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Frugal am Ziel mit 3 Kindern, aber leider unglücklich

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Es wäre schön wenn es eine Betriebsanleitung für uns Menschen (Körper, Geist, Gehirn, Gefühle, Sinne, usw.) geben würde. 😀

3 Tage Woche. Teilzeitarbeit.

@michael321 : Vielen Dank für den langen Beitrag. Da musste ich schon schmunzeln: "So extrem liest sich ein Posting nicht...". Tja, weiß ich auch. Fakt ist, dass ich auf die Frage, welche Tätigkeiten mich glücklich machen (auch wenn sie mit Geldausgeben verbunden sind), keine Antwort weiß. Da fällt mir nichts ein. Fernsehen und Chips essen finde ich gut. Aber das kann ich ja nicht als Lebensinhalt wählen 😉

Hallo Florian,

Wie Du auf deine eigene Art festgestellt hast, macht Geld nicht glücklich. Sparsam leben und genügsam sein ebenso wenig. Auch finanziell frei zu sein führt nicht zwingend zum Glück.

Meine Erfahrung ist, dass man "im Moment" glücklich sein kann. Also wenn ich meine Kinder im Sommer im Garten spielend sehe, während ich im Schatten sitzend ein kühles Bier geniesse. Oder als meine Kinder im Kleinkindalter auf meinem Arm eingeschlafen sind.

Auf andere Art glücklich bin ich, wenn ich kreativ und produktiv bin. Also etwas erbaut, erschaffen, gemalt, gewerkt, ein Problem gelöst habe. Meines Erachtens nach ist auch das der "Schlüssel" zum glücklich sein.

Nach vielen Gesprächen mit gleichgesinnten habe ich auch folgende Beobachtung gemacht:

Worauf hast Du hingespart bzw. warum möchtest Du finanziell frei sein? Wenn die Antwort lautet: "damit ich nicht mehr Arbeiten muss", führt das bei Erreichen des Zieles zu einer mittelschweren Depression. Lautet die Antwort allerdings: "damit ich mich mit den "wichtigen Dingen" des Lebens beschäftigen kann", zündet mit erreichen des Zieles noch mal eine weitere Stufe, und man geht so richtig ab. Die "wichtigen Dinge" sind dabei höchst individuell. Der eine möchte einfach einen guten Job als Handwerker machen. Der andere möchte gerne Bildhauer sein, der nächste seinen Garten gestalten, und der übernächste endlich etwas gegen lästige Laubblätter im Herbst erfinden.

Schau dir kleine Kinder an: Die sind am glücklichsten, wenn Sie im Moment sind und spielen und kreativ sind. Wenn sie jedoch "funktionieren" müssen, kippt deren Laune sehr schnell.

Hallo Florian, ich heiße Lorenz und gebe weiter, was ich erfahren durfte, nämlich wirklich glücklich zu sein. Viele Leute denken, dass sie nur äußere Dinge glücklich machen können und merken dann schnell, dass z.B.: das neue Auto oder die neue schöne Wohnung schnell zur Gewohnheit werden und sie nichtmehr glücklich macht. Also wenn es nicht die äußeren Dinge sind, sind es innere Werte, auf die man wieder aufmerksam gemacht werden muss. Du kanmst mir gerne eine Nachricht schreiben und wir können über das plaudern (ich heiße auf Facebook Lorenz Strauß und auf Instagram lorenzstrauss) (sei nicht abgeschreckt, nur weil ich jung bin😊)

Ganz liebe Grüße, und falls du dir da helfen lassen willst, melde dich😊👍🏻

Hallo Florian,

als ich das Wort "Angstsparen" gelesen habe, ahnte ich schon was dann folgt.

Glück kommt niemals von Geld. Für mich ist Glück stark mit Zufriedenheit verbunden. Vermutlich kannst du Diese nicht erringen, solange du wirklich aus Angst vor finanziellen Sorgen in der Zukunft sparst. Das scheint ritualisiert zu sein, und braucht wahrscheinlich wirklich professionelle Hilfe.

Auch ich kenne natürlich Momente der Unzufriedenheit. Dann hilft es mir, meine Situation zu reflektieren, und mich mit Anderen zu vergleichen, um zu erkennen, in welche komfortabler "Unzufriedenheit" ich mich befinde. Die Gesellschaft sagt uns wir müssten Dieses oder Jenes tun, den Tag strukturieren oder einen Baum pflanzen, aber wenn man sich daran misst, was Andere von einem Erwarten, kann das schnell zu Selbstzweifeln führen. Das ist der Zufriedenheit abträglich. Zum Glück habe ich massig Hobbies und Interessen, so dass ich das Wort Langweile nicht kenne.

Was ich völlig überlesen habe, ist welche Rolle deine Partnerschaft in deinem Leben spielt. Auch hier kann Zufriedenheit viel Glück spenden, bzw. Unzufriedenheit zu einem Gefühl von Unglück führen.

Ich wünsche dir in jedem Fall viel Erfolg bei der Ursachenforschung, denn auch Zufriedenheit über den Erfolg macht glücklich.

Andreas

 

Hallo allerseits,

ich war ewig nicht mehr hier im Forum. Bin wieder da, weil ich meine Accounts durchsucht habe ("Frühjahrsputz") und dabei darauf gestossen bin, dass ich mich hier mal angemeldet hatte. Schön, dass es das noch gibt, danke @oliver

Es war sehr interessant, meine eigene Story hier nochmal zu lesen. Ist ja ein gutes Jahr her und somit ware es noch "vor Corona". Deswegen dachte ich, ich gebe mal ein Update. Vielen Dank auch @lorenz_strauss und @porthos für Eure Antworten, die ich auch erst jetzt gelesen habe. Zur Frage zu meiner Partnerschaft: Da sehe ich keine Ursachen für Unzufriedenheit, ich hatte bei der Partnerwahl aus meiner Sicht Glück.

Also, falls es interessiert: Insgesamt geht es mir *etwas* besser als vor einem Jahr. Die Lock-Downs hat mir eher gutgetan, so merkwürdig es sich anhört. Der Crash war natürlich schon krass, aber ich habe glücklicherweise weitgehend die Nerven behalten. So stehe ich FIRE-technisch noch besser da als vor einem Jahr. Konsumkritischen und eher passiven Leuten wie mir spielt es ja in die Hände, wenn man eh nichts mehr unternehmen kann. Ich hatte ja geschreiben, dass es mit den Kindern oft Konsum- und Urlaubsdiskussionen gab. Das ist jetzt fast kein Thema mehr. Dadruch, das die Kinder nicht in die Schule können, kommt auch viel weniger "Papa, *alle* haben die neuen Adidas Schuhe, warum ..?".

Die massiv steigenden Kurse der letzten Monate haben auch zumindest graduell meinen zwanghaften Umgang mit Geld entspannt. Soll bedeuten: Mir ist es gelungen, tatsächlich mal "Spaß"-Sachen für mich zu kaufen, also Sachen, die nicht 100% notwendig waren. Eine E-Gitarre, ein passendes Effektgerät plus Kopfhörer, sodass ich nun Musik von Spotify einspielen und dazu "jammen" kann und mich wie Eddie Van Halen (RIP) fühle... ;-). Waren insgesamt 400 Euro, feudaler Luxus also! So viel Geld habe ich für nicht-notwendige Dinge für mich selbst seit Jahren nicht ausgegeben. Ich probiere jetzt, ob es einen positiven Effekt auf mich hat, pro Jahr ein Budget von 500 Euro zwangsweise in diese Kategorie zu "verbrennen". Mein Angstsparen wird mit zunehmendem Kontostand und abnehmender Restlebenszeit ja doch täglich absurder, das erkenne ich schon.

Also, frohes Schaffen weiterhin allen hier im Forum. Und vielen Dank fürs Durchlesen 🙂

Florian

PS: @oliver Du sollest den Traffic hier dringend monetarisieren, bin schon gespannt, wie Du das machst.

 

Zitat von Moya am 6. Januar 2020, 19:03 Uhr

Hallo Florian,

es ist schade, dass du trotz deines erreichten Zieles nicht so glücklich und zufrieden bist, wie du es dir erwünscht hast. ...

erstmal wäre das Ziel (oder die verschiedenen Ziele) zu definieren!

die im ersten Schritt erreichte finanzielle Unabhängigkeit ist ja "nur" ein Status - der zweite Schritt muss aber sein, sich klar zu werden wie man diese Freiheit nutzen WILL!
wie WILL man leben - was WILL man machen - um im Rahmen der erweiterten Möglichkeiten möglichst erfüllt und glücklich zu werden?

(eine Frage, die sich nach meinem Befinden 80 % der Leute gar nicht bzw. erst zum Rentenbeginn stellt - mit altersbedingt oft doch wieder eingeschränkten Möglichkeiten)

Zitat von Florian am 26. Februar 2021, 11:02 Uhr

... Mir ist es gelungen, tatsächlich mal "Spaß"-Sachen für mich zu kaufen, also Sachen, die nicht 100% notwendig waren. Eine E-Gitarre, ein passendes Effektgerät plus Kopfhörer, sodass ich nun Musik von Spotify einspielen und dazu "jammen" kann und mich wie Eddie Van Halen (RIP) fühle... ;-). Waren insgesamt 400 Euro, feudaler Luxus also!

vielleicht finden sich noch ein oder zwei Leute in der Gegend, um ne kleine Band/Combo zu bilden und gemeinsam zu jammen?

 

Das ist tatsächlich etwas, über das ich schon lange nachdenke. Mal einen Therapeuten aufzusuchen. Ich bin mir recht sicher, das das etwas zwanghaftes ist, aus dem ich auch mit 2 oder 3 oder 5 Millionen nicht allein rauskomme. ich scheue davor zurück, weil mir Therapeuten etwas unheimlich sind und ich da nicht an "den falschen" geraten möchte. Außerdem habe ich sorgen, das ich dann stigmatisiert werde (falls es "rauskommt").

Mach das ruhig. Ich kenne viele und die sprechen auch offen drüber. z.B. auch ich. Wer cool ist erkennt seine Grenzen und lässt sich helfen! Wenn ich mir ein Bein breche, gehe ich auch zum Arzt und schiene nicht selber. Und man kann es doch auch Coaching nennen, hört sich auch cool an. Ich würde mal vermuten, dass du eine chronische leichte Depression hast. Eine Diagnose zu haben kann manchmal auch schon helfen. Denk darüber nach. Kostet, aber es hilft der ganzen Familie.

Ich z.B. gehe nicht nur für mich zum Coaching, sondern auch weil es in meinem Leben eine Person mit Angstphasen, Depressionen, Suchtproblemen, u.a. gibt, die keinesfalls zur Therapie gehen will. Ich gehe also stattdessen... mhm... . Ist oft so. So wie die Co-Abhängigkeit bei Alkoholismus.

Ich probiere jetzt, ob es einen positiven Effekt auf mich hat, pro Jahr ein Budget von 500 Euro zwangsweise in diese Kategorie zu "verbrennen". Mein Angstsparen wird mit zunehmendem Kontostand und abnehmender Restlebenszeit ja doch täglich absurder, das erkenne ich schon.

Das ist sicherlich eine sehr sehr gute Idee... Aber du solltest dich auch dir selbst verpflichtet fühlen, diese 500€ auch wirklich auszugeben!

Was mir noch hilft - ich bin ehrenamtlich tätig mit körperlich/geistig behinderten Erwachsenen und werde jetzt demnächst wahrscheinlich eine Vollmacht übernehmen.  Die meisten sind zufrieden mit ihrem Leben und zeigen mir wie man mit wenig zufrieden sein kann. Und es würde Deinen Talenten entsprechen, denn viele können zwar den Alltag noch meistern, brauchen aber jemanden für Geldanlage, Rechnung Stadtwerke, etc. Viele geistig behinderte bzw. Lernbehinderte mögen auch keine Menschenansammlungen und Lärm (Überforderung), somit passt das auch zu Dir. Und du hast das Gefühl mal was richtig richtig Sinnvolles zu tun.

Dann ist noch die Frage des Anspruches. Ich muss nicht glücklich sein, Zufriedenheit reicht mir. Im Fernsehen ist immer alles bunte heile Welt mit glücklichen Paaren, perfekten Beziehungen, viel Freude im Leben, alles toll, alle immer gesund, immer erfolgreich... so ist das Leben nicht und ich bin fest überzeugt, dass diese Fernsehwelt ein Grund für die vielen Scheidungen ist.

In meiner laienhaften Psychoanalyse glaube ich auch, dass ein Grund hinter Depressionen die fehlenden Lebensherausforderungen ist. Es geht uns hier allen einfach zu gut.

Ach ja, und Sonne und Natur! Ich mache viel Sport draußen. Der Sport an sich nervt mich und macht mir keinen Spaß, aber ich merke die positiven Effekte danach ganz stark.  Zähneputzen macht auch keinen Spaß... aber danach...

Aber schön, dass Du dich nochmal gemeldet hast. Sich selbst mit Abstand zu lesen, ist auch oft sehr erleuchtend!

Nutz den Frühling für dich!

Alles Gute

Garub

 

Hi Flori - kann ich alles gut nachvollziehen - auch wenn mein Lebensweg ein total anderer ist....

Mich hat damals ein Buch tatsächlich sehr in meinen Denken beeinflusst - Matthieu Ricard "Glück"....vielleicht ist das was für Dich...nicht vom buddhistischen Ansatz abschrecken lassen...

Hallo Florian,

ich gratuliere Dir. Ich habe es bei knapp 20 Jahren nur auf die Hälfte gebracht, allerdings alleine. Mein Mann hat keine großen Rücklagen.

Ich kenne einige Leute die einfach kein Geld ausgeben KÖNNEN. Manche können es nur für sich nicht, aber für andere. Mein Vater kann es gar nicht. Ich glaube er hat noch nie einen Kaffee auswärts getrunken für den er bezahlen müsste. Er könnte einfach kein Geld dafür ausgeben. Das ist biografisch. Vollwaise, wenig Geld, auf sich allein gestellt.

Als ich Zuhause ausgezogen bin, musste ich erstmal lernen Geld auszugeben, also mal ins Restaurant zu gehen, teure Hotelübernachtung. Habe aber immer nebenbei auch gespart. Ich kann zum Beispiel bis heute kaum Geld für einen Parkschein ausgeben, lieber parke ich weiter weg und gehe zu Fuß.

Ich kann mir vorstellen, dass Du gerade einfach auf der Suche bist, was Dich ausmacht, was noch kommen soll. Da kann man schon mal unglücklich sein, wenn nichts so wirklich sinnig erscheint. Ich würde auch eine Therapeuten aufsuchen. Es tut gut sich auszutauschen und oft öffnet es den Blick.

 

Zitat von Mimi am 9. März 2021, 22:28 Uhr

Ich kann zum Beispiel bis heute kaum Geld für einen Parkschein ausgeben, lieber parke ich weiter weg und gehe zu Fuß.

 

musste schmunzeln als ich das gelesen hab und bin froh nicht der Einzige zu sein der sich so verhält. ich kann da gar nicht anders, früher gabs deswegen immer endlose Diskussionen mit einer Ex-Partnerin, zum Glück passt das jetzt und wir sehen das beide so.

Zitat von 1972er am 24. März 2021, 11:17 Uhr
Zitat von Mimi am 9. März 2021, 22:28 Uhr

Ich kann zum Beispiel bis heute kaum Geld für einen Parkschein ausgeben, lieber parke ich weiter weg und gehe zu Fuß.

 

musste schmunzeln als ich das gelesen hab und bin froh nicht der Einzige zu sein der sich so verhält. ich kann da gar nicht anders, früher gabs deswegen immer endlose Diskussionen mit einer Ex-Partnerin, zum Glück passt das jetzt und wir sehen das beide so.

Dem Ganzen steht der Grundgedanke gegenüber "was ist mir meine eigene Lebenszeit wert". Wenn man sich überlegt, dass durch eine Stadt vom Parkplatz zu seinem eigenen Ziel zu laufen verschwendete Zeit ist, und man mal angenommen mit 20 Minuten Laufen 5€ Parkticket spart, dann ist so ein Verhalten schon mindestens merkwürdig.
Gerade wenn man sechsstellige Depots hat. Sind 20 Minuten deiner individuellen Lebenszeit, die ihr auch sinnvoll nutzen könntet und sei es nur ein Buch in eurem eigenen Interesse zu lesen, wirklich nur 5€ (oder den Wert eines Parktickets) wert?

Gerade darum geht es vielen die finanzielle Unabhängigkeit anstreben doch eigentlich auch: Nicht mehr arbeiten gehen müssen, um Zeit für die persönliche Entwicklung zu haben.
Wenn dann das Resultat ist durch Städte zu wandern, um Parkgebühren zu sparen, stimmt mich das nachdenklich.

Es grüsst das Sparschwein.

Wenn man die Zeit als verschwendet ansieht, dann ja. Je nach Stadt und eigener Einstellung kann der längere Weg vom Parkplatz auch als angenehm empfunden werden, gesünder ist er ohnehin, das teure Parken vielleicht nur unreflektiert übernommenes Verhalten der Eltern. Dein Punkt ist aber wichtig, Sparen muss im gesunden Verhältnis zur Lebenszeit stehen.

Zitat von Sparschwein am 25. März 2021, 9:24 Uhr

Gerade wenn man sechsstellige Depots hat. Sind 20 Minuten deiner individuellen Lebenszeit, die ihr auch sinnvoll nutzen könntet und sei es nur ein Buch in eurem eigenen Interesse zu lesen, wirklich nur 5€ (oder den Wert eines Parktickets) wert?

kommt auf den Gesamtkontext an:

  • wo und zu welchem Zweck parke ich?
    wenn irgendwo zum gemütlichen Stadtbummel (oder gar im Urlaub Sightseeing) - und ohne Termindruck - dann weiß ich schon mal nicht, ob ich nach 2 Stunden oder erst nach 5 Stunden wieder zum Auto zurück komme ...
  • laufe ich die 20 Minuten durch ein schönes Gründerzeitviertel oder eine Parkanlage?
    entdecke am Weg vielleicht ein nettes Antiquariat oder gemütliches Café?
  • würde ich ansonsten - um Bewegungsmangel vorzubeugen - die selbe Strecke ansonsten wenige Stunden später irgendwo joggen gehen?
Zitat von exit-tbd am 25. März 2021, 13:35 Uhr
Zitat von Sparschwein am 25. März 2021, 9:24 Uhr

Gerade wenn man sechsstellige Depots hat. Sind 20 Minuten deiner individuellen Lebenszeit, die ihr auch sinnvoll nutzen könntet und sei es nur ein Buch in eurem eigenen Interesse zu lesen, wirklich nur 5€ (oder den Wert eines Parktickets) wert?

kommt auf den Gesamtkontext an:

  • wo und zu welchem Zweck parke ich?
    wenn irgendwo zum gemütlichen Stadtbummel (oder gar im Urlaub Sightseeing) - und ohne Termindruck - dann weiß ich schon mal nicht, ob ich nach 2 Stunden oder erst nach 5 Stunden wieder zum Auto zurück komme ...
  • laufe ich die 20 Minuten durch ein schönes Gründerzeitviertel oder eine Parkanlage?
    entdecke am Weg vielleicht ein nettes Antiquariat oder gemütliches Café?
  • würde ich ansonsten - um Bewegungsmangel vorzubeugen - die selbe Strecke ansonsten wenige Stunden später irgendwo joggen gehen?

Sehe es ähnlich. Betrachte solche Dinge auch immer so, dass man ja gleich ein paar Schritte sammeln kann und seine Umwelt mal ganz bewusst wahrnehmen kann. Man kann eine schöne Sache (Spaziergang) mit Geld sparen verknüpfen.

Ich habe in meinem Leben auch noch nie einen Parkschein geholt, aber trotzdem öfter mal auf diesen Parkplätzen geparkt. Ab und Zu bekommt man halt mal ein Knöllchen (10 Euro). Sehe es fast als Abo an und kommt von den Kosten auch ungefähr auf das Selbe hinaus (wahrscheinlich spart man sogar ein wenig). Bin einfach zu faul und kann auch vorab nie einschätzen, wie lange man benötigt. Wenn sich das ganze über die App durchsetzt, zahle ich auch gerne den Parkschein. Sehe das jetzt nicht so eng, auch wenn einige wieder sagen, dass es egoistisch ist.

Moin!

Auch wenn ich mich bisher noch nicht vorgestellt habe und dies überhaupt mein erster Beitrag ist, würde mich interessieren, wie es dem Threadersteller inzwischen ergangen ist. Es interessiert mich deshalb, weil ich mich in einigen seiner Schilderungen (teilweise sogar in den recht maßgeblichen) ganz gut wiedergefunden habe und aus den Antworten für mich selbst einiges über mich und das Leben erfahren habe, was mir bis dahin so noch nicht bewusst war.

Also @florian, falls es Dich noch gibt: Ich bin neugierig. 😉

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