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Erfahrungsbericht Immocation

Hey, @wkrein,

erst mal Danke für Deine ausführliche Antwort, ich habe aber noch eine Frage. Wir nehmen die Zahlen der Finanzierung exakt so, wie Du sie im immocation-tool eingepflegt und ergänzt hast, Stand ist also Deine hochgeladene Datei, Kaufzeitpunkt 01.01.2020.

Jetzt nehmen wir an, der Mieter Eigentümer will die Immobilie verkaufen und wir nehmen weiterhin an, dass bei diesem Verkauf keine zusätzlichen Kosten (Makler, Vorfälligkeitsentschädigung Bank, Spekaulationssteuer etc.) anfallen, aber der Kredit vollständig abgelöst wird.

Wann könnte der Eigentümer dann einen Erlös von

  • 6740€ x 25,6% =~ €1.725.- bzw.
  • 6740€ x 1,256 =~ €8465.- erzielen?

 

Zitat von MFZ73 am 22. Januar 2020, 18:51 Uhr

Hey, @wkrein,

erst mal Danke für Deine ausführliche Antwort, ich habe aber noch eine Frage. Wir nehmen die Zahlen der Finanzierung exakt so, wie Du sie im immocation-tool eingepflegt und ergänzt hast, Stand ist also Deine hochgeladene Datei, Kaufzeitpunkt 01.01.2020.

Jetzt nehmen wir an, der Mieter Eigentümer will die Immobilie verkaufen und wir nehmen weiterhin an, dass bei diesem Verkauf keine zusätzlichen Kosten (Makler, Vorfälligkeitsentschädigung Bank, Spekaulationssteuer etc.) anfallen, aber der Kredit vollständig abgelöst wird.

Wann könnte der Eigentümer dann einen Erlös von

  • 6740€ x 25,6% =~ €1.725.- bzw.
  • 6740€ x 1,256 =~ €8465.- erzielen?

Nach ca. 2,5 Jahren bzw. nach ca. 3,5 Jahren:

Jahr Wert € Darlehen € Erlös €
0 120.000 130.000 -10.000
1 122.400 127.380 -4.980
2 124.848 124.716 132
3 127.345 122.007 5.338
4 129.892 119.252 10.640
5 132.490 116.451 16.039

Unter Berücksichtigung der Steuer von 42% und einer leichten operativen Unterdeckung wie im immocation-tool Beispiel zu sehen wären nach ca. 2,8 Jahren die €1.725 erlöst und nach knapp über 4 Jahren die €8.465:

Jahr Wert € Darlehen € Unterdeckung € kumuliert Erlös €
0 120.000 130.000 0 -10.000
1 122.400 127.380 -876 -5.856
2 124.848 124.716 -1.752 -1.620
3 127.345 122.007 -2.628 2.710
4 129.892 119.252 -3.504 8.136
5 132.490 116.451 -4.380 11.659

Annahmen: Wertsteigerung 2% jährlich, 2% anfängliche Tilgung.

Was klar sein sollte: Immobilien sind ein Langfristinvestment. Wer spekulieren will, ist in Las Vegas besser aufgehoben. Und zum Daytraden ist diese Assetklasse zu träge.

Frage an dich: Welche Rendite wäre nötig, um nach 5 Jahren aus €6.740 = €16.039 bzw. €11.659 nach Steuern zu machen?

Tja, das Ergebnis wird Dich nicht erfreuen.

1,02
1 6740 876 7616 7768
2 7768 876 8644 8817
3 8817 876 9693 9887
4 9887 876 10763 10978
5 10978 876 11854 12091

Unter der Voraussetzung, dass wir uns darauf einigen können, dass ...

a) in Zeile 4 Deine "8.136€" nur "7.136€" sind und daher die 25,6% erst nach 4,3 Jahren erreicht werden und

b) die offensichtlich permanent verfügbaren 876€ nicht verjuxt werden, sondern ebenfalls investiert werden, sind es (siehe oben rechts)

c) ziemlich genau 2%

Streng genommen müsste man noch die 73€ mtl. ansetzen, dann wäre die Rechnung pro Immobilie besser ... aber man erkennt an dieser Aufstellung, dass die Immo bei einer solchen Finanzierung wie hier, erst nach 3-4 Jahren überhaupt in die Gewinnzone rutscht und die 25% auf das EK erst nach 4,3 Jahren erreicht sind.

Wenn sich das Aktienpaket mit 5% verzinst, ist die Immo erst nach 8 Jahren vorn.

Wenn man - wie auch von Immocation befürwortet - für eine solche Immobilie 10T€ Notgroschen bereit halten sollte und diese möglichst nicht in Aktien investiert, wird's noch besser.

Weiterhin hat es wenig Zweck zu leugnen, dass sich das EK in Deiner fünften Spalte "Erlös €" kumuliert und ergo laufend bis zur Volltilgung ansteigt. Das ist nicht das Kapital des Mieters und es ist auch nicht das Kapital der Bank - sondern das des Eigentümers. Das speziell bei hohen Finanzierungsraten >80% lange in der Immobilie gebunden ist und daher - sorry, aber es geht nun mal nicht anders - abgezinst werden muss, wenn man es mit einem Barwert vergleicht. Und zwar mit der Restlaufzeit der Kredite. Je länger gebunden, desto schlechter. Auch schon mehrfach erklärt.

Nun könnte man argumentieren, dass man nach 10 Jahren mit der Immo bereits ein paar Tausend Euro vorne wäre, der Hebel hätte bis dahin aber eigentlich kaum mehr als die Kosten eingespielt, d.h. eine solche Finanzierung resp. (sic!) Gesamtinvest von ~136T€ (Wortlaut Immocation, siehe Tabelle Immocation, links unten) wie im Beispiel rentiert sich nach frühestens 15 Jahren, auch weil die Steuerersparnis auf die Zinsen jährlich geringer ausfällt.

Das Gebrabbel von 25% Rendite auf das EK spricht eine andere Sprache und das ist meine Kritik an dieser Darstellung. Laien verstehen das nicht, glauben tatsächlich, dass sie 25% Rendite bekommen und vergleichen das mit den 8% am Aktienmarkt.

Derartig große Gewinn-Gaps gibt es zwischen Aktien und passiv betriebenen Wohn-Immos aber nicht - wenn es die tatsächlich gäbe, würde keine Sau in Aktien investieren.

Nicht zu vergessen die Kosten für die Instandhaltung. Außerdem ist ja auch nicht in Stein gemeißelt, dass ich die Immobilie nach erfolgter Tilgung überhaupt mit Gewinn verkaufen kann. Vielleicht sinkt der Wert ja auch (zB wenn ich letztes Jahr in Berlin eine schicke, teure Eigentumswohnung zum Vermieten gekauft hätte)

Zitat von Privatier am 23. Januar 2020, 8:59 Uhr

Nicht zu vergessen die Kosten für die Instandhaltung. Außerdem ist ja auch nicht in Stein gemeißelt, dass ich die Immobilie nach erfolgter Tilgung überhaupt mit Gewinn verkaufen kann. Vielleicht sinkt der Wert ja auch (zB wenn ich letztes Jahr in Berlin eine schicke, teure Eigentumswohnung zum Vermieten gekauft hätte)

Alles ok, ich bin ja auch nicht generell gegen Immos, ganz im Gegenteil.

Das tool von Immocation dient denen halt als Teaser für Neukunden und man kann von einem kostenfreien Tool auch nicht erwarten, dass es features beinhaltet, für die man anderswo zahlen muss. Das Tool hat aber eben auch seine Grenzen, was vielen Neueinsteigern ins Thema allerdings nicht so ganz klar sein dürfte. Ob das dann in der Masterclass von den entsprechenden Experten aufgearbeitet wird, weiß man natürlich nicht.

Zitat von MFZ73 am 23. Januar 2020, 2:15 Uhr

Tja, das Ergebnis wird Dich nicht erfreuen.

1,02
1 6740 876 7616 7768
2 7768 876 8644 8817
3 8817 876 9693 9887
4 9887 876 10763 10978
5 10978 876 11854 12091

Unter der Voraussetzung, dass wir uns darauf einigen können, dass ...

a) in Zeile 4 Deine "8.136€" nur "7.136€" sind und daher die 25,6% erst nach 4,3 Jahren erreicht werden und

Super, Du hast nachgerechnet!

b) die offensichtlich permanent verfügbaren 876€ nicht verjuxt werden, sondern ebenfalls investiert werden, sind es (siehe oben rechts)

Allein das anpassen der Instandhaltungsrücklage auf ein sinnvolles Niveau reicht aus, um auch diese €876 aus den Mieteinnahmen permanent verfügbar machen zu können. Geht das auch in deinem Szenario? Doch dazu mehr weiter unten.

c) ziemlich genau 2%

Und jetzt rechne das ganze bitte nochmal unter Berücksichtigung der Abgeltungssteuer durch.

Streng genommen müsste man noch die 73€ mtl. ansetzen, dann wäre die Rechnung pro Immobilie besser ... aber man erkennt an dieser Aufstellung, dass die Immo bei einer solchen Finanzierung wie hier, erst nach 3-4 Jahren überhaupt in die Gewinnzone rutscht und die 25% auf das EK erst nach 4,3 Jahren erreicht sind.

Wenn Du die immocation Tabelle verstanden hättest, würdest Du wissen, dass die 73€ respektive €876 in meiner obigen Rechnung bereits berücksichtigt wurden! Tatsächlich sind 42% Steuersatz berücksichtigt (€54 pm), eine unverhältnismäßig hohe Instandhaltungsrücklage (€106 pm), ein kalkulatorischer Mietausfall (€19 pm), und nicht umlagefähiges WEG Hausgeld (€26 pm). Macht in Summe €205 pro Monat respektive €2.460 im Jahr.

Der Steuersatz kann leicht auf 15%-25% optimiert werden. Die Instandhaltungsrücklage hängt von vielen Faktoren ab (Zustand, eigene Fähigkeiten, ...). Der Mietausfall hängt auch vom eigenen Geschick ab, kann also direkt beeinflusst werden. Bleibt noch das WEG Hausgeld, welches man sich sparen kann, wenn man in das richtige Objekt investiert. Bei allen diesen Punkten kann man konservativ kalkulieren, wie es in der Tabelle auch passiert und für Anfänger wichtig ist. Oder realistisch. Doch dazu braucht es Erfahrung.

Wenn sich das Aktienpaket mit 5% verzinst, ist die Immo erst nach 8 Jahren vorn.

Wenn der Immobilienwert mit 5% jährlich steigt...

Wenn die Immobilie sich mit 10% verzinst...

Wenn die Immobilie durch einen glücklichen Zufall um 20% im Wert steigt...

Merkt Du selbst, oder?

Wenn man - wie auch von Immocation befürwortet - für eine solche Immobilie 10T€ Notgroschen bereit halten sollte und diese möglichst nicht in Aktien investiert, wird's noch besser.

Ein Notgroschen sollte ohnehin immer vorhanden sein.

Weiterhin hat es wenig Zweck zu leugnen, dass sich das EK in Deiner fünften Spalte "Erlös €" kumuliert und ergo laufend bis zur Volltilgung ansteigt. Das ist nicht das Kapital des Mieters und es ist auch nicht das Kapital der Bank - sondern das des Eigentümers.

Das ist Kapital, welches zum einen Teil vom Mieter gezahlt wurde, und zum anderen Teil vom Objekt selbst. Es gehört natürlich dem Eigentümer. Ist das bei Wertsteigerungen von Aktien anders?

Das speziell bei hohen Finanzierungsraten >80% lange in der Immobilie gebunden ist und daher - sorry, aber es geht nun mal nicht anders - abgezinst werden muss, wenn man es mit einem Barwert vergleicht. Und zwar mit der Restlaufzeit der Kredite. Je länger gebunden, desto schlechter. Auch schon mehrfach erklärt.

Je nach Tilgungsrate kann es lange gebunden sein. Habe ich jedoch ein Darlehen ohne Tilgung vereinbart, ich zahle also nur die Zinsen, steht mir das Kapital jeden Monat erneut zur Verfügung (in diesem Fall monatlich €217). Ich wähle jetzt, dieses Kapital in die Tilgung zu stecken. Dadurch verzinst sich dieses mit 1,67% (die Zinshöhe des Darlehens). Ich kann es natürlich auch in andere Inventionen stecken. Warum also soll das bitte noch mal abgezinst werden? Dann müsste ja auch die Wertsteigerung bei Aktien abgezinst werden, da Du diesen Mehrwert ja nicht verfügbar hast bis zum Verkauf...

Nun könnte man argumentieren, dass man nach 10 Jahren mit der Immo bereits ein paar Tausend Euro vorne wäre, der Hebel hätte bis dahin aber eigentlich kaum mehr als die Kosten eingespielt, d.h. eine solche Finanzierung resp. (sic!) Gesamtinvest von ~136T€ (Wortlaut Immocation, siehe Tabelle Immocation, links unten) wie im Beispiel rentiert sich nach frühestens 15 Jahren, auch weil die Steuerersparnis auf die Zinsen jährlich geringer ausfällt.

Die grundsätzliche Frage ist immer, ob das ursprünglich eingesetzte Eigenkapital (in diesem Fall €6.740) sich in einer bestimmten Zeitperiode mehr oder weniger rentiert, als mit anderen Investments. Die Gesamtinvestition spielt dabei überhaupt keine Rolle.

In diesem speziellen Beispiel hat Ziel50 ein Objekt vorangetragen, welches eine Bruttorendite von 5,3% verspricht. Das kann für den Einzelfall ausreichend sein. Ich persönlich kaufe keine Objekte unter 8% Bruttorendite. Denn wie beim Aktienmarkt gilt auch hier: nur wer günstig einkauft kann Turbulenzen entspannt entgegen sehen.

Der Vorteil (für mich) gegenüber Aktien: Ich weiss, wohin die Reise geht. Bei Aktien bin ich von Managemententscheidungen abhängig.

Das Gebrabbel von 25% Rendite auf das EK spricht eine andere Sprache und das ist meine Kritik an dieser Darstellung. Laien verstehen das nicht, glauben tatsächlich, dass sie 25% Rendite bekommen und vergleichen das mit den 8% am Aktienmarkt.

Ein Verständnisproblem liegt bei dir sicherlich vor. Wenn bei einem investierten Kapitalstock von €6.740 dein Vermögen jährlich um €1.727 wächst, so liegt die Rendite mathematisch korrekt bei 25,6%.

Sicherlich kannst Du jetzt Argumente hervorholen, warum das nicht stimmt. Aber all diese Argumente betreffen Nebenbedingungen, die keinerlei Bezug auf die reine Renditeberechnung haben Am Beispiel der Kaufnebenkosten: Diese sorgen dafür, dass man die ersten Jahre im Minus landet. Faktisch richtig. Doch dieses minus wird jährlich um €1.727 weniger, bis es in die Gewinnzone geht. Mann kann aber eine Immobilie auch sehr günstig (unter Wert einkaufen). Dann ist die Bude vom ersten Tag an auch mit Kaufnebenkosten dick im Plus.

Derartig große Gewinn-Gaps gibt es zwischen Aktien und passiv betriebenen Wohn-Immos aber nicht - wenn es die tatsächlich gäbe, würde keine Sau in Aktien investieren.

Mag sein. In Aktien zu investieren ist allerdings auch wesentlich einfacher und weniger aufwendig als Immobilien. Vielleicht ist das auch ein Grund?

Zitat von Privatier am 23. Januar 2020, 8:59 Uhr

Nicht zu vergessen die Kosten für die Instandhaltung. Außerdem ist ja auch nicht in Stein gemeißelt, dass ich die Immobilie nach erfolgter Tilgung überhaupt mit Gewinn verkaufen kann. Vielleicht sinkt der Wert ja auch (zB wenn ich letztes Jahr in Berlin eine schicke, teure Eigentumswohnung zum Vermieten gekauft hätte)

Die Kosten für die Instandhaltung sind berücksichtigt.

Und mit vorhersagen ist das so eine Sache, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen 😉

 

Zitat von wkrein am 23. Januar 2020, 15:50 Uhr

[...]

Derartig große Gewinn-Gaps gibt es zwischen Aktien und passiv betriebenen Wohn-Immos aber nicht - wenn es die tatsächlich gäbe, würde keine Sau in Aktien investieren.

Mag sein. In Aktien zu investieren ist allerdings auch wesentlich einfacher und weniger aufwendig als Immobilien. Vielleicht ist das auch ein Grund?

Jein. Das ist der grund, warum das Hebelgeschäft mit Aufwand den eher nicht aufwändigen Aktienkauf schlagen sollte. Wenn er das am Ende nicht tut, war die investierte Arbeitszeit für umme.

Abgesehen davon beweist Du hier mal wieder, dass Du unfassbar schlechte Lesequalitäten hast oder absichtlich eine Differenz zwischen meinen und Deinen Aussagen zu konstruieren versuchst. Ich habe den Sch*** ehrlich gesagt nur kurz überflogen, denn grundsätzlich sind wir zu +95% d'accord. Wenn man diese Antwort aber liest, sieht es so aus, als ob es nur 5% wären.

Eine derartige Diskussionsführung ist absurd, weil Du mir permanent falsche Behauptungen unterstellst.

Zitat von MFZ73 am 23. Januar 2020, 16:18 Uhr
Zitat von wkrein am 23. Januar 2020, 15:50 Uhr

Derartig große Gewinn-Gaps gibt es zwischen Aktien und passiv betriebenen Wohn-Immos aber nicht - wenn es die tatsächlich gäbe, würde keine Sau in Aktien investieren.

Mag sein. In Aktien zu investieren ist allerdings auch wesentlich einfacher und weniger aufwendig als Immobilien. Vielleicht ist das auch ein Grund?

Jein. Das ist der grund, warum das Hebelgeschäft mit Aufwand den eher nicht aufwändigen Aktienkauf schlagen sollte. Wenn er das am Ende nicht tut, war die investierte Arbeitszeit für umme.

Stimmt.

Abgesehen davon beweist Du hier mal wieder, dass Du unfassbar schlechte Lesequalitäten hast oder absichtlich eine Differenz zwischen meinen und Deinen Aussagen zu konstruieren versuchst. Ich habe den Sch*** ehrlich gesagt nur kurz überflogen, denn grundsätzlich sind wir zu +95% d'accord. Wenn man diese Antwort aber liest, sieht es so aus, als ob es nur 5% wären.

Eine derartige Diskussionsführung ist absurd, weil Du mir permanent falsche Behauptungen unterstellst.

Uiuiui. Wer im Glashaus sitzt....

Zitat von wkrein am 23. Januar 2020, 16:36 Uhr
Zitat von MFZ73 am 23. Januar 2020, 16:18 Uhr
Zitat von wkrein am 23. Januar 2020, 15:50 Uhr

Derartig große Gewinn-Gaps gibt es zwischen Aktien und passiv betriebenen Wohn-Immos aber nicht - wenn es die tatsächlich gäbe, würde keine Sau in Aktien investieren.

Mag sein. In Aktien zu investieren ist allerdings auch wesentlich einfacher und weniger aufwendig als Immobilien. Vielleicht ist das auch ein Grund?

Jein. Das ist der grund, warum das Hebelgeschäft mit Aufwand den eher nicht aufwändigen Aktienkauf schlagen sollte. Wenn er das am Ende nicht tut, war die investierte Arbeitszeit für umme.

Stimmt.

Abgesehen davon beweist Du hier mal wieder, dass Du unfassbar schlechte Lesequalitäten hast oder absichtlich eine Differenz zwischen meinen und Deinen Aussagen zu konstruieren versuchst. Ich habe den Sch*** ehrlich gesagt nur kurz überflogen, denn grundsätzlich sind wir zu +95% d'accord. Wenn man diese Antwort aber liest, sieht es so aus, als ob es nur 5% wären.

Eine derartige Diskussionsführung ist absurd, weil Du mir permanent falsche Behauptungen unterstellst.

Uiuiui. Wer im Glashaus sitzt....

Letzter Versuch und eins vorweg:

Ich habe gerade diesen Beitrag von Dir völlig ohne Ironie geliked ...

https://frugalisten.de/forum/topic/frugal-am-ziel-mit-3-kindern-aber-leider-ungluecklich/?part=2#postid-8097

... weil ich nämlich genau wie Du zwei Kids, einen Garten, ein kaltes Bier und 'ne Hängematte habe und auch sonst alles unterschreibe, was Du da beschrieben hast.

Allerdings bin ich nicht bereit folgende gequirlte Sch**** in einer Diskussion zu dulden, nur weil Du völlig missverstehst, was ich schreibe:

Wenn Du die immocation Tabelle verstanden hättest, würdest Du wissen, dass die 73€ respektive €876 in meiner obigen Rechnung bereits berücksichtigt wurden!

Nichts. Wirklich absolut GAR NICHTS außer eines groben Missverständnisses Deinerseits lässt darauf schließen, dass ich behauptet hätte, das das in Deiner Rechnung nicht enthalten sei oder die Zahl nicht im Tool ersichtlich wäre oder ich die Zahl nicht gesehen hätte.

Im GEGENTEIL: 

Ich habe lediglich darauf hingewiesen, dass ICH in MEINER Berechnung der Opportunitätskosten, nach deren Verzinsung Du mich gefragt hast, diese Summe ...

  • ebenfalls angesetzt habe und daher Deine Fragestellung um diese Summe ergänzt habe; mit der hoffentlich nachvollziehbaren plausiblen Begründung, dass der Investor dieses Geld ja haben muss und es ergo in eine korrekte vergleichbare Berechnung der Opportunitätskosten einfließen sollte; sowie ...
  • zusätzlich freundlichst darauf, dass ich aus Gründen der Vereinfachung diese 12 x 73€ so in die Berechnung einfließen lasse, als wenn sie auf einen Schlag jeweils am Anfang des Jahres ins Aktienpaket fließen würden. Das ist streng genommen nicht korrekt, man müsste es monatlich ansetzen, dann würde sich der benötigte Zinssatz etwas erhöhen.

That's all.

Ich erkläre also klar und deutlich, was ich mache und was ich wie und warum in der Berechnung ansetze und darf mir dafür anhören, dass ich das Tool und/oder Deine Berechnung nicht verstanden hätte.

Das ist ehrverletzend, wkrein. Und da hört der Spaß irgendwann auch mal auf.

 

@wkrein

"Je nach Tilgungsrate kann es lange gebunden sein. Habe ich jedoch ein Darlehen ohne Tilgung vereinbart, ich zahle also nur die Zinsen, steht mir das Kapital jeden Monat erneut zur Verfügung (in diesem Fall monatlich €217). Ich wähle jetzt, dieses Kapital in die Tilgung zu stecken. Dadurch verzinst sich dieses mit 1,67% (die Zinshöhe des Darlehens). Ich kann es natürlich auch in andere Inventionen stecken. Warum also soll das bitte noch mal abgezinst werden? Dann müsste ja auch die Wertsteigerung bei Aktien abgezinst werden, da Du diesen Mehrwert ja nicht verfügbar hast bis zum Verkauf..."

Hallo wkrein,

das ist so eine Sache mit den Tilgungsfreien Darlehen:

  1. Die Bank muss mitspielen, d.h. du musst erst mal eins bekommen
  2. Die Bank berechnet dir dafür in der Regel einen höheren Zinssatz, also höhere Kosten
  3. Eventuell fällst du in eine andere Bewertung deiner Sicherheiten, bzw. musst weitere dingliche Sicherheiten stellen
  4. Dein Risiko wird höher, schließlich hast du nach 10 Jahren nichts abgezahlt, aber ggfls. einen Wertverlust durch Renovierungsstau einzurechnen
  5. Nicht immer gibt es eine Wertsteigerung, die plötzliche Umgehungsstraße kann da nur als Hinweis dienen für den langen Zeitraum.
  6. ....

Wir rechnen das zur Zeit an einem eventuell geplanten Doppelhaus durch, hier sprechen wir aber von sehr niedrigen Baukosten durch Eigenleistung und von KfW-Darlehn mit staatlich festgelegten Zinsen. Trotzdem nicht ganz einfach in der Verhandlung mit der Bank.

@energiefuchs

Deine Einwände sind natürlich korrekt, das muss alles berücksichtigt werden. In Immobilien zu investieren ist nicht so risikolos, wie manche das denken oder behaupten, und wie ich schon weiter oben schrieb, wesentlich komplexer als andere Anlageklassen.

Dennoch und gerade deswegen ist sehr viel möglich, und wer sich auskennt, kann sehr hohe Renditen einfahren. Sofern man bei Buy and hold mindestens 10 Jahre Zeit hat. Bei Fix & Flip wird das ganz noch mal komplexer, da die Fehlertoleranz abnimmt.

Kleiner Tip zum Abschluss: Wenn die Verhandlung mit der Bank nicht ganz einfach ist, geh einfach zu einer anderen Bank. Häufig liegt es nicht an dir und dem Projekt, sondern am Banker, wenn etwas schleift.

Viel Erfolg!

@mfz73

Besten Dank für den gelikten Kommentar.

Dennoch: Wie Du schon an anderer Stelle hier im Forum mitgeteilt bekommen hast, ist gerade Dein Ton mitunter herablassend, oberlehrerhaft und abfällig. Das kommt nicht unbedingt gut an. Ich denke, das kannst Du besser.

Und sollte ich dich in deiner Ehre verletzt haben, tut mir das leid. Das war nicht meine Absicht. Allerdings wird bei mir ein grober Klotz auch dementsprechend bearbeitet. Möchtest Du das anders haben, empfehle ich dir in Zukunft (zumindest bei mir) mehr belastbaren Inhalt und weniger Plattitüden zu verbreiten. Und noch was: Du wirst nicht besser, in dem Du andere schlecht machst.

In dem Sinne (und ohne Unterton): weiterhin viel Erfolg mit deiner Anlagestrategie!

 

Zitat von wkrein am 24. Januar 2020, 11:47 Uhr

@energiefuchs

Kleiner Tip zum Abschluss: Wenn die Verhandlung mit der Bank nicht ganz einfach ist, geh einfach zu einer anderen Bank. Häufig liegt es nicht an dir und dem Projekt, sondern am Banker, wenn etwas schleift.

Viel Erfolg!

@wkrein

Bisher haben wir bei unseren Baufinanzierungen bzw. Anschlussfinanzierungen ähnlich wie bei bei den Bauleistungen die Finanzierungsleistungen (sprich Kredite) mit festem Rahmen und Bedingungen ausgeschrieben.  Erfahrungsgemäß sorgt das für erstauntes Gesicht beim "Bankberater" (Verkäufer wäre ja besser), hat uns aber bisher immer zu guten Konditionen verholfen und sorgt für ein professionelles Auftreten gegenüber der Bank, da alle erforderlichen Unterlagen und Nachweise zur Finanzierung in der Ausschreibung zahlenmäßig erfasst und aufgegliedert sind. Liegt aber auch daran, das ich beruflich viel mit Bauleistungen zu tun habe.

Zitat von wkrein am 24. Januar 2020, 11:57 Uhr

@mfz73

Besten Dank für den gelikten Kommentar.

Dennoch: Wie Du schon an anderer Stelle hier im Forum mitgeteilt bekommen hast, ist gerade Dein Ton mitunter herablassend, oberlehrerhaft und abfällig. Das kommt nicht unbedingt gut an. Ich denke, das kannst Du besser.

Und sollte ich dich in deiner Ehre verletzt haben, tut mir das leid. Das war nicht meine Absicht. Allerdings wird bei mir ein grober Klotz auch dementsprechend bearbeitet. Möchtest Du das anders haben, empfehle ich dir in Zukunft (zumindest bei mir) mehr belastbaren Inhalt und weniger Plattitüden zu verbreiten.

Du hast irrc in diesem Thread mal geäußert, das Du nicht ganz sicher bist, ob ich hier der Supertroll bin oder tatsächlich Ahnung von Immobilien habe. Du behandelst mich nach wie vor wie einen Troll. Darüber solltest Du noch mal nachdenken. Gewissenhaft.

Und noch was: Du wirst nicht besser, in dem Du andere schlecht machst.

Plattitüde? Belastbarer Inhalt? Oberlehrerhaft? Ich bin gerade unschlüssig.

In dem Sinne (und ohne Unterton): weiterhin viel Erfolg mit deiner Anlagestrategie!

Eigenartigerweise passt das heute sogar. Normalerweise sehe ich diesen Thread überhaupt nicht als Diskussion über (m)eine Anlagestrategie, sondern hier geht's ja eher darum, ob das, was von Immocation verbreitet wird, grundsätzlich mit belastbarem Fachwissen untermauert ist.

Trotzdem könntest Du mir einen Tipp geben. Ich muss nämlich spätestens heute Abend bis 24:00 Uhr eine Stellungnahme zu einer Offenlegung eines kleinen Bauprojekts an die Stadt abgeben, ab Montag geht's dann ins weitere Verwaltungsverfahren. Was meinst Du ... soll ich das als Eigentümer formulieren? Oder lieber in meiner Eigenschaft als Gutachter/Sachverständiger?

Das hört sich ganz nach einem klassischen abertausendfach praktizierten Abzockmodell an. Hohe Vorleistungen für nichts. In Deutschland ist man vor solchen Betrügern nicht geschützt, da muss man selber aufpassen. Das braucht man sich im Detail gar nicht anzuhören, die Wahrscheinlichkeit, dass so etwas entfernt seriös ist geht gegen Null.

Zitat von Fitzi am 25. Januar 2020, 11:52 Uhr

Das hört sich ganz nach einem klassischen abertausendfach praktizierten Abzockmodell an. Hohe Vorleistungen für nichts. In Deutschland ist man vor solchen Betrügern nicht geschützt, da muss man selber aufpassen. Das braucht man sich im Detail gar nicht anzuhören, die Wahrscheinlichkeit, dass so etwas entfernt seriös ist geht gegen Null.

So weit sollte man nicht gehen. Das Tool hat Schwächen, ist aber nicht nutzlos. Grundsätzlich sind die Betreiber - was sie selbst zugeben und damit kokettieren - Anfänger/Laien im Bereich Immobilien. Deren Aufgabe ist es, das Marketing in Gang zu bekommen und das (aktuelle) Endprodukt "Masterclass" zu verkaufen. In der Masterclass zahlt man als Teilnehmer eben die Kosten für die Experten unter denen sich definitiv Leute befinden, die ihr Geld wert sind. Wie und ob deren Input in der Masterclass ausreichend nachhaltig vermittelt wird, steht auf einem anderen Blatt. Eine abschließende Prüfung/Qualifizierung erhält man auf diesem Weg nicht, insofern ist die Effizienz des Programms kaum greifbar. Wenn die Gegenleistung allerdings gegen Null tendieren würde - wie von Dir unterstellt - wären die Rückmeldungen bei YT schlechter und das Geschäftsmodell wäre sofort tot.

Wie lange sich das Konzept Immocation grundsätzlich hält, ist eine weitere offene Frage. Es gibt andere Möglichkeiten, die man zB zur groben Orientierung in einem unbekannten Markt nutzen kann; das hier ist nach meinen Informationen seit ca. 1,5 Jahren auf dem Markt, allerdings auch kostenpflichtig. Dahinter steckt aber auch eine bundesweite Datenbank, die laufend aktualisiert wird:

https://www.sprengnetter.de/produkte-services/innovationen/immowert2go/

Und bevor hier wieder Unfug verlabert wird: ich sage nicht, dass die App funktioniert. Ich sage nicht, dass die App mehr oder weniger kann als irgendjemand anders. Ich sage nicht, dass man die App unbedingt braucht. Ich sage nichts über den Anbieter oder das Produkt ... außer ... dass es dieses Produkt gibt. Features, Leistungen, Preis, Anwendungsbereich bitte selbst bewerten.

 

@fitzi

ich finde es schade, dass deine Weltsicht so negativ ist.
Sicherlich hilft auch hier, wie bei vielen anderen Angeboten, für sich zu prüfen, ob es einen das Geld wert ist. Aber ein Abzockmodell? Betrüger?

Weltsicht negativ? Nö, aber wenn von solchen Angeboten 1 von 1.000 gut ist, spare ich mir idR die Zeit zum Prüfen. Muss jeder selber wissen.

Zitat von MFZ73 am 24. Januar 2020, 22:29 Uhr
Zitat von wkrein am 24. Januar 2020, 11:57 Uhr

@mfz73

Trotzdem könntest Du mir einen Tipp geben. Ich muss nämlich spätestens heute Abend bis 24:00 Uhr eine Stellungnahme zu einer Offenlegung eines kleinen Bauprojekts an die Stadt abgeben, ab Montag geht's dann ins weitere Verwaltungsverfahren. Was meinst Du ... soll ich das als Eigentümer formulieren? Oder lieber in meiner Eigenschaft als Gutachter/Sachverständiger?

Hallo mfz73,

Gutachter oder Sachverständiger darf sich in Deutschland leider jeder nennen, das sind hier im Lande keine geschützten Begriffe bzw. der Nachweis für besondere Qualifikationen. Was ich da schon als öffentlich bestellter Gutachter/ Sachverständiger ( das wiederum ist ein geschützter Begriff mit entsprechenden Prüfungen und Nachweisen der Qualifikation im Fachgebiet) vor Gericht schon an Aussagen von „ Kollegen“ gehört habe war teils Haarsträubend.
Aber wie immer gibt es auch Ausnahmen, und ob du jetzt am Bauamt als Privatmann oder Sachverständiger sachlich richtig argumentierst in einer kleinen Bausache halte ich nicht für entscheidend.