Der Superschwabe und das Frugalismus-Buch

Florian Wagner Superschwabe Buch Rente mit 40 Frugalismus

Kennt ihr das auch? Ihr trefft jemanden zum ersten Mal im Leben, aber ihr versteht euch auf Anhieb so gut, als würdet ihr euch schon ewig kennen.

So ging es mir, als ich auf der Financial Independence Week vor zwei Jahren Florian Wagner kennen lernte. Florian ist ein lockerer und lebenslustiger Frugalist und Schwabe, der dem Klischee des humorlosen Sparbrötchens und Häuslebauers nicht ganz gerecht wird. Gemeinsam mit den anderen FIWE-Teilnehmern bummelten wir durch die City von Timișoara, genossen das ein oder andere Eis oder Bier, quatschten und lachten viel – über ernste und weniger ernste Themen.

Florian war zu diesem Zeitpunkt 30 Jahre alt und lebte in Stuttgart, wo er als Ingenieur für einen Automobilzulieferer arbeitete. Auch er verfolgte wie ich das Ziel, mit 40 finanziell unabhängig zu sein. Dank seines guten Gehalts und einer hohen Sparquote konnte er in seinen ersten vier Berufsjahren bereits 140.000 € auf die Seite legen.

Den sicheren Job als Ingenieur aufgeben?

Als ich Florian ein Jahr später am selben Ort wieder traf, überraschte er mich: Ich habe meinen Job gekündigt. Und ich habe noch keinen Plan, was ich jetzt mache.

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Wie ich meine eigene Seife herstelle (und auch sonst alles hinterfrage)

Seife selbst machen Naturseife

Als ich vor sechs Jahren FIRE und die Frugalisten-Philosophie für mich entdeckte, änderte sich nicht nur meine Einstellung zum Geld.
Auch in anderen Lebensbereichen hatte ich zuvor oft gesellschaftliche Vorstellungen übernommen. Viele Dinge machte ich einfach so weil man das eben so macht – weil andere es vormachten oder es die gesellschaftliche Norm war.

Doch als ich merkte, dass schon das normale Lebensmodell (40 Jahre lang arbeiten und sein Geld für Konsum wieder ausgeben) nicht das Gelbe vom Ei war, fing ich an auch alles Mögliche andere in meinem Leben zu hinterfragen.

So stand ich eines Tages unter der Dusche und betrachtete das bunte Sammelsurium an Plastikflaschen und –dosen, die sich auf dem Wannenrand aufreihten.
Damals wohnte ich zusammen mit zwei Mitbewohnern in einer WG. Jeder von uns hatte sein eigenes Duschgel und Shampoo, dazu meist noch ein Conditioner oder irgendeine Haarkur (mit Aktiv-Formel für strapaziertes Haar… oder so ähnlich). So kamen einige Behältnisse zusammen.

Zuvor hätte ich über sowas gar nicht nachgedacht, doch plötzlich gingen mir einige Fragen durch den Kopf.

Wie viel Plastikmüll entsteht eigentlich alleine durch diese ganzen Flaschen und Behälter?
Warum kaufen wir alle diese Pflegeprodukte überhaupt? Wer stellt sie her und warum? Gibt es diese Sachen schon immer? Braucht man die unbedingt?
Und überhaupt, was ist da eigentlich alles drin?

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Frugalismus und Familie – Klappt finanzielle Freiheit auch mit Kindern?

Frugalisten mit Kindern - Geht das?

Immer wenn in den Medien über uns Frugalisten berichtet wird, erscheinen jedes Mal auch kritische Kommentare. Würde man eine Hitliste der häufigsten Einwände aufstellen, stände ein Kritikpunkt dabei ganz weit oben:

Mit Kindern funktioniert das alles nicht.

Hier mal ein paar gesammelte Impressionen aus den sozialen Netzwerken:

Frugalismus mit Kindern geht das nicht Kommentare kurz

(Aufs Bild klicken, um mehr anzuzeigen)

Auch wenn manche Aussagen etwas undifferenziert daher kommen – ist vielleicht doch etwas Wahres dran?
Sind die meisten Frugalisten wirklich kinderlose Singles? Kosten Kinder so viel Geld, dass man als Familie überhaupt nichts mehr sparen kann?
Und gefährdet Frugalismus den Familienfrieden und macht Kinder zu traumatisierten Außenseitern?

Ich glaube, dass all diese Einwände völlig unbegründet und falsch sind.
Und nicht nur das – ich bin mir sogar sicher, dass in Wahrheit das genaue Gegenteil richtig ist:
Ein frugalistisches Leben und das Ziel der finanziellen Unabhängigkeit passen nämlich ganz wunderbar zu einem Leben mit Familie und Kindern.

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So wohnen wir – Unsere fantastische und günstige Wohnung in Hannover

Wohnung Frugalisten Balkon

Über ein halbes Jahr leben Joana und ich nun schon in unserer gemeinsamen Wohnung in Hannover. Höchste Zeit also, dass ihr auch endlich einen Einblick bekommt, wie und wo wir jetzt genau wohnen. Versprochen ist versprochen. 🙂

So klein wie möglich (aber trotzdem luxuriös)

Als wir im letzten Jahr aus England zurückkehrten, standen wir vor der Frage, wie wir künftig in Deutschland leben wollen. In England hatten wir in verschiedenen WGs gelebt und uns dabei meistens zu zweit ein WG-Zimmer geteilt. Einmal haben wir ein ganzes Haus gehütet, während die Besitzer oft mehrere Wochen abwesend waren.

Immer wieder haben wir dabei festgestellt, dass unsere Lebensqualität nicht von der Größe des Wohnraums oder der Wohnungseinrichtung abhing. Viel entscheidender war, wie gut wir uns mit den anderen Bewohnern verstanden, was wir in und außerhalb der Wohnung erlebten und wie weit unser Wohnort von unserem Arbeitsplatz entfernt war.

So stellten wir bei unserer Rückkehr auch keine großen Anforderungen an die Größe unserer zukünftigen Wohnung.
Nach acht Jahren WG-Leben in Deutschland und England wollten wir uns zumindest den Luxus einer eigenen Zwei-Zimmer-Wohnung gönnen. Zwei Zimmer deshalb, damit jeder von uns auch mal einen Rückzugsraum für sich hat. Die tatsächliche Größe der Zimmer war uns dabei aber fast egal. Im Vorfeld hatte ich überlegt und gerechnet, dass wir – je nachdem wie die Wohnung geschnitten ist – auf 40 Quadratmetern ganz wunderbar und komfortabel würden leben können.

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Sommerbericht 2017 – 70 % zu sparen ist eigentlich ganz leicht

Bayern Tegernsee mit Tretboot

Geschafft!
Mein letzter Arbeitstag in England liegt hinter mir, der Umzug ist erledigt und ich lebe ab jetzt wieder in Deutschland. In Zukunft werde ich nun nicht mehr von meinem Frugalisten-Leben in Großbritannien berichten, sondern aus unserer neuen Heimat Hannover.

Umzug mit Hermes und Flixbus

Normalerweise gibt es nur wenige Ereignisse, die den Menschen heutzutage mehr Stress und Kosten zufügen als ein Umzug. Gemessen daran ging mein Umzug von England nach Deutschland super entspannt und kostengünstig über die Bühne.

Das lag vor allem daran, dass Joana und ich in den letzten zwei Jahren immer in voll ausgestatteten WGs gelebt haben. Somit mussten wir keine eigenen Möbel und fast keine Haushaltsgegenstände mit nach England nehmen. Und auch sonst besitze ich nur eine überschaubare Zahl persönlicher Gegenstände. Je weniger Krempel man sein Eigen nennt (und stattdessen in der Stuff Cloud einlagert), desto weniger Wohnraum benötigt man, und desto weniger muss man bei einem Umzug mit sich herum schleppen.

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