Frugalisten - Finanzielle Unabhängigkeit - Einfaches Leben

Werde ein epischer Superheld

Bis zum 67. Geburtstag Tag für Tag arbeiten gehen?
Ich habe da eine bessere Idee!

Hier erfährst du, wie du mit weniger Geld besser lebst, das gesparte Geld investierst und so schon in jungen Jahren ausgesorgt haben kannst.

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Eine neue Ära für die Frugalisten-Community

Eine neue Ära für die Frugalisten-Community

Ganz schön verrückt, was bei uns in den letzten Monaten so los war. Kaum hatten wir den Umzug in unsere neue Wohnung hinter uns gebracht und ich meinen neuen Job angetreten, ging auch schon das nächste aufregende Abenteuer los.

Alles fing damit an, dass eine Redakteurin der Wirtschaftswoche bei der Recherche für einen Online-Artikel zufällig auf meinen Blog stieß und mich interviewte.
Das Interview traf bei den Lesern offenbar auf Resonanz und die Wirtschaftswoche beschloss, das Thema Rente mit 40 zur Titelstory ihrer (gedruckten) Neujahrsausgabe zu machen. Neben einigen anderen wurde auch ich für diesen Bericht wieder interviewt, wofür sogar ein Journalist und ein Fotograf zu uns nach Hause kamen.

Dieser Artikel löste dann eine Art Kettenreaktion aus. Plötzlich erhielt ich Nachrichten von Radiosendern und Fernsehteams, die mich interviewen oder einen Beitrag über mich drehen wollten. Online-Magazine fragten, ob ich nicht einen Gastartikel schreiben oder ein Interview geben könnte. Verlage boten mir an, bei ihnen ein Buch zu veröffentlichen. An manchen Tagen erhielt ich gleich drei oder vier Anfragen auf einmal. Total verrückt!

Also nutze ich die Gelegenheit, die Frugalisten-Community auch außerhalb dieses kleinen Blogs etwas bekannter machen zu können.
Im Februar drehte ich zwei TV-Beiträge mit dem NDR und dem ZDF und schrieb einen Gastartikel für die Huffington Post.

Außerdem war ich im Podcast bei Finanzrocker Daniel Korth zu Gast. Das hat mir besonders viel Spaß gemacht und war mir eine große Ehre. Daniel ist nicht nur ein super netter Kerl, sondern in der Finanz-Community mittlerweile eine echte Marke – mit vielen interessanten Podcast-Gästen und sechsstelligen monatlichen Hörerzahlen.

Im März und April erschienen schließlich noch ein Interview bei Bento, ein Radiointerview bei SWR3 und ein Artikel auf Brigitte.de. Und erst gestern war ich im NDR-Landesfunkhaus hier in Hannover und habe ein Radiointerview für Deutschlandfunk Nova aufgezeichnet, das am Sonntag morgen gesendet wird.

Wer also neugierig ist, mich einmal in Bewegtbild und Ton zu sehen bzw. zu hören, der schaut am besten mal auf dieser Seite vorbei. Dort habe ich alle bisherigen Berichte und Interviews aufgelistet und verlinkt. In den nächsten Wochen werden wohl auch noch ein paar Einträge dazukommen.

Der Medienrummel ist auch Arbeit

Mit so großem Interesse für mein Projekt hätte ich noch vor ein paar Monaten niemals gerechnet. Eigentlich bin ich ja nur ein ganz normaler Typ, der ein ziemlich normales und glückliches Leben führt. Ich kaufe halt einfach nicht ganz so viel Kram, wie es in unserer Gesellschaft oft als normal oder sogar „notwendig“ angesehen wird. Aber in unserer verrückten Welt ist man damit offenbar schon besonders genug, um ins Fernsehen zu kommen. 😉

Übrigens habe auch ich damals erst durch einen Artikel in den „Mainstream-Medien“ von der Financial-Independence-Bewegung erfahren. Wäre mein WG-Mitbewohner im Juni 2013 nicht zufällig über diesen Spiegel-Online-Artikel über Mr. Money Mustache gestolpert – es würde den Frugalisten-Blog heute wohl nicht geben.

Die Gesellschaft lebt uns nämlich etwas ganz anderes vor. Bevor ich FIRE und Mr. Money Mustache kannte, dachte ich, dass man auf jeden Fall bis 67 arbeiten müsse – und von seinem Geld am besten möglichst viele Produkte und Dienstleistungen kauft. Von alleine wäre ich vermutlich nicht auf die Idee gekommen, dass man es auch anders (und besser) machen kann.

Vielleicht ist ja der ein oder andere nun durch einen Artikel oder Fernsehbeitrag auf die Frugalisten aufmerksam geworden und freut sich jetzt (genau wie ich damals) von dem Konzept erfahren zu haben. Dann hätte sich meine Arbeit auf jeden Fall gelohnt.

Denn der Medienrummel bedeutet auch einigen Aufwand – mehr als man vielleicht so denkt. Man muss E-Mails beantworten, Termine mit den Redakteuren abstimmen, sich auf die Interviews vorbereiten.
Besonders die Drehs fürs Fernsehen nehmen viel Zeit in Anspruch. Die Drehtermine für die gerade mal 3-4 Minuten langen Beiträge dauerten jeweils 6 bis 7 Stunden. Wir fuhren zu verschiedenen Drehorten, das Team musste alles auf- und abbauen und die Kameras einstellen. Dann wurden meistens mehrere Einstellungen gefilmt. Manchmal musste ich eine Tätigkeit oder Szene sogar zehn Mal (oder öfter) wiederholen. 😉 Am Ende landet dann nur ein kleiner Teil des gefilmten Materials im fertigen Beitrag.

Eine neue Erfahrung

Obwohl ich den (Massen-) Medien nicht völlig unkritisch gegenüber stehe, waren meine Erfahrungen mit den Autoren und Redakteuren eigentlich fast alle positiv.

Die meisten Journalisten waren sehr nett, offen und aufgeschlossen und die Zusammenarbeit hat wirklich Spaß gemacht. Vielen hat man angemerkt, dass sie das Konzept der Finanziellen Freiheit und den Frugalisten-Lifestyle auch persönlich spannend fanden. Jedenfalls kam es mir nicht so vor, als suchten sie nur irgendeine Schlagzeile, die man für Klicks und Einschaltquoten ausschlachten konnte.

Vollkommen neu war für mich, das Konzept hinter Frugalismus und Finanzieller Unabhängigkeit vor der Kamera oder in einem kurzem Radiointerview zu erklären. In meinem Blog kann ich alles lang und breit aufrollen und die Texte immer wieder korrigieren und verbessern. In einem drei Minuten langen Interview geht das nicht. Hier muss man alles viel mehr auf den Punkt bringen, damit die Zuschauer oder Hörer (von denen die meisten noch nie etwas von FIRE oder Frugalisten gehört haben) auch verstehen worum es geht.

Ich denke, durch die vielen Gespräche und Interviews habe ich schon einiges dazu gelernt. Langsam fällt mir zu den meisten Fragen gleich eine passende Antwort oder ein verständliches Beispiel ein. Es ist aber definitiv noch Luft nach oben. 🙂

Steigende Besucherzahlen

Die mediale Aufmerksamkeit hat sich natürlich auch auf die Besucherzahlen des Blogs ausgewirkt. Der März war mit Abstand der besucherstärkste Monat seit dem Start – mit knapp 37.000 Besuchern und über 135.000 Seitenaufrufen.

Leserzahlen März 2018

Gleichzeitig hat auch die Anzahl der Kommentare und Nachrichten zugenommen, die ich von euch Lesern bekomme. Seit Jahresbeginn 2018 gab es schon fast 500 Kommentare (meine eigenen mit eingerechnet). Dazu kamen zahlreiche E-Mails, über die ich mich ebenfalls sehr gefreut habe. Viele von euch haben spannende Geschichten zu erzählen, berichten von ihren Spar-Erfolgen oder DIY-Projekten. Einige kennen schlaue Spartipps, von denen ich noch nie zuvor gehört habe. Andere wollen ihr Leben frugalistischer gestalten und fragen mich um Rat zu ihrer Lebenssituation oder ihrer Anlagestrategie. Das finde ich klasse!

Mittlerweile nimmt das Beantworten der Kommentare und Nachrichten schon den größten Teil der Zeit in Anspruch, die ich rund um den Blog verwende. Auf viele Anfragen kann ich leider schon gar nicht mehr so ausführlich reagieren, wie noch zu Anfangszeiten. Es würde sonst schlicht und ergreifend ein Vollzeitjob werden.

Nach wie vor betreibe ich den Blog ja in meiner Freizeit – neben Job und Selbstständigkeit, neben Joana, meinen Freunden, Skateboarding und anderen Hobbys. Und manchmal möchte ich auch mal ein paar Tage gar nicht vor dem PC sitzen, sondern draußen die Sonne genießen oder in Ruhe Ideen für neue Artikel aushecken.

Darum habe ich darüber nachgedacht, wie ich eure Kommentare und E-Mails am besten beantworten kann, wenn die Leserzahlen in Zukunft noch weiter anwachsen sollten. Dabei kam mir ein Gedanke in den Sinn:

Warum soll eigentlich nur ich alleine eure Geschichten und Erfahrungen lesen können, von denen ihr mir schreibt?
Und warum soll nur ich alleine in der Lage sein, Rat und Tipps zum frugalistischen Leben zu geben?

Es müsste einen Ort geben, an dem sich die deutschsprachigen Frugalisten (und alle Interessierten) nach Herzenslust auch untereinander austauschen können. Wo Fragen zu Spartipps, ETF-Portfolios, Entnahmestrategien, Lifehacks, passivem Einkommen oder Haushaltsbüchern diskutiert werden. Und wo auch andere Sparfüchse, DIY-Investoren und FI-Begeisterte antworten können – und zwar einfach, sicher und anonym.

Die Kommentarfunktion des Blogs taugt dafür nicht wirklich. Und nicht jeder hat einen Reddit-Account oder möchte bei Facebook unter echtem Namen über seine finanzielle Situation schreiben.

Vorhang auf für das Frugalisten-Forum!

Darum habe ich nun für genau diesen Zweck ein klassisches Forum eröffnet. Ihr erreicht es unter

https://frugalisten.de/forum

oder ganz einfach über den Menüpunkt Forum oben in der Menüleiste.

Das Forum wird von mir selbst betrieben, Mark Zuckerberg und Co haben hier also nichts zu melden. 😉

Frugalisten Forum

Die Beiträge sind grundsätzlich öffentlich und können von jedem gelesen werden. Um selbst an der Diskussion teilzunehmen oder Fragen zu stellen, müsst ihr euch zunächst mit eurer E-Mail-Adresse einen Benutzeraccount hier auf frugalisten.de registrieren. Dann bekommt ihr per E-Mail einen Link, über den ihr euch ein Passwort setzen könnt.
Keine Angst, ihr bekommt keinen Spam und die Registrierung gilt auch nur für das Frugalisten-Forum. Mit der Anmeldung werdet ihr auch nicht automatisch über neue Blog-Beiträge benachrichtigt (dafür müsst ihr erst neue Beiträge über das Widget in der Sidebar abonnieren).

Wenn ihr bereits einen Account bei WordPress.com habt, könnt ihr euch alternativ auch mit diesem im Forum anmelden.

Am besten ihr stellt euch den anderen Lesern einmal kurz vor.
Du bist selbst finanziell unabhängig oder hast einen Plan, wie du dieses Ziel erreichen willst? Du lebst auch ein glückliches Leben, ohne viel Geld auszugeben? Oder du hast andere interessante Erfahrungen gemacht (positive wie negative), die zum Thema der Frugalisten passen? Dann erzähl uns doch deine Geschichte in der Vorstellungsrunde. Wir sind schon darauf gespannt!

Und nun wünsche ich euch viel Spaß beim Diskutieren und Austauschen! 🙂

32 Gedanken zu “Eine neue Ära für die Frugalisten-Community

  1. Freut mich super dass die Medien auf deine Story gesprungen haben. Eigentlich war’s ja nur eine Frage der Zeit. Schließlich muss die Idee „rente mit 40“ für fast jeden mindestens interesant klingen.
    Ich hoffe dass die neue Welle an lesern verstehen wird dass es deutlich mehr dahinter steckt als „mit 40 nicht arbeiten zu wollen“.
    Weiter so und bis bald auf FIWE! 🙂

  2. Wow…Oliver, was für eine coole Idee, Du kannst so stolz sein auf das was Du erreicht hast, für Dich selber und auch für uns Alle,
    dafür mal ein ganz dickes Dankeschön!!!

    liebe Grüsse
    Annabella

  3. Super tolle Idee mit dem Forum.

    Ich bin das totale Forenkind. Vor 10 Jahren waren Foren deutlich populärer. Heute wird das meist durch Facebookgruppen abgelöst. Aber die Struktur in den FB-Gruppen hat einfach nicht die Qualität eines Forums.

    Daher vielen DANK. Ich schaue gerne in dem Forum vorbei,

    viele Grüße
    Schwaberle

  4. Ich habe nur einen Bruchteil von deiner Medienpräsenz mitbekommen, habe aber auch schon die starke Steigerung bemerkt. Ich werde mir noch die anderen Berichte anschauen.
    Du schreibst du wärst nur ein „normaler Typ“, doch ich denke es ist genau diese Authentizität, die zum gesteigerten Interesse geführt hat.
    Es ist toll, was du inzwischen erreicht hast und wie viele Menschen du inzwischen mehr oder weniger beeinflußt hast.
    Das Forum ist eine sehr gute Idee! Weiter so und alles Gute! 🙂

    Ruben

  5. Hallo Oliver,
    ich freue mich über Deinen Erfolg. Herzlichen Glückwunsch dazu. Auch Dein Podcast beim Finanzrocker ist Euch wirklich gut gelungen. Dabei finde ich besonders positiv, wie Du das Thema des sparsamen und zugleich angemessenen Haushaltens – ohne massive bzw. gefühlte Einschränkungen – verkörperst und vorlebst. Dadurch zeigst Du, was möglich ist.
    Finanzielle Freiheit ergibt sich eben nicht nur durch die Dimension Einkommen, und dessen Steigerung, sondern auch durch die aktive Steuerung der laufenden Ausgaben.
    Viele Grüße
    Andreas

  6. Hallo Oliver,
    Glückwunsch. So langsam wird das ein Selbstläufer. Vor allem, man macht einen Blog als Hobby und plötzlich hängt man irgendwie „voll drinnen“. Ich habe im Prinzip fast das gleiche „Problem“, dass es immer mehr Zeit frisst. Mails, Anfragen etc. Die Dame von der WiWo hat mich auch bereits interviewt, allerdings läuft das bei mir noch alles etwas gemächlicher ab. Man muss sich nur überlegen, wo das hin soll. Es wird sonst schnell aus dem Hobby bloggen eine Hamsterrad 2.0.

    Viele Grüße
    Alexander

    • Danke Alexander! 🙂

      Du hast vollkommen Recht – man muss immer aufpassen, dass es nicht in Stress ausartet und nicht am Ende sogar andere Hobbys oder soziale Kontakte unter dem Bloggen leiden. Das war ja am Ende gerade nicht der Sinn hinter der Finanziellen Freiheit 🙂

      Ich versuche erstmal, die Prozesse effizienter zu machen und möglichst vielen Lesern auf einmal zu helfen. Zum Beispiel Fragen, die immer wieder gestellt werden, an zentraler Stelle zu beantworten und dann immer darauf zu verweisen.

      Aber ab einem gewissen Punkt muss man einfach Prioritäten setzen und leider auch einsehen, dass man einfach nicht jedes Interview geben, nicht jede E-Mail ausführlich beantworten kann.

  7. Hey … endlich habe ich genauso verrückte gefunden wie mich;-)

    Ich spare seit 27 Jahren und kann mit 53 die Unabhängigkeit genießen. I’ll follow 😉

  8. Glückwunsch, Oli! Ich habe großen Respekt davor, wie viel du von deinem Leben Preis gibst. Das macht dich aber auf für jeden „greifbarer“. Du redest nicht um den Brei rum, veröffentlichst Fakten und lebst vor: Es geht alles und das ohne großen Verzicht. Von dir wird man hoffentlich die nächsten Jahrzehnte noch viel sehen, hören und lesen. 🙂

  9. Hallo Oliver,
    herzlichen Glückwunsch zu Deiner gelungenen Seite und der medialen Aufmerksamkeit, die Deinem Lebensmotto weitere Verbreitung verschafft und sicherlich viele andere Personen inspiriert.
    Gerade eben habe ich einen Artikel auf Focus online gelesen, der auch von einem Frugalisten handelt, der das Stadium der Freiheit bereits erreicht hat.
    Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg mit Deinem „Lifestyle“ und freue mich schon auf weitere inspirierende Artikel.
    Herzlich Grüße in meine Heimatstadt Hannover (ich hoffe Du hast Dich schon gut eingelebt),
    Andreas

  10. Interessant wie massiv der Traffic doch – durch den zufälligen Besuch der Dame von der Wirtschaftswoche – durch die Decke gehen kann! Ich hoffe, dass ist von Dauer – viel Erfolg dafür!

  11. Ich würde sagen, Ali Masarwah hat die Sache nicht so ganz verstanden, sorry, aber wo spart sich denn Oliver was am Munde ab? wirkt er freudlos? Ich kann nur mit dem Kopf schütteln ab so viel Unkenntnis der Materie.

  12. Der Herr Marsarwah hat zwar nicht berücksichtigt, dass Oliver schon (iirc) ca. 90T€ angespart hat – aber ansonsten ist das schon korrekt.

    Freudlosigkeit würde ich Oliver zwar nicht unterstellen, aber abzustreiten, dass sich ein Frugalist (sic) was vom Munde abspart, ist dann doch ziemlich absurd. Denn genau das ist ja das Prinzip; im Vergleich zum üblichen Normalo den Konsum extrem einzuschränken. Anders funktioniert das nicht, es sei denn, man verdient schon in jungen Jahren deutlich über dem Median.

    Z

    • Lies nochmal genau…will denn Oliver wirklich den Auszahlplan, den Herr Marsarwah beschreibt, so umsetzen? Mein Tipp: Nö, denn das wäre in der Tat eine schlechte Idee. Und daher ist der Artikel zwar reißerisch und lustig geschrieben, hat aber wenig mit dem hier beschriebenen Komzept zu tun.

  13. Mein Tipp: doch. Und das ist ja gerade das Lustige an diesem Blog, dass das kaum jemand begreift.

    Oliver plant mit Entnahmen von ~1400€ brutto aus einem Portfolio von ~440T€, also ca. 4%.

    Halbwegs sicher ist man mit dieser Methode, basierend auf Daten der Vergangenheit, für ca. 30 Jahre. Ob das in Zukunft noch so funktioniert, ist ein Zock. Da Olivers Entnahmedauer bei durchschnittlicher Lebenserwartung aber deutlich länger sein wird, muss (!) sich sein Depot besser entwickeln als das schlechteste 30-Jahres-Szenario – denn das führt nach 30 Jahren auf Null oder nahe Null.

    Ganz grob gibt es schließlich drei Szenarien: sein Depot ist nach 30 Jahren und stetiger Entnahme von inflationsbereinigten ~1400€ entspr. 4%

    1. … noch gestiegen, also mehr als 440T€ wert
    2. … kaufkraftbereinigt gleich viel wert, also ca. 440T€
    3. … weniger wert.

    Fall 1 und 2 sind ok – Fall 3 kann problematisch werden, weil er bei voller Abhängigkeit vom Portfolio nicht auf die Entnahmen verzichten kann, weil er eh schon frugal lebt.

    Wenn sein Depot zB mit 70 nur noch einen kaufkraftbereinigten Wert von 50% der ursprünglichen Summe bei Renteneintritt hat, dann ist er mit 90 platt. Bei außergewöhnlichen Belastungen noch schneller.

    Er muss das also permanent im Blick haben und – solange er das noch kann – dafür sorgen, dass das Depot nicht weniger wert wird und daher ggflls. noch mal durch Teilzeitarbeit das Depot entlasten.

    Darüber hinaus reicht das nur für ihn – für einen Partner und/oder Kinder reicht die Depotsumme bei Weitem nicht aus.

    Frau Bloom hat das andere Extrem gewählt – sehr lange gearbeitet und (fast) nichts ausgegeben. Wer da glücklicher wird/war (was ja ein entscheidendes Kriterium für diesen Blog ist), will ich gar nicht entscheiden oder bewerten; vermutlich waren oder sind beide mit ihrem Weg zufrieden.

    Weniger Risiko, auf den berühmten Hund zu kommen, hat(te) aber definitiv Frau Bloom. 4% von 9 Mio. sind 360T$ p.a. – damit kann man auch in NYC ganz gut auskommen …

    Z

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