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Wieviel Vermögen braucht man: Wenn man auswandern muß, weil die Partei mit Faschisten in ihrer Mitte südländisch aussehende Menschen schmerzhaft remigrieren möchte?

Aus meiner Sicht kommen für mich (ich sehe südländisch aus und bin hier geboren. Für mich gibt es kein Land, (wenn Deutschland mich los werden will, weil die o.a. Partei ans Ruder kommt,) dass mich so dankend aufnimmt) für obige Frage folgende Länder in Frage:

Australien

Kanada

Neuseeland

Weiß einer von Euch auf Anhieb, wieviel Vermögen diese Länder wünschen, damit eine Einwanderung problemlos ist, auch wenn man keinen oder keinen gefragten Beruf ausübt?

Bin dankbar für Antworten.

Beste Grüße

André

 

Zitat von Andre am 15. Februar 2020, 22:03 Uhr

Aus meiner Sicht kommen für mich (ich sehe südländisch aus und bin hier geboren. Für mich gibt es kein Land, (wenn Deutschland mich los werden will, weil die o.a. Partei ans Ruder kommt,) dass mich so dankend aufnimmt) für obige Frage folgende Länder in Frage:

Australien

Kanada

Neuseeland

Ich habe mal ein paar Jahre in Australien gelebt, und seitdem ist es nicht einfacher geworden, dort einzuwandern.

Hast du dich schonmal ueber Portugal informiert? Dort gibt es naemlich

  • Groszuegige Steuervorteile fuer Auslaender, um Kapital anzuziehen, unabhaengig von der Arbeit. (man zielte urspruenglich auf britsche Rentner)
  • Eines der wenigen Laender in Europa ohne Populiusten-Partei
  • Angenehmes Klima
  • Guenstige Lebenshaltungskosten
  • Suedlaendisches Aussehen ist dort Standrad 😉

 

… oder die französischen Überseegebiete... Die gehören zur Europäischen Union womit es keine Einreisebeschränkungen für uns EU-Bürger gibt.

 

Wenn du keinen Beruf ausübst, sprich der Arbeitsmarkt/Wirtschaft für dich nicht wichtig ist, weil du anderweitig genug Geld/Einkommen hast, würde ich dir auch erstmal Südeuropa,  und da in der Tat ebenfalls an oberster Stelle, Portugal nahelegen. Sofern dir auch Sprache nicht wichtig ist (du hast nur englischsprachige aufgezählt, weiss nicht ob englisch ein Kriterium ist)

Als EU-Bürger hast du keinerlei Bedingungen zu erfüllen und kannst heutzutage ja quasi jederzeit "umziehen".

Die Portugiesen sind äusserst freundlich und offen, sehr entspannt, angenehmes Klima, sehr günstige Lebenshaltungskosten wenn du nicht direkt in die Zentren gehst.

Übrigends, die grosszügigen Steuervorteile bin ich mir nicht sicher, ob das noch aktuell ist? Auf jeden Fall weiss ich, dass darüber diskutiert wird/wurde die zu ändern, die Zentren wie Lissabon haben extreme Probleme mit dem hohen Geldfluss von aussen (-> stark steigende Immobilienpreise und leere Stadtviertel, weil dort überwiegend Investoren eingekauft haben, kann kein Portugiese mithalten. Das liegt aber u.a. auch daran, dass Portugal Ausländern Pässe ausstellt, wenn sie für eine bestimmte Summe in Portugal investiert sind, kurz&einfach: EU-Pass für Reiche aus Russland, Asien, Südamerika usw.. Das war aber auch schon im Gespräch ob Portugal die Gesetzgebung ändert, bin da jedoch auch nicht auf dem aktuellen Stand)

Anekdote am Rande: Letzte Woche hatte ich mich mit einem Portugiesen unterhalten der 2 Jahre in England gearbeitet hat, und dort wegen seinem südländischen Aussehen im Alltag regelmässig als Pakistani diskriminiert wurde, u.a. deshalb hat er England auch wieder verlassen.

@andre - Ich kann dein Gefühl schon nachvollziehen, und folgendes ist nur freundlich gemeint: "Deutschland" als politisches Staatsgebilde will niemanden loswerden, und auch nicht alle Menschen wollen dich loswerden. Das es aber sicherlich so einige Menschen in Deutschland gibt die aufgrund deines Aussehens anders denken, bestreite ich sicher nicht - aber ob das die Mehrheit ist? Dennoch reichen natürlich wesentlich weniger Menschen um dein Wohlbefinden und dein Zugehörigkeitsgefühl zu stören, und es wird auch viele geben, die aus solchen Motiven schon ausgewandert sind. Das ist schade, aber Realität.

Traurig und erschreckend, dass du dich mit solchen Gedanken umgibst! Machst du negative Erfahrungen? Ich frage manchmal meine klar südländisch aussehende, nicht hier geborene Freundin, aber in gut drei Jahren hier gab es zum Glück noch keine Anfeindungen.

Mir machen die Entwicklungen in letzter Zeit auch Sorgen. Zu den genannten Ländern kann ich dir leider nichts sagen. Mein persönlicher Favorit in dem Fall wäre wohl San Miguel de Allende, Mexiko. Aktuelle finanzielle Voraussetzungen kenne ich nicht im Detail, du würdest sie aber spielend erfüllen.

Ist das n Scherz? Weil man meint, dass da um einen herum viel zu viele Nicht-Deutsche sind - dann ist Auswanderung, an einen ort wo um einen herum nur Dort-Einheimische (also "Ausländer") sind, völlig schwachsinnig.

Einzig eine Auswanderung in den Osten der deutschen Bundesländer käme dann in Frage, dort ist der Ausländeranteil noch gering.

Alles andere tut doch schon beim Lesen weh - oder geht euch das anders?

Zitat von Yeti am 20. Februar 2020, 21:46 Uhr

Ist das n Scherz? Weil man meint, dass da um einen herum viel zu viele Nicht-Deutsche sind - dann ist Auswanderung, an einen ort wo um einen herum nur Dort-Einheimische (also "Ausländer") sind, völlig schwachsinnig.

Einzig eine Auswanderung in den Osten der deutschen Bundesländer käme dann in Frage, dort ist der Ausländeranteil noch gering.

Alles andere tut doch schon beim Lesen weh - oder geht euch das anders?

Verstehe deinen Kommentar nicht. Es ging doch nicht um Auswandern wegen Ausländern, sondern wegen des Hasses auf echte und vermeintliche Ausländer. Man kann ja diskutieren, ob wir schon so weit sind, aber "völlig schwachsinnig" ist dafür nicht die richtige Kategorie. Und das Ziehen in den Osten macht es je nach Region nicht besser. 🙂

Habt ihr mal darüber nachgedacht, dass diese depperten Typen, die man oft mit dem F-Wort bezeichnet, in anderen Ländern noch viel stärker sind als hier? In vielen Staaten, sind die schon längst in der Regierungsverantwortung. Auch Australien hat ein Rechtskonservative Regierung, die gegenüber Migranten nicht besonders wohlwollend eingestellt ist. Was wir in Ländern wie England, USA, Brasilien, usw. beobachten können ist, dass sobald diese Typen an der Macht sind, vor allem der Rassismus und die Ausländerfeindlichkeit steigt. Ich glaube, dass wir in Deutschland da noch relativ gut dastehen. Ich weiß nicht, wohin man da aktuell auswandern sollte, wo es besser wäre?!

Ich glaub Australien kannst du vergessen, zumindest wenn du auf dem Frugalismus-Trip bist und dort wenig oder gar nicht arbeiten willst.
Es gibt wohl so was wie ein „Retirement Visum“, das es wohlhabenden Rentnern erlaubt dort zu leben, wenn sie mindestens 750000 AUD in dem Land investieren, ich weiß nicht ob das für dich in Frage kommt.

Und ich stimme Fritz zu, wenn ich lese wie groß die Hürden für Einwanderer sind und wie rüde Australien mit Asylbewerbern umgeht, dann habe ich nicht den Eindruck, dass es sich um ein ausländerfreundliches Land handelt. Da könnte man eher den Eindruck bekommen, dass dort längst eine Partei vom Kaliber der AfD an der Macht ist.

Boah, was ein Thema. Traurig, dass man überhaupt darüber nachdenken muss ...

 

Bei uns in der Region NRW ist es irgendwie anders.

  • Hier gibt es "Nazi-Demos" mit 100 Anhängern und Gegendemonstranten mit über 10.000 Teilnehmern. Die AFD hat hier nichtmal die 5 % Hürde geschafft.
  • Vor Kurzem hat im Stadion ein junger Mann Affenlaute gemacht um einen gegnerischen Spieler einzuschüchtern. Das ganze Stadion hat "Nazis Raus" gerufen und mit Finger auf den jungen Mann gezeigt, so dass die Polizei ihn direkt eintüten konnte.

Vielleicht wohnst du einfach in einem falschen Ort?

Hier im Norden ist auch alles entspannt...

Vielen Dank für Eure aufmunternden Gedanken. In Hamburg ist die Partei mit den Faschisten in ihrer Mitte gerade so wieder in die Bürgerschaft reingewählt worden. Ich sehe auch keine große Gefahr, dass Deutschland kippt. Eintrittswahrscheinlichkeit bei der nächsten Bundestagswahl unter 1 Prozent.

Danach: ?, hier wird es darauf ankommen, wie wir politisch die kommende Wirtschaftkrise bewältigt bekommen. Bislang habe ich den Eindruck, dass die anderen Parteien das relativ gut im Griff haben und einigermaßen kommunikativ rüber gebracht haben.

Ich will bloß vorbereitet sein, wenn es kippen sollte.

Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen und Portugal empfehlen.

Das Land ist recht unbürokratisch (anders als bspw. Italien) und politisch wie gesellschaftlich recht liberal/links einzuordnen. Die Menschen sind sehr freundlich und weltoffen. Ich habe vier Monate in Lissabon arbeiten dürfen, hier beobachtet man seit 10 Jahren allerdings einen starken Tourismus und die Stadt wird „voller“.

Portugiesisch ist natürlich eine kleine Herausforderung.

"The lion might be stronger, but the wolf doesn't perform in a circus."