Freizeit, Prioritäten und ein Finanzblog-Preis

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Eigentlich hatte ich mir mal vorgenommen, mindestens einen neuen Blogartikel im Monat zu veröffentlichen. Doch manchmal klappt es einfach nicht. Sei es, weil mir für eine Weile die Motivation und Energie zum Schreiben fehlt – oder weil ich ein paar Wochen einfach keine Zeit finde, etwas aufs digitale Papier zu bringen.

In den vergangenen zwei Monaten kamen wohl beide Gründe zusammen. Wenn ich in unserem Kalender zurückblicke, wundert mich das auch nicht. Wir waren nämlich wirklich ganz schön beschäftigt.
Einige Familiengeburtstage standen auf dem Programm (unter anderem der 100. Geburtstag von Joanas Uroma) und wir waren auf der Hochzeit unserer Nachbarn zu Gast. Ich unternahm zwei Dienstreisen nach Freiburg, fuhr auf einen Junggesellenabschied nach Lüneburg und zwei Tage mit den Jungs für eine Kneipentour nach Düsseldorf. Im Oktober stand die Taufe unserer Kleinen und Joanas Geburtstag auf dem Programm. Und wenn wir doch mal ein Wochenende zu Hause verbrachten, bekamen wir fast immer Besuch von Freunden oder Familienmitgliedern.

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Der Superschwabe und das Frugalismus-Buch

Florian Wagner Superschwabe Buch Rente mit 40 Frugalismus

Kennt ihr das auch? Ihr trefft jemanden zum ersten Mal im Leben, aber ihr versteht euch auf Anhieb so gut, als würdet ihr euch schon ewig kennen.

So ging es mir, als ich auf der Financial Independence Week vor zwei Jahren Florian Wagner kennen lernte. Florian ist ein lockerer und lebenslustiger Frugalist und Schwabe, der dem Klischee des humorlosen Sparbrötchens und Häuslebauers nicht ganz gerecht wird. Gemeinsam mit den anderen FIWE-Teilnehmern bummelten wir durch die City von Timișoara, genossen das ein oder andere Eis oder Bier, quatschten und lachten viel – über ernste und weniger ernste Themen.

Florian war zu diesem Zeitpunkt 30 Jahre alt und lebte in Stuttgart, wo er als Ingenieur für einen Automobilzulieferer arbeitete. Auch er verfolgte wie ich das Ziel, mit 40 finanziell unabhängig zu sein. Dank seines guten Gehalts und einer hohen Sparquote konnte er in seinen ersten vier Berufsjahren bereits 140.000 € auf die Seite legen.

Den sicheren Job als Ingenieur aufgeben?

Als ich Florian ein Jahr später am selben Ort wieder traf, überraschte er mich: Ich habe meinen Job gekündigt. Und ich habe noch keinen Plan, was ich jetzt mache.

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Frugalismus und Familie – Klappt finanzielle Freiheit auch mit Kindern?

Frugalisten mit Kindern - Geht das?

Immer wenn in den Medien über uns Frugalisten berichtet wird, erscheinen jedes Mal auch kritische Kommentare. Würde man eine Hitliste der häufigsten Einwände aufstellen, stände ein Kritikpunkt dabei ganz weit oben:

Mit Kindern funktioniert das alles nicht.

Hier mal ein paar gesammelte Impressionen aus den sozialen Netzwerken:

Frugalismus mit Kindern geht das nicht Kommentare kurz

(Aufs Bild klicken, um mehr anzuzeigen)

Auch wenn manche Aussagen etwas undifferenziert daher kommen – ist vielleicht doch etwas Wahres dran?
Sind die meisten Frugalisten wirklich kinderlose Singles? Kosten Kinder so viel Geld, dass man als Familie überhaupt nichts mehr sparen kann?
Und gefährdet Frugalismus den Familienfrieden und macht Kinder zu traumatisierten Außenseitern?

Ich glaube, dass all diese Einwände völlig unbegründet und falsch sind.
Und nicht nur das – ich bin mir sogar sicher, dass in Wahrheit das genaue Gegenteil richtig ist:
Ein frugalistisches Leben und das Ziel der finanziellen Unabhängigkeit passen nämlich ganz wunderbar zu einem Leben mit Familie und Kindern.

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Fünf Alternativen zur finanziellen Freiheit

lternativen Finanzielle Freiheit Patrick Hundt

Ein Gastartikel von Patrick Hundt

Bestimmt erinnert ihr euch noch an Patrick. Vor anderthalb Jahren schrieb er für seinen Blog Healthy Habits einen Artikel über die Finanzielle Freiheit, in dem auch ich vorkam.
Es war mein allererstes Interview – noch bevor die Medien auf das Thema aufmerksam wurden. Der Finanzrocker kürte den Artikel sogar zum „mit Abstand besten Finanzartikel“ 2017.

Doch für Patrick waren damit noch nicht alle Fragen beantwortet. Denn auch er war, obwohl er erst Mitte 30 war, durch seine Ersparnisse und seine Einnahmen als Blogger und Buchautor bereits finanziell frei. Allerdings wusste er nicht so richtig, was er mit seiner neu gewonnenen Freiheit anstellen sollte.
Darum beschloss er, diesem Thema ein Buch zu widmen. Dafür wollte er Menschen finden, die ebenfalls finanziell frei waren oder es sein wollten und sie fragen, welche Erfahrungen oder Vorstellungen sie mit ihrem Leben ohne Job verbanden. Auch mich besuchte Patrick für ein ausführliches Interview hier in Hannover.

Doch überraschenderweise stieß Patrick bei seiner Recherche auch auf Menschen, welche die Finanzielle Unabhängigkeit am Ende doch nicht anstrebten. Sie hatten alternative Wege gefunden, mehr Freiheit in ihrem Leben zu gewinnen, ohne für die Rente mit 30 oder 40 zu sparen.
Aber bevor ich zu weit aushole, lasse ich ihn ihn heute einfach selbst zu Wort kommen. Bühne frei für Patrick! 🙂

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Winterbericht 2017 – Von Kuddelmuddel und mehr Lebensqualität

Winterbericht 2017 mit Hannover U-Bahn

Vor genau einem Jahr wohnte ich noch alleine in meinem kleinen WG-Zimmer in England. Jeden Morgen fuhr ich mit dem Fahrrad eine dreiviertel Stunde lang bei Wind und Wetter zur Arbeit und abends im Dunkeln die gleiche Strecke wieder zurück. Ich arbeitete Vollzeit – 37,5 Stunden die Woche. Joana wohnte 6.500 Kilometer weit entfernt in der Karibik und arbeitete dort auf einem Segelschiff. 

Heute, gerade mal ein Jahr später, ist alles anders. Wir leben zusammen in Hannover, unsere kleine gemeinsame Wohnung ist mittlerweile fast fertig eingerichtet. Joana arbeitet in einer Werbeagentur, ich in einer kleinen Software-Firma um die Ecke. Ich fahre nur noch 5 Minuten mit dem Fahrrad zur Arbeit. Und ich arbeite dort auch nicht mehr Vollzeit, sondern nur noch 24 Stunden in der Woche.

Es hat sich im vergangenen Jahr also ganz schön was bewegt. Wir haben ein ganz neues Leben in Deutschland angefangen. Eine neue Stadt, eine neue Wohnung, neue Jobs. Und ich muss sagen: Eigentlich hat alles genau so hingehauen, wie wir uns das ausgemalt hatten – oder sogar noch besser.

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