Das Segelschiff Mercedes

Auf in ein neues Abenteuer – Joana geht segeln

Unser Leben ist großartig. Wir leben in einem der reichsten Länder der Welt. Ich habe ein warmes, gemütliches Zuhause und einen ganzen Schrank voller Klamotten. Die Luft ist sauber. Strom, Internet und fließend Wasser kommen rund um die Uhr aus der Wand. Im Supermarkt gibt es das ganze Jahr über gesunde und leckere Lebensmittel aus aller Welt – ich muss quasi einfach nur hingehen und sie mir nehmen. In unserem Land herrschen Frieden und Demokratie. In meinem Job verdiene ich mehr Geld als ich ausgeben kann. Es ist für alles gesorgt.

In so einer Welt, in der bereits alle Bedürfnisse erfüllt sind, kann einem schnell langweilig werden. Wenn ich irgendwo erzähle, dass ich mit 40 nicht mehr in einem Job arbeiten gehen möchte, kriege ich häufig zu hören: „Und was willst du dann den ganzen Tag machen? Mir wäre ohne meinen Job langweilig.“
Viele Menschen haben keine Herausforderung mehr und wissen nichts mit sich anzufangen, wenn sie nicht von einem Arbeitgeber beschäftigt werden. Weil uns keine Alternative einfällt, gehen wir einfach jeden Tag in das gleiche langweilige Büro arbeiten. Dann kaufen wir uns von unserem Gehalt ein möglichst großes Haus und füllen es nach und nach mit allen möglichen Besitztümern. Vielleicht geht es noch ein paar Mal im Jahr in den Urlaub. Den Rest der Zeit sitzen wir dann vor dem Fernseher oder dem Smartphone oder versuchen uns sonst irgendwie zu beschäftigen. In vielen Fällen dreht sich das Leben nur noch um die Frage: „Was kaufe ich mir als nächstes?“

Ich will mein Leben nicht so sinnlos verschwenden. Schließlich lebe ich nur einmal. Damit mir nicht langweilig wird, suche ich mir einfach immer wieder neue, spannende Herausforderungen. Ich möchte jeden Tag etwas Neues dazu lernen, an irgendetwas arbeiten, besser werden. Dinge erforschen, neue Ideen und Perspektiven kennen lernen. Ich will jederzeit zurück blicken können und sagen: „Wow, ich bin ganz schön weit gekommen.“

Das vergangene Jahr bot mir dafür eine Menge Möglichkeiten. Ich bin in ein fremdes Land gezogen. Ich habe Bewerbungsgespräche geführt und meinen ersten Job als Softwareentwickler angetreten. In meinem Beruf habe ich seitdem eine gewaltige Menge gelernt, und auch mein Englisch ist natürlich viel sicherer und umfassender geworden.
Nebenbei habe ich hier ein Gewerbe angemeldet und nebenberuflich Webseiten und Software für verschiedene Kunden entwickelt. Im Dezember habe ich diesen Blog gestartet, der mittlerweile schon über 30 Artikel umfasst und mehr als 40.000 Besucher anziehen konnte. Währenddessen sind wir in diesem Jahr drei Mal umgezogen, haben in verschiedenen WGs gewohnt und waren als Haus-Sitter tätig. Wir sind auf einem Tandem quer durch Cornwall gefahren. Insgesamt habe ich in diesem Jahr über 4.000 km auf dem Fahrrad zurückgelegt. Dabei habe ich gelernt, dass man auch im Regen gut mit dem Rad fahren kann und bin zu einem Meister des Reifenflickens geworden.

Mein Abenteuer kann so noch ein bisschen weiter gehen. Mein Job macht mir Spaß und ich lerne immer noch jeden Tag etwas dazu. Auch für den Blog habe ich jede Menge Ideen und Pläne, von denen ich einige im Laufe des kommenden Jahres umsetzen möchte.

Allerdings bin ich natürlich nicht alleine. Auch Joana hat Anfang des Jahres ihren ersten Job als Grafikdesignerin angetreten. Leider lief es bei ihr nicht ganz so optimal wie bei mir. Immer wieder überlegte sich ihr Chef etwas kurzfristig anders und ihre Arbeit von zwei Wochen wurde über den Haufen geworfen. Innerhalb von ein paar Monaten wechselte mehrmals ihr Abteilungsleiter. Zum Schluss wurde sogar ihre ganze Abteilung aufgelöst und sie entging nur knapp einer Entlassung.

Etwa zur gleichen Zeit hörte sie von einer alten Studienkollegin, die gerade für einige Monate auf einem Segelschiff im Mittelmeer arbeitete. Da Joana ohnehin mit dem Gedanken spielte sich etwas Neues zu suchen, dachte sie sich: Das will ich auch machen! – und schickte kurzerhand Bewerbungen an alle möglichen Schiffe. Monatelang warteten wir vergeblich auf eine Antwort, bevor sich Ende Oktober dann doch noch eine Reederei meldete. Es wäre eine Stelle an Bord frei – sie könne sofort anfangen. Keine zwei Wochen später hatte Joana ihren Job gekündigt, ihre Sachen gepackt und verließ England – auf dem Weg in ein neues Abenteuer.

Weihnachten bei 25°C und Sonne

Nun lebt Joana für einige Monate in der Karibik, wo sie auf dem Großsegelschiff Mercedes wohnt und arbeitet. Das Schiff liegt vor der Insel St. Martin vor Anker und unternimmt von dort aus mehrstündige Ausflüge mit hauptsächlich europäischen und amerikanischen Touristen. Die 87 km² kleine Insel ist in der Mitte geteilt: Der südliche Teil ist niederländisch, während der nördliche Teil zu Frankreich gehört. Die Temperaturen fallen auch jetzt im Winter kaum unter 25°C, in dem kristallklaren Wasser tummeln sich Fische, Rochen und Seeigel. Da die Insel von vielen reichen US-Amerikanern bevölkert wird, sind auch die Preise entsprechend exotisch: Ein Hamburger kostet 17 Dollar (knapp 16 €), für 6 Dollar (5,60 €) bekommt man zwei Kugeln Eis. Ein Handytarif mit 2 GB Datenvolumen kostet 35 Dollar (33 €) im Monat.

Zum Glück bekommt Joana Unterkunft und Verpflegung kostenlos an Bord. Zusätzlich kriegt sie noch ein Gehalt sowie Trinkgeld, das unter allen Crewmitgliedern aufgeteilt wird. Als Teil der neunköpfigen Crew betreut Joana die Gäste, serviert Snacks und Getränke und sorgt für Ordnung und Sauberkeit. Ihre Unterkunft für die nächsten Monate ist eine winzige Kammer an Bord des Schiffes.
Da Bilder ja bekanntlich mehr sagen als Worte, hier ein paar erste Eindrücke von ihrem Leben auf dem Wasser:

Tja, und was mache ich nun in der Zeit? Ich bleibe erstmal ein halbes Jahr alleine in England.
Die letzten zwei Monate haben Joana und ich im Haus eines Ehepaars in der Nähe von Stoke-on-Trent gewohnt. Die Besitzer arbeiteten einige hundert Kilometer weit entfernt und wohnten dort auf einem englischen Kanal-Hausboot, einem Narrowboat. Nur einmal im Monat kamen sie für ein Wochenende nach Hause, um nach dem Rechten zu sehen.
Obwohl wir nur ein einzelnes Zimmer gemietet hatten, hatten wir darum die meiste Zeit das gesamte Haus für uns. Wohnzimmer, Küche, Bad und die gesamte Ausstattung, sogar einen Geschirrspüler.
Für beide Seiten war das eine Win-Win-Situation: Die Vermieter hatten jemanden, der sich während ihrer Abwesenheit um das Haus und die Haustiere (drei sehr zutrauliche Katzen) kümmerte. Wir bekamen im Gegenzug eine günstige und luxuriöse Unterkunft – die Miete betrug für uns beide zusammen nur rund 450 € inklusive aller Kosten. Dazu hatten wir auch noch sehr viel Freude mit den knuddeligen Tierchen. 😉

Zu zweit wären wir dort sicher noch eine Weile geblieben. Für mich alleine war es dann aber einfach zu groß und zu teuer. Außerdem wohne ich nicht gerne alleine und habe lieber immer noch andere Leute um mich. Darum bin ich nun nach Stafford umgezogen und wohne hier mit fünf anderen in einem shared house, einer Wohngemeinschaft.
Im Vergleich zu Joana habe ich es hier richtig geräumig: Rund 6 m² ist mein neues Zimmer groß. Das hört sich vielleicht erstmal wenig an, ist in Wirklichkeit aber vollkommen ausreichend. WG-Zimmer in StaffordMit 300 Pfund Warmmiete im Monat (rund 350 €), ist es auch eines der günstigeren Zimmer, das man hier bekommen kann. Ein Wohnzimmer gibt es in unserem Haus leider nicht, dafür eine recht große Küche, zwei Badezimmer und sogar einen kleinen Garten. Vielleicht werde ich im Frühjahr dort mal ein paar Kräuter anbauen. Zur Arbeit kann ich direkt mit dem Fahrrad fahren, hin und zurück sind es rund 22 Kilometer.

Auf jeden Fall habe ich nun jede Menge Zeit, um mir spannende neue Dinge auszudenken. Ganz sicher werde ich einige neue Blogartikel schreiben. Vielleicht starte ich das ein oder andere Experiment, wie man mit noch weniger Geldeinsatz noch besser und luxuriöser leben kann. Außerdem programmiere ich gerade an etwas, das ich euch hoffentlich in den nächsten Wochen präsentieren kann.

Auf jeden Fall steht fest: Mein Leben bleibt spannend. Für passiven Konsum, Shopping oder Fernsehen habe ich nicht viel übrig. Ich bin lieber aktiv und starte selbst etwas, anstatt mich nur berieseln zu lassen oder die Langeweile mit Unterhaltungsprogrammen „weg zu kaufen“. Auf diese Weise brauche ich auch nicht viel Geld, um ein erfülltes und glückliches Leben zu führen.
Unsere Grundbedürfnisse sind alle schon mehr als erfüllt. Trotzdem konsumieren wir immer weiter. Wir besitzen schon siebenundzwanzig Paar Schuhe, aber unser Leben dreht sich darum, welches das achtundzwanzigste Paar wird. Ich finde, wir sollten unsere Zeit und Energie lieber dafür nutzen, uns weiter zu entwickeln, Neues zu lernen, die Welt zu verbessern. Gutes zu tun, aktiv zu werden. Die Komfortzone zu verlassen, ein Abenteuer zu starten. Und wenn wir irgendwo mal nicht weiter kommen, im langweiligen 9-to-5-Job festhängen, oder der Chef nervt, dann sollten wir uns trauen die Segel zu setzen – sei es in die Karibik, auf die Reise in die finanzielle Unabhängigkeit oder wohin auch immer. Wohin geht dein nächstes Abenteuer?

39 Gedanken zu „Auf in ein neues Abenteuer – Joana geht segeln

  1. Hallo,
    danke für Deinen bzw. Euren Rückblick und Gedanken.
    Besonders gut gefällt mir das Fazit. Eigentlich bekannt aber treffend formuliert.

    Im Moment habe ich auch die Segel gesetzt und warte welcher Hafen (Bewerbungsverfahren laufen) mich aufnehmen möchte.
    Auch Privat ist der Kurs neu gesetzt, da der erste Nachwuchs sich ankündigt. Es wird auf jeden Fall nicht langweilig werden.
    Zusätzlich miste ich gerade wieder aus. Nicht aus Extrem-Minimalimus-Gründen, aber mir geht zu viel Zeug mehr und mehr auf den Keks, über das ich keinen Überblick mehr habe oder das eh nur rumsteht. Und dabei habe ich letztes Jahr vor meinem Umzug erst massiv ausgemistet. Über die letzten Monate hat sich einiges angesammelt was nun versteigert oder verkauft wird. So kann ich mehrere Auktionen und Verkäufe parallel betreuen. Ob ich ein oder fünf Pakete zur Post trage ist dann egal. Aber wenn dann lieber fünf auf einmal als jede Woche nur eines.

    Außerdem habe ich heute angefangen einen Schritt in Richtung papierarme Archivierung zu tun. Dazu sortiere ich meine Unterlagen und danach wird ein separater Laptop mit einem DMS aufgesetzt, der rein zur Archivierung dient. Zzgl. einem passendem Dokumentenscanner. Ein separater Laptop deshalb, da die passende Wunschsoftware leider nur mit einem bestimmten Betriebssystem läuft, welches ich im Alltag aber nur zwangsweise nutze. In 95% der Fälle nutze ich dieses privat nicht, die Update-Strategie des Betriebssystems geht mir da zu sehr gegen den Workflow. Außerdem habe ich so zwischen Alltagsgerät und Archivsystem eine saubere Trennung. DMS-Backups landen zusätzlich auf der NAS welche bisher rein auf File-System-Basis als Dokumenten-Archiv fungierte.

    Ich freue mich jetzt schon mit der Software zu arbeiten und noch effizienter zu werden. Ich erhoffe mir hier Vorteile welche sich im Sinne einer (Ordnerstruktur, welche ich bisher als stand-alone nutzte) und einer guten Suchfunktion sowie Verschlagwortung/Kategorisierung in der Software vereinen. Die Softwarekonfiguration und Benutzung ist dann meine Belohnung fürs Sortieren und Ausmisten. Ohne Ziele geht es halt nicht immer. Plus das gute Gefühl wieder mehr Ordnung zu haben, die ich zwar eh schon habe aber man glaubt nicht wie viel teils wichtiger Papierkram sich in einem Arbeitsjahrzehnt so ansammelt. So kann ich hoffentlich noch schneller nachschlagen oder Dokumente archivieren.
    Wichtiges bleibt zusätzlich im Papierformat z.B. Versicherungsscheine oder Verträge. „Weniger wichtiges“ wird nach erfolgreicher revisionssicherer Digitalisierung jeweils 3-6 Monate separat aufgehoben und dann vernichtet. Dazu schreibe ich einen Leitfaden, ähnlicher einer Verfahrensbeschreibung wie sie Unternehmen dafür benötigen. Einen solchen habe ich nebenberuflich erst vor ein paar Monaten für einen Kunden entworfen. Damit ist das Vorgehen klar und hoffentlich auch rechtlich abgesichert.

    Ein anderes Ziel ist immer noch ein Blogprojekt zu ein paar neuen Themen welche ich schon länger im Kopf habe und auch schon ein paar mal in verschiedenen Blogs in Kommentaren ankündigte, aber mir fehlt noch eine passende „Grundbasis“ für das Projekt. Die Alternative wäre einfach mal anfangen und sehen wohin es sich entwickelt. Lässt sich vermutlich nicht scharf trennen….

    Viele Grüße und viel Freude Euch beiden weiterhin bei allen Erlebnissen und Wegen.

    K.

    • Hallo K.,
      danke für deinen interessanten und ausführlichen Kommentar!

      Viel Glück erstmal auf deiner eigenen Reise. Ich drücke die Daumen, dass es mit dem neuen Job klappt. Und Nachwuchs ist wahrscheinlich sowieso eines der größten Abenteuer, da weiß man vorher nie wohin der Wind einen treibt. 🙂

      Was das Ausmisten angeht: Ja, der Krempel sammelt sich immer schneller an als man gucken kann. Es ist in unserer Welt deutlich leichter, Besitztümer anzuhäufen als sie wieder loszuwerden (wenn man sie nicht gerade wegwirft). Selbst etwas zu verschenken gestaltet sich oft schwieriger als einfach in den Laden oder zu Amazon zu gehen und etwas zu kaufen – echt irre. Aber du scheinst da ja schon ein erfahrender Verkäufer zu sein (ich nehmen an du verkaufst auch über eBay?). Es ist immer gut, sich von überflüssig gewordenen Dingen zu befreien.

      Dein Projekt zur digitalen Archivierung hört sich ganz spannend an. Ich bin auch froh, dass ich heutzutage vieles digital abspeichern kann (insbesondere Fotos) und alles auf meiner kleinen Laptop-Festplatte mit mir herumtragen kann (ein Backup ist darüber hinaus natürlich auch noch vorhanden). An Dokumenten habe ich momentan zum Glück noch nicht so viel, dass sich eine umfassende Digitalisierungsaktion lohnen würde. Vielleicht ein, maximal zwei Ordner voll. Das meiste davon steht bei meinen Eltern im Keller. Aber wer weiß, mit steigender Anzahl von Konten, Verträgen, etc. nimmt natürlich auch die Papierflut zu. Auf jeden Fall eine gute Anregung – und bestimmt lernst du beim Aufbau des Systems noch das ein oder andere dazu. Ich habe für meine Datensicherung auch ein eigenes System auf Basis eines Raspberry Pi gebaut. Aus diesem Projekt hab ich den größten Teil meiner (zugegebenermaßen bescheidenen) Linuxkenntnisse. 😉

  2. Hut ab vor eurer Spontanität und Flexibilität und viel Spaß in der Karibik, auch wenn es mit Arbeit verbunden ist.

    Meine Eltern und ich wollen nächstes Jahr zu meiner Schwester nach Berlin ziehen. Deshalb habe ich vor ein paar Monaten meine Wohnung verkauft und mich bis zum endgültigen Umzug bei meinen Eltern einquartiert. Zu häufige Umzüge sind mir aber eher ein Graus.

    Ich bin aktuell auf Lanzarote, dann stehen Weihnachten und Silvester in der Heimat vor der Tür.

    Meine nächsten Abenteuer werden von Ende Januar bis Ende März Djerba und von Ende April bis Ende Mai Mallorca sein. Dazwischen findet im April der gemeinsame Umzug statt.

    Danach setzt für mich die obligatorische Sommerpause in Deutschland ein. Verreist wird dann erst wieder, wenn es in Deutschland wieder kühler wird.

    Macht so weiter mit eurem Blog, ich erkenne sehr oft mein eigenes Leben darin wieder. 😉

    • Hi PIBE,

      bei solchen Abenteuern kann man schon neidisch werden. 😉 Gerade jetzt, wo die Temperaturen hier in England unter Null fallen und dann jemand was von der Karibik oder Mallorca erzählt… aber der Sommer kommt ja auch hier irgendwann wieder. Viel Spaß auf jeden Fall bei deinen Reisen und einen erfolgreichen Umzug (du hast ja denke ich auch nicht sooo viele Sachen umzuziehen, nehme ich mal an?) 🙂

      Mir geht es übrigens genauso – bei vielen deiner Kommentare (hier und auch auf anderen Blogs) denke ich mir: Das hätte jetzt auch von mir sein können!

      • Ich weiß natürlich nicht, wie flexibel deine Arbeitsplatzsituation ist, aber wenn Joana aus der Karibik zurück ist, könntest ja zur Abwechslung mal du Reißaus nehmen. 😉

        Ganz interessant fand ich folgenden Artikel über digitale Nomaden, auch wenn sich natürlich wieder die üblichen Nörgler zu Wort gemeldet haben: http://www.spiegel.de/forum/reise/digitale-nomaden-auf-kreuzfahrt-all-inclusive-ist-schon-geil-thread-398147.html

        Ich meine: Wer die Möglichkeiten hat, ortsunabhängig zu arbeiten, einen vorübergehenden Arbeitsplatz im Ausland wie Joana oder einen längerfristigen Arbeitsplatz wie du in England zu finden, sollte diese auf jeden Fall wahrnehmen. Mit zunehmendem Alter kann man immer noch sesshafter werden.

        Jau, alle meine Dinge passen in einen kleinen Transporter hinein.

        Lieben Gruß.

      • Kündigen und woanders etwas Neues suchen kann man natürlich immer. 😉 Aber ehrlich gesagt bin ich gerade ganz zufrieden mit meinen Job. Wir haben zur Zeit ein ganz spannendes Projekt, bei dem ich denke ich viel lernen und auch selbst viel beisteuern kann. Darum hätte ich es schade gefunden, gerade jetzt auszusteigen, wo es spannend wird. Wo es uns in der Zukunft hin verschlägt, planen wir eigentlich nicht. Es entwickelt sich eh immer wieder etwas spontan, was dann ursprünglich gemachte Pläne über den Haufen wirft. Ideen haben wir natürlich viele: Nach Kalifornien gehen, in die Schweiz ziehen, ein Wohnmobil kaufen und darin leben. Mal gucken was davon tatsächlich Realität wird, und welche Möglichkeiten uns noch so einfallen, die wir jetzt noch gar nicht auf dem Schirm haben.

        Ortsunabhängig arbeiten werden wir vermutlich erstmal nicht. Ich nutze gerade ganz gerne die Berufserfahrung und den direkten Kontakt zu Kollegen, den man vor Ort in einer Firma erhält, um mich weiter zu entwickeln und dazu zu lernen. Allerdings arbeite ich ja nebenbei noch von Zuhause aus als Freelancer, das ist sogar jetzt schon ortsunabhängig.
        Trotzdem ist das Leben als Digitaler Nomade natürlich interessant – und ich gönne es jedem, der das eine Zeit lang oder auch dauerhaft so macht. Die Hass-Kommentare in dem Spiegel-Artikel kann ich nicht nachvollziehen. Da leben wohl einige Menschen noch ziemlich hinterm Mond.

  3. Sehr schöner Bericht! Die 27 Paar Schuhe kommen mir bekannt vor 🙂
    Wir sind auch gerade dabei, unseren Ausstieg zu vollziehen. Das Haus haben wir schon letztes Jahr verkauft, Besitztümer ausgemistet und minimalisiert.
    Fotos, Musik und Bücher digital, Dokumente gescannt und in die Cloud geladen.
    Klamotten verkauft, verschenkt und weggeworfen. Möbel haben wir nicht mehr. Das, was übrig blieb, haben wir eingelagert (Self Storage) und reduzieren es weiter.
    Derzeit wohnen wir zur Miete möbliert.
    Wir leben schon seit über zehn Jahren ohne Fernseher. Das beeinflusst die Lebensqualität sehr positiv.
    Seit einer Weile kaufen wir nur noch Dinge, die wir brauchen – und das ist ziemlich wenig. Ein Auto haben wir auch nicht mehr, in Frankfurt reicht die SBahn, wenn nicht, nutzen wir Taxi, Mietwagen oder Flinkster etc.
    Wir gönnen uns alles, was wir wollen, geben aber trotzdem weniger Geld aus. Wir genießen viel bewusster. Es ist wie eine Fastenkur, am Anfang war’s eine Umstellung, aber dann fühlt man sich einfach nur besser und leichter. Und freier.

    • Hi Birgit,
      danke für deinen Kommentar! 🙂
      Wow – ihr habt ja wirklich radikal reduziert – Hut ab dafür! Ich weiß selbst wie anstrengend es ist, all diese ganzen Dinge wieder loszuwerden. Darf ich fragen wo genau ihr wohnt? In der Stadt oder auf dem Land? Sein Haus zu verkaufen und (ich nehme mal an auf deutlich kleinerem Raum?) zu mieten macht ja ansonsten kaum jemand. Viele hängen irrationalerweise an ihrem einmal erworbenen Wohneigentum. Man sollte sich das ruhig trauen, finde ich, wenn man ein großes Haus keinen Sinn macht. Auch möbliert zu mieten ist praktisch (oder zumindest die Anzahl der Möbel möglichst gering zu halten). Umzüge werden so deutlich erleichtert.
      Ohne Fernseher und Auto lebt es sich auch sehr gut, das kann ich nur bestätigen. Wenn man sich einmal aufgemacht hat, alles aus seinem Leben zu schmeißen was einen nicht glücklicher macht, stellt man schnell fest, dass man leicht mit weniger Geld, aber gleichzeitig besser und zufriedener leben kann.

  4. Chancen soll man nutzen. Klingt logisch, aber wenn man es sich erst einmal in (s)einer Komfortzone gemütlich gemacht hat, fällt es schwer, Gewohnheiten abzulegen. Gerade wir Deutschen sind naturgemäß auf Sicherheit bedacht. Nach drei Jahren verspüren viele keinen Drang mehr, etwas anderes als die Nummer 23 beim Lieblingsgriechen zu bestellen. Der berühmte Tellerrand hat langsam einen ganz hohen, unsichtbaren Zaun bekommen.

    Der Ja-Sager Jim Carrey zeigt im gleichnamigen Film, dass es auch anders geht. Es ist eine Komödie. Aber eigentlich eine Parodie auf das Durchschnittsleben. Wir müssen nicht zu allem Ja-Sagen, aber man muss auch nicht sofort Nein-Sagen. Egal, wie groß oder klein die Auswirkungen mit der Antwort werden können. Vielleicht sollte man sich eher angewöhnen „warum nicht?!“ zu antworten, man weiß nämlich gar nicht, wie groß das neue Land hinter dem Tellerrand werden kann, wie groß die Auswirkungen für einen persönlich werden können. Bei der ersten Betrachtung werden negative Aspekte wahrscheinlich überwiegen, aber jede Chance bietet neue, ungeahnte Möglichkeiten.

    Ich finde es sehr gut und beachtlich, dass Joana der Chance nachgegangen ist. Wer weiß, was sich daraus noch alles ergeben wird?! Als erstes, eine unglaubliche Erfahrung, und dann können neue Möglichkeiten entstehen! Wichtig ist, dass ihr den Kontakt dabei nicht verliert, dass Du, Oliver, dabei bleibst. Joana hat sich nämlich gerade auf die Erfahrungsautobahn begeben und fährt mit einem 911er Vollgas auf der linken Spur, während Du mit Deinem Rad weiterhin zur Arbeit fährst. Danach ist es schwierig, sich wieder zu synchronisieren.

    Zumindest war es bei mir und meiner Ex-Freundin so. Sie ist im Zuge ihres Studiums drei Monate auf den Philippinen gewesen. Die Eindrücke und Erfahrungen waren so überwiegend, dass sie in Deutschland bei ihrer Rückkehr gar nicht mehr zurecht kam. Einschließlich unserer Beziehung. Bis auf ein paar wenige Telefonate und SMS, hatten wir während der Zeit keinen Kontakt, da sie im Dschungel auf einer Forschungsstation war. Andreas Bourani hat das mit seinem Lied „Auf anderen Wegen“ ganz gut eingefangen.

    Aber, nachdem die Tränen getrocknet waren, habe ich mir ein Wohnmobil gekauft, war ein Jahr damit unterwegs und bin in Hannover gelandet, wo ich meine neue Freundin kennen gelernt habe, mit der ich mittlerweile zwei Kinder habe. Chancen, kann man also doch nutzen 😉

    Bleibt die Frage nach meinem nächsten Abenteuer?!
    Mit den beiden Zwergen ist das natürlich schwieriger. Unser Abenteuer wartet mit jeder neuen Wohnmobiltour. Seit 2008 habe ich eins, und bisher waren wir noch nie auf einem Stell-/ Campingplatz zwei Mal, sondern legen vor der Fahrt eine grobes Ziel fest und lassen uns dann treiben und warten, was sich unterwegs ergibt. Dabei passiert immer recht viel.

    Und sobald sich dann mal eine Gelegenheit ergibt, möchte ich gerne mit dem Rad von Hannover nach Rügen fahren. http://www.radweit.de/hrg/hrgy.html

    • Hi lubo,
      danke für deinen langen Kommentar! 🙂
      Du hast Recht, Chancen sollte man nutzen. Wie heißt es so schön? Nur wer wagt, der auch gewinnt. Wenn man sich nicht aktiv aufrafft, bleibt man leicht auf der Stelle kleben – und fragt sich dann 20 Jahre später, was man eigentlich die ganze Zeit gemacht hat. Das ist ärgerlich.
      Letztes Jahr habe ich darum auch meine Chance genutzt. Als Joana sagte, dass sie gerne noch ein bisschen in England bleiben würde (ich habe da noch in Deutschland gewohnt – sie schon seit einem Jahr in England), habe ich gesagt: „OK cool, dann komme ich auch rüber“. Es war für mich eine gute Gelegenheit. Was uns dann tatsächlich erwartet hat hätte ich mir damals nicht im Entferntesten ausmalen können. Aber du hast Recht, irgendwann werde auch ich mal die Zügel in die Hand nehmen müssen und ein Abenteuer starten. Joana kann ja nicht immer der „Ansager“ sein. 😉

      Ich denke (und hoffe) nicht, dass Joana mir gerade „erfahrungsmäßig“ davonbraust. So unterschiedlich sind unsere Situationen eigentlich nicht: Wir leben beide alleine in einem fremden Land an einem neuen Ort und gehen dort einer geregelten Arbeit nach. Nagut, ich kenne meinen Job jetzt schon etwas länger und er ist auch nicht auf einem Schiff. 😉 Aber auch auf einem Segelschiff gibt es irgendwo ein „langweiliges“ Alltagsleben. Und das ist auch völlig okay so. Ein Abenteuer zu erleben heißt ja nicht, keinen Alltag mehr zu haben. Nur wenn das Alltagsleben 10 oder 20 Jahre lang gleich bleibt, würde es mir irgendwann zu öde werden.

      Auch wenn deine Geschichte mit deiner Ex-Freundin am Ende ja irgendwie gut für dich ausgegangen ist, hoffe ich mal, dass es bei uns nicht so ähnlich kommen wird. Aber wir haben ja schon einiges an Erfahrung mit solchen Fernbeziehungen, darum bin ich da eigentlich ganz zuversichtlich. Man lernt mit der Zeit (und der wachsenden Zahl von Abenteuern) auch damit umzugehen.

      Ein Wohnmobil zu kaufen und darin für eine Zeit zu leben steht definitiv auch auf meiner Liste der möglichen Abenteuer für die Zukunft. Es war schon sehr beeindruckend, als wir damals mit Felix unterwegs waren, da kriegt man schnell selbst Lust.
      Eine größere Fahrradtour will ich in den kommenden Jahren auch mal machen. Gerne würde ich einige Wochen einmal quer (oder U-förmig) durch ganz Deutschland fahren.

      • Moin Oliver,

        für eine Tour durch Deutschland, die von A nach B und nicht irgendwelchen Radwegen folgen soll, kann ich Dir Radweit.de nur empfehlen. Die Routen sind klasse.
        Damit habe ich es von Hannover ins Ruhrgebiet geschafft: http://lubo-unterwegs.blogspot.de/2011/05/radtour-hannover-ruhrgebiet.html 😉

        Im Nachhinein liest sich mein Post arg Negativ, so sollte es gar nicht herüber kommen. Ich wollte nur darauf Hinweisen, dass Veränderungen so eine Sache ist. Und letzend Endes war das sicherlich auch nicht der Hauptgrund, warum meine damalige Freundin und ich uns getrennt haben. So was ist oft nur der Auslöser.

        Gutes Gelingen weiterhin
        lubo

      • @Lubo

        Danke für den guten Tipp! Das ist wirklich eine super Seite! 🙂
        Wenn man einfach so ungeplant losfährt, landet man ja doch gerne mal auf stark befahrenen Hauptverkehrsstraßen oder schlammigen Waldwegen. Gerade bei längeren Distanzen ist es schon gut zu wissen, wo sich vernünftig mit dem Rad fahren lässt.
        Eigentlich will ich auch schon immer mal die Strecken Hannover – Porta Westfalica und Hannover – Braunschweig mit dem Rad fahren. In Hannover wohnt meine Familie, in Porta Westfalica die von Joana. Braunschweig ist meine alte Heimat und ich habe dort noch viele gute Freunde.

        Den Weg nach Porta (und noch weiter) bist du auf deiner Tour ja auch gefahren. Ein wirklich spannender Bericht, dein Artikel. Da hast du auf jeden Fall auch ein Abenteuer gewagt. Als alter Technik-Nerd würde ich vermutlich von Anfang an mit Navi (Google Maps auf dem Smartphone) fahren. 😉

        Deinen letzten Kommentar habe ich nicht negativ aufgefasst, alles gut. 🙂

  5. Verrücktes Erlebnis! Schade, dass Joana so ein Pech mit ihrem Arbeitgeber hatte. Manchmal wünsche ich mir auch einen Anlass, um mal was anderes von der Welt zu sehen. Andererseits bin ich ja froh darüber, viele Gründe zur Sesshaftigkeit zu haben. Von meinem Freund war ich die letzten 5 Jahre maximal 3 Wochen am Stück getrennt. Sehr viel mehr kann ich mir aktuell nicht vorstellen.

    • Hi Jenny,
      ja manchmal gibt es so einen Anlass (wie in meinem Fall mit England). Manchmal muss man sich aber auch selbst etwas suchen und sich auf ein Abenteuer begeben.
      Vielleicht begibst du dich ja doch nochmal auf neue Pfade – deinen Freund könntest du doch einfach mitnehmen. 🙂

      Es ist natürlich immer etwas Aufwand und Risiko dabei, seinen bequemen, angestammten Platz zu verlassen. Aber die neue Perspektive, die man dadurch kennen lernt, zahlt sich meiner Meinung nach aus.

      • Die Frage ist immer, ob das Abenteuer aus eigenem oder erzwungenen Antrieb erfolgt. Ich hätte schon mal Lust, was anderes zu machen und würde meinen Freund auch gerne mitnehmen. Aber dafür muss er seine Ausbildung erst mal beenden. Sobald er beruflich Fuß gefasst hat, werden wir da sicherlich noch mal drüber reden. Aber ihn alleine „zurücklassen“ würde mir aktuell sehr schwer fallen. Als Paar sollte man zwar nicht aneinander kleben, aber man sollte an Erfahrungen gemeinsam wachsen, damit man sich nicht auseinander entwickelt.

      • So ganz erzwingen würde ich ein Abenteuer nicht. Sich einen kleinen Schubs zu geben, das ist OK. Aber im Großen und Ganzen sollte man schon Lust darauf haben.
        Ein Abenteuer muss ja auch nicht zwingend bedeuten, ins Ausland zu gehen oder den Job zu wechseln. Es gibt viele Wege, seine Komfortzone zu verlassen und etwas Neues kennen zu lernen.
        Einen Blog zu starten kann auch dazu gehören.

        Ich finde auch, dass man als Paar Erfahrungen gemeinsam machen sollte. Dabei ist es aber auch in Ordnung, wenn jeder mal für eine Weile einen eigenen Weg verfolgt. Wichtig finde ich, dass es nur für absehbare Zeit ist und man weiß, dass sich die Wege nach X Wochen/Monaten wieder vereinen. Vielleicht ist es auch etwas Übungssache. Joana und ich haben ja schon einmal für ein knappes Jahr lang in verschiedenen Ländern gewohnt (sie in England, ich in Deutschland). Durch die geringe Entfernung konnten wir uns aber alle 1-2 Monate für 1-2 Wochen sehen. Das ging gut und hinterher haben wir eben ein gutes Jahr zusammen in England gewohnt. Ohne diese vorherige „Übung“ hätten wir es uns aber vermutlich nicht so leicht getraut, gleich ein halbes Jahr getrennt voneinander zu verbringen.

  6. Ahoi!
    Wirklich schade, dass es jobmäßig bei Joana nicht so optimal gelaufen ist.
    Aber durch solche Situationen ergeben sich eben Möglichkeiten wie diese.
    Segelschiff in der Karibik hört sich toll an – auch wenn die von dir genannten Preise dort eher abschreckend klingen 😉

    Wirst du sie denn in der Zeit mal dort besuchen?

    Ich bin aktuell auch mal wieder auf Winterflucht und gehe der Frage nach, ob eine Fernreise günstiger sein kann, als zu Hause zu bleiben.

    http://www.freakyfinance.net/2016/11/12/kann-eine-fernreise-billiger-sein-als-zu-hause-zu-bleiben/

    Viele Grüße aus Thailand!
    Vincent

    • Hi Vincent,

      Ja, es ist wirklich sehr teuer dort. Auf der anderen Seite verdient Joana dadurch aber auch ganz gutes Trinkgeld. 😉 Das alleine reicht dann schon für ein paar Insel-Trips oder den ein oder anderen Bar-Besuch an den freien Tagen.

      Zu deiner Frage: nein, ich werde Joana wahrscheinlich nicht besuchen. Der Grund ist, dass ich prinzipiell keine Langstreckenflüge nur für ein paar Wochen Urlaub unternehme – und durch meinen Job habe ich ja nur eine begrenzte Menge an Urlaubstagen. Klar, ich hätte dann ein paar Tage Spaß und Sonnenschein und würde Joana wiedersehen. Aber der Ressourcenverbrauch und die ökologischen Kosten einer 20.000 Kilometer weiten Flugreise empfinde ich dafür als zu hoch. Ich würde für ein oder zwei Wochen Urlaub auch nicht 20.000 Kilometer mit dem Auto fahren – der Ressourcenverbrauch wäre in etwa vergleichbar.

      Klar, Flugreisen sind im Vergleich zum Auto pro Kilometer natürlich deutlich günstiger. Aber eben nur weil sämtliche ökologischen Kosten externalisiert werden und das Fliegen stark subventioniert ist. Würde es zum Beispiel eine angemessene CO2-Emissionssteuer geben, wäre ein Karibikflug vermutlich schon nahezu unbezahlbar. Der Energieverbrauch und der ökologische Fußabdruck eines Round-Trip-Karibik-Flugs entsprechen in etwa dem, was ich sonst über ein gesamtes Jahr (inkl. Essen, Heizung, Transport) verbrauche. Daran sieht man gut, dass im Flugticket nicht der wahre Preis des Fliegens steckt.
      Das hat natürlich auch Vorteile: Nie zuvor in der Menschheitsgeschichte waren Fernreisen so günstig wie heute. Das zeigst du ja in deinem Artikel auch gut auf. Interessant, dass Indien bei den Lebenshaltungskosten soweit hinten liegt. Meine bisher einziger Langstreckenflug (plus Rückflug) ging nämlich gerade nach Indien (in mein Auslandssemester 2011). Damals habe ich ausgerechnet, dass sich durch die deutlich günstigeren Kosten in Indien die Ausgaben für das Flugticket (das waren so ca. 500 € für Hin- und Rückflug) nach einigen Monaten Aufenthalt armotisiert hatten (ich war damals 4 Monate dort).

      Ich persönlich habe mich mittlerweile dazu entschieden, das Angebot günstiger Flugreisen nicht in dem Umfang zu nutzen, in dem es mir möglich wäre. Dieses Jahr habe ich sowieso schon eine ganze Menge Kurzstreckenflügen unternommen (dreimal England <> Deutschland und zurück und einmal England <> Budapest und zurück). Damit bin ich für meine Verhältnisse fürs Erste mehr als genug geflogen, finde ich.

      Viele Grüße nach Thailand und viel Spaß im Urlaub! 🙂

  7. An Vincent: Ich buche zu 90 Prozent Pauschalreisen, weil sich immer ein gutes Angebot findet, wenn man örtlich und zeitlich flexibel ist.

    Ich habe deinen Reisepreis nur grob überschlagen, aber kommen 37 Euro pro Tag inkl. Hin- und Rückflug ungefähr hin? Den Inlandsflug habe ich nicht mitgerechnet.

    Über welche Seite buchst du deine Flüge? Das Problem ist, dass man auf vielen Seiten nur sehr unflexibel suchen kann, was die Flugtage angehen: +-3 Tage zum Beispiel. Ich habe bisher nur die Seite Skyscanner gefunden, die mehr Flexibilität zulässt.

    Viel Spaß in Thailand.

  8. @Oliver:
    Hammerharte Einstellung! Sehr löblich. Wenn alle so denken würden, hätte die Welt noch eine Chance und ich wäre wohl arbeitslos (Flugzeugbranche). Grundsätzlich eine super Einstellung. Ich hätte es aber wohl kein halbes Jahr ohne meine Liebste ausgehalten und hätte allein deswegen schon den Fußabdruck riskiert. Dazu Karibiksonne…
    Naja, ich hab jetzt n schlechtes Gewissen, weil ich für 3 Wochen nach Thailand geflogen bin 🙁
    Das mit den Lebenskosten in Indien hast du vielleicht falsch verstanden. Dass Indien in der Statistik letzter ist, heißt einfach, dass es das Land mit den günstigsten Lebenshaltungskosten ist! Deswegen hattest du deinen Flug damals nach ein paar Monaten wieder raus.
    Das ist ja genau das, was ich jetzt mit Thailand ausprobiere. Allerdings ist mein Aufenthalt wohl zu kurz, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen.

    Beste Grüße
    Vincent

    • Herje, ich wollte dir jetzt aber kein schlechtes Gewissen machen, das tut mir leid! 😀 Genieß lieber weiter deinen Urlaub. 🙂

      Ich glaube ich habe das mit Indien schon richtig verstanden. Ich meinte, dass es interessant ist, weil ich dann zufällig gerade in dem Land mit den niedrigsten Lebenshaltungskosten unterwegs war und das auch so bestätigen kann – es war schon alles ziemlich günstig.
      Wie schnell sich das Flugticket durch die günstigeren Kosten vor Ort amortisiert, hängt im Wesentlichen davon ab, was man genau unternimmt. Ich habe damals dort studiert und außer Wohnen (Wohnheim auf dem Campus) und Essen (Mensa) nicht viel bezahlt. Dadurch war ich „erst“ nach ein paar Monaten „break even“.
      Wenn man Urlaub macht und Hotel, Fahrten, Restaurant-Besuche, etc. mit einkalkuliert, lohnt es sich wahrscheinlich schon nach ein paar Tagen oder Wochen. Wir hatten damals mal zwei Tage und Nächte in Agra verbracht (wo der Taj Mahal steht). Das Hotel war wirklich sehr gut und hat für zwei Personen nur rund 10 € die Nacht gekostet. Dazu haben wir die ganze Zeit noch permanent Essen aufs Zimmer bestellt. In Deutschland hätte das ein Vermögen gekostet, dort habe ich am Ende glaube ich 30 oder 40 € bezahlt. Auch Zug- und Busfahren ist preislich nahezu vernachlässigbar.

  9. @PIBE350:
    Pauschalreisen habe ich auch schon viele gemacht. Spricht auch überhaupt nix dagegen.

    Ich denke aber für meinen Versuch wäre das wohl nix gewesen. Wenn die Pauschalreise überhaupt mit einer Billigfluggesellschaft zu haben gewesen wäre, dann sicherlich nicht in der günstigsten Buchungsklasse. Dann hätte ich wieder das Bordessen und das Aufgabegepäck bezahlen müssen. Die Hotels sind dann ja auch mindestens eher Mittelklasse und somit höherwertiger und teurer als das was ich mir rausgesucht habe. Mir reicht nämlich ein Bett, ne Dusche, Internet und ein Pool. Das bekommt man auch unterhalb der üblichen Pauschalreise-Hotels.
    Und schließlich wollte ich ja noch etwas rumkommen. Deswegen habe ich 4 Hotels an verschiedenen Orten geplant. Pauschalurlaub ist ja meistens an einen Ort bzw. an ein Hotel gebunden. Organisierte Rundreisen sind ja gleich mal viel teurer.
    Deshalb habe ich diesmal keine Pauschalreise gebucht, obwohl man die 3 Wochen sicher auch super mit einem Pauschalangebot rumbekommen hätte.

    Mit allen Flügen und den ursprünglich geplanten Unterkünften komme ich auf ca. 44€/Tag. Allerdings hat sich an den Unterkünften dann noch unfreiwillig etwas geändert und es wurde billiger. Und ich habe bei 2 von 4 Unterkünften nur die Hälfte der in meinem Artikel genannten Kosten in die Rechnung einbezogen, weil es ja Doppelzimmer sind und meine Tochter dabei war. Ich habe das für sie bezahlt aber für meinen Versuch würde ich nur „meine“ Kosten berücksichtigen. Gestern habe ich mich ne Stunde für 4€ massieren lassen. Ein Abendessen mit Getränk bekomme ich hier oft für 2€. Dafür sitzt man dann halt auf nem Plastikstuhl aber leckeres Essen zaubern können die hier in jedem Hinterhof! Mein Haarschnitt hat 5€ gekostet und ich muss höchstens wegen der Sonne n Hut aufsetzten aber nicht, weil die Frisur so mies geworden ist.

    Frustrierend war die Erfahrung, dass meine Flüge zu einem späteren Zeitpunkt für exakt 200€ (!!!) weniger zu haben waren. Da hatte ich ja leider schon welche…
    für 340€ von Köln nach Phuket und zurück ist schon (ökologischer) Wahnsinn aber Realität.

    Für die Flugsuche nutze ich Skyscanner und Kayak.

    Beste Grüße
    Vincent

  10. Jau, bei richtigen Rundreisen machen Einzelbuchungen mehr Sinn. Bei Pauschalreisen miete ich mir aber immer vor Ort ein Gefährt oder nutze öffentliche Verkehrsmittel, um die Umgebung zu erkunden.

    Dieses Jahr habe ich beides miteinander kombiniert: Ich hatte 3 Wochen Hurghada als Pauschalreise gebucht, habe aber davon 3 Nächte in Scharm el-Scheich verbracht. Die beiden Inlandsflüge kosteten nur 80 Euro oder so. Das Hotel lag bei unter 20 Euro pro Nacht. Oder letzes Jahr auf Djerba bin ich einfach auf eigene Faust in die Wüste gefahren und habe dort mehrere Nächte verbracht.

    Bei Pauschalreisen nehme ich immer die günstigsten Angebote. Die Anzahl der Hotelsterne ist mir ebenfalls egal, nur die Lage ist mir wichtig. Ich mag es touristisch (Infrastruktur) um mich herum. Zur Zeit bin ich hier, also nichts Extravagantes: http://www.atlantislaslomas.com – pauschal für 1800 Euro für 56 Tage. Ich bin mir nicht sicher, ob ich günstiger mit separaten Buchungen weggekommen wäre. Die Reiseveranstalter kaufen schließlich riesige Kontingente ein.

    Oder könnte man z.B. meine nächste Reise per Einzelbuchungen schlagen? 56 Tage Djerba mit AI für 800 Euro.

    Deine genannten Preise vor Ort klingen super. Mich wundert nur, dass deine Flüge zu einem späteren Zeitpunkt günstiger zu haben waren. Ich dachte immer, dass man Flüge besser so früh wie möglich buchen sollte, auch der Auswahl wegen.

    Thailand würde mich schon reizen, aber die lange Flugdauer schreckt mich ab. Auch das Klima, ich schwitze sehr schnell. Besonders wenn es heiß und FEUCHT ist. 😉

    Gut, also Skyscanner und Kayak.

    Lieben Gruß.

  11. Hallo PIBE350,

    1.800€ ist definitiv schlagbar. Kommt immer drauf an, was man will. Du schriebst ja selber, dass du genügsam sein kannst. Grade bei deinen längeren Aufenthalten hast du bei privaten Anbietern sicher gute Argumente!

    Ich finde Airbnb z.B. super. Da haste vielleicht nich son schicken Pool aber bist halt mitten im echten Leben. Und das eben viel günstiger. Wenn dir die Buchungsgebühren bei Airbnb zu hoch sind (ich finde die bei längeren Aufenthalten auch unverschämt) geht es meiner Meinung nach immer, wenn man dem Vermieter sagt, man mietet erstmal nur eine Woche über Airbnb und für den Rest macht man dann n Vertrag, wenn man vor Ort ist.
    Wenn die Unterkunft n Griff ins Klo war kommst du so auch noch charmant raus aus der Nummer – sonst bist du im Prinzip für die ganze Zeit gebunden. Andersrum bestehen natürlich auch gewisse Risiken. Aber: No risk – no fun 😉

    Und selbst auf Djerba kann man privat für deutlich unter 800€ für 56 Tage unterkommen. Wie gesagt ist das dann Geschmackssache, ob einem die Angebote gefallen. Verpflegen muss man sich dann natürlich auch extra. Für 800€ AI würde ich es aber wahrscheinlich auch einfach machen…

    Ich habe mir auch überlegt, mal 4 Wochen am Stück in Chiang Mai zu bleiben. Dann würde ich mir aber auch ein möbliertes Apartment auf dem freien Markt suchen. Das ist dort zumindest billiger und besser als jedes Hotelangebot.
    Das Klima dort könnte dir übrigens gefallen. Ist nicht so feucht wie in Südthailand.
    Chiang Mai ist wohl die lebenswerteste Stadt in Thailand. Man muss auch mal was neues probieren 😉

    Beste Grüße
    Vincent

  12. Hmmm, ich habe eben mal kurz nach Flügen von Hannover nach Djerba im Januar und zurück im März gesucht, um meine Pauschalreise nachzuspielen.

    Die günstigste Kombination ergab 700 Euro. Es blieben also noch 100 Euro für eine Unterkunft übrig. Oder ich habe falsch oder zu spät gesucht. Meine Buchung war schließlich schon im Juli.

    Ach, egal. Ich meine: 800 Euro inkl. Flüge und AI durch 56 Tage sind 14 Euro pro Tag. Ein Witzbetrag. Oliver hat schon Recht: Flugreisen sind eigentlich viel zu günstig. 😉

    Airbnb habe ich bisher noch nicht genutzt, nur Jugendherbergen und Booking.com.

    Chiang Mai liegt leider nicht am Meer. Wenn ich mich für Thailand entscheiden müsste, würde ich als Inselliebhaber wohl Phuket oder Ko Samui auswählen.

    Am Ende bleibt es Geschmackssache. Es gibt ja einige Rentner, die in Thailand ihre Lebensabende verbringen.

  13. Sorry! Hatte die Flüge völlig unberücksichtigt gelassen… Klar, Pauschalreise war ja das Thema. Also, 800 Kracher für fliegen plus wohnen und Essen. Das hört sich nach nem Deal an! Das ja bald günstiger als Thailand 😉

    Ich war mal in Tunesien. Da kriegen mich keine 10 Pferde (oder wahlweise Billigflieger mehr hin). So sind die Geschmäcker unterschiedlich!

    Phuket ist nicht schlecht (russische Sprachkenntnisse von Vorteil) aber Chiang Mai hat mir insgesamt wesentlich besser gefallen. Das Meer habe ich nicht vermisst. Vielleicht, weil ich eh mehr der Pool-Typ bin. Die kleineren Inseln sind in jedem Fall besser, als das meist laute und überlaufene Phuket.

    Die von dir angesprochenen Rentner kommen halt mit ihrer Rente in Thailand besser über die Runden als in good old Germany. Und wenn man die Temperauren hier mag – warum nicht?!?

  14. Mir gefallen an Tunesien die kurze Flugzeit, das trockene und warme Klima und die Preise, aber ich kann mir denken, was du meinst: Manche Verkäufer können sehr aufdringlich sein, die Müllabfuhr und Straßenreinigung könnten sich öfter mal sehen lassen und es gab in der Vergangenheit mehrere Terroranschläge auf Urlaube.

    Oh, gerade deshalb würde mich Phuket ansprechen. Manche nennen es Massentourismus oder Ballermann-Atmosphäre, aber ich mag es, wenn ordentlich etwas los ist. Besonders belebte Strandpromenaden mit vielen touristischen Einrichtungen.

    Jau, sie lassen es sich gut gehen: https://youtu.be/sDQt2N7Qi3g 😉

    • Am allerbesten finde ich diese Stelle:

      😀 😀 😀

      Das sagt doch eigentlich schon, warum wir finanziell unabhängig werden wollen. Wer möchte auf diesen Spaß denn bis 67 warten müssen? 😉

  15. Welche Stelle meinst du genau? Bei mir fängt dein Videolink bei 00:00 an.

    Diese Reportage wurde bewusst klischeehaft gehalten, aber so ähnlich stellen wir uns doch insgeheim alle unseren Ruhestand vor. Wichtig ist nur, dass man nicht schon auf dem Hinflug abnippelt, sonst hat man umsonst gebucht. 😀

  16. hi Oliver,
    schon spannend, hoffe es gefällt Deiner Joana auch!

    wegen dem Video….
    auweia, also so stell ich mir das nicht vor….*schauder*, der Platzhirsch und Ex-
    Sheriff besetzt schon in der Nacht die besten Plätze, man will ja unter sich bleiben, vermutlich auch immer gleich zur Stelle wenn sich was tut (als eine ältere Dame am Absaufen ist), immer schön Kommando geben und seinen Rüssel überall reinstecken…es wäre mein Alptraum, aber seine Frau hat ihn wenigstens im Griff, *lach* als er sich das Zuhälterarmband kaufen wollte, hat sie ihm die Meinung gegeigt, das war für mich die allerbeste Stelle, wobei ich mit Frau Brathähnchen auch nicht viel anfangen könnte…
    Ärzte sind wohl auch wichtig, wie kann man sich den Blutzucker nach dem Frühstück messen lassen, der ist garantiert hoch, sowieso, ein Diabetiker hat wohl sein eigenes Gerätli und die Teststreifen dabei, aber dann kann man beim Doktor eben nicht wichtig tun und hat vermutlich nicht All-inklusive bis zum Letzten ausgeschöpft, das wäre schade…(wie bösartig von mir sowas zu unterstellen)
    Das soll bewusst klischeehaft aufgenommen worden sein??? ich fürchte genauso ist es, also dafür spare ich nicht!
    Lieber ein Appartement mieten und selbständig sein, da sollte man aber ein paar Sprachkenntnisse mitbringen, dazu dürften die Meisten wohl auch zu faul sein.
    Wohl Alles nicht so einfach… hi hi…

    • Ja, das hoffe ich auch – die Zeit wird es zeigen 🙂

      Die Stelle mit dem Armband fand ich auch super. 1000 € ist aber auch ne ganze Stange Geld für so ein Schmuckstück, kein Wunder dass sich seine Frau so aufgeregt hat. Am besten fand ich aber den eigentlichen Grund, warum er es haben wollte: Weil Werner und Dolli auch eins haben! 😀 „Keeping up with the Joneses“ wie es im Buche steht.

  17. Glückwunsch für diese Möglichkeit, und den Mut sie auch zu nutzen. Ein tolles Erlebnis ist es sicher allemal, und wenn man einen Job hat, in den man dann jederzeit wieder eintauchen, bzw. auch selbstständig weiterführen könnte, dann ist die Fallhöhe schonmal begrenzt.

    Magst du dazu verraten, wo man solche Kreuzfahrtjobs findet? Ich hab selbst Anfang des Jahres meinen Job auf unbestimmte Zeit pausiert und „projektiere“ mich derzeit so etwas durch die Gegend. Bisher Deutschland, nächstes Jahr dann wahrscheinlich auch mal Südeuropa.
    In der Regel bin ich aber nur gegen Kost und Logis unterwegs. Ein kleines Dividendeneinkommen (Finanzwesir und Wertpapierforum sei Dank) fängt die wichtigsten Fixkosten auf, aber es wäre schon nett hin und wieder mal ein bisschen Geld zusätzlich aufzustocken.

    • Hallo Reinsch,
      vielen Dank für deinen Zuspruch. Genrell ist es toll solche Kommentare zu lesen. Es ist wirklich ein Erlebnis; Tausend neue Dinge lernen, einfach vom Boot ins Wasser springen, mit vielen interessanten Leuten aus aller Welt sprechen, arbeiten bei 25°C in der Sonne mit Rückenwind und zwischendurch einfach mal an Land fahren und ein Bier trinken. Trotzdem gibt es natürlich auch hier Alltag. Ob man nun irgendwo in England ist, auf einem Schiff in der Karibik oder einfach in Deutschland im Eigenheim, überall lebt man einfach hauptsächlich im Alltag.

      Um deine Frage zu beantworten: Wir machen gar keine Kreuzfahrten auf diesem Schiff. Wir liegen die ganze Zeit vor der gleichen Insel und machen 1-4 je 3,5 Std Ausflüge, raus aufs Meer und zurück. Man darf die Arbeit nicht unterschätzen, gerade bei mehr als zwei Fahrten wird es dann doch etwas anstrengend. Die Kreuzfahrtsegler haben es da noch schlimmer, denn das heißt 24 Stunden am Tag arbeiten. Spaß macht es natürlich trotzdem, sonst würde ich es nicht machen.

      Unterkunft und Verpflegung gibt es eigentlich auf jedem Segler. Ich weiß, dass man auf vielen auch noch etwas verdient. Die meisten Holländischen Schiffe sind in der Sommersaison irgendwo rund um Europa unterwegs. Falls dich das wirklich interessiert, dann such einfach ein bisschen. Guck dir mal die Atlantis, Regina Maris, Mercedes oder Eye of the Wind an.

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