Frugalisten - Finanzielle Unabhängigkeit - Einfaches Leben

Werde ein epischer Superheld

Bis zum 67. Geburtstag Tag für Tag arbeiten gehen?
Ich habe da eine bessere Idee!

Hier erfährst du, wie du mit weniger Geld besser lebst, das gesparte Geld investierst und so schon in jungen Jahren ausgesorgt haben kannst.

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William Bengen, Trinity und die Wahrscheinlichkeiten – Entnahmestrategien (Teil 3)

William Bengen 4 % Regel Entnahmestrategien

Dies ist der dritte Teil der Serie Von den Zinsen leben – Entnahmestrategien unter der Lupe.
Hier geht’s lang zum ersten Teil und zur Übersicht.

Heute starten wir mit einer kleine Zeitreise – und zwar in die USA ins Jahr 1994.

Schon damals sind die Amerikaner Aktien gegenüber viel aufgeschlossener als wir Deutschen. Der Anteil von Aktionären an der Gesamtbevölkerung ist um einiges höher als bei uns. Und da die gesetzliche Rente in den USA kaum zur Sicherung des Lebensunterhalts taugt, sorgen viele Amerikaner mit Aktien privat fürs Alter vor.

Um ausrechnen zu lassen, wie viel sie jeden Monat von ihrem Einkommen zur Seite legen müssen, damit ihr Aktiendepot im Alter genügend abwirft, nehmen viele Menschen die Dienste eines Finanzberaters in Anspruch. Der gibt meistens alle Parameter in eine Tabellenkalkulation ein, und der Computer spuckt eine mögliche Rentenplanung aus.

Auf die Frage, wie viel man aus einem Aktienportfolio jedes Jahr entnehmen könnte, lautet die Antwort damals häufig so:

Der amerikanische Aktienmarkt rentiert im langfristigen Durchschnitt mit 7 % im Jahr. Also können Sie jedes Jahr etwa 7 % Ihres Portfolios verbrauchen.

Wer den letzten Teil dieser Artikelserie gelesen hat, dem dürften jetzt ordentlich die Haare zu Berge stehen. Denn einfach die langfristige Durchschnittsrendite aus dem Portfolio zu entnehmen, lässt das gefährliche Sequence-of-Returns-Risiko (SoRR) außer Acht. Fallen die Aktienrenditen zu Beginn der Rentenzeit unterdurchschnittlich aus, geht man mit dieser Strategie schnell Pleite.

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Das Sequence-of-Returns-Risiko – Entnahmestrategien (Teil 2)

Sequence-of-Returns-Risiko Entnahmestrategien Von den Zinsen leben

Dies ist der zweite Teil meiner Serie Von den Zinsen leben – Entnahmestrategien unter der Lupe. Hier geht’s lang zum ersten Teil und zur Übersicht.

Wer seinen Lebensunterhalt aus einem Aktienportfolio bestreiten will, dem wird früher oder später ein kleiner Teufel in die Quere kommen, der häufig unterschätzt wird. Selbst viele Finanzexperten haben ihn nicht auf dem Schirm. Und dass, obwohl er eine ansonsten solide Entnahmetrategie ruckzuck in die Pleite befördern kann, wenn man nicht auf ihn achtet. Sogar die berühmte 4-%-Regel wurde nur wegen ihm überhaupt entwickelt. Die Rede ist vom Sequence-of-Returns-Risiko, um das es im heutigen Artikel geht.

Rendite-Reihenfolgen und Marktrisiko

Nehmen wir nochmal mein Beispiel aus dem ersten Teil der Serie. Das zeigt die jährlichen Renditen des MSCI World Aktienindex zwischen 2001 und 2016:

2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008
-13,9 % -24,0 % 25,8 % 11,8 % 16,3 % 16,1 % 5,2 % -38,3 %
2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
26,5 % 10,6 % -3,5 % 14,6 % 29,6 % 10,4 % 2,6 % 9,6 %

MSCI World Index (mit reinvestierten Dividenden) – jährliche Renditen vor Quellensteuerabzug (Brutto-Index)
(Quelle: http://www.clever-und-erfolgreich.de/etf-rendite/)

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Von den Zinsen leben – Entnahmestrategien unter der Lupe (Teil 1)

Entnahmestrategien - Von den Zinsen leben

Dies ist der erste Teil meiner Artikelserie Entnahmestrategien unter der Lupe.
Hier findest du alle weiteren Teile:

Teil 2: Das Sequence-of-Returns-Risiko.
Teil 3: William Bengen, Trinity und die Wahrscheinlichkeiten

Stell dir vor, du hast es geschafft. Jahrzehntelang hast du hart gearbeitet und ein stattliches Vermögen angespart. Nun ist es endlich soweit: Du hängst deinen Job an den Nagel und beschließt, künftig nur von deinem Vermögen und dessen Erträgen zu leben.

Wie aber stellst du das am besten an? Einfach von den Zinsen leben? Oder dein Finanzpolster Stück für Stück aufbrauchen? Dein Vermögen sollte einen möglichst planbaren und konstanten Einkommensstrom generieren – etwa so wie ein monatliches Gehalt. Am besten trudelt einfach jeden Monat eine feste Geldsumme auf deinem Konto ein, die deine Ausgaben deckt.

Wenn du Immobilien besitzt und vermietest, geht das noch relativ leicht. Von deinen Mietern bekommst du jeden Monat Geld überwiesen, das du ausgeben kannst. Und wenn du irgendwann älter wirst und nichts vererben möchtest, kannst du deine Immobilien nach und nach verkaufen und den Erlös ebenfalls ausgeben.

Rente mit Aktien

Anders sieht die Sache allerdings aus, wenn du in Aktien oder ein ETF-Portfolio investierst. Denn Aktienerträge bestehen aus Dividenden und Kursgewinnen – und während die Dividenden meist noch einigermaßen stabil bleiben, schwanken die Kursgewinne im Zeitverlauf wild hin und her.

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Die 4 %-Regel: Wie viel Geld brauchst du, um nicht mehr arbeiten gehen zu müssen?

Nie wieder arbeiten gehen mit der 4 %-Regel

Es ist eine Frage, die in der Finanz-Community immer wieder heiß diskutiert wird: Wie viel Geld musst du eigentlich genau ansparen, damit du nicht mehr arbeiten gehen musst und für den Rest deines Lebens von den Erträgen deines Vermögens leben kannst? Auch ich habe ja vor, noch vor meinem 40. Geburtstag in Rente zu gehen und dann nie wieder in einem Job für Geld arbeiten gehen zu müssen. Aber wie viel Geld brauche ich eigentlich genau dafür? Vielleicht eine Million? Oder sogar zehn Millionen Euro? Oder doch viel weniger?

Die kurze Antwort: Das 25-fache deiner jährlichen Ausgaben

Um nicht mehr auf meinen Job angewiesen zu sein, muss ich so viel Geld ansparen, dass ich davon Monat für Monat meine Ausgaben bestreiten kann, ohne dass mein Erspartes jemals aufgebraucht wird.
Mein gespartes Geld schicke ich dafür erst einmal arbeiten – ich lege es an, zum Beispiel in Aktien, Anleihen oder Immobilien. Dadurch erzeugt mein Geld Einkünfte in Form von Zinsen, Dividenden oder Mieteinnahmen.
Diese Kapitalerträge treten nun in eine Art Wettstreit mit meinen Ausgaben: Durch die Kapitaleinkünfte wächst mein angelegtes Vermögen, durch die regelmäßigen Entnahmen meiner Ausgaben schrumpft es.

Angenommen du würdest dein Geld auf ein Festgeld-Konto einzahlen, das dir jedes Jahr genau 2 % Zinsen ausschüttet. Dann könntest du ebenfalls jährlich 2 % deines Vermögens ausgeben, ohne dass dein Geld mit der Zeit weniger wird.

Mit 2 % Zinsen (wenn du die überhaupt bekommst) ist allerdings noch kein Blumentopf zu gewinnen. Es müssen also risikoreichere Anlageformen her, wie etwa Aktien, mit denen du langfristig mehr als 2 % Rendite erzielen kannst. Die haben aber ein anderes Problem: Solche Anlageformen liefern keine konstanten Erträge. Mal geht es sieben Jahre hintereinander nur bergab, dann geht es ein Jahr vielleicht gleich 30 % oder sogar 50 % aufwärts. Nur langfristig, über viele Jahre hinweg, wächst der Aktienmarkt  mit durchschnittlich rund 7 % pro Jahr.

Mit diesen starken Schwankungen kann man kaum kalkulieren. Und auch einfach den Durchschnitt der jährlichen Renditen zu bilden, hilft dir nicht weiter. Denn wenn du aus deinem Vermögen zusätzlich jedes Jahr Geld entnimmst, spielt auch die Reihenfolge eine Rolle, in der die Renditen in den einzelnen Jahren auftreten.1

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