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Fünf Alternativen zur finanziellen Freiheit

Fünf Alternativen zur finanziellen Freiheit

Ein Gastartikel von Patrick Hundt

Bestimmt erinnert ihr euch noch an Patrick. Vor anderthalb Jahren schrieb er für seinen Blog Healthy Habits einen Artikel über die Finanzielle Freiheit, in dem auch ich vorkam.
Es war mein allererstes Interview – noch bevor die Medien auf das Thema aufmerksam wurden. Der Finanzrocker kürte den Artikel sogar zum „mit Abstand besten Finanzartikel“ 2017.

Doch für Patrick waren damit noch nicht alle Fragen beantwortet. Denn auch er war, obwohl er erst Mitte 30 war, durch seine Ersparnisse und seine Einnahmen als Blogger und Buchautor bereits finanziell frei. Allerdings wusste er nicht so richtig, was er mit seiner neu gewonnenen Freiheit anstellen sollte.
Darum beschloss er, diesem Thema ein Buch zu widmen. Dafür wollte er Menschen finden, die ebenfalls finanziell frei waren oder es sein wollten und sie fragen, welche Erfahrungen oder Vorstellungen sie mit ihrem Leben ohne Job verbanden. Auch mich besuchte Patrick für ein ausführliches Interview hier in Hannover.

Doch überraschenderweise stieß Patrick bei seiner Recherche auch auf Menschen, welche die Finanzielle Unabhängigkeit am Ende doch nicht anstrebten. Sie hatten alternative Wege gefunden, mehr Freiheit in ihrem Leben zu gewinnen, ohne für die Rente mit 30 oder 40 zu sparen.
Aber bevor ich zu weit aushole, lasse ich ihn ihn heute einfach selbst zu Wort kommen. Bühne frei für Patrick! 🙂

Patrick Hundt mit Buch Ich gönn mir Freiheit

Vor anderthalb Jahren stieß ich zufällig auf einen Begriff, der mich anschließend für eine lange Zeit nicht mehr loslassen sollte: finanzielle Freiheit. Die Idee, allein von den Erträgen meines Vermögens zu leben, begeisterte mich sofort. Vielleicht hätte ich sie als wahnwitzig abgetan und einfach weitergeklickt, wäre ich nicht schon immer sparsam gewesen.

In meiner Jugend verteilte ich Werbeprospekte und zahlte den größten Teil meines Einkommens aufs Sparbuch ein. Nach dem Abitur studierte ich dual, auch, weil ich fürs Studieren bezahlt wurde. Was nach Abzug meiner Kosten übrig blieb, überwies ich auf ein Tagesgeldkonto. In meinem ersten Job nach dem Diplom verdiente ich nur 1.000 Euro im Monat, trotzdem legte ich etwas auf die hohe Kante. Später konnte ich meine Einnahmen deutlich steigern und ordentliche Ersparnisse aufbauen.

Deshalb tat ich die Idee von finanzieller Freiheit nicht als verrückt ab, sondern steigerte mich immer weiter hinein. Ich las jedes Blog und jedes Buch und hörte jeden Podcast, den ich finden konnte. Zeitweilig war es das Einzige, das mich interessierte, und ich verlor sogar die Lust zu arbeiten. Ein paar Monate machte ich nichts anderes, als über Geld und Freiheit nachzudenken und den Rest meiner Zeit irgendwie zu vertrödeln. Bald wusste ich nicht mehr viel mit mir anzufangen. Erst als ich einsah, dass dieses Verhalten nicht als Zukunftsmodell taugt, entschloss ich mich, mir eine neue Aufgabe zu suchen. Ich verband die neue Leidenschaft mit meiner Arbeit. „Ich bin Autor“, dachte ich mir, „also schreibe ich ein Buch.“

Ich nahm mir vor, Menschen kennenzulernen, die finanziell frei sein wollen. So traf ich beispielsweise Oliver und sprach mit ihm über sein großes Ziel und wie er es zu erreichen gedenkt. Auch mit zwei Familien sprach ich, die sich dieses Ziel gesteckt haben. Später traf ich Menschen, die bereits heute von ihrem Vermögen leben, obwohl sie alle noch keine 50 Jahre alt sind. Sie erzählten mir von ihrem Weg in die Freiheit und verrieten mir, was sie mit ihrer freien Zeit anfangen.

Von ihren Antworten war ich nicht überrascht, aber dennoch ein wenig ernüchtert. Diese finanziell freien Menschen führen ein ganz normales Leben. Überwiegend tun sie die Dinge, die sie schon immer getan haben, nehmen sich nun aber mehr Zeit dafür: Sie kümmern sich um den Haushalt, bereiten Mahlzeiten zu, treiben Sport und gehen ihren Hobbys nach. Manche von ihnen verreisen häufig, andere aber kaum. Ihr Leben erschien mir zu gewöhnlich, um dem großen Traum von der finanziellen Freiheit gerecht zu werden.

Auch Oliver erzählte mir, dass er noch nicht wisse, wie er seine Freiheit in Zukunft gestalten wolle. Als wir uns trafen, gönnte er sich gerade eine Auszeit. „Finanzielle Freiheit auf Probe“ nannte er das. „Ich bin zurzeit völlig unproduktiv“, erzählte er mir damals. Die Freiheit sei für ihn zu früh gekommen, denn er könne noch nicht vollständig mit ihr umgehen. Lieber wolle er über die Jahre in sie hineinwachsen.

Langsam begann ich mich zu fragen, warum man eigentlich jahrzehntelang nach etwas streben soll, von dem man nicht weiß, ob es so großartig sein wird, wie man es sich vorstellt. Wäre es nicht sinnvoll, sich schon jetzt mehr Freiheit zu gönnen als erst in zehn, zwanzig oder dreißig Jahren? Deshalb sprach ich auch mit Menschen, denen genau das gelingt.

Unter ihnen sind einige, die ursprünglich nach finanzieller Freiheit strebten, dann aber einen anderen Weg wählten. Sie entschieden sich gegen eine finanzielle Freiheit, die in einer ungewissen Zukunft liegt, aber für Freiheit und Glück in der Gegenwart. Deren Wege möchte ich in diesem Text vorstellen. Es sind fünf Alternativen zur finanziellen Freiheit.

1. Frühzeitig aussteigen und etwas dazuverdienen

Volker sparte schon eine ganze Weile für die finanzielle Freiheit. Um nie wieder arbeiten zu müssen, hätte er seinen lukrativen Job in der Bank noch einige Jahre behalten müssen. Anschließend wäre er durch gewesen. Doch als seine Kinder sechs und acht Jahre alt waren, stellte er sein Ziel infrage. „Jetzt wollen sie noch Zeit mit mir verbringen“, dachte er. „In ein paar Jahren kommen sie nur noch zum Essen und zum Schlafen nach Hause.“ Dann wäre er zwar finanziell frei, hätte aber von seinen Kindern nicht viel mitbekommen.

Bevor Volker zu dieser Erkenntnis gelangte, hatte er ein bestimmtes Vermögen angestrebt, das es ihm ermöglicht hätte, von Mieteinkünften und Depotentnahmen nach der 4-Prozent-Regel zu leben. »Eine hohe Zahl, die nur auf das Vermögen abstellt, führt ein bisschen in die Irre«, sagt er heute. Sie lenke davon ab, dass es andere Möglichkeiten gibt, als mit einem Vollzeitjob und einer hohen Sparquote auf die finanzielle Freiheit zu warten. Volker begriff, dass er aufgrund seiner Ersparnisse längst frei genug war, sich einen anderen Weg zuzutrauen.

Deshalb kündigte er seinen Job bei der Bank in dem Wissen, dass er noch Einkünfte benötigen wird. Seit zwei Jahren ist Volker Papa und Hausmann. Er kümmert sich liebevoll um seine Kinder, spielt mit ihnen, macht Hausausgaben, unterstützt sie bei ihren Hobbys. Auch den Haushalt erledigt er, sodass seine Frau sich auf ihre Karriere konzentrieren kann. Denn im Gegensatz zu ihm hat sie noch lange nicht genug von ihrem Beruf.

Volker wird in Zukunft noch etwas dazuverdienen müssen. Bis zur Rente benötigt er im Monat etwa 500 Euro, damit seine Familie sich für seinen Traum nicht finanziell einschränken muss. Am liebsten würde er sich in der Selbständigkeit ausprobieren, deshalb spielt er gerade verschiedene Ideen durch. Vielleicht wird er aber auch auf Projektbasis für seinen früheren Arbeitgeber arbeiten. Wie auch immer seine berufliche Zukunft aussehen wird, Volker ist froh das mit der finanziellen Freiheit nicht durchgezogen zu haben, sondern sich schon jetzt Freiheit und Zeit mit seinen Kindern zu gönnen.

2. Von vorn anfangen

Auch Thomas wollte finanziell frei sein. Er hielt es für ein lohnenswertes Ziel, das er mit etwa 50 Jahren erreicht haben wollte. Doch auch ihm ging es nicht schnell genug. Um seinen 40. Geburtstag herum dachte er ernsthaft darüber nach, sich einen anderen Beruf zu suchen, anstatt noch zehn Jahre etwas zu tun, das ihn nicht mehr erfüllte.

Seine Arbeit als Ingenieur war gut bezahlt, aber es war nichts, von dem er am Abend mit Stolz seiner Frau berichtete. Schließlich hatte er nichts anderes getan, als acht Stunden vorm Computer zu sitzen. Was gibt es da zu erzählen? Deshalb rang Thomas sich dazu durch, noch einmal von vorn zu beginnen. Über mehrere Monate horchte er in sich hinein, was er wirklich wollte. Auch von Büchern ließ er sich inspirieren.

„Meine endgültige Entscheidung tauchte während dieses Prozesses schon sehr früh in meinen Gedanken auf“, erzählte er mir. „Ich traute mich nur noch nicht, sie mir einzugestehen.“ Die Wahl seines neuen Berufs beruhte auf seinem Wunsch, mit jungen Menschen zu arbeiten. Es macht ihm großen Spaß, ihnen etwas beizubringen. Das tat er schon, als er noch selbst zur Schule ging und seinen Mitschülern half und später, als er Nachhilfe gab. Auch im Schachverein unterstützt er am liebsten junge Spieler. Und genau das tut er auch heute in seinem neuen Beruf als Lehrer.

Finanziell frei wird Thomas in zehn Jahren vermutlich trotzdem sein, weil er sparsam ist und sein Geld klug investiert. Doch es wird nur ein schöner Nebeneffekt seiner Lebensweise sein, aber nichts, das er sich dringend wünscht. Vermutlich wird er weiterleben wie bisher, wenn er dieses Ziel erreicht hat, denn glücklich ist er jetzt schon.

3. Regelmäßige Auszeiten nehmen

Tanja und Stephan arbeiten beide im öffentlichen Dienst. Sie lieben ihre Berufe nicht und wenn sie genug Geld hätten, um nie wieder arbeiten zu müssen, würden sie sofort in den Ruhestand gehen. Dennoch ist die Arbeit für sie keine Qual, denn sie verbringen gern Zeit mit ihren Kollegen. Etwas mehr Urlaub dürfte es allerdings schon gern sein, deshalb gönnen die beiden sich jedes Jahr eine Auszeit in Form eines Sabbaticals.

Immer zum 1. Dezember reichen sie ihren Antrag für ein neues Sabbatjahr ein. Zwölf Monate lang bekommen sie ein um 8 Prozent reduziertes Gehalt, dafür dürfen sie den November komplett freinehmen. Alles zusammengenommen – Jahresurlaub, Überstunden und Auszeit – ergibt für Tanja und Stephan etwa drei Monate Urlaub im Jahr. In ihrer freien Zeit sitzen sie nicht zu Hause rum, sondern bereisen die Welt. In den letzten Jahren waren sie schon auf den Philippinen, den Niederländischen Antillen, in Kambodscha, Namibia, Jordanien, Dubai, und mehrmals in Thailand.

Finanziell frei wollten sie nie werden und sie haben auch kein Vermögen angespart. „Was nutzt es mir, im Alter noch 100.000 Euro auf dem Konto zu haben, aber nicht mehr krauchen zu können?“, fragte Stephan mich, als wir in seiner Stammkneipe saßen. Trotzdem können er und seine Frau sich den Gehaltsverzicht und die langen Reisen leisten, weil sie genügsam leben. Zweimal sechs Wochen Urlaub im Jahr sind ihre Art, sich Freiheit zu gönnen. Bis zur Pensionierung lasse es sich so wunderbar aushalten, erzählten mir die beiden.

4. Selbständig arbeiten

Adam möchte nicht aufhören zu arbeiten. „Selbst wenn ich bis fünfzehn Minuten vor meinem Tod arbeiten muss, werde ich es mit Freuden tun“, erzählte er mir. Er möchte die Arbeit jedoch über seine Lebenszeit verteilen, denn Zeit sei wertvoller, wenn man jung ist, sagte er. Seine Zwanziger und Dreißiger seien die Zeit für Spaß und Experimente. Da wolle er nicht jede Woche vierzig Stunden arbeiten, sondern nur so viel wie nötig, um seine Lebenshaltungskosten zu bestreiten und noch etwas anzusparen, oder so viel, wie es ihm Freude bereitet.

Den Schlüssel zur Freiheit sieht Adam in der selbständigen Arbeit. Sie garantiere zwar keinen Reichtum, dafür aber die Möglichkeit, sich schöne Projekte auszusuchen und dann zu arbeiten, wenn es gerade passe. Vor einigen Jahren gründete Adam ein sogenanntes Lifestyle-Business, das schöne Einnahmen erzielte, nachdem er es einmal aufgebaut hatte. Aufwand investierte er anschließend nur noch wenig – zu wenig, wie sich bald herausstellte. Das Online-Geschäft schlief irgendwann ein. Später gründete er ein zweites Business, das ihm allerdings zu aufwendig wurde.

Heute hat er eine Arbeit gefunden, die ihm liegt und die ihm ein hohes Maß an Freiheit gewährt. Er ist Buchautor. Adam schreibt ein bis zwei Verlagsbücher im Jahr und lebt von den Tantiemen sowie von Vorträgen. Da Adam sparsam ist, kann er es sich leisten nur Bücher über Themen zu schreiben, die ihn interessieren. Andere Aufträge nimmt er nur an, wenn sie entweder äußerst gut bezahlt sind oder ihm Spaß machen.

Da er in seiner Arbeit sehr effizient ist, kann er mehrere Monate im Jahr blau machen. Adam bezeichnet sich selbst als Teilzeitfaulpelz. Den Sommer möchte er mit möglichst wenig Arbeit in Berlin genießen. Dann trifft er sich oft mit Freunden und hängt mit denen im Park herum. Im Winter wechselt er in den Arbeitsmodus. Dafür reist er allerdings oft ins warme Ausland. Als wir im Januar telefonierten, lebte und arbeitete er gerade auf einer thailändischen Insel.

5. Kürzertreten

Auch Sandra möchte heute nicht mehr arbeiten als nötig. Vor einigen Jahren sah das noch anders aus. Damals hatte sie eine verantwortungsvolle Position in einer Agentur, die ihr Leben fast vollständig vereinnahmte. Regelmäßig arbeitete sie am Abend und am Wochenende zu Hause. Wenn sie mit ihrer Tochter spielte, war sie in Gedanken oftmals im Büro. Irgendwann war Sandra mit den Nerven am Ende und körperlich erschöpft. Womöglich hatte sie ein Burnout, auch wenn sie glaubt, dass es ihr dafür noch nicht schlecht genug ging. „Ein Burn-out stelle ich mir so vor, dass man nicht mehr aufstehen kann und behandelt werden muss. So schlimm war’s ja nicht“, erzählte sie mir.

Als es gar nicht mehr ging, entschied sie sich für die Kündigung. In den nächsten sieben Monaten machte sie eine Auszeit und entschloss sich, nicht mehr in Vollzeit zu arbeiten und keinen verantwortungsvollen Job mehr anzunehmen. Sie wollte einen Gang herunterschalten. „Downshifting“ hieß das neue Motto.

Sie suchte eine neue Arbeitsstelle, die sie in Teilzeit ausüben kann und bei der sie kaum Verantwortung übernehmen muss. Die Höhe des Gehalts war nachrangig. Es sollte lediglich genügen, um ihre sparsame Lebensweise zu finanzieren.

Heute ist Sandra im Callcenter eines Start-ups beschäftigt. Sie arbeitet nur noch sechs Stunden am Tag und hat den Kopf frei, sobald sie das Büro verlässt. Auch vor dem Montag graue es ihr nun nicht mehr, erzählte sie mir. Sie könne am Sonntagabend mit ihrer Tochter spielen, ohne an den nächsten Tag zu denken.

Viele meiner Gesprächspartner, die ich für mein Buch traf, erinnern sich mit Freude an Phasen in ihrem Leben, in denen sie in Teilzeit arbeiteten. Im Rückblick, sagten sie, sei es die beste Zeit in ihrer Karriere gewesen. Die Teilzeit-Arbeit habe das Leben nicht zu sehr bestimmt, aber gleichzeitig hätten sie eine Aufgabe gehabt. Auch Oliver kann der Teilzeit viel abgewinnen. Seit er wieder in Deutschland lebt, arbeitet er nicht mehr in Vollzeit und ist damit offenbar sehr glücklich.

Eine Gemeinsamkeit

Egal, ob sie finanziell frei sind, es noch werden wollen oder einen ganz anderen Weg gehen: Die Menschen, mit denen ich sprach, haben eines gemeinsam. Sie können sich ihre eigene Vorstellung von Freiheit leisten, weil sie genügsam leben. Thomas, der seinen Beruf wechselte, versicherte mir, er habe sich den Neuanfang nur deshalb zugetraut, weil er über ein finanzielles Sicherheitspolster verfügte. Adam, der Buchautor, kann seine Arbeit und seine Arbeitszeit auch deshalb so frei wählen, weil er genug Ersparnisse hat, um einige Jahre ohne Einkommen leben zu können. Selbst jene Menschen, die keine großen Rücklagen haben, wie die Sabbatical-Fans Tanja und Stephan, können sich ihre Freiheit leisten, weil sie im Alltag genügsam konsumieren und ihr Geld nur für das ausgeben, was sie wirklich glücklich macht. Ihre Arbeitsplätze im öffentlichen Dienst sind ohnehin sicher, sodass sie ohne Ersparnisse keine Angst vor einem Jobverlust haben müssen.

Sparsam zu leben, lohnt sich folglich auch dann, wenn man nicht finanziell frei werden möchte oder wenn das Ziel noch zu weit entfernt ist, um es greifen zu können. Denn wenn der Lebensunterhalt für eine längere Zeit gesichert ist, kann man schon bald mutige Entscheidungen treffen und sich jede Menge Freiheit gönnen.

Die vollständigen Geschichten von Volker, Thomas, Adam, Sandra, Tanja und Stephan sowie sieben anderen inspirierenden Menschen liest du in dem Buch Ich gönn’ mir Freiheit.

Ich gönn mir Freiheit Buch Patrick Hundt

 

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7 Gedanken zu “Fünf Alternativen zur finanziellen Freiheit

  1. Schöner Artikel mit guten Alternativen. Ich habe erst spät angefangen, meinen Konsum drastisch einzuschränken bei gleichzeitig gutem Verdienst.

    Nachdem ich gelernt habe wie wenig ich brauche und sehe, dass da mittelfristig immer noch eine Menge Sparpotential ist liebäugele ich auch mit ein paar Monaten Sabbatical.

  2. Schöne Alternativen…

    Auch noch denkbar wäre, zwar schon finanziell frei zu sein, aber dann dennoch Teilzeit zu arbeiten – weil es Spaß macht, zur „Sicherheit“ oder wegen der Krankenkasse, etc

    Es ist halt immer die Frage wann man die freie Zeit haben möchte und wieviel davon man sich (schon) leisten kann!

    Innerhalb der Parameter kann man dann selbst entscheiden, wie man die Freiheit genießt 🙂

  3. Die alternativen Lebensgeschichten klingen wie mein Leben derzeit. Ständige 50h-Wochen als Projektleiterin, seit einem halben Jahr 35h mit weniger Verantwortung. Ich dachte immer, dass man in jungen Jahren durchpowern sollte, weil man es im Alter nicht mehr kann. Mittlerweile denke ich, dass das „Durchpowern“ dazu führt, dass man im Alter gesundheitliche Probleme hat und erschöpft ist. Stunden zu reduzieren war das beste, was ich machen konnte. Meine Rechnung: 1h weniger arbeiten pro Tag sind 1h mehr Freizeit und gefühlt 2 Stunden am Tag dadurch gewonnen.

    • Ich kann dir nur Zustimmen. Jetzt im November fühle ich mich wieder fit, nachdem ich seit März eine Pause einlegen musste. Weil ich zu viel gemacht hatte.
      Es ist wie mit den 2 Fahrradfahrern, beide wollen ein Ziel erreichen. Der erste Strammpelt sich aufn hinweg mega einen ab und fährt 70kmh. Zurück dafür 30. Der andere fährt konstant 50, und kommt sogar noch früher an als derjenige der zuviel gas gibt.
      Das wichtigste ist nicht das Geld, das wichtigste ist die Selbstbestimmte Lebenszeit, die maximiert werden sollte, wobei ein gut gefülltes Depot dabei bestimmt sehr hilfreich sein kann 😀
      Und wer sagt überhaupt, dass mich morgen nicht ein Auto erwischt oder ein neuer Bilateraler Konflikt ausbricht?
      Jenni, geht es dir denn mittlerweile besser als Anfang/Mitte diesen Jahres?

      Gruß,
      Pascal

  4. Es funktioniert! Ich habe vor 30 Jahren eine Idee gehabt, mit 52/53 finanziell nicht mehr abhängig zu sein. Wenn mit damals jemand gesagt hat, dass klappt … ich hätte es nicht geglaubt. Jetzt kann ich mir überlegen was ich mit der Zeit alles machen werde. Aktuell probiere ich mal 14 Tage aus, wie es ist nur noch ganz entspannt seinen ureigenen Interessen nachzugehen.

  5. Ich fahre die Strecke dann entspannt mit konstant 30 km/h ab. Damit werde ich den Fahrer mit den anvisierten 50 km/h vermutlich auch noch überholen 😉 (Overconfidence Bias)

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