Frugalisten - Finanzielle Unabhängigkeit - Einfaches Leben

Werde ein epischer Superheld

Bis zum 67. Geburtstag Tag für Tag arbeiten gehen?
Ich habe da eine bessere Idee!

Hier erfährst du, wie du mit weniger Geld besser lebst, das gesparte Geld investierst und so schon in jungen Jahren ausgesorgt haben kannst.

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Frugalismus und Familie – Klappt finanzielle Freiheit auch mit Kindern?

Frugalisten mit Kindern - Geht das?

Immer wenn in den Medien über uns Frugalisten berichtet wird, erscheinen jedes Mal auch kritische Kommentare. Würde man eine Hitliste der häufigsten Einwände aufstellen, stände ein Kritikpunkt dabei ganz weit oben:

Mit Kindern funktioniert das alles nicht.

Hier mal ein paar gesammelte Impressionen aus den sozialen Netzwerken:

Frugalismus mit Kindern geht das nicht Kommentare kurz

(Aufs Bild klicken, um mehr anzuzeigen)

Auch wenn manche Aussagen etwas undifferenziert daher kommen – ist vielleicht doch etwas Wahres dran?
Sind die meisten Frugalisten wirklich kinderlose Singles? Kosten Kinder so viel Geld, dass man als Familie überhaupt nichts mehr sparen kann?
Und gefährdet Frugalismus den Familienfrieden und macht Kinder zu traumatisierten Außenseitern?

Ich glaube, dass all diese Einwände völlig unbegründet und falsch sind.
Und nicht nur das – ich bin mir sogar sicher, dass in Wahrheit das genaue Gegenteil richtig ist:
Ein frugalistisches Leben und das Ziel der finanziellen Unabhängigkeit passen nämlich ganz wunderbar zu einem Leben mit Familie und Kindern.

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So wohnen wir – Unsere fantastische und günstige Wohnung in Hannover

Wohnung Frugalisten Balkon

Über ein halbes Jahr leben Joana und ich nun schon in unserer gemeinsamen Wohnung in Hannover. Höchste Zeit also, dass ihr auch endlich einen Einblick bekommt, wie und wo wir jetzt genau wohnen. Versprochen ist versprochen. 🙂

So klein wie möglich (aber trotzdem luxuriös)

Als wir im letzten Jahr aus England zurückkehrten, standen wir vor der Frage, wie wir künftig in Deutschland leben wollen. In England hatten wir in verschiedenen WGs gelebt und uns dabei meistens zu zweit ein WG-Zimmer geteilt. Einmal haben wir ein ganzes Haus gehütet, während die Besitzer oft mehrere Wochen abwesend waren.

Immer wieder haben wir dabei festgestellt, dass unsere Lebensqualität nicht von der Größe des Wohnraums oder der Wohnungseinrichtung abhing. Viel entscheidender war, wie gut wir uns mit den anderen Bewohnern verstanden, was wir in und außerhalb der Wohnung erlebten und wie weit unser Wohnort von unserem Arbeitsplatz entfernt war.

So stellten wir bei unserer Rückkehr auch keine großen Anforderungen an die Größe unserer zukünftigen Wohnung.
Nach acht Jahren WG-Leben in Deutschland und England wollten wir uns zumindest den Luxus einer eigenen Zwei-Zimmer-Wohnung gönnen. Zwei Zimmer deshalb, damit jeder von uns auch mal einen Rückzugsraum für sich hat. Die tatsächliche Größe der Zimmer war uns dabei aber fast egal. Im Vorfeld hatte ich überlegt und gerechnet, dass wir – je nachdem wie die Wohnung geschnitten ist – auf 40 Quadratmetern ganz wunderbar und komfortabel würden leben können.

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Sommerbericht 2017 – 70 % zu sparen ist eigentlich ganz leicht

Bayern Tegernsee mit Tretboot

Geschafft!
Mein letzter Arbeitstag in England liegt hinter mir, der Umzug ist erledigt und ich lebe ab jetzt wieder in Deutschland. In Zukunft werde ich nun nicht mehr von meinem Frugalisten-Leben in Großbritannien berichten, sondern aus unserer neuen Heimat Hannover.

Umzug mit Hermes und Flixbus

Normalerweise gibt es nur wenige Ereignisse, die den Menschen heutzutage mehr Stress und Kosten zufügen als ein Umzug. Gemessen daran ging mein Umzug von England nach Deutschland super entspannt und kostengünstig über die Bühne.

Das lag vor allem daran, dass Joana und ich in den letzten zwei Jahren immer in voll ausgestatteten WGs gelebt haben. Somit mussten wir keine eigenen Möbel und fast keine Haushaltsgegenstände mit nach England nehmen. Und auch sonst besitze ich nur eine überschaubare Zahl persönlicher Gegenstände. Je weniger Krempel man sein Eigen nennt (und stattdessen in der Stuff Cloud einlagert), desto weniger Wohnraum benötigt man, und desto weniger muss man bei einem Umzug mit sich herum schleppen.

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Die unglaubliche Macht des Nichtkaufens

Nichtkaufen - öfter mal was Neues

Ich habe neulich mal ein bisschen im aktuellen Statistischen Jahrbuch geblättert, dem amtlichen Jahresbericht des statistischen Bundesamtes. Dabei habe ich mir angeschaut, wie viel Geld wir Deutschen im Schnitt eigentlich für langlebige Konsumgüter ausgeben.

Was genau meine ich mit langlebige Konsumgüter?
Naja, das sind Dinge des täglichen Bedarfs, die typischerweise keine Verbrauchsmaterialien sind: Klamotten, Möbel, elektronische Geräte, Werkzeuge, Hobby-Equipment, Deko- und Einrichtungsgegenstände. Solche Dinge also, die man sich einmalig kauft und dann erstmal für eine Weile behält.

Aus Neugier habe ich mal zusammengerechnet, wie viel Geld eine kinderlose Person in Deutschland im Monat für diese langlebigen Konsumgüter so ausgibt:

Kleidung und Schuhe 58,50 €
Möbel und Einrichtungsgegenstände 28 €
Große Haushaltsgeräte (Kühlschrank, Waschmaschine, etc.) 9 €
Haushaltsgegenstände, Dekoration 22 €
Elektronik (Computer, HiFi, TV) 18 €
Hobbys, Schmuck, Sonstige 21 €
GESAMT 156,50 €

156 € pro Kopf und Monat – das heißt im Klartext: Ein durchschnittlicher Zwei-Personen-Haushalt kauft für fast 4.000 € im Jahr irgendwelchen Krempel.
Das finde ich schon eine ganze Stange Geld dafür, dass langlebige Konsumgüter ja eigentlich langlebig sind und man sie darum nicht ständig neu kaufen muss.

Da stellte sich mir die Frage:
Wie viel gebe ich denn eigentlich für langlebige Konsumgüter aus?

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Die 752- und die 173-Regel: Wie viel kosten dich deine Gewohnheiten?

Die 752- und 173-Regel

Stafford ist nur eine kleine mittelenglische Stadt mit gerade einmal 60.000 Einwohnern, liegt aber genau auf dem Schnittpunkt der drei großen Eisenbahnstrecken nach London, Birmingham und Manchester. Entsprechend groß ist das Gedränge am örtlichen Bahnhof, wenn morgens und am frühen Abend tausende von Pendlern mit dem Zug  zu ihren Arbeitsplätzen und wieder zurück nach Hause fahren wollen.

Stafford Bahnhof CafeAls ich noch täglich zur morgendlichen Rush Hour in Stafford umsteigen musste, wurde ich dabei jedes Mal Zeuge eines interessanten Schauspiels. Direkt am Bahnsteig von Gleis 1 steht eine kleine Imbiss- und Kaffeebar, an dem man jeden Morgen genau dieselben Leuten beobachten konnte, die sie sich auf dem Weg zur Arbeit einen kleinen Pappbecher mit Coffee-to-go genehmigten.
Irgendwann schaute ich mir aus reiner Neugier einmal an, wie viel so ein stinknormaler Kaffee denn dort eigentlich kostete: 2,55 britische Pfund, umgerechnet also rund 3 Euro.
In meinem Kopf fing ich gleich an zu rechnen: je 3 Euro an fünf Arbeitstagen die Woche, das sind schon 15 Euro für Kaffee in der Woche – oder über 60 Euro im Monat. Für lediglich einen Minibecher Kaffee am Tag schon eine stolze Summe, fand ich. Würdest du für 59,99 € im Monat ein „Kaffee-Abo“ abschließen, bei dem du immer werktags einen Becher Kaffee täglich bekommst?

Zugegeben, für jemanden, der vielleicht 2.000 € oder 2.500 € im Monat verdient, hört sich das noch nicht nach besonders viel Geld an. Ich überlegte also weiter: Wenn man dieses Geld, anstatt es für Kaffee auszugeben, lieber sparen und in ein Investment-Portfolio stecken würde, wie viel mehr Geld hätte man nach 10 Jahren im Vergleich zum täglichen Kaffee-Genießer?
Zum Glück musste ich dafür gar nicht wild herumrechnen. Denn ich erinnerte mich an zwei praktische Faustformeln, die in der Finanz-Community als die 752- und die 173-Regel bekannt sind. Diese Regeln funktionieren so:

  • Multipliziere eine wiederkehrende wöchentliche Ausgabe mit der Zahl 752, und du weißt, wie viel Geld du nach 10 Jahren hättest, wenn du das Geld stattdessen gespart und angelegt hättest.
  • Eine monatliche wiederkehrende Ausgabe multiplizierst du dafür mit der Zahl 173.

Die wöchentlich 15 € für den Coffee-to-go summieren sich nach 10 Jahren also zu 15 € × 752 = 11.280 €. Dafür muss selbst der gut verdienende Kaffeetrinker ein paar Monate seines Lebens arbeiten gehen.

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