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Finanziell Frei ab Sommer 2021 mit 44 Jahren und 4 Kindern

Ja so ist das. Als ich aufhörte, kamen auch immer irgendwelche Angebote und ich hätte auch richtig viel Geld verdienen können. Und dann dachte ich dies und das, und dort ist doch klasse und so nebenbei, und dann ist das noch kein sofortiger Ausstieg usw. Das war gar nicht so einfach, hier immer nein zu sagen.

Ich an deiner Stelle würde zumindest mal bis zum Ende des Jahres gar nichts machen und sehen, wie es dir so geht und dann kannst du im Januar immer noch starten und programmieren...

Moin Jan,

ich an deiner Stelle würde es machen. Du hast Spaß am programmieren und es ist eine Tätigkeit die du prima von zu Hause und zeitlich höchst flexibel machen kannst. Mal einen Stundenlohn von 20€ angenommen, müsstest du knapp 25 Std. im Monat tätig sein um sozialversicherungspflichtig zu werden. Das bringt neben den knapp 500€ Verdienst vor allem auch noch eine quasi kostenfreie Krankenversicherung mit sich, für die du sonst kräftig in die Tasche greifen müsstest. Einen Tag die Woche 6 Std. was tun, das einem ohnehin Freude bereitet und nebenbei die Soziaversicherung geschenkt bekommen klingt doch nicht verkehrt. Kannste dich abends wenn die Kinder im Bett sind zwei Tage die Woche zwei, drei Stunden Damit beschäftigen und es als Hobby betrachten. Wenn man anfängt, dir auf die Nerven zu gehen, dann hast du ja stets die Option das ganze wieder zu beenden ohne dass es dich einschränkt...

Die Frsge ist also eigentlichbnjr die, ob du da Bock drauf hast - und die Antwort darauf kennen wir ja eigentlich beide 😉

vg

@jan-veerman mach doch einfach was, wenn dir danach ist. Also nicht Freelancen oder Anstellung, das limitiert deine Freizeit und man kann im Projektalltag auch selten die Qualität liefern, die den eigenen Ansprüchen entspricht. Wozu sich diese Motivationsbremse antun, wenns dir eh nicht mehr um die Kohle geht?

Lieber einfach ein Ziel stecken und dran arbeiten. Nur für dich, evtl. als OpenSource oder sogar für andere OpenSource-Projekte. Mal was ausprobiern was du immer schon machen wolltest. Mit 3D Engines spielen, die ganzen Cloudanbieter durchprobieren, Swift ausprobieren oder Kotlin (Kotlin wär meine persönliche Empfehlung, quasi modernes Java ohne alles was an Java nervt und auch für iOS geeignet). Vielleicht fällt dir sogar was ein was sich zu Geld machen lässt. Du kannst immerhin konkurrenzlos hohe Qualität liefern, begrenzt nur durch dein Können, und konkurrenzlos günstig arbeiten kannst du noch dazu.

Du schreibst ja selbst, du hast erfolgreich deine WG-Vermietung stark automatisiert, vielleicht kann man da ja auch was aufbohren und SaaS-mäßig was anbieten? Z.B. an private Vermieter, die wenig Aufwand wollen aber aus Kostengründen selbst verwalten. Klar, alles nur Ideen, du weißt sicher besser, was für dich passt.

 

Hallo Jan,

ich würde an Deiner Stelle eher in Richtung Selbständigkeit gehen, dort kannst Du wirklich nach Lust und Laune programmieren und werkeln. Danach hast Du ein Resultat, das allein Dir gehört, worauf Du Weiteres aufbauen kannst. Es wäre DEIN Baby. Voraussetzung ist, dass Du online eine Art Content schaffen kannst, was statisch von Wert ist. Wenn Du erstmal einen solchen Pool von Bausteinen erschaffen hast, der online abrufbar ist, z. B. in Form eines Zugang-Abo, dann gäbe es nicht so viel Arbeit, dies aktuell zu halten. Du müsstest nicht immer wieder von vorne anfangen.

Liebe Grüße, Laura Maelle

Hi Jan,

 

manche Fragen sind wirklich nicht so einfach zu beantworten. Das Unterbewusstsein spielt oft sehr geschickt seine Streiche. Ich will sagen, dass es gar nicht so einfach ist der Tatsache auf den Grund zu kommen, welche Motivation wirklich hinter der Umtriebigkeit steckt.

Ich habe die Erfahrung ja auch noch nicht gemacht, aber bei FIRE Kandidaten ist es klassischer Weise oft so, dass erst nach einigen Monaten oder Jahren des Nichtstun wirklich klar wird was man wirklich intrinsisch will. Als Metapher kommt mir der unruhige See in den Sinn, in dem man erst sein Spiegelbild klar sieht wenn sich die Wellen völlig beruhigt haben.

Vor allem das Sicherheitsbedürfnis kann dem Unterbewusstsein eine große Rolle spielen. Wenngleich du dich als FI definierst, sind es die Risiken der Hebelung und Investitionen der Immobilien sowie der Verantwortung und teils unabsehbaren Kosten für 4 Kinder (Krankheiten, Schicksale, spezielle Förderbedarfe etc.) welche die Unruhe hin zu einer Tätigkeit führen. Vielleicht bist es einfach auch du, weil es dich befriedigt und du vom Typ her diese Form des Tätigwerdens brauchst?

Ich für mich stelle immer mehr fest, dass ich ein Sicherheitspolster brauch um dann das Nichtstun frei und drucklos genießen zu können.

Ergänzung: Was mich bei dir etwas irritiert Jan ist die Sprunghaftigkeit. Mal was mit Immobilien, der Versuch des Lehrers jetzt wieder zu der gewohnten Tätigkeit in einer anderen Form. Mir wäre das für meine Struktur zu unruhig. Zu dir passt es vielleicht, oder es ist halt dein Weg der Suche?

Hier nochmal eine Idee, Jan,

da Du ein sehr kommunikativer Mensch bist, wäre vielleicht auch ein emsiges Gemeinschaftsprojekt wie die deutschsprachige OpenSource Contao etwas. Dort haben sich viele Entwickler zusammengetan, um das Ergebnis auch selbst beruflich zu nutzen oder beruflich Erweiterungen dazu anzubieten etc., die dann etwas kosten. Außerdem gibt es noch einen forumsinternen Verein, der für weitere Entwicklungen durch Profis bezahlt, um Contao weiterzubringen.  https://contao.org/de/

Liebe Grüße, Laura Maelle

Ergänzung: Was mich bei dir etwas irritiert Jan ist die Sprunghaftigkeit. Mal was mit Immobilien, der Versuch des Lehrers jetzt wieder zu der gewohnten Tätigkeit in einer anderen Form. Mir wäre das für meine Struktur zu unruhig. Zu dir passt es vielleicht, oder es ist halt dein Weg der Suche?

Du hast es auf den Punkt gebracht. Ich bin wohl noch auf dem Weg der Suche ob ich jemals ankomme weiß ich noch nicht. Bei meinen Investments bin ich wenig Sprunghaft da bleib ich auch gern mal 10 Jahre an einem Objekt kleben (vermutlich aus steuerlichen Gründen :-)). Aktien mach ich ja nicht darum als Ausgleich wohl immer neue Tätigkeiten. Auch im Konzern hab ich ständig meine Aufgaben gewechselt weil mir ansonsten schnell langweilig geworden wäre. Vermutlich braucht jeder von uns irgendwo eine ständige Abwechslung in einem Bereich seines Lebens.

Ich versuche mal den Rat von @privatier zu beherzigen. Mal schauen ob ich es durchhalte bis Ende des Jahres.

Zitat von Jan Veerman am 13. Mai 2022, 17:31 Uhr

 

Ich versuche mal den Rat von @privatier zu beherzigen. Mal schauen ob ich es durchhalte bis Ende des Jahres.

Wenn nicht, ist es ja auch gut. Aber die Angebote an dich wird es auch noch in 4  Monate geben. Und bis dahin kannst du dich vielleicht ein bisschen gedanklich sortieren...