Frugalisten - Finanzielle Unabhängigkeit - Einfaches Leben

Werde ein epischer Superheld

Bis zum 67. Geburtstag Tag für Tag arbeiten gehen?
Ich habe da eine bessere Idee!

Hier erfährst du, wie du mit weniger Geld besser lebst, das gesparte Geld investierst und so schon in jungen Jahren ausgesorgt haben kannst.

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Winterbericht 2017 – Von Kuddelmuddel und mehr Lebensqualität

Winterbericht 2017 mit Hannover U-Bahn

Vor genau einem Jahr wohnte ich noch alleine in meinem kleinen WG-Zimmer in England. Jeden Morgen fuhr ich mit dem Fahrrad eine dreiviertel Stunde lang bei Wind und Wetter zur Arbeit und abends im Dunkeln die gleiche Strecke wieder zurück. Ich arbeitete Vollzeit – 37,5 Stunden die Woche. Joana wohnte 6.500 Kilometer weit entfernt in der Karibik und arbeitete dort auf einem Segelschiff. 

Heute, gerade mal ein Jahr später, ist alles anders. Wir leben zusammen in Hannover, unsere kleine gemeinsame Wohnung ist mittlerweile fast fertig eingerichtet. Joana arbeitet in einer Werbeagentur, ich in einer kleinen Software-Firma um die Ecke. Ich fahre nur noch 5 Minuten mit dem Fahrrad zur Arbeit. Und ich arbeite dort auch nicht mehr Vollzeit, sondern nur noch 24 Stunden in der Woche.

Es hat sich im vergangenen Jahr also ganz schön was bewegt. Wir haben ein ganz neues Leben in Deutschland angefangen. Eine neue Stadt, eine neue Wohnung, neue Jobs. Und ich muss sagen: Eigentlich hat alles genau so hingehauen, wie wir uns das ausgemalt hatten – oder sogar noch besser.

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Sommerbericht 2017 – 70 % zu sparen ist eigentlich ganz leicht

Bayern Tegernsee mit Tretboot

Geschafft!
Mein letzter Arbeitstag in England liegt hinter mir, der Umzug ist erledigt und ich lebe ab jetzt wieder in Deutschland. In Zukunft werde ich nun nicht mehr von meinem Frugalisten-Leben in Großbritannien berichten, sondern aus unserer neuen Heimat Hannover.

Umzug mit Hermes und Flixbus

Normalerweise gibt es nur wenige Ereignisse, die den Menschen heutzutage mehr Stress und Kosten zufügen als ein Umzug. Gemessen daran ging mein Umzug von England nach Deutschland super entspannt und kostengünstig über die Bühne.

Das lag vor allem daran, dass Joana und ich in den letzten zwei Jahren immer in voll ausgestatteten WGs gelebt haben. Somit mussten wir keine eigenen Möbel und fast keine Haushaltsgegenstände mit nach England nehmen. Und auch sonst besitze ich nur eine überschaubare Zahl persönlicher Gegenstände. Je weniger Krempel man sein Eigen nennt (und stattdessen in der Stuff Cloud einlagert), desto weniger Wohnraum benötigt man, und desto weniger muss man bei einem Umzug mit sich herum schleppen.

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Teilzeitjob oder Early Retirement – Was darf’s für dich sein?

Early Retirement oder Teilzeitjob

Ich glaube, dass das gängige Lebensmodell der meisten Menschen in Deutschland auf einer gewaltigen Fehlannahme aufgebaut ist. Diese Fehlannahme lautet ungefähr so:

Arbeiten gehen müssen wir ja sowieso.

Von Kindesbeinen an wird uns vermittelt, dass es quasi unvermeidbar sei, unser gesamtes Leben lang in einem (Vollzeit-) Job arbeiten zu gehen. Schließlich müssen wir unser Geld ja irgendwie verdienen – und die Rente gibt es frühestens mit 63.
Da heißt es dann „Such dir einen Job, der dir Spaß macht, den musst du schließlich 40 Jahre lang machen!“
Oder vor den letzten Sommerferien der Schulzeit: „Genieße es nochmal. So viel Freizeit hast du nie wieder in deinem Leben!“

Auf diese scheinbar unumstößliche Grundannahme bauen wir dann alle weiteren Lebensentscheidungen auf, insbesondere unser persönliches Ausgabeverhalten. Es entsteht ein typischer Lebenslauf: Du absolvierst Ausbildung oder Studium und suchst dir danach einen Job, in welchem du ganz gutes Geld verdienst. Naja, und weil wir ja sowieso alle arbeiten gehen müssen, kannst du dein Gehalt dann ja auch mit vollen Händen ausgeben, oder etwa nicht?

Blöderweise wird aber gerade so die fehlerhafte Grundannahme zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung: Wenn du immer alles ausgibst, was du verdienst – ja dann musst du tatsächlich immer weiter arbeiten gehen, bis zum Rentenalter.

Ich glaube ja, wir müssen gar nicht sowieso arbeiten gehen – sondern nur deshalb, um unseren gewohnten Lebensstil finanzieren zu können. Und je weniger Geldverbrauch dieser Lebensstil beinhaltet (und je mehr wir verdienen), desto weniger müssen wir auch arbeiten gehen. So einfach ist das.

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Was wünscht sich ein Frugalist zum Geburtstag?

Geburtstag im Luxus-Hotel

Der Winter steht vor der Tür. Draußen wird es kälter und regnerischer. Ich habe Fellmütze und Handschuhe wieder aus dem Kleiderschrank hervorgeholt und mittlerweile ist es schon dunkel, wenn ich abends von der Arbeit nach Hause fahre. Langsam aber sicher bricht die kalte Jahreszeit an, in der man das Tageslicht nur noch in der Mittagspause und am Wochenende wirklich zu Gesicht bekommt.
Zum Glück bringt der Herbst auch immer ein paar nette Ereignisse mit sich. So haben Joana und ich vor kurzem beide unseren Geburtstag gefeiert. Und wie es in unseren Gefilden ja so Tradition ist, überreicht man sich zu diesem Anlass üblicherweise ein Geburtstagsgeschenk.

In vielen Familien hat sich mittlerweile die Praxis eingebürgert, dass man das Geburtstagskind einfach fragt, was es sich zum Geburtstag konkret wünscht. Auf diese Weise, so die Überlegung, bekommt der Beschenkte nur etwas das er auch gebrauchen kann. So vermeidet man, dass sich am Ende alle gegenseitig mit unerwünschten oder nicht benötigten Gegenständen überhäufen. Jedenfalls stand auch ich in diesem Jahr wieder vor der Frage:

Was wünsche ich mir zum Geburtstag?

Ich überlegte: Was könnte ich gebrauchen? Habe ich einen heißersehnten Wunsch? Was wünschen sich denn andere Leute so zum Geburtstag? Vielleicht neue Schuhe oder eine neue Hose? Ein iPad oder eine Digitalkamera? Vielleicht neue Möbel, Bettwäsche oder ein Kochtopf-Set? Einen Gutschein von Douglas oder IKEA?

Aber selbst nach reiflicher Überlegung wollte mir partout nichts einfallen. Klamotten, Schuhe und Bettwäsche habe ich bereits. Mein gebrauchtes Handy und mein alter Laptop tun tadellos ihren Dienst. Möbel und Kochtöpfe sind in meiner Wohnung schon vorhanden und bei Douglas oder IKEA kaufe ich sowieso nie ein.
Klar, meine Gegenstände nutzen sich natürlich auch ab oder gehen hin und wieder sogar kaputt. Aber meistens repariere ich meine Sachen einfach oder benutze sie auch dann noch weiter, wenn sie schon ein paar Kratzer oder Dellen haben. Dass ich wirklich mal etwas komplett neu brauche, kommt darum weit seltener vor als dass ich Geburtstag habe. Und wenn doch einmal etwas irreparabel kaputt geht? Dann besorge ich mir in aller Regel gleich Ersatz und warte nicht erst auf meinen Geburtstag oder auf Weihnachten.

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Glücklicher Wohnen mit „So klein wie möglich“ – Meine rationale Alternative zum Quadratmeter-Wahnsinn

Glücklicher Wohnen mit "So klein wie möglich"

Es ist an der Zeit, dass wir uns einmal dem größten Ausgabenposten eines typischen deutschen Haushalts zuwenden.
Die Rede ist natürlich von unserem Haus oder unserer Wohnung. Deren Kosten machen im Durchschnitt rund 800 € pro Haushalt und Monat aus, immerhin ein ganzes Viertel unserer Gesamtausgaben.

Neben der reinen Kaltmiete (oder den Kreditraten fürs Eigenheim) gehören zu diesem Posten auch die Kosten für Heizung und Strom, Gas und Warmwasser. Dazu kommen Aufwendungen für Reparaturen und Instandhaltung, Grundsteuern sowie Nebenkosten wie Abwasser oder Abfallentsorgung.

Ich bin überzeugt, dass Wohnen überhaupt nicht so teuer sein muss. Wenn unsere Wohnung dem Zweck dienen soll, dass wir darin zufrieden und komfortabel leben können, dann sind die Wohnausgaben der meisten Deutschen häufig aus dem Fenster geworfenes Geld.

Schon beim Aussuchen ihres Wohnraums treffen viele Menschen irrationale Entscheidungen. In der Folge mieten oder kaufen sie fast immer deutlich zu teuer. Ich will zeigen, dass es auch anders gehen kann. Mit einer etwas rationaleren Herangehensweise könnten wir entspannter und zufriedener wohnen – und das für ungefähr die Hälfte der durchschnittlichen Ausgaben.

Die große Fehlannahme

Viele Menschen suchen ihre Wohnung oder ihr Haus noch immer nach der Maxime So groß wie möglich aus. Die nicht weiter hinterfragte Annahme dabei ist, dass mehr Wohnfläche und eine größere Zahl von Zimmern mehr Lebenszufriedenheit erzeugt.
Nicht selten sieht man darum Familien die größtmögliche Wohnung mieten, die sie sich mit ihrem Einkommen gerade noch leisten können. Häuslebauer nehmen den größtmöglichen Kredit auf, den sie innerhalb von 30 Jahren gerade noch so abstottern können.
Es ist fast schon paradox: Während wir an der Tankstelle oder beim Online-Shopping um jeden Cent feilschen, sind wir beim Wohnungs- oder Hauskauf überhaupt nicht knausrig. Ohne mit der Wimper zu zucken blättern wir einen großen Batzen unseres Gehalts für die Miete hin oder versenken ein ganzes Dutzend Jahresgehälter in ein Einfamilienhaus. Alles in der Erwartung, dafür gesteigertes Lebensglück in gleicher Höhe zurück zu erhalten. Eine trügerische Hoffnung.

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