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Selbst ist die Frau ...

Zitat von n am 5. Februar 2020, 22:40 Uhr

würde mir wegen 4000€ auf einem Bausparer nicht unbedingt einen großen Kopf machen. Solche Beträge, die sicher mit 1% verzinst sind, kann man schon mal irgendwo gebunden herumliegen haben. Zur Not ist es Notgroschen, an den man nicht so einfach ran kann, was nicht immer von Nachteil sein muss.

Wenn im Großen irgendwie klar ist, dass über lange Zeit viel Geld für Dinge ausgegeben wurde, die man eigentlich nicht braucht und auch nicht unbedingt will - sind solche Detailfragen nicht so wahnsinnig wichtig. Der Schuldenberg wird kleiner das zählt, wenn das irgendwie schneller geht, ist das nett, aber nicht entscheidend.

Das heißt du würdest das Geld vom Bausparvertrag nehmen oder nicht? 😀

Psychisch verspüre ich schon großen Druck, den Kredit möglichst schnell loszuwerden

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Zitat von MFZ73 am 5. Februar 2020, 16:05 Uhr

4250€ im Bausparer bringen Dir 1% p.a., also 42,50€ Guthaben.

4250€ SoTi im Konsumkredit (falls möglich) würden Dir in einem Jahr 7,5% Zinsersparnis bringen, also 318,75€.

Falls es möglich sein sollte den Bausparer abzuräumen, kostet das also im ersten Jahr 42,50€ +125€ = 167,50€.

Es bringt Dir aber ~151€ mehr in der Tasche und das sogar ohne Deine Tilgung im Konsumkredit zu erhöhen - allerdings nur dann, wenn Du beim Konsumkredit sofort 4250€ tilgen kannst. Dazu kommt: selbst wenn der Bausparer aufgelöst werden kann, wird das vermutlich einige Wochen - eventuell auch Monate - dauern.

Über den Bausparer kann man nun trefflich streiten, ich würde dort aber zumindest die Besparung aussetzen, bis Dein Konsumkredit getilgt ist. Wenn der Konsumkredit tatsächlich über 7,5% läuft, ist eine Alternativansparung über ETF-/Aktienpaket meines Erachtens witzlos. Um mit ETF/Aktien mehr zu verdienen als die 7,5% müsste ein solches Produkt nach Abzug der Einrichtungs-, Konto- und Verwaltungskosten mindestens 7,5% nach Steuern bringen. Steuerbelastung dürfte bei Dir gering sein, vermutlich bliebest Du eh unter dem gesetzl. Freibetrag. Faktisch müsste der Aktienmarkt dann schon dauerhaft 10% nach Steuern erwirtschaften, damit sich das Risiko rechtfertigen lässt. Das ist heavy und in Deiner Situation weder sinnvoll noch notwendig.

Kurz und gut: sieh' zu, dass Du die Tilgung für Deinen Konsumkredit hochschraubst, falls möglich durch Aussetzen des Bausparers (Summe 4250€ bliebe dann drin, aber keine mtl. Ansparung mehr) oder auch Auflösung des Bausparers, wenn die Kosten tatsächlich nur 125€ betragen, das Geld zeitnah zur Verfügung steht und auch im Konsumkredit kostenfrei sondergetilgt werden kann.

Wenn Du die benötigten Infos hast und Dein Weg klar ist, lass' Dir die Restlaufzeit vom Konsumkredit ausdrucken und kleb' Dir das Ding an den Kühlschrank.

Wenn Du es dann noch schaffst, aus Deiner damaligen Ausbildung heute Mehreinnahmen zu generieren, dann ist das Deine zusätzliche Rendite.

Viel Erfolg.

Danke, das war sehr konkret und deshalb sehr hilfreich!

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Für Frugalisten sind Konsumschulden ein absoluter Notfall. Den Notfall gilt es bestmöglich zu versorgen und auszuheilen. Danach fängt es erst richtig an.

Der Weg zum Frugalismus führt über viel eigenes Studium der frei verfügbaren Informationen. Ich helfe gerne bei konkreten Fragen.

Check24 hat viele Umschuldungsanbieter. Nach der Erfassung Deiner Daten erhältst Du ein Angebot. Erst nach der Unterschrift kommt es zu einem Vertrag. Wenn Deine Bonität sehr gut ist, ist auch Dein neuer Zinssatz sehr gut. Ich empfehle Dir bei diesem Umschuldungsthema mehrere unverbindliche Angebote abzuholen und dabei viel zu lernen. Kannst nichts falsch machen.

15.000,00 Restschuld. 3-6 % Verbilligung. Ca. 450,00 EUR bis  900,00 EUR Zinsersparnis allein im ersten Umschuldungsjahr.

Auch nach dem Notfall gibt es viel zu Lernen. Wir sind für Dich da.

3 Tage Woche. Teilzeitarbeit.
Zitat von 49er am 6. Februar 2020, 21:45 Uhr

Ich empfehle Dir bei diesem Umschuldungsthema mehrere unverbindliche Angebote abzuholen und dabei viel zu lernen. Kannst nichts falsch machen.

Ist das inzwischen so? Bis vor einigen Jahren musste man da sehr aufpassen, dass nicht mehrere Anbieter "schlampig" bei der Schufa anfragen und dadurch der Score sank.

 

Das mit der Schufa ist immer noch so.

Zitat von Indefinitpronomen am 6. Februar 2020, 16:08 Uhr

Das heißt du würdest das Geld vom Bausparvertrag nehmen oder nicht? 😀

Höchstwahrscheinlich ist das in Deinem Fall sinnvoll, aber es ist nicht kriegsentscheidend. Den entscheidenden Schritt hast Du längst hinter Dir, weil Du das Problem an sich angehst. Die Schulden verlieren auch ihren Schrecken, wenn man sich damit beschäftigt, die Tilgung dauerhaft leisten kann und das Tilgungsende in Sicht kommt, das ganze also greifbar wird. Insofern musst Du das nur so organisieren, dass Du ruhig schlafen kannst. Ob Du dabei 500€ Zinsen sparst oder nicht, ist letztlich egal - es wird Dich nicht ruinieren.

Grob hast Du ca. 16T€ Schulden, die obendrein noch aus einer Ausbildung stammen. Das ist nicht schön, aber überschaubar. Wenn die Ausbildung inhaltlich nicht völlig für die Katz war, ist nach wie vor möglich, dass Du aus dieser Ausbildung bis zum Arbeitslebensende 16T€ Mehreinkommen generierst. Sieh' das als Invest, das kann sich immer noch locker ins Positive drehen. Wenn Du 16T€ Miet- oder Partylebenschulden hättest, sähe das anders aus - daraus könntest Du (fast) keinen Mehrwert ziehen. Aber selbst das würdest Du stemmen können.

 

Zitat von Indefinitpronomen am 6. Februar 2020, 16:08 Uhr
Das heißt du würdest das Geld vom Bausparvertrag nehmen oder nicht? 😀
Psychisch verspüre ich schon großen Druck, den Kredit möglichst schnell loszuwerden

ich sage mal: Ich habe schon mal einen Bausparer mit ähnlichem Guthaben aufgelöst - beim Kauf der zweiten Wohnung - bereue ich nicht, war auch kein großer Aufwand. War aber auch schon mal etwas übermotiviert bei der Sondertilgung - und durfte dann zur Bank rennen, und einen Kredit so ziemlich genau über den Betrag beantragen, der vorher sondergetilgt wurde. Also Liquidität ist auch was wert. Und wenn diese Liquidität nicht so ganz liquide ist - ist das auch nicht so schlimm.

Klar ist das nicht schön mit Schulden - aber so lange das jeden Monat weniger wird, auch kein großes Problem. Irgendwo disziplinieren Schulden ja auch - im Bewusstsein, noch Geld schuldig zu sein, gibt man das Geld, das man gerade flüssig hat, nicht so leicht aus, als wenn man dieses Bewusstsein nicht hat. Irgendwo las ich, dass das wohl der eigentliche Grund ist, warum Häuslebauer und Wohnungskäufer im Schnitt deutlich wohlhabender sind, als Mieter mit gleichem Lohn- obwohl die Kosten für's Wohnen beim Eigenheim nicht wirklich günstiger sind, als bei der Mietswohnung. Wenn man sich ein Häuschen kauft, hat man erstmal Schulden wie Hölle, und schaut gezwungenermaßen etwas mehr auf die Ausgaben - das macht man dann so zwanzig Jahre lang, und wenn die Schulden weg sind, macht man es wohl tendentiell weiter so.

Zitat von 49er am 6. Februar 2020, 21:45 Uhr

Für Frugalisten sind Konsumschulden ein absoluter Notfall. Den Notfall gilt es bestmöglich zu versorgen und auszuheilen. Danach fängt es erst richtig an.

Der Weg zum Frugalismus führt über viel eigenes Studium der frei verfügbaren Informationen. Ich helfe gerne bei konkreten Fragen.

Check24 hat viele Umschuldungsanbieter. Nach der Erfassung Deiner Daten erhältst Du ein Angebot. Erst nach der Unterschrift kommt es zu einem Vertrag. Wenn Deine Bonität sehr gut ist, ist auch Dein neuer Zinssatz sehr gut. Ich empfehle Dir bei diesem Umschuldungsthema mehrere unverbindliche Angebote abzuholen und dabei viel zu lernen. Kannst nichts falsch machen.

15.000,00 Restschuld. 3-6 % Verbilligung. Ca. 450,00 EUR bis  900,00 EUR Zinsersparnis allein im ersten Umschuldungsjahr.

Auch nach dem Notfall gibt es viel zu Lernen. Wir sind für Dich da.

Vielen Dank, @49er! Ich hatte jetzt schon oft das frustrierende Gefühl, dass viele Frugalisten schon von Berufswegen her einfach den besseren Durchblick haben oder zumindest naturwissenschaftlich/mathematisch eine ganz andere Basis mitbringen als ich; aber ich empfinde die Community auch als sehr hilfreich und hilfsbereit.

Sobald ich das mit dem Bausparvertrag geklärt habe, werde ich die Umschuldung angehen bzw. mich in der Zwischenzeit schonmal so schlau machen, wie es geht.

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@christine und @wkrein danke für den Hinweis, ich werde das in meinen Recherchen berücksichtigen

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Zitat von MFZ73 am 7. Februar 2020, 0:21 Uhr
Zitat von Indefinitpronomen am 6. Februar 2020, 16:08 Uhr

Das heißt du würdest das Geld vom Bausparvertrag nehmen oder nicht? 😀

Höchstwahrscheinlich ist das in Deinem Fall sinnvoll, aber es ist nicht kriegsentscheidend. Den entscheidenden Schritt hast Du längst hinter Dir, weil Du das Problem an sich angehst. Die Schulden verlieren auch ihren Schrecken, wenn man sich damit beschäftigt, die Tilgung dauerhaft leisten kann und das Tilgungsende in Sicht kommt, das ganze also greifbar wird. Insofern musst Du das nur so organisieren, dass Du ruhig schlafen kannst. Ob Du dabei 500€ Zinsen sparst oder nicht, ist letztlich egal - es wird Dich nicht ruinieren.

Grob hast Du ca. 16T€ Schulden, die obendrein noch aus einer Ausbildung stammen. Das ist nicht schön, aber überschaubar. Wenn die Ausbildung inhaltlich nicht völlig für die Katz war, ist nach wie vor möglich, dass Du aus dieser Ausbildung bis zum Arbeitslebensende 16T€ Mehreinkommen generierst. Sieh' das als Invest, das kann sich immer noch locker ins Positive drehen. Wenn Du 16T€ Miet- oder Partylebenschulden hättest, sähe das anders aus - daraus könntest Du (fast) keinen Mehrwert ziehen. Aber selbst das würdest Du stemmen können.

 

Es stimmt, ich fühle mich jetzt schon, wo ich nur "angefangen" und mir einen Überblick mit konkreten Zahlen verschafft habe, schon viel besser als in den letzten Jahren, wo die Gewissheit der Schuldenlast immer wie eine Wolke in meinem Hinterkopf hing. Im ersten Schritt ist es nierderschmetternd, anzuerkennen, was ich falsch gemacht habe, aber im zweiten Schritt fühle ich mich "empowered", aus dem hier und jetzt positive Veränderungen für meine Zukunft ganz aktiv angehen zu können.

Dass meine Schulden aus dem Studium herrühren ist mir auch ein Trost und ja, von der Ausbildung habe ich profitiert und werde ich auch langfristig profitieren. Ich habe tatsächlich noch gar nicht darüber nachgedacht, wie ich gerade aus dieser Qualifikation vielleicht noch einen Mehrwert neben dem regulären Job ziehen könnte. Danke für diesen Input!

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Klar ist das nicht schön mit Schulden - aber so lange das jeden Monat weniger wird, auch kein großes Problem. Irgendwo disziplinieren Schulden ja auch - im Bewusstsein, noch Geld schuldig zu sein, gibt man das Geld, das man gerade flüssig hat, nicht so leicht aus, als wenn man dieses Bewusstsein nicht hat. Irgendwo las ich, dass das wohl der eigentliche Grund ist, warum Häuslebauer und Wohnungskäufer im Schnitt deutlich wohlhabender sind, als Mieter mit gleichem Lohn- obwohl die Kosten für's Wohnen beim Eigenheim nicht wirklich günstiger sind, als bei der Mietswohnung. Wenn man sich ein Häuschen kauft, hat man erstmal Schulden wie Hölle, und schaut gezwungenermaßen etwas mehr auf die Ausgaben - das macht man dann so zwanzig Jahre lang, und wenn die Schulden weg sind, macht man es wohl tendentiell weiter so.

Das habe ich mir auch überlegt, natürlich ist für mich gar nicht die finanzielle Belastung erdrückend ist, sondern eher das schlechte Gefühl, seit ich begriffen habe, was ich verbockt habe; daraus resultierend der Wunsch, meinen Fehler so schnell wie möglich ungeschehen zu machen (was Quatsch ist, weil das Geld ja nunmal ausgegeben wurde).

Nun ja. Ich warte noch auf das Gespräch mit der Frau von Schwäbisch Hall, vielleicht kann ich, so wie bereits vorgeschlagen, das Geld entnehmen und den Vertrag trotzdem behalten.

 

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Zitat von Indefinitpronomen am 12. Februar 2020, 8:28 Uhr

Nun ja. Ich warte noch auf das Gespräch mit der Frau von Schwäbisch Hall, vielleicht kann ich, so wie bereits vorgeschlagen, das Geld entnehmen und den Vertrag trotzdem behalten.

Demnach hat das Kreditgespräch ergeben, dass Du eine so große Summe sondertilgen und die Raten ebenfalls erhöhen kannst?

Zitat von Indefinitpronomen am 12. Februar 2020, 8:23 Uhr

Dass meine Schulden aus dem Studium herrühren ist mir auch ein Trost und ja, von der Ausbildung habe ich profitiert und werde ich auch langfristig profitieren.

Wenn Du tatsächlich (langfristig) von der Ausbildung profitieren kannst, war die Entscheidung nicht falsch, sondern ausdrücklich richtig - und dann sind das auch keine klassischen (im frugalistischen Sinne) Konsumschulden. Ich glaube auch nicht, dass Du grundsätzlich was endgültig "verbockt" hast. Der Antrieb, das dennoch gerade biegen zu wollen, ist aber gut.

Zitat von Christine am 12. Februar 2020, 10:16 Uhr
Zitat von Indefinitpronomen am 12. Februar 2020, 8:28 Uhr

Nun ja. Ich warte noch auf das Gespräch mit der Frau von Schwäbisch Hall, vielleicht kann ich, so wie bereits vorgeschlagen, das Geld entnehmen und den Vertrag trotzdem behalten.

Demnach hat das Kreditgespräch ergeben, dass Du eine so große Summe sondertilgen und die Raten ebenfalls erhöhen kannst?

Ja, das ist möglich. Meine Beraterin wollte alles in die Wege leiten aber meldet sich nun schon seit über einer Woche nicht, ich hab jetzt mal nochmal eine Mail geschrieben.

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Vielleicht hat jemand hier die Muße, sich das nochmal anzuschauen. Angehängte Datei ist das Angebot, dass mir die Volksbank zur Rückzahlung meines Kredits macht. Wichtig zu wissen ist vielleicht auch, dass sich meine Studienschulden aus zwei verschiedenen Krediten zusammensetzen, die bisher auch in separaten Raten zurückgezahlt wurden; auf einem sind noch ca. 3.000€ und auf dem zweiten 20.000€. Durch dieses Angebot von Easy Credit sollen die beiden auch zusammengelegt werden. Ich bin etwas verzweifelt, dass aus 23.000€ gleich wieder fast 31.000€ werden ... leider habe ich die Konditionen der alten Verträge gerade nicht vorliegen, sonst könnte ich sie auch versuchen, gegeneinander abzuwägen. Ätzend, wie hilflos und unwissend ich mich fühle.

Hochgeladene Dateien:
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@indefinitpronomen

Meine check24 Recherche bringt andere Kreditgeber mit anderen Zinssätzen hervor.

https://kredit.check24.de/vergleich?cpid=ch24_f_hp_dti&b2bid=50&wpset=ch24_hp_directtypein&kp=23910&lz=48&vz=4&canonical=umschuldung&hideTeaser=true&jsessionId=A1537172B1842E7E006745D411409A21.6dqmd&noRedirect=1

Kurz gesagt: Easy Credit ist nicht die Lösung. Der Schutzbrief ist nicht notwendig und viel zu teuer. Der Zinsssatz 6,22 % ist viel zu hoch. Bei jeder normalen Sparkasse bekommst Du den Kredit für ca. 3,90 % nom.

Ich helfe gerne. Benötige folgende Angaben:

Höhe des Nettolohnes. Sonstige Einkünfte ?

Wie hoch ist Deine Warmmiete ?

Wieviele Autos hast Du ?

Bestehen noch andere Kredite ?

Beruf und seit wann bist Du bei dem jetzigen Arbeitgeber beschäftigt ?

 

 

3 Tage Woche. Teilzeitarbeit.

@49er tausend Dank.

  • Nettolohn: monatlich aktuell 2100 €, ab 01.05. Erhöhung auf 2190 €. Keine sonstigen Einkünfte.
  • 0 € Miete, ich wohne im (abbezahlten) Haus meiner Eltern. Kein Auszug geplant, bevor meine Schulden beglichen sind
  • Kein Auto
  • Kredite: 2x Studienkredite, 1x Targobank iPhone 0%-Finanzierung (Restschuld ca. 500 €)
  • Beruf: Projektmanager im Marketing, beim aktuellen Arbeitgeber leider erst seit 15.11.2019 (Probezeit bis Mai)

Da ich durch das Wohnen in meinem Elternhaus sehr viel Geld spare, wollte ich meine Rückzahlungsrate ab 1. April auf monatlich 1600 € erhöhen, im Moment zahle ich noch knapp 600 € monatlich ab.

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@indefinitpronomen

Plan A: Gehe auf die Homepage Deiner örtlichen Sparkasse. Beantrage Deinen passenden neuen Umschuldungskredit per Telefon, Email, Videochat. Gib alle Deine Daten an. Du kannst auch mit Deinen Gehaltszetteln und dem Arbeitsvertrag in die nächste Filliale gehen und dich persönlich beraten lassen. Evtl. musst Du die Probezeit abwarten.

Ziel: Umschuldungskredit Zinssatz maximal 4,00 % ohne Versicherungen mit einer möglichst hohen festen Kreditrate und unbegrenzten Sondertilgungsmöglichkeiten.

Plan B: Einen check24 Kreditgeber selbst durchrechnen. Alle Daten dort selbst erfassen und online abschliessen.

Plan C: Deiner Familie eine risikolose Anlagemöglichkeit für 18 Monate mit mtl. Rückzahlung anbieten: Deine Kreditsumme für 2,00 % Zinsen.

3 Tage Woche. Teilzeitarbeit.

Hallo an alle, die Interesse daran haben, wie es inzwischen bei mir weitergegangen ist. Ich wohne im Moment weiter bei meinen Eltern und zahle meine Studienschulden mit einer Rate von 1600€ im Monat bis Februar 2021 zurück. Es ist mir glücklicherweise immer noch möglich, Geld für ein, zwei kleinere Reisen in diesem Jahr auf die Seite zu legen (falls Corona das zulassen sollte) und weiter in meinen Bausparvertrag einzuzahlen. Ansonsten sind für mich keine großen Sprünge drin, aber ich habe angefangen, zusätzlichen Nutzen aus meinem teuren Studium zu ziehen, indem ich seit zwei Monaten Secondhand-Kleider für sehr günstiges Geld handverlesen einkaufe und auf diversen Online-Marktplätzen mit relativ großer Gewinnspanne weiterverkaufe. So habe ich zum Beispiel gerade eben ein 80er-Jahre-Sommerkleid, das ich für 3€ eingekauft habe, für 18€ weiterverkauft. Natürlich stecke ich da Zeit rein, indem ich in die entsprechenden Läden fahre und dort Sachen aussuche, von denen ich glaube, dass ich daran verdienen kann, aber es macht mir natürlich noch immer großen Spaß, zu shoppen. Nur, dass ich die Sachen jetzt nichtmehr für mich selbst kaufe. So habe ich in den letzten beiden Monaten jeweils 150€ zusätzlich eingenommen. Wenn ich diesen Umsatz aufrecht erhalten kann, fällt innerhalb eines Jahres dadurch zumindest eine Rate an die Bank weg, die ich dadurch begleichen kann.

Da der Rückzahlungsplan für mich jetzt steht, überlege und informiere ich mich in letzter Zeit vor allem, wie ich nach den Rückzahlungen weitermache. Ich möchte eine relativ hohe Sparquote aufrechterhalten, weiß aber noch nicht, ob ich deswegen bei meinen Eltern wohnen bleiben oder mir etwas eigenes suchen soll. Unabhängigkeit und die eigenen vier Wände sind schon was wert, auch wenn es hier nicht an Platz mangelt.

Wünsche euch allen da draußen einen guten Juni 🙂

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Den Bausparer würde ich auf jeden Fall schlachten, und nicht weiter einzahlen. Solche Verträge finde ich generell schlecht, das Geld ist darin lebendig begraben und man spart nur dem Traum einer Immobilie hinterher. Für die Bank ist es ein Kettengeschäft: Hast du ein Giro, schwätzen sie dir einen Bausparer auf, wird der irgendwann reif, schenken sie dir ihr bestes Zahnpastalächeln, dass du den restlichen Kredit auch dort nimmst,  und immer so weiter... der Weg zur finanziellen Freiheit ist das gewiss nicht. Im Gegenteil, die Abhängigkeit wird immer größer. Um Sparkasse und VR würde ich einen besonders großen Bogen machen, andere sind nicht viel besser.

Außerdem solltest du aufhören, in deinem Kopf die Konten getrennt betrachten. Du hast einen hoch verzinsten Kredit laufen, und auf der anderen Seite Geld in nem Bausparer, das keine Realrendite erzielt und noch nicht mal liquide ist. Schlechte Konstellation.

Würdest du 20k Bankschulden stehen lassen, wenn du 4k zu Hause in nem Tresor liegen hast? Bestimmt nicht. Du würdest doch auf 16k reduzieren wollen. Aber genau so ist deine Lage, bloß mit etwas anderen Parametern.

Genauso, einen Notgroschen anzulegen, solange der Kredit noch läuft, ist ebenfalls Quatsch. Du hast ja doch durch das Zurücklegen nicht mehr Geld zur Verfügung, als wenn du tilgst. Du hast mehr Cash, aber auch mehr Schulden. Nullsummenspiel. Hol dir lieber einen vernünftigen Dispo. Es gibt bereits Dispos, die sind günstiger, als das, was du für deinen Altkredit zahlst...

Wenn man einen Kredit mit flexibler Tilgung hat, gibt es 2 Möglichkeiten:

a) Man kann den Zins mit Rendite (deutlich) schlagen. Dann sehe ich keinen Grund, überhaupt zu tilgen.

b) Der Zins ist so hoch, dass man mit gängigen Investments diesen nicht schlagen kann. Dann sollte man zusehen, dass man es getilgt oder umgeschuldet bekommt.

Bei dir ist eher b) der Fall.

Es gibt übrigens auch noch Wertpapierkredite, z.B. bei Smartbroker mit 2,25%... das kann man definitiv langfristig schlagen, und tilgen wie man lustig ist. Vorausgesetzt, dass man Wertpapiere hat.