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Noch so ein High-Income-Pseudo-Frugalist

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Zitat von Maschinist am 19. Oktober 2020, 14:41 Uhr

Ich sehe Kollegen, die von 40 auf z.B. 25-30 Stunden reduziert haben und einfach im Büro konzentrierter Arbeiten (müssen) plus sich trotzdem Kommentare gefallen lassen müssen, wenn sie um 14:00 Uhr einpacken.

Das ist doch das gute. Je mehr blöde Kommentare, um so höher die Wahrscheinlichkeit, dass man bei der nächsten Abbauwelle mit dabei ist...

Zitat von Maschinist am 19. Oktober 2020, 14:41 Uhr

Im aktuellen Corona Homeoffice haben wahrscheinlich Millionen von Arbeitnehmern die Erfahrung gemacht, dass sie in 20-25 konzentrierten und selbstverantwortlichen Wochenstunden den Arbeitsumfang von 40 Wochenstunden im Büro plus Anfahrtzeiten erledigt bekommen.

Ging mir nie so. Ich konnte immer viel im Home Office arbeiten, wenn ich wollte. Ich bin aber immer die 15 Minuten ins Büro gelatscht, dort fiel mir das Arbeiten leichter. Nicht zu vergessen, der Austausch mit den Kollegen. Ich sehe Home Office als deutlich nachteilig.

Zitat von Privatier am 19. Oktober 2020, 15:38 Uhr
Zitat von Maschinist am 19. Oktober 2020, 14:41 Uhr

Im aktuellen Corona Homeoffice haben wahrscheinlich Millionen von Arbeitnehmern die Erfahrung gemacht, dass sie in 20-25 konzentrierten und selbstverantwortlichen Wochenstunden den Arbeitsumfang von 40 Wochenstunden im Büro plus Anfahrtzeiten erledigt bekommen.

Ging mir nie so. Ich konnte immer viel im Home Office arbeiten, wenn ich wollte. Ich bin aber immer die 15 Minuten ins Büro gelatscht, dort fiel mir das Arbeiten leichter. Nicht zu vergessen, der Austausch mit den Kollegen. Ich sehe Home Office als deutlich nachteilig.

Alles gut und Homeoffice und co sind im Idealfall einfach Optionen, die man wahlweise wahrnehmen kann.

Das ist ja für viele auch eine Hauptmotivation an der finanziellen Unabhängigkeit.

Optionen haben.

Ob die dann Rente heißt oder mutig ein neues Unternehmen gründen oder einfach weiter angestellt arbeiten, weil man durch das selbstgeschaffene freie Mindset ohne finanzielle Restriktionen neue Freude daran findet.

https://freiheitsmaschine.com

Wie lange dauert die "frugale Phase" denn schon an?

Genauso lange wie die 6-wöchige Phase der Tischtennisschlachten?

Dass Deine Frau vorher eine Sparquote von 0 hatte und jetzt bei Anteil am 1,5 Mio depot hinterher hinkt bedeutet was genau? Hat Sie mit einer Sparquote von 0 200.000 Euro Vermögen angespart oder doch 500.000 Euro.

Falls das getrennt erfolgt (was durchaus klug ist) bist ja eh nicht Du oder das Gesamtdepot der entscheiddende Faktor, sondern das Vermögen Deiner Frau.

Mit z.B. 200.000 Euro wird sie jetzt wohl kaum aussteigen, denn die ganze schöne Welt mit dem "die schönsten Plätze der Welt finen", mal eben ein Haus am menschenleeren Strand mieten, feinste Restaurants, Konzerte und Theater macht nun mal mit viel Geld deutlich mehr Spaß als auf ALG II Level.

Ich würde warten. So wie beschrieben klingt das für mich noch nicht schlüssig.

Warten bedeutet natürlich das Risiko zu erhöhen, dass Dich übermorgen ein Schlaganfall für immer in den Rollstuhl packt. Irgendwas ist immer.

 

Kurzes Update: ich/wir verweilen immer noch im Home-Office. Gehalt und Bonus stagnieren auf hohem Niveau.

Größere und weiterhin ungelöste Themen sind

1. die ultimative Wohlfühl-Asset-Allokation und
2. "Seien Sie ein Mann und reiten Sie ohne Abfindung in den Sonnenuntergang" vs. durchtriebene Exit-Strategie mit satter Abfindung

#Durchtriebene Exit-Strategie mit satter Abfindung

Wer suchet, der findet. Ich habe mir letzte Woche für 200 Euro plus MwSt. ein Beratungsgespräch mit einem Anwalt / Exit-Strategie-Profi gegönnt.
Ich hatte keine besondere Erwartungshaltung an das Gespräch und wollte, ohne zu wissen, ob mir das ganze etwas bringt oder ob ich es wirklich einsetzen möchte, einfach mal mit einem Profi sprechen.

Ich: "Bin nachwievor und vergleichsweise ein Leistungsträger und komme mir merkwürdig vor, die Leistung ernsthaft runterzuschrauben und mit Fehlzeiten zu glänzen."

Profi: "Ändert nix, Ihr Arbeitgeber muss sie loswerden wollen."

Ich: "Schwierig in meinem Fall."

Profi: "Gibt es denn Misstände, die sie stören?"

[Schnappatmung meinerseits.]

Ich: "Der war gut."

Profi: "Wenn Sie sowas wie einen Brandbrief schreiben, den ich vorher gegenlese, der Misstände deutlich und demaskierend beschreibt, wäre es nicht ungewöhnlich, wenn Sie ihr Arbeitgeber über Nacht freistellt und sie dringend loswerden möchte."

Ich: "Mir schwebt gerade eine ganze Brandbrief-Serie vor. Wie ist denn so die Freistellungsquote über Nacht?"

Profi: "Och, so um die 80 %, würde ich sagen. Ich mache das aber auch erst seit 25 Jahren."

Brandbrief ist inzwischen geschrieben, wenn auch noch nicht gegengelesen. Ich kann nachwievor nicht sagen, ob und wann ich das Ding wirklich einsetzen würde. Hatte an der Erstellung aber großen Spaß, finde es gut, vorbereitet zu sein und muss schon wieder lächeln, wenn ich an ihn denke.

Bin übrigens nicht übertrieben optimistisch und glaube nicht, dass das in jedem Fall zum gewünschten Ergebnis führt. Die Gefahr, dass man in der Branche hinterher keinen Fuß mehr auf den Boden bekommt, ist extrem hoch. Von daher scheint das ganze wahrscheinlich nur Sinn zu machen, wenn entweder wirklich alles egal ist oder wenn man einfach nicht mehr kann.

Zitat von Watzefak am 2. März 2021, 0:10 Uhr

Bin übrigens nicht übertrieben optimistisch und glaube nicht, dass das in jedem Fall zum gewünschten Ergebnis führt. Die Gefahr, dass man in der Branche hinterher keinen Fuß mehr auf den Boden bekommt, ist extrem hoch. Von daher scheint das ganze wahrscheinlich nur Sinn zu machen, wenn entweder wirklich alles egal ist oder wenn man einfach nicht mehr kann.

Richtig. Schließlich besteht auch die Möglichkeit, dass Deine Vorgesetzten das Manöver durchschauen, weil sie ihrerseits schon generell darauf vorbereitet sind. Letztlich sind das Verkäufertricks, aber wenn der Einkäufer die ebenfalls kennt, wird's schnell 'n Patt.

Das würde ich auch nicht machen. Da wäre mir das Risiko des Collateralschadens zu groß. Dem Anwalt ist es natürlich egal: je mehr die Lage eskaliert, um so besser für ihn!

Sowas muß man geschickt und langfristig angehen. Ich bin einige Jahre unter Maximalperformance gelaufen. Zwischendurch in Elternzeit und danach mehrfach einen Antrag auf Teilzeit. Mein Chef meinte dann irgendwann zu mir, dass ich gute Arbeit leiste, man aber merkt, dass ich mehr könnte. Bei der nächsten Abbaurunde konnte ich dann nach einiger Diskussion gehen.

hallo watzefak,

sehr schöne luxusprobleme 🙂

wenn du deine kids unbedingt eines tages richtig fett beerben möchtest dann bleib im job-ansonsten hast du doch alles richtig gemacht-deine fixkosten extrem gesenkt etc. jetzt ist noch die frage die zeit sinnvoll zu nutzen-die wohl größte kunst 🙂

ich würde es -wenn möglich-erstmal mit auszeiten probieren und das ganze immer weiter ausbauen, aber vielleicht könnt ihr ja auch gar nicht mehr ohne arbeit auskommen. mein alter herr ist auch nicht in der lage seine ersparnisse auszugeben....diese generation kann einfach nicht anders..:-))

 

viel erfolg!!!

 

 

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