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Noch so ein High-Income-Pseudo-Frugalist

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#Abfindungsprofis. Die 600 Euro werden für 2 - 3 Stunden Beratung berechnet. Wegen Schleichwerbungsverdacht verlinke wohl besser nichts. Sind drei Steuerberater, die kurioserweise schreiben, dass 90 % ihrer Kunden die Steuererklärung selbst machen und sie darin auch kein Problem sehen. Ergebnis der Beratung sind Szenarien bzw. Handlungsanweisungen bzw. eine wohl recht ausführliche Analyse. Wenn das Finanzamt dann meckert, könnte man dann auf sie zurückgreifen.

Habe den Privatier rauf und runter gelesen (inkl. Buch) - trotzdem danke für den Tipp. Die Abfindungsprofis nehme ich dazu, um alles noch mal gegenzuprüfen. Im kostenlosen Beratungsgespräch werden meine Fangfragen sein, ob sie mir aus dem Stand sagen können,

  1. wie es mit Vorauszahlungen bei der Krankenkasse aussieht. Laut Privatier kann man im Abfindungsjahr drei bzw. vier Jahre Vorauszahlungen gegenrechnen,
  2. wie man sicherstellen kann, dass der Arbeitgeber nicht versehentlich im Dezember statt im Januar zahlt. Laut Privatier muss in den Aufhebugsvertrag "frühestens Januar" stehen,
  3. wie man die Steuerklasse VI vermeiden kann.

Wenn die das alles ohne zu zögern richtig beantworten können, bekommen sie die 600 Euro, die ich wiegsagt absetzen können müsste.

 

Moin @watzefak

Ich denke, du machst einen großen Schritt in die richtige Richtung. Du kannst das meiner Meinung nach alles in Ruhe auf dich zukommen lassen. Wenn das mit der Abfindung auch noch klappt, dann zündet das endgültig die FIRE-Rakete.

Wie auch Georg in seinem Blog immer wieder erklärt: die ersten 3-5 Jahre nach dem Fire-Start sind entscheidend für die weitere Tendenz und Entwicklung. Wenn bis dahin salles gut geht und sich das Portfolio gut entwickelt, bist du wohl aus dem Schneider. Man ist ja live dabei und kann sonst "notfalls" entgegenwirken.

Einen Nebenjob in der Gleitzone empfinde ich ebenfalls als sinnvoll. Neben ein paar Euro Zuverdienst und gezahlter KV kann das ja auch strukturell ganz nett sein. Ich glaube, ich würde mich ohne den Tag Arbeit die Woche auch ziemlich aus der Gesellschaft zurückziehen. Ein paar soziale Kontakte außerhalb des Freundeskreises empfinde ich als wichtig.

Ich bin gespannt, wie es bei dir weitergeht und wie sich das mit Abfindung und deinem Nachfolger entwickelt.

Je nachdem wie schnell das ganze nun Fahrt aufnimmt, kannst du dich ja vielleicht auch unserer "FIRE 2025"-Gruppe anschließen 😉🕺

Viele Grüße von der Nordsee!

 

Ein (kleines) Update.

Ich habe einen neuen Chef, der sehr unverzagt vorschlägt, mich zu degradieren. Alternativ macht er Vorschläge, die untragbar (und degradierend) sind. Wenn ich dann mit dem Kopf schüttele und darum bitte, dass er mir alles schriftlich mitteilt - wegen Hand und Fuß und wegen meines Arbeitsrechtlers - nennt er mich wenig kompromissbereit. Schriftlich findet er doof. Man könne sich auch so irgendwie einigen.

Die Zentrale setzt ihn unter Druck. Den Druck versucht er weiterzugeben. Diese Woche hätte er gerne ein tragfähiges Konzept, das er der Zentrale schicken kann. Von mir.

Folgender Dialog ist geplant.

Watzefak: "Ich habe einen deutschen Arbeitsvertrag. Wir haben einen Betriebsrat. Jede Degradierung oder merkwürdige Versetzung bedarf beispielsweise der Zustimmung des Betriebsrats. Wie dir bekannt ist, habe ich mich mit einem renomierten Arbeitsrechtler besprochen, der sich der Sache sehr gerne annimmt. Wie ich zu haltlosen und ungerechtfertigten Degradierungen stehe und dass ich alles, aber auch allesalles dagegen unternehmen werde, weißt du ja inzwischen. Unterm Strich: die Zentrale und deren Unkenntnis deutschen Arbeitsrechts ist nicht mein Problem. Und auch wenn mein Vertrauen in Fairness und Anstand in das Management unserer geliebten Firma nachhaltig erschüttert ist, darf ich dir doch gerne versichern, dass ich nach 20+ Jahren einen Teufel tun und von mir aus kündigen werde. Wenn du dem Druck der Zentrale nicht Stand halten kannst, kann ich anbieten, dass wir uns zusammensetzen und über eine einvernehmliche Trennung sprechen."

Er wird dann sowas sagen: "Das hilft mir ja jetzt auch nicht weiter."

Dann wird er der Zentrale melden, dass er alles versucht hat, ich aber stur bin. Wenn man keine Lösung hat, spielt man auf Zeit.

Die Zentrale denkt, dass sture Esel weltweit mit ca. 3 Monatsgehältern abgefunden werden können, will an mir ein Exempel statuieren und gibt eventuell Order, mich loszuwerden.

Es ist also seit Monaten alles beim Alten. Lustigerweise arbeite ich immer noch an einem sehr kritischen und nach außen sichtbaren Projekt, das unter anderem auch in der Zentrale wegen fehlender Kapazität (meint: Fachkompetenz) abgelehnt wurde und von dem man annehmen kann, dass nur mein Team (meint: ich) zeitnah für eine Lösung sorgen kann.

Was mich betrifft: ich bin mit allem einverstanden. Abfindungsverhandlung oder Weiterbeschäftigung - mit unveränderter Projektautonomie. Mein Team sähe es gerne, wenn ich noch ein paar Jahre bliebe. Ich bin inzwischen leidenschaftslos.

Derweil schaue ich entspannt bis begeistert ins Dividendendepot und harre der Dinge, die da kommen.

Die richtigen Cowboy-Männer, die ohne Abfindung in den Sonnenuntergang reiten, können das gerne machen. Ich nehme die Kohle noch mit und kaufe mir davon ein schönes Expeditionsmobil oder bestelle mir Escorts per Helikopter oder tapeziere mir mit Geldscheinen die Bude oder kaufe so einen 150.000 Euro Edelstahlpool oder spende das Geld der heiligen Mutter Maria oder zahle schon mal den größten Grabstein auf dem örtlichen Friedhof an. Inschrift: "(Name meines Arbeitgebers) hat mich hier her gebracht. Besser nicht da arbeiten, wenn ihr nicht so schnell hier landen wollt."

Die gute Nachricht: in Wahrheit bin ich fitter denn je. Habe mich mental weitgehend mit diesem "Joch" angefreundet und bekomme Komplimente von meinem Fitnessarmband, wie fit und jung ich bin.

Update.

Im positiven Sinn: alles hat sich gelockert. Alles wächst, gedeiht und blüht.

Job:
Hat ein bisschen gedauert, weil ich sehr lange sehr doof und sehr käuflich war - die Autonomie passt jetzt. Alles, was ich dafür tun musste: die globale Bühne verlassen und den Schaumschlägern (= Zentrale) konsequent aus dem Weg zu gehen. Meine Projekte suche ich mir selbst aus - und damit auch die Leute, die von meiner Arbeit profitieren. Die Komplexität meiner Projekte reicht noch, dass sich alle wegducken und sich freuen, dass sie ein anderer macht. Zur Not kann man mich nachts um drei Uhr wecken und mich bitten, 11 Tage lang ohne Pause die Komplexität näher zu beschreiben. Macht aber niemand. Nebenbei haben wir dieses Jahr mit einem sehr kleinen Team VIER Projekte abgeschlossen. Keiner versteht, wie man vier Projekte in diesem Kaliber und diesem Zeitrahmen abschließen kann. Wir bekommen aufrichtige Danke-Mails von unseren Kunden. Homeoffice war der komplette Game-Changer für mein Team. Wir sind entspannt und produktiv. Die Projekte profitieren von jedem meiner Spaziergänge oder Schwimmsessions. In Wahrheit bin ich mit Ü50 deutlich denkfauler und gemütlicher. Die Erfahrung macht das aber wett. An Stelle meines Arbeitgebers, bekäme ich Schweißausbrüche, wenn mein Team in Rente geht. MEIN Job-Stress geht inzwischen gegen 0. Mein Stundenlohn ist grotesk - aber am Ende natürlich völlig angemessen. 🙂

Cashflow:
Vor vier Jahren, in meinem ersten Beitrag, lag das gemeinsame Haushaltsnettoeinkommen bei 180 k€. Verrückterweise hat sich das inzwischen verdoppelt. Zusammen mit meiner Partnerin sind wir weitgehend im "Stealth-Mode". NIEMAND sieht uns die 30 k€ monatlich an. Ich fahre nachwievor und mit wachsender Begeisterung einen Roller, auf dem ich wie ein Lidl-Aldi-Durchschnittsrentner aussehe - und ich liebe das Ding (2 Liter Benzinverbrauch inklusive Urlaubsgefühle!). Meine Partnerin hat einem Kind gerade angeboten, an einer Privatuni zu studieren, um NC-Wartezeiten zu umgehen. Sie musste dem Kind ca. 8 x versichern, dass wir die Privatuni möglich machen können. Alle zwei Jahre laden wir die ganze Bande in die "schönste Finca" Mallorcas ein, ohne dass unsere Tarnung auffliegt. Ansonsten fliegen wir im Winter auch schon mal ohne die Bande einen Monat ins Warme und testen, wo wir als echte Rentner später abhängen können.

Gesundheit:
War noch nie besser. Ich habe so ein Dauerblutdruckmessgerät aus der Schweiz (Aktiia). Alles, was ich hier schreibe - positiv wie negativ - ließe sich anhand meiner Blutdruckcharts untermauern. Jetzt muss ich mir nur noch endgültig verzeihen, wie lange ich mich selbst quasi misshandelt habe. 🙂

 

@watzefak das sind ja mal richtig gute Nachrichten. Du hast es geschafft als Angestellter viele Freiheiten zu haben. Du bist lange genug ein einem Thema geblieben um dir genug Fachwissen anzueignen was dich jetzt sehr wertvoll für die Firma macht. Die Firma profitiert von dir und du von der Firma nebenbei verdienst du auch nicht schlecht. Was will man mehr. Genieße die Jahre in denen es so gut läuft. Ist doch auch super schön wenn ihr mit eurem Geld auch gutes tuen könnt.
Wollt ihr im Alter tatsächlich Deutschland komplett verlassen oder nur die Winter woanders verbringen wie es sonst viele Deutsche machen?

@watzefak ja, so kann das ewig laufen. Coole Aufstellung die ihr zwei da erreicht habt. Alles im Grünen, mal abgesehen von dem Blutdruckmessgerät, dass man allenfalls vier mal im Jahr 'brauchen' sollte. Aber das kommt dann auch noch. Glückwunsch!

@Jan: geht erstmal nur um den Winter. Die Gedanken dazu kreisen aber noch: ich hatte dieses Jahr den Impuls, testweise für ein Jahr auf Mallorca etwas zu mieten, um da jeden Morgen im Meer zu schwimmen. Gibt aber auch einen Kostenvoranschlag für einen großen Pool in Deutschland - auf einem Grundstück, an dem ich sehr hänge. Hanglage, Waldrand mit Selbstversorgergarten und Baumhaus, in dem man großartig schlafen kann. Wir tragen alle Ideen und Wünsche ab und zu in eine Mindmap ein und diskutieren gemütlich miteinander, was gerade für alle am besten passt. Der nächste Winterurlaub wird uns für einen Monat nach Thailand (Koh Samui) führen. Da gibt es dann für überschaubares Geld ein modernes Haus mit zwei Schlafzimmern und einem kleinen Pool 50 Meter vom Strand entfernt. Und in Deutschland reicht bislang auch die Dauerkarte fürs Freibad (das morgens um 7 Uhr noch erfreulich leer ist).

@Absprung: das mit dem Blutdruck geht auf meinen Vater zurück, der aktuell wieder auf einer Intensivstation liegt. Der hatte wie wir alle zu Hause so ein Blutdruckmessgerät rumliegen. Leider blieb sein hoher Blutdruck lange unbemerkt, was zu ernsthaften Nierenschäden und einem Schlaganfall geführt hat. Er darf jetzt 3 x pro Woche zur Dialyse antreten. Daher für mich die Entscheidung, den Blutdruck sehr ernst zu nehmen. Macht inzwischen auch mehr Spaß, weil die Werte in aller Regel gut aussehen. Bis 50 habe ich einen großen Bogen um alle Ärzte und Tests gemacht. Jetzt lasse ich mich alle zwei Jahre komplett durchchecken. Kostet meinen Arbeitgeber immer 2.000 Euro, und ich habe einen Tag bezahlten "Urlaub". Und hat sich schon gelohnt: das Hautscreening hat zuletzt einen Treffer gebracht.

@watzefak du machst es genau richtig. Ich würde es an deiner Stelle genau so tun. Gute Besserung an deinen Vater auf diesem Weg.

Was für eine spannende Geschichte. Ich wüsste zugern, was deine berufliche Kernkompetenz ist, aber bestimmt möchtest du es nicht sagen und das ist ok. Ich hoffe, es geht dir gut und du hast Freude an deinen Projekten.

5 Jahre später seid dem Ausgangspost  - hast du jetzt aufgehört zu arbeiten wie initial geplant?

Oder gehst du in die Historie derer ein mit "just one more year"? 🙂

Zitat von Hans_384 am 9. August 2025, 17:52 Uhr

5 Jahre später seid dem Ausgangspost  - hast du jetzt aufgehört zu arbeiten wie initial geplant?

Oder gehst du in die Historie derer ein mit "just one more year"? 🙂

Watzefak

Zuletzt gesehen:
Gesehen vor 6 Monaten
also entweder zu viel Stress in der Arbeit, dass er keine Zeit mehr hat hier reinzuschauen oder er ist fire und bereist die Welt wo er kein Internet unter Palmen hat.

Ein Update? Bitte sehr.

#Job
Gibt es noch. 100 % Homeoffice. Hatte einem Kollegen versprochen, bis Ende 2026 an Bord zu bleiben. Derweil wollte man uns ins "Sterbezimmer" abschieben. Ich habe meinen Chef ausgelacht und ihn gefragt, ob er denn weiß, welche Aufsichtsbehörden uns auf den Fersen sind und welche Kunden wir verlieren, wenn unsere Tools nicht mehr laufen. Er schaut dann immer ganz skeptisch und überlegt, ob ich ein Hochstapler bin.

An einem Wochenende vor zwei Wochen hat man unseren Tools dann den Zugriff auf einen großen Server gesperrt. Montags hat es bis 8 Uhr morgens gedauert, bis Operations die Apokalypse verkündet hat, weil unsere Tools nicht mehr liefen. Zwei Stunden später lief dann wieder alles.

Wir haben acht Tools laufen, die für die Kunden, den ganzen Markt und die regulatorischen Anforderungen unverzichtbar sind. Eins davon versucht man seit 2019 im Headquarter nachzubauen. Soll vielleicht 2026 kommen. Aber vielleicht auch nicht. Laut Business Analyst wird das dann aber nur 10 % des Leistungsumfangs haben, den unser Tool hat. Nächste Woche soll ich "Central-IT" ein zweites Tool vorstellen. Das Tool bespielt über 2.000 Datenfelder, hat rund 500 Seiten Programmcode. Die anderen Tools kennt man nur so halbwegs dem Namen nach.

In den letzten zwölf Monaten hatten alle Kollegen von ganz oben die strikte Anweisung, nicht mehr mit uns zu arbeiten bzw. in keinem Fall Tools oder Toolerweiterungen anzufragen. War sehr schön. Viel weniger Anrufe.

Letzte Woche gab es dann doch grünes Licht für eine große Toolerweiterung. Nebenbei gehen wir mit einem Contract-Dashboard live, das 70 Vertragstypen automatisch im Hinblick auf zehn Client Events überwacht. Wir haben tausende Verträge mit Kunden, die inhaltlich alle falsch sind, weil eine manuelle Überwachung aufgrund der Komplexität und der Dynamik irgendwelcher Events unmöglich ist.

Unterm Strich gibt es zu unseren Tools keine Alternative: die Komplexität der Themen ist inzwischen viel zu hoch, es gibt keine Business Analysten, die diese Komplexität auf der grünen Wiese freihändig abbilden können. Ich arbeite nur mit Kollegen aus Operations, denen ich vertraue bzw. bei denen ich erkenne, wann sie Quatsch erzählen. Um die Komplexität zu veranschaulichen: für unser letztes Tool gab es rund 200 Entwicklungs-/Testversionen, weil wir die Komplexität anders selbst nicht mehr in den Griff bekommen. Der Witz dabei: wir sind explizit keine IT-Leute. Wir machen lediglich "Machbarkeitsstudien". 🙂

Wie das ganze ausgeht? Die Blödheit hat tendenziell keine Grenzen. Kann mir vorstellen, dass die uns TROTZDEM abfinden, weil ja gar nicht sein kann, was nicht sein darf. Wenn man fünf Sekunden nachdenkt: operativ und regulatorisch ein kompletter Albtraum. Aber nicht meiner. 🙂

#Geld
Dividendeneinnahmen sind inzwischen höher als mein Jobeinkommen. Aus Langeweile habe ich am 03.03.2025 angefangen, ein neues Wachstumsaktiendepot zu besparen. Ziel: noch mal 500.000 Euro bis Ende 2026 zusammenkratzen. Depotstand heute: 223.000 Euro. In nicht mal sechs Monaten. Verrückt.

#UndSonstSo
Habe einen neuen Aufsitzmäher mit Armlehnen und Handyhalterung. Sind rund 4.000 qm, die ich damit mähe und den ich (quasi) liebe. Ansonsten habe ich inzwischen so ziemlich alle 18V Makita Akku-Geräte, die es gibt. Habe damit gerade ein kleines Holzhaus renoviert (Dach und Innenverkleidung) - ist sehr schön geworden. Als nächstes kommt endlich ein finnische Sauna mit einem 2.000 Euro Ofen, der laut Beschreibung eine Aufgussfunktion hat (also so mit Aufgusstank). Nächstes Jahr dann hoffentlich ein Swim-Spa (mit Massagedüsen!) oder ein Pool. Viel Zeit geht für den Hund drauf, mit dem ich locker zwei Stunden pro Tag durch den Wald laufe, meistens noch länger. Wir kommen so auf 400 - 500 km pro Monat.

Werde nächste Woche 53 Jahre alt.

Sorry: just one more year.

🙂

 

@watzefak Gleichwohl das nicht mein Metier ist, fühle ich mich an mein eigenes Berufsleben erinnert, bei mir eben ignorante Kunden. Ja, Doofheit kann man nicht kaufen, man ist schon so. Herrlich!

Hört sich alles sehr gut an, ist doch schön wenn man quasi am längeren Hebel sitzt 😉

Wie hat Euch der Winterurlaub in Thailand gefallen oder wart Ihr schon öfter dort?

Thailand / Koh Samui ist für Januar 2026 und Januar 2027 schon gebucht (also das Haus da). Ist für uns bis auf weiteres Preis-Leistungssieger.

Kosten für 2026 / 22 Tage:

  • Haus: 2.265 Euro
  • Flüge: 1.794 Euro
  • Mietwagen: 620 Euro (Vorsicht, die gesetzliche Haftpflicht ist, glaube ich, bei 1.200 Euro gedeckelt)
  • Gesamt: 4.679 Euro bzw. 2.340 Euro pro Person

Habe gerade ein quasi baugleiches Nachbarhaus auf Airbnb gefunden: https://www.airbnb.de/rooms/12140135?check_in=2026-01-21&check_out=2026-01-27&guests=2&adults=2&s=67&unique_share_id=c2b1069b-6ee9-4874-bb3d-f059fc22be32

Gegend ist total ruhig / ländlich. Morgens essen wir riesige Mengen Obst, das wir bei einer Straßenhändlerin um die Ecke alle zwei Tage kaufen. Mittags gehen wir Essen - meistens bei Einheimischen für 150 - 200 Baht. Zur Abwechslung gibt es italienisches und indisches Essen. Haben da auch die weltbeste "Snickerstorte" ausgekundschaftet. Küche bleibt sonst kalt bei uns. Sind zu faul zum Kochen. Zur Not abends noch mal Take Away. Alle drei Tage geht's zur 90minütigen Partnermassage mit Meerblick. Ein Traum. Einmal pro Woche wandern wir zu irgendwelchen Wasserfällen. 50 Meter von unserem Haus ist ein gepflegter Strand von super exklusiven Hotels / Häusern.

Die Häuser (siehe Link oben) stehen des öfteren für 250 - 260 k€ zum Verkauf. Haben uns vor Ort mit einer Eigentümerin ein bisschen angefreundet. Gibt irgendein rechtliches Konstrukt, mit dem man das Ding als Ausländer kauft. Mieten scheint aber aktuell noch die bessere Variante für uns zu sein.

Eine blöde Sache: wir waren ja im Januar 2025 da. Ich musste einmal einen Typen verscheuchen, der nachts auf unserem Hausdach rumgeturnt ist. Keine Ahnung, was der da wollte. Habe laut gebrüllt, und er ist abgehauen.

Das Wissen, dass wir den Winter durch Thailand "halbieren", ist sehr beruhigend. Kann mir sehr gut vorstellen, den Urlaub dort im Winter auszudehnen. Mein Hund ist aber dagegen. 🙂

Wie machst du Urlaub in Thailand?

 

Thailand ist perfekt zum überwintern. Ich liebe es.

Wir haben ja ein Haus in Thailand, in Krabi, das ist quasi unser 2. Lebensmittelpunkt. Für uns allerdings auch einfacher, da meine Frau gebürtige Thailänderin ist und es uns auch tatsächlich gehört mit Grundbucheintrag und allem drum und dran. Ich war dieses Jahr 6 Wochen dort, wobei wir davon 3 Wochen Laos bereist haben. Flug für nächsten Januar ist bereits gebucht, bleibe den kompletten Januar, meine Frau bleibt länger. Im Januar kaufen wir uns ein eigenes Auto, bei etwa 7 k Anschaffungskosten hat sich die alternative Anmietung doch recht schnell amortisiert wenn man länger bleibt. In Krabi hast Du neben den eigenen Stränden dort sehr viele vorgelagerte Inseln, Nationalparks, heiße Quellen etc. und alle Einkaufsmöglichkeiten. Und eben einen internationalen Flughafen. Wir bleiben öfter mal ein paar Tage auf einer der vielen Inseln, das ist wie Urlaub vom Urlaub 😉  Nächstes Jahr werden es Koh Mook, Koh Kradan und Koh Lanta sein.

Ich würde Dir weiterhin die Miete empfehlen, diese Käufe sind nur über ein Pachtkonstrukt möglich, das geht, aber so richtig sicher ist es nicht, auch was einen späteren Verkauf angeht. Und Du benötigst jemanden, der sich in der Abwesenheit um das Haus kümmert, lüften aufgrund der Feuchtigkeit, Gartenpflege, etc. Kostet dann auch ein paar Euro fünfzig ohne Kontakte.

@watzefak Habe eben mal Deinen Faden überflogen, die "Hängepartie" geht ja nun seit gut 5 Jahren so, hast Du Dich damit arrangiert oder stresst es Dich mental, ich denke ganz spurlos wird das nicht an einem vorbeigehen. Ich hatte mal so eine Hängepartie bei einem vorherigen AG, das dauerte etwa ein Jahr und dann habe ich die Reißleine gezogen, allerdings mit Abfindung. Für mich war das letztlich sehr befreiend, es belastet einen doch mehr als man sich eingestehen mag und für meine berufliche Entwicklung war es positiv (mit 40). Das hast Du mit 53 wahrscheinlich nicht mehr im Fokus.

Wie alt seid ihr denn jetzt und wieviel Geld habt ihr gespart?

Ich schätze du wirst noch weitermachen bis du 60 oder 67 bist..... 😉

Neuigkeiten von der Hängepartie/party.

Nachwievor 100% Homeoffice. Neu: im Rahmen des letzten Appraisals musste ich versprechen, nichts neues mehr anzufangen. Für dieses Versprechen habe ich ein "Above Expectations" bekommen.

Unter uns: alle meine Geheimpläne sind aufgegangen. Da hat sich die Asterix-Lektüre doch gelohnt: "Im Jahre 50 vor Christus haben die Römer ganz Gallien besetzt. Ganz Gallien? Nein! Ein kleines gallisches Dorf leistet dem Eindringling weiterhin Widerstand."

Mein Mini-Team und ich sind bis auf weiteres unantastbar. Alle anderen mit einer ähnlichen Job Description wurden in diversen Sterbezimmern zusammengetrieben. Uns bittet man, die Stellung zu halten, Support für unsere diversen Tools zu leisten und zu warten, bis irgendwann jemand aus Central IT, der gar keine Ahnung von garnix hat, unsere Tools mit insgesamt ca. 6.000 DIN-A4-Seiten Code nachbaut. Alle drei Monate zwingt man irgendwen, sich mit uns hinzusetzen und einen Mini-Mini-Mini-Ausschnitt irgendeines operativen Problems zu diskutieren. In den Minutes steht dann: wird doch nix, muss sich noch ein anderer angucken.

Wer hat Angst vor der KI und Central IT? Bis auf weiteres: niemand. Aber auch wenn der IT-Heiland um die Ecke kommt, es dauert Jahre bis, man unseren Kram abwickeln kann.

Wie geht es mir mit der Hängepartie / -party und allgemein mit dem Flitzpiepentum?

Dankenswerterweise bekommen wir immer noch unter der Hand Aufträge rein, die Gehirnschmalz fordern. Weil wir ja keine Neuentwicklungen mehr machen dürfen, sind das dann alles Fehlerbehebungen.

Aber sonst ist das schon ein Thema bei mir: auf Arbeitgeberwunsch vom High-Performer zur Flitzpiepe.

Meine aktuellen Gedanken zur Arbeit.

  1. Wenn man mich nett fragt und halbwegs anständig behandelt, freue ich mich, wenn ich helfen und Mehrwert erzeugen kann.
  2. Mein Team wünscht sich, das ich weiter mache. Selbst mein Arbeitgeber wünscht sich das auf eine völlig verdrehte Art auch.
  3. Unsere Tools sind nachwievor überlebensnotwendig - dass die seit Jahren quasi wartungsfrei laufen, ändert nichts daran, dass man uns nicht abschieben kann.
  4. Mit Ü50 gewinnt niemand mehr die Olympischen Spiele im Eiskunstlauf - man schlittert halt noch so dahin. Das ist ja bei den älteren Löwen in Afrika nicht anders: so lange man hier und da noch eine olle Antilope abstauben kann, nimmt man die noch mit.
  5. Der Trend zur Flitzpiepenveranstaltung nimmt allgemein zu. Wer bitte ist denn mit Ü50 keine Flitzpiepe in einem Flitzpiepenverein? Und was sind die freien Frugalisten mit siebenstelligen Depots anderes als Flitzpiepen?
  6. Nicht böse gemeint: aber sind wir nicht ALLE Flitzpiepen mit stark progressiver Abschreibung? Schön, wenn man dabei niemandem auf der Tasche liegen muss und halbwegs selbstbestimmt rumgurkt. Aber man wird halt trotzdem eine (alte) Flitzpiepe.

Fazit: ich bin aktuell zufrieden. Ich gehe jeden Tag mit dem Hund spazieren, bin jeden Tag in der schönsten Gartensauna überhaupt, bekomme jeden Mittag im besten Bio-Bistro der Welt das leckerste Essen der Welt, ich mache, was ich will, werde fürstlich bezahlt und habe ein Team, das ich mag und das mir dankbar ist, wenn ich olle Flitzpiepe noch ein bisschen an Bord bleibe. Nebenbei beobachte ich meine Netto-Passiveinnahmen, die stabil sechsstellig zu sein scheinen.

Alles gut in Flitzpiepenhausen. Manchmal muss man auch nix ändern.

Zitat von Watzefak am 9. Dezember 2025, 11:45 Uhr
  1. Mit Ü50 gewinnt niemand mehr die Olympischen Spiele im Eiskunstlauf - man schlittert halt noch so dahin. Das ist ja bei den älteren Löwen in Afrika nicht anders: so lange man hier und da noch eine olle Antilope abstauben kann, nimmt man die noch mit.

Alles gut in Flitzpiepenhausen. Manchmal muss man auch nix ändern.

Herrlicher Satz, genau das denke ich mir auch, wenn ich easy noch die olle Antilope mitnehmen kann mache ich das :mrgreen:

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