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Energie sparen, über den Winter kommen

n-tv: Missbrauchen die Versorger die Preisbremsen für Aufschläge?

https://www.n-tv.de/wirtschaft/Missbrauchen-Versorger-die-Preisbremsen-fuer-Aufschlaege-article23742783.html

 

Hier wird suggeriert dass sich die Versorger an den Kunden bereichern, dabei werden dann charts von spotmärkten gezeigt, Versorger werden sich aber wohl zum grossteil an den Futuremärkten absichern müssen und da ist der Preis aktuell für 2023 nun mal bei 36,1 cent/kwh im Einkauf, dazu kommen dann noch die ganzen steuern und Abgaben und laufenden Kosten (wie Personal) für das Geschäft.

Also unter 50 cent/kwh dürfte da eigentlich fast gar nichts mehr gehen (zur Erinnerung: Die co2 Abgabe wurde vor 2 Jahren(?) mit dem Versprechen eingeführt die Strompreise im Gegensatz zu senken)

Klimapaket anfang 2022:

https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/energie/heizen-und-warmwasser/klimapaket-was-bedeutet-es-fuer-mieter-und-hausbesitzer-43806

"Im Kern sehen die Regelungen vor, dass fossile Energieträger wie Öl und Gas, mit denen viel CO2 ausgestoßen wird, durch einen CO2-Preis teurer werden. Diese höheren Kosten sollen sinkende Strompreise für alle Haushalte zumindest teilweise wieder auffangen."

Man könnte jetzt sagen Putin ist schuld, aber die Sanktionen hat halt der Westen beschlossen, was haben sie gebracht ausser Zerstörung und vielen Toten und wirtschaftlichem Abschwung und vielen neuen Schulden sowie vermehrtem CO2 Ausstoß? Dialog oder Diplomatie gab es so gut wie nicht ("Waffen Waffen, wir brauchen waffen", war das credo). Das Gas aus Russland fliesst darüber hinaus auch zu einem grossen Teil weiter nach Deutschland, nur halt über Umwege.

Oberhausener eroeffnet Weihnachtssaison mit 55000 Lichtern

 

https://www.gmx.net/magazine/regio/nordrhein-westfalen/oberhausener-eroeffnet-weihnachtssaison-55000-lichtern-37506554

 

der kann einem jetzt schon leid tun wegen dem shitstorm, der auf ihn prasseln wird

Thema Nachtabsenkung bei der Heizung: Kann man damit wirklich Energie sparen? Wenn man das Thema mal googelt, gibt es unterschiedliche Positionen. Die einen sagen, das lohnt sich bei wärmegedämmten Häusern nicht.

Außerdem scheint es mir auch ganz logisch, dass genau die Energiemenge, die im Laufe der Absenkung verloren wird, wieder zugeführt werden muss, um die Ausgangstemperatur wieder zu erreichen. Im Saldo ergibt sich also durch eine Nachtabsenkung praktisch keine Energieersparnis.

rein physikalisch würde ich behaupten dass die Nachtabsenkung auf jeden Fall etwas bringt (jede kwh bzw energieeinheit) die ein haus nach aussen abstrahlt  ist erstmal weg, es ist meiner Meinung nach ein Märchen zu sagen dass man das ganze ja dann nachher wieder aufwärmen muss und am Ende mehr verbraucht, manchmal kommt das sogar von Energieberatern...bei stark  wärmegedämmten Häusern ist der Effekt vielleicht kleiner aber dürfte genauso vorhanden sein....

 

Zitat von Silberberstreif am 29. November 2022, 17:03 Uhr

rein physikalisch würde ich behaupten dass die Nachtabsenkung auf jeden Fall etwas bringt (jede kwh bzw energieeinheit) die ein haus nach aussen abstrahlt  ist erstmal weg, es ist meiner Meinung nach ein Märchen zu sagen dass man das ganze ja dann nachher wieder aufwärmen muss und am Ende mehr verbraucht, manchmal kommt das sogar von Energieberatern...bei stark  wärmegedämmten Häusern ist der Effekt vielleicht kleiner aber dürfte genauso vorhanden sein....

 

Hallo @silberberstreif,

du hast natürlich in weiten Teilen recht und die bauphysikalischen Ausführungen und Erkenntnisse dazu von @fredfinanzfuchs sind schlichtweg falsch.

Eine gute Faustregel für die Nachtabsenkung: Je besser die Wärmedämmung eines Hauses ist und je massiver die Bauweise ist, desto weniger kann der positive Effekt der Nachtabsenkung genutzt werden. In den letzten Jahren wurden immer mehr Gebäude besonders energieeffizient gebaut. In einem solchen Niedrigenergiehaus sinkt die Raumtemperatur aufgrund der guten Dämmung bei der Nachtabsenkung nur wenig ab. Das bedeutet auch, dass die Einsparung nur sehr gering ist. Auch Flächenheizungen, wie die Fußbodenheizung, eignen sich nicht zur Nachtabsenkung, da diese nur langsam auf die veränderte Einstellung reagieren.

Bei schlecht gedämmten Gebäuden, wie zum Beispiel Altbauten, geht die Wärme relativ schnell verloren und kann nicht gespeichert werden. Es wird also mehr Energie benötigt, um den Raum dauerhaft warm zu halten, als bei gut gedämmten Gebäuden. Dies ist auch der Grund, warum Besitzer von Altbauten mit der Nachtabsenkung der Heizung mehr sparen als Neubau-Besitzer – in der Regel sogar zwischen fünf und zehn Prozent. Durch die fehlende oder schlechtere Dämmung kühlen Altbauten über Nacht stärker aus und müssen am nächsten Morgen auch wieder mit mehr Energie aufgeheizt werden. Im Vergleich zur langen Nachtabsenkung kann sich hier die kurze Aufheizphase richtig.

Wichtig, es sollte nicht unter 16 grad abgesenkt werden, da hier Feuchtigkeit ausfallen kann und Schimmelschäden drohen.

 

Update November:

Verbrauch: 420kWh Heizung + 110 kWh Warmwasser (Anteil geschätzt)

Kosten: 20,36€ Grundpreis + 55,81€ Verbrauch

Das Kundenportal schlägt Alarm, Verbrauch 84% über Schätzung auf Basis Oktober! Wenn das so weiter geht, kommen wir aufs Jahr auf astronomische 4000 kWh. Dazu kommen Stromkosten für die Gastherme in unbekannter Höhe. Wir sind quasi ruiniert! 😢

 

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Zitat von TheWanderer am 30. November 2022, 23:12 Uhr

Wir sind quasi ruiniert! 😢

 

Dann müssen die Frugalisten in solchen Zeiten eben zusammenrücken. In Jans @jan-veerman Wohnung ist ja noch Platz für mindestens 10, dann muß auch nicht mehr geheizt werden.

Bei mir ist auch noch Platz und ich bin mir sicher, dass @muslime_frugi in seinem großzügigen Anwesen auch noch freie Zimmer hat...

Zitat von TheWanderer am 30. November 2022, 23:12 Uhr

Update November:

Verbrauch: 420kWh Heizung + 110 kWh Warmwasser (Anteil geschätzt)

Kosten: 20,36€ Grundpreis + 55,81€ Verbrauch

Das Kundenportal schlägt Alarm, Verbrauch 84% über Schätzung auf Basis Oktober! Wenn das so weiter geht, kommen wir aufs Jahr auf astronomische 4000 kWh. Dazu kommen Stromkosten für die Gastherme in unbekannter Höhe. Wir sind quasi ruiniert! 😢

 

Du bist der größte Scherzkeks von Deutschland. 4000 kWh Jahresverbrauch ist immer noch super frugal und absolut Top. Aber ja wie @privatier geschrieben hat können wir gerne zusammenrücken. Ich empfehle jedem der noch ein Zimmer frei hat diese jetzt unterzuvermieten. Jeden Tag bekomme ich Anfragen von Leuten die WG Zimmer suchen obwohl ich keine Anzeige mehr aktiv habe. Meine Warteliste quillt bereits über. So einen Ansturm habe ich noch nie erlebt. Bitte helft den lieben Menschen auf der Straße nehmt sie auf bei diesen ungemütlichen deutschen Winterwetter und teilt euch die hohen Energiekosten fair auf. Geteiltes Leid ist halbes Leid und macht finanziell doppelte Freude. Statt finanziell ruiniert seid ihr damit von einem auf den anderen Tag in die finanzielle Freiheit katapultiert. 🙂

Jetzt wo meine Frau ausgezogen ist, will ich beim Strom auf jeden Fall in den 3-stelligen kWh Bereich kommen...

Zitat von Privatier am 1. Dezember 2022, 9:08 Uhr

Jetzt wo meine Frau ausgezogen ist, will ich beim Strom auf jeden Fall in den 3-stelligen kWh Bereich kommen...

Zweistellig für November. Wir sind jetzt bei 44 kWh Zukauf im November für Haushaltsstrom und Heizung mit Wärmepumpe. Habe allerdings das Auto auch nicht geladen und die Heizung nur in der mittleren Etage ab Mitte des Monats in Betrieb. Wir haben eigentlich nur einen Zukauf Tag, da hat meine Frau den ganzen Tag Weihnachtsplätzchen gebacken und den Speicher bis zur Ersatz Strom Grenze leergesaugt.

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Ich danke euch für das Schlafplatz-Angebot, wer weiß, wann ich darauf nochmal zurückkommen muss. 🙂

Ich finde Zahlen wie bei @energiefuchs äußerst beeindruckend, für mich in der aktuellen Situation mit der trägen WEG Entscheidungsfindung und ohne Vitamin B oder gar eigenes berufliches Know-How sind solche Werte leider noch weit entfernt.

Darum dokumentiere ich erstmal, was in unserer 66qm großen 50er Jahre Altbau-Wohnung mit undichten Fenstern aus den 80ern(*), gedämmtem Dachboden aber ungedämmten Wänden mit einfacher Gas-Etagenheizung und ohne Photovoltaik oder ähnliches möglich ist. Wenn da unter 4000 kWh für Heizung+Warmwasser rauskommen, fänd ich das schon ein schönes Ergebnis, wäre dann eine Einsparung von 50% gegenüber Vorjahr.

(*) Ich überlege, diese zu ersetzen, habe aber Sorge vor Schimmel durch den fehlenden Durchzug. Wie seht ihr das?

(*) Ich überlege, diese zu ersetzen, habe aber Sorge vor Schimmel durch den fehlenden Durchzug. Wie seht ihr das?

Für sowas gibts dann Fensterpfalzlüfter, damit dann die neuen Fenster so ziehen ujd pfeifen wie die alten 😉

Wenn man regemäßig lüftet und auch RICHTIG lüftet, sollte es aber dennoch keine Probleme geben, zumindest solange nicht nachgedämmt wird.

Vg

Zitat von Energiefuchs am 1. Dezember 2022, 21:19 Uhr
Zitat von Privatier am 1. Dezember 2022, 9:08 Uhr

Jetzt wo meine Frau ausgezogen ist, will ich beim Strom auf jeden Fall in den 3-stelligen kWh Bereich kommen...

Zweistellig für November. Wir sind jetzt bei 44 kWh Zukauf im November für Haushaltsstrom und Heizung mit Wärmepumpe. Habe allerdings das Auto auch nicht geladen und die Heizung nur in der mittleren Etage ab Mitte des Monats in Betrieb. Wir haben eigentlich nur einen Zukauf Tag, da hat meine Frau den ganzen Tag Weihnachtsplätzchen gebacken und den Speicher bis zur Ersatz Strom Grenze leergesaugt.

Wieviel Kapazität hat der Stromspeicher?

@rente2027

Der Batteriespeicher hat 31 kWh Speicherkapazität ( dreiphasig aufgebaut mit 18 kW Lade und Entladeleistung) . Zur Zeit sind aber 28 Prozent davon für die Ersatzstromfunktion reserviert, hier werde ich noch nachjustieren, wenn eine längere Testphase durch ist. Die Photovoltaik hat 30 kWp, 15 auf der Südseite und 15 auf der Nordseite mit 35 grad Dachneigung. Hoffen das wir im nächsten Jahr noch die vorhandene Garage mit Carport abreißen und neu bauen. Dann kommen noch mal rund 11 kWp dazu, dann ist leider auch Schluss, mehr verträgt unser Stromanschluss leider nicht und ich habe schon 63 A Versicherungen einbauen lassen.

Zitat von TheWanderer am 30. November 2022, 23:12 Uhr

Update November:

Verbrauch: 420kWh Heizung + 110 kWh Warmwasser (Anteil geschätzt)

Kosten: 20,36€ Grundpreis + 55,81€ Verbrauch

Das Kundenportal schlägt Alarm, Verbrauch 84% über Schätzung auf Basis Oktober! Wenn das so weiter geht, kommen wir aufs Jahr auf astronomische 4000 kWh. Dazu kommen Stromkosten für die Gastherme in unbekannter Höhe. Wir sind quasi ruiniert! 😢

 

bei uns waren es im November 97 kwh Strom und 136kwh Gas

beim Strom sind es 20% weniger als  im letzten Jahr, beim Gas fehlte der Vergleichswert aus dem letzten Jahr, im November  + Dezember 2021 lagen war aber bei 1650kwh Gasverbrauch, d.h. bei gas werden wir dieses Jahr krass darunter liegen, dummerweise müssen wir 50% des Gasverbrauchs der Nachbarn mittragen, warmwasser läuft bei uns über strom

Die Strompreisfutures haben deutlich angezogen, mittlerweile kostet das jahr 2023 schon wieder 412 euro/mwh, d.h. 41,2 cent/kwh im einkauf für die Versorger, dazu kommen dann ja noch die Steuer, Netzentgelte  usw., wohlgemerkt die Strompreisbremse liegt ja bei 40 cent/kwh, d.h. eindeutig ein Verlustgeschäft für die Anbieter

 

Zitat von Silberberstreif am 25. November 2022, 11:27 Uhr

n-tv: Missbrauchen die Versorger die Preisbremsen für Aufschläge?

https://www.n-tv.de/wirtschaft/Missbrauchen-Versorger-die-Preisbremsen-fuer-Aufschlaege-article23742783.html

 

Hier wird suggeriert dass sich die Versorger an den Kunden bereichern, dabei werden dann charts von spotmärkten gezeigt, Versorger werden sich aber wohl zum grossteil an den Futuremärkten absichern müssen und da ist der Preis aktuell für 2023 nun mal bei 36,1 cent/kwh im Einkauf, dazu kommen dann noch die ganzen steuern und Abgaben und laufenden Kosten (wie Personal) für das Geschäft.

Also unter 50 cent/kwh dürfte da eigentlich fast gar nichts mehr gehen (zur Erinnerung: Die co2 Abgabe wurde vor 2 Jahren(?) mit dem Versprechen eingeführt die Strompreise im Gegensatz zu senken)

Klimapaket anfang 2022:

https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/energie/heizen-und-warmwasser/klimapaket-was-bedeutet-es-fuer-mieter-und-hausbesitzer-43806

"Im Kern sehen die Regelungen vor, dass fossile Energieträger wie Öl und Gas, mit denen viel CO2 ausgestoßen wird, durch einen CO2-Preis teurer werden. Diese höheren Kosten sollen sinkende Strompreise für alle Haushalte zumindest teilweise wieder auffangen."

Man könnte jetzt sagen Putin ist schuld, aber die Sanktionen hat halt der Westen beschlossen, was haben sie gebracht ausser Zerstörung und vielen Toten und wirtschaftlichem Abschwung und vielen neuen Schulden sowie vermehrtem CO2 Ausstoß? Dialog oder Diplomatie gab es so gut wie nicht ("Waffen Waffen, wir brauchen waffen", war das credo). Das Gas aus Russland fliesst darüber hinaus auch zu einem grossen Teil weiter nach Deutschland, nur halt über Umwege.

 

https://www.youtube.com/watch?v=5n1QNiR9_14&t=65s

Was im Moment auffällt, die Temperaturen sind momentan sehr kühl für Dezember, die Gasspeicher leeren sich aber weniger stark als zum Beispiel im letzten Jahr, der Gaspreis ist auch relativ niedrig. Im Gegensatz dazu sind die Strompreise derzeit sehr hoch. Wir haben also momentan eher kein Gasproblem, sondern ein Stromproblem, vor ein paar Monaten war der Slogan ja noch genau andersherum.

https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Gasversorgung/aktuelle_gasversorgung/_svg/Gasspeicher_Fuellstand/Speicherfuellstand.html;jsessionid=87F715AEA79DA6D8903DBC6BCA457A1C?nn=1077982

https://tradingeconomics.com/germany/electricity-price

Es ist wohl genau anders herum:

Energiekrise im Fokus: RWE-Aktie leichter: Stromversorgung laut RWE-Chef gut, beim Gas keine Entwarnung | Nachricht | finanzen.net

Und dazu auch:

Reicht das Gas nur bis Ende 2023? (faz.net)

Die Preise sind momentan aber halt gegenläufig, d.h. gas "günstig" strom teuer