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Frugalistische Fahrzeuge (Frugilisten-"Autos")

Hallo Frugalisten

Es soll hier um Fahrzeuge gehen, welche wie Autos geschlossen sind, aber deutlich geringere Unterhaltskosten haben.
Sie sollen NICHT als normales Auto zugelassen sein, da allein dadurch schon viel Geld durch Versicherung und Steuern gespart werden kann.

Hier habe ich einige gefunden:

Podbike
https://www.podbike.com/de/
- Mein Favorit, aus Norwegen
- Ab ca. 5000€, soll im 4Q 2020 auf den Markt kommen.
- Leider hat nur eine erwachsene Person (und ein Kind) Platz.
- Zählt als Ebike

Leiba Cargo
http://www.velomobiles.de/html/cargo.html
- Elektrifiziert ab 8050€
- Für zwei Personen geeignet

better.bike - PEBL
https://www.better.bike/
- Aus den USA, vermutlich keine Zulassung in der EU geplant

Kennt ihr weitere?

Im Anhang noch ein Vergleich zwischen Podbike und Leiba Cargo, den ich für mich erstellt habe. Vielleicht interessiert es euch:

Hochgeladene Dateien:
  • Du musst dich anmelden um auf Uploads zugreifen zu können.

… mir fällt da noch der Twizy von Renault ein:

https://www.renault.de/modellpalette/renault-modelluebersicht/twizy.html

In der 45iger Ausführung müsste das Fahrzeug auch günstig im Unterhalt sein.

Leider kommt zum Kaufpreis von ca. 7.000,00 EUR noch eine monatliche Batteriemiete von 50,00 EUR hinzu.

 

 

 

Für mich bleibt ein günstiger Kleinwagen DAS Frugalisten Fahrzeug. Und wer ohne Auto auskommt: Fahrrad + Anhänger

Alle oben genannten Varianten sind entweder nur überdachte Fahrräder oder mit 8.000 € + Batteriemiete absurd teuer.

Ich ich satte 8.000 € + X ausgeben muss, nicht für sowas wie einen Renault Twizzy! Das Ding ist nicht mal geschlossen sondern es regnet seitlich rein. Auch möchte ich damit keinen Verkehrsunfall haben....

Vielleicht bin ich nicht frugal genug, aber ich finde die Dinger sehen allesamt schrecklich bis peinlich aus.

Zitat von Andreas900 am 23. Januar 2020, 16:30 Uhr

Für mich bleibt ein günstiger Kleinwagen DAS Frugalisten Fahrzeug.

+1

Von meinem schönen Polo BJ 2000 musste ich mich vor 2 Monaten trennen (schnüff), hatte ihn noch 2 Jahre mit einem Problem in der Motorsteuerung gefahren und jetzt war TÜV weit überschritten und es musste nun halt geschieden sein.

Hab mir einen Skoda Fabia (keine Liebesheirat, aber die Polo-Preise sind zu hoch) gekauft, 7 Jahre alt, 12.000 km, 7.200 €. Den hoffe ich mindestens bis Alter 20 zu fahren, das wären dann 50 € im Monat plus natürlich die laufenden Kosten und Reparaturen.

Wenn man ein Auto erwirbt, das in großer Stückzahl rumfährt, bekommt man problemlos gebrauchte Ersatzteile. Die krieg ich für ein 8000 € teures futuristisches Teil nicht, das hält auch mit Sicherheit keine 13 Jahre durch ...

DAS Frugalisten Fahrzeug gibt es doch garnicht.
Gerade die individuale Fortbewegung hat so viele Einflussfaktoren, da muss man wirklich die ganzen Anforderungen definieren und auflisten.

Bei 30 km Arbeitsweg ohne gescheite Radwege etc. würde ich hier im Mittelgebirge niemals das ganze Jahr über mit einem E-Velomobil fahren.
Im Urlaub hatten wir einen Twizzy, der war da wiederum genial.

Auch ein gebrauchtes Auto verursacht durch Reparaturen und normalen Verschleiß kosten, der Wertverlust ist sowieso immer gegeben.

Ich habe schon seit längerer Zeit das Modell der Auto-Abos im Auge (z.B. cluno oder like2drive). Wenn man abwarten kann und keine Marken bevorzugt, bekommt man mit Glück für <250 € ein Sorglos-Fortbewegungsmittel, das nur noch betankt werden muss.

Bis dahin fahre auch ich meinen Gebrauchtwagen weiter. Und in der wärmeren Jahreszeit wird bevorzugt das (gebraucht gekaufte) motorisierte Zweirad genutzt, das sich nach ca. 1 Jahr schon refinanziert hat, wenn ich das zum Auto gegenrechne.

 

Leider sind Fahrzeuge mit 5000€ oder teurer immer wirtschaftlich schlechter als ein alter gebrauchter Kleinwagen - trotz Versicherung+Steuer.

Meine Erfahrung: Günstiges E-Bike + Anhänger ist das frugalste. Wer etwas geschlossenes braucht oder für längere Strecken, kommt um einen Kleinwagen nicht herum, und hat damit die Fixkosten an der Backe.

Etwas sinnvolles dazwischen habe ich bisher leider noch nicht kennengelernt...

Das gehört jetzt nicht direkt zum Thema, aber ich bin auch der Meinung, die Unterschiede bei den Fixkosten von KFZ sind zu gering bzw. ja teilweise gar nicht vorhanden. Klein(st)wagen müssten sowohl steuerlich als auch versicherungstechnisch eigentlich erheblich günstiger sein, grössere und teurere Fahrzeuge müssten eigentlich viel teurer sein. Das lässt sich gleich mehrfach begründen bzw. nachvollziehen, aber ich entferne mich zu weit vom Threadthema, Sorry.

 

@Alle: Ja, es geht hier eigentlich nicht um normale Autos..
Aber da ihr schon damit angefangen habt, können wir ja mal einen Kostenvergleich starten. Siehe unten.

@Andreas900: Ich habe den Twizzy auch schon mit Seitenscheiben gesehen. Ist anscheinend eine Option.

@Michael321: Wie kommst du zu deiner ersten Aussage?

Angenommen ich kaufe das Podbike für 5000€, dann habe ich jährliche Kosten:

  • 0€ Versicherung, KFZ...
  • Vorraussichtlich geringe Reparaturkosten. (Wenig Verschleissteile)
  • Sehr geringe bis gar keine Parkgebühren. (Lässt sich bei Fahrrad oder Motorradplätzen abstellen)
  • Aufladen kostet auch nicht viel, man kann auch kostenlose Ladesäulen nutzen: https://www.goingelectric.de/stromtankstellen/kostenlos/

 

Die Batterie muss dann natürlich irgendwann ersetzt werden, ist aber bei der Standardvariante nicht so gross, und somit auch nicht so teuer wie bei einem normalen E-Auto.

Wie sieht das bei einem gebrauchter Kleinwagen aus?

Habe mal den Rechner hier benutzt:

https://www.adac.de/infotestrat/autodatenbank/autokosten/default.aspx

Wenn man die Kleinste Kategorie (unter "Weitere optionale Suchkriterien") auswählt (Microwagen)

Sieht man z.B. beim e.GO Mibile Life:

Fixkosten: 70€

Werkstatt: 43€

Betrieb: 110€

Allein diese Drei Punkte ergeben also schon: 233€/Monat!

Wertverlust (271€!) habe ich jetzt nicht mit eingerechnet.

Beim günstigsten Benziner (unter Kleinstwagen): Peugeot 108 1.0 VTi 72 Stop&Start Access

Fixkosten: 79€

Werkstatt: 44€

Betrieb: 89€

Macht 212€ exklusive 138€ Wertverlust pro Monat.

@repertor

Kannte den ADAC-Rechner nicht, habe jetzt nur mal kurz über deinen Link geschaut um zu sehen wie da ungefähr gerechnet wird (nur oberflächlich geguckt), und da ist beim ADAC Neuwagen angegeben (nicht gebraucht), dann Vollkasko (braucht man bei einem günstigen gebrauchten definitiv nicht und dein Fahrzeug ist ja auch nicht Vollkasko versichert, und reine Haftpflicht ist wesentlich günstiger), dann wird eine Jahrespauschale von 200€ draufgerechnet für Parkgebühren, Landkarten und TÜV (kannst bis auf TÜV eigentlich alles streichen im Vergleich, und der fällt nur alle 2 Jahre an !?), dann eine Pauschale von 250€ im Jahr für Wäsche/Pflege (wer nen billigen gebrauchten Kleinwagen hat fährt den garantiert nicht jede Woche durch die Waschstrasse und macht dazu Lackpflege...) usw...

Also meine Meinung in kurz: der ADAC-Rechner scheint Unsinn zu sein für einen Frugalisten, der einen kleinen Gebrauchtwagen möglichst günstigst kaufen und fahren möchte...und damit würde ich deine Fahrzeuge vergleichen, wenn wir einen reinen Kostenvergleich machen, denn der Kleinwagen ist in der Regel zusätzlich auch komfortabler, hat mehr Platz etc.

Um deine Frage zu beantworten, wie ich auf meine Aussage komme: persönliche Erfahrung mit gebrauchten Kleinwagen, die ich so gefahren bin. Und da liege ich mit unterschiedlichen Fahrzeugen über viele Jahre ausnahmslos immer deutlich unter den vom ADAC angegebenen Werten...

Wie gesagt, wenn es eine sinnvolle und ökonomische Alternative zum geschlossenen Kleinstwagen mit etwas Ladefläche/Sitzplatz gäbe, wäre ich ja dabei um die Fixkosten zu sparen, aber für 5000 EUR kann man mehrere Kleinwagen kaufen und sie lange mit den Fixkosten fahren...abgesehen von weiteren Vorteilen gegenüber den vorgestellten Fahrzeugen...Selbst ein Kleinwagen + günstiges Ebike macht mehr Sinn, ist auch noch billiger und du nutzt nur ca. 1 mal die Woche den Kleinwagen bei Unwetter/Transport o.ä. (das ist ja persönlich sehr unterschiedlich)

Ist nur meine Meinung, bitte nicht falsch verstehen 🙂

@michael321: Warum sollte man die Parkgebühren streichen?

Falls jemand genau Buch geführt hat, über alle seine Jahres-PKW-Kosten, dürft ihr die gerne posten. Würde mich interessieren.
Alleine die Benzinkosten dürften bei durchschnittlichem Fahrverhalten nicht zu unterschätzen sein. (Bei 6l Verbrauch und 1.4€ Benzinpreis, und einer Fahrleistung im Jahr von 10000Km komme ich allein für Spritkosten auf 840€ pro Jahr!)

Wieder zum Thema:
Wer sich für das Thema Spezialräder interessiert:
https://spezialradmesse.de/home.html
Hier wird auch das Podbike zu sehen sein. Ist am 25. 26. April, nach Möglichkeit werde ich dort sein.

Warum ich das Podbike neben den geringen Betriebskosten interessant finde:

-Ich finde es ökologischer, ein 60Kg schweres Podbike durch die Gegend zu fahren, statt eine Tonne PKW.
-Sportliche betätigung nebenbei (Senkt statistisch die Gesundheitskosten)

Mir ist durchaus bewusst, dass ich nicht den gleichen "Luxus" habe, wie in einem Auto, aber damit kann ich leben.
PS: Eine Anhängerkupplung ist optional verfügbar, und somit auch ein grösserer Einkauf, oder viel Gepäck möglich.

Zitat von Repertor_ am 25. Januar 2020, 18:56 Uhr

@michael321: Warum sollte man die Parkgebühren streichen?

Weil es keinen Sinn macht, sie überhaupt einzurechnen. Das hängt stark vom individuellen Fall ab. Hat ein Kleinwagenbesitzer, der damit zur Arbeit und mal zum Supermarkt o.ä. fährt wirklich nennenswerte Parkgebühren zu zahlen? Das dürfte eher eine Ausnahme sein...Deutschland ist Autoland, ausser in engen Innenstädten kannst du fast überall dein Auto kostenlos hinstellen. Und das Podbike kannst du ja auch nicht am HBF einer deutschen Grosstadt in den Fahrradständer hängen...du willst ja die Fahrzeuge vergleichen...sehe beim Punkt Parkgebühren keinen Vorteil vom Podbike.

Ich habe in meinem ganzen Leben bisher vielleicht 10-20 EUR für Parkgebühren bezahlt...kommt halt drauf an wo man wohnt bzw. ob man ständig direkt bis in eine Innenstadt mit Parkgebühren fahren muss...mag beim ADAC in München so sein, aber ist ganz sicher nicht die Normalität in Deutschland, denke ich.

Wenn du Podbike mit Kleinwagen vergleichen willst, ist die Frage, fährst du die 10.000km denn mit dem Podbike? Das würde bedeuten jeden Werktag ca. 40 km ? Auch das ist ja individuell, ob du einen solchen Arbeitsweg hast bzw. solche Strecken dann immer auch damit fährst?

Bzgl. meiner persönlichen Kostenrechnung - findest du bei Interesse im Thread mit den durchschnittlichen Lebenskosten 😉 Fahrleistung aber deutlich weniger als 10.000 (mit dem Auto). Fahre auch gern & viel Fahrrad. Das ändert nichts an den Fixkosten vom Auto, aber an der Tankstelle. Und wahrscheinlich auch Verschleiss/Reparatur usw.  Klar stören die Fixkosten vom Auto, wenn man es nicht häufig nutzt. Aber kommt immer noch günstiger und hat weitere Vorteile, gegenüber deinen Fahrzeugen, denke ich.

Ich will dir das Podbike nicht ausreden, aber für 5000€ sehe ich den ökonomischen Vorteil nicht. Kenne aber auch dein persönliches Fahrprofil nicht.

Ich habe mir ausgerechnet was mein Opel Corsa jährlich kostet.

Inklusive Abschreibung des Neupreises, inklusive Benzin, Versicherung, Steuer, Wartung, Reparatur usw. Das sind rund 3.500 € im Jahr.

Der Betrag kann natürlich noch erheblich variieren für Menschen die besonders viel oder wenig fahren und ja nach Ausstattung usw.

Ich habe selber schon oft überlegt, ob es nicht eine Alternative für mich gibt. Da ich den Wagen aber täglich für den Arbeitsweg benötige und es keine direkte ÖPNV Verbindung gibt, sehe ich keine Alternativen. Ich kann die Strecke zwar auch mit dem Fahrrad schaffen, aber spätestens im dunklen kalten Winter bei glatten Straßen will ich das nicht. Im Sommer plagt mich zudem mein Heuschnupfen und ein umschlossenes Auto mitsamt Pollenfilter ist da eine Wucht 😎

Kleine Mobile wie der Renault Twizy wären theoretisch eine Option, aber nicht für 8.000 € Anschaffungspreis.

Ich meine, die Idee finde ich super. Täglich quälen sich Millionen Deutsche mit dicken Verbrenner-Autos mit Tonnen Gewicht durch den Verkehr, meist nur ein Insasse je Fahrzeug. Für diesen gesamten Verkehr könnte jeder auf Renault Twizzys umsteigen! Wenn das die meisten täten wäre auch das Risiko kleiner, dass dich der Hinterman mit seinem 3 Tonnen SUV überrollte....

Mir würde ein Twizy reichen, theoretisch. Jetzt aber die Praxis:

  • Wie transportiere ich meine Einkäufe?
  • Muss ich doch mal eine längere Streck fahren, wie krieg ich den aufgeladen? Das dauert ewig
  • 80 kmh nach 21 Sekunden..... würde mir in der Stadt und kurzen Strecken reichen, sonst aber nicht. Autobahn? Bloß nicht
  • Aufprallschutz? Gibs nicht. Du bist kaum mehr geschützt als ein Fahrradfahrer  🙁
  • Mehr als eine Person mitnehmen geht nicht, aber selbst das ist eigentlich kaum möglich. Das zulässige Gesamtgewicht beschränkt dich auf maximal 128 kg. Zwei erwachsene Männer dürfen das Gefährt also eigentlich garnicht besteigen....

Ich könnte mir vorstellen täglich eine kurze Strecke zur Arbeit mit einem Mobil wie dem Twizy oder einem Podbike zu fahren und einmal die Woche meine Einkäufe oder eine längere Strecke mit einem anderen Miet-Fahrzeug zu machen. Letzteres ist ja aber auch nochmal teuer und steht in ländlichen Regionen nicht an jeder Ecke.

Nur selbst ein Podbike kostet 5.000 € und wäre keine Stand-Alone Lösung. Ich sehe das bei Kollegen, die sich für über 1.500 € E-bikes kaufen. Ja sie fahren damit an schönen Sommertagen zur Arbeit, aber sparen tun sie nichts. Ein Auto haben sie trotzdem. Und die 1500 € E-bike müssen sie erstmal beim Sprit sparen....

Ok, gut, in deinem Fall machen dann die Parkgebühren nicht viel aus.
In der Schweiz zalt man einiges mehr fürs parken.
Zürich ist da ein Extrembeispiel. (2h Parken = 10Fr = 9.22€)
Ich denke, da das Podbike nicht als Auto zugelassen ist, und auch schmaler als eine Goldwing ist, kann man es sicher oft bei Motorradplätzen/Fahrradplätzen abstellen.

Ausserdem solltest du noch berücksichtigen, dass ich für 5000€ ein neues Fahrzeug bekomme, und somit aller Wahrscheinlichkeit nach eine ganze Weile keine Reparaturosten habe.

Ich könnte mir durchaus vorstellen, in einem Jahr 10000Km mit dem Podbike zu fahren. Aber nicht zur Arbeit, sondern auf Reisen 😉

Meine Berechnung als "Vielfahrer" mit 25.000km im Jahr, basierend auf meiner Buchfuehrung und Wartung in Eigenleistung.

Fahrzeug: Mitsubishi Mirage 1.2 CVT-Automatik, Klima (16 Monate alt, 51.000km)

Kauf:                            $6300
Steuern/Inspection: $170 + $15/Jahr
Versicherung:            $400/Jahr
Reifen,Montage:       $500/6 Jahre
Wartung,Pflege:        $855/6 Jahre
----------------------------------------------------------
Nach 6 Jahren, +150.000km:  Restwert $0
----------------------------------------------------------
Wertverlust: $1050/Jahr   bzw.   $88 /Monat
Unterhalt:     $780 /Jahr    bzw.   $65 /Monat
Fixkosten:    $1860/Jahr   bzw.   $155/Monat
----------------------------------------------------------
Verbrauch: 4,5l/100km = $3.50/100km
25.000km = $875/Jahr = $73/Monat
----------------------------------------------------------
Gesamt:    $2735/Jahr   bzw.   $228/Monat 
Betriebskosten: 11 US-Cent/km
Erstaunlich viel fuer das wohl guenstigste Auto auf dem Nordamerikanischen Markt.
In Deutschland waeren Steuern und Versicherung weniger, dafuer Benzin teurer.

@andreas900

Durchaus interessant, mit den 3500€. In diesem Fall braucht man ja nur zwei Jahre kein Auto zu haben/nutzen, und schon kann man sich das Podbike mit Optionen leisten. ^^
Weißt du die ungefähre Streckenleistung, bei denen du auf 3500€ kommst?

Ich persönlich halte es für einen reinen Wahnsinn, was da täglich an Gigatonnen Auto durch die Gegend gefahren wird, nur damit die Leute zur Arbeit kommen. Bezahlbare Wohnungen in Arbeitsnähe und massiver Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und der Fahrradinfrastruktur wären da unter anderem nötig, um diese gesundheitsschädliche bis tödliche Steuerverschwendung und Umweltverschmutzung einzudämmen.
Etwas (zu?) überspitzt formuliert.

PS: Eine Heizung kann man optional ins Podbike einbauen, abgesehen davon muss vermutlich je nach Unterstützungsgrad nicht viel geheizt werden. Einkäufe sind wie gesagt mit Anhänger auch kein Problem.

Zitat von Repertor_ am 25. Januar 2020, 22:19 Uhr

@andreas900

Durchaus interessant, mit den 3500€. In diesem Fall braucht man ja nur zwei Jahre kein Auto zu haben/nutzen, und schon kann man sich das Podbike mit Optionen leisten. ^^
Weißt du die ungefähre Streckenleistung, bei denen du auf 3500€ kommst?

Ich persönlich halte es für einen reinen Wahnsinn, was da täglich an Gigatonnen Auto durch die Gegend gefahren wird, nur damit die Leute zur Arbeit kommen. Bezahlbare Wohnungen in Arbeitsnähe und massiver Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und der Fahrradinfrastruktur wären da unter anderem nötig, um diese gesundheitsschädliche bis tödliche Steuerverschwendung und Umweltverschmutzung einzudämmen.
Etwas (zu?) überspitzt formuliert.

PS: Eine Heizung kann man optional ins Podbike einbauen, abgesehen davon muss vermutlich je nach Unterstützungsgrad nicht viel geheizt werden. Einkäufe sind wie gesagt mit Anhänger auch kein Problem.

Ich fahre ungefähr 8.000 km im Jahr, also relativ wenig. Ein Podbike dürfte aber auch nur für Wenigfahrer wie mich eine denkbare Alternative sein. Kaum jemand der täglich 50 km auf der Autobahn fährt könnte/wollte auf ein Podbike umsteigen.

Hinzufügen möchte ich, dass ich mein Auto neu gekauft habe, nicht die kleinste Ausstattung und auch eine Vollkaskoversicherung mit drin ist. Ich denke, dass man die Kosten eines Autos auch auf 2.500 € im Jahr drücken könnte. Schöne Rechnung @ Tim! 😉

Ein Podbike hingegen würde natürlich nicht nur den Anschaffungswert kosten, sondern je nachdem was man will auch Strom, Reperaturen, Versicherung (um es mit einem Auto vergleichen zu können) usw. Ich denke, dass die realistischen jährlichen Kosten eines Podbikes auch mindestens 1.500 € im Jahr sein werden. Klar, immer noch deutlich günstiger als ein Auto, aber dafür ist es eben auch nur ein kleiner, langsamer, limitierter 1 Sitzer ohne Aufprallschutz und nennenswerten Transportmöglichkeiten - ein besseres überdachtes Fahrrad ^^

Zum Thema Sicherheit schreibt Podbike:
"Schutzzonen zur Absorption und Verteilung der Aufprallenergie im Falle einer Kollision."
Diese werden natürlich nicht so großzügig wie bei einem Auto sein. Aber bei einer Maximalgeschwindigkeit von 60Km/h braucht man auch nicht unbedingt eine PKW-Knautschzone.

Da es mich auch interessiert versuche ich mal die theoretischen Jahreskosten eines Podbike zu berechnen:

Ich gehe davon aus, dass:
- Im ersten Jahr keine Reparaturen anstehen.
- 10000Km pro Jahr gefahren werden

Die Stromkosten für 10000Km pro Jahr (ca. 27.4Km / Tag) bei 31Cent pro KWh (Teuerster Strom in Europa!)
betragen ganze 18€ und 60Cent Pro Jahr! (Mit geschätztem Lade- und Entladeverlust von 20%)

Für den Wertverlust pro Jahr habe ich dieses Gefährt als Grundlage genommen:
https://www.spezialradmesse.de/gebrauchtrad-archiv/articles/cab-bike-201806.html
(Da es keine gebrauchten Podbikes zu kaufen gibt)
Damit komme ich auf gerundet 344€ pro Jahr an Wertverlust.

Reparaturen:
Ich gehe davon aus, dass bei dieser Fahrleistung 1x pro Jahr alle Reifen gewechselt werden müssen.
Ein Reifen kostet ca. 26€. = 104€.
Die restlichen Reparaturen sind schwierig einzuschätzen, da mir Erfahrungswerte fehlen.
Da aber wenig Verschleissteile vorhanden sind, rechne ich mit (meiner Meinung nach grosszügigen) 200€ pro Jahr.

Zusammenfassung:
Kosten pro Jahr:
15.5€ Strom
304€ Reparatur

344€ Wertverlust

Bei diesem Wertverlust wäre das Podbike nach 14.55 Jahren nichts mehr Wert. (In der Realität, gerade wenn jedes Jahr für 304 € repariert wird, ist dieser sicher nicht bei 0€)
Aber ich gehe mal von 0€ nach 14.55 Jahren aus, und komme in dieser Zeit auf 9388€ Gesamtkosten inklusive Anschaffung.
Das macht Durchschnittlich 645.45€ Pro Jahr! 🙂

Hochgeladene Dateien:
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Das du aus der Schweiz kommst, wusste ich nicht.

Habe für dich mal Zahlen rausgesucht, ich habe keine grosse Ahnung von Autos (d.h. ich kann beim Kauf schlecht den Betriebszustand abschätzen und kann auch ausser Glühlampenwechsel und Öl nichts selbst reparieren). Mir ist Aussehen / optischer Zustand egal, d.h. keine Schönheitsreparaturen wie Dellen/Kratzer/Roststellen, günstigst hauptsache TÜV und fährt. Natürlich nur Haftpflicht, keine Vollkasko wie z.B. bei Andreas900, weil das Auto ja selbst kaum Wert hat.

Kaufpreis inkl. neuem TÜV für 2 Jahre und neuem Satz Reifen 900€ (zum Kaufzeitpunkt bereits 20 Jahre alt)

Versicherungen + Steuer (KFZ, ADAC): 38,16 monatlich

Tanken: 36,17 monatlich

Reparaturen, Verschleiss (hauptsächlich Öl), alle 2 Jahre TÜV ca. 230€ (gemittelt, teure Reparaturen waren z.B. neuer Tank (war durchgerostet, kein neuen einsetzen lassen sondern günstiger einen gebrauchten vom Schrottplatz) und irgendein wichtiges Verteilerteil Lichtmaschine, neue Batterie)

Komme ich soweit auf ca. 1120 € / Jahr (ohne Kaufpreis/Abschreibung)

Weil meine Excel tlw. anders aufgebaut ist, ich ggf. Kleinkrams vergessen habe, und bei Ausflügen mit Freunden z.B. in der Regel jemand anderes fahren will (weil bequemer, damit meine ich nicht mich, sondern andere wollen mich quasi nicht fahren lassen :D) addiere halt im Jahr nochmal 150€ oder so drauf, die ich dann bei gemeinsamen Fahrten an Spritgeldbeteiligung oder in Form vom mal auswärts essen usw. bezahle (das ist schon sehr sehr hoch geschätzt/aufgerundet, aber ändert ja nichts am Ergebnis.) - An dieser Stelle ein EDIT: dafür bist du mit dem Auto immer gern gesehen, wenn es um Entrümpeln/nach Renovierung zum Schrottplatz oder Gartenabfälle usw. geht...ich hab kein Problem damit alles mögliche reinzuwerfen, und ne Delle/Kratzer mehr interessiert auch nicht. Das gleicht das wieder etwas aus, wollte ich fairerweise noch dazuschreiben 😉

Doch ausdrücklich gesagt: das ist bzgl. KFZ Frugalismus extremst, altes Auto alte Technik, nichtmal Servolenkung oder CD-Player, du kannst damit nicht rasen und hast keine Klima, es sieht nicht toll aus, du wirst regelmässig von deinem Umfeld gefragt ob du es nicht endlich mal zur Schrottpresse bringen willst, ich habe eine geringe KM-Leistung/Jahr weil das meiste mit dem Rad erledigt wird (und ich eigentlich nicht mit dem Auto in Urlaub fahre. Dennoch war ich damit auch schon in mehreren EU-Staaten). Aber bei schlechtem Wetter, gerade Herbst/Richtung Winter, oder um z.B. Gehwegplatten für den Garten zu besorgen, erfüllt es halt dennoch seinen Zweck, man kommt damit bei schlechtem Wetter trocken von A nach B und kann auch grössere/schwerere Ladung transportieren...und die im vergleich zur KM-Leistung hohen Fixkosten schluckt man dann halt, auch wenn man sich gerade im Sommer ärgert, wenn man tlw. nur 2mal im Monat ne Kurzstrecke gefahren ist. Zum Thema: ich sehe es beim Kaufpreis von 5000€ für ein Podbike weiterhin klar vorn...

Übrigends, ich will jetzt hier nicht die grosse Werbung für uralte Autos machen, aber vor sehr hohen Reparaturen ist man gefeit - denn dann macht es mehr Sinn, wieder ein anderes für <1000 zu kaufen...das ist nunmal dann so.

@michael321

Jetzt müsste man noch ausrechnen, wie viel du pro Jahr (im Schnitt von ca. 14.5 Jahren) für den PKW (bzw. für alle gekauften PKW) ausgibst.

Dann müsste man das noch in Relation zur Fahrleistung berechnen.

Dann wirst du vermutlich sehen, dass ich (nach meiner obigen Berechnung) höchst wahrscheinlich günstiger fahre.

Allein deine Fixkosten für 14.5 Jahre verursachen ohne Kaufpreis/Abschreibung mindestens 14.5*1120€ = 16240€ Kosten. Zum Vergleich, theoretische Podbike-Kosten inklusive Kaufpreis/Abschreibung = 9388€)

Aber du hast natürlich etwas mehr Luxus, und mehr Auto.

Schlussendlich muss das Gefährt ja für jeden individuell passen, und wenn man einen PKW gewöhnt ist, wäre es sicher erst mal eine Umstellung.

Aus meiner Sicht ist es genau umgekehrt, da ich noch nie einen eigenen PKW hatte, wird es, wenn ich dann tatsächlich ein Podbike kaufe, ein upgrade.

Siehe auch Lifestyle-Inflation / Hedonistische Adaption:

https://frugalisten.de/hasta-la-vista-hamsterrad-tritt-der-lifestyle-inflation-in-den-hintern/

Ich habe neben den Kosten ja auch noch den ökologischen und gesundheitlichen Aspekt im Fokus.

Also das Wort "Luxus" würde ich mal bei so einer frugalen Karre nicht in den Mund nehmen 😉

Für mein persönliches Fahrprofil würde das Podbike mit dem Preis keine Alternative sein, weil ich nur ca. 1/3 der Autofahrten mit dem Podbike ersetzen könnte (nur die bei Schlechtwetter, nicht die mit (meiner) Ladung, nicht die mit grösseren Entfernungen, nicht die wo es schnell gehen muss/soll (das Podbike ist ja bei 25 km/h abgeriegelt, da werden 50km zu über 2 Stunden). Es könnte natürlich 100% der Fahrradfahrten ersetzen, aber das macht ja keinen Sinn.

Für dich oder andere mag es mehr Sinn machen bzw. kann es das Auto ganz ersetzen. Allerdings habe ich bei deiner Rechnung eine andere Frage, ich fahre auch viel und gerne E-Bike (kann ich nur empfehlen), und du gibst für 10.000km nur 15,50 € Stromkosten an? Das Podbike hat 2 Motoren und wiegt 3mal mehr als mein E-Bike, und für 50km brauche ich real aufgerundet eine halbe kwh. D.h. mein E-Bike hätte doppelt so hohe Stromkosten auf die 10.000km, das kann ich mir nicht vorstellen (und das ohne Zusatzverbraucher wie Lüftungen/Heizung/Scheibenwischer/Licht/Blinker usw.). Ändert deine Rechnung nicht nennenswert im Ergebnis, nur ein Hinweis für dich, das würde ich auf jeden Fall nochmal nachrechnen, das sollte real ein vielfaches sein.

Es gibt ja keinerlei Erfahrungswerte (auch vom Hersteller selbst nicht) über die Haltbarkeit, ich persönlich würde bei 10.000km Fahrleistung nicht mit 15 Jahren  Lebensdauer rechnen sondern vorsichtiger kalkulieren. Kommt aber auch drauf an, wo du es die meiste Zeit abstellst. Wenn die meiste Zeit draussen bei Sonne/Wind & Wetter, würde ich z.B. der Kunststoffverschalung definitiv nicht diese hohe Lebensdauer geben. Wenn du es immer im Haus/Garage abstellen kannst und z.B. bei Arbeit überdacht, also optimale Bedingungen, wäre es eher wahrscheinlich. Weiss ich aber nicht, persönliche Meinung 😉

Das mit dem Luxus kommt auf den Standpunkt an, aber ja, nennen wir es Komfort.

Abgeriegelt ist es nicht bei 25Km/h, sondern bei 60Km/h.

"Podbike Velomobil verwendet einen Serie-Hybrid-Antrieb ohne direkte mechanische Verbindung zwischen Pedalen und Rädern. Die gesamte Energieübertragung vom Fahrer auf die Räder erfolgt über elektrische Leitungen."

"Die Geschwindigkeitsunterstützung durch die Batterie ist auf 25 km/h begrenzt. Der Pedalgenerator ist es jedoch nicht. Wenn Sie also weiter treten und somit elektrische Pedalenergie liefern, kann die Geschwindigkeit über die Unterstützungsgeschwindigkeit hinaus ansteigen, abhängig von verschiedenen Faktoren wie Fahrbahnsteigung, Generatorleistung, Wirkungsgrad und Rollwiderstand. Die maximale Geschwindigkeit wird jedoch aus Sicherheitsgründen auf 60 km/h begrenzt. Wir speichern Tretenergie und Bremsenergie."

Zur Leistungsaufnahme:
Auf ihrer FAQ-Seite schreiben sie, dass die Standardvariante vier 100Wh-Module haben wird.
Insgesamt sollen bis zu 15 Akkumodule mit einer Reichweite von bis zu 300Km verbaut werden können.
Daraus folgt, dass man (theoretisch) mit vier Modulen (400Wh) 80Km weit kommt.
D.h. dass man bei 27.4Km/Tag 137Wh verbraucht.
Wie viel man da mit treten muss, ist nicht bekannt. Ich gehe davon aus, dass es die niedrigste Unterstützungsstufe ist. Ja, in der Realität könnte das durchaus mehr werden. Aber meine Berechnungen basieren auf den Zahlen, die ich habe. Ich würde z.B. auch nicht so oft teuren Strom in Deutschland tanken, und wenn möglich gratis-Tankstellen nutzen. Insgesamt macht aber das Stromtanken so oder so sehr wenig an den Gesamtkosten aus.

Der niedrige theoretische Verbrauch hat sicher auch mit der Energieeffizienz zu tun:

Aus der FAQ:
"...ist vollständig unabhängig an vier Auflagepunkten gefedert, was einen hohen Luftdruck in den Reifen zulässt und somit einen geringen Rollwiderstand bietet"

"Die kleine Stirnfläche in Verbindung mit einem windschnittigen Verschalung führt zu einem geringen Luftwiderstand des Fahrzeugs, vergleichbar zu dem eines Rennrads."

"Velomobile sind das beste Verkehrsmittel zur Personenbeförderung in ihrer Fahrzeugkategorie, basierend auf dem Energieverbrauch während der Herstellung und Nutzung. Sie reduzieren die Emissionen des Verkehrs um den Faktor zehn oder mehr im Vergleich zu Elektroautos mit erneuerbarer Energie und um den Faktor vierzig im Vergleich zu modernen Autos (traditionelle und Hybrid-Verbrenner-Fahrzeuge)."