Die 300 €-Regel

Die 300 €-Regel: Bezahlst du einen unendlichen Kredit?

Heute starten wir einmal mit einem Gedankenexperiment. Stell dir vor, dein Smartphone ist kaputt gegangen und du gehst darum in den nächstgelegenen MegaMarkt, um dir ein neues Gerät zuzulegen. Weil dein altes Handy sowieso schon etwas überholt war, möchtest du auch gleich auf ein etwas moderneres Exemplar aufrüsten.

Nachdem du eine Weile die angebotenen Geräte verglichen hast, hat es dir schließlich ein Modell besonders angetan: Das nagelneue FancyPhone. Das hat ein schönes großes Display und extra viel Speicherplatz. Und schick aussehen tut es außerdem auch noch.
Also gut, dann soll es eben das FancyPhone werden – auch wenn es mit einem Preis von 300 € ein bisschen mehr kostet, als du eigentlich ausgeben wolltest.
Als du zur Sicherheit nochmal einen Blick auf das Preisschild wirfst, wirst du jedoch stutzig. Scheinbar hat sich der MegaMarkt ein etwas ungewöhnliches Angebot einfallen lassen:

FancyPhone 300 €-Regel

Du bist verwirrt. So eine komische Art der Ratenzahlung hast du noch nie gesehen. Ein Euro im Monat hört sich ja erstmal nicht viel an. Aber für immer und ewig, bis an dein Lebensende?

Eigentlich wolltest du das Handy doch nur für zwei oder drei Jahre benutzen. Bei diesem Angebot müsstest du selbst mit 80 oder 90 Jahren immer noch jeden Monat einen Euro bezahlen – für ein Handy, das du vor Jahrzehnten mal für kurze Zeit in Gebrauch hattest. Auch dann noch, wenn das ehemals schicke FancyPhone längst ein Museumsstück ist oder auf dem Schrott liegt.

Und was passiert, wenn du dir ein Jahr später das FancyPhone 2 kaufst? Und noch einmal ein Jahr später das FancyPhone 3? Auf diese Weise wird die monatliche Rate für deine Handys ja immer größer und größer.

Und wenn du so ein Angebot nicht nur für Smartphones nutzen würdest, sondern auch für Autos und Fernseher? Dann würden es schnell zwei, drei, zehn, hunderte Euro werden, die du zukünftig jeden Monat bezahlen müsstest – für immer und ewig, bis an dein Lebensende.
Vor deinem geistigen Auge siehst du dich schon mit 80 in einer Seniorenresidenz sitzen – inmitten eines gewaltigen Berges von Rechnungen, die pünktlich jeden Monat hereinflattern. Die ewigen monatlichen Raten für die vielen Dinge, die du irgendwann im Laufe deines Lebens einmal gekauft hast.

Du kommst zu der Überzeugung: Dieses merkwürdige Angebot muss Betrug sein. Wahrscheinlich wieder so eine Bauernfängerei, um die finanziell ungebildete Kundschaft zum Kauf zu verführen. Du beschließt, für dein FancyPhone lieber einmalig die 300 € hinzublättern und begibst dich auf den Weg zur Kasse.

Was du nicht ahnst: Die beiden Angebote sind in Wahrheit völlig gleichwertig.

Denn jedes Mal wenn du einmalig 300 € für irgendetwas ausgibst, ist das im Prinzip genau das gleiche, als wenn du zukünftig jeden Monat einen Euro bezahlen musst – und zwar für immer und ewig, bis an dein Lebensende.

Wie kann das sein?

Erinnerst du dich noch an die 4 %-Regel? Die besagt: Aus einem in Wertpapiere angelegten Geldvermögen kannst du jedes Jahr vier Prozent des anfänglichen Vermögens entnehmen, ohne dass du in absehbarer Zeit pleite gehst.

Steckst du also 300 € in ein gemischtes Portfolio aus Aktien und Anleihen, dann kannst du dir daraus jedes Jahr 12 € auszahlen lassen, ohne dass das Geld jemals aufgebraucht wird (12 € – das sind vier Prozent von 300 €). Auf den Monat umgerechnet entspricht das einer Auszahlung von genau einen Euro im Monat – und zwar für immer und ewig, bis an dein Lebensende. 

Legst du diese 300 € jetzt aber nicht an, sondern kaufst dir dafür ein neues FancyPhone, dann musst du auf diese Auszahlung zukünftig verzichten. Das FancyPhone kostet dich damit jeden Monat diesen einen Euro, der dir nun an passivem Einkommen fehlt.

Immer wenn du etwas kaufst, nimmst du quasi einen „ewigen Kredit“ auf. Einen Kredit, den du niemals abbezahlen kannst. Jede 300 Euro, die du ausgibst, entsprechen einem ewigen Euro, den du fortan monatlich weniger zur Verfügung hast.

  • Schuhe für 150 €? Macht jeden Monat 50 Cent – für den Rest deines Lebens.
  • Das 600 € teure iPad oder der Flachbildfernseher? Genauso gut könntest du einen Dauerauftrag einrichten, der immer zum Monatsersten 2 € von deinem Konto abbucht. Nur löschen kannst du den leider nicht.
  • Die Sofagarnitur für 3.000 €? In Wirklichkeit ein unkündbarer Vertrag über eine monatliche Rate von 10 €.
  • Der Neuwagen, für den du einmal 30.000 Euro bezahlt hast? Der kostet dich auch dann noch jeden Monat 100 €, wenn das Auto längst verschrottet ist.

All diese vielen kleinen Anschaffungen summieren sich im Laufe der Zeit zu einer gewaltigen Monster-Rate. Geld, das dir im deinem weiteren Leben nun jeden Monat fehlt.

Lass die 300 €-Regel lieber für dich arbeiten

Auweia, bei all diesen „unkündbaren Kreditraten“ kann einem ja ganz schwindlig werden. Was kann man bloß dagegen tun? Soll man jetzt überhaupt nichts mehr kaufen?

Naja, das macht ja auch keinen Spaß. Aber zumindest kann ich mir überlegen: Habe ich Bock, in 20 oder 30 Jahren immer noch für die Schuhe, die Couchgarnitur und das iPad zu bezahlen, die mir heute so gut gefallen, die aber in ein paar Jahren schon längst veraltet sind oder auf dem Müll liegen? Oder würde mein zukünftiges Ich vielleicht Besseres mit dem Geld anzufangen wissen? In den meisten Fällen denke ich mir mittlerweile: Nö, das lohnt sich mal gar nicht – und verzichte dankend auf den Kauf.

Einige Dinge sind es mir natürlich auch wert, dafür Geld auszugeben: Mein Skateboard, ein ordentliches Fahrrad oder ab und zu ein dekadentes Luxus-Wochenende.
Auch würde ich nur ungerne auf einen vernünftigen Laptop verzichten wollen. Aber hier frage ich mich dann: Wie kann ich die gewünschte Leistung für möglichst wenig Geld bekommen? Brauche ich eine teure Designer-Einrichtung oder tun es auch schöne IKEA-Möbel von eBay Kleinanzeigen?
Muss es ein nagelneues MacBook für 1.800 € sein, oder reicht ein solides Gebraucht-Notebook für 300 €? Alleine diese Ersparnis von 1.500 € rettet mich vor einem Unendlich-Kredit von 5 € im Monat.

Auf diese Art und Weise lässt du die 300 €-Regel nicht gegen dich, sondern für dich arbeiten. Umgekehrt funktioniert sie nämlich so:

Für jede 300 €, die du sparst und anlegst, kriegst du künftig jeden Monat einen Euro geschenkt – für immer und ewig, bis an dein Lebensende.

Jedes Mal wenn ich also irgendwo 300 Euro verdiene oder einspare, macht es in meinen Gedanken Ka-Ching! – und mein zukünftiges passives Einkommen ist wieder um einen Euro angewachsen.

  • Statt dem 300 € teuren FancyPhone kaufst du ein gebrauchtes FrugalPhone für 50 € und investierst die Differenz. Ka-Ching! Für den Rest deines Lebens trudeln jetzt Monat für Monat 83 Cent gratis auf deinem Konto ein.
  • Du verkaufst deinen Krempel bei eBay und erlöst 600 €. Ka-Ching! Ein unlöschbarer Dauerauftrag über 2 € ist eingerichtet – diesmal allerdings zu deinen Gunsten.
  • Du bekommst 3.000 € Sonderzahlung in deinem Job? Statt einer neuen Couch-Garnitur geht’s ab damit ins Aktien-Depot. Ka-Ching! Wieder 10 € mehr Gratis-Einkommen im Monat.

Ich selbst habe zurzeit jeden Monat rund 1.500 € übrig, die ich sparen und investieren kann. Jeden Monat, den ich arbeite, wächst mein lebenslanges Gratis-Einkommen damit um 5 €. Nach nur einem Jahr Arbeit bekomme ich schon 60 € im Monat.  Nach nicht einmal zwei Jahren deckt das Gratis-Einkommen bereits meine monatlichen Lebensmittel-Ausgaben.

Wie sieht es bei dir aus? Bezahlst du lieber einen niemals endenden Kredit? Oder möchtest du lieber jeden Monat gratis Geld bekommen, ohne dafür arbeiten zu müssen? Die Entscheidung liegt bei dir. Kaufen oder nicht kaufen, das ist die Frage.

56 Gedanken zu “Die 300 €-Regel: Bezahlst du einen unendlichen Kredit?

  1. Hi Oliver,

    mal wieder ein schöner Artikel, der zwar sehr extrem ist, aber dennoch zum Nachdenken anregt. Je mehr ich mich mit dem Geldanlegen beschäftige, je schwerer fällt es mir – als ohnehin schon sehr sparsamen Menschen – mein verdientes Geld „unnötig“ auszugeben.

    Die 300€-Regel wird mir somit den Konsum noch weiter erschweren. ^^
    Mach weiter so.

  2. Ich dachte am Anfang bei der Überschrift, dass Du Dich mit den Kosten eines nicht abbezahlten Kredites für ein Handy beschäftigst.
    Mir gefällt das Gedankenexperiment, dass ein einmaliger Verzicht in einem lebenslangen passiven Einkommen endet.

    Natürlich sind einige Aspekte nicht berücksichtigt worden (Steuern oder Reinvestitionen), doch das hätte die Geschichte nur unnötig komplex gemacht.

    Schöne Grüße
    Dominik

    • Hi Dominik,
      klar, es ist natürlich ein vereinfachtes Modell. Aber es geht ja eben um die grundsätzliche Idee und da ist es immer besser, die Details erstmal wegzulassen, damit das Prinzip klarer verständlich ist.
      Wenn man es ganz genau nimmt: Auch das unterschiedliche Risiko des ausgegebenen Geldes gegenüber dem entgangenen passiven Einkommen ist nicht berücksichtigt. Das angelegte Geld ist ja immer mit Risiko behaftet. Geld, das man ausgibt, ist hingegen völlig risikofrei: Es ist mit 100-prozentiger Sicherheit weg. 😉

  3. Gratuliere! Das nenne ich mal ein schönes, anschauliches Beispiel! Hat mir gut gefallen, aber macht mich auch ein bisschen depressiv. Auf jeden Fall denke ich so ähnlich und frage mich immer 2 mal, obs den lebenslangen Euro wirklich wert ist. VG, Rico

    • Hi Rico,
      genauso geht es mir auch. Seit ich weiß, dass man Geld investieren und damit ein passives Einkommen generieren kann, ist es mir für den Kauf von irgendwelchem Krempels häufig viel zu schade.

    • Ka-Ching! Dankesehr Vincent! 🙂

      @Mr W:

      Haha, ja diese Befürchtung teile ich uneingeschränkt! 😀
      Ich denke aber, dass es auch einige Leute gibt, die so unterschwellig das Gefühl haben, dass finanziell was nicht richtig läuft und sie was ändern müssen, aber nicht wissen wie. Oder die sich fragen, ob es nicht noch eine Alternative zum 9-to-5-Alltagstrott gibt. Es wird einem ja so vorgelebt von der Gesellschaft, dass das ganz normal sei.

  4. Hi Oliver,

    mal wieder ein „augenöffnender“ Artikel. Zuerst dachte mir noch auf was du da hinaus willst. Dann aber ergibt alles einen Sinn. Sehr schön, dass du ein einfaches Beispiel wählst, um damit die 4%-Regel zu erklären.

    Viele Grüße
    Markus (MDFIRE2024)

  5. Hi Oli, tolle Art das Thema zu präsentieren. Zufälligerweise habe in den letzten Tagen mit einer Übersetzung genau 300€ verdient. Müsste mal aus Interesse durchrechnen, wie das unseren zukünftigen passives Einkommen beeinflussen würde wenn ich es für die nächste Sondertilgung benutzen würde statt das Geld in ETFs zu investieren 😛

  6. Sehr einfach zu verinnerlichen! 300 € jetzt sparen bzw. anlegen, lebenslang monatlich 1 € bekommen. 🙂

    Am Anfang ist es schwierig seine Ausgabegewohnheiten zu ändern. Es fällt dann nach und nach aber immer leichter und weitet die Sparsamkeit in mehr Lebensbereiche aus, _ohne_ dadurch an Lebensqualität einzubüßen.

    Felix

  7. Oli. Du entwickelst Dich zu einem Zahlen-Porno-Star! 🙂
    Genial!
    P.S: …auch wenn ich meine Zweifel an den 4% Regel (und dass der bisherige Markt-Trend sich fortsetzen wird) habe.

  8. Schöne Milchmädchenrechnung! 🙂 Erstens die falsche Investition dann die falsche Annahme über „realisierte Gewinne“, nimm mal das Beispiel, dass du ein Haus, eine Produktionsmaschine oder ein Rembrandt kaufst und nicht das blöde Handy!… das ist wirklich das überflüssigste im Leben…

  9. Richtig cooler Artikel. Eine extrem Nutzerfreundliche Art so ein schwieriges Thema anzugehen. Ich bin total überzeugt… auch wenn ich das Thema kannte. Der Artikel hat es geschafft mich wieder neu zu motivieren.

  10. Interessantes Gedankenspiel. Auch wenn man die 4%-Regel normalerweise ja nicht so wortwörtlich nehmen sollte, dürfte es für das Gedankenspiel schon passen. Meistens kommt ja eher mehr raus. Im Moment würde ich auf etwas weniger tippen. Es ist aber eigentlich auch egal, ob es nun 300 Euro oder 400 Euro sind, die die 1 Euro im Monat ergeben.

    • Hi Stefan,

      klar, die 4 %-Regel ist nur eine Faustformel. Aber das ist die 300 €-Regel ja auch, also passt das schon.

      Übrigens: Rein mathematisch betrachtet ist es eigentlich sogar sehr konservativ, der 300 €-Regel eine Entnahme von 4 % zugrunde zu legen. Man könnte ohne Weiteres auch von 5 oder 6 % ausgehen.

      Denn: Die 4 % sind ja eine sogenannte „Safe Withdrawal Rate“, also eine sichere Entnahmerate bei der es (innerhalb der Rahmenbedinungen der Trinity-Studie) zu keinem Bankrott des getesteten Portfolios kam.
      Die Studie hat für eine Zahl von 30-Jahreszeiträume für jeden Zeitraum die sichere Entnahmerate berechnet.
      Die 4 % ist dann im Endeffekt die kleinste sichere Entnahmerate in allen diesen Zeiträumen.

      Die 300 €-Regel ist hingegen eine Abschätzung der Opportunitätskosten, also der entgangenen Entnahmen.

      Wenn wir die statistisch korrekt berechnen wollen, sollten wir aber nicht mit dem Minimum aller Entnahmen kalkulieren, sondern mit deren Erwartungswert. Und der liegt nicht am unteren Ende des Verteilungsspektrums, sondern so etwa in der Mitte. Mit Sicherheit ist er größer als 4 %, vermutlich um die 5 oder 6 %.

  11. Tolles Gedankenexperiment mit der ewigen Rente!

    Dein Artikel motiviert richtig Einmalausgaben in passive Cashflows (aus welcher Quelle auch immer) umzuwandeln und sich in Zukunft daran zu erfreuen.

    Viele Grüße,
    FF

  12. Also ich kenne Leute, die haben beim Studium nicht ewig rumprokrastiniert und sitzen jetzt in Kalifornien bei bekannten Firmen.

    Dort verdienen sie deutlich 6stellig und kaufen einfach nur das Beste, was es so auf dem Markt gibt! Ausnahme nur extreme Luxusartikel wie ein paar Socken für mehrere hundert Dollar und Luxusautos.

    Die paar Stunden Mehrarbeit in der Woche im Vergleich zu „normalen“ Jobs in Old-Europe sorgen für die sogenannte „finanzielle Freiheit“ mit Anfang 30.

    Ja, richtig gelesen, die sind ganz durchschnittliche Angestellte und mit Anfang 30 arbeiten die nur noch aus Spaß.

    Also anstatt einen Minimalisten-Lebensstil zu pflegen, könnte man auch mal ein bisschen in seine eigene Bildung investieren und ranklotzen.

    • Hallo Elfriede,
      den passenden Weg muss jeder fuer sich selbst finden.

      Ich habe zeitweise auch sehr sechstellig verdient (in den USA ist das viel wahrscheinlicher). Aber deshalb verlange ich das weder von anderen, noch ist es realistisch, dass die Masse der Menschen diese hochbezahlten Jobs bekommt (sonst waeren es schliesslich Durchschnittsloehne). Neben Fleiss und Talent ist dabei immer auch eine gute Portion Glueck dabei. Das Glueck zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein; die richtigen Menschen zu kennen und auch einen ortsflexiblen Partner zu haben.

      Das Thema hier kann dagegen auch jeder Durchschnittsverdiener in verschiedenen Schattierungen umsetzen und nach meiner Meinung ist jede bezahlte Taetigkeit eine ehrenhafte Sache und jeder Mensch mit regelmaessigem Einkommen verdient den vollen Respekt der Gesellschaft. Punkt.

      Diese Durchschnittsverdiener sollten allerdings erkennen, dass Sie mit ein paar einfachen Aenderungen keinen Grund mehr haben ueber die gesetzliche Rente zu meckern. Und das aus dem Grund, weil Sie bei ausreichender Sparquote und dem Investieren dieses Geldes, nicht darauf angewiesen sind.

      Alles darueber hinaus ist Bonus und verbessert die eigene Situation. Und ja natuerlich ist es fuer jemanden mit deutlich sechstelligem Einkommen einfacher, wenn er den Sirenengesaengen des Konsums zumindest zum Teil widerstehen kann.

    • „Also anstatt einen Minimalisten-Lebensstil zu pflegen, könnte man auch mal ein bisschen in seine eigene Bildung investieren und ranklotzen.“

      Wieso widerspricht sich das? Man kann auch einen minimalistischen Lebensstil pflegen und gleichzeitig in seine Bildung investieren. Ich lebe nicht minimalistisch, damit ich trotz nur fünfstelligem Gehalt finanziell frei werde, sondern weil ich es so mag und am besten finde.

  13. @Elfriede:
    Mal angenommen, man will mit Ende 20 tatsächlich das Leben und Arbeitsleben so führen, wie du sagst:

    Es gibt Menschen, die haben geistig einfach nicht die Kapazitäten und Möglichkeiten eines Studiums. Da sind nun mal natürliche Grenzen gesetzt.
    Noch weniger Menschen gibt es, die auch noch ein Studium packen, womit man im Valley ankommen könnte.
    Und noch weniger, die das Studium auch durch abartigsten ranklotzen so gut packen, dass sie wirklich ankommen.

    Also, was du sagst, das gibt es. Für sehr viele Menschen ist das aber selbst durch ranklotzen keine Option.

    Wobei ich zustimmen würde, dass bei sehr vielen das Potential -aus welchen Gründen auch immer- nicht ausgeschöpft ist und sie gewollt wie auch ungewollt unter ihren Möglichkeiten arbeiten und unter ihren Möglichkeiten verdienen.

  14. Hallo Oliver,

    wenn Dein Beispiel mit dem FrugaPhone breitflächig Schule macht dann wird es aber schwierig mit dem Verkauf des FancyFunnyPhone 2.17 und auch mit den 4% Ertrag p.a. die aus dem Kapitalstock fließen sollen.
    Denn je mehr Leute weniger konsumieren, desto weniger mehr können natürlich die Unternehmen verkaufen. Ergo sinkt die Wachstumsrate aus der ja letztlich die Zinsen fließen sollen.

    Würden alle Leute mit substanziellen Einnahmen diese nahezu ausschließlich sparen, würde unsere heißgeliebte Weltwirtschaft kollabieren.

    Also: Nur wenn der Frugalist in seinem frugalistischen Sein ein Einzelgänger bleibt, kann das Modell funktionieren. Daher rät der radikal-pragmatische Frugalist jedem davon ab auch nur eine müde Mark auf die Hohe Kante zu legen, sondern volle Kante die Sau rauszulassen und sein Geld zu verprassen 😉

    Damit sichert er/sie seine/ihre zukünftigen, zinsbasierten Einkünfte und trägt Sorge dafür auch in Zukunft ausgesorgt zu haben.

    Gruß Alex (Yoda-Meister, 12. Dan)

    • Hallo Alexander,

      danke dass du uns hier freundlicherweise über die verborgenen volkswirtschaftlichen Zusammenhänge aufklärst. Gut, dass wir dich hier als Experten begrüßen dürfen.
      Allerdings fehlt mir noch das Verständnis für die praktische Relevanz deiner Kritik.

      „Du bist Frisör? Das kann doch so nicht funktionieren. Was wäre denn, wenn plötzlich alle Frisör wären? Dann gäbe es ja gar keine Ärzte oder Polizisten mehr. Das System würde kollabieren.“

      Erstens wird es vermutlich nicht dazu kommen, dass aufgrund meines Artikels genug Leute derart konsumkritisch werden, dass die „Weltwirtschaft kollabiert“. Und wenn doch, dann bin ich offensichtlich so einflussreich, dass mir irgendwelche Aktienrenditen ganz egal sein können. Dann reicht Donald Trump mir Mundwasser und Fußpuder, wenn ich mit den Fingern schnipse.

      Selbst der größte und einflussreichste FIRE-Blogger, Mr. Money Mustache, hat etwa eine Million Besucher im Monat. Das entspricht rund 0,013 % der Weltbevölkerung. Bei weitem nicht genug, um einen Paradigmenwechsel in der Wirtschaft herbeizuführen. Zumal nicht jeder seiner Leser plötzlich Frugalist werden dürfte.

      Der radikal-pragmatische Furgalist rät zudem eben nicht jedem dazu, sein Geld zu verprassen. Das ist mal wieder deutlich zu kurz gedacht. Möchte ich als Einzelgänger in einer Welt von Kosumzombies leben? Nein. Für ein glückliches Leben ist letzten Endes nicht meine Aktienrendite entscheidend, sondern dass ich Gleichtgesinnte finde, mit denen ich mich austauschen kann. Und nicht, dass ich ein dauerhafter Einzelgänger bleibe, damit mein Lebensmodell im spieltheoretischen Nash-Gleichgewicht bleibt.

      Das ist nämlich auch überhaupt nicht nötig. Ich kann durchaus auch gegen ein System ankämpfen, gleichzeitig jedoch von seiner Existenz profitieren. Denn die derzeitige Weltwirtschaft ist von mir alles andere als „heißgeliebt“. Sie ist zerstörerisch, beutet Menschen, Tiere und Umwelt aus, ist nicht nachhaltig und führt nicht einmal dazu, dass sich unsere Zufriedenheit messbar steigert. Dass ich trotzdem von diesem System profitiere, nennt sich im Finanzjargon „Versicherung“: Ändert sich das wachstumsbasierte Wirtschaftsmodell hin zu einer langsameren, nachhaltigeren Wirtschaft (z.B. einer Postwachstumsökonomie), so bin ich zufrieden und habe mein Ziel erreicht. Wenn nicht, dann bin ich wenigstens reich.

      Im Übrigen wurde dein Kritikpunkt schon genügend oft an anderer Stelle diskutiert. Zum Beispiel hier (Englisch):
      http://www.mrmoneymustache.com/2012/04/09/what-if-everyone-became-frugal/

      • Ich denke so ähnlich wie du: Ein Geldsystem, das exponentielles Wachstum braucht, kann auf Dauer nicht funktionieren. Das ist meine feste Überzeugung.

        Nun habe ich 2 Möglichkeiten: Ich kann mich komplett dem System entziehen und wie ein Aussiedler leben oder die heutigen Spielregeln akzeptieren und mir die Vorteile zunutze machen, indem ich dem Mammon hinterherjage und anschließend möglichst viel davon für mich ,,arbeiten“ lasse.

        Beides finde ich blöd, also wähle ich einen Mittelweg aus: kapitalistischer Minimalist. 😉

        Richtig, wir sind nur kleine Lichter. Die kritische Masse ist noch lange nicht erreicht, im Gegenteil: Anstatt über die wahren Ursachen nachzudenken, die meiner Meinung nach in erster Linie im Geldsystem zu suchen sind (alles andere ist nur Überbau: politisches, gesellschaftliches und wirtschaftliches Modell), lassen sich immer mehr Leute in Gruppen aufspalten: die bösen Reichen, Armen, Jungen, Alten, Politiker, Banker, Manager Flüchtlinge/Moslems, Sozialisten/Kommunisten, Kaptalisten usw.

      • Hi PIBE,

        „kapitalistischer Minimalist“ – der Begriff gefällt mir. Damit könnte ich mich auch identifizieren! 😀

        Ich persönlich sehe in unserem Geldsystem nicht unbedingt die Ursache des Wachstums-Wahns, sondern eher ein weiteres Symptom.
        Ich denke es ist mehr die volkswirtschaftliche Annahme, dass Wachstum allgemein zu mehr Wohlstand und dessen besserer Verteilung führt. Das mag auch eine Zeit lang so funktioniert haben. Aber ich glaube diese Regel gilt nicht mehr und fängt stattdessen langsam an, uns gefährlich zu werden: Wegwerfgesellschaft, Übernutzung von fossilen Brennstoffen und natürlicher Ressourcen, Klimawandel, „Konsumverstopfung“ (tolles Wort von Niko Paech!). Und wir sind dadurch nicht einmal zufriedener und glücklicher geworden.

  15. Die Frage wäre: Wann wird der Schalter umgelegt? Wann wird Geld ausgegeben. Und die noch wichtigere Frage ist:

    Reicht mir der Studenten-Hippy-Lebensstil bis ans Lebensende?

    Diese Frage muss sich jeder selbst beantworten denke ich.

    Wir haben entschieden nicht protzig zu leben, aber doch für Dinge, die uns wichtig sind auch richtig Kohle auszugeben.

    Fernreisen trage ich für immer im Herzen, wenn ich morgen sterbe werde ich froh sein, dass ich die Welt gesehen habe.

    Unsere Hochzeit war eine wunderbarer Tag. Es waren 100 Mensche da, alles Freunde und Familie. Wenn jeder eine Tupperschüssel mit Nudelsalat mitgebracht hätte und der DJ Onkel Fritz gewesen wäre, dann wäre es nicht der Tag geworden, der er war.

    Mein Auto: Ok, hier kann man geteilter Meinung sein, aber ein sicheres, großes und modernes Auto ist verdammt angenehm wenn man jeden Tag 2 Stunden pendelt. Ich freue mich darüber auch nach 3 Jahren noch jeden Tag.

    Unser Haus: Es ist so schön, ein eigenes Heim zu haben. Sich so zu entfalten, wie man es gerne hätte. Genug Platz für die Familie zu haben. Lebensqualität pur.

    Wenn wir dann jeden Monat immer noch 3.000 Euro zurücklegen können habe ich nicht das Gefühl, finanziell irgendetwas ändern zu müssen.

    Für mich funktioniert dieser Blog nach dem Motto : „man muss übertrieben um anschaulich zu beschreiben!“ Gute Arbeit!

  16. Die Logik, die diesem Artikel zugrunde liegt ist im Prinzip:
    100 Euro haben oder 100 Euro nicht haben sind schon 200 Euro Unterschied!
    Ich würde mir wünschen, dass hier sauberer argumentiert wird. Solche Argumentationsketten findet man auch bei Bankberatern oder Werbesprechen, die in diesem Blog ja gerne kritisiert werden.

  17. Nicht träumen, auch machen. Ich fange langsam an sowas wie oben beschrieben aufzubauen. Habe zwei Robo Advisoren die für mich anlegen (jeweils 2×50 Euro Gewinn je Depot bei ca. 600 Euro je Depot im Jahr). Bin jetzt dabei bei comdirect ein ETF Portfolie zu machen. Die Advisoren haben 8-9 % gemacht bisschen zu viel eigentlich aber ist so. 1200 Euro angelegt ergibt 100 Euro Gewinn pro Jahr geteilt durch 12= 8.30 Euro pro Monat Ich bin erst am Anfang wird noch ausgebaut und bespart die nächsten Jährchen. Toller Artikel hab ich so noch nicht erkannt wie hier beschrieben.

  18. An Oliver: Unter deiner Antwort gab es leider keinen direkten Antworten-Knopf, daher hier: Ja, die ökologischen Folgen sehe ich auch, aber eine für die Masse akzeptable Lösung habe ich bisher nicht gefunden. Dazu kommt, dass man den Menschen in den Schwellen- und Entwicklungsländern schlecht vorschreiben kann, dass sie nicht von einem europäischen Lebensstil zu träumen haben.

    Der Begriff ,,Konsumverstopfung“ ist gut: Wenn man z.B. weniger besitzt bzw. sich auf das Wesentliche und Wichtige beschränkt, bleibt einem 1. mehr freie Zeit und 2. kann man dann die verbliebenen Dinge und Konsummöglichkeiten viel mehr genießen. Ich litt früher definitiv unter dieser Verstopfung, nun ist das meiste raus! 😉

    Lieben Gruß

    dein minimalistisch-kapitalistischer Bruder im Geiste

  19. Ich nehme lieber das Handy für 1€ und kaufe mir für die 299€ Aktien. Die weiteren 1€ muss ich dann jeweils von meinem Monatsgehalt abzweigen. Das ist doch immerhin besser als bezahle ich die 300€ fürs Handy sofort.

  20. Interessant wird es, wenn man Zins und Zinseszins bedenkt. Investiert man die berühmten 4% anstatt sie auszugeben, so verbessert sich die Situation noch weiter. Bei angenommener 5% jährlicher Rendite (nach inflation) sind die 300 Euro für das Fancy Phone in 10 Jahren schon 490 Euro wert und werfen pro Monat EUR 1.60 ab.

    Trotz alledem: Sparsamkeit ist wichtig, aber nur so lange sie nicht zum Wahn wird. Wenn man sich täglich damit exzessiv beschäftigt ja kein Geld auszugeben, dann ist es das Gegenteil der Freiheit, die man doch eigentlich mit der finanziellen Unabhängigkeit erreichen wollte.

    Deshalb versuche ich es mit Balance. Ist das Sparziel erreicht, dann darf es auch mal ein schöner Urlaub oder gar ein Fancygadget sein 🙂

  21. Moin,
    Ich befasse mich erst seit kurzem mit dieser ganzen 4%-Sache. Merke seit einiger Zeit, dass ein leben, wie es in Werbung, Medien und Gesellschaft propagiert wird solch enorme Ausgaben mit sich bringt und damit ein hohes Einkommen notwendig macht. Also immer viel und hart arbeiten. Deshalb denke ich auch daran meinen Lebensstil etwas minimalistischer zu gestalten- nicht dass ich bislang verschwenderisch gewesen wäre.
    Mein Ziel ist vielleicht auch nicht die komplette finanzielle Freiheit- eventuell muß der Gedanke erst noch wachsen- aber zumindest eine so großer finanzielle Stütze, die mir das leben sorgloser gestaltet.
    Derzeit gebe ich als Student alles in allem 800 Euro aus. Eigentlich fehlt es mir an nichts. Wenn man dann Berufstätig ist wird das sicher mehr. Kleines Auto. Etwas größere Wohnung. Allerdings frage ich mich, sollte ich es schaffen, etwas pessimistischer betrachtet 1000 Euro im Monat zu sparen, müsste ich mit einer Rendite von 4% 28 Jahre sparen, um 600000 Euro angelegt zu haben, mit denen ich mit 4% Rendite 2000 Euro im Monat auszahlen könnte. Inflation und Steuer nicht inbegriffen. Bei 1500 Euro im Monat sparen wären das 22 Jahre. Berichtigt mich wenn ich falsch liege. Jetzt frage ich mich ist es das wert 20-30 Jahre Wie ein Mönch zu leben um mit frühestens 50 dann frei zu sein? Ich bin doch jetzt jung und möchte Sachen erleben für die man Geld braucht. Mit 50 brauche ich natürlich auch Geld.
    Wie stellt ihr euch das vor?

    Grüße
    Heinrich

    • An Heinrich: Du hast 2 Hebel, um die finanzielle Unabhängigkeit schneller zu erreichen:
      – Sparquote erhöhen
      – Rendite erhöhen

      Bei mir war es eine Mischung aus beidem. Meine minimalistische Lebenseinstellung kam mir auf der Ausgaben- und die Aufnahme von zusätzlichen Nebentätigkeiten auf der Einnahmenseite zugute. Auf der Renditeseite direkte Unternehmungen.

      Wenn man ordentlich Gas gibt, kann man es in unter 20 und bei Vollgas sogar in 10 Jahren schaffen. Die Grundvoraussetzung ist, dass man für dieses Ziel wirklich brennt und weiß, warum man sich diesen harten Weg antun möchte. Ob es das wert ist? Ich sage ja, weil ich nach Erreichung des Ziels über die ganzen Strapazen nur noch lächeln konnte, aber das musst du für dich selbst ausloten. Falls du zu einem Mittelweg kommen solltest: auch prima! 😉

    • Hi Heinrich,

      danke für deinen Kommentar, eine interessante Frage!
      Du schreibst, dass du momentan für 800 € lebst und es dir an nichts fehlt. Dann triffst du die Annahme, dass du für den gesamten Rest deines Lebens nach dem Studium 1500 € bzw. 2000 € im Monat zum Leben brauchst.
      Was genau ist es, das plötzlich 700 bzw. 1200 € mehr kostet als du jetzt ausgibst, aber das dir bisher nicht gefehlt hat? Warum denkst du, dass es dir in der Zukunft fehlen würde, wenn du es nicht hast?
      Lebst du denn jetzt mit 800 € wie ein Mönch? (Und wenn ja, ist es generell schlecht, wie ein Mönch zu leben? 😉 )

      Wenn du Sachen erleben willst, für die man Geld braucht, und darum in der Zukunft nicht viel sparen kannst, dann wirst du dafür vermutlich länger arbeiten müssen. Ich denke man muss sich entscheiden: Einen Lifestyle mit hohem Geldverbrauch oder die finanzielle Freiheit, oder einen Mittelweg aus beidem (es sei denn man hat das Glück oder die Fähigkeit, deutlich überdurchschnittlich viel zu verdienen, dann geht vielleicht auch beides gleichzeitig).

      Ich persönlich sehe es so: Man kann nahezu unendlich viele Sachen auf dieser Welt erleben. Einige davon kosten sehr viel Geld, manche kosten wenig Geld, andere kosten überhaupt kein Geld. Alle Sachen zu erleben geht nicht – meine Lebenszeit ist begrenzt und die Auswahl an möglichen Erlebnissen schlicht und ergreifend zu groß.
      Ich muss mich also für eine Teilmenge der möglichen Aktivitäten entscheiden. Ich entscheide mich dabei für die Sachen, die wenig oder gar kein Geld kosten. Dann hab ich praktischerweise sogar mehr Zeit für diese Erlebnisse übrig, da ich weniger Geld erarbeiten muss. Dass die Sachen, die viel Geld kosten, generell mehr Spaß machen und darum vorzuziehen sind, das glaube ich persönlich nicht.

      Ich lebe auch nicht „als Mönch, um mit frühestens 50 frei zu sein“. Mein genügsamer Lebensstil ist nicht der Preis für die Freiheit, sondern ich lebe freiwillig so, weil ich diesen Lebensstil für richtig halte und mehr gar nicht zum Glücklichsein brauche. Die finanzielle Freiheit ist dann ein nettes Nebenprodukt dieser Genügsamkeit.

      Ich denke, wenn du das Sparen als Bürde oder als „Aufopferung“ empfindest, dann solltest du es nicht tun. Wahrscheinlich ist es besser, lieber etwas länger arbeiten zu gehen, als ständig das Gefühl des Verzichts zu spüren.
      Ich würde dir einfach empfehlen, nach dem Studium deine Ausgaben sehr wohlüberlegt zu erhöhen. Dass man im Berufsleben zwingend höhere Ausgaben hat als als Student, halte ich für ein Gerücht (auch ich stehe mitten im Berufsleben und komme mit 800 € sehr gut über die Runden).
      Wenn du jetzt schon nichts vermisst und zufrieden lebst, dann wird das denke ich auch im Job so bleiben, egal ob du deine Ausgaben erhöhst oder nicht. Noch zufriedener als jetzt wirst du mit höheren Ausgaben vermutlich nicht werden. Hast du schon mal jemanden sagen hören „Seit ich mehr Geld ausgebe, bin ich viel zufriedener“?

      Vielleicht schaffst du es ja auch, die Sachen, die du gerne erleben willst, mit nur wenig oder sogar gar keinem Geld zu erleben?! 🙂 Ich denke, es gibt immer kreative Wege, etwas mit deutlich weniger Geld zu erreichen als man denkt.

  22. Ich fänd’s einen interessanten Ansatz wenn man (v.a. größere Anschaffungen) nicht mit dem intermediären Tauschmittel Geld bezahlen müsste, sondern direkt in Arbeitsstunden a la „Für das neue FancyPhone musst du X Stunden arbeiten.“ (und am besten die unliebsamen Aufgaben und der Chef nervt noch obendrein ;D) Ob dann immernoch so viele einfach drauflos kaufen würden?

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