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Energie sparen, über den Winter kommen

Zitat von Energiefuchs am 7. November 2022, 14:42 Uhr

Wir haben Anfang November, immer noch die Heizung aus aber 20 Grad im Haus. Da soll mal einer sagen wir hätten keinen Klimawandel.

Ich hatte schon Schneeketten auf dem Auto.
40. Breitengrad, wie Mallorca

die Gasspeicher sind jetzt (letzte Veröffentlichung mit Stand Sonntag, den 13.11.) zu 100% gefüllt in Deutschland

https://agsi.gie.eu/#/

dabei hatten wir hier schon  Nachttemperaturen von 1 Grad (Celsius)

Genauer gesagt, 100,02% - das Faß ist also schon übergelaufen :mrgreen:

Im Gegensatz zu Wasser oder Öl lässt sich Gas prima komprimieren. Ich glaube Begien oder so ist bei über 110%. Reinpacken was geht! Am WE ist die Industrie überwiegend vom Netz , daher weitere Einspeicherung trotz Nachtkälte.

Bei uns ist seit gestern die Heizung auf 1. So lange ohne Wärme in der Bude hatten wir noch nie gepackt! Vorzeigebürger eben! 😀

Zitat von Absprung_2020 am 15. November 2022, 18:32 Uhr

Im Gegensatz zu Wasser oder Öl lässt sich Gas prima komprimieren. Ich glaube Begien oder so ist bei über 110%. Reinpacken was geht! Am WE ist die Industrie überwiegend vom Netz , daher weitere Einspeicherung trotz Nachtkälte.

Bei uns ist seit gestern die Heizung auf 1. So lange ohne Wärme in der Bude hatten wir noch nie gepackt! Vorzeigebürger eben! 😀

Hallo Absprung 2020,

das geht aber noch besser: haben heute gar keine zusätzliche Energie verbraucht und dazu noch 30 kWh Solarstrom für die Allgemeinheit ins öffentliche Netz eingespeist. Überlegen gerade noch mal eine PV Anlage mit  8 kWp zusätzlich zu bauen. Mehr gibt unser Stromanschluss leider nicht mehr her.

Wenn alle Haushalte 'Energie positiv' wären, wohin denn dann damit?  😀 sorry, aber der musste jetzt sein!

Zitat von Absprung_2020 am 16. November 2022, 8:45 Uhr

Wenn alle Haushalte 'Energie positiv' wären, wohin denn dann damit?  😀 sorry, aber der musste jetzt sein!

Genau das sollte das Ziel sein! Wenn jeder "Energie positiv" wäre, könnte man mit dem Überschuss z.B. Stromspeicher füllen um für Blackouts vorzusorgen, Krankenhäuser damit betreiben oder an das Ausland verkaufen.

Das ist wieder so typisch Deutsch, statt Lob, wenn einer mal was macht gibts wieder nur Belehrungen. @absprung_2020 Glückwunsch, gute Leistung, die sich für dich hoffentlich auszahlt!

Wir mussten heute auch kapitulieren und die Heizung auf kleiner Stufe andrehn. Samstag gibts selbst tagsüber durchgängig Minusgrade, dann lieber jetzt schon gucken, ob man nach acht Monaten Pause evtl. den Handwerker braucht.

Persönliches Zwischenfazit: mit 16-17° können wir komfortabel leben, warme Geraderobe (Norwegersocken!) oder Decke vorausgesetzt. Noch weniger möchten wir aber weder Wohnung noch uns antun.

Das wäre mir eindeutig zu kalt. Aktuell kann ich mit 2-3 x am Tag 15 Minuten heizen die Wohnung noch auf gut 20 Grad halten, obwohl es hier schon recht frisch ist. 19 Grad ist bei mir die Untergrenze.

Ihr seid echt gute Vorbilder. Habe auch mal in Süd-China eine Woche bei einstelligen Temperaturen im Haus ohne Heizung verbracht. Da hatten wir im Haus immer eine Jacke an auch beim essen. Hier sind wir jedoch mindestens 20 Grad im Haus gewohnt da kann ich andere nicht von niedrigeren Temperaturen überzeugen. Dazu ist Gas/Strom/Öl immer noch zu billig.

wir haben bis jetzt (seit Anfang der Heizperiode) erst 7 kwh Gas verbraucht und beim Strom sind wir auch 20% unter Vorjahr, im Schnitt verbrauchen wir derzeit 3kwh Strom/Tag, wobei da auch Warmwasser mit dabei ist, ich glaube der Stromverbrauch ist allein deshalb schon niedriger, weil der Kühlschrank durch die niedrigere Wohnungstemperatur weniger Strom verbraucht (zumindest meine Theorie), meine Frau macht da gerade zum Glück mit, muss sie schon fast ermuntern bald mal die Heizung anzustellen, punktuell sind bei uns Heizdecken im Einsatz (50 watt/h ca.)

 

Zitat von Absprung_2020 am 16. November 2022, 8:45 Uhr

Wenn alle Haushalte 'Energie positiv' wären, wohin denn dann damit?  😀 sorry, aber der musste jetzt sein!

„Der“ sei dir gegönnt.  Aber ich nehme an das sich die Industrie dann über den billigen Überschuss freuen würde. Speisen jetzt zusammen etwa 37000 kWh von drei Wohnhausdächern im Jahr ein. Ist doch schon mal ein Anfang im Bezug auf die Energiewende. Die Nachbarn haben schon gefragt ob sie im Falle eines Black outs mit der Kabeltrommel kommen dürfen um ihre Öl Heizung weiter laufen lassen zu können. Werde dieses Jahr beruflich 3350 kWp an Photovoltaik Leistung auf Gewerbedächern ans Netz bringen, absoluter Rekord. Photovoltaik macht einfach nur Spaß 🤩

@energiefuchs

Ich sehe das was Sie tun extrem positiv und das ohne jeden Zwischenton! Weitermachen!

Ich habe mein ganzes Berufsleben in der Energiewirtschaft zugebracht (Wärme und Strom) und sehe eben, wie gigantisch die gesamten Energiemengen sind die wir benötigen. 37 Mwh haben Sie produziert. Das ist schön, aber die gleiche Menge produziert eine "normales" Kraftwerk in wenigen Minuten, oder da ich in der Biomassebranche tätig war, entspricht das knapp über 20 t Holzenergie, wirkungsgradbereinigt! In unseren kleinsten Anlagen, war der Bedarf 500 t/a. In den mittleren: 5.000 t/a, in den großen 150.000 t/a. Und letzt genannte Dimension war analog 3 % der Strommenge eines Großkraftwerks.

Es braucht also zehntausende, besser hunderttausende von derart engagierten Leuten! Kurzum: Ohne gesetzliche Regelungen und Zwang und Verbote... wird es mittelfristig kaum gehen. Vom Maßnahmen wie der Kampf gegen den Klimawandel gewonnen werden kann will ich gar nicht anfangen. Aber nochmal: Unser Haus ist ebenfalls weitgehend klimaneutral versorgt: Top isoliert, Pelletsofen, Öko-Tarife beim Strom. (Nicht das Sie glauben ich würde das nicht gut finden mit den Kleinstmaßnahmen. Ich stehe da voll dahinter, abfeiern würde ich das aber eben nicht.)

Zitat von Absprung_2020 am 17. November 2022, 11:45 Uhr

Es braucht also zehntausende, besser hunderttausende von derart engagierten Leuten! Kurzum: Ohne gesetzliche Regelungen und Zwang und Verbote...

Da sind die Bürger weiter als der Staat, speziell Minute 24:45

spezial: Energiekrise - Deutschland zwischen Wut und Wumms - ZDFmediathek

Solange wir jährlich Strom im Wert von 800 Mio Euro wegwerfen, haben wir ganz andere Probleme. Lösungen werden aber auch erörtert.

Habe den Bericht angeschaut. So einfach ist es sicher nicht. All das setzt erhebliche Umbaumaßnahmen voraus, wie eben an dem Beispiel der Nahwärmeversorgung. Der Windpark ist aus dem EEG raus, ok. Jeder Windpark der noch Vorrang hat bei der Einspeisung würde sich weigern Wärme statt Strom zu machen. Nicht wirtschaftlich!

Übrigens: Bei welchem Thema ist denn die Bevölkerung und Wirtschaft nicht schon längst weiter als die Politik? Vom Balkonkraftwerk bis E-Mobilität, Lastenfahrrad, Ehe für alle, Tempolimit, Ukraine Unterstützung.... also abgesehen von den 1y % AfD Wählern meinetwegen. Die Bevölkerung macht alles vor, die Politik eiert hinterher und regelt dann irgendwie. Nix neues!

Zitat von Absprung_2020 am 17. November 2022, 13:49 Uhr

Lastenfahrrad, Die Bevölkerung macht alles vor, die Politik eiert hinterher und regelt dann irgendwie. Nix neues!

So einfach ist das glaube ich nicht. Ich wohne ja nun in einer Stadt, die regelmässig unter den Fahrrad-freundlichsten ist. Hier fahren auch viele mit Fahrrad und Lastenrad. der Autoverkehr hat aber auch deutlich zugenommen in den letzten Jahren. Ich komme hier kaum noch über die Strasse...wahnsinn...wenn ich meinen Sohn zur Schule bringe und Wochenmarkt ist, du kannst es nicht glauben!

Zitat von Absprung_2020 am 17. November 2022, 11:45 Uhr

@energiefuchs

Ich sehe das was Sie tun extrem positiv und das ohne jeden Zwischenton! Weitermachen!

Es braucht also zehntausende, besser hunderttausende von derart engagierten Leuten! Kurzum: Ohne gesetzliche Regelungen und Zwang und Verbote... wird es mittelfristig kaum gehen. Vom Maßnahmen wie der Kampf gegen den Klimawandel gewonnen werden kann will ich gar nicht anfangen. Aber nochmal: Unser Haus ist ebenfalls weitgehend klimaneutral versorgt: Top isoliert, Pelletsofen, Öko-Tarife beim Strom. (Nicht das Sie glauben ich würde das nicht gut finden mit den Kleinstmaßnahmen. Ich stehe da voll dahinter, abfeiern würde ich das aber eben nicht.)

Hallo @Absprung_2020,

natürlich sind 37.000 kWh nur ein Tropfen auf den heißen Stein wenn man an die Erzeugung eines Großkraftwerk denkt. Andererseits ist es auch die Menge an Strom die vielleicht zehn Wohnung in einer Großstadt verbraucht wo eben nicht die Möglichkeit besteht eine Dachfläche zu belegen.

Das auch kleine Fotovoltaikanlagen was ausmachen können sieht man an den so genannten Balkon Kraftwerken, Die haben zwar nur eine Leistung von 600 W aber es sollen ja auch dieses Jahr 190.000 davon gebaut werden. Und da noch viele Hausdächer frei sind entsteht in Summe auch so manches Großkraftwerk. Dazu kommt dass bei einer örtlichen Erzeugung und entsprechendem Verbrauch der Netz Ausbau deutlich günstiger wird.

Aber egal was alle erzählen, ohne Verbote oder Einschränkungen für den einzelnen wird es nicht gehen. Aber damit traut sich natürlich keiner aus der Politik auf Wähler Stimmenfang. Ein Beispiel wäre zum Beispiel der Vegietag  der Grünen Partei. Von der Sache her eine gute Idee und bestimmt nicht einschränkend für den Einzelnen. Aber das negative Echo war natürlich immens.

Und da die Einschränkungen beziehungsweise Verbote überwiegend die Besserverdienenden treffen würde wird es nicht unbedingt einfacher.

Es ist nun mal Tatsache dass nur ein geringer Anteil der Weltbevölkerung für den Hauptteil der Emissionen verantwortlich ist.

Und für die Klima Protokollierung: hier im Norden dicke Schneedecke, sehr ungewöhnlich für Mitte November...

Im südlichsten Westen noch keine Temperaturen unter dem Gefrierpunkt zu erwarten.

Da geht noch was:

Seit 32 Jahren lebt Friedmunt Sonnemann ohne Strom- und Wasseranschluss - FOCUS online