Frugalisten - Finanzielle Unabhängigkeit - Einfaches Leben

Werde ein epischer Superheld

Bis zum 67. Geburtstag Tag für Tag arbeiten gehen?
Ich habe da eine bessere Idee!

Hier erfährst du, wie du mit weniger Geld besser lebst, das gesparte Geld investierst und so schon in jungen Jahren ausgesorgt haben kannst.

Alle Artikel

Eine Übersicht über alle bisher erschienenen Artikel findest du hier.

Oder versuch dein Glück mit einem zufälligen Artikel.

(Fast) kostenlos ETFs kaufen mit dem OnVista Freebuy-Depot

ETFs fast kostenlos kaufen mit OnVista Freebuys

Seit ich vor einiger Zeit hier auf dem Blog mein ETF-Portfolio veröffentlicht habe, erhalte ich immer mal wieder Fragen wie diese:
Wie genau investierst du eigentlich in deine ETFs? Wie oft kaufst du ETF-Anteile? Bei welcher Bank hast du dein Depot?

Ab und an hatte ich schon einmal erwähnt, dass ich mein Depot bei der OnVista Bank führe. Alle paar Monate investiere ich dort frisches Geld in meine ETFs. Einen Sparplan besitze ich nicht. Aber warum mache ich das eigentlich so?
Diese Frage möchte ich im heutigen Artikel beantworten. Für mein Vorgehen gibt es nämlich einen handfesten Grund: Das OnVista Freebuy-Depot. Dank dieses ausgeklügelten Systems kann ich meine ETF-Anteile fast ohne jeglichen Gebühren kaufen und spare so ordentlich Geld. Aber fangen wir erstmal ganz von vorne an.

Was ist eigentlich ein Depot?

Wer in Wertpapiere investieren möchte, benötigt ein sogenanntes Wertpapier-Depot bei einem Broker. Ein Depot ist im Prinzip so etwas wie ein ganz normales Konto. Während man auf einem Girokonto allerdings nur Geld einlagern kann, dient ein Depot der Aufbewahrung von Wertpapieren wie etwa Aktien oder ETF-Anteilen. Ein Broker (englisch für „Makler“) ist nichts anderes als eine Art Bank, die den Handel mit Wertpapieren anbietet. So gut wie alle bekannten Banken in Deutschland sind gleichzeitig auch als Wertpapier-Broker tätig.

Auch die Eröffnung eines Depots funktioniert ganz ähnlich wie bei einem gewöhnlichen Girokonto: Man druckt sich von der Internetseite der Bank das entsprechende Antragsformular aus, füllt es aus und schickt es zur Bank zurück. Dann muss man sich noch mit seinem Ausweis oder Reisepass identifizieren. Das geht bei den meisten Banken (auch bei OnVista) per PostIdent in einer Postfiliale: Man zeigt dort seinen Ausweis vor, unterschreibt ein Formular, und der Post-Mitarbeiter erledigt den Rest. Einige Banken machen das mittlerweile sogar schon bequem per Webcam. Man hält sein Gesicht und seinen Ausweis in die Kamera und der freundliche Mitarbeiter auf der anderen Seite macht ein Bildschirmfoto und bestätigt die Identität. Nach ein paar Tagen bekommt man per Post die Zugangsdaten für sein frisch eröffnetes Depot und kann mit dem Investieren loslegen.

Ein Depot besteht typischerweise aus zwei Teilen: Dem Depot selbst und einem Verrechnungskonto. Das Verrechnungskonto ist fast wie ein normales Girokonto, auf das ich Geld einzahlen und von dem ich Geld abheben kann.
Wenn ich einen Wertpapier-Kauf (eine sogenannte Kauforder) in Auftrag gebe, dann wird Geld von meinem Verrechnungskonto genommen, davon die Wertpapiere zum aktuellen Kurs gekauft und diese dann in meinem Depot gespeichert.

weiterlesen(Fast) kostenlos ETFs kaufen mit dem OnVista Freebuy-Depot

Die Dividenden-Strategie: Der große Selbstbetrug

Geldautomat

Es gibt großartige Neuigkeiten: Ich muss nie wieder für Geld arbeiten gehen. Ich habe nämlich einen simplen Weg entdeckt, wie ich auch ohne Arbeit beliebig viel verdienen kann. Es ist ganz einfach: Bei mir im Ort gibt es eine Bankfiliale mit einem Geldautomaten, an dem ich Geld abheben kann. Wenn ich also etwas brauche, stecke ich einfach nur meine Karte in den Schlitz, gebe die gewünschte Summe ein, und mein geliebtes Geld kommt einfach dort aus der Wand. Warum also sollte ich noch in einem Job dafür arbeiten gehen?

Was soll denn der Quatsch? Ist Oliver denn jetzt ganz verrückt geworden? Das Geld, das aus dem Geldautomaten kommt, ist doch einfach nur sein eigenes Geld, das er vorher in seinem Job verdient hat, und das auf sein Bankkonto eingezahlt wurde.

Logisch, du hast natürlich Recht. Während es hier jedem einleuchtet, dass ich mit meinem Geldautomaten-Trick auf dem Holzweg bin, ist unter Privatanlegern jedoch ein ganz ähnliches Verfahren weit verbreitet, das häufig sogar als vermeintlich sinnvolle Investmentmethode angepriesen wird. Die Rede ist von der Dividenden-Strategie (und ihren verschiedenen Unterarten) – einer Form des Investierens, bei der Anleger bevorzugt Aktien mit einer möglichst hohen Dividendenausschüttung kaufen. Insbesondere seit Beginn der derzeitigen Niedrigzinsphase scheint diese Form des Investments in Mode gekommen zu sein, so dass man in zahlreichen Blogs und Finanzratgebern die Empfehlung bekommt, man solle doch vor allem in „dividendenstarke Aktientitel“ investieren, um Vermögen aufzubauen und finanziell unabhängig zu werden. Ich denke, du solltest dich vorher lieber genau informieren, was eigentlich dahinter steckt. Denn letztendlich handelt es sich bei der Dividenden-Strategie um genau die gleiche Art der Selbsttäuschung wie mein vermeintlicher Geldautomaten-Trick. Gehen wir der Sache mal auf den Grund.

weiterlesenDie Dividenden-Strategie: Der große Selbstbetrug

Lohnt sich meine betriebliche Altersvorsorge? (Oder kann es mein ETF-Portfolio besser?)

Betriebliche Altersvorsorge

Ähnlich wie in Deutschland bieten auch hier in Großbritannien viele Betriebe ihren Mitarbeitern eine betriebliche Altersvorsorge an. Damit sollen die zünftigen Pensionen der Mitarbeiter über die staatliche Rente hinaus aufgebessert werden.

Auch in meinem Betrieb kommen die Mitarbeiter in den Genuss einer solchen Leistung. So zahle ich nun jeden Monat einen Teil meines Gehalts in ein Defined Contribution Pension Scheme – eine englische betriebliche Altersvorsorge. Hierbei stehe ich grundsätzlich vor der Wahl. Ich kann…

  • entweder nur den vorgeschriebenen Minimalbetrag einzahlen
  • freiwillig mehr als den Minimalbetrag einzahlen
  • gänzlich aus dem Vertrag aussteigen und auf die betriebliche Altersvorsorge komplett verzichten.

Vor allem die letzte Option sollte wohlüberlegt sein. Denn neben Steuervorteilen lockt das Vorsorgeangebot vor allem durch einen satten Zuschuss durch den Arbeitgeber. Was ist also der richtige Weg? Macht die betriebliche Altersvorsorge Sinn? Oder ist mein Geld in meinem privaten ETF-Portfolio besser aufgehoben? Ich habe es nachgerechnet.

Die Fakten: Arbeitgeberzuschuss, Steuervorteile und Fondsgebühren

Um in den Genuss der betrieblichen Altersvorsorge zu kommen, muss ich mindestens 4 Prozent meines Bruttogehalts beisteuern. Das sind für mich aktuell etwa 83 £ im Monat bzw. 1000 £ im Jahr (umgerechnet rund 1300 €). Das Geld wird direkt von meinem Bruttogehalt abgezweigt und ist dadurch ersteinmal frei von Einkommenssteuern und Sozialversicherungsbeiträgen. Ähnlich wie bei der deutschen Riesterrente müssen aber die Rentenzahlungen versteuert werden, die später aus diesen Beiträgen generiert werden. Dadurch relativiert sich dieser Steuervorteil je nach späterem Renteneinkommen teilweise. Immerhin: Ein Viertel des bis dahin angesparten Vermögens kann im Alter pauschal steuerfrei ausbezahlt werden.

Jetzt kommt aber erst das fette Ende: Auf meinen eigenen Beitrag legt mein Arbeitgeber noch einmal satte 7,5 Prozent meines Gehalts obendrauf, also 156 £ im Monat bzw. 1875 £ im Jahr (rund 2400 €). Wenn ich aus dem Vorsorgevertrag aussteige und keine Beiträge mehr einzahle, macht auch der Arbeitgeber nicht mehr mit – den Zuschuss erhalte ich also nur, wenn ich ebenfalls meinen Anteil von mindestens 4 Prozent leiste. Wenn ich möchte, kann ich auch mehr als nur den Minimalbetrag meines Gehalts einzahlen, bis zu einer Grenze von 3600 Pfund sogar steuer- und abgabenfrei.

weiterlesenLohnt sich meine betriebliche Altersvorsorge? (Oder kann es mein ETF-Portfolio besser?)

Mir reichts, Hausbank! Wie mich mein Bankverkäufer um ein Haar über den Tisch gezogen hätte

Volksbank Comdirect

Meine heutige Geschichte beginnt, als ich im Alter von 7 Jahren mit meiner Familie in eine neue Stadt umzog. Gleich um die Ecke von unserem neuen Zuhause gab es eine Zweigstelle einer bekannten Geschäftsbank, bei der mir meine Eltern schon bald nach unserem Umzug ein Sparbuch eröffneten. Immer wenn ich nun von Oma und Opa ein paar Mark zugesteckt bekam, ging ich zu der netten Dame am Schalter und ließ mein frisch erworbenes Geld auf mein Sparbuch einzahlen. Die Dame nahm dafür das Geld an sich und steckte das Sparbuch in ein merkwürdiges Gerät. Dann machte es ein paar Mal brrrrrrrt, brrrrrrt und ich bekam mein Sparbuch mit einer neuen eingedruckten Zeile darin wieder: EINZAHLUNG +10.00 DM oder so etwas in der Art stand dann dort.
Manchmal gab es sogar eine zweite Zeile, die ich aber damals noch nicht genau verstand: ZINSEN +0.75 DM. Was das zu bedeuten hatte, mussten mir meine Eltern erstmal erklären: Ich bekam als Belohnung fürs Sparen noch zusätzlich ein bisschen Geld geschenkt. Das gefiel mir natürlich gut. Und die Bank hatte sich sogar noch etwas Besonderes einfallen lassen: Pro zwei Mark, die ich auf mein Sparbuch einzahlte, bekam ich einen kleinen Aufkleber, den ich auf ein dafür vorgesehenes Felder auf ein Poster klebte, das ich zuvor von der Bank bekommen hatte. Wenn alle Felder auf dem Poster mit Aufklebern gefüllt waren, konnte ich es zurück zur Bank bringen und bekam als Belohnung für mein fleißiges Sparen ein kleines Geschenk – ein Spielzeug, Buntstifte oder eine Baseball-Cap.

Als ich 18 war hatte ich durch diese regelmäßigen Spareinzahlungen und durch meinen Nebenjob, den ich ausübte seit ich 15 war, schon ein hübsches kleines Sümmchen angespart. Mit meinem Geld betrieb ich damals sogenanntes Tagesgeld-Hopping: Ich eröffnete immer bei der Bank ein Tagesgeldkonto, die aktuell die höchsten Zinsen anbot, und ließ mein Geld dann dort für mich arbeiten. Zu dieser Zeit gab es für Tagesgeld noch rekordverdächtige 3,5 oder sogar 4 Prozent Zinsen – der blanke Wahnsinn. Da ich mein Geld dadurch öfter von einem Tagesgeldkonto zum nächsten überwies und mein Girokonto, das ich mittlerweile bei meiner Hausbank eröffnet hatte, als Referenzkonto diente, sah meine Bank ab und an ein paar Tausend Euro durch mein Girokonto wandern. Ich hatte also Geld. Und ich war 18 Jahre alt. Was ich damals nicht ahnte: Damit war ich für meine Bank das perfekte Opfer.

weiterlesenMir reichts, Hausbank! Wie mich mein Bankverkäufer um ein Haar über den Tisch gezogen hätte

Hosen runter: Hier kommt mein Investment-Portfolio

Mein ETF-Portfolio

Viele von euch werden schon sehnsüchtig auf diesen Artikel gewartet haben. Heute ist es endlich soweit: Ich verrate euch, wie genau meine Anlagestrategie und mein Wertpapier-Depot aussehen.

Eine kleine Warnung vorweg:

In diesem Artikel wimmelt es nur so von merkwürdigen Fachbegriffen. Das hat den Grund, dass ich heute mal die Leser ansprechen will, die sich mit dem Geldanlage-Thema schon ein bisschen auskennen. Wenn du mit ETFs und Depots bisher noch nicht viel am Hut hattest, dann schau doch erst einmal hier hinein:

Geld anlegen – Die Anleitung für komplett Ahnungslose
Geldanlage für Frugalisten Teil 1: Keine Angst vor Aktien

In diesen Artikeln erkläre ich die Grundlagen auch für Anfänger verständlich. Am Ende findest du Empfehlungen zu einigen sehr guten Büchern und Blog-Artikeln. Wenn du die gelesen hast, dann ist auch der heutige Artikel für dich kein Fachchinesisch mehr.

Meine Anlagestrategie: Passiv, diversifiziert, steuerstundend, kostengünstig.

Vielleicht habt ihr es schon mitbekommen: Ich bin überzeugter Passivist.
Genau wie die meisten Finanzwissenschaftler glaube ich, dass sich im heutigen Finanzmarkt durch Market Timing und Stock Picking langfristig keine höhere Rendite erzielen lässt als durch die passive Geldanlage.

Erst recht, wenn man die Zeit mit einbezieht, die ich in meine Geldanlage stecken muss. Ich lese zwar gerne Finanzbücher und werfe aus Spaß auch mal einen Blick auf den DAX. Ansonsten fahre ich aber lieber Skateboard oder schreibe neue Blogartikel, statt ganzen Tag Geschäftsberichte und Börsenkurse zu studieren. Aus diesem Grund bin ich großer Freund des zeitlich wenig aufwändigen Investierens mit Indexfonds. Das passive Investieren bringt mir den besseren Return on Time Invested.

weiterlesenHosen runter: Hier kommt mein Investment-Portfolio