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Frugalisten Forum sinnvoll jenseits des frugalen?

Hallo zusammen,

entschuldigt meine Direktheit, aber bereits seit einiger Zeit stelle ich mir hier die Frage ob diese Forum über den Frugalismus hinaus empfehlenswert ist.

Bitte versteht mich nicht falsch, Tipps zur sparsamen und frugalen Lebensweise gibt es hier reichlich und es gibt viele nette Leute. Dies umfasst auch Themen, die durchaus von vielen und aktiv beantwortet werden.

Alles andere.... naja. Beim Thema Investment gibt es imho extrem viel einseitiges oder gefährliches Halbwissen, dem hier auch wenige aktiv was entgegensetzen. Wenn mich jemand nach einem Forum für Anleger fragen würde, ich könnte nicht guten Gewissens das Frugalismus Forum empfehlen.

Mir sind Threads in Erinnerung in denen ein Anleger bis einen Tag vor Insolvenz für Wirecard warben. Andere Threadersteller lassen schon am Namen erkennen dass es ihnen z.B. nur um Gold und Silber geht und sie posten alle paar Tage "Werbung" für die Edelmetalle. Der nächste Thread ist dann von einem Beamten, der sich Null im Beamtenrecht auskennt.

Erstaunlich oft werden User gesperrt. Ich unterstelle, dass dies aus gutem Grund geschieht, trotzdem fällt es auf, da ich dies an anderen Foren nicht so kenne. Ich denke, dass Oliver einen fantastischen Job macht und es schwer ist dieses Forum immer vernünftig zu führen.

Selbst in der frugalen Themenecke stelle ich aber Beiträge fest, die mich zweifeln lassen. Etwa wenn darüber diskutiert wird man man Wasser spart indem man möglichst selten Kleidung wäscht oder wie man weggeworfene Lebensmittel rettet.

Mir scheint hier ein sehr bunter Haufen an Menschen versammelt zu sein, der teils sehr unterschiedliche Ziele verfolgt, teilweise schon sehr wohlhabend ist, sehr jung oder frugal oder so garnicht frugal. Das geht im Extrem vom Prepper der zuhause so viel Gold lagert wie er kann, bis zum 19 Jährigen, der schon einem Jahr nach Berufseinstieg überlegt wie er möglichst schnell wieder aufhören kann.

Mein persönliches Problem dabei ist, bei eigenen Threads hilfreiche Antworten zu erkennen. Ich weiß dies ist kein Expertenforum und einige Mitglieder schätze ich sehr, aber ich habe das Gefühl auf eine hilfreiche Antwort kommen 3 vollkommen absurde. Das mag gewiss auch daran liegen, dass diese Forum nicht besonders aktiv ist und schlechte Antworten deswegen oft unkommentiert stehen bleiben.

Für mich führt das aktuell zu dem Ergebnis, dass ich weiterhin hier Mitglied bleiben möchte, aber einige Themenbereiche und vor allem die gesamte Investment Ecke meiden werde.

Ich wollte diese Gedanken mit euch teilen, nicht als böse Kritik sondern als persönlicher Eindruck.

VG

Andreas

Das ist wie überall: Man muss das Sinnvolle von dem weniger Sinnvollen herausfiltern. Ich lese mir auch manches gar nicht erst durch, sondern nur das, was mich wirklich interessiert. Wenn ich dazu etwas beitragen kann, mache ich das, wenn nicht , dann nicht.

"Frugalismus" heißt ja nur "Sparsamkeit". Wie man sparsam ist, ist jedem Selbst überlassen und auch was man mit der Sparsamkeit erreichen will. Rente mit 40, die immer und immer wieder zitiert wird, ist meiner Meinung nach für einen Bruchteil der Leute ein Ziel.

Wissen von Halbwissen zu unterscheiden verlangt eigenes Wissen.;-)

Liebe Grüße, Flitzekittel --------------------------------------------- NEU: www.miteigenenhaenden.de - Minimalismus, Selbstversorgung, Konsumreduzierung, Suffizienz, DIY -

Ich glaube das liegt in der Natur der Sache. Das ist halt Meinungsfreiheit. Ich weiß ja nicht welche Foren du so kennst, aber ich habe noch keins gesehen, auf dem nicht irgendwelcher Müll steht. Ich denke nicht, dass man das verhindern kann, es sei denn man moderiert Tag und Nacht.

User Privater hat sich Mühe gegeben Unstimmiges zu hinterfragen aufzudecken und korrigieren. So etwas wie Ei Forum Sheriff. Dieses Korrektiv fehlt.
Grundlegend erwarte ich nicht viel an geprüfter Qualität von einem Forum. Man sollte seine eigenen Anlagen verstehen.

Schade finde ich, dass bei sowenig ein Ziel erkennbar ist oder formuliert wird. Das fände ich hilfreich und anregend. Egal in welchem Stadium.

Zitat von Muslime_Frugi am 9. Mai 2021, 21:45 Uhr

User Privater hat sich Mühe gegeben Unstimmiges zu hinterfragen aufzudecken und korrigieren. So etwas wie Ei Forum Sheriff. Dieses Korrektiv fehlt.
Grundlegend erwarte ich nicht viel an geprüfter Qualität von einem Forum. Man sollte seine eigenen Anlagen verstehen.

Schade finde ich, dass bei sowenig ein Ziel erkennbar ist oder formuliert wird. Das fände ich hilfreich und anregend. Egal in welchem Stadium.

Ja danke, gutes Beispiel. Privatier gehört im positiven Sinne zu den wenigen "Sheriffs", die sich gegen unrichtige Aussagen stellen.

Ich finde, dass die Quote solcher Sheriffs hier aber extrem niedrig ist. In anderen Finanz-Fachforen blieben viele falsche Aussagen keine 10 Minuten unkommentiert stehen. Hier dauert es manchmal Tage bis eine Antwort kommt und dann ist sie teils grotesk falsch und bleibt unkommentiert stehen.

Fritz hat natürlich Recht, dass hier Meinungsfreiheit herrscht. Dennoch: Gerade in Fachforen ist "Meinung" so eine Sache. Ich kann in einem Mathematik Forum auch der Meinung sein, dass 1+1 gleich 3 ist..... Dabei ist garnicht mal diese falsche Meinung das Problem, denn gewiss gibt es immer welche, die schlicht keine Ahnung haben. Das Problem ist, dass solche Aussagen unkommentiert stehen bleiben, sei es weil wenige Wissen haben oder wenige interessiert sind Dinge zu korrigieren.

Im Frugalismus Forum habe ich den Eindruck, dass viele primär der Sparsamkeit wegen hier sind. Daher KANN diese Forum vermutlich kein Finanz-Fachforum sein. Auch andere Themen neben dem Frugalismus sind hier entsprechend mit Vorsicht zu genießen.

Ich habe hier  (wie auch bei anderen Internetforen) bei durchaus einigen Usern größere Zweifel, wie echt sie sind. Weiß nicht, was dahintersteckt, vielleicht ist es einfach Trollerei. Und auch was die Beiträge angeht - ja, manches lässt man nur ungern stehen.

Mein Problem ist bei der Korrektur von offensichtlichem Unsinn zum einen schon mal: Ich bin jetzt auch nicht der große Fachmann für alles - und auch, wenn ich mir einbilde, so ein bisschen Ahnung von irgendwas zu haben - man scheint hier mitunter mit nicht (nur) mit Unwissen/Fehleinschätzungen konfrontiert zu sein, wo man einfach sagen kann: "Pass mal auf, ist nicht so. Sondern so:..., siehe mal da..." sondern ich habe durchaus den Eindruck, dass da auch aktiv, und handwerklich auch gar nicht immer schlecht gemacht, Desinformation betrieben wird. Nicht mal unbedingt von den Akteuren hier im Forum selbst, es finden sich mitunter Leute, die Sachen, die sie selbst überzeugt haben, weitergeben wollen... (bei Wirecard kenne ich da Menschen aus Fleisch und Blut, die da einem "Insider-Tipp" auf den Leim gingen, und auch ein gewisses Sendungsbewusstsein hatten... bis es krachte). Für mich persönlich muss ich dann auch sagen: Ich habe in meinem Leben oft genug versucht Sachen, die falsch im Internet standen, zu korrigieren. Meistens hatte ich da auch das Gefühl, dass da einfach wer daneben lag, dann ist das auch irgendwo sinnvoll. Wenn es einen rationalen Grund dafür gibt, warum ich hier schreibe, dann den, dass mir jemand sagen möge, wenn ich Unsinn von mir gebe, zum Recht haben kann ja ich auch einfach in mein Tagebuch schreiben.

Hier habe ich mitunter das Gefühl, dass das anders ist. Also dass (zumindest im Ursprung) irgendwer dahintersteckt, der genau weiß, was jemand entgegnen wollte, dem es darum geht, wirklich zu verstehen. Und trotzdem was anderes schreibt, oder eigentlich deswegen was anders schreibt. Das ist ein Kampf gegen Windmühlen - ich habe keine Lust mehr darauf. Dafür ist die Bezahlung auch einfach zu schlecht... und ich weiß in der Zeit ja durchaus auch andere Dinge anzustellen.

Meine Kapitulation beschränkt sich auch nicht auf dieses Forum - das Internet scheint mir seine besten Zeiten schon hinter sich zu haben.

 

Zitat von n am 10. Mai 2021, 12:03 Uhr

Ich habe hier  (wie auch bei anderen Internetforen) bei durchaus einigen Usern größere Zweifel, wie echt sie sind. Weiß nicht, was dahintersteckt, vielleicht ist es einfach Trollerei. Und auch was die Beiträge angeht - ja, manches lässt man nur ungern stehen.

Mein Problem ist bei der Korrektur von offensichtlichem Unsinn zum einen schon mal: Ich bin jetzt auch nicht der große Fachmann für alles - und auch, wenn ich mir einbilde, so ein bisschen Ahnung von irgendwas zu haben - man scheint hier mitunter mit nicht (nur) mit Unwissen/Fehleinschätzungen konfrontiert zu sein, wo man einfach sagen kann: "Pass mal auf, ist nicht so. Sondern so:..., siehe mal da..." sondern ich habe durchaus den Eindruck, dass da auch aktiv, und handwerklich auch gar nicht immer schlecht gemacht, Desinformation betrieben wird. Nicht mal unbedingt von den Akteuren hier im Forum selbst, es finden sich mitunter Leute, die Sachen, die sie selbst überzeugt haben, weitergeben wollen... (bei Wirecard kenne ich da Menschen aus Fleisch und Blut, die da einem "Insider-Tipp" auf den Leim gingen, und auch ein gewisses Sendungsbewusstsein hatten... bis es krachte). Für mich persönlich muss ich dann auch sagen: Ich habe in meinem Leben oft genug versucht Sachen, die falsch im Internet standen, zu korrigieren. Meistens hatte ich da auch das Gefühl, dass da einfach wer daneben lag, dann ist das auch irgendwo sinnvoll. Wenn es einen rationalen Grund dafür gibt, warum ich hier schreibe, dann den, dass mir jemand sagen möge, wenn ich Unsinn von mir gebe, zum Recht haben kann ja ich auch einfach in mein Tagebuch schreiben.

Hier habe ich mitunter das Gefühl, dass das anders ist. Also dass (zumindest im Ursprung) irgendwer dahintersteckt, der genau weiß, was jemand entgegnen wollte, dem es darum geht, wirklich zu verstehen. Und trotzdem was anderes schreibt, oder eigentlich deswegen was anders schreibt. Das ist ein Kampf gegen Windmühlen - ich habe keine Lust mehr darauf. Dafür ist die Bezahlung auch einfach zu schlecht... und ich weiß in der Zeit ja durchaus auch andere Dinge anzustellen.

Meine Kapitulation beschränkt sich auch nicht auf dieses Forum - das Internet scheint mir seine besten Zeiten schon hinter sich zu haben.

 

Kann ich nachvollziehen. Wir werden alle nicht als "Sherrifs" bezahlt und man kann nicht auf jeden Troll eingehen. Es geht m.E. nur wenn ein Forum eine breite Masse von qualifizierten und interessierten Mitgliedern hat, welche die Trollanzahl deutlich übertrifft.

Das wird im Internet immer schwieriger, vor allem in wenig moderierten Bereichen. Vielleicht ist das auch generell ein Problem im Finanzbereich. Du brauchst heute nur eine App und einen Finger um Aktien zu kaufen. Entsprechend niedrigschwellig ist es dabei mitreden zu können.

Mir geht es zudem wie dir, dass ich zwar gemessen an 90% der Deutschen glaube eine gute finanzielle Bildung zu haben, aber ab einem gewissen Niveau dann doch nur noch zuhöre. Mir war bis vor einiger Zeit z.B. nicht bewusst, was genau eine "Tracking Differenz" ist.

Vielleicht ist die geringe finanzielle Bildung aber für manche auch Teil des Frugalismus. Das meine ich nicht böse, aber die Grundidee ist für viele ja möglichst wenig Zeit mit Geldanlage zu verbringen. Man bespart einen ETF und kümmert sich nicht weiter drum. Mir dagegen hat das Thema immer Spass gemacht und ich wollte mehr lernen und lesen. Ich liebe Bücher von Andre Kostolany, Warren Buffet oder Thomas Sowell.

Insofern liegt es gewiss auch an mir selber, dass ich kein normaler Frugalist bin und die Erwartungshaltungen und Herangehensweisen hier im Forum sehr unterschiedlich sind.

Danke für dein Feedback 🙂

Moin!

Ich bin ja noch ganz neu hier und kann deshalb nicht mit Erfahrungen aus diesem Forum aufwarten. Allerdings sind die geschilderten Sachen nicht ganz untypisch für Foren generell. Gerade die Verbreitung von Halb- oder gar Falschwissen ist so typisch für Foren. Das korrigierende Moment in Form von besser informierten oder argumentativ sattelfesteren Usern steigt natürlich mit der Anzahl der Foristen. Allerdings unter Umständen halt auch die Zahl der Trolle.

Ich selbst bin hier zum einen wegen des Themas selbst gelandet. Zum anderen aber auch, weil ich den hier gepflegten Umgangston bemerkenswert gesittet finde. Ein normaler Frugalist bin ich vermutlich auch nicht, wobei ich gar nicht weiß, ob es den normalen Frugalisten überhaupt gibt. Manche frugale Eigenart scheint mir recht lebensfremd, zumindest unter den Umständen meines ganz persönlichen Alltags als Vater zweier (noch einige Jahre) schulpflichtiger Kinder.

Zur Frage der Authentizität: In meiner Vorstellung habe ich versucht, meine Situation recht griffig zu beschreiben, ohne mich jedoch persönlich identifizierbar zu machen. Nun gut, wenn mich jemand persönlich bereits kennt und meine Vorstellung liest, könnte er/sie durchaus auf die Idee kommen, dass ich das bin, wobei ich das wiederum eher unschädlich finden würde, weil derjenige mich ja eben schon (offenbar etwas besser) kennt und damit auch schon heute über meine beiden Immobilien im Bild sein dürfte. Aber da ich in meiner Vorstellung durchaus über meine finanziellen Verhältnisse recht offen gesprochen habe, möchte ich darüber hinaus durch Fremde nicht identifizierbar bleiben. Insofern mag man mir das alles glauben - oder halt auch nicht. 😉

Unabhängig von hier propagierten richtigen oder falschen Anlagestrategien (ich bin da auch aufgrund meines Alter zum Glück schon drüber hinaus) habe ich aber schon vor meiner Anmeldung zum Beispiel hier recht gute Denkanstöße mitnehmen können. Und das ist nicht der einzige Faden, bei dem das so war und so ist. Also aus meiner Sicht: Nicht den Optimismus verlieren und im Internet generell wachsam sein - vor allem wenn jemand kommt und DIE eine absolute Wahrheit kennt.

 

Vielleicht noch ein Nachtrag:

Hier hatte ich gestern gegen meine Art etwas deutlichere Worte verwendet. Ist sonst nicht meine Art. Aber es nervt mich, dass der Immobilienbranche (die kenne ich halt seit mehr als 20 Jahren aus eigenem Investieren) permanent mit neuen Restriktionen neue Knüppel vor die Füße geworfen werden. Dabei sind Immobilien in 95% Investments langfristigster Art. Der Investor bindet sich und sein Kapital an einen festen Ort für einen langen Zeitraum. Anders als der Aktionär, der mit einem Mausklick sein Investment verändern, ausweiten oder beenden kann, verhindern im Immobiliensektor schon die umfangreichen formalen Umstände schnelle Strategiewechsel. Würde man dem Aktionär ähnliche Vorschriften machen, wäre dieses Geld schneller im Ausland, als jede Regierung ein neues Gesetz erlassen kann. Das sollten Regierungen bei neuen Gesetzen und Verordnungen bezüglich der Immobilienwirtschaft eigentlich "strafmildernd" berücksichtigen. Zumal der Mieterschutz in diesem Land eigentlich (und auch uneigentlich) schon heute vorbildlich (um nicht zu sagen überreguliert) ist.

Zitat von Andreas900 am 9. Mai 2021, 17:36 Uhr

Hallo zusammen,

entschuldigt meine Direktheit,

Ich bin grosser Freund von Direktheit. Ewig lange Romane, möglichst blumig umschrieben usw. fördern m.E. nur Missverständnisse und Falschinterpretationen. Natürlich ist Direktheit nicht mit Aggressivität zu verwechseln, aber die Mehrheit kann das schon auseinanderhalten.

Zum Thema selbst - ja da gebe ich dir grossteils Recht. Allerdings ist das generell überall im Internet so und auch bei jedem Thema - es gibt sehr hilfreiche Experten, es gibt genauso reichlich ahnungslose und auch aktiv Desinformierende (aus welchen Beweggründen auch immer). Wer lernt, mit Erfahrung und klarem Verstand, die User entsprechend zuzuordnen ohne das Wissen im jeweiligen Sachthema zu haben, kann erheblich vom Wissen und Erfahrungen anderer profitieren und vor allem viele Fehler vermeiden bzw. erst mit Eigenerfahrung eines gemachten Fehlers zu lernen / weiterzukommen. Wer das nicht oder nicht so gut kann, Beiträge, Texte, User (aus)zusortieren, hat es da ungleich Fehler.

Meine Erfahrungen mit diesem Forum sind an sich sehr gut, was daran liegt (so meine Meinung), dass auch hier Trolle usw. sich herumtreiben, diese aber doch relativ schnell und leicht zu identifizieren sind. Nichtsdestotrotz, deutlich jüngere und unerfahrene User fällt das ggf. nicht immer so leicht. Aber kann man das wirklich verhindern? Dann bräuchte man wirklich einen Vollzeit-Forumsheriff.

Übrigends, was ich definitiv bestätigen kann - Herkunft/Lebenshintergrund der User in diesem Forum sind höchst unterschiedlich und gehen teilweise von einem Extrem in ein anderes über, da gehen Meinungen teilweise deutlich auseinander. Um einfach mal ein Beispiel zu nehmen, ich könnte mir sogar durchaus vorstellen, dass es User gibt, die einzelne Beiträge von mir gelesen haben und mich als Troll abgestempelt haben - einfach nur, weil auch mein Hintergrund und Lebensmodell sich extrem stark vom Durchschnitt, aber auch dem vieler anderer Forenteilnehmer unterscheidet, trotz der "frugalen" Gemeinsamkeit. So das ggf. einige meinen, was ich mache/schreibe ist so absurd/unrealistisch, das ich ein Troll sein muss. Das könnte ich auch nicht verhindern, das ist einfach so?

Das Ding ist halt, dass in Foren und im Internet generell grundsätzlich auch viel Müll geschrieben wird, und dass man viele verschiedene Leute mit vielen verschiedenen (teils mehr und teils weniger nachvollziehbaren) Meiningen trifft. Das ist aber jetzt kein Phänomen was es nur hier gibt, sondern überall. Man sollte, gerade was Geldanlagen angeht, auch nicht blind auf etwas vertrauen was Leute aus dem Internet sagen 😀

Ich erwarte von einem Forum wie diesem, auf ein breites Meinungsspetrum zu treffen, ungefilterte Ansichten zu hören und dabei meinen eigenen Horizont zu erweitern. Was ich als gut, und was als schlecht herausfiltere ist einzig und alleine meine Sache. Warum will das nicht jeder so handhaben? Mehrfach wurde ein Sheriff gewünscht, der wohl alle auf den Pfad der gängigen Meinung zurückpfeifen soll. Das ist doch rückwärtsgewandt. Was hinsichtlich Vermögensaufbau in der Vergangenheit geklappt hat muß nicht in der Zukunft klappen. Unlängst hat sich ein Ü50er ins Forum verirrt der für mich plausibel dargelegt hat warum er fast komplett auf den Bitcoin setzt. Das ist doch superinteressant! Werde ich seinen Weg gehen? Nein! Aber ich finde es spannend Alternativen zu hören. Leider war er schneller wieder weg wie ich reagieren konnte. Und er ist wohl aus dem gleichen Grund gegangen warum hier viele mit etwas anderen Ansichten bald wieder gehen. Es mangelt meiner Meinung nach an Toleranz. Auch meinen Ansatz, ich nenne es mal Spekulation mit Rettungsnetz, habe ich mehrfach groß und breit dargelegt. Eigentlich bin ich nur auf Gegenwind gestoßen. Ich hab eigentlich einen langen Atem, aber so macht das auch mir keinen Spass.

Und ich muß gestehen, daß mir der Privatier fehlt. Hab ihn nie als Sheriff gesehen, mehr als einen unter Gleichen der den Mund etwas zu voll nimmt. Aber sein Werdegang verdient Respekt und Diskussionen mit ihm fand ich anregend. Vielleicht liest Du ja noch mit: Viel Glück und Erfolg! Hoffe es geht Dir gut.

Shit! Da hab ich wohl was verpaßt! Wieso ist denn der Privatier nicht mehr im Forum bzw. hier? Hab ich gar nicht mitbekommen. Das ist aber schade.

Zitat von Frisa am 12. Mai 2021, 20:34 Uhr

Shit! Da hab ich wohl was verpaßt! Wieso ist denn der Privatier nicht mehr im Forum bzw. hier? Hab ich gar nicht mitbekommen. Das ist aber schade.

ok. habe bissele nachgelesen. Hab wohl einiges verpasst. Ich bin auch nicht so regelmäßig hier im Forum, da ein aktives Mitwirken/Mitlesen doch immens viel Zeit benötigt.

Grüße an Privatier!

Vielen Dank für die Grüße!

Für meinen Rückzug gibt es mehrere Gründe:

  • kamen zuletzt immer mehr Nutzer dazu, die sich nur kurz vorstellten nach dem Motto "verdiene 30.000 im Monat und spare 10%" und ich mich fragte, was die hier wollen. Ich poste nun hauptsächlich über finanzielles, aber eigentlich ist es das, was mich weniger interessiert. Die anderen Aspekte, vor allem die eines guten Lebens, sind viel wichtiger. Irgendwie kam hier für mich immer weniger Input und mein Output wurde für mich zuviel.
  • Kommt über den Blog nichts Neues mehr. Der Artikel mit dem Auto hat mein Vertrauen auch nicht gerade erhöht. Das erinnert mich an irgendwelche Fitness-Blogs, in denen retuschierte (oder früher aufgenommene) Fotos vom Waschbrettbauch gepostet werden. Ich hasse diese Welt des Internets, wo alle nur vorgeben irgendwas zu sein und der Schein und das Äußere wichtiger sind als alles andere.
  • Der Tropfen auf dem heissen Stein war dann ein gewisser User, der die widerliche Lektüre ...jeder weiß, was ich meine. Leider gab es vom Blog-Owner keine geeignete Intervention. Und der User ist auch weiterhin unterwegs mit Threads, die im Titel das Wort "Hass" tragen und schürt damit weiter den Hass im Internet. Daran werde ich mich nicht beteiligen. Und da das scheinbar hier gebilligt wird gibt es auch keinen inhaltlichen Input mehr.

Hass und Aggression sind nie der richtige Weg!

Hallo @privatier

Nett, dass Du Dich gemeldet hast. Ja. Ich habe mal die älteren Einträge nachgelesen und verstehe was Du meinst. Auch habe ich den entsprechenden User identfiziert.

Lass Dich nicht ärgern, das ist es nicht wert! Alles Gute!

Frisa

 

Die anderen Themen sind sehr stark verwaist. Es ist schade, dass so wenig sonst erzählt wird bezüglich minimalistischen Aspekt des Frugalismus. Es geht ja nicht nur ums Sparen, sondern um die Philosophie dahinter. Das kommt derzeit zu kurz bzw. liegt völlig flach. Diese Rubriken sind auf dem Status eines Geisterforums. Schade.

Liebe Grüße, Laura Maelle
Zitat von Andreas900 am 9. Mai 2021, 17:36 Uhr

Wenn mich jemand nach einem Forum für Anleger fragen würde, ich könnte nicht guten Gewissens das Frugalismus Forum empfehlen.

Das mag daran liegen, dass das Gro der Mitglieder beim Investment Pareto anwendet: 20% Arbeit bringt 80% des Ergebnisses. Viele sind keine Investment-Profis und wollen es auch nicht werden.

Wer sparsam ist muss weniger arbeiten.
Zitat von karlmags am 1. August 2021, 14:28 Uhr
Zitat von Andreas900 am 9. Mai 2021, 17:36 Uhr

Wenn mich jemand nach einem Forum für Anleger fragen würde, ich könnte nicht guten Gewissens das Frugalismus Forum empfehlen.

Das mag daran liegen, dass das Gro der Mitglieder beim Investment Pareto anwendet: 20% Arbeit bringt 80% des Ergebnisses.

Ich bin in diesem Beitrag.

Mein Depot besteht aus einem einzigen ETF und einem alten, langlaufendem Festgeld. Monatlich kommt die Sparrate rein, hin und wieder schaue ich mal was daraus geworden ist.

Das ist nicht spannend, und das soll es auch nicht sein. Die Geldanlage ist Mittel zum Zweck und soll möglichst langweilig auf Autopilot laufen. Zeitvertreib und Spannung kann ich anders besser haben...