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2025: Ziel finanzielle Freiheit

Zitat von MFZ73 am 3. August 2020, 10:06 Uhr
Zitat von Absprung_2020 am 2. August 2020, 18:36 Uhr

Was ist denn hier los? Ich sags mal mit Tocotronic: "Und am Samstag ist Selbstmord."

Den Abeitsplatzabbau denke ich mir ja nicht aus, das wird hier auf jeden Fall den Druck vom Immo-Markt nehmen, denn das trifft auch gut qualifizierte MA.

 

Einer der Szenarien, die ich bei meinen Vermögensanlagen im Kopf habe, ist tatsächlich ein massiver Verlust von Arbeitsplätzen hier in Deutschland. So oder so glaube ich aber daran, dass die Unternehmensgewinne langfristig betrachtet in Summe weiter steigen werden. Damit werden langfristig betrachtet auch die Aktienmärkte steigen (selbst wenn in Deutschland langfristig viele Arbeitsplätze verloren gehen).

Immobilien sind und bleiben für mich eine Anlage, die nur dann funktioniert, wenn man sich damit beschäftigt und ein "Händchen" dafür hat. Insgesamt sehe ich auch mögliche tektonische Veränderungen am Immobilienmarkt:

  • Ich höre gerade von vielen großen Firmen, dass sie festgestellt haben, dass Homeoffice für diese Firmen erhebliche Effizienzgewinne gebracht haben. Was bedeutet dies langfristig für Büroimmobilien?
  • Videokonferenzen haben in der Praxis derzeit persönliche Treffen (teilweise gut) ersetzt. Was bedeutet das für alle Immobilien, die Geschäftsreisende brauchen (Flughäfen, Hotels, Restaurants etc.)?
  • Wieviel Marktanteile wird der Onlinehandel am Handelsgeschäft behalten oder ausbauen können? Was bedeutet dies für Einzelhandelsimmobilien?
  • Was bedeuten diese Änderungen für Orte, deren Arbeitsplätze dadurch oder andere Themen deutlich reduziert werden? Was bedeutet dies für Wohnimmobilien?

Diejenigen, die sich mit ihren Immobilien und den Märkten, in denen sie agieren, beschäftigen, werden hieraus die richtigen Schlüsse ziehen. Sie werden die sich aus diesen Risiken ergebenden Chancen nutzen können.

Zitat von OM am 20. April 2020, 16:44 Uhr

Hallo liebe Frugalisten,

Falls noch jemand dabei ist, der sich auch das Ziel 2025 gesetzt hat, wuerde ich mich freuen wenn wir uns diesen Post zum regelmaessigen Erfahrungssaustausch teilen koennten (Aehnlich MMM Forum Cohort 2025).

LG,

OM

 

Hallo OM,

an welchen Erfahrungen bist Du den vor allen Dingen interessiert?

Liebe Grüße

André

Zitat von Andre am 8. August 2020, 7:11 Uhr

Immobilien sind und bleiben für mich eine Anlage, die nur dann funktioniert, wenn man sich damit beschäftigt und ein "Händchen" dafür hat. Insgesamt sehe ich auch mögliche tektonische Veränderungen am Immobilienmarkt:

  • Ich höre gerade von vielen großen Firmen, dass sie festgestellt haben, dass Homeoffice für diese Firmen erhebliche Effizienzgewinne gebracht haben. Was bedeutet dies langfristig für Büroimmobilien?
  • Videokonferenzen haben in der Praxis derzeit persönliche Treffen (teilweise gut) ersetzt. Was bedeutet das für alle Immobilien, die Geschäftsreisende brauchen (Flughäfen, Hotels, Restaurants etc.)?
  • Wieviel Marktanteile wird der Onlinehandel am Handelsgeschäft behalten oder ausbauen können? Was bedeutet dies für Einzelhandelsimmobilien?
  • Was bedeuten diese Änderungen für Orte, deren Arbeitsplätze dadurch oder andere Themen deutlich reduziert werden? Was bedeutet dies für Wohnimmobilien?

Diejenigen, die sich mit ihren Immobilien und den Märkten, in denen sie agieren, beschäftigen, werden hieraus die richtigen Schlüsse ziehen. Sie werden die sich aus diesen Risiken ergebenden Chancen nutzen können.

Das sind plausible Überlegungen, Chancen sehe ich durchaus auch.

  • Was bedeutet der Trend zum Home-Office für Wohnimmobilien generell? Für Wohnimmobilien mit mehr als zwei Zimmern, da oft ein eigenes Arbeitszimmer gewünscht ist? Für hochwertige Immobilien abseits der Ballungszentren?
  • Was bedeutet der Trend zum Onlinehandel für Immobilien in Gewerbeparks mit Logistikschwerpunkt?

 

Zitat von Andre am 8. August 2020, 7:13 Uhr
Zitat von OM am 20. April 2020, 16:44 Uhr

Hallo liebe Frugalisten,

Falls noch jemand dabei ist, der sich auch das Ziel 2025 gesetzt hat, wuerde ich mich freuen wenn wir uns diesen Post zum regelmaessigen Erfahrungssaustausch teilen koennten (Aehnlich MMM Forum Cohort 2025).

LG,

OM

 

Hallo OM,

an welchen Erfahrungen bist Du den vor allen Dingen interessiert?

Liebe Grüße

 

Hallo André,

Wo stehst du zur Zeit auf deinem Weg?

ich suche allgemein den Austausch mit Menschen die vielleicht einen aehnlichen Zeithorizont wie wir bis FI vor sich haben. Ich denke manche Hoehen und Tiefen koennten aehnlich sein und man steht oft vor den selben Fragen.

Ein paar Beispiele dazu:

- Einerseits scheint der Zeitpunkt schon greifbar nah zu sein, andererseits doch so weit weg. Wie schafft ihr es euch im jetzigen Job noch zu motivieren? Bei mir gibt es solche und solche Tage obwohl mein Job unheimlich spannend und herausfordernd ist.

- Wie geht ihr mit euren Investitionen um, bzw. schichtet ihr nach und nach um je naeher FI rueckt?

- Habt ihr schon eine Kontenklaerung zur Rente durchgefuehrt und wie berueckstigt ihr die gesetzliche Rente in euren Kalkulationen?

- Moechtet und koennt ihr Euch weiter reduzieren falls ihr dadurch ein paar Monate dazu gewinnt?

- Wie entwickeln sich eure und unsere Finanzen? Sind wir alle noch im Zielkorridor?

- Was goennt ihr euch ab und zu obwohl es vl. nicht vernuenftig ist?

- Wie passt Ihr auf eure Gesundheit und Fitness auf ? (Corona hat bei mir stark zugeschlagen, versuche  jetzt wieder in Form zu kommen 🙁 )

usw.

Es gibt sehr viele gute Beitraege in diesem Forum eigentlich zu allen Themen schon. Mein Gedanke war eher, dass ggf. gleichgesinnte ihren konkreten Weg miteinander teilen (Im Sinne”Der Weg ist das Ziel” 😛 ).

Dir einen wunderschoenen Abend!

 

 

 

Zitat von Muslime_Frugi am 31. Juli 2020, 15:55 Uhr

Ok, habe erst eben nach meiner Antwort deine Vorstellung gelesen. Da hast du ja alle meine Fragen quasi beantwortet 😯

Da habt ihr bei den Einkommen schon recht gut gelebt die Jahre 😉

Was planst du für euren Bedarf nach FIRE? Auch etwa 50% des jetzigen Netto, also 60k p.a?

...

Hallo Muslime Frugi,

Sorry, ich hatte deine Frage bzgl. Bedarf ueberlesen. Ich habe unterschiedliche Szenarien (Barista, Lean, Regular, Fat FIRE) gerechnet, dabei bewege ich mich von einer Summe von 38000 € - 56000 €. Die Range reicht von unser untersten Schmerzgrenze ggf. Unterstuetzt mit einem Nebenjob oder freiberuflichen Taetigkeit bis quasi Leben is Saus und Braus wie wir es eigentlich auch auch heute tun. Allerdings sind noch viele Unsicherheiten drin (z.B. bleiben wir in der Mietwohnung, Kaufen wir eine Immobilie, reisen wir mit dem Wohnmobil usw.). Die Idee ist, dass wir damit in der Lage sin dynamisch zu entnehmen und auf Veraenderungen in der Marktsituation zu reagieren.

Wie rechnest du fuer dich an dieser Stelle?

Eines der Themen bei denen ich noch das Optimum fuer uns herausfinden mochte, wie kann ich unser Prtfolio steuerlich optimieren. Oliver hat ja einen super Beitrag dazu geschrieben. Das hat sch mal sehr geholfen. Ich habe im Moment eine Mischunf aus ETFs und Einzeltitel. Es sind sowohl thesaurierer, Wachstumswerte als auch Dividendentitel dabei. Dividenden gebeen mir zwar ein beruhigendes Gefuehl, mache mir allerdingd Gedanken, dass diese die Steuern eher nach oben treiben als die Entnahmen die zum Teil aus EK bestehen. Das waere unter anderem auch deswegen nicht optimal, weil dadurch die Bemessungsgrundlage fuer die KV steigt.

Liebe Gruesse,

OM

...unterschiedliche Szenarien (Barista, Lean, Regular, Fat FIRE) gerechnet, dabei bewege ich mich von einer Summe von 38000 € - 56000 €....
Hallo OM
Deine Szenarien Beschreibung finde ich ja sehr originell 😀
Zwischen Lean und Regular fehlt mir etwas die Fantasie 🙂
Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich keine Excel pflege. Weder für meine Vermögensaufstellung noch in Form eines Haushaltsbuches. Ich scheue mich davor, da ich das Gefühl habe so zu verkopft zu sein und mir die Leichtigkeit zu nehmen.
Nach deinem Beitrag hab ich mir die Mühe gemacht und anhand der letzten 3 Monate meine Ausgaben und Sparraten genau nachgerechnet. Dabei bin ich positiv erschrocken wie hoch der Cashflow aus den 2 vermieteten und der selbstgenutzten Immobilie mittlerweile doch ist und meine Sparrate doch wesentlich höher ist als ich dachte.
So liegt mein Bedarf derzeit bei 40k p.a..
Das klingt bei mietfreiem Wohnen erst mal viel und nun kommt das große Aber:
Darin enthalten sind alleine 13k Unterhalt für die Kinder (rechne bis 2025) und einen 2. Mittelklasse PKW den ich derzeit noch zum Pendeln für die Arbeit brauche, da ich mit dem kleinen Wohnmobil nicht Kilometer schrubben will.
D.h. mein Bedarf wird später bei unter 20 - 24k p.a. liegen. Bei einem Leben an dem ich nichts vermisse. Auch nicht ausgiebig reisen.
Das ist weniger als ich bislang vermutet hatte, was natürlich toll ist und meine Planung erleichtert.
Die Kosten werden noch weiter runter gehen, da ein Zusammenzug mit meiner Partnerin geplant ist wodurch sich meine Kosten noch weiter verringern.
Andererseits steigen dann auch Kosten durch das alleinige Tragen der PKV und den Mindestbeiträgen zur GRV. In Summe wird die Synergie des Zusammenlebfns +/- 0 betragen und ich plane mit künftig 24k p.a. laufender Bedarf.
Derzeit habe ich eine recht hohe Steuerlast. Diese wird in der Privatiers Phase gegen null sein. Das ist ja ganz nebenbei ein sehr effizienter Effekt des frühen Ausstiegs!
Um die Steuerlast zu mindern gleiche ich derzeit den Versorgungsausgleich der GRV aus und wandle meinen gesamten Jahresbonus in Deferred Compensation.
Meine Cash Allokation wird sich später aus einer recht hohen Summe an Bausparverträgen und dem Verkauf der kleinen Wohnung speisen.
Die Bausparverträge waren Kombiprodukte für die vermieteten Immos. Ich habe durch Sondertilgungen keinen Einlösen müssen und muss diese durch die derzeitige Zinsbindung allerdings noch weiter besparen. In 3 Jahren sind alle verfügbar.
Einen ganz alten BSP den ich lange beitragsfrei gestellt und nach der Draghi Nummer weiter gespart habe wurde mir kurz vor Corona zwangsausbezahlt. Er rentierte mit 4,5%. Der Erlös landete in meinem Depot.
Die Bausparveräge sind meine Anleihen!
In dem Cash sollten dann auch Rücklagen für Investitionen der Immo und einem eventuellen neuen Camper liegen. Dies ist in meiner Bedarfsrechnung oben noch nicht enthalten.
Was will ich künftig machen um mir gewisser zu sein:
1. 2 Excel für Haushaltsausgaben und Gesamtvermögen basteln und füttern ( auch wenn etwas widerwillig)
2. Turbozahlungen für Asset AV laufen lassen
3. Mich mehr um mein Depot kümmern und es zukunftsfest machen (hatte es nach der Scheidung mehr als halbieren müssen)
4. Meine Gesundheit und Fitness weiter so gut erhalten wie jetzt.
5. Nicht zu verkopft sein und weiterhin regelmäßig Urlaub zukaufen und das Hier und Jetzt genießen.
Auch ich spüre wie du es beschreibst, dass ich mich auf die kommende Lebensveränderung einstellen muss. Es macht aber Freude auf das Kommende und motiviert. Bei der Arbeit merke ich da schon dass sich etwas verändert. Aber das ist ok und gehört zum Annehmen der kommenden Veränderung. Ich kann noch ausreichend performen, habe ja Jahrzehnte lang geübt...
Eine weitere Umstellung wird sicher werden irgendwann nicht mehr aufzubauen und anzusparen, sondern von der Substanz zu leben und zu entsparen.
Da bin ich aber überzeugt, dass mir das mental eher gut tun wird.
Finde den Austausch mit dir auf der Strecke klasse und habe noch folgende Frage:
Ist dein Bedarf für dich alleine oder zu 2. gerechnet? Ich nehme auch an jeweils mit Szenario mieten?

Hallo Muslime Frugi,

schoen dich hier gefunden zu haben, genau nach solch einem Austausch habe ich gesucht 🙂 .

Ist dein Bedarf für dich alleine oder zu 2. gerechnet?

Der Bedarf ist fuer uns Beide gerechnet.

Ich nehme auch an jeweils mit Szenario mieten?

Das ist noch eine der grossen Unsicherheiten. Hier kommen die folgenden Szenarien in Frage, alle waeren grundsaetzlich machbar jedoch mit mehr oder weniger Fixkosten:

1. Wir bleiben in der jetzigen recht teuren Mietwohnung
2. Wir mieten eine guenstigere kleinere Wohnung in der Stadt

3. Wie 2 nur an einem guenstigeren Standort

4. Wir kaufen eine Wohnung mit 20% EK, mit 15% Jahren Zinsfestschreibung, ziehen ein und tilgen/verkaufen mit Eintritt in die gesetzliche Rente

5. Wie 4 aber vermieten auf Zeit und reisen eine Weile mit dem Wohnmobil

6. Erstmal gar keine Unterkunft und nur Wohnmobil

7. Wir ziehen ins Ausland (z.B. Nach Portugal)

usw.
Diese Entscheidung noch offen zu halten finde ich mitlerweile ueberraschend angenehm, auch wenn das natuerlich aus finanzieller Sicht einen grossen Unterschied machen kann. Hier sind wir in einer Art Wartestellung auf die fuer uns Beste Option/Gelegenheit zum gegebenen Zeitpunkt.

Nach deinem Beitrag hab ich mir die Mühe gemacht und anhand der letzten 3 Monate meine Ausgaben und Sparraten genau nachgerechnet. Dabei bin ich positiv erschrocken wie hoch der Cashflow aus den 2 vermieteten und der selbstgenutzten Immobilie mittlerweile doch ist und meine Sparrate doch wesentlich höher ist als ich dachte.
So liegt mein Bedarf derzeit bei 40k p.a..
Das klingt bei mietfreiem Wohnen erst mal viel und nun kommt das große Aber:
Darin enthalten sind alleine 13k Unterhalt für die Kinder (rechne bis 2025) und einen 2. Mittelklasse PKW den ich derzeit noch zum Pendeln für die Arbeit brauche, da ich mit dem kleinen Wohnmobil nicht Kilometer schrubben will.
D.h. mein Bedarf wird später bei unter 20 - 24k p.a. liegen. Bei einem Leben an dem ich nichts vermisse. Auch nicht ausgiebig reisen.

...das ist ja Wahnsinn, dass ich dich mit meinem Beitrag dazu bewegen konnte deine Situation durchzurechnen :-). Mir macht das sehr viel Spass, manchmal wird das schon zu einer kleinen Sucht wenn ich in meine Szenarienplanung anschmeisse 😉

Ich sehe auch du goennst dir noch Einiges (was ja auch gut ist) und Kinder kosten (habe auch ein Exemplar der in den letzten Zuegen seines Studiums ist). Reisen ist auch uns sehr wichtig, darauf wuerden wir langfristig nur im absoluten Notfall verzichten wollen.

Meine Cash Allokation wird sich später aus einer recht hohen Summe an Bausparverträgen und dem Verkauf der kleinen Wohnung speisen.

Auch ein spannender Ansatz! Da faellt mir ein, wir haben auch noch einen Ruhenden mit einer Bausparsumme von ca. 80 Tsd € den wir nach Verwendung der bereits eingezahlten Summe von 30 Tsd haben ruhen lassen. Dort erhalten wir zwar leider nur 1%, vl. Lohnt es sich den wieder als Cash Anteil zu bedienen ?! 4,5 % wie bei dir ist natuerlich ein Traum :-).

Mich mehr um mein Depot kümmern und es zukunftsfest machen (hatte es nach der Scheidung mehr als halbieren müssen)

Wow, da muss hart sein!

5. Nicht zu verkopft sein und weiterhin regelmäßig Urlaub zukaufen und das Hier und Jetzt genießen.
Auch ich spüre wie du es beschreibst, dass ich mich auf die kommende Lebensveränderung einstellen muss. Es macht aber Freude auf das Kommende und motiviert. Bei der Arbeit merke ich da schon dass sich etwas verändert. Aber das ist ok und gehört zum Annehmen der kommenden Veränderung. Ich kann noch ausreichend performen, habe ja Jahrzehnte lang geübt...
Eine weitere Umstellung wird sicher werden irgendwann nicht mehr aufzubauen und anzusparen, sondern von der Substanz zu leben und zu entsparen.

Das kann ich genauso unterschreiben 🙂

Dir und Euch allen noch einen schoenen Sonntag!

Hallo OM

Zu 3 Punkten möchte ich nochmal Stellung nehmen:

1. Wohnsituation

Kann gut nachvollziehen dass dir eure "Wahlfreiheit mittlerweile gut gefällt! Wenn man erst einmal von alt gewohntem loslässt ergeben sich neue Möglichkeiten und man wird innerlich frei. Hut ab dass ihr den Schritt mit dem Haus gemacht habt. Da gehört auch Mut dazu.

Mag sein, dass euer Plan anders auch nicht solide funktionieren würde. Aber gut wenn ihr konsequent handelt und die Prioritäten nach euren Bedürfnissen setzt. Ein Haus und die Freiheiten/Selbstbestimmung drum herum können die Lebensqualität schon heben. Für ein glückliches und erfülltes Leben ist es aber keine Voraussetzung. So war die glücklichste Zeit bei vielen doch oft die in der kleinen Studenten WG oder bei mir im Camper auf kleinem Raum unterwegs.

Die Variante zum FIRE Start erst mal 1-2 Jahre mit dem WoMo auf Reise gefällt mir übrigens am besten 😎

Bei mir ist es schlicht und einfach so, dass ich mir das Haus neben meinen FIRE Träumen und Wünschen leisten kann. Als Fall Back Kapital das gleichzeitig zur aktiven Lebensqualität beiträgt gefällt es mir besser als ein entsprechend dickeres aber emotional totes Depot. Sprich, falls ich es nicht für unvorhergesehene Dinge verzehre vererbe ich lieber später das Haus anstatt das Depot. Bis dahin habe ich darin den Raum für gemeinsam gute Zeit mit Kindern, Enkel, Partnerin usw..

2. Reisen

Längere Reisen (wenn auch nicht 1-2 Jahre) werden sich absehbar eher alleine ergeben, was ich auch durchaus plane.

Mit dem Camper unterwegs brauche ich -je nachdem wie ich reise- übrigens unwesentlich mehr als zu Hause ;-). Neben dem Camper ist das Fahrrad für mich ein alternatives Fortbewegungsmittel zum Reisen.

3. Bausparverträge:

Wenn man alte schlummern hat, halte ich diese als Tagesgeld/Anleihe Alternative für durchaus interessant. Der 4,5%er war ein Ausreißer. Die anderen sind mit 1-2% aber dennoch ok für Geld was ich absehbar verwenden will. Die Bausparkassen kündigen diese nach einem Grundsatzurteil wenn entweder die Bausparsumme überschritten wird, oder er schon länger al 10 Jahre zuteilungsreif ist.

 

Keep in touch...

Zitat von OM am 8. August 2020, 21:48 Uhr
Zitat von Andre am 8. August 2020, 7:13 Uhr
Zitat von OM am 20. April 2020, 16:44 Uhr

 

Hallo André,

Wo stehst du zur Zeit auf deinem Weg?

ich suche allgemein den Austausch mit Menschen die vielleicht einen aehnlichen Zeithorizont wie wir bis FI vor sich haben. Ich denke manche Hoehen und Tiefen koennten aehnlich sein und man steht oft vor den selben Fragen.

Ein paar Beispiele dazu:

- Einerseits scheint der Zeitpunkt schon greifbar nah zu sein, andererseits doch so weit weg. Wie schafft ihr es euch im jetzigen Job noch zu motivieren? Bei mir gibt es solche und solche Tage obwohl mein Job unheimlich spannend und herausfordernd ist.

- Wie geht ihr mit euren Investitionen um, bzw. schichtet ihr nach und nach um je naeher FI rueckt?

- Habt ihr schon eine Kontenklaerung zur Rente durchgefuehrt und wie berueckstigt ihr die gesetzliche Rente in euren Kalkulationen?

- Moechtet und koennt ihr Euch weiter reduzieren falls ihr dadurch ein paar Monate dazu gewinnt?

- Wie entwickeln sich eure und unsere Finanzen? Sind wir alle noch im Zielkorridor?

- Was goennt ihr euch ab und zu obwohl es vl. nicht vernuenftig ist?

- Wie passt Ihr auf eure Gesundheit und Fitness auf ? (Corona hat bei mir stark zugeschlagen, versuche  jetzt wieder in Form zu kommen 🙁 )

usw.

Es gibt sehr viele gute Beitraege in diesem Forum eigentlich zu allen Themen schon. Mein Gedanke war eher, dass ggf. gleichgesinnte ihren konkreten Weg miteinander teilen (Im Sinne”Der Weg ist das Ziel” 😛 ).

Dir einen wunderschoenen Abend!

 

 

 

Hallo OM,

zu Deiner ersten Frage: Wo stehen wir gerade?

Vor einiger Zeit habe ich mal nachgerechnet (für meine Frau und meine Person, 56 Jahre alt), wo wir gerade stehen. Ich bin zu dem Ergebnis gekommen, dass wir unter folgenden Annahmen zum damaligen und auch heute schon finanziell frei sind/wirtschaftlich frei sind:

  • wir reisen gern und dann auch luxuriös. Das wird beibehalten, aber nicht mehr zu Zeiten der absoluten Hochsaison (meine Frau ist Lehrerin), sondern dann, wenn es preiswert ist. Dies ist möglich, wenn meine Frau flexibel ist.
  • wir arbeiten beide nicht mehr.
  • Das Vermögen soll weiter wachsen und das Leben finanzieren. Rente und Pension später sind extra.
  • Wir achten etwas mehr auf preiswerten Einkauf und einiges geschieht DIY.
  • Alle Maßnahmen, die zu einem preiswerteren Leben führen, sollen gleichzeitig das Glücksgefühl anheben.

Ich habe dann meine Frau gefragt, ob wir aufhören wollen zu arbeiten. Sie hat mit nein geantwortet. Über die Entscheidung habe ich mich gefreut (bin selbständig):

  • für uns beide ist der Beruf auch Berufung und für mich auch gleichzeitig Hobby.

Was hat sich seitdem für mich im Beruf geändert:

  • Der Beruf macht mir noch mehr Spaß, da ich mittlerweile viel bewußter mir aussuche, was ich mache und was ich nicht mache (es muß sinnvoll sein und Freude bringen)
  • ich bin im Kopf deutlich unabhängiger geworden (ich arbeite freiwillig: ich suche mir meine Kunden und Mitarbeiter aus!). Wo es notwendig ist oder wo es Sinn macht, sage ich nein.
  • Ich reduziere meine Arbeitszeit.
  • Mein Beruf macht mir noch mehr Spaß, Freude und ist ein Glücksquell und gleichzeitig genieße ich mein Privatleben noch mehr.

 

Wie schaffen wir es, uns in unserem Job noch zu motivieren:

  • Siehe oben
  • ergänzend kommt noch folgendes hinzu:
    • Wir üben den Beruf, den wir haben freiwillig aus.
    • Druck/Wettbewerb/unschöne Situationen finden entweder nicht mehr statt oder werden anders wahr genommen.
    • Druck, den setze ich mir nur noch selber oder laß ihn zu aus Verantwortungsbewußtsein. Zuviel Druck stelle ich ab (indem ich weniger Aufträge annehme, unangenehmen Kunden an andere Kollegen/"Wettbewerb" empfehle, mehr Leute einstelle, ...)
    • Wettbewerb: bin ich für die Bedürfnisse des Kunden/Mandanten der Beste? Mit dieser Frage gehe ich an jede Mandantenbeziehung ran. Wenn ja, gibt es keinen Wettbewerb. Wenn nein, helfe ich meinem Mandanten, indem ich ihn weiter empfehle und alles tue, damit er bei einem "Wettbewerber" glücklich wird. Der Wettbewerb ist für mich also eher ein Partner.
    • Unschöne Situationen mit Mandanten/Mitarbeitern:
      • Wenn es Sinn macht diese anzusprechen, um in der Zukunft auf einem höheren Level zusammen zu arbeiten und ich daran Interesse habe dies zu tun, mache ich genau das.
      • Ansonsten wenn ich sehe, dass eine Trennung für beide besser ist, trenne ich mich. Dies mit der Maßgabe, dem anderen so gut als möglich, eine bessere Situation zu verschaffen.

Dies führt im Ergebnis dazu, dass ich mich auf die Arbeit immer wieder freue. Genauso wie ich mich auf die Freizeit/Entspannungsphasen freue.

 

Wie gehen wir mit unseren Investitionen um:

Neben der Firma und einer abbezahlten Immobilie und etwas Cash, besteht unser Vermögen aus Aktienanlagen (>50 % des Bruttovermögens). Die Firma würden wir entweder verkaufen oder behalten und eine Kapitalverzinsung erhalten. Hier kommt es darauf an, wie die Nachfolge geregelt wird. Das Aktienvermögen hat mittlerweile eine Dimension erreicht, dass 3-4 % Entnahmen p.a. reichen, um unseren Lebensunterhalt alleine zu bestreiten. Da ich davon ausgehe, dass ich >10 % p.a. erzielen werde, reicht unser Aktienvermögen aus, um auch zukünftige Inflationsentwicklungen mehr als auszugleichen.

Wir lassen es also bei dem Aktienvermögen. Es werden einige der Vermögenszuwächse und Dividenden zum Leben entnommen und verbraucht.

 

Rente, Pension und Kontenklärung zur Rente:

Ich erhalte eine gesetzliche Rentenversicherung (eher klein) und eine Rente aus dem Versorgungswerk. Meine Frau erhält eine Pension. Für mich sind diese Posten nur zusätzlich, da ich auf diese Punkte nicht baue (Hintergrund ist, dass Rente (aus gesetzlicher Rentenversicherung) und Pension letzlich ein Umlagesystem sind. Dies funktioniert aus meiner Sicht nur solange, wie Deutschland demographiebedingt und als Wirtschaftsstandort hier im Ergebnis wirtschaftlich verläßlich bleibt. Hier gibt es für mich Szenarien, die zu erheblichen Fragezeichen führen können. Ich gehe zwar davon aus, das mit einer größeren Wahrscheinlichkeit diese Altersversorgung auch später gut funktionieren wird, ich will aber nicht darauf angewiesen sein. Mein Versorgungswerk ist zwar kapitalgedeckt, aber zu einem großen Maße in Staatsanleihen investiert :-(. Ob damit das Rentenniveau zu halten ist ......?). Sie sind eine nette Ergänzung und tragen mehr zur Sicherheit als Polster bei.

Für meine Frau ist gefühlt die Pension wichtiger. Auch aus diesem Grunde will sie noch ein bißchen arbeiten.

 

Möchten und können wir weiter reduzieren, wenn wir damit ein paar Monate dazu gewinnen?

Diese Frage stellt sich für uns nicht. Arbeitstechnisch tun wir das in dem Maße, wie wir dies für uns unabhängig von finanziellen Gesichtspunkten als richtig empfinden. Dies gilt auch für mögliche Pensions-/Rentenkürzungen, wenn wir vorher aufhören.

 

Wie entwickeln sich die Finanzen?

Ich habe da keine wirkliche Planung. Die Aktienanlagen (seit etwas über 20 Jahren) haben mir in der Vergangenheit eine Rendite im Durchschnitt von ca. 8-12 % p.a. eingebracht. Im Jahr 2015 bis 2016 habe ich von der Fondsanlage auf Anlage in Einzelaktien (ergänzt um einen Spezialfonds) umgestellt. Seitdem erwirtschafte ich Renditen unter Berücksichtigung des Coronacrash von ca. 15 % p.a.

 

Was gönnen wir uns?

Wir unterstützen unsere zwei studierenden Kinder stärker als BaFöG oder normale Zahlungen. Beide studieren in teuren Standorten (München und Rotterdam). Ergänzt wird dies dadurch, dass wir oft unsere Kinder besuchen oder denen die Heimfahrten zahlen. Dies führt zu Kosten von 2.000 Euro pro Monat pro Kind. Wir rechnen hier noch mit ca. 3 Jahren.

Reisen und Verschönerung unseres Hauses durch Handwerker (also nicht DIY) auf Rechnung.

 

Wie halten wir uns fit?

Sinnvolle Berufe, Sport (meine Frau geht regelmäßig schwimmen, ich fahre mit dem Rad (e-bike) zur Arbeit und mache Gymnastik), gesunde Ernährung, meditative Übungen, Familie, Freunde, erfüllende Ehe und viele glückliche Momente in Beruf und Freizeit.

Zitat von Andre am 14. August 2020, 23:03 Uhr
Zitat von OM am 8. August 2020, 21:48 Uhr
Zitat von Andre am 8. August 2020, 7:13 Uhr
Zitat von OM am 20. April 2020, 16:44 Uhr

 

Hallo André,

Wo stehst du zur Zeit auf deinem Weg?

ich suche allgemein den Austausch mit Menschen die vielleicht einen aehnlichen Zeithorizont wie wir bis FI vor sich haben. Ich denke manche Hoehen und Tiefen koennten aehnlich sein und man steht oft vor den selben Fragen.

Ein paar Beispiele dazu:

- Einerseits scheint der Zeitpunkt schon greifbar nah zu sein, andererseits doch so weit weg. Wie schafft ihr es euch im jetzigen Job noch zu motivieren? Bei mir gibt es solche und solche Tage obwohl mein Job unheimlich spannend und herausfordernd ist.

- Wie geht ihr mit euren Investitionen um, bzw. schichtet ihr nach und nach um je naeher FI rueckt?

- Habt ihr schon eine Kontenklaerung zur Rente durchgefuehrt und wie berueckstigt ihr die gesetzliche Rente in euren Kalkulationen?

- Moechtet und koennt ihr Euch weiter reduzieren falls ihr dadurch ein paar Monate dazu gewinnt?

- Wie entwickeln sich eure und unsere Finanzen? Sind wir alle noch im Zielkorridor?

- Was goennt ihr euch ab und zu obwohl es vl. nicht vernuenftig ist?

- Wie passt Ihr auf eure Gesundheit und Fitness auf ? (Corona hat bei mir stark zugeschlagen, versuche  jetzt wieder in Form zu kommen 🙁 )

usw.

Es gibt sehr viele gute Beitraege in diesem Forum eigentlich zu allen Themen schon. Mein Gedanke war eher, dass ggf. gleichgesinnte ihren konkreten Weg miteinander teilen (Im Sinne”Der Weg ist das Ziel” 😛 ).

Dir einen wunderschoenen Abend!

 

 

 

Hallo OM,

zu Deiner ersten Frage: Wo stehen wir gerade?

Vor einiger Zeit habe ich mal nachgerechnet (für meine Frau und meine Person, 56 Jahre alt), wo wir gerade stehen. Ich bin zu dem Ergebnis gekommen, dass wir unter folgenden Annahmen zum damaligen und auch heute schon finanziell frei sind/wirtschaftlich frei sind:

  • wir reisen gern und dann auch luxuriös. Das wird beibehalten, aber nicht mehr zu Zeiten der absoluten Hochsaison (meine Frau ist Lehrerin), sondern dann, wenn es preiswert ist. Dies ist möglich, wenn meine Frau flexibel ist.
  • wir arbeiten beide nicht mehr.
  • Das Vermögen soll weiter wachsen und das Leben finanzieren. Rente und Pension später sind extra.
  • Wir achten etwas mehr auf preiswerten Einkauf und einiges geschieht DIY.
  • Alle Maßnahmen, die zu einem preiswerteren Leben führen, sollen gleichzeitig das Glücksgefühl anheben.

Ich habe dann meine Frau gefragt, ob wir aufhören wollen zu arbeiten. Sie hat mit nein geantwortet. Über die Entscheidung habe ich mich gefreut (bin selbständig):

  • für uns beide ist der Beruf auch Berufung und für mich auch gleichzeitig Hobby.

Was hat sich seitdem für mich im Beruf geändert:

  • Der Beruf macht mir noch mehr Spaß, da ich mittlerweile viel bewußter mir aussuche, was ich mache und was ich nicht mache (es muß sinnvoll sein und Freude bringen)
  • ich bin im Kopf deutlich unabhängiger geworden (ich arbeite freiwillig: ich suche mir meine Kunden und Mitarbeiter aus!). Wo es notwendig ist oder wo es Sinn macht, sage ich nein.
  • Ich reduziere meine Arbeitszeit.
  • Mein Beruf macht mir noch mehr Spaß, Freude und ist ein Glücksquell und gleichzeitig genieße ich mein Privatleben noch mehr.

 

Wie schaffen wir es, uns in unserem Job noch zu motivieren:

  • Siehe oben
  • ergänzend kommt noch folgendes hinzu:
    • Wir üben den Beruf, den wir haben freiwillig aus.
    • Druck/Wettbewerb/unschöne Situationen finden entweder nicht mehr statt oder werden anders wahr genommen.
    • Druck, den setze ich mir nur noch selber oder laß ihn zu aus Verantwortungsbewußtsein. Zuviel Druck stelle ich ab (indem ich weniger Aufträge annehme, unangenehmen Kunden an andere Kollegen/"Wettbewerb" empfehle, mehr Leute einstelle, ...)
    • Wettbewerb: bin ich für die Bedürfnisse des Kunden/Mandanten der Beste? Mit dieser Frage gehe ich an jede Mandantenbeziehung ran. Wenn ja, gibt es keinen Wettbewerb. Wenn nein, helfe ich meinem Mandanten, indem ich ihn weiter empfehle und alles tue, damit er bei einem "Wettbewerber" glücklich wird. Der Wettbewerb ist für mich also eher ein Partner.
    • Unschöne Situationen mit Mandanten/Mitarbeitern:
      • Wenn es Sinn macht diese anzusprechen, um in der Zukunft auf einem höheren Level zusammen zu arbeiten und ich daran Interesse habe dies zu tun, mache ich genau das.
      • Ansonsten wenn ich sehe, dass eine Trennung für beide besser ist, trenne ich mich. Dies mit der Maßgabe, dem anderen so gut als möglich, eine bessere Situation zu verschaffen.

Dies führt im Ergebnis dazu, dass ich mich auf die Arbeit immer wieder freue. Genauso wie ich mich auf die Freizeit/Entspannungsphasen freue.

 

Wie gehen wir mit unseren Investitionen um:

Neben der Firma und einer abbezahlten Immobilie und etwas Cash, besteht unser Vermögen aus Aktienanlagen (>50 % des Bruttovermögens). Die Firma würden wir entweder verkaufen oder behalten und eine Kapitalverzinsung erhalten. Hier kommt es darauf an, wie die Nachfolge geregelt wird. Das Aktienvermögen hat mittlerweile eine Dimension erreicht, dass 3-4 % Entnahmen p.a. reichen, um unseren Lebensunterhalt alleine zu bestreiten. Da ich davon ausgehe, dass ich >10 % p.a. erzielen werde, reicht unser Aktienvermögen aus, um auch zukünftige Inflationsentwicklungen mehr als auszugleichen.

Wir lassen es also bei dem Aktienvermögen. Es werden einige der Vermögenszuwächse und Dividenden zum Leben entnommen und verbraucht.

 

Rente, Pension und Kontenklärung zur Rente:

Ich erhalte eine gesetzliche Rentenversicherung (eher klein) und eine Rente aus dem Versorgungswerk. Meine Frau erhält eine Pension. Für mich sind diese Posten nur zusätzlich, da ich auf diese Punkte nicht baue (Hintergrund ist, dass Rente (aus gesetzlicher Rentenversicherung) und Pension letzlich ein Umlagesystem sind. Dies funktioniert aus meiner Sicht nur solange, wie Deutschland demographiebedingt und als Wirtschaftsstandort hier im Ergebnis wirtschaftlich verläßlich bleibt. Hier gibt es für mich Szenarien, die zu erheblichen Fragezeichen führen können. Ich gehe zwar davon aus, das mit einer größeren Wahrscheinlichkeit diese Altersversorgung auch später gut funktionieren wird, ich will aber nicht darauf angewiesen sein. Mein Versorgungswerk ist zwar kapitalgedeckt, aber zu einem großen Maße in Staatsanleihen investiert :-(. Ob damit das Rentenniveau zu halten ist ......?). Sie sind eine nette Ergänzung und tragen mehr zur Sicherheit als Polster bei.

Für meine Frau ist gefühlt die Pension wichtiger. Auch aus diesem Grunde will sie noch ein bißchen arbeiten.

 

Möchten und können wir weiter reduzieren, wenn wir damit ein paar Monate dazu gewinnen?

Diese Frage stellt sich für uns nicht. Arbeitstechnisch tun wir das in dem Maße, wie wir dies für uns unabhängig von finanziellen Gesichtspunkten als richtig empfinden. Dies gilt auch für mögliche Pensions-/Rentenkürzungen, wenn wir vorher aufhören.

 

Wie entwickeln sich die Finanzen?

Ich habe da keine wirkliche Planung. Die Aktienanlagen (seit etwas über 20 Jahren) haben mir in der Vergangenheit eine Rendite im Durchschnitt von ca. 8-12 % p.a. eingebracht. Im Jahr 2015 bis 2016 habe ich von der Fondsanlage auf Anlage in Einzelaktien (ergänzt um einen Spezialfonds) umgestellt. Seitdem erwirtschafte ich Renditen unter Berücksichtigung des Coronacrash von ca. 15 % p.a.

 

Was gönnen wir uns?

Wir unterstützen unsere zwei studierenden Kinder stärker als BaFöG oder normale Zahlungen. Beide studieren in teuren Standorten (München und Rotterdam). Ergänzt wird dies dadurch, dass wir oft unsere Kinder besuchen oder denen die Heimfahrten zahlen. Dies führt zu Kosten von 2.000 Euro pro Monat pro Kind. Wir rechnen hier noch mit ca. 3 Jahren.

Reisen und Verschönerung unseres Hauses durch Handwerker (also nicht DIY) auf Rechnung.

 

Wie halten wir uns fit?

Sinnvolle Berufe, Sport (meine Frau geht regelmäßig schwimmen, ich fahre mit dem Rad (e-bike) zur Arbeit und mache Gymnastik), gesunde Ernährung, meditative Übungen, Familie, Freunde, erfüllende Ehe und viele glückliche Momente in Beruf und Freizeit.

Vielen Dank fuer deine ausfuehrliche Antwort! Du hoerst dich sehr gluecklich an, es freut mich Menschen wie dich hier zu treffen! Auch wenn wir deine finanzielle Situation wohl nie erreichen werden strebe ich nach einer aehnlichen Ausgeglichenheit und Unbeschwerheit im Leben wie du sie schon zu haben scheinst.

Zitat von OM am 15. August 2020, 6:23 Uhr
Zitat von Andre am 14. August 2020, 23:03 Uhr

Vielen Dank fuer deine ausfuehrliche Antwort! Du hoerst dich sehr gluecklich an, es freut mich Menschen wie dich hier zu treffen! Auch wenn wir deine finanzielle Situation wohl nie erreichen werden strebe ich nach einer aehnlichen Ausgeglichenheit und Unbeschwerheit im Leben wie du sie schon zu haben scheinst.

Hallo OM,

vielen Dank für den lieben Kommentar.

Hierzu noch einige Gedanken:

  • Ich habe ein statistisch betrachtet sehr gutes Einkommen. Allerdings habe ich mich sehr spät mit systematischer, renditeträchtiger Vermögensanlage und Frugalismus beschäftigt. Demgemäß habe ich folgende Effekte:
    • Sparquote vom Arbeitseinkommen war bei mir und meiner Frau im Durchschnitt "nur" 20-30 % p.a. vom Arbeitseinkommen (Investmenteinkommen war immer extra).
    • Ich habe erst mit Anfang/Mitte 30 angefangen systematisch in Aktien anzulegen. Dabei habe ich rückwirkend betrachtet viele Fehler gemacht ("Neuer Markt Verluste" und aktiv gemanagte Fonds statt ETF's in den falschen Märkten (large cap statt 2. Reihe und Märkte mitgenommen, die durch falsche staatliche Interventionen (Regulierung und/oder Korruption) eine schlechtere wirtschaftliche Entwicklung aufweisen, als nur in Märkte mit geringeren Problemen zu investieren)
  • Auch Menschen mit "normalen" Einkommen, die aber
    • (deutlich) höhere Sparquoten haben,
    • früher als ich Einkommen erzielen und
    • gleich systematisch ihr Vermögen zumindest in ETF's anlegen, die meine Fehler vermeiden
    • => stehen in meinem Alter vermögenstechnisch besser da (bei einer Sparrate von 1.000 Euro pro Monat ohne Inflationierung, 10 % Rendite p.a., und Start mit 20 Jahren errechnet sich beispielsweise ein Vermögen von ca. 3,5-3,6 Mio. Euro mit 56 Jahren.)
    • Ich habe den Eindruck, dass es einige gibt, die in diesem Forum diesen Weg erfolgreich eingeschlagen haben.
  • Fängt man später an, ist es nur eine Frage der Zeit und es wird auch erreicht.

Hallo Andre,

Ich habe enorm viel Respekt vor Menschen die auch mit niedrigerem Einkommen es schaffen ueber einen laengeren Zeitraum konsequent zu investieren. Leider ist auch unsere Sparquote nicht so hoch wie es bei unserem Einkommen (10.800 € mtl. ohne Beruecksichtigung der betr. AV von 700 €) eigentlich sein koennte. Insbesondere Reisen und Lebensmittel bewegen sich bei uns jenseits von gut und boese. Ich glaube ich darf es hier gar nicht guten Gewissens verraten, dass wir ca. 1000 Euro im Monat allein fuer Lebensmittel (incl. Restaurantbesuche) ausgeben 8-O.

LG

Zitat von OM am 15. August 2020, 15:18 Uhr

Hallo Andre,

Ich habe enorm viel Respekt vor Menschen die auch mit niedrigerem Einkommen es schaffen ueber einen laengeren Zeitraum konsequent zu investieren. Leider ist auch unsere Sparquote nicht so hoch wie es bei unserem Einkommen (10.800 € mtl. ohne Beruecksichtigung der betr. AV von 700 €) eigentlich sein koennte. Insbesondere Reisen und Lebensmittel bewegen sich bei uns jenseits von gut und boese. Ich glaube ich darf es hier gar nicht guten Gewissens verraten, dass wir ca. 1000 Euro im Monat allein fuer Lebensmittel (incl. Restaurantbesuche) ausgeben 8-O.

LG

Glaub ich dir sofort dass das geht, so weit waren wir da früher auch nicht von weg, ohne dass Luxusschuppen dabei gewesen wären. Wie steht denn deine Partnerin zu Themen wie Frugalismus und FIRE? Redet ihr darüber bzw. liest sie hier sogar mit?

Meine Freundin ist bis jetzt nicht so richtig überzeugt, aber der Gedanke eine Weile ohne Geldsorgen in ihr Heimatland zu gehn würde ihr auch gefallen. Sie ist mittlerweile aus eigener Motivation bei immerhin 30-40% Sparquote. Den Ausgabenpunkt auswärts essen haben wir nun eher durch Kochen als "neues" Hobby und Gesundheits/Fitnessaspekte in den Griff bekommen als durch Sparwillen. Vielleicht würde das bei euch auch besser funktionieren. 🙂

Zitat von TheWanderer am 15. August 2020, 16:34 Uhr
Zitat von OM am 15. August 2020, 15:18 Uhr

Hallo Andre,

Ich habe enorm viel Respekt vor Menschen die auch mit niedrigerem Einkommen es schaffen ueber einen laengeren Zeitraum konsequent zu investieren. Leider ist auch unsere Sparquote nicht so hoch wie es bei unserem Einkommen (10.800 € mtl. ohne Beruecksichtigung der betr. AV von 700 €) eigentlich sein koennte. Insbesondere Reisen und Lebensmittel bewegen sich bei uns jenseits von gut und boese. Ich glaube ich darf es hier gar nicht guten Gewissens verraten, dass wir ca. 1000 Euro im Monat allein fuer Lebensmittel (incl. Restaurantbesuche) ausgeben 8-O.

LG

Glaub ich dir sofort dass das geht, so weit waren wir da früher auch nicht von weg, ohne dass Luxusschuppen dabei gewesen wären. Wie steht denn deine Partnerin zu Themen wie Frugalismus und FIRE? Redet ihr darüber bzw. liest sie hier sogar mit?

Meine Freundin ist bis jetzt nicht so richtig überzeugt, aber der Gedanke eine Weile ohne Geldsorgen in ihr Heimatland zu gehn würde ihr auch gefallen. Sie ist mittlerweile aus eigener Motivation bei immerhin 30-40% Sparquote. Den Ausgabenpunkt auswärts essen haben wir nun eher durch Kochen als "neues" Hobby und Gesundheits/Fitnessaspekte in den Griff bekommen als durch Sparwillen. Vielleicht würde das bei euch auch besser funktionieren. 🙂

Hallo TheWanderer,

Meine Partnerin ist ein Partner und ich bin eine sie ;-). In der Zielsetzung sind wir uns einig, mein Partner ist aber tatsächlich noch ein Tick verschwenderischer als ich.

Eigentlich liebe ich es auch zu kochen (Vor allem leckere asiatische Gerichte). Durch die zeitliche Anspannung in meinem Job fehlt aber oft die Zeit oder ich bin so ausgelaugt, dass ich unter der Woche nicht mehr klar denken kann. Dann bin ich froh einfach etwas Kleines zu bestellen oder wir hauen uns einen fetten Steak auf den Grill 🙄 . Da jetzt aber zumindest der ganze Trubel mit dem Hausverkauf und Umzug durch ist, habe ich mir fest vorgenommen wieder regelmäßiger auf den Markt zu gehen (Spart ne Menge Geld, macht Spass und ist auch nebenbei auch noch gesund :-)).

Herrje, bitte vielmals um Verzeihung, hätte ich mal doch mal erst zurückblättern sollen. 😐

Das sind ja dann schonmal top Voraussetzungen, wenn ihr ähnliche Vorstellungen habt. Bei mir muss es nach der Arbeit meist auch eher schnell gehn, wir machen dann meist einfache Sachen, Reis mit Gemüse, improvisierte Tacos de los Restos usw. Aber auch das mussten wir uns erstmal angewöhnen, und beim Schnippeltempo ist noch viel Optimierungspotential vorhanden. 😉

Zitat von TheWanderer am 15. August 2020, 17:49 Uhr

beim Schnippeltempo ist noch viel Optimierungspotential vorhanden. 😉

Ich preise nochmal meinen Börnerhobel, den ich schon seit Jahrzehnten im Einsatz habe. Gemüse drüberziehen, Hobel kurz unterm Wasserhahn abspülen, zum Trocknen aufstellen, fertig. Ist immer noch scharf (weil nie in der Spülmaschine).

Hackfleisch-Gemüse-Pfanne, diverse Gemüsesalate, Sauerkraut, Bayerisch Kraut, Kartoffelrösti, selbst Zwiebeln würfle ich damit (ich kann das auch nach Jahrzehnten nicht von Hand).

Und jetzt wieder zurück zu OMs finanzieller Freiheit 🙂

 

Zitat von Christine am 16. August 2020, 10:35 Uhr
Zitat von TheWanderer am 15. August 2020, 17:49 Uhr

beim Schnippeltempo ist noch viel Optimierungspotential vorhanden. 😉

Ich preise nochmal meinen Börnerhobel, den ich schon seit Jahrzehnten im Einsatz habe. Gemüse drüberziehen, Hobel kurz unterm Wasserhahn abspülen, zum Trocknen aufstellen, fertig. Ist immer noch scharf (weil nie in der Spülmaschine).

Hackfleisch-Gemüse-Pfanne, diverse Gemüsesalate, Sauerkraut, Bayerisch Kraut, Kartoffelrösti, selbst Zwiebeln würfle ich damit (ich kann das auch nach Jahrzehnten nicht von Hand).

Und jetzt wieder zurück zu OMs finanzieller Freiheit 🙂

 

Hallo Christine,

zwar nicht finanziell, aber ein Stueck mehr Freiheit scheint der Boernerhobel ja auch zu geben 😉 schaue es mir gleich mal an zwecks Zeitersparniss bei der Zubereitung meiner Asiagerichte.

Zitat von Andre am 15. August 2020, 8:08 Uhr
    • => stehen in meinem Alter vermögenstechnisch besser da (bei einer Sparrate von 1.000 Euro pro Monat ohne Inflationierung, 10 % Rendite p.a., und Start mit 20 Jahren errechnet sich beispielsweise ein Vermögen von ca. 3,5-3,6 Mio. Euro mit 56 Jahren.)
    • Ich habe den Eindruck, dass es einige gibt, die in diesem Forum diesen Weg erfolgreich eingeschlagen haben.

Wer 5 Euro in einen Lottoschein investiert und den Jackpot knackt hat auch 5 Millionen.

Solche Fälle gibt es, daher sind sie möglich.

Eine Marktrendite über 10% über 36 Jahre hinweg ist auch möglich und sicherlich auch schon vorgekommen. Es ist aber vollkommen fernab der Realität. Hervorragend bezahlte Fondsmanager, die Milliarden verwalten, scheiternd krachend an so einer Herausforderung und zwar 999 von 1000.

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass es einer so nebenbei schafft? Praktisch Null.

Wenn es so einfach wäre würde man sich nicht im Frugalisten Forum treffen sondern im Porsche Forum diskutieren, ob man sich besser gleich sieben  911er in die Garagen stellt, damit man täglich die Farbe wechseln kann.

 

Zitat von Cepha am 16. August 2020, 16:17 Uhr

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass es einer so nebenbei schafft? Praktisch Null.

Das sehe ich anders.

Der Vorteil eines Privatanlegers gegenüber eines Fondsmanagers ist schon allein der, das man nicht Fremdgesteuert ist und muß nicht prozyklisch investieren, sondern kann antizyklisch investieren.

Wenn eine Fonds erfolgreich ist und besser als der Markt steigt, werden neue Anleger angezogen und wenn er schlechter läuft, wird Kapital abgezogen.
Somit muß der Fondsmanager im Hoch kaufen und im Tief verkaufen.

»In meinem Alter begreife ich, dass Zeit mein kostbarster Besitz ist.« »Freiheit bedeutet, dass man nicht unbedingt alles so machen muss wie andere Menschen.« »Eine Aktie zu verkaufen die fällt, ist in etwa so, als ob man ein Haus für 100.000 Dollar kauft und es verkauft, sobald jemand 80.000 Dollar dafür bietet.« Buffett
Zitat von dev am 17. August 2020, 7:40 Uhr
Zitat von Cepha am 16. August 2020, 16:17 Uhr

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass es einer so nebenbei schafft? Praktisch Null.

Das sehe ich anders.

Der Vorteil eines Privatanlegers gegenüber eines Fondsmanagers ist schon allein der, das man nicht Fremdgesteuert ist und muß nicht prozyklisch investieren, sondern kann antizyklisch investieren.

Wenn eine Fonds erfolgreich ist und besser als der Markt steigt, werden neue Anleger angezogen und wenn er schlechter läuft, wird Kapital abgezogen.
Somit muß der Fondsmanager im Hoch kaufen und im Tief verkaufen.

Der Logik kann ich grad nicht folgen. Wenn die Fondskunden prozyklisch ein- und aussteigen, dann kauft/verkauft der Fonds zwar prozyklisch weitere Anteile, verändert aber nicht seine Portfolioaufteilung. Das hat dann zwar negative Effekte auf prozyklisch agierende Fondskunden, aber nicht auf die Fondsrendite. Und die ist ja nach diversen Untersuchungen im Schnitt auch nicht besser als ihr Benchmark.

Wenn man Fondsanlegern durch ihr prozyklisches Anlageverhalten eine schlechtere Rendite unterstellt, müsste man diesen Effekt auch bei Einzelanlegern annehmen. Wenn er da weniger stark auftritt, liegt die Mehrrendite der Einzelanlage am angesprochenen Klientel und nicht an der Produktperformance.

Wo ich mitgehen würde: Wenn man unterstellt, dass es Strategien gibt, die Privatanlegern entgegen EMH Mehrrendite liefern, dann können Fonds diesen ggf. nicht folgen. Entweder, weil sie beim Folgen der Strategie durch ihre bloße Größe den Effekt kaputtarbitrieren, oder weil man sich nicht traut, solche Wege abseits des Fondsmainstreams zu gehen, um Anleger nicht zu verschrecken. Oder, weil eine durch erfolgreiche Fonds öffentlich einsehbare Strategie schnell allgemein ausgenutzt und damit wirkungslos würde (das wäre dann wieder die Logik der EMH).