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2025: Ziel finanzielle Freiheit

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Hallo liebe Frugalisten,

Ich hatte mich mal vor einiger Zeit hier vorgestellt:

https://frugalisten.de/forum/topic/erste-schritte-von-bald-frugalisten/

Mitlerweile haben wir auf dem Weg in die finanzielle Freiheit eine zwar etwas riskante aber doch aus unsere Sicht wichtige Entscheidung getroffen. Mitte Maerz haben wir unser schoenes Einfamilienhaus verkauft. Der Zeitpunkt war im Hinblick der derzeitigen Ereignisse etwas zweischneidig. Wir hatten damals noch keine neue Bleibe, eine Wohnungssuche hat sich unter den Rahmenbedingungen nicht sehr einfach gestaltet. Wir haben nun aber eine Mietwohnung in der Ortschaft gefunden in der wir auch arbeiten. Dabei haben wir uns von derzeit 155 qm mit Garten auf 90 qm verkleinert. Das ist schon mal ein kleiner Schritt, spaeter wollen wir uns aber weiterhin verkleinern ;-). Der Umzug wird im Juni stattfinden. Der andere aus unserer Sicht positive Aspekt des Hausverkaufs ist, dass wir mit etwas Glueck in einer Hochpreisphase recht gut verkauft haben (680 Tsd) und der Aktienmarkt doch etwas preislich nachgelassen hat. Die Kaufpreiszahlung wird am 1. Juli erfolgen.

Da unsere Schritte uns hoffentlich mehr in Richtung finanzielle Freiheit fuehren, moechten wir auch unser Zielzeitpunkt hiermit konkretisieren...2025 soll es werden :-). Ich wuerde gerne unseren Weg hier mit euch weiter teilen und hoffe, dass sich vl. der eine oder andere findet der auch uns mit Rat und Tat beiseite steht.

Falls noch jemand dabei ist, der sich auch das Ziel 2025 gesetzt hat, wuerde ich mich freuen wenn wir uns diesen Post zum regelmaessigen Erfahrungssaustausch teilen koennten (Aehnlich MMM Forum Cohort 2025).

LG,

OM

 

Hallo OM

Habe gerade eben deinen Beitrag gelesen.

Ist ja schon ein paar Tage her. Vielleicht gibt es niemanden der 2025 aufhören möchte zu arbeiten 😉

Ich plane zwischen 2024 und 2026 auszusteigen.

Ähnlich wie du bewohne ich ein Haus was wahrscheinlich (zu?) groß ist. Jedoch plane ich es weiter zu bewohnen und nicht zu veräußern.

Mir ist bewusst dass dies klar Konsum ist, jedoch ist es der Einzige den ich bei mir als verschwenderisch betrachte. Erleichternd muss ich sagen, dass das Haus unbelastet ist.

Auch wenn unwahrscheinlich will ich einen Verkauf nicht ausschließen. Eine passende Wohnung wäre sogar schon im Portfolio. Die Größe 105m2 und in einer Lage die im vertrauten Umfeld liegt und mir sehr gut gefällt wäre schon da, wenn auch noch etwas belastet.

Mein Ziel ist es bis in 4-6 Jahren so hinzukriegen.

Dazu hab ich mir Zielkenngrößen für meine Asset Klassen AV, Aktien/ETF Depot und Cash gesetzt.

Das sollte alles so klappen. Bin gespannt auf die Entwicklung der nächsten Jahre...

Wie sieht dein Gesamtplan i.V. mit anderen Assets aus? Die Frage bei deinen Deal hin zu FIRE ist natürlich in wie weit du mit dem Verkaufspreis auscashen konntest und wie die familiäre Situation ist.

Ok, habe erst eben nach meiner Antwort deine Vorstellung gelesen. Da hast du ja alle meine Fragen quasi beantwortet 😯

Da habt ihr bei den Einkommen schon recht gut gelebt die Jahre 😉

Was planst du für euren Bedarf nach FIRE? Auch etwa 50% des jetzigen Netto, also 60k p.a?

Was mich auch noch interessiert: Fühlt ihr euch wirklich noch wohl wenn ihr euch aus 90m2 nochmal verkleinert?

Ich merke bei mir, dassmir Raum wichtig ist. 90m2 wäre für mich die Untergrenze.

Aber Hut ab. So rin Schritt hat sehr viel mit Loslassen zu tun und da gehört Mut dazu und bei sich selbst zu sein!

 

Zitat von Muslime_Frugi am 31. Juli 2020, 15:55 Uhr

Ok, habe erst eben nach meiner Antwort deine Vorstellung gelesen. Da hast du ja alle meine Fragen quasi beantwortet 😯

Da habt ihr bei den Einkommen schon recht gut gelebt die Jahre 😉

Was planst du für euren Bedarf nach FIRE? Auch etwa 50% des jetzigen Netto, also 60k p.a?

Was mich auch noch interessiert: Fühlt ihr euch wirklich noch wohl wenn ihr euch aus 90m2 nochmal verkleinert?

Ich merke bei mir, dassmir Raum wichtig ist. 90m2 wäre für mich die Untergrenze.

Aber Hut ab. So rin Schritt hat sehr viel mit Loslassen zu tun und da gehört Mut dazu und bei sich selbst zu sein!

 

Hallo Muslime_Frugi,

ich sollte vl. auch erstmal alle Beitraege lesen, bevor ich antworte ;-). Habe dir soeben in meiner Vorstellung geantwortet. Wir haben die letzten Jahre wirklich sehr gut gelebt. Vor allem an Erfahrungen (wie z.B. Reisen) haben wir nicht gespart. Zwischenzeitlich bin ich aber übersättigt (auch von groesseren Flugreisen) und freue mich wenn ich mein Leben vereinfachen kann.

Die groesste Herausforderung beim Umzug war das Ausmisten bzw. der Verkauf von liebgewonnen Sachen. Ich hatte zeitweise richtig Panik, dass wir mit unserem Haushalt in die 3 Zimmer nicht reinpassen. Ich kann dich sehr gut verstehen, dass dir Raum wichtig ist. Ich drehe zum Bsp. durch wenn Sachen offen rumstehen. Aber es hat doch gut geklappt. Obwohl ich und auch mein Mann uns sehr gut gefuehlt haben in unserem Haus, habe ich vor kuzem gemerkt, dass ich seit Wochen gar nicht mehr daran gedacht habe.

 

Zitat von Muslime_Frugi am 31. Juli 2020, 15:39 Uhr

Hallo OM

Habe gerade eben deinen Beitrag gelesen.

Ist ja schon ein paar Tage her. Vielleicht gibt es niemanden der 2025 aufhören möchte zu arbeiten 😉

Ich plane zwischen 2024 und 2026 auszusteigen.

Ähnlich wie du bewohne ich ein Haus was wahrscheinlich (zu?) groß ist. Jedoch plane ich es weiter zu bewohnen und nicht zu veräußern.

Mir ist bewusst dass dies klar Konsum ist, jedoch ist es der Einzige den ich bei mir als verschwenderisch betrachte. Erleichternd muss ich sagen, dass das Haus unbelastet ist.

Auch wenn unwahrscheinlich will ich einen Verkauf nicht ausschließen. Eine passende Wohnung wäre sogar schon im Portfolio. Die Größe 105m2 und in einer Lage die im vertrauten Umfeld liegt und mir sehr gut gefällt wäre schon da, wenn auch noch etwas belastet.

Mein Ziel ist es bis in 4-6 Jahren so hinzukriegen.

Dazu hab ich mir Zielkenngrößen für meine Asset Klassen AV, Aktien/ETF Depot und Cash gesetzt.

Das sollte alles so klappen. Bin gespannt auf die Entwicklung der nächsten Jahre...

Wie sieht dein Gesamtplan i.V. mit anderen Assets aus? Die Frage bei deinen Deal hin zu FIRE ist natürlich in wie weit du mit dem Verkaufspreis auscashen konntest und wie die familiäre Situation ist.

Dann sind wir ja schchon mal zu zweit in diesem Zeitraum :-). Freue mich auf den Austausch.

Du hast doch eine super Ausgangslage. Je nachdem in welche Richtung sich dein Leben entwickelt, kannst du tatsaechlich in die vorhandene Wohnung umziehen :-). Schoen auch, dass du eine klare Vorstellung deiner Assetallokation hast.

Wir haben zur Zeit eine Kombination von betr. AV, Aktien und einen noch recht grossen Cashanteil (250 € Tsd). Wir sind noch bereit etwas riskanter zu investieren (Zielallokation Cash 10%), zur Zeit tue ich mir aber schon schwer auch mit dem Rest einzusteigen.

 

Mein Plan ist es nach meinem Ausstieg einen so hohen Cash Anteil vorzuhalten, der bis zum 60. Lebensjahr reicht und parallel das Depot quasi endlos laufen zu lassen. Als Reserve für Investitionen, Erbmasse und Betätigungsfeld quasi.

Keep in touch 🙂

Kommt mir bekannt vor 😎

Gut möglich 😛 . Nur das ich mit Haus und vermieteter Wohnung plane. Fühle mich so besser diversifiziert und ist gut für den lebenslangen Cashflow. Dafür wird mein Depot wesentlich kleiner sein

Wohnung kann ja vielleicht noch kommen, nach der 4. Welle bekommt man die umsonst...

Wenn du weiter nett bist schenk ich dir eine von mir wenn sie nix mehr wert ist 😆

Zitat von Muslime_Frugi am 1. August 2020, 14:31 Uhr

Mein Plan ist es nach meinem Ausstieg einen so hohen Cash Anteil vorzuhalten, der bis zum 60. Lebensjahr reicht und parallel das Depot quasi endlos laufen zu lassen. Als Reserve für Investitionen, Erbmasse und Betätigungsfeld quasi.

Keep in touch 🙂

Klingt nach einem guten Plan 🙂 Es bleibt zwar vl. Im Depot weniger uebrig, dafuer hast du bis zum 60. deine Seelenruhe.

Wie wir den Cashanteil in 5 Jahren handhaben, muessen wir fuer uns wirklich noch herausfinden. Bis zum Zugriff auf die erste betriebliche AV (USA, Komplettauszahlung) muessten wir 7 Jahre ueberbruecken. Im 8. und 9. Jahr kommen dann seine und meine Betriebl. Rente dazu, im 11. und 12. Jeweils die Gesetzliche mit 63.

Zitat von Privatier am 1. August 2020, 15:35 Uhr

Wohnung kann ja vielleicht noch kommen, nach der 4. Welle bekommt man die umsonst...

Nicht auf umsonst aber guenstiger hoffe ich auch. Kann aber sehr gerne ohne 2, 3, und 4. Welle kommen 😉

Wenn eine 2., 3. o. 4. Welle kommt und nicht kontrolliert werden kann, sind fallende Immopreise  das kleinste Problem. Insofern gilt wie häufig: be careful what you wish, you might get it.

Wer damit liebäugelt, aktuell eine Immobilie zu kaufen, sollte beten, dass es keinen zweiten Lockdown gibt oder finanziell so auf Rosen gebettet sein, dass es eh keine Rolle spielt.

Alle anderen werden schon bei einer zweiten unkontrollierbaren Welle eklatante Verluste erleiden. In meiner beschaulichen Stadt wurde gerade bekannt, dass der größte AG massiv Stellen abbaut, das dürften etwa 2% aller Arbeitsplätze der Stadt (!) sein. Wenn eine Stadt auf einen Schlag 2% weniger Erwerbstätige hat und das nur die Auswirkungen der ersten Welle sind, dann wird das am Ende auch AktienInvestoren treffen - denn die aktuellen Kurse sind massiv durch staatliche Hilfsprogramme gestützt, sowohl in der EU als auch USA. China pumpt eh Kohle zurück wie doof, denen ist jede Welle Recht.

 

Zitat von MFZ73 am 1. August 2020, 22:27 Uhr

Wenn eine 2., 3. o. 4. Welle kommt und nicht kontrolliert werden kann, sind fallende Immopreise  das kleinste Problem. Insofern gilt wie häufig: be careful what you wish, you might get it.

Wer damit liebäugelt, aktuell eine Immobilie zu kaufen, sollte beten, dass es keinen zweiten Lockdown gibt oder finanziell so auf Rosen gebettet sein, dass es eh keine Rolle spielt.

Alle anderen werden schon bei einer zweiten unkontrollierbaren Welle eklatante Verluste erleiden. In meiner beschaulichen Stadt wurde gerade bekannt, dass der größte AG massiv Stellen abbaut, das dürften etwa 2% aller Arbeitsplätze der Stadt (!) sein. Wenn eine Stadt auf einen Schlag 2% weniger Erwerbstätige hat und das nur die Auswirkungen der ersten Welle sind, dann wird das am Ende auch AktienInvestoren treffen - denn die aktuellen Kurse sind massiv durch staatliche Hilfsprogramme gestützt, sowohl in der EU als auch USA. China pumpt eh Kohle zurück wie doof, denen ist jede Welle Recht.

 

Dem ist nichts hinzuzufuegen. Es ist in unserem allen Interesse, dass dieser Albtraum bald zu Ende ist...

 

Keiner wünscht sich was. Das dann auch meine aktien wertlos ausgebucht werden, ist mir auch klar.

Was ist denn hier los? Ich sags mal mit Tocotronic: "Und am Samstag ist Selbstmord."

Die Gesellschaften werden einen geregelten Umgang mit Covid finden oder definieren. Zu glauben, dass die nächsten Jahre "down gelocked" werden ist nicht nur unwahrscheinlich sondern totaler Käse. Entweder es gibt tatsächlich eine Impfung, wenn nicht dann eine mehr oder wirksame Medizin, wenn das auch nicht, dann ein angepasstes Regelwerk. Klar aber: Es wird weiter gewirtschaftet, konsumiert, erfunden, produziert....was auch immer.

Die beste Versicherung da dann auch dabei zu sein, bzw. die Krise zu meistern.. das sind Sachwerte in Form von Firmenanteilen, oder meinetwegen auch Immmobilien in ausgewählten Lagen. In diesem Sinne: Dow bei 60.000 Punkten. Wann weiß ich nicht.

 

Zitat von Absprung_2020 am 2. August 2020, 18:36 Uhr

Was ist denn hier los? Ich sags mal mit Tocotronic: "Und am Samstag ist Selbstmord."

Den Abeitsplatzabbau denke ich mir ja nicht aus, das wird hier auf jeden Fall den Druck vom Immo-Markt nehmen, denn das trifft auch gut qualifizierte MA.

Ganz generell denke ich, dass es eh keinen zweiten Lockdown geben wird, sondern allenfalls lokale Einschränkungen wie zB bei Tönnies. Überall sonst wird dann eben unter anderen Bedingungen weitergearbeitet.

 

Ich glaube, der Arbeitsplatzabbau wird noch relativ heftig werden. Gestern fuhren wir zufällig bei einer Umleitung an Baker Hughes in Celle vorbei.

Mal nachgesehen, was die dort so machen. Ergebnis: fetter Arbeitsplatzabbau geplant. Und so gibt es viele Unternehmen, wo das noch ansteht. Dazu die ganzen Kleinunternehmen, die in Insolvenz gehen.

Das muss man selektiv sehen. Baker Hughes ist Oil&Gas und damit in einem Strukturproblem. Der Mutter GE ging es auch vor Corona alles andere als gut.

Kleine Betriebe mit zu geringer Liquidität werden es nicht überleben. Das führt zu einer Konzentration von Größeren. Wenn man es radikal kapitalistisch betrachtet sind das gesunde Prozesse. Die Einzelschicksale dahinter sind natürlich teils dramatisch.

Alles in allem bin ich optimistisch.

@mfz73

Dass Sie das so betrachten ist logisch und richtig. Aber das ist ja auch (mein) Hauptargument überwiegend nicht auf Immobilien zu setzen. Um gleichermaßen wie bei Aktien diversifizieren zu können bräuchten Sie irgendwie 50 Immobilien, weltweit gestreut, von Privat bis Gewerblich. Das ist schlicht nicht leistbar, weder vom tatsächlichen know-how bis zur Kapitalbereitstellung und Mietermanagement.

Jede Region, jede Branche hat früher oder später seine Krise, von Autoregionen, Stahl- oder Kohleregionen, US-Army Standorte aktuell und bestimmt auch mal HighTechRegionen die sich derzeit unangreifbar fühlen...Es ist nie die Frage ob eine Krise kommt sondern nur wann.

Corona kann man langfristig auch als Chance verstehen. Kreuzfahrt-, Hotel,  Auto, Gewerbeimmo- oder Flugbranche gehören eher nicht dazu , dafür aber manch andere. Netzwerktechnik, Software, Hygiene, Medizin... das ist aber das Schöne..man weiß es nicht. Also Diversifizieren ist Trumpf, und neu ist das nicht.

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