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p2p Erfahrung

@zusammensparen  Ich habe ca. 7% meines Kapitals in P2P investiert. Es war und ist eine Hochrisiko Anlage mit Totalverlust Risiko. Dessen bin ich mir sehr bewusst und deshalb bleibe ich drin. Ähnlich dem buy and hold bei meinen Aktienfonds. Aktuell bekomme ich eine schöne P2P Rendite bei crashenden Aktienkursen.

Ich setze auf mehrere Pferde und Mintos läuft für mich sehr gut. Auch innerhalb von Mintos kann man das Risiko selbst wählen (Bonitäten, Länder, Zinssatz, usw.)

@thewanderer Es gibt einen Sekundärmarkt für den vorzeitigen Verkauf von selbst ausgewählten Krediten. Und es gibt einen "Invest&Access" Automaten (11,14% durchschnittlich) mit jederzeitigem Zugriff auf das Geld.

3 Tage Woche. Teilzeitarbeit.
Zitat von 49er am 16. März 2020, 8:16 Uhr

@zusammensparen  Ich habe ca. 7% meines Kapitals in P2P investiert. Es war und ist eine Hochrisiko Anlage mit Totalverlust Risiko. Dessen bin ich mir sehr bewusst und deshalb bleibe ich drin. Ähnlich dem buy and hold bei meinen Aktienfonds. Aktuell bekomme ich eine schöne P2P Rendite bei crashenden Aktienkursen.

Ich setze auf mehrere Pferde und Mintos läuft für mich sehr gut. Auch innerhalb von Mintos kann man das Risiko selbst wählen (Bonitäten, Länder, Zinssatz, usw.)

@thewanderer Es gibt einen Sekundärmarkt für den vorzeitigen Verkauf von selbst ausgewählten Krediten. Und es gibt einen "Invest&Access" Automaten (11,14% durchschnittlich) mit jederzeitigem Zugriff auf das Geld.

Ich bin immer wieder erstaunt, was für Risiken ihr bereit seid, einzugehen. Bei P2P über internationale Plattformen habt Ihr fast keine Infos über die Kreditnehmer. Wenn ich in meinem Business Außenstände habe, dann fahre ich damit ein gewisses Risiko - aber das ist in meinen Preisen einkalkuliert. Zudem kenne ich fast alle meine B2B-Kunden persönlich und meine b2c-Kunden sind zu +95% pfändbar.

Vor einigen Monaten habe ich mir mal zum Spaß die andere Seite der Medaille angesehen, also mir die AGB von einer der üblichen Plattformen angesehen, wenn ich mir dort Geld leihen, also als Kreditnehmer auftreten würde - davon habe ich nach 2 Minuten Lesen Abstand genommen, weil ich das nur machen würde, wenn mir das Wasser schon bis Oberkante Unterlippe stehen würde. Es ist aber im Umkehrschluss damit klar, was für Kreditnehmer bereit sind, diese Geschäftsbedingungen zu akzeptieren.

Bin gespannt, wie sich das entwickelt.

Meine eigenen MA fragen natürlich jetzt auch schon, wie es aussieht ... Zwangsurlaub, Kinderbetreuung, Lohnfortzahlung im Quarantänefall etc. pp., aber das ist bislang alles cool. Faktisch fange ich jetzt sogar an, neue MA zu suchen, obwohl ich mit deutlich höheren Ausfallquoten rechnen muss als bisher.

Und jetzt frag' Dich mal ehrlich, wieviele Deiner P2P-Kunden - von denen Du keinen einzigen persönlich kennst - durchhalten, wenn dauerhaft massiv Einnahmen fehlen. Ich sag's mal so - ich betreibe keinen Einzelhandel (enormer Vorteil), einige meiner Kunden/Projekte/Aufträge werden definitiv verschoben und womöglich auch ganz gecancelt, das wird aber trotz Corona-Krise nicht endlos gehen (mediocrer/langfristiger Vorteil), wir sind hochtechnisiert und können viel autonom bzw. im home-office bearbeiten (enormer Vorteil) ... und trotzdem wird's für uns hart.

Wenn Du also aktuell Geld in meinem Unternehmen über P2P investiert hättest, dann würdest Du Dein Geld nach wie vor mit hoher Wahrscheinlichkeit zurückbekommen. Ich hätte es aber - wie gesagt - vor der Krise gar nicht angenommen.

Die Frage ist also - wer sind Deine Kreditnehmer und wie sieht deren aktuelle Situation aus?

 

So wie ich es nach oberflächlichem Lesen diverser Foren und Blogs verstehe, sind die 8-10% erwartete Rendite ja die Rendite nach den einkalkulierten Ausfällen (und vermutlich fallen noch Sicherungsgebühren o.ä. an, die die Rendite schmälern). D.h. die wirklichen Kreditzinsen liegen wesentlich höher - und das kann ich nur Wucher nennen. Passend dazu habe ich hier auch etwas zu den moralischen Aspekte von p2p gefunden:

http://www.dagoberts-nichte.de/was-haeltst-du-von-p2p-krediten-p2p-kredite-und-moral/

Fazit: Nichts für mich.

Wenn deine P2P Rendite 10% ist, dann dürften die dahinter stehenden Kredite vielleicht 15% im Schnitt als Zins verlangen. Ob das aber moralisch verwerflich ist oder Wucher, ist fraglich.

Natürlich kriegt der russische Arbeiter mit einem umgerechneten Monatslohn von 300 € von keiner Bank dieser Welt für 5% oder weniger einen Kredit. Wenn man auf Mintos oder Bondora die Ausfallquoten sieht, muss der Zinssatz deutlich höher sein. Wenn dort Ausfallquoten von 10% angegeben sind, muss der Zinssatz ja schon fast 10% sein nur um das zu kompensieren.

Klar Mintos hat Rückkaufgarantien, die meistens auch funktionieren, aber was ist wenn die garatierenden Unternehmen aufgrund von zu vielen Ausfällen pleite gehen?

Ich denke die Renditen/Zinsen sind kein Wucher sondern dem Risiko angemessen. Das sollte man aber eben nicht unterschätzen. 10% sind toll, aber eine Rezession kann dein Depot auch schnell halbieren. Und weg ist weg. Da gibs auch keine Hoffnung mehr auf wieder steigende Kurse.

Achtung! Grupeer ist mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit Scam!

YouTube @ FinanzDuo
Zitat von TheWanderer am 15. März 2020, 23:03 Uhr

Ich habe zwar keine P2P, aber mich würde interessieren, wie gut man da raus kommt. Kann man laufende Kredite verkaufen, oder muss man sie auslaufen lassen? Und welchen Preis erzielt man bei Verkauf in der jetzigen Situation? Berichtet mal von euren Erlebnissen!

Man kann zb bei Mintos Kredite  auf dem "Zweitmarkt" verkaufen und muesste in meinem Fall derzeit ca 15% Abschlag einrechnen. Dieser schwankt stark. Das mache ich nicht.

Ich entspare derzeit so: Autoinvest ausgeschaltet. Durch regulaere Rueckfluesse und Zahlung aus der Rueckkaufgarantie bekomme ich so woechentlich grob 5% vom Anlagevolumen zurueck.

3 Tage Woche. Teilzeitarbeit.

Gerne teile ich meine p2p Erfahrungen – vor genau einem Jahr bin ich bei Mintos eingestiegen mit folgendem Mindset:

  • Erfahrungen Sammeln
  • Testen der Plattform
  • nur Hochrisiko / Spekulationskapital einsetzen: à600 Euro < 1% meines Vermögens
  • Fazit ziehen nach einem Jahr

Bei hohen Renditen muss man immer vorsichtig sein, weil umsonst erhält man diese nicht – und nach meiner Erfahrung sind die Risiken der Ausfälle hoch – höher, als es die Verzinsung von 8-12% wettmachen wird. Die Gründe hierfür liegen auf der Hand: mit den Krediten wird meist Konsum finanziert (Grossteil der Kredite sind Autokredite), da ist im Ernstfall ja kaum ein verwertbarer Gegenwert da. Die Kreditkosten für die Kreditnehmer sind ja exporbitant – und sind 15-20% und höher…also Leute, die von keiner Bank Geld erhalten weil sie Finanzschwach sind – können sich als letzte solch teure Kredite leisten! Da ich nun einen Eindruck habe in welche Länder die Kredite wandern über Kreditvermittler (p2p ist also weit gefehlt, nebst Mintos steht ja meist noch ein oder mehrere Häuser dazwischen, welche Geld rausnehmen bis zum Kreditnehmer) und ich sehe, wofür das Kapital verwendet wird ist für mich klar: ich möchte nicht weiter mit meinem Kapital diesem System die Lebensgrundlage bieten. Ich tue keiner armenischen Familie einen Gefallen, wenn sie Geld von mir leihen für ein Auto, welches ggf. übertrieben ist – und dafür einen Kredit bedienen müssen mit 20% Zins!

Nach einem Jahr Erfahrung zeigte sich, dass nur rund 1/3 der Kredite rechzeitig bedient wurden, 2/3 laufen immer in Verzögerung.

Aus diesen Gründen habe ich vor gut einem Monat begonnen, mein Investment aufzugeben, die Kredite werden nun zurückgeführt (da ich in nur sehr kurzfristige investiert war – muss aber meist die 60Tage wartefrist aussitzen…)

Aus folgenden Gründen ziehe ich mich bei Mintos zurück:

  • Unmoralisch hohe Zinskosten für den Kreditnehmer
  • zu viele Zwischenhändler der Kredite, weit weg von p2p
  • die Rendite stimmt nicht als Risikoprämie, das Risiko ist m.E. zu hoch
  • zu schwache Rechtsgrundlagen in den meisten Länder der Kreditnehmer bei Kreditausfällen

 

Ich teste seit gut einem halben Jahr auch cashare.ch – die älteste p2p-Plattform in der CH. Bisher gefällt mir diese viel besser, da man tatsächlich nur cashare zwischen Kreditgeber- & Nehmer hat, zudem gibt es detaillierte Informationen über das Kreditprojekt sowie deren hinterlegten Sicherheiten – und da sich alles innerhalb der CH abspielt, sehe ich im Insolvenzfall viel bessere Aussichten auf eine Teilrückerstattung des Kreditfalls bei der Versteigerung.

Nachtrag:

Die Idee ist aufgekommen, dass p2p / digitales Kreditnehmen die Zukunft sein könnte:

Wohl kaum. Einerseits bieten auch klassische Banken Kreditnehmen digital an - man hinterlegt die Bilanzen etc. digital bei der Bank und schon hat man innert Kürze den Kredit - dass dies auch aufs Private ausgeweitet wird liegt zum Greifen nahe.

Viel wichtiger: p2p-Kredite sind voll finanziert! Sprich, hinter 1000 Euro stehen auch 1000 Euro. Das ist natürlich ein krasser Nachteil gegenüber Banken, dass diese p2p Kredite mit Vollgeld ausbezahlt werden - das macht sie mind. 10x teurer (und das sind sie ja auf dem Markt etwa für den Kreditnehmer). Eine Bank lacht darüber, sie kommt zu viel günstigerem Geld: wenn sie 1000 Euro leiht, dann muss sie 100 Euro "in Bar" als Sicherheit hinterlegen bei der Zentralbank (SNB in der CH) und darf darauf per Knopfdruck die Zahl 1000 Euro Guthaben auf dem Konto des Kreditnehmers angezeigt werden - womit dieser konsumieren gehen kann. Giralgeld nennt sich das - so wird u.a. Geld erschaffen, auch von Privatbanken (das ist keineswegs in politischer oder "zentralbänkischer" Hohheit).

Zitat von 49er am 10. April 2020, 12:43 Uhr
Wie lange bist du schon dabei? Wenn ich auf Zinssatz und Ertrag schaue, etwa 6 Monate?
Vorsicht:
Je aelter die Kredite sind, je haeufiger fallen sie im allgemeinen aus. Kreditnehmer mit einem frischen Geld aus einem Kredit koennen den noch einfach bedienen, aber spaeter nicht mehr.
Zitat von 49er am 12. September 2019, 7:25 Uhr

Meine Mintos 5.000,00 EUR haben gerade den ersten 1,04 EUR Zins gebracht. Meine Anmeldung über einen Ref-Link bringt mir selbst noch 60,00 EUR Startbonus.

Sehr einfache Anlage nach kurzer Einarbeitungszeit (youtube). Die Auswahlmöglichkeiten sind groß. Das Risiko ist durch die auswählbare Rückkaufgarantie bestmöglich reduziert.

Aktuell wähle ich einen europäischen langjährig tätigen Kreditgeber und erhalte 8,00 % Zinsen.

Regelmässig eingehende Rückzahlungen der Kreditnehmer reinvestiere ich täglich automatisch nach meinen Vorgaben.

Alle Kredite sind schon einige Monate regelmässig bedient worden und meine Einzel-Investitionen liegen zwischen 10 und 75 EUR pro Invest.

Restlaufzeit bis maximal 4 Monate.

Zukünftig werde ich auch für bis zu 11,00 % Zinsertrag investieren. Selbstredend bedeutet dies dann auch ein höheres Risiko.

Die Kreditgeber können jederzeit pleite gehen.

 

Aktuell investiere ich am Sekundärmarkt in Kredite mit hohem Rabatt der Mintos-Aussteiger. Restlaufzeit max. 5 Monate.

3 Tage Woche. Teilzeitarbeit.

3 Tage Woche. Teilzeitarbeit.

@49er

Wärst du bereit deine Einstellungen bei Mintos zu teilen? Ich finde interessant, dass du sehr wenige Investitionen hast, die nicht firstgerecht laufen.

Ich selbst habe vor einem Jahr 3.000€ (ca. 1% Portfolioanteil) investiert und kann mich bisher nicht beschweren. Die versprochenen 10% wurden brav eingehalten und jetzt lasse ich das Ganze eben weiterlaufen. Bei mir sind aber deutlich mehr Kredite im Verzug. Teilweise 30% und 15% bei 31-60 Tage. Beunruhigt mich jetzt nicht besonders, aber deine Rendite ist auch ganz stattlich und lieber hätte ich deine Zahlen als meine.

Für mich ist P2P eine interessante Spielerei und wenn es  bei den 10% auf Dauer bleibt hat sichs sogar ausgezahlt, wenn alles weg ist ist es auch Wurscht.

LG

Nyxpriest

@nyxpriest

Meine Mintos Strategie ist sehr einfach. Der sehr geringe Verzug ist das logische Ergebnis meiner Kreditauswahl. Ich möchte das viele Jahre so weiter machen und werde keine Nachmach-Hilfe geben. Kein Hexenwerk. Dein 1% Portfolioanteil zu optimieren ist Zeitverschwendung. Passt doch so.

3 Tage Woche. Teilzeitarbeit.

Nach ca. 1 1/2 Jahren P2P Erfahrung auf einigen Plattformen (Mintos, Bondora, Estateguru, etc.) werde ich schrittweise aussteigen

Vorweg möchte ich sagen, dass ich nicht per se gegen P2P kredite bin, aber es nicht das richtige für mich persönlich ist.

Gründe:

  1. Mangelnde Liquidität (Hauptgrund): Mein Hauptinvest sind Aktien und ich möchte Rebalancen können bzw. im Crash andere Assetklassen teilweise verkaufen und Aktien nachkaufen können. Mintos und co haben mir aktuell bewiesen, dass man in Krisen oft nur schwer an sein P2P Kapital kommt. Produkte wie Bondora Go and Grow sind hier die einzig geeigneten. Ggfls. werde ich dort auch weiterhin kleine Summen kurzfristig parken.
  2. Reale Renditen unter den Erwartungen: Alle meine Renditen sind deutlich unter meinen Erwartungen. Anfangs sieht alles super aus, man legt für über 10% an und bei Mintos hatte ich irgendwann 12-13% prognostizierte Rendite. Je länger man dabei ist, desto öfter fallen Kredite aus, verzögern sich, Geld wird nicht investiert usw. Es gibt zwar bei einigen Anbietern Rückkaufgarantien, aber gerade in letzter Zeit häuften sich Nachrichten zu Zahlungsunfähigkeiten der Garantiegeber. Die reale Rendite von P2P Krediten ist gewiss individuell verschieden, aber geringer als man erhofft.
  3. Wenig Nutzen zur Stabilität meines Depots: Vor allem möchte ich Anlagen, die gut laufen wenn Aktien schlecht laufen. Aber gerade P2P Kredite fallen in wirtschaftlichen Krisenzeiten aus, genau dann wenn auch Aktienkurse fallen.
  4. Zu viel Aufwand gemessen am Depotanteil: Bis zu 5% meines Depots hatte ich in P2P Kredite investiert, auf bis zu 5 verschiedenen Plattformen, verschiedenen Strategien etc. Passwörter verwalten, Angaben für die Steuer machen, teilweise manuell investieren ... extrem viel Arbeit ist es nicht, aber doch relativ viel gemessen an meinem restlichen ETF Investment

P2P Kredite werden vom breiten Markt immer noch nicht ernst genommen. Sie sind ein winziger Anteil am Kapitalmarkt mit nur wenigen Plattformen in wenigen Ländern. Ich glaube heute, dass man P2P Kredite nicht braucht um ein gutes Depot aufzustellen. Man kann sie nutzen. Allerdings fristen sie meist ein Schattendasein mit maximal 5% in den Depots und von 5% Anteil darf man sich keine Wunder erwarten was die Gesamtperformance angeht.

Rund 1K jährlicher Mintos P2P Ertrag bei ca. 7 % Anteil des Gesamtvermögens. In zinslosen Zeiten für mich die passende Ergänzung. Problemlos durch die Covid Krise und weiterhin gute Aussichten. Für mich funktioniert P2P hervorragend.

3 Tage Woche. Teilzeitarbeit.
Zitat von 49er am 8. Juni 2020, 7:38 Uhr

Rund 1K jährlicher Mintos P2P Ertrag bei ca. 7 % Anteil des Gesamtvermögens. In zinslosen Zeiten für mich die passende Ergänzung. Problemlos durch die Covid Krise und weiterhin gute Aussichten. Für mich funktioniert P2P hervorragend.

Dein Zinssatz ist erstaunlich niedrig... unter 12% braucht eigentlich keiner nachhause zu gehen, und das sind dann schon besicherte Kredite mit bester Bonität (nach Mintos-Masstäben wohlgemerkt). Entweder bist du zu einem ungünstigen Zeitpunkt eingestiegen, oder deine Einstellungen haben Luft nach oben.

Unter 12% würde ich es auch nicht machen... Mit Aktien kann man ja schon auf 8-10 kommen, statistisch gesehen praktisch ohne Risiko, jederzeit hochliquide, und da ist ne endlose Stundung drin. Bei P2P stundet man halt so lange, bis man die Steuererklärung abgibt (und noch Papierkram hat).

Ich strebe langfristig 19% Allocation in P2P an, gestreut auf 4 Plattformen.

@newerasurf Deine detaillierte mtl. P2P Auskunft wird sicher für viele diesen Thread bereichern. Biite mach mit und lege Deine Investition verfolgbar offen.

3 Tage Woche. Teilzeitarbeit.

Hier mal eine andere Sicht der Dinge. Dass man 10%+ Rendite nicht risikolos bekommt, ist klar. Ich habe inzwischen 22K abgezogen. Da viele der Kredite platzen und die Payback-”Garantie” einspringt, geht das viel schneller, als auf die regulären Rückzahlungen warten zu müssen. Ich bekomme pro Woche etwa 1-2K zurück, aber erwarte Komplettausfälle. Ein paar Kreditvermittler haben Zahlungsschwierigkeiten. Da zahlt sich aus, dass ich gut zwischen gestreut habe. Falls die Plattform selber mal umfällt wäre es schlecht.

 

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Zitat von 49er am 8. Juni 2020, 20:43 Uhr

@newerasurf Deine detaillierte mtl. P2P Auskunft wird sicher für viele diesen Thread bereichern. Biite mach mit und lege Deine Investition verfolgbar offen.

Also monatliche Bilanzen ziehe ich eigentlich nicht... das Investment soll einfach liegen und vermehren. In diesem Jahr habe ich aber relativ viel umgebaut in P2P, weil ich in der Krise an Geld kommen wollte, um Aktien zu kaufen. Dann habe ich meine ganze Asset-Allocation überdacht. Ich kann aber gerne zu meinen Plattformen was sagen:

Mintos:

Vorgehen:

Standardplattform... ich gehe hier nur in Kredit bester Bonität, besichert, mit mindestens 12%. Die Laufzeit ist mir dann relativ egal. 2 Anbahner reichen mir. Ich halte nix davon, in möglichst alle zu investieren. Man sollte sich genau über die Anbahner informieren, hier: https://www.mintos.com/en/loan-originators/#details. Da steht auch, ob sie Verzugszinsen zahlen, was sehr wichtig ist.

Erfahrungen:

Sehr liquide. Man kann Kredite im fünfstelligen Bereich binnen Tagen fast verlustfrei veräußern. Bei mir war das jedenfalls nie ein Problem - außer in Corona. Der Server ist leider sehr schlecht und geht schonmal in die Knie. Unschön: wenn man alte Kredite mit hohen Zinsen hat (ich hab z.B. 16%er mit bester Bonität noch als Großteil meines Portfolios), so werden die manchmal vorzeitig zurückggekauft, und man bekommt Bares, was man natürlich nur zu aktuellen, schlechteren Konditionen wieder anlegen kann. Von Invest & Access sollte man generell die Finger lassen. Diese Funktion ist weder besonders lukrativ, noch besonders liquide, wenn es drauf ankommt.

Bondora:

Vorgehen:

Da gibts nicht viel zu überlegen, es gibt estnische und spanische Kredite (finnische theoretisch auch, aber zur Zeit fast keine im Angebot). Spanische sollte man, da sind sich fast alle Experten einig, meiden. Estland ist Bondoras Heimatmarkt, und den haben sie wohl besser im Griff. Ich greife gerne zu hochzinsigen Krediten, die lohnen sich mehr. Das höhere Risiko erschlägt man durch Diversifizierung (ich habe hunderte Kredite dort). Alle Kredite sind unbesichert, aber das ist weniger schlimm, als es sich anhört.

Erfahrungen:

Professionelle Plattform. Am Zweitmarkt sollte man sehr vorsichtig sein, da viele clevere Bots agieren. Die kaufen deine guten Kredite unter Wert weg und lassen dir den Schrott übrig. Im Zweifel alle Kredite lieber halten. Bei Bondora ist leider, über Jahre, sehr schwer abzusehen, wo man am Ende rauskommt. Ich bin seit 09/2018 dabei. Man kann übrigens auch per Kreditkarte einzahlen, gebührenfrei. Wenn man ne Karte mit Bonusmeilen oder Cashback hat, könnte man da vielleicht was deichseln (vorsichtig, auf eigene Verantwortung!).

Robocash:

Vorgehen:

Alles vollautomatisch, wenn einmal eingerichtet. Im Moment gibts 14%, auch auf sehr kurzlaufende Kredite, was sehr praktisch ist. Robo zahlt sogar automatisch aus, wenn man es möchte. Kein Zweitmarkt. War auch im Crash liquide.

Erfahrungen:

In der Vergangenheit viel Robo immer wieder dadurch auf, dass sie das Geld nicht verwerten konnten, d.h. es waren zu wenig Kredite da. Das hat sich gebessert. Nervig: man kann nicht mehr als 10 k€ einzahlen. Insgesamt. Spricht aber auch für die Ehrlichkeit der Plattform: wer vorhätte, die Kunden um ihr Geld zu prellen, würde wohl kaum hohe Anlagesummen ablehnen...

Estateguru:

Vorgehen:

Auto Invest erst ab 250€ Anlage pro Kredit. Ich investiere hier viel manuell, um gezielt ein starkes Portfolio aufzubauen. Muss man teilweise auch, da einem sonst wegen eines Stufensystems der Kredite entweder gute Angebote entgehen, oder man mehrfach in das gleiche Projekt investiert (schwierig zu erklären).

Erfahrungen:

Gilt als sicherster Anbieter überhaupt, da es sich um Immobilienkredite handelt. Angeblich gab es dort noch nie einen Ausfall von Investments. Zinsen bisschen geringer als bei den anderen drei. Effektive Zinsen sogar nochmal niedriger, weil es immer noch etwas dauert, bis ein Projekt wirklich startet, während das Geld vorher schon "reserviert" ist. Über den Sekundärmarkt kann ich gar nichts sagen. Ich hab es vor allem zur Diversifizierung drin. 4 sind doch erheblich besser als 3. 5 oder 6 bringen dann nicht mehr sooooo viel, und dann müsste man auch Plattformen schlechterer Qualität einbeziehen, was ich nicht möchte.

 

Weitere Plattformen, probiert und aus unterschiedlichen Gründen Abstand von genommen:

Viainvest, Peerberry