,
    die sind allerdings Gebraucht eher selten und recht teuer.
    Dadurch könnte man eine Schublade in der Küche ergänzen.
    Ob der Aufwand für so einen Umbau lohnt ist noch fraglich.
    Wir müssen uns noch weiterhin auf die gegebene Wohnfläche einpendeln.
    Es ist noch nicht alles perfekt.
    Zudem hatten wir hier in der Altbauwohnung leider in zwei Räumen schon Schimmel an den Wänden.
    Das Haus hat keine Isolierung zwischen Innen- und Außenwand, die Wände kühlen im Winter schnell aus
    und dadurch kondensiert die Luftfeuchtigkeit an den Wänden.
    Die Möbel müssen in einem Abstand von 4 bis 5cm zu Außenwänden haben,
    damit eine Luftzirkulation gewährleistet ist.
    Vielleicht muss ich bei einer bestimmten Außentemperatur die Nachtabschaltung der Heizung raus nehmen
    Habt ihr eine Nachtabschaltung , oder -Reduzierung der Heizung ab einer gewissen Uhrzeit?
    Das trübt hier die Freude über die gute Lage und den relativ günstigen Mietpreis wieder etwas ein.
    Unsere Vermieterin hat zu dem Problem halt nur gesagt: „Bitte mehr Heizen und mehr lüften“.
    Wir haben jetzt in jedem Raum ein Hygrometer, um die Luftfeuchtigkeit im Blick zu behalten.
    Vielleicht gibt es ja auch ein Problem am Gebäude, da will unser Vermieter ab jetzt nicht weiter aktiv werden.
    Unsere Vermieterin hatte sogar mal erwähnt, das die Wohnung ja eher für ein bis zwei Personen gedacht ist
    und das diese ja für drei Personen eigentlich zu klein sei.
    Wir sind noch unschlüssig, ob wir uns hier in den nächsten 5 bis 10 Jahren wirklich wohl fühlen können.
    Im Sommer ist es hier, auch durch den Garten, sehr angenehm,
    im Winter muss man halt das Raumklima im Auge behalten.
    Es ist zur Zeit auf dem Wohnungsmarkt sehr schwierig eine bezahlbare Wohnung
    mit Citylage und Garten zu bekommen.

    Liebe Grüße

    Antworten
    • Hallo Steven,

      mit Lüften schaffst Du das nicht. Wenn man mal beim (leider schon verstorbenen) Dr. Konrad Fischer reinhört, versteht man auch als Laie, warum das nicht genug ist. https://www.youtube.com/watch?v=2gw5-TUpOLk

      Hier auf seiner gänzlich nicht-optimierten Seite: http://www.konrad-fischer-info.de/7temper.htm

      Es muss die Wandoberfläche innen temperiert werden. Vielleicht kannst Du Deine Vermieterin gewinnen, hier sinnvoll zu investieren (Fußleistenheizung, Heizleisten oder ähnliches).

      Nachtabsenkung ist nicht gut! „Bei der absichtlichen Auskühlung der Außenwände während der nächtlichen Temperaturabsenkung wird u. U. irgendwann unnötigerweise die Taupunkttemperatur unterschritten. Feuchtigkeit setzt sich auf und in den Außenwänden ab. Auf der Wand führt das zu Schimmelbildung und in der Wand zu einer stark verringerten Isolationswirkung. Die Wärmeverluste steigen, die Wand kühlt noch weiter ab, es bildet sich noch mehr Feuchtigkeit, die Verluste steigen weiter usw. …“

      Antworten
      • Danke für die Informationen. zum nächsten Winter werde ich mal die Nachtabsenkung raus nehmen.
        Mal schauen, in wie weit sich das auf den Verbrauch auswirkt.
        Unser Vermieter hat leider kaum Interesse daran, etwas in der Wohnung zu ändern.
        „…es hätte ja bei den anderen Mietern auch funktioniert…“

        Die Internetseite von Konrad Fischer muss ich mir noch mal genauer anschauen.

        Viele Grüße

        Antworten
      • > mit Lüften schaffst Du das nicht.
        [den Schimmel zu vermeiden]

        > Wenn man mal beim (leider schon verstorbenen) Dr. Konrad Fischer
        > reinhört, versteht man auch als Laie, warum das nicht genug ist.
        > https://www.youtube.com/

        Vielleicht versteht man das. Dafür muß man aber erstmal das private Video angezeigt bekommen.
        🙁

        Bauphysik ist nicht ganz trivial, und gegen Kältebrücken hilft das Vermieterallheilmittel „heizen und stoßlüften“ ggf. nichts. Ich habe mir ein paar Hygrometer besorgt und wundere mich, wie niedrig der Feuchtegrad in unserer Wohnung im Winter ist. Im Bad geht es sogar nach dem Duschen kaum über 40% (und ist dann schnell wieder auf 30% herunter, wenn man die Tür offenstehen läßt. Ok, hat natürlich auch was mit dem Luftvolumen (also Fläche der Wohnung mal Höhe) zu tun und der Besiedelung. Ein Erwachsener kann in einer Nacht einen Liter Flüssigkeit verlieren, und zwar im wesentlichen durch die feuchte Ausatemluft.

        Anderes Thema. Bei Joana und Oliver ist eher genug Luftzirkulation, so übersichtlich, wie die Wohnung eingerichtet ist.

        Antworten
        • Hallo Achim,

          „Vielleicht versteht man das. Dafür muß man aber erstmal das private Video angezeigt bekommen.“

          Das verstehe ich jetzt nicht. Ich bin kein Freund von Google/Youtube, deshalb habe ich auf gar keinen Fall ein Konto dort und schaue nur selten und dann unangemeldet mit sämtlichen Adblockern und Sicherheitsmaßnahmen im Browser, die man sich so vorstellen kann. Und ich kann das Video einwandfrei sehen …

          Antworten
        • Jetzt kann ich das Video allerdings auch nicht mehr ansehen. Vermutlich die (mittlerweile leider sehr umfangreiche) Zensur. Schade, hatte mehrere Bookmarks zu Videos desselben Kanals gespeichert, die alle nicht mehr abrufbar sind 🙁

          Antworten
  16. Hallo Steven
    Christine hat mit dem was sie schreibt leider recht. Das ist eine blöde Situation, die ich auch aus unserer alten Wohnung kenne. Unser damaliger Vermieter wollte allerdings nicht groß investieren und meinte immer nur: „mehr heizen und stoßlüften“. Ersteres war nur begrenzt möglich, da wir zum einen in dem Zimmer schliefen und der Schimmel nur an dem Außenwandabschnitt entstand, an dem keine Heizung stand. Stoßgelüftet haben wir andererseits wirklich viel, da wir Frischluftfans sind und insbesondere Anja wie ein Detektor mit Alarmfunktion auf feuchte Luft reagiert. Unsere Freunde und Arbeitskollegen können ein Lied davon singen. 😉
    Wenn dein Vermieter nichts macht/machen kann, kannst du aber folgendes Versuchen. Das hat bei uns ganz gut geklappt:
    1. Sorge für eine gute Luftzirkulation an den problematischen Wänden, d.h. die sollten wirklich frei sein – Nichts davor stellen und erst recht nichts dran hängen.
    2. Den Schimmel mit Schimmelentferner bestmöglich beseitigen.
    3. Schimmelimprägnierung auftragen um neuem Befall vorzubeugen.
    und ganz wichtig:
    4. Luftentfeuchter mit Trocknungsgranulat! Gibt es seit einigen Jahren auch ab und an im Supermarkt. Das hat bei uns prima geklappt. Das ist eine Art Salz in einem Beutel, der auf einem Gitter über einem Auffangbehälter liegt. Das Granulat bindet die Raumfeuchtigkeit und verhindert so, dass sich diese an der kühlen Wand niederschlägt. Diese Option kostet kaum etwas, macht keine Geräusche und braucht nicht mal Strom. Stelle das am besten in die Nähe der problematischen Wand und du wirst sehen, es wird deutlich besser.
    5. Stoßlüften (nicht kippen der Fenster) ist natürlich dennoch nötig.
    Mit diesen Mitteln haben wir das Problem ganz gut in den Griff bekommen. Andernfalls wären wir keinesfalls 14 Jahre in der Bude geblieben. 😉
    Viele Grüße,
    Andi

    Antworten
    • Hallo Andi,
      danke für die Tipps! Bei den betroffenen Wänden hatte ich die Tapete entfernt, dann alles mit einem Chlorreiniger
      gereinigt und nach dem trocknen mit einer Anti- Schimmelfarbe grundiert, danach dann wieder Tapeziert.
      Wir sind nun aufmerksamer und haben nun auch die Möbel im Kinderzimmer reduziert.
      Im betroffenen Schlafzimmer haben wir die Möbel etwas umgestellt.
      Das Granulat können wir dann ja mal ausprobieren.

      Viele Grüße
      Steven

      Antworten
  17. Hi Oli,
    die Wohnung sieht super modern, gepflegt uns sehr üppig aus. Da habt ihr auf jeden Fall noch sehr viel Platz für Nachwuchs insbesondere mit Trennwänden. Wir haben zu Dritt ne ganze Zeit auf 22qm in einem Einzimmerapartment gewohnt. Da sind eure Wohnverhältnisse purer Luxus dagegen.
    Eventuell könnt ihr ja vorübergehend noch ein paar Flüchtlinge aufnehmen damit der freie Platz besser genutzt wird.
    Viel Spaß in der neu eingerichteten Wohnung
    Gruß Jan

    Antworten
  18. Tja, die Kosten … 😉

    „Für unsere Wohnung zahlen wir rund 680 € Warmmiete. Diese setzt sich zusammen aus 570 € Kaltmiete und 110 € Nebenkosten. Damit ist die neue Wohnung etwa 190 € teurer als unsere alte (dort haben wir noch rund 490 € warm gezahlt).“

    Damit liegt Ihr jetzt eindeutig über den Kosten meiner +180m²-„Lifestyle-Inflations“-Bude incl. Instandhaltungsrücklagen und Opportunitätskosten für das gebundene EK.

    Kann man mal drüber nachdenken …

    Antworten
  19. Ja, man kann über so Vieles nachdenken. Zum Beispiel, darüber ob deine Bude auch im Herzen einer größeren Stadt liegt. Oder ob man vielleicht in ein paar Jahren vielleicht woanders leben möchte und dann einen Klotz am Bein hat um den man sich kümmern muss. Oder aber ob man was fürs Alter zurücklegen möchte, statt sich an einen Kredit zu binden. Man kann natürlich drauf wetten, dass sich die Immobilienpreise auch die nächsten 30 bis 50 Jahre weiter bergauf entwickeln. Man kann sich auch die demographische Entwicklung mal ansehen und am besten auch die der Länder, von denen wir hierzulande bisher Zuzug hatten. Dann mit der Kristallkugel noch die Zinsentwicklung über die Zeit voraussagen. Danach kann man nochmal darüber nachdenken, ob ein Eigenheim für jedermann und in jeder Region die richtige Entscheidung ist.
    Die Aussage, so wie sie hier getroffen wurde, suggeriert, dass ein Eigenheim die günstigere Variante sei. Aber so pauschal, wie sie getroffen wurde, machst du es dir meiner Meinung nach etwas zu einfach.
    Versteh mich bitte nicht falsch. Ich bin auch Immobilienbesitzer (wohne aber selbst in Miete). Aber zum einen ist das nicht für jeden was und zum anderen ist es in vielen Regionen verdammt schwer noch Kaufangebote zu finden, die sich wirklich rechnen.
    Jeder muss den Weg finden, der zur eigenen Lebenssituation passt. Kategorien wie richtig oder falsch sind da meines Erachtens nach nicht eindeutig zu treffen.
    Gern würde ich hier aber ein paar mehr Zahlen erfahren. Vielleicht möchtest du deine Rechnung ja noch ein bisschen detaillierter ausführen!?
    Viele Grüße, Andi

    Antworten
    • Oh, da habe ich wohl einen wunden Punkt getroffen. Ich gebe zu, ist bei mir nie ganz unbeabsichtigt, aber Deine Antwort lässt leider kein einziges Klischee aus.

      Nein. meine Bude liegt nicht im Zentrum von H oder einer anderen Großstadt, aber immerhin zentral in einer Kleinstadt. Trotzdem ist die Fragestellung legitim, ob mieten und ETF’s kaufen pauschal immer der richtige Weg ist. Kommer hat das schon teilweise korrigiert und zwar ziemlich explizit für die letzten 5-15 Jahre.

      Ja, wir wollen in ca. 10 Jahren woanders wohnen resp. wieder zurück in unsere Studentenstadt und haben und uns daher schon letztes Jahr in (sic!) H-List, kaum 500m Luftlinie von Olis/Joanas Standort ein Expose für eine Penthouse-Whg. zukommen lassen. Muss ich nicht kaufen, ich weiß aktuell auch gar nicht, ob die Whg noch verfügbar ist, aber ich hätte die Finanzierung jetzt hintereinander. Geht aber grds. erst mal darum, sich ein wenig in den Markt einzugrooven.

      Meine aktuelle Immo wird kein Klotz am Bein sein, ist sie jetzt schon nicht. Es war beim Kauf klar, dass wir uns irgendwann von dem Kasten trennen und da die Immo mir allein gehört, ist das auch relativ einfach händelbar.

      Ich lege auch „für’s Alter zurück“, ohne mich an einen Kredit zu „binden“ – das war und ist keine entweder/oder-Entscheidung, sondern war und ist immer parallel gelaufen. Exakt das – und zugegeben eine gehörige Portion Glück bei den Kaufzeitpunkten/Nachverzinsungen – versetzt mich jetzt 11 Jahre später in eine Situation, die genau das abbildet, was Kommer beschreibt.

      Ich wette dennoch nicht auf die nächsten 30-50 Jahre, weil das für mich schon keinen Sinn mehr ergibt. Ich bin 48, eine Wette darauf, dass ich 98 werde und noch geistig fit bin, ist beinahe absurd. 78 von mir aus. Bis dahin habe ich aber längst alles geregelt, so ist zumindest der Plan.

      Nein, die Aussage suggeriert nicht, dass ein Eigenheim immer die richtige Entscheidung sei – aber sie suggeriert, dass es ein ETF in Kombi mit Miete eben auch nicht ist. Und vor allem nicht war. Ich persönlich präferiere dabei sogar noch viel risikoreichere Assets wie direkte Firmenbeteiligungen, aber das würde ich nie pauschal in einem Forum raushauen, weil das ohne Fachwissen und Risikoaffinität nicht geht. Dafür braucht man FY-money. Und noch einiges mehr.

      Die Rechnung(en) habe ich schon mehrfach im Forum dargestellt und im Prinzip ist mein hiesiger Beitrag ein „running gag“, weil ich explizit von Oli zu Beginn seines Blogs als typisches Opfer der Lifestyle-Inflation betitelt worden bin. Ich habe damals schon gesagt, dass das nicht ganz zu Ende gedacht ist – und jetzt ist es Realität.

      Also ja, wir können uns dazu auch gern mal in H auf ein Bier treffen, ich bin im Handball in H immer noch gut vernetzt und würde mir gern mal wieder ein Spiel dort ansehen. Die Rechnung können wir dann detailliert auf der Rückseite eines Bierdeckels ausführen. Das ist in 10 Minuten durch, maximal.

      Termine sind allerdings eng. Ich bin bereits FI und daher gönne ich mir die Zeit und den Spaß, mich schon vor der Rente um andere Dinge zu kümmern.

      Antworten
  20. Wir wohnen in einer 74qm 3-Zimmer-Wohnung in Darmstadt für 923 Euro Warmmiete. Mein Sohn ist schon fast 17 Jahre alt und hat natürlich ein eigenes Zimmer. Mein Mann und ich würden gern was Eigenes kaufen und sparen schon fleißig dafür, aber leider ist der Markt bei uns wie leergefegt.
    Wir stellen uns eine Neubau-2-Zimmer-Wohnung in Innenstadtnähe vor. Das wäre perfekt für uns, wenn mein Sohn dann mit 18-19 auszieht.
    Ich finde eure Wohnung super eingerichtet. Wir investieren nicht mehr in die Mietwohnung, weil wir davon ausgehen, dass wir in den nächsten Jahren ausziehen werden.

    Antworten
  21. Hallo Oliver,
    herzlichen Glückwunsch zu dieser sehr schönen Wohnung, die ihr fantastisch luftig und durchdacht eingerichtet habt!
    Ich lese schon lange Deinen Blog und danke euch für eure Offenheit. Mein Mann und ich leben auch mit unseren zwei Kindern (fast 3 und fast 12) in einer eigentlich 3-Zimmer-Wohnung (75qm) mit kürzlich eingezogener Zwischenwand, so dass es nun 4 Räume sind. Ihr habt in der Wohnung noch so viel Platz und Gestaltungsspielraum – da können locker noch weitere Kinder hinzukommen :-). Man darf halt nur nicht so viel Kram haben, sollte nur das nötigste neu kaufen und muss immer mal ausmisten :-).
    Ich wünsche euch alles Gute.
    Liebe Grüße,
    Rosa

    Antworten
  22. Hallo Oliver, wie immer ein schöner Blogbeitrag. Glückwünsche zu Eurem Nachwuchs und den neuen Projekten, ich finde, ihr habt es euch sehr schön eingerichtet, weiterhin alles Gute für Euch!

    Antworten
  23. Die Mieten in Hannover sind ja echt günstig. Ich zahle 700€ warm für 40qm 2 Zimmer hier in Heilbronn, womit ich für die hiesigen Verhältnisse schon zufrieden bin 😀

    Antworten
  24. Hallo lieber Oliver,
    Vielen lieben Dank für diesen spannenden Beitrag. Hast du zufällig Tipps, wie man an so preiswerten Wohnraum ohne WBS kommt? Ich wohne und arbeite in Stuttgart und suche dort schon länger erfolglos nach einer günstigen Wohnung. Selbst für mein 13qm WG Zimmer in einer 8er WG außerorts (das im Verhältnis extrem günstig ist) zahle ich schon mehr als du. Gibt es da ein paar Frugalisten Hacks?
    Vielen Dank und liebe Grüße!

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    • Ich bin auch sehr überrascht, dass Hannover so günstig ist. Ich wohne auf dem Land nahe Heilbronn und bei mir kosten sind die 70 qm schon 800€ kalt. Baden Württemberg scheint ein sehr teures Pflaster zu sein.

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  25. „Die größten Verbraucher dürften hier die Küchengeräte (Waschmaschine, Geschirrspüler, Kühlschrank) sein, die ja zum großen Teil gleich geblieben sind.“

    Beim Lesen dieses Satzes habe ich mich direkt ertappt. Die Frage: Und das weißt du gar nicht, schwirrte durch meinen Kopf!

    Ernsthaft, warum weißt du nicht, was eben diese Geräte verbrauchen, ob neuere eventuell auf Dauer mehr sparen?

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