Günstig Einkaufen bei eBay

So kaufe ich mühelos und günstig Sachen bei eBay

Wenn ich mal etwas kaufe, dann geschieht das üblicherweise aus der Stuff Cloud.
Ich besorge mir den Artikel (gebraucht) über eBay oder eBay Kleinanzeigen und nutze ihn solange ich ihn benötige. Wenn er nicht mehr gebraucht wird, verkaufe ich ihn auf umgekehrten Wege wieder.
Anstatt Dinge dauerhaft zu besitzen und immer mehr und mehr Krempel anzuhäufen, greife ich Dinge bei Bedarf einfach aus der „Krempel-Wolke“ heraus und gebe nicht benötigtes wieder dorthin zurück.

Schon vor einiger Zeit habe ich in zwei Artikeln erklärt, wie ich meine Sachen über eBay verkaufe – und dabei den bestmöglichen Verkaufspreis erziele:

So verkaufe ich meinen Krempel bei eBay – Teil 1: Der optimale Verkaufspreis
So verkaufe ich meinen Krempel bei eBay – Teil 2: Clever verpacken und versenden

Für die Nutzung der Stuff Cloud fehlte aber bisher noch etwas. Nämlich eine Anleitung dafür, wie man Dinge bei eBay möglichst günstig einkaufen kann. Genau darum soll es heute gehen.

Vorweg aber noch eine Warnung. In diesem Artikel zeige ich, wie ich extrem günstig und komfortabel Dinge einkaufen kann. Das soll natürlich nicht dazu missbraucht werden, plötzlich jede Menge Krempel zu kaufen, nur weil er preiswert ist. Nicht vergessen: Wir sind immer noch passionierte Nichtkäufer. 🙂

Auktion statt Sofortkauf

Wenn ich einen Artikel über eBay verkaufe, stelle ich ihn meistens nicht als Auktion, sondern als Sofortkauf-Angebot ein. Warum? Wer ein Festpreis-Angebot kauft, der bekommt seinen Artikel direkt nach Zahlungseingang zugeschickt und muss nicht erst auf das Ende der Auktion warten.
Wir Menschen wurden von der Evolution so gestrickt, dass wir Dinge am liebsten sofort haben wollen (Stichwort Instant Gratification). Darum – so zumindest meine Beobachtung – gehen Festpreis-Artikel im Durchschnitt zu höheren Preise über den virtuellen Ladentisch. Beim Kaufen nutze ich diesen Effekt in umgekehrter Form und biete darum bevorzugt auf Auktionen.

3,2,1… meins!

Hast du auch schon einmal bei einer eBay-Auktion mitgeboten? Ich kann euch sagen, das ist der pure Nervenkitzel!

Einige Minuten vor Auktionsende loggst du dich ein. Der Artikel hat schon ein paar Gebote, steht aber noch weit unter dem, was du bezahlen würdest. Also gibst du gleich mal selbst ein Gebot ab – 20 €.
Zack, Für zweieinhalb Minuten bist du Höchstbietender, dann steigert jemand den Preis auf 23,81 €.
Nagut, dann lieber abwarten… und ein paar Sekunden vor Ende der Auktion an allen vorbei ziehen. Also legst du dich auf die Lauer und beobachtest die Auktions-Uhr, die in großen roten Buchstaben ihrem Ende entgegen tickt.

Noch gut zwei Minuten Zeit. Du atmest tief durch, nimmst einen großen Schluck aus deinem Wasserglas.

Eine Minute und dreißig Sekunden. Langsam fühlst du, wie die Nervosität in dir hochsteigt. Du beginnst zu schwitzen. Der Preis steigt auf 26,13 €.

Die letzte Minute beginnt. Nun spürst du deutlich den Herzschlag in deiner Brust. Noch ein letzter Check: Sitzt du gerade? Funktioniert die Internet-Verbindung? Der Preis springt auf 37,54 €.

Noch 20 Sekunden. Das Adrenalin schießt  in deine Venen. Der Puls schnellt auf 180. Jetzt heißt es volle Konzentration. Ganz langsam, Ziffer für Ziffer, tippst du dein Höchstgebot in das Eingabefeld – 50 €.

Die letzten Sekunden. Sieben, sechs, fünf… eiskalt drückst du ab. Die Zeit, während die Seite neu lädt, kommt dir endlos vor. Dann endlich die Erleichterung: Dein Schuss war ein Treffer, du hast die Auktion gewonnen. Für 43,65 € gehört der Artikel dir.

Hast du diese Erfahrung auch schon einmal gemacht? Kennst du die Aufregung in den letzten Sekunden einer eBay-Auktion?

So machen es blutige Anfänger.

Vollautomatisch bieten mit Snip

Richtige eBay-Profis machen sich die Finger nämlich nicht mehr selbst schmutzig, sondern heuern für das Artikel-Schießen einen seriösen Auftragskiller an. Und der heißt in meinem Fall: Snip.

Snip ist ein sogenannter Online-Bietagent, der eBay-Gebote automatisch für dich abgibt, selbst wenn du schläfst oder dein Computer ausgeschaltet ist. Du sagst Snip einfach, auf welchen Artikel geboten werden soll, wie viel Geld du bieten möchtest und wie viele Sekunden vor Auktionsende das Gebot abgefeuert wird. Snip übernimmt den aufregenden Teil dann vollautomatisch.

Snip wird vom polnischen Entwickler Piotr Tomczyk betrieben, es gibt aber auch eine deutsche Übersetzung der Seite. Um den Service nutzen zu können, muss man sich zunächst einen Account bei Snip registrieren und diesen mit seinem eBay-Konto verknüpfen. Als neuer Nutzer erhält man dann zunächst fünf Gratis-Schüsse. Sind diese verbraucht, muss das Snip-Guthaben aufgeladen werden – das geht zum Beispiel komfortabel über PayPal.

Ein Schuss wird nur gezählt, wenn man die Auktion auch wirklich gewonnen hat und kostet dann rund 0,15 €. Schüsse, die „daneben gehen“ verursachen keine Kosten.

Einen Artikel zu Snip hinzufügen

Nachdem du dich registriert und deinen eBay-Account mit Snip verknüpft hast, kannst du Schüsse auf Auktionen hinzufügen. Dafür musst du lediglich die Internet-Adresse (URL) der eBay-Auktion kopieren und bei Snip in das dafür vorgesehene Feld einfügen.

eBay Snip Artikel hinzufügen

Nach einem Klick auf Snip dies! erscheint ein Formular, in das du dein Höchstgebot eingibst.
Überlege dir also vorher genau einen Preis, den du maximal zu zahlen bereit bist. Davon ziehst du noch die Versandkosten ab und erhältst so dein Höchstgebot.

Das Feld Schusspuffer gibt an, wie viele Sekunden vor Schluss das Gebot abgefeuert wird. Die Standardeinstellung sollte hier in der Regel ausreichen.

Dann klickst du auf Schuss hinzufügen – fertig. Jetzt kannst du dich wieder anderen Dingen widmen. Snip erledigt den Rest und du bekommst eine E-Mail von eBay, wenn du eine Auktion gewonnen hast.

Mit Gruppen auf mehrere Auktionen bieten

In den Schuss-Einstellungen gibt es auch noch eine weitere praktische Funktion: Die Schuss-Gruppe.

Stell dir vor, du willst einen Rasenmäher ersteigern. Um deine Chance zu erhöhen, dass du eine Auktion gewinnst, bietest du mit Snip gleichzeitig bei drei oder vier Auktionen mit. Was du dabei natürlich vermeiden willst: Dass Snip mehrere (oder sogar alle) dieser Auktionen für dich gewinnt und du am Ende versehentlich vier Rasenmäher kaufst.

Genau hierfür gibt es bei Snip das Gruppen-Feature. Zunächst gehst du oben in der Navigation auf Gruppen und klickst auf Neue Schuss-Gruppe anlegen.

eBay Snip Schuss-Gruppen

Dann gibst du der Gruppe einen Namen und stellst das Schuss-Limit ein.

eBay Snip Schuss-Gruppe anlegen

Fügst du nun mehrere Auktionen zu derselben Schuss-Gruppe hinzu, dann werden höchstens so viele Artikel ersteigert, wie dein Schuss-Limit vorgibt. Ist dein Schuss-Limit beispielsweise 2 und du gewinnst zwei Auktionen in der Gruppe, dann bietet Snip bei den verbliebenen Auktionen nicht mehr mit.

Wenn du nur einen einzelnen Artikel kaufen möchtest, belässt du das Limit einfach bei 1.

Gemütliches Online-Shopping bei eBay

Jetzt haben wir alle Werkzeuge und das benötigte Knowhow zusammen, um bei eBay völlig mühelos auf Einkaufstour zu gehen – fast vollautomatisch und genauso entspannt wie bei Amazon oder im Ladengeschäft.

Neulich wollte ich mir etwa ein neues Paar Schuhe zum Skaten kaufen. Im Laden sind solche Treter kaum für unter 50 € erhältlich. Bei eBay bekomme ich meistens welche für 10 bis 20 €. Oft sind sie nicht mehr als ein paar Mal getragen worden.

Und so gehe ich beim Einkaufen vor:

  • Zunächst erstelle ich bei Snip eine neue Schuss-Gruppe. In diesem Fall heißt sie einfach Skateschuhe.
  • Dann gebe ich bei eBay einen passenden Suchbegriff in das Suchfeld ein (z.B. „Skateschuhe 43“). Wichtig: Auch mit ein paar alternativen Begriffen oder Markennamen suchen, wie etwa „Skater Schuhe 43“ oder „Nike 43“.
  • Bei den gelieferten Suchergebnissen stelle ich den Suchfilter auf nur Auktionen und sortiere die Liste nach Bald endend. So erhalte ich alle Auktionen, die innerhalb der nächsten Tage auslaufen.eBay Suche nur Auktionen bald endend

    Was auch gut funktioniert: Die Angebote nach Niedrigster Preis inkl. Versand sortieren, ohne nach Auktionen zu filtern. Im Regelfall sollten die Auktionen dann als erstes auftauchen, da diese typischerweise einen niedrigen Startpreis haben. Der Vorteil dieser Methode: So gehen mir auch günstige Sofortkauf-Angebote nicht durch die Lappen.
  • Anschließend blättere ich mich Stück für Stück durch die Liste. Alle Angebote, die mir zusagen, klicke ich an und schaue mir die Bilder und die Beschreibung an. Gefällt mir der Artikel, dann füge ich die Auktion bei Snip meiner Gruppe hinzu.
    Wenn ich nach bald endenden Auktionen filtere, blättere ich soweit, bis das Auktionsende eine Woche oder noch weiter entfernt liegt. Sortiere ich nach Preis inkl. Versand, blättere ich soweit, bis die Preise höher werden, als ich zu zahlen bereit bin.
  • Nun ist meine Snip-Gruppe erstmal gefüttert und ich kann mich wieder anderen Dingen widmen. Wenn ich nach einer Woche keine Auktion gewonnen habe (oder es gerade keine passenden Angebote gab), dann wiederhole ich den Prozess einfach.
    eBay Snip Skateschuhe Schuss-Gruppe

eBay Skateschuhe AuktionAuf diese Weise hatte ich nach ein paar Tagen ein neues Paar Skateschuhe ersteigert. Ganz bequem und ohne große Aufregung. Bezahlt habe ich inklusive Versand genau 8,00 €.
Und was mache ich, wenn mir die Schuhe nicht passen oder nicht gefallen? Dann verkaufe ich sie einfach weiter – entweder vor Ort im Freundeskreis, bei eBay Kleinanzeigen oder wieder bei eBay.

Fazit

Mit einem automatisch Bietagenten wie Snip kann man bei eBay super komfortabel einkaufen, fast wie in einem gewöhnlichen Onlineshop. Bei Auktionen gibt es Gebrauchtwaren oft für einen Bruchteil des Neupreises. So muss man selbst für teure Geräte, Hobby-Equipment oder Markenprodukte nicht viel Geld ausgeben. Außerdem freuen sich unsere Umwelt und die Ressourcen unserer Erde , wenn gebrauchte Dinge weiter verwendet werden und weniger neuer Krempel produziert wird.

Habt ihr auch schon Erfahrungen mit eBay-Auktionen gemacht? Nutzt ihr vielleicht sogar schon einen automatischen Bietagenten?
Oder kennt ihr noch ganz andere Möglichkeiten, um günstig Sachen aus der Stuff Cloud zu kaufen?
Ich bin auf eure Kommentare gespannt!

26 Gedanken zu “So kaufe ich mühelos und günstig Sachen bei eBay

  1. Super Tipp mit dem Tool. Sind die mittlerweile offiziell erlaubt von Ebay?

    Und das mit der Gruppenfunktion scheint sehr gut umgesetzt. Kannst du sagen, wie hoch deine Erfoglsquote damit ist?

    Insgesamt finde ich das gebrauchte Sachen kaufen und wieder zu verkaufen, anstatt wegzuwerfen, toll. Wenn das jeder machen würde, wären wir einen Riesen Schritt weiter.

    CU Ingo.

  2. Danke für den super Artikel. Genau mein Ding
    Ich bin aber mehr der eBay Kleinanzeigen/ Flohmarkt Fan. Vor allem für meine zwei Kleinen. Ist Wahnsinn was machen Leute für kleines Geld an tollen Klamotten, Schuhen und Spielzeug verkaufen.
    Wichtig ist immer, dass man Spaß dabei hat. Das Zauberwort heißt Gamifikation: https://hobbyinvestor.de/dauerhaft-geld-sparen-gamifikation/
    Der Spieltrieb steigert das Sparpotential. Je mehr Spaß es einem macht, umso höher die Sparmöglichkeit und umso nachhaltiger ist es auch.

    Schöne Grüße
    Sebastian

  3. Hey, super Artikel. Scheinbar zähle ich (noch) zu den blutigen Anfängern… Snip war mir bisher unbekannt. Also vielen Dank für diesen Artikel!

    Würdest du mir deinen Snip-Namen verraten, dann kann ich dich als Werbender-Benutzer eintragen, wenn ich mich dort anmelde. Ehre wem ehre gebührt quasi 🙂

  4. Haha, die Beschreibung des Bietens in der letzten Minute….wir saßen früher mit der großen Küchenuhr mit Sekundenzeiger in der Hand vor dem PC….und wenn dann kurz vor Schluss auf „bieten“ geklickt wurde, kam nicht selten die Meldung: die Verbindung wurde unterbrochen, Sie müssen sich erst einloggen, bevor Sie ein Gebot abgeben können….aaaaaargh! Da ist Deine Methode ja direkt langweilig dagegen… 😉

    • Haha super, das kenne ich auch noch! 😀 Früher hatte eBay ja auch noch keine Live-Anzeige der verbleibenden Zeit, so dass man wirklich noch eine Uhr mit Sekundenanzeige brauchte und auf „Aktualisieren“ klicken musste.

      Mittlerweile ist das schon deutlich komfortabler geworden. 🙂

  5. Das hört sich wirklich nach einer sehr guten Strategie an. Allerdings hatte ich bisher immer Bedenken, dass man bei diesen Bietagenten seine Zugangsdaten bei einem Drittanbieter hinterlegen muss. Dies könnte ja insbesondere bei hinterlegten Kreditkarten- oder Paypaldaten auch ein Risiko bedeuten. Vielleicht probiere ich es dann mal mit einem neuen separaten ebay-Konto aus.

    • Hi Markus,
      stimmt, das ist durchaus ein berechtigter Einwand.
      Ich verknüpfe meine Kreditkarten- oder Paypal-Daten auch nicht mit eBay – das ist gerade bei Verwendung eines Bietagenten sicher auch ganz gut so. Wird der Drittanbieter z.B. Opfer eines Hacker-Angriffes, könnten diese Zugangsdaten gestohlen werden und Angreifer können dann per PayPal gemütlich einkaufen.

  6. Danke Oli für die Tipps! Habe ebay schon recht lang nicht mehr benutzt. Ich schaue meist bei ebay.kleinanzeigen, damit etwas nicht durch halb Deutschland geschickt werden muss. Elektronische Geräte kaufe ich bei amazon, da hier Reklamationen problemlos laufen und ich bisher kein Fan von gebrauchten Handys/Laptops bin. Schuhe/Kleidung kaufe ich lokal. Mit deiner Methode kommt man eindeutig günstiger an Schuhe.

    • Hi Jenny,
      bei spezielleren Gegenständen findet man lokal leider nicht immer das, was man sucht. Da bin ich schon ganz froh, dass man über eBay quasi „Zugriff“ auf Verkäufer in ganz Deutschland (oder sogar Europa) hat.

      Gerade bei elektronischen Geräten finde ich eBay übrigens super – zumindest wenn man von gewerblichen Verkäufern kauft. Die eBay-Händler sind sehr auf ihren Ruf und eine gute Bewertung bedacht. Ein oder zwei schlechte Bewertungen kann vielen schon für Monate das Geschäft verhageln. Gerade mit Reklamationen habe ich darum bisher nur gute Erfahrungen gemacht.

  7. Also ich mag ja manchmal den Nervenkitzel beim Bieten. 😉 Snip werde ich aber auf jeden Fall mal ausprobieren, das Gruppen-Feature klingt sehr spannend. Danke für den Tipp!

  8. Hallo Oliver,
    habe mich gestern auf Deinem Blog „festgelesen“. Vielen Dank für Deine interessanten Artikel. Ebay war bei mir etwas in Vergessenheit geraten. Die Möglichkeit mit dem Bietagenten kannte ich noch nicht. Ich teile allerdings die Bedenken von Markus, was die Daten angeht. Deine Artikel über das Verkaufen auf Ebay fand ich auch sehr interessant. Ich habe bisher immer nur Auktionen verwendet. Wenn ich das nächste Mal etwas in die „Stuff Cloud“ geben will, werde ich das mit dem „Sofort-Kaufen“ mal ausprobieren.
    Ein anderer Tipp zum Thema „Stuff Cloud“ (ich feiere diesen Ausdruck) ist es, Tauschplattformen zu verwenden. Ich bin z.B. Mitglied bei Tauschticket.de
    Hast Du so etwas auch schon mal ausprobiert?

    • Hi Petra,

      schön dass du hergefunden hast und dir mein Blog gefällt! 🙂

      Das Thema mit den Zugangsdaten sollte man tatsächlich auf dem Schirm haben. Ich denke, solange man keine Zahlungsdaten bei eBay hinterlegt, sollte man relativ sicher sein.
      Natürlich steigt mit jedem Anbieter, bei dem eBay-Zugangsdaten gespeichert sind, das Risiko eines Missbrauchs. Aber auch eBay selbst wurde vor einigen Jahren schon einmal gehackt und alle Nutzer wurden dazu aufgefordert, ihr Passwort zu ändern.

      Tauschplattformen kannte ich bisher noch nicht, finde ich aber ne coole Idee! 🙂

  9. Hello! Langer Snip-User hier und es gibt meiner Meinung nach noch einen ergänzenden Hinweis zum Bieten mit Snip (oder allgemein bei Online-Auktionen), den Ollie laut seinen Screenshots auch wohl anwendet:

    Man sollte keine runden oder übliche Beträge, also nicht 22,00€, 21,50€ oder 19,99€ bieten, weil diese wahrscheinlich von anderen Bietern auch geboten werden und man so unnötig Auktionen verlieren kann.

    Stattdessen unter- oder überbiete man um eine paar krumme Cents: 22,07€, 21,44€, 19,81€.

    Beim Unterbieten verringert man natürlich seine Chance, die Auktion zu gewinnen, dafür steigt die bedingte Wahrscheinlichkeit, bei gewonnener Auktion ein Schnäppchen gemacht zu haben. Beim Überbieten gilt das Gegenteil; ich selbst überbiete tendenziell eher, um die Angelegenheit vom Tisch zu haben. Wer will schon Zeit zum Shoppen verwenden??

    • Hi Micha,

      genauso mache ich es auch – meistens „überbiete“ ich um 0,54 €.
      Wenn jemand eine runde Summe bietet, dann kann ein anderer noch um 50 Cent überbieten und ich liege trotzdem noch darüber.

      Und falls jemand den gleichen Trick anwendet wie ich, aber nur um 0,51 € oder 0,52 € Cent überbietet, dann liege ich immernoch noch vorne. Aber das grenzt wohl schon an Haarspalterei. 😉

  10. Moin Oli,
    Danke für den Tipp mit Snip. Damit könnte eBay tatsächlich wieder interessant werden für mich. Mich hat da oft der notwendige Zeiteinsatz gestört, um an etwas zu kommen, das ich wollte.

    Ich finde die Idee mit der Stuff-Cloud sehr interessant. Muss ich mal ausprobieren.

    Beste Grüße
    Tobias

  11. Wow, Tipps zu einem Ebay-Bietagenten und ungeraden Bieter-Summen, ja ist das denn zu glauben. Welch schier bahnbrechende Neuigkeiten! Blos, nutze ich diese und noch viel mehr Features schon seit etwa… 10 Jahren.

  12. Finde das einen ganz tollen Blog, wirklich gut zum Senken aller möglichen Kosten im Leben. Danke Dir Oliver und weiter so.
    Ich nehme Gixen.com. Das hat sehr ähnliche Funktionen wie snip, kostet in der Standard Version nichts. Ist auf Englisch aber einfach zu bedienen.
    Ebay hatte solche Tools mal in den AGB verboten, ich weiss nicht, ob das immer noch so ist. Die Praxis sagt aber, dass ebay einen Teufel daran tut, seine guten Kunden aus der Platform zu werfen. Ich nehme jedenfalls Gixen schon seit > 10 Jahren und hatte noch nie Ärger. Bei ca. 1 % der Auktionen gab es einen Fehler, so dass Gixen nicht oder nicht rechtzeitig geboten hat.
    Manchmal mache ich vorher noch eine Preisrecherche indem ich bei der Suche „verkaufte Artikel“ anklicke. Dann sieht man so das Preisgefüge und kann dann besser Produkte und Marken vergleichen.
    @Markus, valider Punkt, man hinterlegt seine Ebay Zugangsdaten bei dem Drittanbieter wie Gixen oder Snip. Auch wenn ich nicht davon ausgehe, dass langjährige Anbieter solcher Services kriminell sind, könnten diese aber Opfer eines Hackerangriffes werden. Mein Rechner aber auch. Deswegen kopple ich nie das Ebay mit dem Paypal-Konto auch wenn Ebay das so schön naheliegt. Ohne diese Kopplung kann ein Hacker zwar auf irgendwas in meinem Namen bieten, bei Gericht kommt man aber mit der Behauptung, man habe nicht selber, sondern ein Hacker geboten, bei Klage auf Erfüllung des Kaufvertrages raus. Außerdem klagt selten einer, auch wenn es viele androhen.
    @DerMitleser. Ohne uns von Deinen „viel mehr Features“ teilhaben zu lassen, ist der Beitrag ziemlich nutzlos.

    • Hi KostenRunter,

      danke, freut mich dass dir mein Blog gefällt! 🙂
      Ich hatte es in einem Kommentar weiter oben schommal erwähnt: In den AGB selbst ist seit 2014 von einem Sniper-Verbot keine Rede mehr. Auf den Hilfeseiten steht allerdings noch, dass der Einsatz von Sniper-Software verboten ist. Allerdings hatte auch ich noch nie Probleme und nutze Snip schon seit längerem regelmäßig. Ich denke die Gefahr, durch eBay Konsequenzen (z.B. eine Account-Sperrung) zu spüren zu bekommen, ist hier relativ gering.

      Eine Preisrecherche mache ich vorher auch. Man muss ja auch erstmal wissen, was der gewünschte Artikel so ungefähr kosten wird. Dabei gehe ich in der Regel ähnlich vor wie beim Verkaufen, wo ich den optimalen Verkaufspreis recherchiere.

  13. Die meisten Tipps habe ich mir über die Jahre selber erschlossen, aber Bietagent kommt mit wegen Datenschutz nicht ins Haus. Lieber erstelle ich mir einen Termin Im Kalender auf meinem Smartphone auf 5 min. vor Auktionsende. Und ich biete immer erst in den letzten 10 sec.

    Generell suche ich auch immer nach verkauften Artikeln in der Vergangenheit, um mir ein Bild vom Durchschnittswert zu machen.

    Beim Sofortkauf zahlen Leute allgemein mehr. Habe die Erfahrung gemacht, dass kostenloser Versand auch hilfreich sein kann. Es klingt trivial, aber Menschen sind so gestrickt, dass sie eher kaufen, wenn sie direkt die Endsumme als günstigen Preis sehen und nicht überlegen müssen, wo der Haken ist oder erst die Versandkosten einrechnen und dann überlegen müssen, ob es mit den Versandkosten lohnt. Das nimmt ihnen ein paar Sekunden, um einen emotionalen Kurzschlusskauf zu tätigen.
    Natürlich rechnen wir in den Endpreis ohne VK unsere Versankosten und ebay-Gebühren von 10% schon mit ein. Ich nutze da die simple Formel:
    (Gewünschte Endsumme + Vk) / 0,9
    Bsp.:
    (20 € + 3,89 € VK) * 0,9
    Somit bieten wir es für 26,55 € an, damit wir am Ende abzüglich Kosten 20 € damit verdienen.
    Wenn man Paypal als Zahlungsmethode anbietet, könnte das zusätzlich Interessenten anziehen. Biete ich aber nur an, wenn ich sowieso mit Sendungsnummer verschicken will. Warum? Ohne Sendungsnummer können Käufer den Käuferschutz missbrauchen, indem sie behauten, den Artikel nie erhalten zu haben. Ohne Sendungsnummer erhalten sie ihr Geld immer zurück.
    Außerdem müssen wir dann dir Paypal-Gebühren (1,9% + 0,35 €) in den Verkauf einkalkulieren:
    (20 € + 0,35 € + 3,89 € VK) / 0,9 / 0,981
    Der Endpreis wäre dann gerundet 27,50 €, damit wir am Ende 20 € in der Tasche haben.
    Da sieht man mal, wieviel Kosten einem noch abgezogen werden :/

    Bei Hochwertigen Artikeln kann es sich lohnen, trotzdem Auktion zu wählen, aber bitte nie ohne Startpreis, mit dem ihr euch mindestens zufrieden gebt. Wenn ich z.B. seltene Retro-Games verkaufe, kann es schon mal sein, dass ein Bieterkampf entsteht, weil Sammler eh emotional Kaufen. Mit Sofortkauf würden uns hier extra € entgehen.

    • Hi Elduderino,

      cool, das sind wirklich nochmal super gute Tipps! Danke fürs Teilen! 🙂

      Ich bin bisher immer davon ausgegangen, dass potentielle Käufer die Suchergebnisse ebenfalls nach „Niedrigster Preis inkl. Versand“ filtern. Beim Verkaufen versuche ich dann immer, möglichst weit oben auf der Liste zu landen. Der erste Platz muss es gar nicht unbedingt sein, weil die Leute auch bereit sind, etwas mehr zu zahlen, wenn z.B. die Fotos besser sind oder die Artikelbeschreibung mehr ins Detail geht.

      Unter dieser Maßgabe wäre es dann besser, keinen kostenlosen Versand anzubieten und stattdessen den Gesamtpreis etwas niedriger anzusetzen (weil man dann ja auf die Versandkosten keine eBay-Gebühren bezahlt).

      Aber wahrscheinlich kommt es hier auch wieder auf den genauen Artikel an – PC-Teile werden vielleicht eher „rational“ gekauft, Sammelobjekte oder Kleidung hingegen mehr „kurzschlussmäßig“?! Nur so eine Vermutung… 😉

      • Aus Kostengründen ist es natürlich besser, den Versand separat auszuweisen, weil wir weniger Provision zahlen. Da muss ich nochmal etwas experimentieren.
        Bei der Formel inkl. Paypal-Gebühren habe ich mich etwas geirrt. Korrekt ist:
        (Gewünschte Summe + Paypal Fixwert + Versandkosten) / (1 – 0,1 – 0,019)
        Beispiel:
        (20 € + 0,35 € + 3,89 €) / 0,881 = 27,51 €

  14. Ein alternativer Bietagent ist Biet-O-Matic. Installiert man auf dem eigenen PC, Datenschutz ist dann kein Thema mehr. Koscht nix. Gruppenbildung kann der auch.

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