Frugalisten - Finanzielle Unabhängigkeit - Einfaches Leben

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Hier erfährst du, wie du mit weniger Geld besser lebst, das gesparte Geld investierst und so schon in jungen Jahren ausgesorgt haben kannst.

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Eine Übersicht über alle bisher erschienenen Artikel findest du hier.

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Monte Carlo, cFIREsim und deine persönliche Trinity Study – Entnahmestrategien (Teil 4)

Monte Carlo Simulation cFIREsim Trinity Study

Dies ist der vierte Teil der Serie Von den Zinsen leben – Entnahmestrategien unter der Lupe.
Hier geht’s lang zum ersten Teil und zur Übersicht.

Im letzten Artikel der Serie haben wir zwei große Klassiker der Rentenplanung genauer kennengelernt. Die Studie von William Bengen, die erstmals das Sequence-of-Returns-Risiko bei der Entnahme berücksichtigte und damit die berühmte 4 %-Regel prägte. Und die Trinity Study, die Bengens Arbeit um das Konzept der Erfolgswahrscheinlichkeit erweiterte.

Beide Studien nutzten dabei ein ganz ähnliches Verfahren. Sie nahmen eine (möglichst lange) Zeitreihe historischer Aktienrenditen und ließen ein fiktives Wertpapier-Portfolio verschiedene Zeiträume aus dieser Reihe durchlaufen. Am Ende jedes Zeitraums prüften sie: Hätte das Portfolio den Zeitraum überstanden? Bei der Trinity Study bildete der Anteil der erfolgreich verlaufenen Zeiträume dann die Erfolgswahrscheinlichkeit des getesteten Portfolios.

Doch bei dieser Art von Tests mit historischen Daten gibt es auch einige Unzulänglichkeiten.

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William Bengen, Trinity und die Wahrscheinlichkeiten – Entnahmestrategien (Teil 3)

William Bengen 4 % Regel Entnahmestrategien

Dies ist der dritte Teil der Serie Von den Zinsen leben – Entnahmestrategien unter der Lupe.
Hier geht’s lang zum ersten Teil und zur Übersicht.

Heute starten wir mit einer kleine Zeitreise – und zwar in die USA ins Jahr 1994.

Schon damals sind die Amerikaner Aktien gegenüber viel aufgeschlossener als wir Deutschen. Der Anteil von Aktionären an der Gesamtbevölkerung ist um einiges höher als bei uns. Und da die gesetzliche Rente in den USA kaum zur Sicherung des Lebensunterhalts taugt, sorgen viele Amerikaner mit Aktien privat fürs Alter vor.

Um ausrechnen zu lassen, wie viel sie jeden Monat von ihrem Einkommen zur Seite legen müssen, damit ihr Aktiendepot im Alter genügend abwirft, nehmen viele Menschen die Dienste eines Finanzberaters in Anspruch. Der gibt meistens alle Parameter in eine Tabellenkalkulation ein, und der Computer spuckt eine mögliche Rentenplanung aus.

Auf die Frage, wie viel man aus einem Aktienportfolio jedes Jahr entnehmen könnte, lautet die Antwort damals häufig so:

Der amerikanische Aktienmarkt rentiert im langfristigen Durchschnitt mit 7 % im Jahr. Also können Sie jedes Jahr etwa 7 % Ihres Portfolios verbrauchen.

Wer den letzten Teil dieser Artikelserie gelesen hat, dem dürften jetzt ordentlich die Haare zu Berge stehen. Denn einfach die langfristige Durchschnittsrendite aus dem Portfolio zu entnehmen, lässt das gefährliche Sequence-of-Returns-Risiko (SoRR) außer Acht. Fallen die Aktienrenditen zu Beginn der Rentenzeit unterdurchschnittlich aus, geht man mit dieser Strategie schnell Pleite.

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Das Sequence-of-Returns-Risiko – Entnahmestrategien (Teil 2)

Sequence-of-Returns-Risiko Entnahmestrategien Von den Zinsen leben

Dies ist der zweite Teil meiner Serie Von den Zinsen leben – Entnahmestrategien unter der Lupe. Hier geht’s lang zum ersten Teil und zur Übersicht.

Wer seinen Lebensunterhalt aus einem Aktienportfolio bestreiten will, dem wird früher oder später ein kleiner Teufel in die Quere kommen, der häufig unterschätzt wird. Selbst viele Finanzexperten haben ihn nicht auf dem Schirm. Und dass, obwohl er eine ansonsten solide Entnahmetrategie ruckzuck in die Pleite befördern kann, wenn man nicht auf ihn achtet. Sogar die berühmte 4-%-Regel wurde nur wegen ihm überhaupt entwickelt. Die Rede ist vom Sequence-of-Returns-Risiko, um das es im heutigen Artikel geht.

Rendite-Reihenfolgen und Marktrisiko

Nehmen wir nochmal mein Beispiel aus dem ersten Teil der Serie. Das zeigt die jährlichen Renditen des MSCI World Aktienindex zwischen 2001 und 2016:

2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008
-13,9 % -24,0 % 25,8 % 11,8 % 16,3 % 16,1 % 5,2 % -38,3 %
2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
26,5 % 10,6 % -3,5 % 14,6 % 29,6 % 10,4 % 2,6 % 9,6 %

MSCI World Index (mit reinvestierten Dividenden) – jährliche Renditen vor Quellensteuerabzug (Brutto-Index)
(Quelle: http://www.clever-und-erfolgreich.de/etf-rendite/)

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Die 300 €-Regel: Bezahlst du einen unendlichen Kredit?

Die 300 €-Regel

Heute starten wir einmal mit einem Gedankenexperiment. Stell dir vor, dein Smartphone ist kaputt gegangen und du gehst darum in den nächstgelegenen MegaMarkt, um dir ein neues Gerät zuzulegen. Weil dein altes Handy sowieso schon etwas überholt war, möchtest du auch gleich auf ein etwas moderneres Exemplar aufrüsten.

Nachdem du eine Weile die angebotenen Geräte verglichen hast, hat es dir schließlich ein Modell besonders angetan: Das nagelneue FancyPhone. Das hat ein schönes großes Display und extra viel Speicherplatz. Und schick aussehen tut es außerdem auch noch.
Also gut, dann soll es eben das FancyPhone werden – auch wenn es mit einem Preis von 300 € ein bisschen mehr kostet, als du eigentlich ausgeben wolltest.
Als du zur Sicherheit nochmal einen Blick auf das Preisschild wirfst, wirst du jedoch stutzig. Scheinbar hat sich der MegaMarkt ein etwas ungewöhnliches Angebot einfallen lassen:

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Die Dividenden-Strategie: Der große Selbstbetrug

Geldautomat

Es gibt großartige Neuigkeiten: Ich muss nie wieder für Geld arbeiten gehen. Ich habe nämlich einen simplen Weg entdeckt, wie ich auch ohne Arbeit beliebig viel verdienen kann. Es ist ganz einfach: Bei mir im Ort gibt es eine Bankfiliale mit einem Geldautomaten, an dem ich Geld abheben kann. Wenn ich also etwas brauche, stecke ich einfach nur meine Karte in den Schlitz, gebe die gewünschte Summe ein, und mein geliebtes Geld kommt einfach dort aus der Wand. Warum also sollte ich noch in einem Job dafür arbeiten gehen?

Was soll denn der Quatsch? Ist Oliver denn jetzt ganz verrückt geworden? Das Geld, das aus dem Geldautomaten kommt, ist doch einfach nur sein eigenes Geld, das er vorher in seinem Job verdient hat, und das auf sein Bankkonto eingezahlt wurde.

Logisch, du hast natürlich Recht. Während es hier jedem einleuchtet, dass ich mit meinem Geldautomaten-Trick auf dem Holzweg bin, ist unter Privatanlegern jedoch ein ganz ähnliches Verfahren weit verbreitet, das häufig sogar als vermeintlich sinnvolle Investmentmethode angepriesen wird. Die Rede ist von der Dividenden-Strategie (und ihren verschiedenen Unterarten) – einer Form des Investierens, bei der Anleger bevorzugt Aktien mit einer möglichst hohen Dividendenausschüttung kaufen. Insbesondere seit Beginn der derzeitigen Niedrigzinsphase scheint diese Form des Investments in Mode gekommen zu sein, so dass man in zahlreichen Blogs und Finanzratgebern die Empfehlung bekommt, man solle doch vor allem in „dividendenstarke Aktientitel“ investieren, um Vermögen aufzubauen und finanziell unabhängig zu werden. Ich denke, du solltest dich vorher lieber genau informieren, was eigentlich dahinter steckt. Denn letztendlich handelt es sich bei der Dividenden-Strategie um genau die gleiche Art der Selbsttäuschung wie mein vermeintlicher Geldautomaten-Trick. Gehen wir der Sache mal auf den Grund.

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