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Gesamtrendite der Geldanlage; ETF zu Einzelaktien in der Entnahmephase. Oder: Was verkaufe ich wann?

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Zitat von Absprung_2020 am 30. November 2023, 16:57 Uhr

Ansonsten konkrete Frage und ja oder nein als Antwort reicht: wenn ich Starbucks nach 5 Jahren mit 1000 % Gewinn verkauft habe. Der MSCI macht im gleichen Zeitraum nur 100% habe ich dann mit der Position Starbucks den Index geschlagen? (Bitte jetzt nicht ausweichen wegen weiterlaufen lassen und noch höhere Performance oder sonstwas. Danke)

Warum genau willst du eine solch gut laufende Aktie verkaufen? Das macht ja nur dann Sinn, wenn davon auszugehen ist, dass sie zukünftig deutlich schlechter laufen wird. Ansonsten wäre es sinnvoller, auch für die nächsten Jahre weiterhin die Überrendite mitzunehmen. Dir muss eins bewusst sein. Das was du betreibst, ist Markttiming. Jedoch schaffen es nur ganz wenige Anleger, den Markt zu schlagen.

Daher meine ganz konkrete Frage: Warum glaubst du, dass Starbucks zukünftig plötzlich einbrechen wird? Hast du die Geschäftsberichte gelesen? Oder ist es reines Bauchgefühl (das ist kein guter Ratgeber). Was hingegen feststeht: Es ist dem Aktienkurs vollkommen egal, ob du persönlich in der Entnahmephase bist. Entscheidend sind allein die Zukunftsaussichten.

@Privatier habe ich ja geschrieben, dass ich das nicht weiß. Man hätte aber in Ihrer Bierdeckelliste meinen können, dass es da ein Rezept gäbe.

@MFZ73 ich habe ein Liste mit konkreten Zahlen aufgestellt mit exakten Kursen zu jedem 1.Januar inkl. korrekt recherchierten Startzeitpunkt 2010 der Kursstände. Am Ende war das 30% besser als ein Vergleisindex. Das war im Beispiel nun mal so und Fakt. Ich habe weder geschrieben das ist immer so noch 4% Überrendite sei hier Gesetz oder sonst irgendwas für das Gesamtdepot. Ich habe von der Chance geredet sich durch Entnahme von (kleinen bis kleinsten) Tranchen gut laufender Aktien im Falle einer Entnahme zu profitieren.

Ihre Widerrede auf das Starbucks Beispiel verstehe ich nicht. Weil jeder Starbucks Aktionär die Überrendite hat soll das keine mehr sein?

Ansonsten würde ich empfehlen sich mal die Frage zu stellen was 'Der Markt' eigentlich ist. Ich hatte eben den MSCI World genommen für den Vergleich. Was wäre wohl rausgekommen beim Nasdaq, beim Nasdaq 100, beim Dow Jones Industrial oder Dow Jones Transport Index, was beim Eurostoxx oder Stoxx 50. Sind dann Sätze wie: Der Nasdaq 100 hat den Dow Jones in den letzten 20 Jahren um 84 % outperformt überhaupt möglich? Also in Ihrer Gedankenwelt? Kurzum, was Sie so schreiben in dieser Alternativlosigkeit oder auch @Sparschwein ist doch erheblich zu hinterfragen. Der Aktienmarkt ist sehr differenziert zu betrachten. Je nach Benchmark sind selbstverständlich jedwede und unterschiedliche Performances möglich. Sonst bräuchte es auch nicht 1000-de verschiedene ETFs auf unterschiedlicher Rechenbasis und müssten hier nicht im ETF Forum diskutiert werden welchen wer wohl kaufen soll. Open Your Mind.

Soweit mein Beitrag zur Nacht.

 

Zitat von Muslime_Frugi am 30. November 2023, 21:06 Uhr

Ich schreibe hier nur weiter eingehend auf dein Teilverständnis, weil mich der Umgang hier ärgert.

@absprung_2020 hat Quellen genannt die in etwa das Thema Qualität bei Wachstumsdividendenaktien definieren.
Hier z.B. magisches Viereck: https://www.dividendenadel.de/dividendenadel/https://www.dividendenadel.de/dividendenadel/

Dass du Grenke in dem Zusammenhang nennst zeigt mir, dass du dich inhaltlich gar nicht mit den Themen in angemessener Form auseinandergesetzt hast.

Erstens: Grenke wurde im Beispiel vom @privatier in die Diskussion eingeführt. Ich habe Grenke also nicht genannt, sondern er. Wer hat sich also nicht angemessen mit dem Geschriebenen auseinandergesetzt - Du oder ich?

Zweitens ist nun klar, dass Du meine obige Antwort nicht verstanden hast und ergo nicht verstehst, wo das Gedankenmodell (mit Grenke oder sonst irgendeiner Krücke Deiner Wahl) hinführt.

Von dem Anspruch der Überrendite habe ich vom TE nichts gelesen.

Ich schon und ich bin nachweislich nicht der einzige. Und nicht der einzige, der das als Unfug bezeichnet hat. Man fragt sich, was Du bis hierher gelesen oder selektiv überlesen hast.

Es geht eher um stabile und konstant steigende Erträge zur FIRE Finanzierung. Dabei wird eher auf die Wachstumstitel der Zukunft verzichtet und damit auf die Chance von exponentiellen Renditen.

Nein. Daran wäre nichts auszusetzen, persönliche Entscheidung.

Zitat von Absprung_2020 am 30. November 2023, 23:00 Uhr

Ich hatte eben den MSCI World genommen für den Vergleich. Was wäre wohl rausgekommen beim Nasdaq, beim Nasdaq 100, beim Dow Jones Industrial oder Dow Jones Transport Index, was beim Eurostoxx oder Stoxx 50. Sind dann Sätze wie: Der Nasdaq 100 hat den Dow Jones in den letzten 20 Jahren um 84 % outperformt überhaupt möglich?

Nehmen wir mal den MSCI World und den Dax als Vergleich. Der MSCI World hat den Dax in der Vergangenheit deutlich geschlagen.

Ich bin noch in der Aufbauphase und investiere lieber in den MSCI World, weil ich ihm auch zukünftig die bessere Rendite zutraue (und natürlich auch wegen der breiteren Streuung, aber dies nur am Rande). Du bist in der Entnahmephase und verkaufst lieber den MSCI World, weil du offenbar vom Gegenteil ausgehst. Das kann ich nicht nachvollziehen. Einer von uns beiden handelt dann falsch. Denn dem Kurs ist völlig egal, was mit uns beiden ist. Wenn er bei mir wie erhofft in den nächsten 20 Jahren ordentlich performt, dann wird er das auch bei dir tun. Und dann wäre der Verkauf unklug. Dann ist es sinnvoller zuerst den Dax abzustoßen.

Zitat von Muslime_Frugi am 30. November 2023, 21:18 Uhr

@privatier

was meinst du oben wenn du über „Assetklassen“ sprichst außer der Assetklasse Aktien?

Anleihen, Immobilien, Gold, Krypto, Cash,...

Zitat von Absprung_2020 am 30. November 2023, 23:00 Uhr

@Privatier habe ich ja geschrieben, dass ich das nicht weiß. Man hätte aber in Ihrer Bierdeckelliste meinen können, dass es da ein Rezept gäbe.

Klar steht das auf meiner Bierdeckelliste. Wo kann ich mich eigentlich für den Wirtschaftsnobelpreis bewerben?

Manche verstehen es nicht, manche wollen es nicht verstehen.

Aber: es ist alles gesagt worden, was dazu zu sagen ist.

Das erinnert mich irgendwie an die Diskussion, die ich letztens mit meiner Mutter zum Thema Girokarten hatte: das es nämlich sein kann, dass sie damit bald irgendwo nicht zahlen kann. Das wollte sie auch nicht wahrhaben. Ich las ihr dann aus einem Artikel der FAZ vor und beendete meine Ausführungen damit, dass es nun einmal so ist wie es ist. Und es egal ist, ob es ihr gefällt oder nicht gefällt.

(Ironiemodus an)

Ja, ich gestehe, ich habe Grenke hier eingeführt. Es gab nämlich mal ein ehrenwertes Forenmitglied, glaube er war Wirtschaftsprüfer, der seitenweise ausführte, warum Grenke eine Qualitätsaktie sei. Ich hielt zumeist dagegen.

Ok, jemand wie Muslimefrugi, der nicht mal weiss, was eine Assetklasse ist, schüttelt die Qualitätsaktien natürlich aus dem Ärmel. Einfach so...

(Ironiemodus aus)

@hans09 Starbucks ist eine fantastische gut gelaufene Aktie mit einem guten Geschäftsstellen und an den Zahlen istnix auszusetzen. Wenn jedoch, wie bei mir, der Anteil an Starbucks am Gesamtwert einen zu hohen Anteil bekommt, dann wird ein Teil davon, unabhängig des guten Geschäftsmodells, umgeschichtet in einen anderen Titel. Die Gefahr, dass Starbucks, sollte es einen wie auch immer gearteten Buchhaltungsskandal geben, nicht mein Gesamtdepot leidet. Rebalancing.

Beispiel aus der Historie: es gab mal eine Firma EM-TV, Sesamstraße und so. Die wurden irgendwie Anfang der 2000 er an die Börse gebracht, am Sitz der Geselschaft, einem kleinen Dorf in Bayern, wo jeder jeden kannte und jeder diese Aktie auch kaufte waren 1 Jahr später fast alle Millionäre! Ein weiteres Jahr später war die Firma pleite und die allermeisten hatten sogar weniger Geld als davor, weil Absprung der windigen Firma nicht geschafft. Klar: Damals wäre mir das auch so gegangen.  Mit meiner heutigen Einstellung wäre ich sicher mit einer halben Mio Plus aus dieser Nummer rausgekommen, Millionär, nur auf dem Papier, das wäre ich nie geworden.

Zu Ihrer Frage mit Dax vs. MSCI. Ich habe keinen ETF. Ich habe Einzeltitel, weil ich bestimmte schlechte Aktien auch nicht anteilig haben will. Je nachdem wie alt ich wäre würde ich mir als ETF Anleger aber mal andere Indizes anschauen als den MSCI World. Warum nicht einen Nasdaq 100 ETF? Die Inde Manager schöpfen aus einem Spektrum der Top US Aktien. Einziges Risiko, nach meiner Meinung: Die haben die gigantisch gut gelaufenen MegaKonzrne im Index. Wenn die mal schlecht laufen macht der Index jahrelang nix mehr, und rausschmeißen wegen schlechter Entwicklung können die die auch nicht, da zu groß.

Sie müssen sich immer fragen welche Performance vs. Sicherheit Sie anstreben. Klar, dass man da wählen muss, auch wenn hier manche, bzw. Einige wenige der Meinung sknd es gäbe nur 'den Markt' der sowieso nicht zu schlagen wäre.

@Muslime_frugi Danke für den Denkanstoß, korrekt, das know how und die sich daraus entwickelten Resultate sind sehr unterschiedlich. Mein Fehler, ich hätte gleich zu Beginn anders argumentieren sollen.... bei fast gleichem Ergebnis.

Zitat von Privatier am 1. Dezember 2023, 8:24 Uhr

(Ironiemodus an)

Ja, ich gestehe, ich habe Grenke hier eingeführt. Es gab nämlich mal ein ehrenwertes Forenmitglied, glaube er war Wirtschaftsprüfer, der seitenweise ausführte, warum Grenke eine Qualitätsaktie sei. Ich hielt zumeist dagegen.

Ok, jemand wie Muslimefrugi, der nicht mal weiss, was eine Assetklasse ist, schüttelt die Qualitätsaktien natürlich aus dem Ärmel. Einfach so...

(Ironiemodus aus)

Verstehe deine Ironie nicht? Ich hatte deshalb gefragt, weil du Asset Klassen wie Immobilien, Renten AV separat genannt hast. Eine allgemeine Erklärung welche Assetklassen dass es grundlegend so gibt war nicht mein Thema.

Zum Thema selbst:

Bei Indizes ist es ja so, dass die Meisten Kapitalmarkt basierend gewichten. D.h. die mit der höchsten bilden einen Klumpen. Im Einzelaktien Depot nicht re-balanciert ist es unsystematisch und kleinere Unternehmen können einen Klumpen bilden.

 

Zitat von Absprung_2020 am 30. November 2023, 23:00 Uhr

Ansonsten würde ich empfehlen sich mal die Frage zu stellen was 'Der Markt' eigentlich ist. Ich hatte eben den MSCI World genommen für den Vergleich. Was wäre wohl rausgekommen beim Nasdaq, beim Nasdaq 100, beim Dow Jones Industrial oder Dow Jones Transport Index, was beim Eurostoxx oder Stoxx 50. Sind dann Sätze wie: Der Nasdaq 100 hat den Dow Jones in den letzten 20 Jahren um 84 % outperformt überhaupt möglich?

Sind möglich, aber irrelevant bei deiner Fragestellung, weil der Nasdaq schon eine ziemlich starke Eingrenzung von Titeln aus meiner Sicht ist. Der ist weit weg von einem breiten Weltportfolio.

Also in Ihrer Gedankenwelt? Kurzum, was Sie so schreiben in dieser Alternativlosigkeit oder auch @Sparschwein ist doch erheblich zu hinterfragen.

Nein, das ist nicht zu hinterfragen, da es darüber X wissenschaftliche Untersuchungen gibt, die eindeutig zu dem Ergebnis kommen, dass es für den durchschnittlichen Investor nicht langfristig möglich ist durch Markettiming eine Überrendite zu erzielen.

Der Aktienmarkt ist sehr differenziert zu betrachten. Je nach Benchmark sind selbstverständlich jedwede und unterschiedliche Performances möglich.

Das hat mit deiner Fragestellung aber nichts zu tun. Du wolltest wissen, ob du langfristig mehr Rendite erzielst, wenn du deine gut laufenden Titel regelmässig (teilweise) am ATH verkaufst. Die Antwort darauf ist und bleibt: nein.

Sonst bräuchte es auch nicht 1000-de verschiedene ETFs auf unterschiedlicher Rechenbasis und müssten hier nicht im ETF Forum diskutiert werden welchen wer wohl kaufen soll.

Es gibt auch 1000-de verschiedene, aktuell produzierte Autos. Braucht die Welt das wirklich, oder wär 99% der Bedarfe auch mit sagen wir mal fünf verschiedenen Modellen abgedeckt? Wahrscheinlich sogar mit 3-4. Nur weil es etwas gibt, ist das in unserem Wirtschaftsmodell noch kein hinreichendes Kriterium dafür, dass das sinnvoll ist, oder dass der Käufermarkt danach gefragt hat.

Genauso sind 99,X% der Bedarfe für den langfristigen Kapitalaufbau mit einer einstelligen Zahl unterschiedlicher ETFs abzudecken.
Allerdings verdienen die Anbieter an diesen Produkten, genauso wie die Hersteller an ihren Autos und entsprechend bekommt jedes Tierchen sein Pläsierchen.

Open Your Mind.

Open du doch mal deine Mind, dass das Blödsinn ist, was du hier verzapfst. Du hast in diesem Thread nicht eine einzige Antwort bekommen, die dir in deinen Überlegungen zustimmt. Sind wir alles Idioten und du ein Genie, oder wie passt das zusammen?

 

Grüsse vom Sparschwein

 

@sparschwein

Welche Details picken Sie sich denn raus und über was reden Sie denn hier? Weil der  Nasdaq keine breite Streuung hat wie ein Weltportfolio ist das irrelevant zu vergleichen? Und daher kann es laut Wissenschaft nie nirgends Überrenditen geben? Können Sie sich vorstellen, dass jemand dennoch auf den Nasdaq 100 setzt, weil er das bewusst als Chance sieht und Stand heute sogar dann besser als ein Weltportfolio dasteht? Und das nur weil Börsenbetreiber Indizes zur Auswahl stellen wo doch global 4-5 reichen würden? Bemerkenswert! Übrigens habe ich zu keinem Zeitpunkt von Überrenditen gesprochen, außer 30% als (Zufallsergebnis) in einer absolut faktenbasierten Tabelle und einem konkreten Fall.

Ziel der Tabelle war zu keinem Zeitpunkt eine Überrendite zu beweisen,  sondern allein zu zeigen, dass eine Entnahme von Teilverkäufen am ATH die Gesamtrendite NICHT zerschießen muss. Davon sprachen nämlich Sie.

Übrigens habe ich mir meine Beiträge nochmal durchgelesen. Ich sprach stets von Verkaufszeitpunkt der ggf.  vorteilig sein kann, Chance sein kann  muss aber nicht. Jedes Jahr hohe Schwankungen, Garantie keine usw.... Auch Marktiming kam von Ihnen, ich hatte regelbasiert 1.Januar dargestellt oder dreimal im Jahr konkret verteilt zum Stichtag. Sie rennen eher Ihren eigenen Stichworten hinterher und machen eigene Themen auf, die ich so gar nicht benannt habe oder zeigen wollte und zerpflücken danach Ihre eigenen Aussagen.

Egal.

Nochmal ein bisserl rumgegoogelt und nachfolgend ein paar flashlights zum aufgeworfenen Thema gesammelt; wie sinnvoll Einzelaktiendepots sind im FIRE und möglichst, chancenbasiert weiter existieren können, bei gleichzeitig gestiegener Sicherheit des Kapitalerhalts. Für geneigte Leser ggf. hilfreich:

Klar ist: Ich habe im www nix, also gar nix gefunden wie ein Einzelaktiendepot idealerweise entspart werden soll; wohl aus wissenschaftlicher Sicht zu heterogen und je Zusammensetzung schwer fassbar? Einzig in der "Börse aktuell" ein alter Artikel in die Hände gefallen gleichsam über Branchen hinweg zu rebalancen und harmonisch alle Branchen weiterhin gleich zu gewichten und die Entnahme darauf auszurichten. Letztlich so, wie das der eine oder andere hier im Forum auch sieht.

Interessante Schlaglichter darüber hinaus scheinen sinnvoll in einem Gesamtzusammenhang:

Jeremy Sigel spricht von einer Überperformance von Aktien in den letzten 210 Jahren (seit 1802) gegenüber anderen Assets Gold, Immos, Anleihen. Die Überperformance so Henrik Bessenbinder basiert in dessen Betrachtungszeitraum (seit 1926) allein auf 3% der Aktien! Weitere 10% sorgen für die Vergleichsperformance gegenüber anderen Assets. Somit sind fast 90% langftistig schlechter als genannte Assets, über 50% haben dauerhaft negative Renditen. In DE haben 1/3 der deutschen Aktien in den letzten 15 Jahren eine negative Performance erzielt. Ein extrem weit gestreuter ETF mit 4000 Titeln o.ä., wie oft gelesen, scheint nicht automatisch besser für die Performance. Fama und French weisen zudem nach, dass in einem Betrachtungszeitraum von 1927 bis 2014 Aktien mit Dividendenzahlungen 10,4%/a Rendite erzielen (bei reinvestierter Dividende nochmals Zusatzrendite), Aktien ohne Dividendenzahlungen nur 8,5%/a.

Aktuell sind an der Überrendite in den USA die Techwerte verantwortlich. In DE die großen 5, also z.B. SAP, Siemens, Münchner.

Die meisten, also eigentlich alle Veröffentlichungen über Renditen und Vermögensaufbau orientieren sich am S&P500 oder an einem supranationalen Index. Selbst Warren Buffet redet davon, dass ein ETF für 90% der Anleger der beste Weg wäre ein Vermögen aufzubauen. Über Entnahme über Assetklassen hinweg oder gar Einzeltitel, ja da liest man nix, außer den bekannten Entnahmemodellen die auch von O. Nölting super hier an dieser Stelle aufgearbeitet wurden. Finanzfluss oder auch die Motley Fools balancieren zwischen sicherer (Anleihen) und weniger sicheren (Aktien ETF) Assets aus denen entnommen werden kann. Rebalancing vorausgesetzt. Interessant war, auch wenn es nicht explizit so gelistet war, jedoch im Text eindeutig: Von Chance hoch zu Chance niedrig: Einzelaktien - ETF - Anleihen und genau andersrum zum Thema Sicherheit. 100% klar scheinen sich alle: Die Entsparung eines ETFs, einfach so, wie auch der Vermögensaufbau lief: Nämlich konstant einzahlen später konstant entnehmen (egal ob 2,8 oder 4%) ist keine gute Idee.

Besonders gut gefallen haben mir die Bausteine hier bei den Frugalisten.de die Entnahmestrategie Reihe: Hybride Strategie und Beachtung der CAPE Regeln bei der Entnahme, da die meinem Grundgedanken hier im Thema doch sehr nahe kommen: Portfolio gedanklich in zwei Teile teilen. Die eine Hälfte konstant, die andere Hälfte dynamisch entsparen, also je nach dem wie gut die Performance gerade ist. Zudem kann es vorteilig sind diese beiden Teile auch noch unter dem Aspekt betrachten wie hoch oder niedrig denn die Märkte derzeit allgemein bewertet werden und entsprechend höhere oder niedrigere Entsparungen vorzunehmen.  Also den Erwartungswert für zukünftige Entwicklungen abzuschätzen. Habe ich die Erwartung das eine Aufwärtsbewegung ansteht in den nächsten 10 Jahren sollte weniger entnommen werden als wenn bereits Höchstwerte erreicht sind und Abwärtsbewegungen anstehen. Kurzum: Cashpuffer aufbauen oder mehr konsumieren ist möglich.

Die logische Frage die sich jeder Einzelaktienbesitzer nun stelle könnte (muss er/sie aber nicht!) Wenn es etablierte Modelle gibt die das Gesamtportfolio in gedanklich zwei Teile teilt mit unterschiedlicher Entnahmestrategien, wieso kann man dann sein Portfolio nicht in noch mehr gedankliche Teile teilen (z.B. unterschiedliche Branchen, Dividendenaktien, Wachstumsaktien als Asset getrennt betrachten.... bis hin zum Einzeltitel) und entsprechende Entnahmemodelle kreieren um Chance zu erhalten und Sicherheit zu erhöhen? Erwartungswerte via z.B. 10 Jahres KGV definieren und damit entsprechend seine Entnahmen diversifizieren, somit Werte sichern, Chancen erhalten? Die bisher von mir hier beigetragenen Texte könnten Hinweise geben. Recht haben oder Richtigkeit ist nicht mein Anspruch, aber ggf, der eine oder andere hilfreiche Gedanke.

Zu 3 Punkten:

ich denke, dass für 99% ein ETF Portfolio der einfachste Weg ist. Ich denke auch immer wieder daran, mein Portfolio zu vereinfachen, vielleicht 5 ETFs und dann Cash Festgeld plus diverse Altersvorsorge-Ansprüche. Das wäre dann alles ganz easy und relativ automatisch. Bei dem Portfolio, was ich inzwischen habe, könnte ich damit sehr gut und fast schon luxuriös leben. Dann liesse sich auch die Entnahmestrategie  deutlich vereinfachen.

Die Aufteilung in 2 Portfolien erschliesst sich mir nicht. Klar, man könnte sagen, ich habe einen ETF Teil und Aktien (gibt es ja das Modell), oder langfristige Aktien und "Spielaktien" etc. Ich steuere aber mein Portfolio in der Gesamtheit. Als Gedankenmodell kann das aber sinnvoll sein.

Dynamisch passt sich mein Ausgabeverhalten glaube ich sowieso an. Hohe Inflation, unsichere Märkte etc. ==> ich habe mein Geld etwas mehr zusammengehalten. Jetzt läuft es recht gut ==> Ausgaben werden eher wieder erhöht. Je älter ich werde und umso größer mein Portfolio wird, umso mehr kann ich mir was gönnen (sozusagen). Mit 80 benötigt man das Geld zumeist dann sowieso nicht mehr.

Schauen Sie mal in Folge 6 der Entnahmethematik vom Blogbetreiber. Es geht um eine angepasste Entnahme je Portfolio Anteil.

Den Gedanken mit Umschichtung auf diverse ETFs habe ich auch schon gespielt. Hier eine passende Kombination zu finden die sich ergänzen aber nicht zu oft überschneiden ist die Aufgabe.  Wie im aktuellen Markt an anderer Stelle, und im Rahmen meiner aktuellen Recherche für dieses Thema hier, habe ich interessante Meinungen gelesen, was 'die  Märkte' insgesamt machen werden, wenn die top gelaufenen Hightechs in den USA mal (jahrelang) pausieren. Da können so manche ETFs ggf. ungewohnte Entwicklungen zeigen.

Meine Idee wäre, wenn man das ko kretisieren würde: 50% ETFs (3-5 verschiedene) die sich ergänzen, thematisch, geographisch plus 50% Einzelaktien. Einzelaktien fürs Feintuning und Krisenfälle.

Grundsätzlich sehe ich das mittlerweile so: Vermögensaufbau ist freestyle und bei halbwegs guter Strategie oder ETF Auswahl sowie konstanter Ansparung unvermeidlich! Die Hauptaufgabe damit auch glücklich zu werden stellt die Entnahmephase dar. Man sieht das an den VÖs betreffend ETF Ansparung bzw. Qualität der Artikel betreffend Entnahme ganz gut. Ersteres gibt's massig, zweiteres wenig und ungenau in der Aussage: So nach dem Motto: Jeder muss schon selbst wissen, dass er da vieles beachten sollte.

Aktuell habe ich nur einen einzigen Welt ETF mit rund 300k und ein Einzelaktiendepot mit 100k.die Big Player wie Microsoft oder Apple habe ich schon alleine durch den ACWI mehr im Depot als die größte Position meiner etwa 20 Einzelaktien. Letztlich gewichte ich mein ETF Portfolio somit gezielt um Titel die das ganze sowohl thematisch wie auch geographisch etwas umgewichten oder eben weil ich dran glaube oder etwas spannend finde oder auch mal kräftig spekuliere. Das Aktiendepot wirft um die 4% Dividende ab. Das kann man immer ausgeben, auch wenn man es nochmals verdoppelt. Den Rest für den Lebensunterhalt dann eben gezielt über Entnahme aus dem ETF Depot. Ich würde auch einfach gerne vermeiden wollen, dass meine "Zwangsausschüttung" in Form von Dividenden meinen Kapitalbedarf übersteigt. Dann muss ich es versteuern und anschließend wieder in irgendwas anlegen. Ein gewisser Kapitalverzehr ist ja aber auch bei mir angestrebt.

PN an maxause@gmx.de

@max-aus-e

Das klingt nach einem Plan. Was ich mir noch überlegen würde: Je nachdem was für ein Welt ETF das ist (Titelanzahl)  ggf. einen weiteren dazunehmen oder aufteilen in einen US- und einen Europa geprägten und wenn es unbedingt sein muss einen der Emerging Markets. Nach meiner Recherche scheint das vorteiliger, da das die Entnahme flexibilisiert.

Ja, so hatte ich das bis vor einiger Zeit auch noch. Einen Dax ETF, noch einen emerging markets neben nem Industriestaaten MSCI ETF. Dann noch zwei weitere, einen davon europalastig etc.

Das ganze dann noch verteilt auf 4 Broker...uff

Ich habe das vor gut einem Jahr aufgeräumt, bin froh dass ich das alles los bin.

Jetzt gibt es nur noch diesen ETF (A1JMDF)

https://www.justetf.com/de/etf-profile.html?isin=IE00B6R52259#uebersicht

Der investiert direkt in einen Misch aus Industriestaaten und Emerging markets. Gibt welche die noch breiter sind und auch small caps enthalten etc. Ich finde aber die Sortierung nach Msrktkapitalisierung gar nicht schlecht.

Dazu eben mein Einzelaktiendepot das ich zeitgleich gestartet habe. Breite ETF überschneiden sich auch immer in Teilen. Wozu so viele Dinger pflegen?!

In ein paar Jahren wird ohnehin nochmal neu gewürfelt...

VG

PN an maxause@gmx.de

Bei "normalen" Aktien sehe ich keinen Grund, warum ich ein Fondsmanagement mit durchfüttern sollte - da bin ich es gewohnt, mir die Firmen, bei denen ich Mitanteilseigentümer werden will, SELBER auszusuchen.

Einzige Ausnahme derzeit:
Im Blick auf die Quantitive Easing-Gelddruck-Orgien der Zentralbanken sehe ich die Möglichkeit, dass (zu einem vorab schlecht absehbaren Zeitpunkt) ein Run auf Gold einsetzt - was eigentlich gehebelt die Goldminen hochtreiben sollte
vor ca. 5 Jahren wollte ich deshalb mal in Goldminen investieren - und hier habe ich mir die Auswahl der "guten" Minenaktien nicht zugetraut
(bzw. das wäre mir zu viel Arbeit)

--> deshalb habe ich als einzige ETFs zwei Goldminen-ETFs (einen, der passiv den HUI repliziert und einen auf Junior Mines fokussierten) im Depot
+ bin seit dem Kauf vor 5 Jahren damit ca. 50 % im Plus

und diese beiden ETFs werden im Falle einer Goldeuphorie dann verkauft, wenn die BILD-Zeitung auf Seite 1 eine Altersvorsorge in Gold empfiehlt 😉

@max-aus-e

Die Performance dieses ETFs wird, zumindest wenn man der Statistik glaubt, durch die zu hohe Anzahl an Titeln gedämpft. Irgendwie 4700 verschiedene. Neben sicher all denjenigen Titeln die an der Börse für die Überperformance sorgen, was gewollt ist, sind jedoch sicher zu viele Schrottaktien dabei. Diese Bessembinder VÖ aus diesem Jahr sollten Sie sich mal zu Gemüte führen.

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