Frugalisten wird fünf Jahre alt. Werde ich jetzt kommerziell?

Heute vor auf den Tag genau fünf Jahren erblickte der Frugalisten-Blog das Licht der Welt.
Am 21. Dezember 2015 veröffentlichte ich die ersten fünf Artikel, die ich in den Tagen zuvor geschrieben hatte – größtenteils noch auf dem Handy während meiner Zugfahrt zur Arbeit.

Seitdem ist eine Menge passiert. Eine gute Gelegenheit, einmal einen Blick auf die vergangenen fünf Jahre zu werfen – und ein paar Gedanken über die Zukunft des Blogs anzustellen.

Das ist in den letzten fünf Jahren passiert

Seit dem Start des Blogs

  • habe ich 72 Artikel veröffentlicht
  • habt ihr und ich gemeinsam über 4.600 Kommentare geschrieben
  • verzeichnete der Blog 2,1 Millionen Besucher bei 8,2 Millionen Seitenaufrufen
  • war ich in über 70 Zeitungsartikeln, YouTube- und Podcast-Interviews, Fernseh- und Radiosendungen zu Gast (alle Berichte und Interviews hier)

Heute kommen jeden Monat rund 60.000 Besucher auf den Blog, bei durchschnittlich 250.000 Seitenaufrufen (wovon rund die Hälfte auf das Forum entfällt).Frugalisten.de Blogstatistik 2020

Mehr als 3.600 Leser haben den Blog via E-Mail oder WordPress abonniert. Dazu kommen rund 7.200 Abonnenten bei Facebook.

Beim Start des Blogs hatte ich mir das Ziel gesetzt, 10.000 Besucher pro Monat anzulocken. Das kam mir damals ungeheuer viel vor. An öffentlicher Aufmerksamkeit wollte ich eigentlich nur einmal gerne Gast im Finanzrocker-Podcast sein.
Nie hätte ich mir träumen lassen, dass diese Ziele längst nicht das Ende der Fahnenstange sein würden.

Ein Riesendank an euch treue Leser, die meinen Weg teilweise schon von Beginn an begleiten! 🙂

Mittlerweile gehen unzählige spannende Erlebnisse und Geschichten, viele persönliche Erfolge und jede Menge Begegnungen mit tollen Menschen auf den Blog und das Drumherum zurück. Der Frugalisten-Blog ist ein großer Teil meines Lebens geworden.

Frugalisten.de wird jetzt kommerziell – oder doch nicht?

Angesichts des großes Erfolgs und der hohen Besucherzahlen werde ich öfter gefragt:

Warum verdienst du mit deinem Blog eigentlich kein Geld? So könntest du doch viel schneller finanziell frei werden.

Tatsächlich denke ich schon länger immer mal wieder über diese Frage nach.
Doch es gibt zwei Dinge, die für mich bisher gegen eine Monetarisierung gesprochen haben.

1. Ich würde meine Glaubwürdigkeit verlieren

Mit dem Blog möchte ich meinen Weg zur finanziellen Freiheit dokumentieren und damit andere Menschen motivieren, ihr Leben ebenfalls frugalistischer zu gestalten.

Aber wäre das wirklich authentisch und glaubwürdig, wenn ich am Ende dadurch finanziell frei werde, dass ich darüber schreibe, wie man finanziell frei wird? Hier beißt sich doch irgendwie die Katze in den Schwanz. Mir sind Integrität und Glaubwürdigkeit sehr wichtig. Deshalb glaube ich, es würde mich eher demotivieren, wenn ich mein Einkommen – und damit meine Sparleistung – aus dem Blog bestreiten würde.

2. Ich mag nichtkommerzielle Projekte

Ich freue mich immer und bin dankbar, wenn Menschen etwas aus Leidenschaft tun. Wenn sie ihr Wissen aus freien Stücken mit der Welt teilen und nicht aus der Motivation heraus, damit Geld zu verdienen. Sei es ein kostenloses WordPress-Plugin, ein Reparatur-Video auf YouTube oder ein Wikipedia-Artikel.

Websites, die ihre Inhalte vordergründig monetarisieren, haben dagegen immer einen faden Beigeschmack für mich. Wenn mich sofort Popups mit Gratis E-Books und Checklisten oder Affiliate-Links zu P2P-Krediten anspringen. Oder noch schlimmer: Wo man statt echtem Inhalt nur SEO-optimierte Binsenweisheiten findet, die dem Benutzer keinen Mehrwert liefern, sondern nur in den nächsten Sales Funnel locken sollen.

Versteht mich nicht falsch, ich finde es gut und richtig, wenn Menschen ein erfolgreiches Projekt irgendwann professionalisieren und davon leben können. YouTuber und Blogger wie Finanzfluss oder der Finanzrocker könnten ihren sehr guten Content als reine Hobbyisten kaum in der gleichen Qualität und Menge produzieren und verbreiten.

Ich persönlich sehe meinen Blog aber weiterhin als Hobby, sozusagen mein kleiner kostenloser Beitrag aus Leidenschaft für die Welt. 🙂

Also einfach nicht monetarisieren?

Lange Zeit war darum meine Antwort, den Blog als reines Hobby zu betreiben und damit kein Geld zu verdienen.

Doch zwei Dinge haben mich ein Stück weit umdenken lassen.

1. Meine Tätigkeit als Blogger führt zu Einkommensverlust

Normalerweise ist freitags immer mein „freier Tag“. An diesem arbeite ich nicht als Angestellter, sondern widme mich meinen Projekten als selbständiger Softwareentwickler.
Doch letztes Jahr merkte ich, dass ich meine Freitage immer öfter mit Zeitungsinterviews oder anderen Dingen rund um den Blog füllte. Manchmal war ich ein ganzes Wochenende auf einem Seminar oder einer Veranstaltung, an dem ich sonst an Kundenprojekten gearbeitet hätte. Dadurch konnte ich klar weniger Zeit in meine Selbständigkeit stecken.

Meine Tätigkeit als Blogger und die öffentlichen Auftritte führte also dazu, dass ich unterm Strich weniger Geld verdienen konnte.
Ich möchte mit dem Blog meinen Weg zur Finanziellen Freiheit definitiv nicht abkürzen. Dass mir der Blog den Weg zur Finanziellen Freiheit schwerer macht, möchte ich aber auch nicht.

2. Ich könnte die Einnahmen einfach verschenken

Außerdem finde ich es ein bisschen schade, die möglichen Einnahmen einfach auf der Straße liegen zu lassen.
Ich könnte den Blog ja monetarisieren, ohne mich zu verbiegen. Anmeldung bei der VG Wort. Affiliate-Links für Bücher oder Bankkonten, die ich sowieso schon bewerbe.
Keine Werbebanner, keine kommerzielle Kooperationen, keine Sales-Funnels.
Und wenn ich die Einnahmen nicht für mich behalten möchte, könnte ich sie auch einfach spenden oder verschenken.

Meine Monetarisierungs-Strategie

Aus diesen Gedanken hat sich im Laufe der Zeit meine Leitlinie für die Monetarisierung des Blogs herauskristallisiert. Diese wird künftig so aussehen:

  • Für aktive Tätigkeiten wie Fernsehdrehs oder Vorträge verlange und verdiene ich guten Gewissens Geld. Durch diese Tätigkeiten habe ich einen Verdienstausfall in meiner Selbständigkeit als Softwareentwickler, den ich über ein Honorar kompensieren muss.
  • Sämtliche passiven Einnahmen des Blogs, wie etwa Tantiemen, Affiliate-Provisionen oder Preisgelder, werden vollständig gespendet.
  • Reine Werbung, gesponserte Artikel, nervige Popups oder kostenpflichtige Inhalte wird es auf frugalisten.de auch weiterhin nicht geben.

Die Weichen für diese Strategie habe ich schon vor einem Jahr gestellt und mein bestehendes Gewerbe erweitert. Neben der Softwareentwicklung steht in meinem Gewerbeschein nun auch die Bezeichnung Blogger, Textverarbeitung, Herstellung von digitalen Medien, Öffentlichkeitsarbeit. Offiziell ist Frugalisten.de damit schon seit einem Jahr ein gewerblicher Blog.

Außerdem habe ich meine Seite bei der VG Wort angemeldet. Die VG Wort ist in Deutschland die Verwertungsgesellschaft für Texte – also in etwa das, was die GEMA für Musik ist.
Als Blogger oder Buchautor kann man sich bei der VG Wort registrieren. Anschließend erhält man jährlich Auszahlungen aus den von der VG Wort gesammelten Tantiemen – abhängig von der Anzahl verkaufter Bücher oder veröffentlichter Artikel. Das Geld stammt größtenteils aus Abgaben, die Betreiber und Hersteller von Kopierern und Druckern entrichten müssen. Aber auch Rundfunksendern oder Universitäten zahlen Gebühren an die VG Wort, wenn sie urheberrechtlich geschützte Texte nutzen.

Ab 2021 werde ich hier erstmalig eine Auszahlung erhalten – voraussichtlich ein mittlerer vierstelliger Betrag. Da es sich um passive Einnahmen handelt, werde ich dieses Geld anschließend spenden.

Wohin soll ich spenden?

Eigentlich dachte ich, dass das Thema Spenden damit erst nächstes Jahr relevant für mich wird.
Doch dann gewann ich im November überraschend den 1. Preis beim comdirect finanzblog award. Dieser ist mit einem Preisgeld von 3.000 € dotiert.

So stand ich nun vor der Frage: Wer oder was sollte mein Geld bekommen?
Eine große, internationale Hilfsorganisation? Oder eine, die sich mit einem bestimmten Problem beschäftigt?
Oder doch lieber ein lokales Projekt aus Hannover oder Deutschland?

Als Frugalist versuche ich, möglichst effizient mit meinem Geld umzugehen. Ich möchte möglichst viel Zufriedenheit und Lebensglück aus jedem Euro gewinnen.
Diesen Ansatz will ich auch beim Spenden verfolgen. Jeder gespendete Euro soll möglichst viel Gutes bewirken oder Leid verringern.

Effektiver Altruismus

Wie kann eine Spende oder ehrenamtliches Engagement den größtmöglichen Nutzen bewirken?

Rund um genau diese Frage hat sich seit einigen Jahren eine weltweite Bewegung gebildet, die sich Effective Altruism (im Deutschen Effektiver Altruismus) – oder kurz EA nennt.

Bekannte Anlaufstellen der EA-Bewegung sind z.B. das britische Centre for Effective Altruism und die US-amerikanische Plattform GiveWell.
GiveWell analysiert Hilfsorganisationen und bewertet wissenschaftliche Studien darüber, wie wirksam die Maßnahmen der Organisationen sind. Daraus entsteht eine fortlaufend aktualisierte Liste von Top-Hilfsorganisationen, die ihre erhaltenen Spenden nachweislich am wirksamsten einsetzen können.

In Deutschland gibt es in diesem Bereich die Stiftung für Effektiven Altruismus und – seit Anfang 2019 – die Organisation Effektiv Spenden.
Ähnlich wie GiveWell erstellt Effektiv Spenden Toplisten der effektivsten Hilfsorganisationen für verschiedene Themengebiete (Entwicklungshilfe, Klimaschutz und Tierschutz).
Außerdem kann man über die Website effektiv-spenden.org einfach und steuerbegünstigt an diese Hilfsorganisationen spenden.

Interessanterweise tauchen große, bekannte Organisationen wie UNICEF, Amnesty International oder der WWF in keiner der EA-Toplisten auf. Das liegt daran, dass kleine Organisationen, die in einem einzelnen, spezialisierten Bereich (z.B. Malaria-Bekämpfung) Expertise besitzen, in der Regel effektiver arbeiten. Zudem kann an große Organisationen nicht immer projektbezogen gespendet werden.

Angeführt werden die Top-Listen regelmäßig von Organisationen, die Programme zur Entwurmung in Entwicklungsländern durchführen. Entwurmungsmedikamente sind extrem kostengünstig und ermöglichen es Kindern, regelmäßiger oder überhaupt zur Schule zu gehen. Dadurch sind die Programme ein sehr effizientes Mittel zur Armutsbekämpfung – effizienter als etwa Stipendien oder werbewirksame Patenschaften.

Hierfür spende ich meine Blog-Einnahmen

Den Hauptteil meiner Einnahmen werde ich daher an nachweislich effektive Hilfsorganisationen spenden. Welche ich genau auswähle und wie viel Geld ich spenden kann, werde ich ab und an hier auf dem Blog veröffentlichen.

Mein Preisgeld aus dem Finanzblog-Award habe ich folgenden Organisationen zukommen lassen:

  • 1.000 € an Effektiv-Spenden.org. Die noch junge Organisation möchte ihre Arbeit natürlich auch in Zukunft fortsetzen können und EA im deutschsprachigen Raum bekannter machen. Eine Spende an eine EA-Organisation ist wahrscheinlich besonders effizient, da diese zu mehr EA-Spenden in der Zukunft führt.
  • 1.000 € an GiveDirectly. GiveDirectly überweist besonders armen Menschen und Familien in Entwicklungsländern direkt Geld – ein bedingungsloses Grundeinkommen quasi. Hunderte Untersuchungen zeigen, dass das ein sehr effizientes Mittel zur Armutsbekämpfung ist. Der Verwaltungsaufwand ist extrem niedrig und die Empfänger setzen das Geld in aller Regel sehr zielgerichtet für die Verbesserung ihrer Lebensumstände ein.

…und ein bisschen was für lokale Projekte

Würden alle Menschen ausschließlich an effektive Hilfsorganisation spenden, dann gingen viele kleinere lokale Initiativen und Vereine wohl dauerhaft leer aus.

Darum lasse ich einen kleineren Teil meiner Einnahmen gemeinnützigen Organisationen hier in Hannover oder in meinem Umfeld zukommen.

Von meinem Preisgeld gingen darum noch einmal

  • 400 € an die Obdachlosenhilfe Hannover. Auf meinem Nachhauseweg begegnen mir immer einige Obdachlose. Diese haben nicht wie ich den Luxus, nach Hause in eine warme, komfortable Wohnung zu kommen. Die ehrenamtlichen Mitglieder des Vereins helfen Obdachlosen in Hannover und verteilen mehrmals wöchentlich warme Mahlzeiten, Kleidung oder Schlafsäcke.
  • 200 € an den Verein zur Förderung von Jugendkultur und Sport e.V. Hannover. Der Verein betreibt Hannovers einzige Skatehalle, die ich selbst regelmäßig nutze. Die Mädels und Jungs machen wirklich einen super Job. Sogar jetzt in der Corona-Zeit haben sie einen Weg gefunden, die Halle unter strengen Auflagen zu öffnen. Momentan arbeitet der Verein fieberhaft an einer Erweiterung der Halle und benötigt hierfür Spenden.

Den Rest des Preisgeldes (400 €) behalte ich erst einmal als Rücklage. Möglicherweise müssen wir davon noch höhere Kita-Beiträge für unsere Kleine begleichen. Diese richten sich nach unserem Einkommen, das durch das Preisgeld ja nun gestiegen ist. Sollte am Ende noch etwas von dem Geld übrig sein, werde ich dieses im nächsten Jahr aber auch noch spenden.

Also dann… auf die nächsten fünf Jahre – mit hoffentlich vielen weiteren Artikeln, tollen Erlebnissen und effektiven Spenden! 🙂

1 Im Internet Archive könnt ihr einen Eindruck davon bekommen, wie der Blog damals zum Start ausgesehen hat.

47 Gedanken zu „Frugalisten wird fünf Jahre alt. Werde ich jetzt kommerziell?“

  1. Hallo Oliver,

    also ich fände es auch nicht verkehrt, wenn du auch die passiven Einnahmen behalten würdest. Ganz so passiv sind sie ja auch nicht, wie es im ersten Moment aussieht. 72 Artikel schreiben sich ja auch nicht von alleine. Ein Dudelsack-Spieler bläst ja auch erst den Dudelsack auf und könnte dann damit eine Weile „passiv“ Musik erzeugen. Ein Landwirt arbeitet ja auch eine Zeitlang „umsonst“ während er pflügt, eggt, sät, düngt usw. Die Ernte bringt dann deutlich mehr Geld ein, als alleine der Erntevorgang kostet. Aber damit ist auch der vorhergehende Aufwand abgedeckt.

    Ich muss aber auch sagen, dass ich es sehr angenehm finde, dass es auf deiner Website keine Werbung sowie kein Popup- und Clickbait-Zeugs gibt.

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  2. Hallo Oli,

    an dieser Stelle möchte ich mich einmal für die herausragende Arbeit, die du mit deinem Blog kostenlos und ohne finanzielle Hintergedanken vollbringst bedanken. Die Artikel bilden Themen ab, die man nicht schon hundertmal gesehen hat, gerade Artikel wie die Serie zu Entnahmestrategien enthalten wertvolle, tiefgehende und korrekte Informationen, die über die sonst oft verbreiteten verallgemeinernden Aussagen hinausgehen.

    Dein Blog hat mich zum Thema Frugalismus gebracht, welches ich sofort als den von mir angestrebten Lebensenturf (zumindest größtenteils so wie du es praktizierst) identifizierte (Sparquote deutlich > 50% als abhängig Beschäftigter). Deine Artikel habe ich alle (teils auch mehrfach) gelesen.
    Wie du halte ich Glaubwürdigkeit gerade im Finanzbereich für eines der wichtigsten Güter.
    Bei anderen Themen ist das anders: Wer einen z.B. Food-Blog betreibt, wird nicht dadurch weniger glaubhaft, dass er Geld damit verdient. Im Finanzbereich dagegen schon, da eingehende Geldflüsse klar die grundlegenden Voraussetzungen ändern (insbesondere wenn es um den eigenen Lebensstil und finanzielle Fortschritte und nicht um allgemeine Fakten/Erklärungen wie z.B. bei Finanzfluss geht).
    Deinen Ansatz halte ich insgesamt für einen guten Kompromiss. Ich freue mich auf weitere Artikel!

    PS: frugalisten.de ist die einzige Website in deren Mail-Verteiler ich mich eingetragen habe.

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  3. Nach meiner Auffassung schaffst Du hier tolle Inhalte, die alle sehr langlebig/nachhaltig und auch in dieser Form einzigartig sind. Dafür vielen Dank. Ich wäre Dir nicht böse, wenn Du eine sinnvolle Vermarktung einbauen würdest. Ich denke, man kann das durchaus hinbekommen ohne die Ideale zu verraten.

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  4. Hallo Oliver,
    ich finde deine Schlichtheit, Seriösität und Kreativität immer sehr inspirierend. Vor allem bist du aber durch-und-durch glaubwürdig, transparent und nachvollziehbar. Das sind Werte, die auch ich in meinem Leben und an mir immer sehr schätze und versuche zu leben und dem ein oder anderen und meinen Söhnen eventuell als gutes Vorbild etwas mitzugeben. Hut ab! Und mach weiter so! Alles Gute und schöne Festtage!
    mathias

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  5. Hallo Oliver,

    danke für den Hinweis auf effektiv-spenden.org.
    Kannte ich noch gar nicht und hat mir meinen Weihnachtsspendenauswahlmarathon deutlich verkürzt.

    Frohe Weihnachten.

    Karsten

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  6. Hallo Oliver,

    Respekt für deine Integrität, aber bitte nimm an das Amazon Affiliierte Programm teil und monetarisiere deine Buch-Links. Du lässt dir mindestens 1.000€ jeden Monat entgehen (und Amazon spart sich den Betrag). Und ich glaube, dass du den Betrag sinnvoller und altruistischer einsetzen wirst, als Amazon.

    Und noch eine Frage: Warum hast du denn jetzt bei der KFZ-Zulassung nach Wunschkennzeichen gesucht? Ich warte schon seit zwei Blogbeiträge auf eine Antwort und die Neugier ist groß!! ;D

    last but not least: Danke für deinen Blog und die letzten 5 Jahre! Du hast nicht nur mein Leben, sondern auch das Leben vieler anderer Menschen sehr positiv verändert. Für mich bist du ein großes Vorbild.

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    • Hallo Jan,
      vielen Dank für das tolle Lob! 🙂

      ja, die Monetarisierung der vorhanden Links (insbesondere auf der Buchtipp-Seite) wird wahrscheinlich auch der nächste Schritt werden. Was die damit möglichen Einnahmen angeht, bin ich allerdings nicht ganz so optimistisch wie du – ich kenne ja zumindest die Klickzahlen und rechne darum eher mit Größenordnung 1.000 € im Jahr als im Monat. Aber auch das macht gespendet ja schon einen Unterschied. 🙂

      Was es mit den KFZ-Kennzeichen auf sich hat, verrate ich im nächsten Artikel, versprochen. 😉

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      • Hallo Oliver,

        wenn du das Geld ohnehin spenden willst, wäre meine Empfehlung, dass du direkt zu buch7.de („der soziale Buchhandel“) statt Amazon verlinkst. Falls du die Seite noch nicht kennst, schau doch mal kurz dort vorbei! Ich bestelle Bücher nur noch dort …

        Ansonsten frohe Weihnachten für dich und deine kleine Familie! 🙂

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        • Ich wäre auch sehr dafür, dass Produkte die der Preisbindung unterliegen (d.h. deutschsprachige Bücher), nicht bei dem (n) Marktriesen verlinkt werden. Denn im Gegensatz zu nicht preisgebundenen Produkten, hat man als Verbraucher nichts davon, dass mit Skaleneffekten und anderen „Tricks“ die Kosten des Händlers minimiert werden – nur der Händler erhöht seine Marge.

          Es hat jeder in der Hand, ob „lokal“ und „Vielfalt“ nur ein dahingesagtes Wort ist oder man auch danach handelt.

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  7. Hallo Oliver!

    Sebastian Schwiecker hier von effektiv-spenden.org. Auch auf diese Weise noch mal herzlichen Dank für Deine Spende und auch dafür, dass Du andere Menschen auf unser Projekt aufmerksam gemacht hast.

    Verfolge Projekte wie Deines oder das von Mr. Money Mustache auch persönlich schon einige Zeit und freue mich natürlich, dass Ihr dazu anregt nicht an der falschen Stelle zu sparen… 😉

    Falls Du oder Deine Leser:innen noch Fragen oder Anmerkungen zu dem Projekt oder den empfohlenen Organisationen habt, schreibt mir einfach eine E-Mail an sebastian.schwiecker@effektiv-spenden.org.

    Viele Grüße und uns allen ein hoffentlich mit mehr positiven Nachrichten bestücktes 2021

    Sebastian

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    • Hallo Sebastian,

      das ist ja eine positive Überraschung, dass du hier ebenfalls mitliest, freut mich sehr! 🙂

      Dir und deinen Kollegen vielen Dank für euer tolles und super informatives Projekt – ohne eure Seite wäre mir die Entwicklung und vor allem die konkrete Umsetzung meiner „Spenden-Strategie“ mit Sicherheit deutlich schwerer gefallen.
      Auf jeden Fall trage ich gerne dazu bei, Effektiv Spenden bekannter zu machen – und kann hoffentlich nächstes Jahr auch selbst wieder spenden. 🙂

      Wo du MMM erwähnst – ich glaube durch einen seiner Artikel habe ich vor ein paar Jahren auch zum ersten Mal über EA gelesen: https://www.mrmoneymustache.com/2016/10/26/notes-on-giving-away-100000/

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  8. Lieber Olli,

    danke, dass du mich mit deinen Gedanken abholst und mich verstehen lässt, was in dir vorgeht und wie du die Entscheidungen für dich gefunden hast.

    Ich würde dir gerne noch meine Meinung zum Preisgeld bzw. deinem passiven Einkommen schreiben:

    1. Ich finde, dass du das erwirtschaftete Einkommen in 1. Linie behalten solltest. Und zwar für dich und deine junge Familie.

    Wie du, bin ich auch ein bisschen in der Welt herumgekommen und musste feststellen, dass der Umgang mit (hohen) Verdiensten/Einkommen in engl. sprachigen Ländern ganz anders und viel offener ist als bei uns D.
    Damit möchte ich sagen, dass ich manchmal den Eindruck habe, dass wenn man in D. erfolgreich ist (Einkommen oder hohes EInkommen durch Selbständigkeit oder Vertrieb), dass man dieses nicht sagen sollte (falsche Bescheidenheit, falsche Überlegenheit?).

    In den USA zum Beispiel wird viel offener über ein hohes Einkommen kommuniziert, was übrigens auch oft dazu führt, dass genau diese Menschen durch ihre dann höheren Spenden wieder viel in die Gesellschaft zurückgeben. Deutschland soll (ich habe dazu leider keine Quelle, aber vielleicht kann ein Mitleser mir hier aushelfen?) im internationalen Vergleich ein Land sein, wo verhältnismäßig wenig zum Einkommen gespendet wird!?

    2. Dein passives Einkommen wird versteuert, was bedeutet, dass du ohnehin schon einen großen Betrag über den dt. Staat an andere Menschen (passiv) verteilst.

    Just thinking out loud.

    LG und merry xmas
    Frank_Freedom

    Antworten
  9. Du hast einen ganz großartigen Blog der sicher weiterhin großartig sein wird, kommerzialisiert (in dem Maßstab, den du anstrebst. Das klingt völlig vernünftig was du vorhast) oder nicht. Und dass du das damit verdiente Geld spenden willst verdient allerhöchsten Respekt und Applaus. Toll!

    Antworten
  10. Hallo Oliver,
    ich finde, dass Du durch Deine Veröffentlichungen einen wichtigen Beitrag für diese Gesellschaft leistest.
    Gut, dass Du so transparent zu Deinen Überlegungen schreibst. Aber ich denke, dass es völlig in Ordnung ist, wenn gute Arbeit auch angemessen bezahlt wird.
    Viele Menschen „verdienen“ Geld mit Dingen, die der Gesellschaft schaden, Stichwort „Hyperkonsum“.
    Ein Jammer, dass oft so viel Geld für „schlechte“ oder zumindest ambivalente Dinge ausgegeben wird (Statussymbole, Flugreisen, Billigschrott)
    Geld kann auch ein Hebel sein, mit dem man wichtige Dinge unterstützt und seine ethischen Werte besser verwirklichen kann, indem man z.B. coole Projekte unterstützt.
    Vielen Dank und frohe Feiertage an aĺle hier!

    Antworten
  11. Hallo Oliver,
    schöner und inspirierender Artikel von dir. Beachtliche Zahlen, die meine größte Anerkennung haben. Schöne Einstellung auch zu dem Blog, auch wenn ich es in begrenztem Maße verstehen würde, wenn du entsprechende Einnahmen für den guten Content auf deinem Blog generierst. Ich denke es ist immer eine Frage, wie aufdringlich die „Werbung“ oder ähnliches geschaltet ist.
    Tolle Einstellung auch zu der Spende und top Auswahl…da freuen sich die entsprechenden Empfänger 🙂
    Viele Grüße, beste Gesundheit in der aktuellen Zeit und weiterhin viel Erfolg
    Chris

    Antworten
  12. Hallo Olli,
    Glückwunsch zu 5 Jahren bloggen und vielen Dank für die vielen interessanten und gut recherchierten Artikel! So viele Blogger faseln ständig etwas von „Mehrwert“ und wiederholen doch meist nur, was man anderswo schon gelesen hat. Deine Artikel haben meist ein gewisses Extra, eine wirklich coole Idee (z.B. die Stuff-Cloud), einen interessanten Einblick in den Alltag (z.B. Einnahmen-/Ausgabenreports) oder umfassend recherchierte und dargelegte Informationen zu einem Thema (z.B. die Serie zu den Entnahme-Strategien).

    Deine Gedanken bzw. Strategie zum Thema Blog-Monetarisierung finde ich sehr sympathisch und nachvollziehbar.

    Von GiveWell und Effektivem Altruismus hatte ich vor ein paar Jahren schon gehört und seitdem regelmäßig an eine der dort empfohlenen Organisationen gespendet. Schön, dass es das nun auch auf deutsch gibt und die Kategorie Klimaschutz eingeführt wurde. Da stöbere ich gleich mal.

    Glückwunsch auch zum Gewinn des Finanzblog Awards!
    Danke und auf weitere 5 Jahre 🙂
    Noemi

    Antworten
  13. Hi Oliver,

    ich verfolge deinen Blog auch schon länger, weil ich mich 1:1 damit identifiziere. Dieser Artikel zeigt nochmals deutlich deine Transparenz. Einfach klasse! In allem, was du tust, steckt ein roter Faden und du teilst ihn mit deinen Lesern. Weiter so.

    Am meisten schätze ich an dir aber, dass du dich immer an einem mittleren Weg orientierst. Sei es, finanzielle Freiheit als Spektrum aufzufassen oder die Monetarisierung deines Blogs in einen Kompromiss zu gießen (um nur mal zwei Beispiele zu nennen). Vorbildlich 🙂

    Fröhliche Weihnachtstage,
    Aaron

    Antworten
  14. Hi Oliver,

    ich verfolge deinen Block nun auch schon seit längerem und finde die Themen über die du berichtest meist sehr interessant. Sehr sympathisch wie du mit deinem „passivem“ Zusatzverdienst umgehst! Weiter so!

    Antworten
  15. Hallo Oliver,

    danke dir für deine Transparenz. Wie es meine Vorredner sagen, auch die passiven Einnahmen sind durch deine Arbeit generiert, und hast du dir verdient. Ich bin dankbar, dass du hier für mich kostenfrei schreibst – natürlich steht dir das Geld zu! Solange man nicht mit Werbung, wo auch der Datenschutz sehr fraglich ist, bombardiert wird, ist doch alles gut.

    Antworten
  16. Happy B-Day lieber Oliver!
    Dieser Blogbeitrag hat mich nun inspiriert – ich werde heute auch etwas spenden 🙂 Danke dafür.
    Frohe Weihnachten, einen guten Rutsch – auf die nächsten 5 Jahre 🙂
    Anna

    Antworten
  17. Ganz ehrlich: Es würde dir niemand übel nehmen und es hätte jeder Verständnis dafür, wenn du die Einnahmen behältst. Du hast sehr viel Arbeit reingesteckt, das darf und soll entsprechend entlohnt werden.

    Antworten
    • Du und ich hätten vielleicht Verständnis dafür, aber wir zwei sind nicht alle 🙂 Ich kann Olivers 1. Punkt gut verstehen, dass er seine Glaubwürdigkeit verlieren würde: Da wird jemand (auch) dadurch finanziell frei, dass er darüber schreibt wie er finanziell frei wird. Das wäre ein bisschen schräg.
      Seinen Kompromiss finde ich gut. Und die Idee mit der Monetarisierung, um die passiven Einnahmen zu spenden, sogar richtig klasse.

      Antworten
  18. Hi Oli,

    auf einigen Blogs die ich lese und die ebenfalls keine Werbung schalten gibt es die Möglichkeit direkt „einen Kaffee zu spendieren“, sprich einfach eine kleine Summe Geld per Knopfdruck zu zahlen, meisten so 2,5-3 Euro. Ich mache das öfter wenn mir mal wieder ein Artikel besonders gut gefallen hat. Das generiert zwar keine konstanten Einnahmen aber ich denke das könnte doch etwas sein, das du gut annehmen könntest. Das geht meistens via Paypal, gibt aber sicher auch andere Plattformen.

    Viele Grüße
    Anni

    Antworten
  19. Noch eine Idee:
    Die Einnahmen alle in ein Sonderdepot nach Deiner Anlagestrategie einvestieren und alles erst dann spenden, wenn Du die (endgültige) finanzielle Freiheit erreicht hast. Bei der von Dir Dir kalkulierten Rendite würde diese Strategie doch (voraussichtlich) zu einem vielfach höheren Spendenaufkommen führen. Du könntest also mit dem selben Mitteleinsatz in einigen Jahren mehr gutes tun, als heute. Oder gilt die gute Tat in der Zukunft weniger als im Jetzt?

    Antworten
  20. Hallo Oliver,
    Show don’t tell. Mit deinen Entscheidungen zu den Einkünften aus dem Blog zeigst du den Wert von Frugalismus und finanzieller Freiheit sogar noch besser als mit deinen Artikeln. Mit einer hohen Sparquote und Rücklagen kann man solche Entscheidungen ohne Kompromisse gemäß den eigenen Werten fällen. Außerdem hat man mehr Möglichkeiten, die Welt zu verbessern.
    Wäre Letzteres einen Artikel oder sogar eine ganze Serie wert? Ich habe einen spannenden Job mit Sinn und viel Flexibilität. Es wäre dumm, damit aufzuhören nur weil ich es mir finanziell leisten könnte. Ich bin Frugalist, weil alles andere ökologisch nicht zu vertreten ist und weil ich im Rentenalter vermutlich mehrere Millionen Euro haben werde, die ich spenden kann. Dabei gibt es viele Details zu beachten, zu denen ich bisher noch keine guten Analysen gefunden habe, etwa zu Steueroptimierung und Stiftungsgründungen.
    Ich bin gespannt, wie sich die Spenderei bei dir weiterentwickelt!
    Viele Grüße und einen guten Rutsch ins neue Jahr!
    PS: effektiv-spenden.org ist bei mir auch im Testament hinterlegt.

    Antworten
  21. Hallo Oliver,

    zunächst ein großes Dankeschön für diesen tollen Blog. Du hast mir durch die Weitergabe deiner Gedanken die Welt zum Frugalismus eröffnet. Ich war die ersten Jahre meines Arbeitslebens fest in der Hand der Konsumgesellschaft. Dein Artikel über „Lifestyle“-Inflation hat mich nachhaltig geprägt und mir die Augen geöffnet. Und wenn man sieht und durchrechnet, dass man mit einem normalen Durchschnittslohn und einer ambitionierten Sparquote+Invest nach einer überschaubaren Zeit nicht mehr zwingend arbeiten muss, war der Gamechanger in meinem Leben.

    Deine Informationen sind im wahrsten Sinne Gold wert, da du für viele andere Menschen einen Mehrwert in Form von Informationen schaffst. Daher stelle ich mir die Frage, warum du nicht etwas für den Mehrwert, den du der Welt gibst, zurückbekommen solltest..? Ich schätze deine Offenheit und Transparenz sehr und spenden sind eine tolle Sache. Du könntest dir ja analog zur „Sparquote“ auch eine „Spendenquote“ auferlegen. Indem du jährlich deine Sparquote auch als Spendenquote nimmst, wirst du auch mit deiner wachsenden Familie eine gute Sparquote haben, da du ja auch genug spenden möchtest. Win-Win – nur so ein Gedanke. 😉

    Grüße und alles Gute für die nächsten Jahre !

    Antworten
  22. Hallo Oliver,
    Glückwunsch zu fünf Jahren Frugalisten.de! Es ist klasse, was du hier in deiner Freizeit auf die Beine gestellt hast! Ehrlichgesagt einer der wenigen Blogs, die ich immer wieder gerne besuche, weil du hier nur erstklassig recherchierten und toll aufbereiten Content kostenlos lieferst und die frugale und sparsame Lebensweise jedem näher bringst 🙂 Vor allem, dass du dies mittlerweile als dynamischen Prozess siehst und nicht mehr nur die nackten Zahlen und Sparraten, wie vielleicht noch zu Beginn. Zum Thema Monetarisierung: Mich würden Ref-Links oder sonstige nützliche Hinweise, wo du eine geringe Provision verdienst definitiv nicht abschrecken oder ich würde es dir gönnen, vor allem wenn du dann genauso oder sogar noch mehr 😀 Inhalte erstellen könntest. Deine Idee, die Einnahmen teilweise zu spenden ist natürlich sehr edel, aber vergesse dich und deine kleine Familie nicht und die kostbare Zeit, die du auch investierst! 🙂

    Antworten
  23. Hallo Oliver,
    auch von mir herzliche Glückwünsche zum Fünfjährigen deines Blogs. Und deine Besucherzahlen – alle Achtung! Da wird mir ja ganz schwindelig. 🙂 Du warst offensichtlich zur richtigen Zeit mit dem richtigen Thema an Ort und Stelle und triffst auch stets den richtigen Ton – bis wir mit unserem Blog zu nachhaltigem Frugalismus so weit sind, wird es wohl noch ein paar Jährchen dauern 😉
    Danke, dass du auch uns für das Thema Frugalismus begeistert hast!

    Dein Ansatz, deine Zahlen nicht durch Blogeinnahmen zu verfälschen, ist konsequent und bewundernswert. Aber hier muss ich einem Vorposter zustimmen: Investiere die Hälfte des Geldes für deine Tochter! Dadurch wirst du sicher nicht weniger glaubwürdig und von kommerziell bist du eh weit entfernt. Also tu es nicht für dich, tu es für sie.
    Und den anderen Vorschlag, der weiter oben gemacht wurde, finde ich auch super: andere, kleinere Buchhändler mit Affiliateprogrammen zu nutzen statt immer nur Amazon.

    Wie auch immer du dich entscheiden wirst, ich wünsche dir jedenfalls ein tolles neues Jahr für dich und deine Lieben.
    Viele Grüße und mach weiter so,
    InvestierPaar-Andi

    Antworten
  24. Hallo Oliver,
    ich bin so froh, dass du dich so entschieden hast, wie du dich entschieden hast bzgl. der Kommerzialisierung. Du sprichst mir da wirklich zu 100% aus dem Herzen.
    Meine Spenden gingen dieses Jahr über GiveWell an die Anti-Malaria-Foundation. Denn neben Entwurmung und Direktgeld ist Malaria-Prophylaxe auch extrem effektiv. Ich freue mich gerade richtig, dass ich durch deinen Hinweis jetzt auch ein deutsches EA Portal kenne! Das war über GiveWell immer etwas komplizierter (auch wenn es prinzipiell möglich war, zu spenden) Vielen Dank für den Hinweis 🙂
    Auf die nächsten 5 Jahre!
    Viele Grüße
    Jenni

    Antworten
  25. Hi Oliver,
    Glückwunsch zum 5. Geburtstag!
    Jann deine Gedankengänge gut verstehen. Ich vergleiche mich oft mit unseren Blogger-Kollegen und kann mich dabei am besten mit dir identifizieren. Ich sehe meinen Blog als Hobby und will damit nicht mein Geld verdienen. Gleichzeitig ist es aber auch dumm, auf Einnahmen zu verzichten. Mir machen primär steuerliche und rechtliche Aspekte Sorgen. Ich weiß, dass es immer mehr Blogger gibt, die in den Fokus von dreisten Anzeigen geraten. Sei es bzgl. Urheberrecht bei Bildern oder wegen falsch formulierten Cookie-Bannern. Dadurch, dass mein Blog nicht monetarisiert wird, erhoffe ich mir einigermaßen Ruhe vor solchen Anzeigen. Ich will keinen Anwalt und keinen Steuerberater zahlen müssen.

    Finde es cool, dass du deine Einnahmen spendest. Bist mal wieder mehr Vorbild als ich von dir erwarten würde. 😉 Aber finde es gleichzeitig auch wieder cool, dass du in allem ein extremes Vorbild bist. Man muss nicht 1:1 so leben wie du. Es reicht schon, wenn man sich nur eine Scheibe von deiner Lebensweise abschneidet. 🙂

    Liebe Grüße & ein frohes neues Jahr,
    Jenny

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    • Hi Jenny,

      vielen Dank! 🙂

      Was die rechtlichen Aspekte angeht, kannst du mit einer nichtkommerziellen Website zumindest nicht für Wettbewerbsverstöße von Konkurrenten abgemahnt werden – das Risiko halte ich aber auch eher für gering.

      Das Risiko für Urheberrechts-Abmahnungen z.B. bei Verwendung von Stockfotos ist vermutlich höher, das kann dich aber auch als nichtkommerzieller Betreiber treffen (hier ist der Lizenzinhaber abmahnberechtigt). Gleiches gilt z.B. für ein fehlerhaftes Impressum.

      Steuerliche Aspekte sind eigentlich kaum der Rede wert, einen Steuerberater braucht man dafür auf keinen Fall. Gewerbe anmelden (mit Kleinunternehmerregelung), im nächsten Jahr alle Einnahmen in der Steuererklärung angeben (Steuersoftware hilft), fertig.

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  26. Hi Oliver,

    Du hast recht. Die Katze beißt sich selbst in den Schwanz. Aber wo ziehst Du die Grenze? Du wärst der erste Blogger, den ich je kennengerlernt habe, der keine Augenwischerei diesbezüglich betreibt 🙂

    Auf der einen Seite finde ich das gut, da das Bild nicht verfälscht wird, auf der anderen Seite finde ich es aber auch schade, dass Du nichts von den Einnahmen hast.

    Viel Erfolg in 2021 🙂

    VG
    Yannic

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  27. Hey Oliver,
    Ich kann mich den Vorrednern nur anschließen. Vielen Dank für dein Engagement. Aus meiner Sicht spricht nichts dagegen den Blog zu monetarisieren – vor allem, wenn du die Einnahmen spendest. Das ist sehr nobel und sowas habe ich auf anderen Blogs/Vlogs bisher nicht erlebt. Ich hoffe du erreichst deine Ziele!
    Enrico

    Antworten
  28. Hallo Oliver,

    Ich verfolge deinen Blog nun schon seit einiger Zeit und kommentiere jetzt zum ersten Mal weil du effektiven Altruismus angesprochen hast, ein Thema das mich seit einiger Zeit beschäftigt.

    Das ganze ist ja nicht nur ein System zur Spendengeld-Allokation sondern eine regelrechte Bewegung. Mich würde interessieren ob du (gleiche Frage an andere Kommentatoren) dich einmal mit der Philosophie dahinter auseinandergesetzt hast, insbesondere mit den Artikeln und Büchern von Wissenschaftlern wie z.B. Peter Singer, William McAskill und Toby Ord.

    Meiner Meinung nach sind in diesem Zusammenhang Frugalismus und das „Earning to give“ Prinzip ein „Match made in Heaven“. Während ich es bis vor kurzem noch auf die frühzeitige Rente abgesehen habe,
    haben sich meine Prioritäten jetzt verschoben. Ich denke, dass für mich persönlich ein noch erfüllenderes Leben daraus bestehen könnte, bis ins hohe Alter weiterzuarbeiten (à la Warren Buffett) und dabei mein Einkommen zu maximieren, aber aller Geld das ich nicht brauche um meinen minimalistischen Lebensstil zu finanzieren effektiv zu spenden.

    Im Grunde genommen gefällt mir mein Job (ich bin ebenfalls Software-Entwickler) und die damit verbundenen regelrecht absurden Einkommens-Möglichkeiten bei Firmen wie Google, Facebook oder Amazon sind in Kombination mit Frugalismus mMn die ideale Gelegenheit die Welt für andere ein wenig besser zu machen.

    Meinungen hierzu gerne willkommen.

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  29. Hallo Oliver,
    erneut ein interessanter Artikel, der mich zum Nachdenken inspiriert.

    Drei Anmerkungen habe ich hierzu:

    1. Wie auch bereits andere kommentierten, ist auch Dein Blog ein Produkt Deiner Arbeit. Somit könntest Du für die eingebrachte Zeit einen Stundensatz für Dich selbst veranschlagen.

    2. Ich bezahle Geld für Bücher und Zeitschriften. Warum also nicht auch für Deinen Blog?
    Ich lese Deinen Blog gerne, weil mich keine Werbung ablenkt. Den freiwilligen Spende-Button aus einem vorherigen Kommentar finde ich als Möglichkeit super!

    3. Ich favorisiere Spenden, mit denen Kindern geholfen wird (Gesundheit, Bildung, etc.).
    Ferner denke ich, dass Kindern mehr über Finanzen und Werte (Ethik) beigebracht werden sollte. Hier würden sich Initiativen mit der Zeit bewähren und unsere Gesellschaft positiv verändern.

    Einen schönen Sonntag noch, Remco

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  30. Hallo Oliver,
    ich würde vorschlagen das Thema Spenden weiter zu optimieren – ganz im Sinne der 4% / 300€ Regel und das eingenommene Spendengeld separat anzulegen, um von den Erträgen nachhaltig dauerhaft spenden zu können.

    Als Beispiel müssen jetzt mal die Obdachlosen herhalten:
    Eine einmalige Spende von 300€ gibt zum Beispiel 300 Obdachlosen einmalig eine Mittagssuppe im Wert von 1€, dann ist Feierabend und sie verhungern.
    Würdest du die Spenden ebenfalls gesondert anlegen und von den Dividenden spenden, hätten wir davon zwar nur eine Person mit einer Suppe/Monat versorgt, allerdings ja bis zur Unendlichkeit und dieser müsste nicht nach 25 Jahren anfangen wieder zu hungern. (Klar, eigentlich brauchen wir 300€*30Tage=9000€, damit er jeden Tag sein Süppchen bekommt, aber das sollte ja irgendwie auch kein so großes Problem sein. Ok, die tägliche Versorgung von den 300 benötigt dann schon 2,7 Mio € 🙁 puh, ganz schön viel)

    -> eigentlich Zeit eine frugalistische Spendenorganisation zu gründen, die den Reichtum der Welt einsammelt, im ETF MSCI World anlegt und 4% an die Bedürftigen ausschüttet. Man könnte ja verschiedene Spendenbereiche anlegen wo die Leute Kapital zur Anlage spenden können.
    Vermutlich gibt es aber sogar schon eine derartige Organisation und die Idee ist nichts Neues?

    Danke für die super Beiträge und die tolle Seite, die mir vor einem Jahr ein wenig aus meiner „Midlife crisis / Burnout“ geholfen hat, auch wenn ich noch nicht weiß was mir zukünftig wieder so richtig Spaß und Sinn geben wird, aber das wird sich schon finden hoffe ich.

    Antworten
  31. Ich finde es sehr löblich von dir deine passiven Einnahmen zu spenden, hätte an deiner Stelle allerdings etwas mehr zurück gelegt als nur 400,-€ da sich die Artikel für deinen Blog ja nicht von alleine schreiben. Und dich die Pflege des Blogs ja auch Zeit kostet.

    Antworten
  32. Hallo Oliver,

    ich wollte dir – wenn auch etwas verspätet – von ganzem Herzen alles Gute zum 5. Geburtstag deines Blogs wünschen. Danke, dass du die Idee des Frugalismus damit nach Deutschland gebracht hast. Mein Leben hat das total verändert und angefangen hat es bei mir damit, dass ich deinen Blog vor einigen Jahren entdeckt habe.

    Damit du mal siehst, was du bewirkt hast, möchte ich meine Geschichte hier mit dir teilen:

    Ich bin heute 30 Jahre alt und habe damals nach dem Studium angefangen zu sparen und zu investieren. Als Geisteswissenschaftlerin und Literaturnerd habe ich schon immer meine Freiheit geliebt. Die Freiheit zu denken und auch die Freiheit über meine Zeit.

    Und ich hatte seit dem ersten Studientag Angst, dass es finanziell für mich in meinem Leben immer eng sein wird. Diese Sorge bewirkte schließlich, dass ich am Ende nicht Journalistin oder Autorin wurde, sondern in der Unternehmenskommunikation landete und dort auch ganz gut vorankam. Keine schlechte Arbeit, aber mein Herz war nie dabei und mir war schnell klar, dass ich das nicht mein Leben lang machen kann. Mir fehlte meine Freiheit. Und ich konnte meine Liebe zum Schreiben kaum ausleben.

    Trotz viel Spardisziplin und Investieren dachte ich, dass ich bis Mitte 40 „durchhalten“ müsse und dann würde ich endlich wieder meine Freiheit haben. Ich war immer unglücklicher und gestresster, machte mir immer mehr Druck und das Herz war einfach nicht dabei.

    Dann passierte etwas ganz Tolles. Ich bekam die Gelegenheit, über eine befreundete NGO nach Borneo zu gehen und die Menschen dort kennen zu lernen und herauszufinden, wie die Entwaldung dort ihr Leben verändert. Das war die prägendste Zeit meines bisherigen Lebens. Die Geschichten dieser Insel und der Menschen dort werden mich bestimmt bis zum Totenbett begleiten.

    Ich ging zwischen zwei Jobs nach Borneo und musste mir finanziell keine Sorgen machen, weil meine frugalistische Lebensweise mir ein gutes Polster ermöglicht hatte. Da merkte ich zum ersten Mal, wie viel Freiheit mir dieses Lebenskonzept wirklich schenken kann.

    Umso schlimmer war es danach wieder zurückzukehren und weiterzumachen. Das Buch war mein absolutes Herzensprojekt, aber ich schrieb es unter viel Stress, nachts und am Wochenende, rund um eine 50+ Stunden Woche. Ich schaffte es trotzdem. Das Buch erschien und ich bin unfassbar glücklich darüber, auch wenn wegen Corona alle Lesungen wieder abgesagt werden mussten.

    Nur kam ich zu diesem Zeitpunkt mit dem Stress nicht mehr klar und landete in einem Burnout. Mir ging es richtig schlecht, ich war eine ganze Zeit lang komplett raus aus dem Leben. Aber ich hatte viel Zeit, nachzudenken und beschloss, dass ich mutiger leben und mehr meinem Herzen folgen wollte. Ich kehre nicht zurück in die Corporate Welt, sondern habe mich selbstständig gemacht. Als Kommunikationsberaterin und Texterin und vor allem auch als Autorin.

    Im Frühjahr 2021 wird mein erster Roman erscheinen. Ich lebe frei und glücklich, teile mir meine Zeit ein, wie ich sie brauche, achte auf meine Gesundheit und arbeite nicht einmal wenn ich meine „Brotjobs“ und meine „Herzensjobs“ zusammenzähle, mehr 40 Stunden. Etwas über 30 vielleicht.

    Ich bin unfassbar glücklich, dass ich so leben kann. Natürlich bin ich bisher nicht finanziell unabhängig, aber der Frugalismus war die Grundlage für mein heutiges Lebensmodell. Mein Polster ist groß genug, dass ich mir für eine lange Zeit keine Sorgen machen muss und ich weiß, dass ich mit wenig Geld auskomme und wie ich die Überschüsse investiere.

    Ich habe jetzt sogar so viel Zeit und Muse, dass ich entschieden habe, selbst ein Blog-Projekt zu starten:

    https://sarinaschreibt.de/blog/

    Hier berichte ich über meine Lebensgestaltung nach dem Burnout. Ich möchte anderen, die in einer ähnlichen Lage sind, meine Erfahrungen anbieten und meinen kleinen Beitrag dazu leisten, dass es vielleicht in Zukunft zu weniger Burnouts kommt. Im Prinzip geht es um eine gesunde, selbstbestimmte Arbeits- und Lebensgestaltung in dem Blog.

    Ich bin unfassbar dankbar, dass ich das alles jetzt machen kann. Vielen vielen Dank für die Inspiration. Ich wette, du hast schon einen großen Beitrag geleistet, dass sich so einige Leben zum Positiven verändert haben.

    Alles liebe und alles Gute!
    Sarina

    Antworten
  33. Alle Achtung Oliver! Als stiller Leser deines Blogs möchte ich dir dennoch sagen, wie toll ich es finde, dass du mit den Blogeinnahmen Gutes tust!

    Antworten
  34. Hallo Oliver,

    Dein Blog ist sehr inspirierend. Sehr tolle Arbeit und Interessante Themen. Ich verfolge deine Beiträge schon sehr lange.

    Deine Idee die Einnahmen an Hilfsorganisationen zu Spenden ist sehr nobelhaft. Ich wünsche Dir alles beste für die Zukunft.

    Antworten
  35. Glückwunsch zum Jubiläum! Bloggen ist wirklich sehr viel schwerer wie man anfangs denkt, gerade wenn man keinen generischen Artikel schreiben möchte.
    Glaube auch nicht das ein bisschen dezente Werbung wirklich stören sollte, man muss es ja net übertreiben , wie es ja leider viele machen und nach wirklich jeden Absatz Werbung einblenden, aber da hat jeder seine eigene Mentlität. Und solange der Blog dadurch wenigstens gezahlt wäre, ist doch jedem geholfen.:)
    Weiterhin viel Spass beim Bloggen.

    gruss Marco

    Antworten
  36. Hi Oliver,

    ich liebe deinen Blog und warte bereits sehnsüchtig auf einen neuen Artikel von dir… wann planst du wieder etwas zu veröffentlichen?

    LG Nicole

    Antworten
  37. Daß ich alter Knacker mal lockerer bin als Du (den ich geradezu als Inbegriff der Lockerheit kennengelernt habe), hätte ich jetzt nicht erwartet.

    Du schreibst dieses Blog, weil Dir das letztlich Spaß macht. Es ist Kür und keine Pflicht. Du hast das Bedürfnis, Deine Lebensanschauung der Welt mitzuteilen, und das ist auch gut so. Wenn Du das irgendwann einmal nicht mehr möchtest oder Dir die Zeit dafür zu schade ist, dann läßt Du das ganz einfach bleiben.

    Ziemlich viele Leute möchten lesen, was Du schreibst (ich ja auch), und besuchen Deine Webseite. Auf dieser Webseite schreibst Du logischerweise über Geld (das ist hier Hauptthema), und Deine Leser erwarten das auch. Wenn Dir nun irgendjemand Geld für einen affiliate link bietet, warum solltest Du das nicht annehmen? Schau Dir mal Finanztip.de an, die machen das in einer ausgesprochen transparenten Weise, die in meinen Augen ihre Seriosität nicht tangiert. Wenn Du Dich fragst, welche Art und welches Ausmaß angemessen ist, frag Dich einfach selbst, was Du an Kommerz auf einer fremden Seite erdulden würdest. „Was Du nicht willst, das man Dir tu, das füg auch keinem anderen zu.“

    Seltsam finde ich Deine Argumentation, Du könntest in der Zeit, in der Du bloggst, Geld verdienen. Das stimmt zwar auf die eine Art, aber andererseits zwingt Dich ja keiner zu bloggen. Du könntest übrigens auch das Skaten bleiben lassen (das Geld kostet und keins bringt) und stattdessen für Geld für andere Leute programmieren. Merkst Du was?

    Wenn Du mit der Seite dann Geld verdienen solltest – warum solltest Du das nicht behalten dürfen? (Gemeint ist der Teil, den der Fiskus Dir läßt.) Wenn ich etwas spenden will, spende ich, aber ich binde es nicht an Bedingungen. Ich sehe mich nicht verpflichtet, zwangsweise Geld zu spenden, das ich für meine echte Leistung bekommen habe, und zwar nur deswegen, weil andere Leute glauben könnten, die Einnahme wäre ungerechtfertigt.

    Keine Angst! Du findest schon den richtigen Weg und das richtige Maß (und wirst wieder so locker, wie ich Dich kenne).

    Antworten

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