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Einzelaktien, wie gehst Du vor?

Das sehe ich nicht so. Hier werden leider eine Menge Fehlschlüsse gezogen. Sicher, Deutschland hat ein Problem mit der Bürokratie und Überregulierung. Das will ich keines Falls bestreiten. Aber es gibt eine ganze Reihe Fakten, die so nicht stimmen:

1. Zit.:"wenn es jemand mit krimineller Energie darauf anlegt, dann wird er es auch gegen jedes Kontrollumfeld schaffen, alles und jeden zu täuschen. Sein Entdeckungsrisiko mag mit seiner ... Intelligenz und Willenskraft korrelieren. Dagegen kann man sich kaum wehren." Autsch! Kann ich da nur sagen. Mit dieser Begründung könnten wir gleich die ganze Polizei und die Gerichte abschaffen, denn Kriminelle finden ja eh immer einen Weg für ihre Machenschaften. Warum noch aufrüsten bei der Bekämpfung von Cyberkriminalität, wenn die Täter eh immer einen Schritt voraus sind? "Gelegenheit mach Diebe" sagt ein Sprichwort und wo Schlupflöcher, Degeruglierung und Gesetzeslücken sind, da werden diese ausgenutzt - siehe Finanzkrise.
Wir haben es geschafft, dass Banküberfälle immer seltener geworden sind. Das ist der Einrichtung von immer mehr Sicherheitsmaßnahmen und "Regulierungen" zu verdanken. Hätte man früher gesagt 'Bankräuber finden immer einen Weg', und 'diese Sicherheitsmaßnahmen sind alle viel zu teuer, zu umständlich und schränken die Arbeit zu sehr ein', hätte man die Fallzahlen nie zurück bekommen. Genau das selbe muss auch in der Finanzwelt geschehen, damit man es Kriminellen eben möglichst schwer macht.

2. Man kann keines Falls davon sprechen, dass Deutschland nur noch seinen Abstieg verwaltet. Wie kann es denn sein, dass Deutsche Unternehmen von einem Rekordgewinn zum nächsten springen? Passt ja irgendwie nicht zusammen. Es wir auf hohem Niveau sehr viel gejammert um unliebsame Abgaben und Regulierungen zu verhindern und zu bekämpfen. Aber diese Dinge sind dazu da, damit wir alle (als Volk und Bürger) profitieren und nicht nur eine kleine reiche Minderheit. Und am Ende bekommen Unternehmen gut ausgebildete Hochschul-Absolventen auf Staatskosten finanziert wurden. Genauso wie Rechtssicherheit und Infrastruktur. Das kostet nun mal und Private können das niemals leisten.

3. Die Verquickungen zwischen Politik und Wirtschaft sind Zweifels ohne ein Problem. Egal ob nun Abgasskandal, Cum-Ex, BER Flughafen oder Telekom. Das riecht alles nach Korruption und Vetternwirtschaft. Aber an dem Punkt widerspricht sich der Autor selbst, denn um dass zu verhindern braucht man eben Gesetze und Regulierungen (Bsp. Lobbyregister) und nicht Deregulierung und Laissez-faire.

4. Der Großteil deutscher Gewinne wird im Ausland generiert. Und zwar nicht nur was die Absatzmärkte betrifft, sondern auch was die Produktion betrifft. Wieviel der "deutschen" Produkte kommen denn aus China, Indien, Osteuropa, Bangladesch, usw. Da geht es erstmal nicht um deutsche Regularien, sondern Kostensenkungen und Produktionsvorteile. Auch vor diesem Hintergrund kann man sehen, das Deutschland keine Insel ist, sonder tief mit der Weltwirtschaft verstrickt, so wie jedes größere Unternehmen, egal ob amerikanisch, japanisch, koreanisch oder europäisch. Es spielt einfach keine Rolle mehr!

5. Was hier von den Wirtschaftsliberalen immer als Nachteil verkauft wird, sind in Wirklichkeit Vorteile. Was soll denn "sozialökologische Fortschrittsbehinderung" heißen? Eine soziale Ausrichtung verhindert erst einmal Armut und Ausbeutung und sie sichert vor allem eine gute Bildung und Ausbildung. Alles Grundlagen für eine starke Mittelschicht, die das Rückgrat eine Gesellschaft bildet. Ebenso ist es fatal, Ökologie als Fortschrittsbehinderung zu bezeichnen. Ganz im Gegenteil: Der Raubbau, den wir die letzten Jahrzehnte betrieben haben wird uns gerade Wegs zum ökologischen Supergau führen, dessen Kosten werden dann tatsächlich unbezahlbar. Wollen wir tatsächlich die Kuh schlachten, die wir eigentlich melken wollen? Und auch hier wird wieder ein total verzerrtes Bild präsentiert, denn die Politik handelt kaum sozialökologisch, man wirft es ihr nur vor. Bsp. Kohleausstieg: Schon jetzt ist der Kohlestrom absolut unwirtschaftlich und viel zu teuer. Viele Kohlekraftwerke haben heute schon enormen Stillstandszeiten, da sie ihren Strom nicht mehr ins Netz kriegen. Solar und Windstrom ist einfach unschlagbar günstig und wirtschaftlich (und zwar auch ohne Energieumlage). Aber statt dessen wird mit dem Kohleausstiegsgesetz ein halbtotes Pferd noch künstlich am Leben gehalten. Die Konzerne bekommen Entschädigungen und Garantien für nichts. Das ist die wahre Innovationsbehinderung.
Wir könnten das ebenso auf die Autoindustrie übertragen. Andere Länder sind in der E-Mobilität schon viel weiter, weil sie bessere Finanzierungsgesetze haben oder gar einen fairere CO2-Besteuerung (s.Schweiz). Alles Dinge die die Innovation ausbremsen, aber nicht weil wir "zu sozial" oder "zu ökologisch" sind, sondern weil Politk und Wirtschaft an alten, halbtoten Gäulen festhält.

Leider wird hier immer mehr verquirlt. Was hat das bitte mit dem Thread-Thema zu tun? Immer und überall in allen Threads die gleichen Diskussionen.

Würde mich freuen, wenn hier nicht überall der gleiche politische Kram diskutiert wird. Vor allem nicht immer die endlosen Diskurse wie zB der obige von Fritz. Das möchte ich hier nicht lesen. Danke.

Zitat von Privatier am 16. Juli 2020, 18:10 Uhr

Leider wird hier immer mehr verquirlt. Was hat das bitte mit dem Thread-Thema zu tun? Immer und überall in allen Threads die gleichen Diskussionen.

Würde mich freuen, wenn hier nicht überall der gleiche politische Kram diskutiert wird. Vor allem nicht immer die endlosen Diskurse wie zB der obige von Fritz. Das möchte ich hier nicht lesen. Danke.

Das entscheidest du nicht!

Ich hatte auf den Beitrag von Christine vom 15.07. geantwortet, die darin wiederum zu meinen Aussagen Stellung genommen hatte. Also wenn ihr nichts sinnvolles beizutragen habt haltet euch bitte raus und unterlasst es mich runter zu machen!

Hier macht keiner einen runter. Aber das was du schreibst, hat nichts mit dem Thema zu tun. Und das nimmt im Forum leider immer mehr zu. Leider gibt es hier keinen Moderator, der diese Ausuferungen mal etwas einfängt.

Klar entscheide ich das nicht, aber dann beteilige ich mich hier im Forum eben weniger, wenn das nicht besser wird.

@andre

um es ggf. noch etwas deutlicher zu machen, vor allem auch vor dem Hintergrund, dass man leider viel zu oft liest, dass der typische deutsche Aktieninvestor, der anfängt  Aktien zu kaufen diejenigen companies kauft die er eben so kennt aus seinem oft eigenen privaten Umfeld: Daimler, VW, Dt. Bank, Telekom, Allianz, Bayer...nicht zwangsläufig Firmen die es morgen nicht mehr gibt, aber sicher nich diejenigen die in ihrem Geschäftsbereich durch besonders konstantens Wachstumauffallen, eine erfolgreiche Produktpolitik haben, dauerhaft steigende Dividendenzahlungen zeigen und somit langfristig steigende Kurse zeitigen.

Der Chart einer erfolgreichen Company sollte 10, besser 20 Jahre möglichst konstant steigende Kurse zeigen. Der Chart hat, bei logarithmischer Darstellung, von links unten nach rechts oben zu laufen. Dieses Indiz sollte neben den bereits genannten Parametern erfüllt sein. Bei deutschen Firmen sieht dieses Merkmal meist nicht so richtig gut aus. Einige deutsche Firmen schaffen das aber trotzdem: Beiersdorf, SAP und wenn man ganz langfristig denkt auch eine BASF, Fresenius oder Fuchs Petro.

In dieser Chart - Disziplin spielt die Musik häufig bei US-Firmen. Ohne die "Amis" ist ein langfristig erfolgreicher, gut diversifizierter Depot-Aufbau fast unmöglich. Schauern Sie sich die Langristcharts an von Ecolab, Parker, ITW, JohnsonJohnson, Medtronic, Microsoft, Colgate, BrownForman, Hormel, GeneralMills, ProcterGamble, Nexteraenergy....und wie die dutzenden von Firmen heißen die hier schon von mehreren Leuten genannt wurden. Dabei sind die erfolgreichen Firmen nie "billig" zu haben. Deutliche Rückschläge gibts hier fast nie. Dauerhaft billige Aktien, also sog. Hoffnungswerte oder Turn-round-Kandidaten, heiße Tipps "von irgendwem" sind meist ein Kontraindikator für einen erfolgreichen Anleger: Hände weg! Marktührer ins Depot, auch wenn sie oft "teuer" scheinen.

Zitat von Absprung_2020 am 17. Juli 2020, 22:26 Uhr

Dabei sind die erfolgreichen Firmen nie "billig" zu haben. Deutliche Rückschläge gibts hier fast nie. Dauerhaft billige Aktien, also sog. Hoffnungswerte oder Turn-round-Kandidaten, heiße Tipps "von irgendwem" sind meist ein Kontraindikator für einen erfolgreichen Anleger: Hände weg! Marktührer ins Depot, auch wenn sie oft "teuer" scheinen.

Lieber  Absprung_2020,

Deine These kann ich nur teilen.

Interessant ist für mich bei meiner Einzelaktienauswahl (bei der ich mich auf die zuvor erfolgte Recherche von einem Manager stütze, den ich meine beurteilen zu können und der gleichzeitig so auswählt, wie ich es auch tun würde) die Festlegung einer Bandbreite von fairen Preisen. Ich favorisiere neben der Eigenschaft der Marktführerschaft noch eine Branche, die stark wächst bzw. ein Unternehmen, was stark wächst. Weiterhin sollte das Unternehmen für mich erkennbar wachsende Wettbewerbsvorteile haben.

Die größte Schwierigkeit besteht darin, die Abschätzung des Wachstums richtig bzw. zu konservativ für die Bewertung einzuschätzen. Gelingt dies, so bin ich zu Preisen eingestiegen, die optisch teuer oder ok erschienen, aber im Zeitablauf sich als Schnäppchen herausgestellt haben (Beispiel: Ich habe Aktien gekauft mit einem KGV von 25 nach meinen Berechnungen, die jetzt nach 3 Jahren um 100 % gewachsen sind (Wachstumsraten > 25% p.a.). Das KGV, zu dem ich eingekauft hatte ist jetzt unter 12. Die Aktie notiert jetzt bei einem KGV von über 30. Da ich konservativ meine Bewertung aufgebaut habe, lasse ich diese Aktie im Depot stehen. Ein Verkauf käme für mich nur in Frage, wenn das Wachstum, das Geschäftsmodell oder die Integrität (meine Messung) des Managements nachläßt. Weiterhin würde ich einen Verkauf vornehmen, wenn aus meiner Sicht ein Fall einer eindeutigen und krassen Überbewertung vorliegt.

Wenn ich nicht auf die Vorrecherchen eines solchen Fondsmanagers aufbauen kann, dessen Methode ich verstehe und dessen Philosophie ich vollumfänglich teile, dann würde ich mit der Alternative B weiter machen: Dies bedeutet, ein Portfolio mit mindestens 20-50 Aktien aufbauen. Hier waren für mich Deine Ausführungen sehr hilfreich und dann würde ich viele Punkte Deiner Strategie übernehmen.

 

@ privatier und fritz,

ich schätze Eure Diskussionsbeiträge in der Sache und ich schätze weiterhin, dass was ich von Euch als Mensch mitbekomme.

Hier einige Bitten:

  • Ich kann verstehen, dass Diskussionsbeiträge, die ggfs. nicht genau das Thema treffen wie hier "Einzelaktien, wie gehst Du vor?" den Thread verändern und damit eine Irritation hervorrufen. Hier meine Bitte an den, den das stört, schlage vor, dass hierzu ein neuer Thread aufgemacht wird.
  • Mit diesem Vorschlag, einen neuen Thread aufzumachen, würden m.E. zwei Ziele erreicht, die für mich gleichermaßen wichtig sind:
    • Der Thread beinhaltet vorwiegend Diskussionen, die zum Thema passen und gleichzeitig
    • wird keine Diskussion unterbunden sondern werden Diskussionen vielmehr aktiv und ggf. gestärkt geführt. Dafür ist m.E. dieses Forum ja da.
  • Weiterhin würde ich es schön finden, wenn jeder Diskussionsbeitrag in der Form so gestaltet wird, dass er bei dem anderen konstruktiv und wertschätzend ankommt. Ich weiß aus eigener Erfahrung mit Diskussionen mit privatier, dass dies mir auch schwer fällt, aber ich würde mich freuen, wenn wir dies zumindest versuchen und dem anderen jeweils unterstellen, es auch zu tun.

@ privatier

Lieber Privatier,

aus Deinen Beiträgen im Forum zu anderen Threads kann ich erkennen, dass Du sehr interessante Ansätze zu der Fragestellung in diesem Thread verfolgst.

Was wäre für Dich wünschenswert, damit Du Deine Ideen zu der obigen Fragestellung teilst? Oder anders formuliert, was bräuchtest Du hierzu?

Ich freue mich, wenn Du Deine Gedanken hierzu mitteilen magst.

 

Hallo Andre,

dazu bräuchte ich mal Lust und Zeit das genauer zu beschreiben. Nur weil das im Kopf ist, steht es noch nicht auf Papier. Wenn ich mal eine ruhige Minute habe, werde ich das mal skizzieren. Seit Mitte März kann ich leider wegen Homeschooling und Sommerferien nur Kurzbeiträge schreiben...

Zitat von Privatier am 18. Juli 2020, 10:10 Uhr

Hallo Andre,

dazu bräuchte ich mal Lust und Zeit das genauer zu beschreiben. Nur weil das im Kopf ist, steht es noch nicht auf Papier. Wenn ich mal eine ruhige Minute habe, werde ich das mal skizzieren. Seit Mitte März kann ich leider wegen Homeschooling und Sommerferien nur Kurzbeiträge schreiben...

Homeschooling:

Das löst ganz unterschiedliche Gefühle bei den Betroffenen aus:

Von sehr anstrengend (positiv formuliert und so geht es wohl den meisten) bis hin zu schön, da ich mit meinen Kindern viel Zeit verbringe.

Ich hoffe, dass bei Dir wenig von dem ersten Gefühl und viel von dem zweiten Gefühl vorhanden ist.

Auf jeden Fall wünsche ich Dir für diese Zeit alles Gute und freue mich schon auf Deinen Beitrag, wenn es Deine Zeit wieder erlaubt.

Die Zeit des Homeschooling ist ja jetzt vorbei. Es war eine gute Zeit, aber Kinder brauchen nunmal andere Kinder...

Also ich kaufe seit ca. 25 Jahren regelmäßig Aktien, habe aber noch nie welche verkauft. Ich kaufe ausschließlich dividendenstarke bluechips aus dem DAX, und habe Allianz, Münchner Rück, BASF, Deutsche Telekom, EON, RWE und Daimler im Depot. Die jährliche Dividende wird selbstredend sofort wieder in Aktien angelegt. Und mit Zinseszins ist das äusserst lukrativ. Achja, eine kleine Ausnahme habe ich vor wenigen Monaten gemacht, ich habe auf gut Glück Pfizer-Aktien gekauft, weil ich denen den Corona-Impfstoff als erstes zutraue und auch die jähliche Dividende stark ist.

Zitat von MichaelVogel am 14. August 2020, 12:00 Uhr

Also ich kaufe seit ca. 25 Jahren regelmäßig Aktien, habe aber noch nie welche verkauft. Ich kaufe ausschließlich dividendenstarke bluechips aus dem DAX, und habe Allianz, Münchner Rück, BASF, Deutsche Telekom, EON, RWE und Daimler im Depot. Die jährliche Dividende wird selbstredend sofort wieder in Aktien angelegt. Und mit Zinseszins ist das äusserst lukrativ. Achja, eine kleine Ausnahme habe ich vor wenigen Monaten gemacht, ich habe auf gut Glück Pfizer-Aktien gekauft, weil ich denen den Corona-Impfstoff als erstes zutraue und auch die jähliche Dividende stark ist.

Danke für den Beitrag.

Also ich bin in Einzelaktien erst wieder seit 2018 investiert. Bei mir sind Aktien ein Teil der 3-Speichenstrategie (Immobilien - Edelmetalle - Aktien).

Da meine Immobilien 20km lokal um meinen Wohnort sind, investiere ich nur in Aktien außerhalb des Euroraums. Der Geograhische Schwerpunkt hierfür ist Asien und Russland.

Zudem habe ich derzeit eine Gewichtung von 60-70% Dividendenaktien (also min. über 4% Dividende - also zumindest vor dem März :)) und ca. 30% Wachstumstitel.

In Russland sitzen mehr die Dividendenzahler, doch oh Wunder auf mein beste Aktie mit seit 2018 etwa +200% Polymetal den habe ich aber als Dividendetitel gekauft. 🙂

Erträge aus den Dividenden werde wieder investiert. Der Schwerpunkt liegt auf China und Russland weil ich dort künftig eine bessere Entwicklung  erwarte und die US-Aktien für mich zu hochbewertet sind.

Letztlich ist es bei mir nur ein Nebenthema, aber ein spannendes.

 

 

Zitat von Lex am 15. August 2020, 10:51 Uhr

Also ich bin in Einzelaktien erst wieder seit 2018 investiert. Bei mir sind Aktien ein Teil der 3-Speichenstrategie (Immobilien - Edelmetalle - Aktien).

Da meine Immobilien 20km lokal um meinen Wohnort sind, investiere ich nur in Aktien außerhalb des Euroraums. Der Geograhische Schwerpunkt hierfür ist Asien und Russland.

Zudem habe ich derzeit eine Gewichtung von 60-70% Dividendenaktien (also min. über 4% Dividende - also zumindest vor dem März :)) und ca. 30% Wachstumstitel.

In Russland sitzen mehr die Dividendenzahler, doch oh Wunder auf mein beste Aktie mit seit 2018 etwa +200% Polymetal den habe ich aber als Dividendetitel gekauft. 🙂

Erträge aus den Dividenden werde wieder investiert. Der Schwerpunkt liegt auf China und Russland weil ich dort künftig eine bessere Entwicklung  erwarte und die US-Aktien für mich zu hochbewertet sind.

Letztlich ist es bei mir nur ein Nebenthema, aber ein spannendes.

 

 

Nur Rußland und China: Spannend!

Würde mich interessieren, wie das über den Zeitraum von 5-10 Jahren läuft.

Auf jeden Fall, viel Erfolg!

@ Andre

Naja im Schwerpunkt also China derzeit 32% und Russland 48% meines Aktienbestandes. 🙂

Momentan kamen wieder etwa 6% Dividende einer russischen Aktien rein. Die werde ich morgen in einen chinesischen Titel investieren.

Ich bin auch gespannt wie dies über 5-10 Jahre läuft.

Zitat von Lex am 23. August 2020, 6:03 Uhr

@ Andre

Naja im Schwerpunkt also China derzeit 32% und Russland 48% meines Aktienbestandes. 🙂

Momentan kamen wieder etwa 6% Dividende einer russischen Aktien rein. Die werde ich morgen in einen chinesischen Titel investieren.

Ich bin auch gespannt wie dies über 5-10 Jahre läuft.

Na ja, wenn die 6 % stabil bleiben, dann hat die Strategie schon mit dieser Dividendenrendite Sinn gemacht! Halte uns da mal von Zeit zu Zeit auf dem laufenden.

Ich sehe das im Grunde wie "Fritz" das ganz am Anfang des Thread beschrieben hat. Im Grunde alles einfach nur bauchgefühlt und dann vor allem auch machen statt herum zu analysieren. Meine ersten Aktien (stets nur Einzeltitel, niemals Fonds oder so einen fremdbestimmten Quatsch) kaufte ich bereits Ende der 1990er Jahre, erlebte die Dotcom- und die Finanzkrise 2008 (jeweils ohne Verluste da ich damals noch ein ausschließlicher Feigling "Longer" war) und konnte mit diesen Erfahrungen aber im diesjährigen Carolacrash bis jetzt ordentlich Kasse machen.

Der Crash ist doch nichts als vor dem Anstieg und das das jetzt keine Jahre mehr dauert, umso besser  😎

Auch liegt mein Hauptaugenmerk auf Edelmetallen, früher nur physische Ware und jetzt halt zusätzlich Aktien, in diesem Jahr viel die Wasserstoffwerte + vorwiegend eben genau die Edelmetallminen (= hochspekulativ aber dafür gewinnträchtig und mit "goldiger" Zukunft) und auch Produzenten wie Steppe Gold, Hecla, First Majestics usw.

Ich setze auch stets Stops (meistens Trailings die man ja auch jederzeit händisch ändern kann) und bin die letzten 3 Monate gleich mehrfach bei NEL ASA + Fuelcell und auch (leider muß ich sagen) PlugPower rausgeflogen, allerdings nicht unter 150% Gewinnmitnahme. Steuern kostet das aber das sollte niemals ein Kriterium sein, die Gewinne nicht zu realisieren. Wie da manch Kollege zusehen kann, wie ein schon erreichter Tenbagger zum dann nur noch "Verdoppler" abschmiert und der zwischendurch nicht handelt, kann ich nicht verstehen.

Es gibt an der Börse nur einen Lohn, den man für nur eine Gegenleistung erhalten kann: Die Bereitschaft des Eingehens von Risiken. Hier kann man gut die Psychologie der Massen ausnutzen und muß nur genau gegen den Strom schwimmen. Wenn alles fällt wie im März 2020 muß man einsammeln. Den absoluten Downpeak zu treffen ist hier nicht wichtig, ebenso natürlich den Highpeak beim Verkauf= unwichtig.

Der Vorteil des aktiven Aktienhandels ist immer, daß man durch Verkauf und später wieder Aufnahme (wenn der Kurs stark bis unter die gezahlte Steuergrenze fällt) sozusagen "seine" Aktien gut kennenlernt, man guckt sich dann doch mal das Unternehmen und paar Statistiken an usw. Habe selbst derzeit etwa 35 Titel im Depot und kann sagen, daß ich zwar die Branche (Asset) kenne, aber von etwa 30 dieser Unternehmen gar nicht weiß wo die genau sind und was die nun ganz genau machen + erst recht nicht, wer da Vorstand ist o.ä.

Gibt es einen Hype wie derzeit Wasserstoffe und auch bald die EM-Minen, später noch 5G, künstliche Intelligenz oder Biorobotik, gucke ich mir entsprechende Foren an und lese da ziemlich viel herunter. Dort bekommt man von vielen engagierten Usern viel mehr mit, als es sämtliche Analysten anbieten könnten. Kurzfristige Trends wie dieses Jahr die Pharmabranche wird auch mitgenommen. Das ist nämlich das große Geheimnis, biste früh genug dabei (was etwas mehr Risikobereitschaft kostet) kommst schnell auf über 100% und kannst dann auch schon großzügige Stops so etwa 30% unter aktuellen Kurs setzen um nicht gleich in der mittlerweile üblichen großen Tagesschwankung rauszufliegen. Zudem gilt: Nach oben geht´s unendlich, nach unten ist auf 100% (Verlust) begrenzt.

Diversifiziert man also sein Depot in jeweils 5 bis 10 Titel gleichgewichtet je Asset (also z.B. Minenexplorer die noch allesamt Pennystocks sind), reicht ein Tenbagger und alle anderen können pleite gehen und man macht trotzdem noch Gewinn bzw. verliert nichts.

Die Gewinne stecke ich übrigens mittlerweile überwiegend in Freizeit, das ist ansonsten unbezahlbar.

 

Zitat von Freigeistist am 7. November 2020, 22:39 Uhr

Ich sehe das im Grunde wie "Fritz" das ganz am Anfang des Thread beschrieben hat. Im Grunde alles einfach nur bauchgefühlt und dann vor allem auch machen statt herum zu analysieren. Meine ersten Aktien (stets nur Einzeltitel, niemals Fonds oder so einen fremdbestimmten Quatsch) kaufte ich bereits Ende der 1990er Jahre, erlebte die Dotcom- und die Finanzkrise 2008 (jeweils ohne Verluste da ich damals noch ein ausschließlicher Feigling "Longer" war) und konnte mit diesen Erfahrungen aber im diesjährigen Carolacrash bis jetzt ordentlich Kasse machen.

Der Crash ist doch nichts als vor dem Anstieg und das das jetzt keine Jahre mehr dauert, umso besser  😎

Auch liegt mein Hauptaugenmerk auf Edelmetallen, früher nur physische Ware und jetzt halt zusätzlich Aktien, in diesem Jahr viel die Wasserstoffwerte + vorwiegend eben genau die Edelmetallminen (= hochspekulativ aber dafür gewinnträchtig und mit "goldiger" Zukunft) und auch Produzenten wie Steppe Gold, Hecla, First Majestics usw.

Ich setze auch stets Stops (meistens Trailings die man ja auch jederzeit händisch ändern kann) und bin die letzten 3 Monate gleich mehrfach bei NEL ASA + Fuelcell und auch (leider muß ich sagen) PlugPower rausgeflogen, allerdings nicht unter 150% Gewinnmitnahme. Steuern kostet das aber das sollte niemals ein Kriterium sein, die Gewinne nicht zu realisieren. Wie da manch Kollege zusehen kann, wie ein schon erreichter Tenbagger zum dann nur noch "Verdoppler" abschmiert und der zwischendurch nicht handelt, kann ich nicht verstehen.

Es gibt an der Börse nur einen Lohn, den man für nur eine Gegenleistung erhalten kann: Die Bereitschaft des Eingehens von Risiken. Hier kann man gut die Psychologie der Massen ausnutzen und muß nur genau gegen den Strom schwimmen. Wenn alles fällt wie im März 2020 muß man einsammeln. Den absoluten Downpeak zu treffen ist hier nicht wichtig, ebenso natürlich den Highpeak beim Verkauf= unwichtig.

Der Vorteil des aktiven Aktienhandels ist immer, daß man durch Verkauf und später wieder Aufnahme (wenn der Kurs stark bis unter die gezahlte Steuergrenze fällt) sozusagen "seine" Aktien gut kennenlernt, man guckt sich dann doch mal das Unternehmen und paar Statistiken an usw. Habe selbst derzeit etwa 35 Titel im Depot und kann sagen, daß ich zwar die Branche (Asset) kenne, aber von etwa 30 dieser Unternehmen gar nicht weiß wo die genau sind und was die nun ganz genau machen + erst recht nicht, wer da Vorstand ist o.ä.

Gibt es einen Hype wie derzeit Wasserstoffe und auch bald die EM-Minen, später noch 5G, künstliche Intelligenz oder Biorobotik, gucke ich mir entsprechende Foren an und lese da ziemlich viel herunter. Dort bekommt man von vielen engagierten Usern viel mehr mit, als es sämtliche Analysten anbieten könnten. Kurzfristige Trends wie dieses Jahr die Pharmabranche wird auch mitgenommen. Das ist nämlich das große Geheimnis, biste früh genug dabei (was etwas mehr Risikobereitschaft kostet) kommst schnell auf über 100% und kannst dann auch schon großzügige Stops so etwa 30% unter aktuellen Kurs setzen um nicht gleich in der mittlerweile üblichen großen Tagesschwankung rauszufliegen. Zudem gilt: Nach oben geht´s unendlich, nach unten ist auf 100% (Verlust) begrenzt.

Diversifiziert man also sein Depot in jeweils 5 bis 10 Titel gleichgewichtet je Asset (also z.B. Minenexplorer die noch allesamt Pennystocks sind), reicht ein Tenbagger und alle anderen können pleite gehen und man macht trotzdem noch Gewinn bzw. verliert nichts.

Die Gewinne stecke ich übrigens mittlerweile überwiegend in Freizeit, das ist ansonsten unbezahlbar.

 

Lieber Freigeistist,

spannend.

Eine Aktienstrategie erfolgreich zu verfolgen, wo auch die zukünftigen Trends, wo Kurse hingehen können (weil es gerade angesagt ist), bei den Aktienkäufen mit berücksichtigt werden, ist aus meiner Perspektive bewundernswert. Ich bekomme das jedenfalls nicht hin. Also Hut ab.

Interessieren würde mich, in welchen Foren Du Dich schlau machst? Weiterhin wäre für mich interessant von Zeit zu Zeit zu erfahren, welche Aktien Du Dir genauer ansiehst. Siehst Du da Möglichkeiten?

Ich freue mich auf den weiteren Austausch und Dir weiterhin viel Erfolg mit Deiner Strategie.

Beste Grüße

André