Frugalisten - Finanzielle Unabhängigkeit - Einfaches Leben

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Bis zum 67. Geburtstag Tag für Tag arbeiten gehen?
Ich habe da eine bessere Idee!

Hier erfährst du, wie du mit weniger Geld besser lebst, das gesparte Geld investierst und so schon in jungen Jahren ausgesorgt haben kannst.

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Sommerbericht 2018 – Ein Durchschnittsleben bei 60 % Sparquote

Sommerbericht 2018 – Ein Durchschnittsleben bei 60 % Sparquote

Dieser Sommerbericht ist eine Premiere. Denn zum allerersten Mal in der Geschichte dieses Blogs habe ich ein komplettes halbes Jahr

  • in Deutschland gelebt
  • in einer ganz normalen Mietwohnung gewohnt
  • und (fast) ganz normal gearbeitet

Vorher gab es immer irgendein Kuddelmuddel in unserem Leben. Erst haben Joana und ich in England gelebt. Dort haben wir uns ein WG-Zimmer geteilt und sind mehrmals umgezogen.
Als wir vor einem Jahr nach Deutschland zurückgekehrt sind, habe ich für ein Weile bei meinen Eltern gewohnt, drei Monate rumgepimmelt und anschließend als Freelancer von Zuhause aus gearbeitet.
Im Dezember haben Joana und ich schließlich unsere eigene Wohnung in Hannover bezogen und kurz darauf habe ich meinen neuen Job als Software-Entwickler angetreten.

Seitdem leben wir nun als stinknormales Durchschnitts-Pärchen in einer Durchschnitts-Wohnung in einer deutschen Durchschnitts-Großstadt. Hier in Hannover wird sogar das durchschnittlichste Deutsch gesprochen – ganz ohne jeden Dialekt. Noch durchschnittlicher geht’s wahrscheinlich nicht mehr.
Das heißt, die Zahlen in diesem Bericht sind zum ersten Mal so richtig repräsentativ:
So kann man als Normalo-Pärchen in Deutschland gut und günstig leben.

Also starten wir doch gleich mal voll durch mit dem traditionellen finanziellen Lagebericht:
Wie viel habe ich im ersten Halbjahr 2018 verdient? Wie viel habe ich ausgegeben (und wofür)?
Wie viel habe ich gespart? Wie haben sich mein Wertpapier-Depot und mein Vermögen entwickelt?

Hier erstmal die wichtigsten Zahlen im Überblick.

Überblick

Meine Netto-Einnahmen (1. Halbjahr 2018): 11.037 €
Meine Ausgaben: 4.338 €
Gespart: 6.699 €
Sparquote: 60.7 %
Altes Vermögen (1. Januar 2018): 88.990 €
Neues Vermögen (30. Juni 2018): 95.879 €

Einnahmen

Vielleicht erinnert ihr euch: Seit diesem Jahr arbeite ich nicht mehr Vollzeit, sondern nur noch 24 Stunden pro Woche als Angestellter. Zusätzlich betreue ich als selbstständiger Softwareentwickler von Zuhause aus meine eigenen Kunden.

Die Festanstellung deckt bereits meine gesamten Ausgaben ab und sorgt für die notwendige Krankenversicherung. Da die Krankenkasse meine Selbstständigkeit als Nebenbeschäftigung einstuft, zahle ich auf die selbstständigen Einnahmen nur Steuern, aber keine Krankenversicherungsbeiträge. Fast schon ein kleiner Einkommens-Hack also. 😉

In meinem Hauptjob arbeite ich als Java-Programmierer in einer kleinen Software-Agentur. Ein großer Luxus dabei ist, dass meine Arbeitszeiten nicht wirklich festgelegt sind. Solange ich zu Meetings und wichtigen Terminen da bin, ist es eigentlich egal wann ich komme und gehe – solange ich meine wöchentliche Arbeitszeit erfülle.
Damit mein Arbeitsalltag trotzdem etwas strukturiert ist, arbeite ich in einer normalen Woche meistens Montags bis Donnerstags jeweils 6 Stunden. Morgens um 9 geht es los und um 15 Uhr habe ich Feierabend.
Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, was für ein Unterschied das zu einem Vollzeitjob ist! Wenn ich nach Hause komme ist noch richtig was vom Tag übrig und ich habe eigentlich nie das Gefühl, von der Arbeit total gerädert zu sein.

Der Vorteil der Selbstständigkeit ist zum einen die totale Flexibilität. Zurzeit betreue ich zwei Kunden, mit denen ich auf Stundenbasis abrechne. Richtige Deadlines oder feste Wochenstunden gibt es dabei nicht. Ob ich also einen ganze Tag arbeite, ein paar Stunden am Sonntag Abend oder auch mal drei Wochen gar nicht, ist ganz egal. Ich kann dann arbeiten, wenn ich gerade Zeit und Lust dazu habe.

Zum anderen ist mein Netto-Stundenlohn als Selbstständiger ungefähr doppelt so hoch wie in meinem Angestellten-Job. Zu Anfang hatte mir ausgerechnet: Wenn ich pro Woche 24 Stunden angestellt und 10 Stunden selbstständig arbeite, habe ich am Ende mehr Einkommen, als wenn ich nur Vollzeit angestellt wäre. Trotzdem hätte ich dann insgesamt weniger gearbeitet und wäre dazu zeitlich flexibler.

So ganz aufgegangen ist dieser Plan bisher noch nicht, weil ich tatsächlich weniger als die geplanten 10 Stunden selbstständig gearbeitet habe. Im Durchschnitt waren es bisher nur 5-6 Stunden in der Woche. So hatte ich mir eigentlich immer den Freitag für das Freelancing freigehalten. Doch irgendwas kam manchmal einfach dazwischen – zum Beispiel ein Urlaub oder ein Drehtermin mit dem Fernsehen.

Trotzdem bin ich mit meinem 50/50-Modell bisher sehr zufrieden und werde es erst einmal auch so weiterführen. Die selbstständige Tätigkeit kann ich hoffentlich in den nächsten Monaten noch um ein paar Stunden steigern.

Insgesamt ergibt sich für meine Einnahmen im ersten Halbjahr somit folgendes Bild:

Einnahmequelle 1. Halbjahr 2018 Ø im Monat
Netto-Gehalt als Angestellter (24 Stunden/Woche) 8.693 € 1.449 €
Netto-Einnahmen als Selbstständiger 1 2.096 € 349 €
eBay-Verkäufe,
Geldgeschenke, sonstiges
248 € 41 €
Einnahmen gesamt 11.037 € 1.840 €

1 Eigentlich sind meine Einnahmen als Selbstständiger etwas höher als hier angegeben. Momentan habe ich noch Stunden offen, die ich zwar schon gearbeitet, aber noch nicht in Rechnung gestellt habe. Rechnet man die mit ein, betragen meine selbstständigen Einnahmen rund 830 € im Monat. Meine monatlichen Gesamt-Einnahmen steigen dann auf rund 2.320 €.

Ausgaben

Auch was meine Ausgaben angeht, war ich in den letzten sechs Monaten ziemlich durchschnittlich unterwegs.

Im Januar und Februar haben wir noch einige Anschaffungen für unsere neue Wohnung getätigt. Unter anderem eine Geschirrspülmaschine (100 €, von eBay Kleinanzeigen), ein neuer Bürostuhl (100 €, von eBay Kleinanzeigen) und ein paar kleinere Einrichtungsgegenstände.

Im April wurde mir leider mein Fahrrad geklaut und ich musste mir ein neues kaufen (90 €, von eBay Kleinanzeigen).

Außerdem bin ich in der ersten Jahreshälfte zweimal in den Urlaub gefahren. Im Februar ging es für eine Woche mit den Jungs nach Dänemark (insgesamt 450 € inkl. Essen).
Im Juni war ich (wie auch schon in den letzten beiden Jahren) wieder auf der Financial Independence Week in Timișoara, Rumänien (insgesamt 275 € inkl. Essen).

Damit ich auch in den Wintermonaten Skatboard fahren konnte, habe ich mir in der kalten Jahreszeit Monatskarten für die Skatehalle hier in Hannover gekauft (zweimal je 40 €).
Da die Halle am anderen Ende der Stadt liegt, kamen dazu noch Ausgaben für U-Bahn-Tickets (4,92 € für einmal hin und zurück, insgesamt rund 92 €).

Ansonsten sind wir an den Abenden und am Wochenende ab und an mal essen gegangen oder haben mit Arbeitskollegen ein paar Cocktails geschlürft.
Das hat dafür gesorgt, dass meine Ausgaben für auswärts essen und für Kneipenbesuche in den letzten Monaten so hoch waren wie noch nie zuvor. 😉

Insgesamt sehen meine Ausgaben im ersten Halbjahr so aus:

Kategorie 1. Halbjahr 2018 Ø im Monat
Warmmiete (inkl. Strom, Gas und Rundfunkgebühr)1 1.703  € 284 €
Internet und Festnetz-Telefon1 47 € 8 €
Haftpflicht- und Unfall-Versicherung 108 € 18 €
Handyvertrag 1,50 € 0,25 €
Lebensmittel-Einkäufe 611 € 102 €
Außer Haus essen 268 € 45 €
Parties, Kneipe & Disko 300 € 50 €
Eintrittsgelder, Kino 40 € 7 €
Eintritt und Fahrtkosten zur Skatehalle (im Winter) 172 € 29 €
Reisen: Transport
(Zug-, Bus- und Flugtickets, Spritkosten)
259 € 43 €
Reisen: Unterkunft 318 € 53 €
Haushaltseinrichtung und -geräte 239 € 40 €
Kleidung 0 € 0 €
Neues Fahrrad 90 € 15 €
Geburtstags- und sonstige Geschenke 119 € 20 €
Sonstiges 64 € 11 €
Gesamt-Ausgaben 4.338 € 723 €

1 Die Ausgaben für Miete und Internet sind nur mein Anteil. Da ich ja mit Joana zusammen wohne, teilen wir die Ausgaben 50:50.

An meinen Ausgaben der letzten 6 Monate wird vor allem eines deutlich: Der mit Abstand größte Spar-Turbo ist unsere günstige und gut gelegene Wohnung.
Wir zahlen wenig Miete und ich brauche kein Auto oder ÖPNV-Ticket, um zur Arbeit zu kommen. Fürs Wohnen und den Arbeitsweg benötige ich so gerade mal 12 Prozent meines Einkommens. Auf diese Weise kann ich für Hobbies, Reisen und Spaß jede Menge Geld ausgeben und habe trotzdem am Monatsende noch einen großen Teil meines Gehalts übrig.

Da fällt mir ein… einen Blick in unsere schicke neue Wohnung bin ich euch ja immer noch schuldig – das hole ich im nächsten Artikel nach, versprochen! 🙂

Depot und Vermögen

Im April habe ich noch einmal 10.000 € in mein ETF-Depot investiert, das somit jetzt knapp 70.000 € stark ist.

Nachdem Comstage Ende 2017 viele seiner ETFs (darunter auch meine) auf ausschüttend umgestellt hat, habe ich für den Anleihen-, Europa- und Emerging-Markets-Anteil meines Portfolios jetzt drei neue ETFs gekauft.

Ansonsten ging es in meinem Depot relativ ruhig zu. Seit Jahresbeginn notiert es rund 1,14 % im Plus. Mittlerweile ist das Portfolio bereits so groß, dass die Schwankungen an einzelnen Tagen schon mal 1.000 € oder mehr ausmachen. Gut, sich langsam daran zu gewöhnen. 🙂

ETF Depot 1. Halbjahr 2018

Vermögensaufteilung

Für meine aktuelle Vermögensaufteilung ergibt sich somit folgendes Bild:

Anlage Summe Anteil am Gesamtvermögen
ETF-Portfolio 69.550 € 72,54 %
BAV England (100 % Aktien)
(kann erst mit 55 ausgezahlt werden)
7.197 € 7,51 %
Cash 19.132 € 19,95 %
Gesamt 95.879 € 100 %

Die „magische Schwelle“ von 100.000 € rückt damit langsam immer näher. Sobald meine verbleibenden Freelancer-Stunden bezahlt wurden und noch ein, zwei Monatsgehälter dazu kommen, dürfte es soweit sein. Jedenfalls wenn bis dahin kein Börsencrash dazwischen kommt. 😉

Zum Schluss noch eine Sache…

In letzter Zeit sind mir einige Presse- und Blogartikel zum Thema FIRE und Frugalismus aufgefallen, die offenbar ziemlich schlecht recherchiert waren. Da heißt es dann etwa, dass Frugalismus angeblich bedeute, radikal auf jegliche Restaurantbesuche oder Urlaube zu verzichten.

Die haben leider gar nichts verstanden.
Wenn ihr mal irgendwo über so einen Artikel stolpert, lasst doch ruhig mal einen Kommentar da oder schreibt dem Verfasser, dass diese Definition von Frugalismus kompletter Käse ist. Und packt am besten noch einen Link zu diesem Sommerbericht hier dazu.

Ich kann über so einen haarsträubenden Blödsinn nur müde lächeln. Jedenfalls verabschiede ich mich nun erstmal in meinen dritten Urlaub in diesen Jahr. Zusammen mit drei Freunden fahre ich für 11 Tage ans Meer nach Kroatien.

Also sage ich erstmal bis bald und wünsche euch schon mal eine glückliche und aufregende zweite Jahreshälfte! 🙂

Wie lief euer Jahr 2018 bisher?
Welchen Anteil eures Einkommens gebt ihr für Wohnen und den Weg zur Arbeit aus?
Und welche Tricks kennt ihr, um diese Ausgaben zu optimieren?

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34 Gedanken zu “Sommerbericht 2018 – Ein Durchschnittsleben bei 60 % Sparquote

  1. Hi,
    wo bekommt man so billig Internet+Festnetz und den Handyvertrag?

    Ich gebe über 100% meines „Einkommens“ fürs Wohnen aus, weil ich zur Zeit gar kein Einkommen habe und Studentin bin (bekomme kein BAföG mehr).
    Deine Warmmiete ist echt niedrig. Ich dachte immer, ich sei mit meinen 330€ für diese Sachen schon supergünstig unterwegs (2-er-WG in BS). Das sagen mir zumindest die anderen Leute, die gerade eine Wohnung oder Zimmer suchen.

    Viel Spaß im Urlaub!

    • Das geht schon. er teilt sich seinen Anschluss ja mit seiner Freundin. Je nach Angebot sind das im ersten Jahr dann 16€ gesamt, ist gut möglich (1&1 oder sl)

      Mobilfunk: Insofern er keine SMS schreibt, Internet nur über WLAN nutzt und einen 5 ct Tarif hat und wenig telefoniert, ist das auch möglich.

      Meine Freundin und ich zahlen für Internet jeweils 16 € (Vertrag schon älter plus auf dem Dorf, also Zusatzgebühr).

      Mobilfunk hab ich einen 5ct Tarif. Mir reicht die 5€ Guthaben-Aufladung 3-4 Monate.

    • Hallo Susanne,

      Internettechnisch haben wir einen Kabelanschluss von Vodafone mit 32 Mbit/s und Festnetz-Flatrate.
      Der kostet in den ersten zwei Jahren regulär 19,99 € im Monat zzgl. 19,99 € Anschlussgebühr.
      Beim Abschluss über Verivox gab es damals noch 120 € Sofortbonus, so dass man unterm Strich bei ca. 16 € im Monat landet (also rund 8 € pro Person).
      Nach Ende der 24 Monate Vertragslaufzeit schaue ich dann, ob es ein günstigeres Angebot gibt und wechsle gegebenenfalls.

      Aktuell ist das gleiche Angebot über Verivox sogar noch günstiger als unseres. Der Sofortbonus ist höher und die ersten 6 Monate zahlt man keine Grundgebühr, so dass man über die Vertragslaufzeit gerechnet unterm Strich bei Kosten von ~10 € im Monat landet:
      https://zuhauseplus.vodafone.de/internet-telefon/kabel/internet-phone-32.html

      Bei Vodafone ist es noch wichtig zu wissen, dass der Router, der bei dem 19,99 €-Tarif dabei ist, kein WLAN beherrscht – das gibt es nur für 2 €/Monat Aufpreis. …oder man kauft sich halt bei eBay für einmalig 5-10 € einen WLAN Access Point und richtet sich sein WLAN einfach selbst ein.

      Als Handyvertrag habe ich seit rund einem Jahr einen Vertrag von mobilcom debitel mit 1 GB LTE, 50 Freiminuten in alle Netze und 50 Frei-SMS. Außerhalb des Freikontigents kosten Telefonieren und SMS je 19 Cent pro Minute bzw. pro SMS. Mir reicht das – zumal wir zuhause ja auch noch eine Festnetz-Flat haben.
      Der Tarif kostet regulär 9,99 € im Monat, also rund 240 € über die Vertragslaufzeit von 24 Monaten. Ich habe den Vertrag damals als Sonderangebot über Sparhandy abgeschlossen. Dabei gab es ein Smartphone (LG Q6) und eine 32 GB SD-Karte gratis dazu, die ich über eBay für zusammen 234 € verkauft habe. Damit komme ich also auf Kosten von ca. 6 € im Monat über die Vertragslaufzeit, das sind 25 Cent im Monat.

      Das Angebot habe ich über mydealz gefunden, es war glaube ich dieses hier:
      https://www.mydealz.de/deals/mobilcom-debitel-o2-smart-surf-999-eur-monat-lg-q6-fur-einmalig-1-eur-mit-1-gb-lte-50-freiminuten-sms-update-1049503

      Kurz vor Ende der Vertragslaufzeit gucke ich einfach wieder bei mydealz rein, ob es ein passendes günstiges Angebot für mich gibt. Wenn nicht, hole ich mir einfach einen günstigen Prepaid-Vertrag. Vor dem mobilcom-Vertrag hatte ich eine Prepaid-Karte von congstar (für ca. 5-7 € im Monat).

      • Kleiner Tipp, da ich auch einen ähnlichen vodafone Tarif hatte:

        Rechtzeitig mit Ablauf der 24 Monate kündigen, und dann 1 Monat vor Ablauf die Hotline, die auf der Kündigungsbestätigung steht, anrufen. Dort sagen, dass man je nach Angebot entscheidet, zu welchem Anbieter man als nächstes wechselt.
        In der Regel bieten sie einem dann an, den Vertrag zu gleichen Bedingungen für die 19,99 EUR weiterzuführen!
        Genau so konnte ich zumindest vermeiden, dass der Vertrag auf die teuren 29,99 EUR pro Monat hochgestuft wird und man hat trotzdem keinerlei nerviges Providerwechseln!

      • Ich mag solche Angebote nicht, wo der Preis sich ab dem 25. Monat erhöht. Man muss das dann auf dem Schirm haben und darf es nicht vergessen, zu kündigen. Besonders beim Wechsel von Internet zu Hause ist das Risiko zu groß, dass man paar Tage/Wochen vom Netz abgeschnitten ist, wenn es kacke läuft. Leider geht das nicht so schön nahtlos wie beim Stromanbieter-Wechsel.
        Ich bevorzuge monatlich kündbare Verträge für maximale Flexibilität und zahle gerne etwas mehr. Bei dem Handyvertrag für 1,50 € hätte ich es mir aber wohl überlegt.
        Bei Drillisch (simplytel) zahle ich 6,49 € für Tel. und SMS Flat + 500 MB Inet.
        Internet zu Hause ist von easybell für 21,95 € mit 16k Inet und Festnetz ohne Flat (für Telefonieren habe ich Handy. Alles monatlich kündbar, genau wie Strom und Gas

    • Hey Susanne! Für eine Studentenstadt wie Braunschweig bist du schon günstig dabei. Bei einem WG-Zimmer (je nach Lage, Größe des Zimmers bzw. der WG) kann man mit 220 bis 380€ rechnen. Da du in einer 2er-WG bist, ist das noch relativ günstig. Ich gebe rund 57% meines Einkommens für das Wohnen aus und bin sogar am günstigen Ende damit. Teilweise sind Wohnheime u.Ä. sogar teurer. Also keine Sorge, du gibst nicht zu viel Geld aus für’s Wohnen.

  2. Sehr schön!
    Cash-Anteil von fast 20% ist ziemlich hoch, Notgroschen?
    Zumal wir in unseren Breitengraden alle noch Versicherungen haben. 2 Monatgsgehälter sollten meiner Meinung nach ausreichen (Rücklagen für jährliche Ausgaben ausgenommen).

    • Hi Gainde,

      80/20 % ist tatsächlich meine Ziel-Allokation zwischen RK1 und RK2. Ich bin ja auch noch relativ neu am Aktienmarkt und wollte nicht gleich all-in gehen. Mit 80-20 fühle ich mich einigermaßen wohl.

      Allerdings muss ich meine Aufteilung demnächst sowieso mal neu denken. Mein bisheriger Plan reichte nur bis zu einem Vermögen von 100.000 €, weil ich vor 2 Jahren noch nicht wusste, in welcher Lebenssituation ich mich heute befinde.

  3. Hey,

    gute Zusammenfassung. Momentan arbeite ich wieder 40 h die Woche, in einem Job der zum ersten Mal genügend abwirft, um zu sparen. Mit Aktien habe ich leider so gar keine Erfahrung und verstehe bei den meisten Infoseiten nur Bahnhof ;).

    Schönen Urlaub!

  4. Also ein bisschen neidig bin ich zugegebenermaßen schon auf die sehr niedrigen monatlichen Ausgaben. Ich komme auf ca. 1200 Euro Ausgaben im Monat. Und dabei bilde ich mir schon ein, relativ sparsam zu leben. Aber anscheinend ist bei mir noch einiges an Luft nach oben, Stichwort 77m^2 Wohnung, Auto, Fleischkonsum, Putzfrau, keine Nutzung von Kleinanzeigen …

    Da mein Einkommen aus Haupttätigkeit + Nebenjob jedoch auch höher ist, komme ich auf eine Sparquote von ca. 65%. Ohne dass ich das Gefühl hätte, etwas vom Leben zu verpassen.

    Was ich von diesem unseeligen Kommer-Kommentar und dergleichen halte, habe ich schon im Forum dargelegt. Mach weiter so!

  5. Wofür eine Unfallversicherung? Oft so gut wie nie sinnvoll…

    Und zum Thema Urlaub: Ist auch keine Reise-KV bei dir vorhanden? Du bist zwar in der EU über die GKV versichert, aber diese deckt z.B. nicht den Rücktransport ab und kostet halt auch kaum was, wahrscheinlich weniger als deine Unfallversicherung. 😉

  6. Hi Oli,

    cooler Sommer und Bericht dazu!
    Freu mich, dass du bald auch die 100k Schwelle durchbrichst, hat sich bei mir auch gut angefühlt im letzten Jahr 🙂
    Je mehr Erklärungen wie deine und meine über das Thema publik werden, desto mehr kommt durch, das eigentlich die Maximierung von Lebensfreude dahinter steckt.

    Wünsch dir einen super Tag,
    lg Geldschnurrbart

  7. Wow! bin total beeindruckt! Vor allem die niedrige Miete und die niedrigen Handykosten würden mich interessieren, wie das eigentlich geht?!

    Kleinanzeigen nutze ich auch, sowohl zum Kaufen als auch Verkaufen. Ist echt ne gute Sache! Und man tut auch noch etwas Gutes, ansonsten würde so viel weggeschmissen werden.

    Schönen Urlaub! 🙂

  8. Die Recherche vieler FI Artikel ist in der Tat gruselig. Oder aber die Autoren wissen es besser, müssen es dem Leser aber mundgerecht servieren?! Diese Sparquote funktioniert auch in anderen Lebenszyklen und nicht nur für Singles / Paare ohne Kinder aber es muss dann sehr bewusst optimiert werden. Die Meisten bluten jeden Monat Geld, ohne es wirklich mitzubekommen.

  9. Hallo Oliver,

    als ein schon lange still Mitlesender möchte ich dir nun endlich einmal herzlich danken für deine immer wieder interessanten Beiträge, die mich in Bezug auf mein eigenes Konsumverhalten inspirieren, aber ebenso in der Hinsicht, dass ich mich seit diesem Jahr mit dem Thema Vermögensaufbau auch wissenschaftlich aus der Perspektive der katholischen Sozialethik, Stichwort: „Vermögensbildung in Arbeitnehmerhand“ (Oswald v. Nell-Breuning SJ), beschäftige.

    Auch aus eigener Erfahrung möchte ich hervorheben, dass die Kombination einer Teilzeitanstellung mit einer nebenberuflichen Selbstständigkeit aus den von dir genannten Gründen sehr attraktiv ist. Letztlich fallen Sozialversicherungsbeiträge eben nur auf das Gehalt des Beschäftigungsverhältnisses an, man hat aber im Gegensatz zur Vollzeitselbstständigkeit viel moderatere Krankenkassenbeiträge und davon nur den Arbeitnehmeranteil zu zahlen. Auch kann man seine Zeit flexibler einteilen und die Gefahr der Arbeitslosigkeit ist bei zwei oder drei Standbeinen geringer.

    Viele Grüße
    Lars

  10. Danke für den Einblick und Glückwunsch zur tollen Bilanz!

    Dass man mit 723 Euro pro Monat derart gut über die Runden kommt, wirft, was den eigenen Konsum betrifft, eine Menge Fragen auf. Danke auch dafür!

    Viele Grüße
    Garnix

  11. Hi Oliver,

    Deine niedrigen Ausgaben erreiche ich zwar bei weiterm nicht…aber es ist immer wieder gut zu sehen, dass schon noch mehr gehen würde, wenn es nötig wäre.

    Das mit den aktuell etwas negativen Berichten zu Minimalismus und auch Finanzieller Freiheit finde ich sehr schade – ich musste gerade gestern als ich einen Podcast hörte daran denken. Etwas provokativ könnte man aber sagen:

    Die Kommentare kommen insbesondere von Menschen, die (leider) schon etwas älter sind, und wahrscheinlich nicht mehr die Chance haben den Zinses-Zins-Effekt voll für sich arbeiten zu lassen – oder anders gesagt sind es wahrscheinlich die Leute, die es nicht mehr schaffen werden finanziell (vollständig) frei zu sein 😉

  12. Thorsten, da kann ich dir nicht so ganz zustimmen. Ich zähle mit meinen fast 55 Lenzen hier im Forum garantiert zu den Älteren, aber auch ich habe das Ziel vor der offiziellen Rente mit meinem 40-Stunden-Job aufzuhören.
    Um dieses Ziel zu erreichen bekomme auch ich hier im Forum und in den Artikeln unzählige Tipps und Anregungen.
    Deswegen von mir auch vielen Dank an Oliver, mach weiter so!

    • Hi frugi63,

      ich glaube da gibts ein Missverständnis…ich sage nicht, dass ältere es nicht zur vorzeitigen Rente / finanziellen Freiheit schaffen können.

      Mein Punkt war, dass die negativen Kommentare zu Minimalismus und finanzieller Freiheit, die Oliver im Artikel ansprach, überwiegend von älteren „Kollegen“ kommen (mir ist da Kommer und der Finanzwesir im Kopf).

      • Alles gut Thorsten,
        ich weiß schon wie Du das meinst. Wenn ich mich aber so in meinem Freundeskreis umschaue sind es gerade die Ü50, die ihre Sturm- und Drangzeit hinter sich haben, wo meist die Kinder aus dem Haus sind und auf eigenen Beinen stehen. Man hat ca 25-30 Berufsjahre hinter sich, der Focus geht mehr und mehr auf die Gesundheit und das Wesentliche im Leben. Materielle Dinge haben oft nicht mehr den Stellenwert wie Jahre zuvor. Man könnte sich zwar etwas leisten aber braucht es aber nicht wirklich. Nur Zeit zum Genießen oder Nichtstun hat man meist nicht, dafür aber Stress im Beruf. Und genau das sind auch bei mir die Antriebsfedern alles daran zu setzen damit ich früher aus der Arbeitsmühle komme. Oliver und die Frugalismus-Idee sowie minimalistische Einstellungen helfen mir dabei sehr. Mal sehen wie es sich bei mir entwickelt. Meine Sparquote liegt aktuell bei ca 30% wobei ich den Immobilienkredit als Ausgabe einordne. Mal sehen ob ich dieses Jahr noch auf 40-45% komme, besser noch 50%, aber das wird sehr schwer… 🙂

  13. Hi Oli,
    danke für die Transparenz! Hast du ein Firmenhandy oder wie kommen die günstigen 25 cent im Monat zustande?

    Mein Jahr 2018 kann ich noch nicht abschätzen. Habe von 45 auf 35 Wochenstunden reduziert. Die Überstundenzuschläge gehen mir nun durch die Lappen, sodass ich ca. 15k weniger im Jahr brutto habe als vorher. Meine Ausgaben sind gleichzeitig gestiegen (rund 3-4 k für Urlaub dieses Jahr) und Gesundheitsausgaben. Meine Ausgaben lagen sonst die letzten Jahre bei ca. 1200€ im Monat, wovon die Hälfte fürs Wohnen drauf geht. Weg zur Arbeit sind vielleicht 200€ im Jahr (fürs Fahrrad und Einzeltickets im Winter).

    Alles in allem müsste ich die 100k nächstes Jahr knacken. Das beruhigt mich. Von 100k kann man ggf. einige Jahre leben.

    Viel Spaß in Kroatien und liebe Grüße aus Spanien!

  14. hallo oli, ich glaube, du hast einen zahlendreher bei den noch nicht fakturierten beratungsleistungen: 830/monat. diesen kommentar kannst gerne wieder löschen.

    viele grüsse
    markus z

  15. Schönen Urlaub Oli! 🙂

    Unsere derzeitige Sparquote beträgt knapp 33%.
    Für Wohnen geben wir ca. 17-18% unseres Einkommens aus.
    Für alles, was mit Autos zu tun hat gehen knapp 11% drauf. Autsch.
    Wir fahren einen 2008er Passat und einen 2006er Skoda Fabia.
    Landleben mit schlechten Öffies. :-/

    Wir sind zwei Erwachsene und 1 Kind (3 J.) – ab 2019 sind wir zu viert. 😀
    Und es steht evtl. ein Umzug zu meinen Eltern an, es wird angebaut (Altersruhesitz für meine Eltern).
    Wir bekommen die alte Wohnung und müssen nur renovieren.
    D.h. bei den Wohnkosten wird es eine Verbesserung geben, falls das alles klappt.

    Ich plane meine Arbeitszeit zu reduzieren, sobald die Kids beide ein wenig älter sind.
    Wird vermutlich in vier Jahren soweit sein. Wenn es an der Börse weiter so gut läuft, gerne eher.
    Aber ich rechne eher mit einem fetten Rücksetzer. An Markttiming versuche ich mich trotzdem nicht.
    Die Strategie wird durch gehalten. 🙂

    Viele Grüße und bleib wie du bist
    Benjamin

  16. Ich arbeite Vollzeit in der Softwarebranche, und dank sehr guter Geschäftszahlen 2017 habe ich im Januar 2018 sehr viel variables Gehalt ausgezahlt bekommen. Am Jahresanfang 2018 notierten meine Depots zusammen bei rund 470.000 Euro. Daher habe ich Anfang Februar gleich mal einen fetten Batzen an ETFs gekauft, leider wenige Tage, bevor die Börse deutlich korrigiert hat. Aber von so etwas lasse ich mich nicht verunsichern. Ich konnte im ersten Halbjahr 2018 bereits 16.000 Euro sparen, und so notieren meine Depots aktuell bei rund 490.000 Euro. Zwischenzeitlich hatte ich auch schon mal die magische 500.000-Euro-Marke geknackt. Die Tages-Schwankungen in meinem Depot sind da bei mir natürlich noch größer: 5000 Euro an einem Tag sind keine Seltenheit oder auch mal 10.000 Euro innerhalb einer Woche. Aber da muss man cool bleiben. Langfristig geht es immer bergauf. Ich kann ja schließlich stets rund 50% meines (recht guten) Einkommens sparen.
    Ende 2014 hatte ich gut 300.000 Euro im Depot, 2015 waren es 350.000 Euro, 2016 stieg es auf nur 375.000 Euro (in diesem Jahr hatte ich aber auch recht hohe Kosten, so dass ich weniger gespart habe als in anderen Jahren), und Ende 2017 waren es rund 470.000 Euro (das Börsenjahr 2017 war ja sehr erfreulich). Für Ende 2018 visiere ich 540.000 Euro an. Ich bin also schon viel weiter als Oliver, aber dafür bin ich ja auch schon 48 Jahre alt.

  17. @ Oliver

    Ich wünsche Dir einen schönen Sommer. Der Einkommens Hack gefällt mir. Das Thema Krankenkasse hatte ich selbst dabei gar nicht in der Form auf dem Schirm, da meine gedeckelt ist. Aber das Thema Ausgaben ist in Selbstständigkeit mit Hinblick auf die Steuer auch interessant. So kannst Du Dinge wie Handy, PC, (Wohnungsnutzung? Bin mir hier aktuell nicht sicher) und DSL Kosten usw. vom Brutto Lohn entsprechend der Nutzung für das Gewerbe abziehen. Also ist es auch ein Ausgaben Brutto/Netto Hack, wenn man so will.

    Sind Deine gelisteten Einnahmen alle Netto? Wie sieht es bei der Selbstständigkeit aus? Ist es auch Netto? Musst Du monatlich Vorauszahlung gemessen an dem geschätzten Einkommen bezahlen? Zählt es noch als Kleingewerbe? Falls es Brutto ist könntest Du die Einnahmen vielleicht noch etwas erhöhen. Hier hast Du wohl mehr Potential als auf der Ausgabenseite. Hast Du Pläne etwas zu entwickeln, dass Du vertreibst? Also in Selbstständigkeit nicht einfach Zeit gegen Geld tauschst sondern etwas skalierbares aufbaust? Bekommst Du keine Aufwandsentschädigung für einen Drehtag? Dann würdest Du das „Streitgespräch“ mit Gerd Kommer ohne Aufwandsentschädigung führen? Respekt! Da würden mir andere Dinge einfallen.

  18. Natürlich gibt es in Hannover Dialekt. Es hat sich lediglich so entwickelt, dass das dort gesprochene Deutsch dem Standarddeutsch am Nächsten kommt.

  19. Hallo Oliver,
    hast du dir eigentlich schon mal überlegt, statt zur Miete in Wohneigentum zu leben? Damit meine ich jetzt nicht das teure und riskante Hobby „Haus mit Garten“, sondern eher eine ETW, die in etwa deiner derzeitigen Mietwohnung entspricht. Ein solches Investment ließe sich dann aus Kapitalanlagesicht unter 2 Aspekten durchrechnen: 1. ist Mieten langfristig teurer oder günstiger? 2. Wie hoch ist die Eigenkapitalrendite?
    Folgende Überlegungen: Ich habe gerade mal auf den Immobilienportalen geschaut, was einfache, aber brauchbare 2- bis 3-Zimmer-Eigentumswohnungen in Hannover so kosten, das geht so bei knapp 100.000 € los, bis hin zu rund 150.000 € (und aufwärts, für Objekte, die etwas besser sind, aber solcher Luxus ist ja nicht frugal :-), d.h., Immobilien sind in Hannover zwar nicht spottbillig, aber noch im grünen Bereich. Für ein Darlehen zahlst du pro 100.000 € bei 2 % Zinsen anfangs 167 € Zinsen (laufend abnehmend im Zuge fortschreitender Tilgung), hinzu kommen Kosten, die du als Eigentümer zu tragen hast, aber nicht als Mieter, v.a. Instandhaltungsrücklagen und Kosten für die Hausverwaltung, was ich jetzt mal pauschal mit 150 € ansetze. Das ist die Basis für den Mieten-/Kaufen-Vergleich. Und die Tilgung? Tilgen ist nichts weiter als sparen, (und das tust du ja reichlich), denn mit jeder Tilgungsrate sinkt die Restschuld und steigt dein Vermögen entsprechend. Die Maximalsumme, die du vernünftigerweise finanzieren könntest, entspräche also den monatlichen Kosten aus der Summe aus Zinsen und Kosten ohne Tilgung, die deiner derzeitigen Kaltmiete entspricht.
    In einem zweiten Schritt kannst du dir dann die Eigenkapitalrendite ausrechnen, die abhängig von der Eigenkapitalhöhe, dem Multiplikator, lfd. und Kaufnebenkosten, Zinsen und ortsüblicher Miete etc. ist; vermutlich wirst du Szenarien darstellen können mit einer höheren Rendite als bei EFTs.
    Wenn du willst, kann ich dir als erfahrener Immobilieninvestor mal ein konkretes Bsp. durchrechnen.
    Grüße

  20. Hallo Oliver,
    ich weiss, dir brauche ich das nicht zur Bestätigung schreiben, aber für diejenigen die ggf. an den Zahlen zweifeln oder meinen, man würde nur zu Hause die Wand angucken und Nudeln essen – ich kann deine Zahlen vollständig nachvollziehen und seit ich kein Auto mehr habe ähneln sie meinen sehr (und ich kann nun schon mehrere Jahre in meine Excel zurückschauen für ein dir aktuell sehr ähnelndes Profil betreffs Ausgaben – nur meine Einnahmenseite ist (und bleibt es wohl auch aufgrund niedrigerem Bildungsstand) geringer, sprich an deine Sparquote komme ich leider nicht ran).
    Und das eben, auch ohne auf xyz zu verzichten, einfach nur bewusster leben+konsumieren, nicht ne 100qm-Butze mit allem möglichen vollballern und Einkauf an der Tankstelle, weil man da nunmal eh zum Tanken hinmuss 😉
    Die 0€ bei Kleidung lassen sich natürlich nicht dauerhaft halten, im Laufe der Zeit muss man dann schon mal was ersetzen – aber je nachdem wieviel man wirklich braucht und vorher schon angesammelt hatte, kann man da, wenn man die Lebensweise so ändert, eine ganze Zeit vom „Vorrat leben“ (und man sich natürlich auch ohne die neusten Nike/adidas des aktuellen Sommers usw. auf die Strasse traut)

    Zusammenfassend möchte ich nur sagen, ich finde deine Einstellung toll und teile sie ja auch grossteils, und aus Erfahrung kann ich sagen, dass sich deine Ausgabenübersicht über Jahre halten lässt, auch mit voll ausgestatteter Wohnung (aber eben keine riesige) und vielen Reisen, auch teuer und auf andere Kontinente – runtergebrochen auf das Jahr (oder auch mehrere) erhöht das zwar natürlich den Ausgabenschnitt – aber ob es da nun 700 oder 800 /Monat o.ä. sind kann einem wurscht sein (mir zumindest), denn man liegt damit immer noch Kilometer vor Arbeitskollegen/Durchschnitt etc. und wie du schon sagst – man will nicht um jeden Preis jeden Cent einsparen, sondern bewusst leben/konsumieren, für das Geld ausgeben, was man wirklich braucht und wirklich gern macht/haben möchte.

    In dem Sinne – mach weiter so !

  21. Hallo Oliver,
    ich verfolge seit Anfang des Jahres deinen Blog, den ich sehr interessant finde. 🙂
    Bin über ein Radiointerview auf dich aufmerksam geworden.
    Zurzeit teile ich mir mit meiner Lebensgefährtin den Lebensunterhalt
    und komme somit für mich auf Ausgaben von etwa 1100 Euro/Monat.
    400 Euro werden gespart und 100 Euro lege ich mir für Hobby, Urlaub, Rücklage Auto, etc. zurück.
    Ich bin seit 28 Jahren in Vollzeit Berufstätig und konnte mir zwar ein bisschen was ansparen,
    aber die Rente ist noch weit entfernt. 😉
    Ich habe monatlich etwa 25-30 Prozent meines Gehalts zurücklegen können, habe in meinem Leben
    aber auch schon einiges an Geld ausgegeben und auch Geld am Aktienmarkt verloren.
    Es gab ja viele Einbrüche am Aktienmarkt in den letzten 20 Jahren:
    -Absturz „Neuer Markt“; Anschlag 9/11; Immobilien Kriese; Finanzkriese
    Lange hatte ich kein Vertrauen mehr zum Aktienmarkt, aber ich habe wieder investiert.
    Ein Fonds, in dem ich investierte, wurde vor vielen Jahren geschlossen (30% Immobilienanteil), da die Verluste
    zu groß geworden sind. Der Restwert wurde an die Anlege über Jahre gestückelt zurückgezahlt.
    Ich habe etwa 30 Prozent meiner Ersparnis in Aktien Angelegt, 30 Prozent in Oldtimer
    30 Prozent sind mittlerweile in einer Kapital-Lebensversicherung angelegt, das zu 4 % verzinst wird.
    10 Prozent nicht angelegt.
    Da ich im Hinblick auf Ressourcen und der Umbruch im Bereich der Mobilität (Elektrofahrzeuge, etc.)
    nicht weiß, wie sich der Markt im Bereich Oldtimer entwickeln wird, ist geplant die Oldtimer
    in den nächsten 3 Jahren zu verkaufen.
    Mein Leben wird sich aber auch dahin ändern, da meine Lebensgefährtin schwanger ist und es geplant ist,
    das sie 3 Jahre Erziehungsurlaub nehmen möchte.
    Also, vieles wird sich für uns in Zukunft ändern und bald wird auch wohl eine größere Wohnung fällig.
    Es bleibt spannend. 🙂

    Schöne Grüße aus Niedersachsen

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