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Klimawandel

Hi @badner

Ist eine Demonstration "friedlich" wenn man damit andere Personen behindert die auf dem Weg zur Arbeit, Geschäftstermin oder sonstigem sind ?

Ja, das ist friedlich. Ich weiß nicht, ob du schon mal auf einer Demo warst oder das Prinzip überhaupt verstanden hast, aber da marschieren nun mal Leute auf Straßen. Die Polizei sperrt dieser dann in der Regel kurz vor Eintreffen der Demonstranten ab. Für gewöhnlich sind diese Demos lange angekündigt und man kann sich darüber informieren und die eigene Route entsprechend wählen. Das ist Teil unserer Demokratie.

Ist es "friedlich" andere Menschen zu Filmen und bloßzustellen und dies obendrein noch irgendwo ins Internet zu setzen ?

Bei der Sache mit dem Filmen und online stellen bin ich etwas bei dir. Ich bin auch kein Jurist, aber möglicher Weise werden hier tatsächlich Persönlichkeitsrechte verletzt, da nicht mehr nur die gesamte Demo, sondern wenige Individuen in Nahaufnahme gefilmt werden. Finde ich auch nicht so dufte.

Obendrein fehlt den Demonstranten wohl auch die Achtung vor fremdem Eigentum, das sieht man sehr gut an dem Abstand den die Leute zu selbigem halten.

Hier wüsste ich nicht, was Abstand zu einem PKW halten mit Achtung vor fremden Eigentum (eben diesem PKW) zu tun hat. Der Fahrer bewegt sich (oder steht, hehehe) im öffentlichen Raum. Der Abstand erscheint mir in Ordnung, ich sehe da keinen direkten Kontakt zum Fahrzeug.

Der Punkt auf den ich rauswollte ist eben jender, dass die Klimaaktivisten versuchen die Leute zu überzeugen. Wenn ich aber jemanden überzeugen will, muss ich subtilere Mittel verwenden als einfach hinzugehen und im übertriebenen Sinne zu sagen "Das was Du machst ist Sche...e / Das was Du hast ist Sche...e". Selbiges bewirkt nämlich oft das Gegenteil, eben jenes dass sich die Leute abwenden.

Wenn man was erreichen will muss man die Leute zum nachdenken bringen. Ich habe vor einiger Zeit auch eine Kollegin zum nachdenken gebracht. Selbige fuhr immer mit Ihrem Passat Diesel ~ 4 km zur Arbeit (450 € Job wohlgemerkt). Ich habe Ihr dann vorgerechnet, dass Sie durch die Kurzstrecke soviel Verschleiss und Spritverbrauch erzeugt und Ihr klargemacht dass Sie damit zum einen die Umwelt schädigt und zum anderen somit im Monat ~ 1,5 Tage arbeitet um die Fahrzeugkosten zu tragen.

Was war das Ergebnis ? Im Sommer ist Sie von nun an mit dem Fahrrad gekommen.

Auch da bin ich etwas bei dir. Hier würde ich halt eher "privates Umfeld" von "fremden Menschen" trennen. Ja, ich bin so ein Öko-Gutmensch mit fast allem, was man sich so darunter vorstellt, inklusive Mobilität, Ernährungsweise und und und. Ich lebe privat genau das vor und bekehre niemanden. Hat bei mir selber damals auch nicht funktioniert, bis ich irgendwann von selbst draufgekommen bin, dass ein anderer Weg wohl auch gut oder eventuell sogar besser ist.

Bei fremden Menschen wird das aber so nichts bewirken, da darf es ruhig auch ein paar Demonstrationen geben. Und wenn die genau so ablaufen, wie in dem Video, bin ich damit sehr einverstanden. Bunt gekleidete, gut gelaunte Menschen gehen auf die Straße. Ich sehe nicht im geringsten, was das mit "Fremdschämen pur" zu tun haben sollte. Da bin ich wohl einfach anders gepolt als du und @fg-lifestyle es seid.

Und genau das ist das Problem an diesen ganzen Umwelt Demos solangsam ---> Sie nerven nur noch; bewirken aber NIX

Eine Fehleinschätzung. Das bewirkt wohl etwas, siehe zum Beispiel hier https://www.watson.de/international/greta%20thunberg/849522230-umfrage-fridays-for-future-und-greta-thunberg-beeinflussen-deutsche - dort steht unter anderem:

Knapp jeder vierte Deutsche sieht sich in seinen persönlichen Einstellungen durch die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg und die von ihr ausgelöste "Fridays for Future"-Bewegung beeinflusst. [...]
17 Prozent sprachen demnach von einem starken und sieben Prozent von einem sehr starken Einfluss.

Mir ist nicht klar, was deine Erwartung an so eine Demobewegung ist. Ist sie erst "akzeptabel" oder "erfolgreich", wenn wirklich jeder sich davon beeinflusst fühlt und sein eigenes Handeln mal überdenkt? Wenn einige wenige Zehn- oder Hunderttausende Menschen es schaffen mehrere Millionen von Menschen zum Nachdenken anzuregen, würde ich das in meinem Heftchen als Erfolg verbuchen. Und ich bin davon überzeugt, dass ein Großteil der Demonstranten eben nicht ihre 15-jährigen Töchter mit dem SUV zum Gymnasium fährt, sondern selber auch entsprechend handelt. Einerseits auf Demos zu gehen und andererseits selbst entsprechend zu handeln, schließt sich nämlich nicht aus.

 

Zuletzt noch folgendes:

Und selbst wenn sich irgendwann in der Zukunft herausstellen sollte, dass die sogenannten "Klimaskepter" (ohne Wertung) Recht bekommen und das menschengemachte CO2, wie auch das Methan der Viehzucht und das Abholzen das Amazonas für Soja als Tierfutter wirklich alles das Klima der Erde nicht beeinflussen, und die Gülle die Ackerböden doch nicht unbenutzbar macht, und die präventive Antiobiotikabehandlung der Tiere nicht zu resistenten Bakterien führt und und und, so haben wir wohl dennoch mindestens angenehmere Luft in den Städten und weniger Tierleid, was ich auch ziemlich gut fände.

 

Zitat von Badner am 31. Oktober 2019, 7:00 Uhr

Im begrenzen Sinne verstehe ich das hingegen schon. Wer z.B. tagtäglich 300 - 400 - 500 km zurücklegen muss, nicht aus Jux und Dollerei sondern aus beruflichen Gründen der kann das ja gerne mal im Kleinwagen machen wird aber dann schnell und glücklich sein wenn er wieder auf ein solches "Dickschiff" umsteigen kann.

Sorry, keiner verlangt zur Zeit von einem SUV-Fahrer mit tonnenschwerem PS-Monster auf einen Kleinwagen umzusteigen. Da ich beruflich schon an einigen Tagen die genannten Strecken fahren muss, kann ich aus eigener Erfahrung sagen: Diese "Penisverlängernde" Autoklasse ist absolut nicht notwendig. Im Schnitt ist man wenn es hochkommt mit 120 km/h auf der Straße unterwegs, da reicht locker ein Auto a'la BMW 320 oder Audi A4 um entspannt ans Ziel zu kommen. Wir bewegen uns da bei knapp unter 5 Litern im Verbrauch und die Parkplatz Suche ist deutlich leichter und spart Zeit.

Zitat von Energiefuchs am 31. Oktober 2019, 12:16 Uhr
Zitat von Badner am 31. Oktober 2019, 7:00 Uhr

Im begrenzen Sinne verstehe ich das hingegen schon. Wer z.B. tagtäglich 300 - 400 - 500 km zurücklegen muss, nicht aus Jux und Dollerei sondern aus beruflichen Gründen der kann das ja gerne mal im Kleinwagen machen wird aber dann schnell und glücklich sein wenn er wieder auf ein solches "Dickschiff" umsteigen kann.

Sorry, keiner verlangt zur Zeit von einem SUV-Fahrer mit tonnenschwerem PS-Monster auf einen Kleinwagen umzusteigen. Da ich beruflich schon an einigen Tagen die genannten Strecken fahren muss, kann ich aus eigener Erfahrung sagen: Diese "Penisverlängernde" Autoklasse ist absolut nicht notwendig. Im Schnitt ist man wenn es hochkommt mit 120 km/h auf der Straße unterwegs, da reicht locker ein Auto a'la BMW 320 oder Audi A4 um entspannt ans Ziel zu kommen. Wir bewegen uns da bei knapp unter 5 Litern im Verbrauch und die Parkplatz Suche ist deutlich leichter und spart Zeit.

 

...mir ging es bei der Aussage ja auch nicht nur ums "tonnenschwere" SUV sondern um eben die größere Autoklasse.

 

Das Problem in Deutschland ist nunmal, dass viele das Auto mit beruflichem Erfolg verbinden und man so als Geschäftsführer o.ä. nicht einfach mit dem VW Passat irgendwo aufschlagen kann da man dann gleich nicht mehr ernst genommen wird.

Klingt nach Kokolores, ist aber leider so. Ein Bekannter Betriebsberater sowie ein befreundeter Steuerberater&Wirtschaftsprüfer haben selbiges Experiment schon durch und verzweifelt aufgegeben. O-Ton der beiden: Unter 7er BMW o.ä. Klasse wirst Du in so einer Position nicht ernst genommen.

 

 

Dass man im Schnitt mit 120km/h unterwegs ist waage ich zu bezweifeln m.E.n. sind es gar nur 100 km/h - die letzten längeren Strecken die ich hatte 700 km / 500 km / 950 km ergaben eine Ø-Geschwindigkeit von 105 km/h --- selbst wenn man zwischenzeitlich mal 160 gefahren ist brachte es nix.

Zitat von Badner am 31. Oktober 2019, 7:00 Uhr

Ist eine Demonstration "friedlich" wenn man damit andere Personen behindert die auf dem Weg zur Arbeit, Geschäftstermin oder sonstigem sind ? Ist es "friedlich" andere Menschen zu Filmen und bloßzustellen und dies obendrein noch irgendwo ins Internet zu setzen ?

Obendrein fehlt den Demonstranten wohl auch die Achtung vor fremdem Eigentum, das sieht man sehr gut an dem Abstand den die Leute zu selbigem halten.

Jeder!!! darf demonstrieren!! Das ist ein verbrieftes Recht im Grundgesetz. Und wenn es friedlich zugeht und die Demo entsprechend angemeldet ist, ist das entsprechend zu tolerieren. Wer das als störend empfindet oder als nervend bezeichnet muss es halt als sein eigenes Problem betrachten. Das Recht der Mehrheit, steht halt über dem Einzelnen, was ja grundsätzlich auch gut ist.

Zitat von Energiefuchs am 31. Oktober 2019, 12:25 Uhr
Zitat von Badner am 31. Oktober 2019, 7:00 Uhr

Ist eine Demonstration "friedlich" wenn man damit andere Personen behindert die auf dem Weg zur Arbeit, Geschäftstermin oder sonstigem sind ? Ist es "friedlich" andere Menschen zu Filmen und bloßzustellen und dies obendrein noch irgendwo ins Internet zu setzen ?

Obendrein fehlt den Demonstranten wohl auch die Achtung vor fremdem Eigentum, das sieht man sehr gut an dem Abstand den die Leute zu selbigem halten.

 

Genau lesen ! Habe ich geschrieben "Die dürfen nicht demonstrieren?" Oder "das gehörte Verboten". Die Frage war ob man sowas noch als friedlich bezeichnen kann.

Jeder!!! darf demonstrieren!! Das ist ein verbrieftes Recht im Grundgesetz. Und wenn es friedlich zugeht und die Demo entsprechend angemeldet ist, ist das entsprechend zu tolerieren. Wer das als störend empfindet oder als nervend bezeichnet muss es halt als sein eigenes Problem betrachten. Das Recht der Mehrheit, steht halt über dem Einzelnen, was ja grundsätzlich auch gut ist.

 

:lol:Seltsamerweiße hat dann aber eine Gruppierung Namens "Fridays for Hubraum" in kurzer Zeit weitaus mehr Zulauf erhalten; da stellt sich die Frage wer denn die "Mehrheit" ist.

 

Zitat von Badner am 31. Oktober 2019, 7:00 Uhr

Der Punkt auf den ich rauswollte ist eben jender, dass die Klimaaktivisten versuchen die Leute zu überzeugen. Wenn ich aber jemanden überzeugen will, muss ich subtilere Mittel verwenden als einfach hinzugehen und im übertriebenen Sinne zu sagen "Das was Du machst ist Sche...e / Das was Du hast ist Sche...e". Selbiges bewirkt nämlich oft das Gegenteil, eben jenes dass sich die Leute abwenden.

Wäre ich hingegangen und hätte es gemacht wie die Demonstranten hätte ich eher eine "jetzt erst Recht" Haltung erzielt; einfach weil ich die Leute nicht überzeugt hätte sondern einfach nur genervt.

Und genau das ist das Problem an diesen ganzen Umwelt Demos solangsam ---> Sie nerven nur noch; bewirken aber NIX

 

Ein Bezzo Video und eine kleine Klimaktivistin haben einiges bewirkt, spätestens seit der letzten Euro-Wahl sind da den Parteien in erheblichen Zugzwang gekommen. Wer da sagt es wird nichts bewirkt hat entsprechend unrecht, siehe z.B. die letzten (meiner Meinung nicht ausreichenden) Klimabeschlüsse.

Mir erzählt in meinem Bekanntenkreis niemand mehr von seiner Flugreise an das andere Ende der Welt oder dem ach so tollen Neuanschaffungen wie Auto und Co.(das nervt nämlich wirklich), statt dessen werden Erfolge beim Weg zum Minimalismus oder gesunder Ernährung diskutiert, also die wichtigen Themen.

Zitat von Badner am 31. Oktober 2019, 12:21 Uhr

Das Problem in Deutschland ist nunmal, dass viele das Auto mit beruflichem Erfolg verbinden und man so als Geschäftsführer o.ä. nicht einfach mit dem VW Passat irgendwo aufschlagen kann da man dann gleich nicht mehr ernst genommen wird.

Klingt nach Kokolores, ist aber leider so. Ein Bekannter Betriebsberater sowie ein befreundeter Steuerberater&Wirtschaftsprüfer haben selbiges Experiment schon durch und verzweifelt aufgegeben. O-Ton der beiden: Unter 7er BMW o.ä. Klasse wirst Du in so einer Position nicht ernst genommen.

 

Ich fahre als Betriebsberater stellenweise mit dem Elektrosmart vor Firmen mit mehreren tausend Angestellten und halte Vorträge vor der Geschäftsführung, hatte bisher nicht das Gefühl nicht anerkannt zu werden! Eher hatten einige Spaß daran mal in den Anfängen der E-Mobilität ne Runde zu drehen.

Meiner Meinung hat das Auto vor allem in den Städten enorm an Status verloren, wer da nicht ein Stadtauto für sich argumentieren kann, und sei es ein Mini S, hat in der Beratung nichts verloren.

Ich kenne einige Geschäftsführer die mittlerweile mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, einer fährt sogar im Sommer mit dem Retro-Elektroroller und parkt direkt vor dem Eingang mittig auf seinem Parkplatz. Da hat ein Umdenken stattgefunden, auch wenn es einige noch nicht wahrhaben wohlen, da ja ihr Statussymbol verloren geht.

Zitat von Badner am 31. Oktober 2019, 12:27 Uhr

:lol:Seltsamerweiße hat dann aber eine Gruppierung Namens "Fridays for Hubraum" in kurzer Zeit weitaus mehr Zulauf erhalten; da stellt sich die Frage wer denn die "Mehrheit" ist.

 

Über 85 Prozent der Deutschen möchten mehr Klimaschutz, das wichtigste Thema in den letzen Befragungen.

Kann mir nicht vorstellen das 85 % der Bevölkerung mehr Hubraum wünschen oder brauchen, nur weil sich das einige ewig gestrige PS-Junky´s so wünschen.

Sowohl Bewegungen als auch Umfragen muss man mit Vorsicht genießen.

So wollen 85% mehr Umweltschutz, aber das heißt nicht, dass 85% sich daran aktiv beteiligen wollen.

Die Organisation "Fridays for Hubraum" hatte erstmal reichlich mit sich selber zu kämpfen, weil sie von Rechten Zulauf bekam, die alles bis hin zu Gewalt gegen Greta Thunberg forderten.

In beiden Fällen sollte man also aufpassen, WER da mitmacht und WAS die Menschen wirklich wollen.

Allgemein möchte ich sagen, dass die Mehrheit der Deutschen die wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Klimawandel als solche - nämlich erforschte und bewiesene Tatsachen - akzeptiert. Diese vielleicht 85% fordern mehr Umweltschutz. Davon sind aber vielleicht nur 50% wirklich gewillt und in der Lage aktiv mitzumachen.

Allerdings steigt die Anzahl der aktiven Befürworter von Generation zu Generation.

Irgendwie kann ich meinen Opa und meine Oma (beide leben nicht mehr, aber im übertragenen Sinne) auch verstehen. Ihnen wurde z.B. Atomkraft noch als neue saubere tolle Energie verkauft.... Ich glaube, die Chance ist groß, dass man mit steigender Lebenserfahrung automatisch immer misstrauischer wird.

Ich glaube das viele Umwelt Schutz wollen, die meisten wie immer dafür zu bequem sind:

Beispiele:

Bei den deutschen Autoherstellern werden vor allem suv verkauft wie geschnitten Brot. Sieht man ja auch auf den deutschen Straßen immer mehr. 95%, die damit fahren haben dafür keinen Grund. (kba zulassungszahlen h1 2019 Gesamtmarkt 0,5%,suv +15%)

Meine Beobachtung ist, daß am Wochenende immer mehr rumgefahren wird. 1,2 oder 3 Tage frei, dann werden mal schnell 500 oder 800 Kilometer zurückgelegt. Sonst wirkt man ja undynamisch. Wir machen viele Ausflüge in die Umgebung...

Geflogen wird auch immer mehr. Das sieht man an den passagierzahlen der Flughäfen. Ich habe nichts gegen Fliegen, aber das hat teilweise schon perverse Ausmaße angenommen.

Heute in der Zeitung gelesen: die Zahl der Wochenmärkte und stände geht zurück. Ja, ist natürlich einfacher und billiger in seinen suv die billigwurst zu packen. Ich kaufe seit Jahrzehnten viel auf dem Markt, kenne die meisten Betriebe. Alle sind regional, nicht alle Bio. Die Qualität ist top, vielleicht etwas teurer.

30.10.19/14:16:02
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FOKUS 1-Regierungskreise - Kraftwerk Datteln geht trotz Kohleausstieg ans Netz
* Gespräche über Entschädigungen bei Verzicht ohne Ergebnis* Kraftwerk soll im Sommer 2020 in Betrieb gehen

* Regierung will dafür ältere Meiler aus dem Markt nehmen

- von Markus Wacket

Berlin/Frankfurt, 30. Okt (Reuters) - Trotz des beschlossenen Kohleausstiegs wird Regierungs- und Branchenkreisen zufolge noch ein neuer Meiler in Deutschland Strom produzieren. "Das Kraftwerk Datteln 4 kann in Betrieb gehen", sagte ein Regierungsvertreter am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. In der Branche wurde dies bestätigt. Über Monate hatte das Wirtschaftsministerium Gespräche mit dem Betreiber Uniper <UN01.DE> geführt, um etwa über Entschädigungen Wege auszuloten, auf das Steinkohlekraftwerk zu verzichten. Dies werde nun nicht weiterverfolgt, sagte der Regierungsvertreter. Die Kohlekommission der Regierung hatte gefordert, eine Verhandlungslösung zu suchen, damit keine neuen Meiler mehr in Betrieb gehen. Weder das Bundeswirtschaftsministerium noch Uniper wollten sich dazu äußern.

Die Kohlekommission unter anderem mit Vertretern von Branche und Umweltgruppen hatte im Auftrag der Regierung einen Ausstiegspfad aus der klimaschädlichen Stein- und Braunkohle entwickelt. Spätestens 2038 soll der letzte Meiler und damit dann auch Datteln abgeschaltet werden. Die Regierung will die Beschlüsse im Wesentlichen umsetzen. In ihrem Abschlussbericht war die Kommission auch indirekt auf das weitgehend fertiggestellte, aber noch nicht in Betrieb gegangene Kraftwerk Datteln eingegangen. Sie hatte empfohlen, "eine Verhandlungslösung zu suchen, um diese Kraftwerke nicht in Betrieb zu nehmen." Die Kommission ging damit vor allem auf Bedenken von Umweltgruppen ein. Wenn ein neues Kohlekraftwerk jetzt Strom produziere, sei dies in der Klimadebatte schwer zu vermitteln.

Datteln 4 ist der einzige Neubau von Kohlekraftwerken in Deutschland. Nach jahrelangen Verzögerungen wegen rechtlicher und technischer Probleme will Uniper ihn nun im Sommer 2020 ans Netz bringen. Nach eigenen Angaben hat der Konzern in die 1100 Megawatt-Anlage, das größte Steinkohlekraftwerk in Deutschland, über 1,5 Milliarden Euro investiert. Die Anlage soll auch Strom für die Deutsche Bahn[DBN.UL] liefern.

Sollte das Kraftwerk wie geplant ab Sommer arbeiten, hätte dies auch Auswirkungen auf RWE <RWEG.DE>. RWE will aus einem vor über zehn Jahren geschlossenen Stromliefervertrag aussteigen, unter anderem wegen der Verzögerungen des Projekts. In diesem Jahr hatte RWE hier aber eine Niederlage vor Gericht erlitten.

DATTELN SOLL KLIMASCHUTZ UND KOHLEAUSSTIEG NICHT BEHINDERN

In Regierungskreisen wurde der Verzicht auf eine Entschädigungslösung damit begründet, dass die hochmoderne Anlage vergleichsweise wenig CO2 ausstoße. Es sei unsinnig, mehrstellige Millionenbeträge an Entschädigung zu zahlen. Stattdessen sei es gerade für das Klima sinnvoller, mehr alte Kohlekraftwerke abzuschalten.

Im nächsten Monat will die Regierung ein Kohle-Ausstiegsgesetz im Kabinett beschließen, das sich zunächst auf die Steinkohle bezieht. Der Bund will dabei jährlich Prämien für Meiler ausloben, die die Betreiber freiwillig abschalten. Es wird davon ausgegangen, dass dann zunächst alte und ineffiziente Anlagen vom Netz gehen. Für die Braunkohlekraftwerke soll noch in diesem Jahr eine Verhandlungslösung mit Entschädigungen vor allem mit RWE sowie der ostdeutschen LEAG gefunden werden. Aktuell sind in Deutschland noch mehr als 100 Kohlekraftwerke in Betrieb.

(Weiterer Reporter: Christoph Steitz, redigiert von Ralf Bode. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern: 069 7565 1236 oder 030 2888 5168)

Quelle: https://web.s-investor.de/app/nachrichten.htm?INST_ID=0003050

 

3 Tage Woche. Teilzeitarbeit.

Hallo Badner, nein, du bist hier bei dem Thema nicht alleine. Der Hype wird sich nun langsam dem Ende nähern. Durch Einsicht, aber spätestens sobald es ans bezahlen geht werden viele wieder zu Umfrageumfallern. Und wenn die deutschen nicht so zum devoten Bücklingstum tendieren würden gings noch schneller. Ich bin dagegen ein wenig gefeit, franzöisches Blut väterlicherseits. Eigentlich lese ich nur und schreibe nicht viel, aber manchmal kommen Dinge zusammen da muss ich einfach reagieren. Da war zum einen das Video und zum zweiten das ausgerechnet unsere 1 KW/Tag Stromverbraucher Koryphäe es gewagt hat seine persönliche CO2 These an die Pforte der Allerheiligsten Klimakathedrale anzuschlagen. Tok, tok, tok. Die Reaktionen seines „unfassbaren Vergehens“ möchte ich hier nicht zitieren. Dafür zwei nette Videos von „Klimaschützern“ aus vorderster Front.

https://www.youtube.com/watch?v=mlN1qutNq54

https://www.youtube.com/watch?v=FXBVFNt3FcE

@Stoliver
Das kannst du natürlich nicht wissen, ich wurde in meiner Kindheit/Jugend viel gemobbt. Die Aktion in Hamburg (nach einer Friday for Future Demo) hat mich halt betroffen gemacht.
https://www.n-tv.de/wissen/Fremdschaemen-kann-wehtun-article3098111.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Empathie

Zitat von FG-Lifestyle am 3. November 2019, 11:46 Uhr

Hallo Badener, nein, du bist hier bei dem Thema nicht alleine. Der Hype wird sich nun langsam dem Ende nähern. Durch Einsicht, aber spätestens sobald es ans bezahlen geht werden viele wieder zu Umfrageumfallern. Und wenn die deutschen nicht so zum devoten Bücklingstum tendieren würden gings noch schneller. Ich bin dagegen ein wenig gefeit, franzöisches Blut väterlicherseits.

Ich denke mal der "Hype" steht erst am Anfang, wenn der Bürger und nicht der Verbraucher erst merkt was ihn das fehlendes Umweltbewusstsein erst mal kostet. Versicherungsprämien steigen, Abfall wird teurer, Abwasser wird teurer sei es durch gestiegene Anforderungen oder einfach nur durch die Häufung von Wetterphänomenen wie Starkregen oder die 43 Grad die die Dachgeschoßwohnung unbewohnbar machen. Umweltschutz hat mit "devot" nichts zu tun, sondern sollte eher aktiv betrieben werden, dann macht er auch Spaß.

Wer sagt den das Klimaschutz den einzelnen Geld kostet, wir haben auf unserem Weg zu mehr Umweltbewusstsein bisher mehrere zehntausend Euro eingespart. Der Weg steht ja jedem offen und es ist ja auch nur legitim von den Verursachern des Klimawandels einen Beitrag zu fordern, damit die Kosten nicht einfach auf den einzelnen abgewälzt werden. Hatte jetzt beruflich mit einem Privathaushalt mit zwei Personen zu tun, Stromverbrauch 13.000 kWh und 11.500 Liter Heizöl, sorry aber warum soll die Allgemeinheit die hierdurch verursachten Schäden zahlen (anderes Beispiel die Deichbaustelle an der Nordsee in unserem letzen Urlaub - 1.500.000.000 Euro für 1.5 m höher).

Schweden ist da übrigens ein Vorbild, da ersten stark von der Klimaerwärmung betroffen und zweitens mit einer hohen Akzeptanz der Notwendigkeit in der Bevölkerung gesegnet.

Wir geben aus Deutschland heraus ca. 100 Milliarden Euro für Energie in Ausland, teils sogar an selbsternannte Kriegsfürsten oder Machthaber mit diktatorischen Grundzügen. Das ist doch schon mal eine schöne Summe, die auch in Deutschland bleiben könnte und nebenbei noch die Welt besser macht.

 

 

Hallo Energiefuchs, da ich fast jeden Beitrag hier im Forum lese meine ich zu wissen das du zwei eigene Häuser mit Solartechnik besitzt und das auch des öfteren in deinen Posts stolz erwähnst. Mich würde mal interessieren wieviel von den eingesparten zehntausenden Euros Subventionen waren?

@ Energiefuchs: Wer sagt denn das Klimaschutz den einzelnen Geld kostet, wir haben auf unserem Weg zu mehr Umweltbewusstsein bisher mehrere zehntausend Euro eingespart.

Text aus dem untenstehenden Link:
Die EEG-Umlage von 2000 bis 2018 + 3.600 Prozent
Zwischen 2000 und 2019 bezahlten Stromkunden und Steuerzahler 300 Milliarden Euro EEG-Kosten als Anschubfinanzierung. Zwanzig Jahre EEG werden bis 2020 rund eine halbe Billion Euro (500.000.000.000 Euro) gekostet haben (das ist eine 5 mit 11 Nullen). Das sind mehr als 6.000 Euro für jeden Bundesbürger, vom Baby bis zum Greis.

Hier der Link zum ganzen Artikel:
https://www.achgut.com/artikel/energiewende_gau_im_illusions_reaktor

@Energiefuchs: Schweden ist da übrigens ein Vorbild, da erstens stark von der Klimaerwärmung betroffen und zweitens mit einer hohen Akzeptanz der Notwendigkeit in der Bevölkerung gesegnet.

Meinst du mit „Vorbild“ die schwedischen Atomkraftwerke?
Text aus dem untenstehenden Link:
Jan Strömdahl, Urgestein der schwedischen Anti-Atombewegung, erklärte auf Anfrage, dass sich des IPCC ("Weltklimarat") in vielen Szenarien auf die Atomkraft berufe, um die Ziele des Pariser Abkommens einzuhalten, die Eingrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad. Die bürgerlichen Parteien würden sich darum vor allem auf den IPCC beziehen, der die Energieform "grüngewaschen" habe. Auch Greta Thunberg verwies auf diese Studien.

Der Link zum Artikel:
https://www.heise.de/tp/features/Kernkraft-ist-klimasmart-4402038.html

So wie es aussieht könnte es dem Autor des untenstehenden Artikel den Job gekostet haben.
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/energiewende-in-deutschland-klimareligion-mit-ablasshandel-16041851.html

Text aus dem untenstehenden Link:
Er sündigte gegen Klimareligion - FAZ-Herausgeber musste gehen.
Auch wenn die Zeitung offiziell schweigt, warum der Mitherausgeber Holger Steltzner hinausgeworfen worden ist, so spricht sehr viel dafür, dass es dieser Kommentar gewesen ist, der ihm das Genick gebrochen hat. Steltzner hat darin sehr präzise all die Absurditäten der deutschen Klimapanik-Politik aufgelistet. Offensichtlich verträgt die Mehrheit des FAZ-Teams nicht mehr, dass solche Fakten ausgesprochen werden. Zu sehr ist offenbar die einst bürgerliche Zeitung schon durch den Merkel-Grün-Kurs geprägt.

https://www.andreas-unterberger.at/m/2019/03/er-sndigte-gegen-klimareligion-faz-herausgeber-musste-gehen/

Zitat von FG-Lifestyle am 6. November 2019, 22:04 Uhr

Hallo Energiefuchs, da ich fast jeden Beitrag hier im Forum lese meine ich zu wissen das du zwei eigene Häuser mit Solartechnik besitzt und das auch des öfteren in deinen Posts stolz erwähnst. Mich würde mal interessieren wieviel von den eingesparten zehntausenden Euros Subventionen waren?

@ Energiefuchs: Wer sagt denn das Klimaschutz den einzelnen Geld kostet, wir haben auf unserem Weg zu mehr Umweltbewusstsein bisher mehrere zehntausend Euro eingespart.

 

Hallo FG-Lifestyle,

was unsere beiden Mietobjekte mit Photovoltaik-Anlagen oder Subventionen mit unserem Weg zu mehr Umweltbewusstsein erschließt sich mir nicht ganz. Das sind Renditeobjekte, und Nebenkosten sind ja bekanntlich nicht gewinnorientiert abzurechnen. Das wir durch die energiesparende Bauweise und die für den Mieter damit verbundene Nebenkostenersparnis ca. 15 Prozent mehr Kaltmiete bekommen wie ortsüblich ist denke ich als positiver Nebeneffekt zu bewerten.

Nachfolgend mal eine kleine Aufstellung unserer "subventionsfreien" Einsparungen seit dem Zeitpunkt unseres Umzuges in das selbstgenutzte Eigenheim zu deiner Information, ich habe mal die Durchschnittskosten angenommen:

Fuhr meine Frau vorher mit der unteren Mittelklasse zur Arbeitsstelle und parkte auf dem angemieteten Stellplatz in der Stadt, fährt Sie seit dem Umzug ins eigene Häuschen mit der besseren Verkehrsanbindung jetzt mit dem Jobticket Bus. Aus der Mittelklasse ist die ersten 5 Jahre ein gebrauchter Caddy und seit ca. 10 Jahren ein gebraucht gekaufter Golf V mit 80 Ps geworden, der auch noch die meiste Zeit rumsteht:

9.000 Euro Ersparnis Parkplatz   (50 Euro im Monat)                                                                                                                                                                                                                37.500 Euro Ersparnis Zweitwagen  (ca. 2500 Euro weniger für Wertverlust, Sprit, Reparatur, Versicherung .... im Jahr)

Hatten wir vorher in der schönen Altbauwohnung Energieeffizienzklasse F Heizkosten in Höhe von rund 1300 Euro im Jahr so sind es im Eigenheim rund 85 Prozent weniger

16.500 Euro Heizkostenersparnis (1100 Euro im Jahr)

Hat uns der Durchlauferhitzer früher 300 Euro im Jahr an Strom fürs WW gekostet sind wir hier dank Wärmepumpe, Solarthermie und Duschwasserrückgewinnung bei einer Einsparung von rund 270 Euro im Jahr gelandet

4.050 Euro Energiekostenersparnis WW (um die 30 Euro)

Der Wäschetrockner ist komplett entfallen, diese hängt jetzt im HWR, der Gefrierschrank ist komplett weggefallen, wir kaufen jetzt frisch ein. Hatten wir früher einen Stromverbrauch von 4000 kWh im Jahr ohne Heizung und WW so brauchen wir heute noch nicht einmal die Hälfte (ohne Heizung), LED und A+++ Geräte mit WW-Anschluss sind schon was gutes.

6.000 Euro Stromkostenersparnis (und hier habe ich extra mal die ach so hoch subventionierte PV-Anlage weggelassen)

Wir fliegen nicht mehr in den Urlaub und fahren sparsam mit dem Firmenwagen und 3 Tankfüllungen nach Süd-Tirol zum Wandern und zurück.

6.750 Euro (450 Euro im Jahr für entfallene Flugkosten)

Gelebter Minimalismus und eine Umweltgerechte Einstellung sorgen noch für ein mehr an Einsparungen aber ich denke die obige Aufzählung hat schon einen gewissen Einblick in unsere Handlungsweise ergeben. Wir bewegen uns da seit dem Einzug ins Eigenheim bei:

73.800 Euro in 15 Jahren

Und das ohne das Gefühl zu haben auf etwas zu verzichten oder etwa zu verpassen.

Natürlich kommt jetzt wieder der Einwand, der Passivhausstandard mit der hohen Dämmung, die Solarthermie-Anlage, die Wärmepumpe mit Lüftungsanlage haben ja erst mal Geld gekostet. Ja das stimmt, aber jeder Bauherr setzt sich zu Beginn ein Ziel bei seinem Bauvorhaben:

unseres war halt eine hohe Unabhängig von Energie- und Mietkosten und die Sicherheit vor Kündigung des Mietverhältnisses.

Und jeder Bauherr hat ein gewisses Budget für sein Bauvorhaben, der eine investiert in mehr qm, das ultradesign im Bad, oder ähnliches. Wir haben uns für die Mehrkosten der Dämmung, Lüftung usw. entschieden und die Küche halt gebraucht gekauft (gefällt uns immer noch), das Bad ist halt einfacher dafür aber auch pflegeleichter geworden, die Treppe hat halt kein Glas/Edelstahlgeländer bekommen usw.. Aber all das waren bewusste Entscheidungen, die uns im Endeffekt ja auch nicht mehr gekostet haben, da wir sonst das Budget für anderes ausgegeben hätten.

Klimaschutz hat uns so auch einen höheren Komfort gebracht, die Lüftungsanlage mit WRG lüftet automatisch, wir sitzen halt nicht mehr unter der Decke wenn die Fenster im Winter zum lüften offen sind. Wir haben es (gerade in den letzten zwei Sommern) angenehm kühl in der Wohnung ohne Klimaanlage, die Dämmung hält ja auch die Wärme draußen. Wir können im T-Shirt vor der großen Wohnzimmer-Verglasung in dreifach Ausführung mit U-Wert 0,5 sitzen und wenn bei minus 10 Grad beim Nachbarn die Luft-Wasser Wärmepumpe die Hälfte ihrer Energie zum Abdauen verbraucht, ruht sich unsere auf und das Haus wird durch die passive Sonnenenergie komplett geheizt.

Für einige der Mehrinvestitionen haben wir Fördermittel bekommen in Form von Investitionszuschüssen oder zinsvergünstigten Krediten. Und das ist auch richtig so und im Sinne des Klimaschutzes ja auch so gewollt, außerdem bekommt man so einige der Kosten die einem durch den Klimawandel entstehen wieder zurück. Aber in keinem Falle hätten wir eine Investition unterlassen, nur weil es keine Fördermittel gegeben hätten.

Für die Umwelt wäre es besser gewesen, den Altbau in dem wir vorher gewohnt haben energetisch zu sanieren, aber das wollte der Vermieter nicht. Natürlich ist die Klimabilanz eines Neubau eher bescheiden, aber bebaut wäre das Grundstück mit seiner guten Lage eh, und bevor eine Villa mit horrendem Energieverbrauch entstanden wäre, ist unsere Variante schon die bessere fürs Klima.

 

 

 

Zitat von FG-Lifestyle am 6. November 2019, 22:04 Uhr

 

@Energiefuchs: Schweden ist da übrigens ein Vorbild, da erstens stark von der Klimaerwärmung betroffen und zweitens mit einer hohen Akzeptanz der Notwendigkeit in der Bevölkerung gesegnet.

 

Hallo FG-Lifestyle,

meine Aussage bezog sich auf einen Bericht über eine Befragung der schwedischen Bevölkerung im Bezug auf die Akzeptanz der Klimaschutzkosten. Gelesen bei NTV. Das Schweden da eine gewisse Vorreiterrolle hat, merkt man zum Beispiel an dem Begriff des "Flugscharms", der wurde halt in Schweden geprägt.

Was alte, bestehende Kernkraftwerke damit zu tun haben erschließt sich mir leider nicht, und Studien ? Na ja, da muss man erst mal schauen wer der Auftraggeber ist, Ifo und andere lassen da grüßen. Da gibt es ja auch den berühmten Spruch eines englischen Politikers zu.

Zitat von FG-Lifestyle am 6. November 2019, 22:04 Uhr

Die EEG-Umlage von 2000 bis 2018 + 3.600 Prozent
Zwischen 2000 und 2019 bezahlten Stromkunden und Steuerzahler 300 Milliarden Euro EEG-Kosten als Anschubfinanzierung. Zwanzig Jahre EEG werden bis 2020 rund eine halbe Billion Euro (500.000.000.000 Euro) gekostet haben (das ist eine 5 mit 11 Nullen). Das sind mehr als 6.000 Euro für jeden Bundesbürger, vom Baby bis zum Greis.

 

Hallo FG-Lifestyle,

ich verstehe dein schon öfter von dir hervorgehobenes Problem mit der EEG - Umlage nicht. Irgendwie muss da auch ein Rechenfehler drin sein, ziemlich unwahrscheinlich das der Kostensprung von 2019 auf 2020 rund 200.000.000.000 Euro betragen soll. Nur weil es die Lobbyisten geschafft haben den für den Klimaschutz zu bezahlenden Betrag auf jedermanns Stromrechnung erscheinen zu lassen kann man die wirklich unsinnigen Subventionen im Bereich der konventionellen Energien Kohle und Kernkraft (die ja nachweisliche deutliche höher sind und waren, aber halt aus dem allgemeinen Steuertopf kommen) nicht einfach mal unter den Tisch fallen lassen. Und wo sind die Erfolge der vorherigen Subventionen? Ganz im Gegenteil, wir geben noch Geld für die Rückbau der Altlasten aus.

Während 60000 Arbeitsplätze mit seltsamen Änderung im EEG- Gesetz in der Solarbranche (gerade fängt der Abbau in der Windkraft an) vernichtet wurde schmeißt man dem "Strukturwandel" im Bereich der Kohle rund 40 Mrd hinter her. Hier gehen dann die dringend benötigten gut ausgebildeten Fachkräfte mit 50 Jahren gefördert in Frührente, vielleicht mal eher ein nicht zu verstehender Subventionstopf. Von der Landwirtschaft wollen wir da gar nicht nicht mal anfangen.

Unsere Stromrechnung zu Beginn des EEG hatte in Euro in etwa die gleiche Höhe wie heute. Sicherlich zahlen wir auch EEG-Abgabe aber sind auch durch den technischen Fortschritt bei den Stromverbrauchern nicht wirklich mehr belastet worden. Immerhin haben wir dafür jetzt auch schon fast 40 Prozent Erneuerbare Energien, bei Kohle und Kernkraft haben wir nur Altlasten und Kosten.

Mein "Schwiegervater" (Ende 60) steht jetzt vor der Entscheidung in einem ungedämmten Haus (Baujahr 1980 ca) eine Wärmepumpe einbauen zu lassen inkl. Solaranlage (man hat es ihm von Beratern schmackhaft gemacht). Lohnt sich das wirklich, oder müsste man dann nicht das komplette Haus vorher energietechnisch sanieren lassen, was dann total unwirtschaftlich würde im Endergebnis (40-70k)

Ich hab ihm geraten nur die Solaranalge (12k) anzuschaffen (relativ grosses Süddach) und evtl später noch einen Speicher dazu zu kaufen + evtl Dämmung der obersten Geschossdecke für wenig Geld. Das Dach ist noch OK und hält noch 20-30 Jahre. (Die Solaranlage würde den Strom für die Wärmepumpe ja auch nur liefern wenn die Heizung wenig bis gar nicht gebraucht wird, nachts und im Winter liefert sie ja keinen/kaum strom) d.h. man müsste teuren Strom dazukaufen.

Sie haben einen relativ hohen Strom und Heizbedarf. (Strom geschätzt 5000 kwh und Heizung 20000 kwh)

Hallo Wärmflasche,

die Wärmepumpe kann Sinn machen wenn ein Niedertemperatursystem verbaut ist, sprich Fußbodenheizung oder ähnliches mit geringen Vorlauftemperaturen. Oder aber als Bivalentes System, d.h. bei Temperaturen von z.B. 0-15 Grad läuft die Luft-Wasser Wärmepumpe und darunter die Gasheizung. Ob es sich rechnet zwei Systeme zu haben bei dem Verbrauch wage ich zu bezweifeln. So hoch ist der Verbrauch mit umgerechnet 2000 Litern Heizöl nicht, eine Dämmung der obersten Geschoßdecke machte aber auf jeden Fall Sinn da A. Günstig und sollte sich rechnen und B. Wenn zur Zeit keine Dämmung eingebracht ist wäre sogar laut EnEV die Nachrüstung eine Pflicht. Der Stromverbrauch ist schon recht hoch, mal nachschauen wo er den überhaupt herkommt. Zwei Personen sollten schon mit um die 2500-3000 kWh hinkommen können, ohne Verzicht zu üben. Die PV-Anlage zahlt sich ja selbst ab (lt. Stiftung Warentest Rendite 5-7 %), wäre eine sinnvolle Entscheidung, Speicher sind zur Zeit noch unwirtschaftlich.

Der Stromverbrauch ist so hoch, weil 5 Personen im Haus wohnen, ausserdem Gefriertruhen, Gartenpumpe....hab denen schon den Anbieter gewechselt, an den anderen Sachen arbeite ich schon "unterschwellig" ...