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p2p Erfahrung

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Guten Morgen,

Habt ihr p2p in eurem Portfolio? In welcher Wichtung? In welchen Risikoklassen? Schon mal Geld verloren?Koennt ihr eine Platform empfehlen?

 

Nein, hab ich nicht und halte auch nichts davon, wenn es zu einer stärkeren Wirtschaftskrise kommt wird man damit vermutlich starke Verluste wegen Kreditausfällen einfahren. Heutzutage ist es relativ einfach günstige Kredite bei Banken zu bekommen, warum soll ich Leuten mein Geld anvertrauen die dort keinen Kredit bekommen und bereit sind hohe Zinsen in Kauf zu nehmen, da kann die Bonität halt nicht so gut sein und das ist Geld was in einer Krise als erstes ausfällt, meiner Meinung nach, aber vielleicht zu pauschal.

Ich bin jetzt 1 Jahr bei mintos. Da kann man in unterschiedliche Kredite investieren. Dort sind viele Kredite durch Banken abgesichert d.h. im schlimmsten Fall sprich der Kreditnehmer zahlt nicht, bekommt man sein Geld inklusive Zinsen nach 60 Tagen Wartezeit von der absichernden Bank. Mindestens 10 Euro pro Kredit muss man investieren. Hat bis jetzt bei mir gut geklappt und ich liege aktuell bei über 10 % Zinsen. Ist doch nicht schlecht, oder? 😉

Habe ca 6000€ bei Bondora (Go&Grow) liegen, bin bis jetzt zufrieden. Finde das Geschäftsmodell von denen gut, dass sie "nur" 6,75% im Jahr zinsen geben, obwohl sie selbst wohl laut eigenen Aussagen ~10% machen, wodurch sie sich durch die Differenz einen Puffer aufbauen, mit dem sie schlechtere Zeiten überbrücken. Klar kann es passieren, dass man bei einer Krise alles verliert, aber das kann bei Aktien/ETFs genauso passieren, deshalb sehe ich keinen Grund, nicht einen kleinen Prozentsatz von meiner Bankroll dort zu investieren.

MfG

Meine Mintos 5.000,00 EUR haben gerade den ersten 1,04 EUR Zins gebracht. Meine Anmeldung über einen Ref-Link bringt mir selbst noch 60,00 EUR Startbonus.

Sehr einfache Anlage nach kurzer Einarbeitungszeit (youtube). Die Auswahlmöglichkeiten sind groß. Das Risiko ist durch die auswählbare Rückkaufgarantie bestmöglich reduziert.

Aktuell wähle ich einen europäischen langjährig tätigen Kreditgeber und erhalte 8,00 % Zinsen.

Regelmässig eingehende Rückzahlungen der Kreditnehmer reinvestiere ich täglich automatisch nach meinen Vorgaben.

Alle Kredite sind schon einige Monate regelmässig bedient worden und meine Einzel-Investitionen liegen zwischen 10 und 75 EUR pro Invest.

Restlaufzeit bis maximal 4 Monate.

Zukünftig werde ich auch für bis zu 11,00 % Zinsertrag investieren. Selbstredend bedeutet dies dann auch ein höheres Risiko.

Die Kreditgeber können jederzeit pleite gehen.

 

"Weniger ist mehr."

Das was 49er gesagt hat kann ich auch noch mal absolut bestätigen 😉👍

Zitat von 49er am 12. September 2019, 7:25 Uhr

Das Risiko ist durch die auswählbare Rückkaufgarantie bestmöglich reduziert. [...]

Die Kreditgeber können jederzeit pleite gehen.

*schmunzel*

Bei P2P-Krediten werden sich fast ausnahmslos Unternehmen (und vermutlich auch viele Privatleute mit Konsumschulden über umgelenkte Firmenkredite) mit frischem Geld versorgen, das sie bei einer Bank nicht oder nicht mehr bekommen würden. 8% Rendite sind für einen Kredit nach zB Russland auch viel zu wenig, denn die durchschnittliche Inflation in RUS liegt aktuell um 5%, wenn der Kreditnehmer die Zinsen noch steuerlich geltend machen kann, kostet ihn ein solcher Kredit quasi nichts - was nichts anderes bedeutet, als dass der Zins nicht das tatsächliche Risiko widerspiegelt. Es müssten dann schon 10-12% sein.

Innerhalb der EU sollte man sich auch fragen, wieso ein Unternehmen 8% für einen Kredit bezahlt, wenn man sich bei jeder Hausbank um die Ecke für 2-5% flexible (Kontokorrent-)Unternehmenskredite oder Finanzierungen/Leasinggeber besorgen kann. Voraussetzung dafür natürlich: Bonität. 8% sind nur für Unternehmer interessant, denen andere Möglichkeiten verwehrt sind - und das in Zeiten, wo erfolgreiche Unternehmen Strafzinsen auf Bankeinlagen zahlen und quasi alles vom Markt kaufen oder finanzieren, was nur eine schwarze Null sichert.

Next thing: Zeitung lesen. D schlittert auf eine Rezession zu, es sei denn, Scholz begreift endlich, dass man mit einer schwarzen Null keine Klimaschäden und auch keine (Daten-)Infrastrukturmängel beheben kann. Im Metallbau wird's schon ruhiger, ich kenne Betriebe, die bereits Kurzarbeit machen.

Kurzum: P2P sollte man nur mit FY-money betreiben. Sollte es wieder zu einer Weltwirtschaftskrise wie 2007/08 kommen, sind P2P-Kreditnehmer mit hoher Wahrscheinlichkeit die ersten, die es erwischen wird und das werden die absichernden Banken in Summe nicht stemmen können - die gehen im schlimmsten Fall mit unter.

@sts Leider haben nicht alle Deine Fragen gelesen und äussern hier Vermutungen und Falschaussagen, die nichts mit p2p Krediten in der Praxis zu tun haben.

Bitte blende Antworten, die "vermutlich" beinhalten einfach aus und halte Dich an die Erfahrungen der p2p-Kredit Investoren.

Hier meine positiven Erfahrungen nach ein paar Tagen:

  • Mein Horizont ist um eine Anlageart erweitert. Ich kann mitreden.
  • Hohe Zinsen gegen ein bewusst eingegangenes hohes Risiko. 8,00% bekomme ich und der Kreditnehmer zahlt z.B. 70,00 % eff.Jahreszins auf 400,00 EUR Kredit.
  • Das Risiko trägt nicht der Steuerzahler.
  • Geld für Menschen, die sonst keine Kreditmittel bekommen, um evtl. überlebenswichtige Dinge zu kaufen oder zu bezahlen. Z.B. der junge Mensch, der damit den Führerschein oder eine Autoreparatur bezahlt, um in die Stadt zur Arbeit zu fahren. Es gibt sehr viele kleine Kreditsummen an Privatpersonen. Starthilfe für eine bessere Zukunft der Menschen.
  • Win, win, win Situation.

"Weniger ist mehr."

@49er

Es stimmt, der Themen-Ersteller fragt nur nach, ob man bereits welche im Depot hat.

Dennoch finde ich, dass jemand, der das aus guten Gründen ablehnt, auch darauf antworten darf, ohne dass man ihn gleich disst.

Warum soll jemand, der sich an die Subprime-Krise erinnert und davor warnt, dass die p2p-Kredite vermutlich (Dein Reizwort) als erstes den Bach runter gehen, wenn die Rezession kommt, weniger beitragen dürfen als Du, der Du "ein paar Tage" das Modell ausprobiert hast?

PS: Ja, ich finde es ebenfalls legitim, sich Geld von jemand anderem als einer Bank zu besorgen. Mich als Selbständige filzen die Banken jedesmal derart (Bilanzen der letzten 3 Jahre und pipapo), dass ich keine Lust mehr habe drauf. Wollte eigentlich ein Kfz-Leasing machen, aber für die überschaubar kleine Summe wollen die Leasinggeber nach Schema F trotzdem den ganzen Wust haben, obwohl ich angeboten hatte, den Betrag (Monatsrate mal 36 Monate) bar als Sicherheit zu hinterlegen, um mir das Papiergedöns zu ersparen. Trotzdem sind, denke ich, auch viele windige Kreditnehmer dort Kunden und man sollte zumindest das Prinzip und die Risiken genau verstehen. Daher die warnenden Worte.

Zitat "*schmunzel*" und "Next thing: Zeitung lesen."

Wer disst hier wen ?

Ich denke eher dass hier die Trollquote in den letzten Tagen angestiegen ist. Dementsprechend ist auch leider die Qualität des Forums gesunken.

Mit Vermutungen und Falschaussagen wird keinem Fragesteller geholfen.

"Weniger ist mehr."
Zitat von 49er am 12. September 2019, 19:24 Uhr

Zitat "*schmunzel*" und "Next thing: Zeitung lesen."

Wer disst hier wen ?

Ich denke eher dass hier die Trollquote in den letzten Tagen angestiegen ist. Dementsprechend ist auch leider die Qualität des Forums gesunken.

Mit Vermutungen und Falschaussagen wird keinem Fragesteller geholfen.

Die Frage ist, was Du von diesem Forum erwartest. Wenn Du nur gleichgesinnte Schulterklopfer lesen möchtest und das Qualität nennst, dann ist das, was ich schreibe, natürlich blanke Provokation.

Zitat von Christine am 12. September 2019, 19:09 Uhr

@49er

PS: Ja, ich finde es ebenfalls legitim, sich Geld von jemand anderem als einer Bank zu besorgen. Mich als Selbständige filzen die Banken jedesmal derart (Bilanzen der letzten 3 Jahre und pipapo), dass ich keine Lust mehr habe drauf. Wollte eigentlich ein Kfz-Leasing machen, aber für die überschaubar kleine Summe wollen die Leasinggeber nach Schema F trotzdem den ganzen Wust haben, obwohl ich angeboten hatte, den Betrag (Monatsrate mal 36 Monate) bar als Sicherheit zu hinterlegen, um mir das Papiergedöns zu ersparen. Trotzdem sind, denke ich, auch viele windige Kreditnehmer dort Kunden und man sollte zumindest das Prinzip und die Risiken genau verstehen. Daher die warnenden Worte.

Hallo Christine,

das Problem mit den 3 Jahren BWA und sonstiger Kasperei ist mir bekannt, mittlerweile treibe ich aber die Banken/Leasinggeber vor mir her. Einerseits aus unternehmerischer Erfahrung, weil man bei verschiedenen Banken Rückschlüsse auf deren interne Strategie erhält, welche Risiken die eingehen (wollen) und welche die mehr oder weniger ablehnen oder nur mit hohen Risikozuschlägen eingehen. Als ich 2007 anfing, gab es zB quasi keine KFZ-Finanzierung meiner Sparkasse bzw. haben die solche Kredite als Konsumkredit behandelt und lagen ca. doppelt so hoch wie die Leasingbanken der Hersteller. Vor ein paar Jahren hat sich das komplett gedreht, ich habe mittlerweile auch KFZ-Finanzierungen über meine Hausbank (Sparkasse) laufen, weil die günstiger sind.

Andererseits durch aktuelle Fortbildung/Weiterbildung, die mir Einblicke in die (Rechts-)Organisation der unterschiedlichen Banken gibt und mich mittlerweile sogar in die Situation versetzt, meiner Bank meine Dienstleistungen anzubieten.

Das hilft enorm bei Verhandlungen mit Banken, weil ich mittlerweile weiß, welche Bank welches Geschäft/Risiko haben will - und auch warum.

Ich kann Dir aus meiner Sicht nur empfehlen, Deine Geschäftssituation/BWA mit einer Bank zu klären und Dir dort einen Kontakt aufzubauen. Barwerthinterlegung ist für die Bank Aufwand - und unternehmerischer Unsinn. Leasing/Finanzierung dient ja gerade dazu, die Barkasse zu schonen. Wenn Dir der Barbestand egal ist, kannst Du auch bar kaufen und lebst dann mit der (etwaig) schlechteren steuerlichen Abschreibungssituation, hast aber keine Erklärungsnöte bei der Bank. Mache ich teilweise auch, aus exakt diesen Gründen.

Wenn P2P für Dich dann eine weitere Option ist, hättest Du eben mehr Auswahl.

Für mich kommt das eher nicht in Betracht, aber vielleicht frage ich das trotzdem mal als Kreditnehmer an. Es schadet ja nicht, den Horizont zu erweitern. 😉

*Ergänzung: Habe mir gerade mal die AGB bei Bondora angesehen - scheidet für mich als Unternehmer/Kreditnehmer aus mehreren Gründen (zwei Killkriterien) aus.

Zitat von MFZ73 am 13. September 2019, 1:30 Uhr

Barwerthinterlegung ist für die Bank Aufwand - und unternehmerischer Unsinn. Leasing/Finanzierung dient ja gerade dazu, die Barkasse zu schonen. Wenn Dir der Barbestand egal ist, kannst Du auch bar kaufen und lebst dann mit der (etwaig) schlechteren steuerlichen Abschreibungssituation, hast aber keine Erklärungsnöte bei der Bank. Mache ich teilweise auch, aus exakt diesen Gründen.

Wenn P2P für Dich dann eine weitere Option ist, hättest Du eben mehr Auswahl.

Ich wollte gerne leasen statt kaufen, weil ich dann für eine kleine monatliche, sofort absetzbare Leasingrate ein neues Auto (Garantie, keine Reparatur-Risiken) bekomme und es nach 3 oder 4 Jahren einfach dem Händler zurückgeben kann, ohne irgendwelchen Verkaufshickhack. Da die Leasinggesellschaft aber nur Schema F fährt, lease ich jetzt halt nicht (sollen sie ihre Autos jemand anderem verkaufen), obwohl meine Bonität in Ordnung ist.

Allerdings muss ich nun gebraucht kaufen, mehr Geld für ein gebrauchtes Fahrzeug hinlegen als für 3 Jahre Neuwagenleasing und habe die Unsicherheit, wie viele Reparaturkosten auf mich zukommen werden. Abschreiben kann ich's auch nur auf die Jahre verteilt.

Für mich ist P2P keine Option, ich wollte mit der ganzen Ausführung nur sagen, dass ich manche Gründe verstehen kann, warum jemand bei der Bank zwar gute Bonität hat, aber dennoch lieber mehr Zinsen an jemand anderen zahlt, der nicht so viele Erbsen zählt.

Zitat von Christine am 13. September 2019, 17:17 Uhr

Ich wollte gerne leasen statt kaufen, weil ich dann für eine kleine monatliche, sofort absetzbare Leasingrate ein neues Auto (Garantie, keine Reparatur-Risiken) bekomme und es nach 3 oder 4 Jahren einfach dem Händler zurückgeben kann, ohne irgendwelchen Verkaufshickhack. Da die Leasinggesellschaft aber nur Schema F fährt, lease ich jetzt halt nicht (sollen sie ihre Autos jemand anderem verkaufen), obwohl meine Bonität in Ordnung ist.

Ich kaufe generell alle Fzg'e, weil ich auf das Gehampel mit der Rückgabe keine Lust habe. Wir haben zB in ein nagelneues Nutzfahrzeug Streben im Laderaum reingeschweißt, damit das Material ordentlich verstaut werden kann und meine Fzg'e sind immer einem gewissen Risiko durch Baustelleneinsatz etc. ausgesetzt.

Der entscheidende Punkt ist aber, dass ich mit meiner Bank solche Sachen vorher bespreche und mir dann Leasing/Finanzieurungsangebote von den Anbietern einhole. Wenn deren Prüfung dann zu aufwändig wird, kann ich jederzeit den Bankkredit ziehen und bin durch damit.

Allerdings muss ich nun gebraucht kaufen, mehr Geld für ein gebrauchtes Fahrzeug hinlegen als für 3 Jahre Neuwagenleasing und habe die Unsicherheit, wie viele Reparaturkosten auf mich zukommen werden. Abschreiben kann ich's auch nur auf die Jahre verteilt.

Neuwagenleasing ist meistens die teuerste Variante, es sei denn, man bekommt Flottenrabatte. Meinen aktuellen PKW habe ich als Jahreswagen mit ~30% Rabatt auf den Bruttolistenpreis gekauft, kann gut sein, dass ich den fahre, bis er auseinanderfällt. Wenn Du unter die 1%-Regel fällst, musst Du nur gucken, dass die Betriebskosten nicht unter die Kosten der 1%-Regelung fallen, ansonsten sollte man sich vom KFZ trennen (können) oder das Fzg rein privat weiterfahren.

Bitte bleibt beim Thema "p2p Erfahrung". Danke.

"Weniger ist mehr."

Direkt-Kredite sind hochriskante Geschäfte. Ich habe vor ein paar Jahren auch mal darüber nachgedacht, aber mit meiner heutigen Erfahrung würde ich nie, nie, nie in so etwas mein Geld investieren. Ihr habt keine Ahnung, wem ihr da euer Geld gebt. Wie wollt ihr sicher sein, dass ihr da nicht Betrüger und unseriöse Geschäftemacher finanziert? P2P-Kredite sind in Deutschland rechtlich in einer Grauzone. Es ist eigentlich ein klassisches Bankgeschäft, für das man eine Erlaubnis braucht. Wenn ihr euer Geld verliert, habt ihr vor Gericht ganz schlechte Karten. Ich rate davon ab, ihr habt keine Kontrolle, keine Sicherheiten, keine Rechtssicherheit, gar nichts... nur euren Glauben. Aber der gehört besser in die Kirche. Außerdem bedeuten hohe Zinsen immer ein hohes Ausfallrisiko. Es nützt also nichts auf zig Kreditnehmer zu streuen. Der durchschnittliche Zinssatz beschreibt das durchschnittliche Ausfallrisiko. Am Ende mittelt sich alles wieder aus und ihr kommt letztlich doch wieder beim marktüblichen Durchschnittszinsatz an. Alles andere ist Glücksspiel.

Ja, es gibt ein Risiko. Das weiß hoffentlich jeder der in irgendetwas Geld investiert, seinen es Kredite, Aktien, ETF's, den Diesel vor der Tür oder die Krankenversicherung. Das Risiko  kann mit dem Zinssatz steigen - Angebot und Nachfrage.

Würde jemand in die Zukunft schauen können, wäre dieser Mensch Multimillionär.

"Die Rückkaufgarantie ist ein Versprechen des Kreditanbahners, Ihren im Verzug befindlichen Kredit nach 30 Tagen (Viainvest) bzw. nach 60 Tagen (Mintos, Peerberry) für den vollen Preis samt Zinsen und Verzugsgebühren abzukaufen. Bisher hat dieses Versprechen sehr gut funktioniert und es wurden auch tatsächlich im Verzug befindliche Kredite abgekauft. Ob diese Rückkaufgarantie jedoch auch in Zeiten einer Finanzkrise die Ausfälle decken kann, bleibt ungewiss. Aus diesem Grund sollten die Anleger ihre Investition vor allem mit einer gut überlegten Diversifikation streuen." (https://financer.com/de/sparen/p2p-kredite/diversifikation-p2p-plattformen/ )

Ok, bei Finanzkrise, Geldentwertung, reihenweisen Bank-/Versicherungspleiten, sind vermutliche viele Menschen betroffen.

Unter o.g. Link sind noch ein Paar Tipps.

Ich finde den Hinweis auf das Risiko  wichtig und darauf, dass es gar nichts mehr ohne Risiko gibt. Leider...........aber mit Auge auf P2P zu gehen finde ich jetzt nicht das größte Risiko was man so eingehen kann ( auch wenn ich es vermutlich nicht machen werde, na ja wer weiß ).

 

Wenn Du alles machen kannst was Du willst solltest Du etwas wollen.

Vorsicht! Hier gibt es ein entscheidendes Problem, dass viele gar nicht sehen. Die Höhe der Zinssätze und das damit verbundene Ausfallrisiko ist die eine Sache. Auf der anderen Seite gibt es aber auch ein massives Problem mit fehlender Transparenz und fehlender Rechtssicherheit. Das kann man nicht einfach mit dem Risiko eines (Bank-)Kredites, Aktien am regulierten Markt oder eines Autokaufs gleichsetzen. Ihr wisst nicht, wem ihr da euer Geld gebt. Woher wisst ihr, dass deren Angaben richtig sind? Damit wisst ihr auch nicht, ob der angebotene Zinssatz angemessen ist. Und es gibt auch keine Sicherheit, für einen eventuellen Zahlungsausfall. Ihr habt keinen Zugriff auf deren Vermögenswerte. Keine Bank würde so ein Geschäft machen. Warum wohl?

Ich habe derzeit Konten bei:

Mintos: Mit 11% derzeit die beste Rendite. Bin seit knapp einem halben Jahr dabei.

Bondora: go and grow Konto, sehr schön um Geld flexibel zu parken

Estateguru: kleine Position, mit derzeit 10% Rendite

 

Privatkredite sind extrem risikoreich - auch wenn manche wie Bondora sie irreführend als Tagesgeldersatz bewerben.

Das Problem:

Am Anfang sieht alles super aus, aber irgendwann fallen Kredite aus. Auxmoney ist ein schönes Beispiel dafür. Anfangs hohe Renditeversprechungen, später durch Ausfälle dann vielleicht noch 1-2% Restrendite. Insofern schätze ich die reale Rendite in 5 Jahren bei Mintos auch deutlich niedriger als die besagten 11%.

Richtig kritisch wird es aber erst wenn Kredite massenweise ausfallen weil es eine Wirtschaftskrise und Arbeitslosigkeit gibt. Dann können auch die Gewährer der Sicherheiten in Konkurs gehen.

Dennoch als Diversifikation zu einem Depot finde ich P2P nicht schlecht, ich würde nur je nach Depotgröße nicht mehr als 5 bis maximal 15% dort investieren und mit Verlusten von 50%+X muss man in Krisen vermutlich leben können.

Zitat von Andreas900 am 16. September 2019, 11:30 Uhr

Dennoch als Diversifikation zu einem Depot finde ich P2P nicht schlecht, ich würde nur je nach Depotgröße nicht mehr als 5 bis maximal 15% dort investieren und mit Verlusten von 50%+X muss man in Krisen vermutlich leben können.

Diese Aussage finde ich interessant. Vor etwa 10 Jahren haben seriöse Zeitschriften und Anlageexperten öffentlich verkündet, das grüne Direktinvestment in Edelholz zwar ihre Risiken haben, aber sie können durchaus eine sinnvolle Ergänzung und Diversifizierung des Portfolios sein, und dass man etwa 10% seines Geldes in Edelholz investieren könne. Heute, nachdem fast alle dieser Unternehmen als unseriös oder kriminell aufgeflogen sind und der Großteil schon weitestgehend liquidiert wurde, spricht keiner mehr davon. Hinterher, haben sich die Leute in diversen Foren das Maul zerissen über die geschädigten Anleger, und wie man so blöd sein kann und Renditeversprechen von 7 bis 12% auf den Leim gehen kann. Da hieß es dann schnell 'Gier frisst Hirn' und die Sache war erledigt. Wer den Schaden hat, brauch für den Spott nicht mehr zu sorgen. Irgendwie hab ich hier ein Déjà-vu-Erlebnis. Die Sache mit P2P-Krediten ist bei kritischer Betrachtung genauso faul. Jeder erfahrene Anleger sollte das eigentlich erkennen.

Ich betrachte P2P-Kredite auch als hochriskant, allerdings sind bei mir bisher dort etwa 6-7 % p. a. recht zuverlässig aufgelaufen, also nach den Ausfällen. Das, oder etwas weniger, kriegt man aber auch, wenn man sich mit Shell-Aktien zuballert. Man darf nicht die Illusion haben, dass man mit P2P das große und am besten noch schnelle Geld machen kann. Wer sich mit Geldanlage beschäftigt und auch Spaß daran hat, Dinge auszuprobieren und zu "managen", für den kann P2P eine Ergänzung sein. Bei mir übersteigt der Anteil von P2P nicht 5 % am Gesamtportfolio, wobei ich mittlerweile auch nicht mehr re-investiere sondern die Sache auslaufen lassen werde (trotz der oben genannten 6-7 %).

Zu beachten ist noch, dass die Laufzeiten der einzelnen Kredite z. T. sehr lang sind, bis zu sieben Jahre. Ein automatischer "Portfolio-Builder" der Plattform nimmt diese Langläufer natürlich mit rein. Das bedeutet, dass die Kohle auf Biegen und Brechen für sieben Jahre festgenagelt ist. Ein Unding, wenn man das mit täglich handelbaren Assets vergleicht. Das vermeide ich, indem ich generell manuell auswähle mit den Kriterien maximal 36 Monate und maximal 10000 Euro und immer den Minimalbetrag investiere (25 € pro Kredit) um möglichst zu diversifizieren.

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