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Welche Rahmenbedingen bei FIRE-Planung annehmen?

@frugi85 : Danke für die klaren Worte. Um ganz ehrlich zu sein, ich finde die Planung auch etwas verwirrend - aber @planer muss ja damit zurecht kommen.

Aus diesem Grund habe ich ja den Hinweis gegeben, bspw. den Lohneingang am Ende des Monats als Beginn des zu betrachtenden Monats zu sehen - um die unterschiedlichen Termine der Ein- und Ausgänge etwas entspannter zu sehen. Nachdem das keine gute Idee im Sinne vom planer war, kam eben der Vorschlag einen gewissen Sockelbetrag einfach vorzuhalten...

So ganz verstehe ich das Anliegen der möglichen Hochrechnungen und Planungen auch nicht ganz vollumfänglich - aber vermutlich liegt das daran, dass ich hier wohl der "düpferlscheisserische Buchhalter" bin. In erster Linie interessiert mich der aktuelle Status Quo und ob ich daraus meine fälligen Zahlungen bedienen kann. Mögliche Sparpotentiale sind schön zu sehen und zu erkennen, aber die Investitionen können sich auch komplett entgegen meiner Planung orientieren... Was nützt mir da also eine Hochrechnung/Planung?

Ich freue mich, wenn meine Budgetierung funktioniert und ich diesen (Betrachtungs-)Monat wohl 400-500 zusätzlichen Spareffekt habe. Ob und wann ich den dann aufs Depot übertrage, warte ich einfach mal ab was sonst noch ansteht oder ich mir einbilde (kaufen zu müssen). Ebenso erfreue ich mich an der (relativ) detaillierten Darstellung, meiner Ausgaben.

Und falls sich einer beim Lesen dieser Zeilen fragt : He, hat der keine Freunde und keine Hobbies? kann ich bereits jetzt antworten. KORREKT.

Ich habe keine Freunde (ok, einen guten Freund habe ich) und sonst keien Hobbies! :mrgreen:

 

Zitat von Lostoi am 1. Februar 2022, 21:11 Uhr

 

Ich habe keine Freunde (ok, einen guten Freund habe ich) und sonst keien Hobbies! :mrgreen:

 

wie, dass ist jetzt dein Ernst?

Halo @frugi85
Zitat von Frugi85 am 1. Februar 2022, 14:58 Uhr

Moin

Wenn du deinen Puffer größer dimensionierst dann hast du ausreichend Spielraum auch für größere regelmäßige Ausgaben.

Mit chaotisch hat das nichts zu tun und ehrlichgesagt verstehe ich deine Punkte nicht. Wo laufe ich in die Gefahr ins Minus zu kommen und wo ist das auf Kante genäht? Es geht hier nicht allein um regelmäßige Ausgaben. Die unregelmäßigen Ausgaben in Kombination mit den anderen Ausgaben sind das primäre "Problem". Ohne die unregelmäßigen Ausgaben (Stichwort Kredite) wäre eine Planung wesentlich simpler. Im Normalfall wird der Puffer bei mir nicht berührt, aber wenn z.B. im Monat ein Kredit fällig wird, erhöhe ich doch nicht meinen Puffer nur weil der gewünschte Puffer bis zum Gehaltseingang ein oder zwei Wochen mal 10% zu nierdrig wäre. Selbst bei temporär 50% hätte ich kein schlechtes Gefühl wenn am Monatsende der Puffer wieder bei 100% wäre. Um wirklich eine unschöne Situation zu haben, müssten in der kurzen Phase des Unterschreitens wirklich Risiken eintreten. Die Risiken müssten dann aber auch:

  • zeitkritisch sein
  • zusammen Kosten höher als 50% vom Puffer verursachen
  • Kosten verursachen, die sehr zeitnah bezahlt werden müssen

Mir fehlt da etwas die Fantasie um ein realistisches Szenario zu konstruieren, welches es rechtfertigen würde meinen Puffer durchgehend zu erhöhen und so Schwankungen innerhalb vereinzelter Monate (verteilt über Jahre) auszugleichen.

Durch meine Planung optimiere ich den Cashflow und ich vermeide kritische Kontostände (verursacht durch unregelmäßige aber planbare Ausgaben). Wichtig ist für mich auch, dass ich meinen Puffer wieder herstellen kann wenn er mal wirklich ungeplant gebraucht wird. So ein Plan soll ja Stress vermeiden.

Guten Abend @lostoi
Zitat von Lostoi am 1. Februar 2022, 21:11 Uhr

@frugi85 : Danke für die klaren Worte. Um ganz ehrlich zu sein, ich finde die Planung auch etwas verwirrend - aber @planer muss ja damit zurecht kommen.

Ich denke, dass die Planung an sich nicht verwirrend ist, sondern dass meine Versuche sie theoretisch zu erklären, verwirrend sind. Ich bin leider nicht der beste Erklärer. Ich hätte vielleicht meine Kennzahl und die farblichen Markierungen nicht erwähnen sollen, da beides nur Fehlplanungen aufdecken soll.

In erster Linie interessiert mich der aktuelle Status Quo und ob ich daraus meine fälligen Zahlungen bedienen kann. Mögliche Sparpotentiale sind schön zu sehen und zu erkennen, aber die Investitionen können sich auch komplett entgegen meiner Planung orientieren... Was nützt mir da also eine Hochrechnung/Planung?

Ich plane ja um meine zukünftigen fälligen Zahlungen bedienen zu können. Für meinen Alltag bräuchte ich keine Planung. Am Monatsende wäre mehr übrig als am Anfang. Ich möchte aber überschüssiges Geld in ETFs investieren und es gibt vier Kredite, die noch jeweils eine überschaubare Laufzeit haben. Nachdem die Schulden weg sind, ist mein Cashflow auch einfacher und ich könnte einfach meinen durchschnittlichen Überschuss jeden Monat investieren. Mit den Krediten muss ich aber gucken, dass zum jeweiligen Zeitpunkt genug Geld vorhanden ist. Ich brauche die Weitsicht in meinen Planungen, da ich das Geld für das Abbezahlen meiner Kredite nicht zu lange auf dem Konto liegen haben möchte.

Ich freue mich, wenn meine Budgetierung funktioniert und ich diesen (Betrachtungs-)Monat wohl 400-500 zusätzlichen Spareffekt habe. Ob und wann ich den dann aufs Depot übertrage, warte ich einfach mal ab was sonst noch ansteht oder ich mir einbilde (kaufen zu müssen). Ebenso erfreue ich mich an der (relativ) detaillierten Darstellung, meiner Ausgaben.

Mir sind hingegen die Budgets nicht so wichtig wenn der Kontostand insgesamt stimmt. Ich freue mich wenn ich Geld in ETFs stecke und gleichzeitig weiss, dass ich in x Jahren trotzdem meine Schulden los sein kann. In der Zeit nach den Schulden kann ich dann noch mehr in ETFs stecken 😀

Und falls sich einer beim Lesen dieser Zeilen fragt : He, hat der keine Freunde und keine Hobbies? kann ich bereits jetzt antworten. KORREKT.

Ich habe keine Freunde (ok, einen guten Freund habe ich) und sonst keien Hobbies! :mrgreen:

Deine Buchhaltung ist kein Hobby? 😉

@privatier und @planer : Der letzte Satz war eigentlich mehr ironisch gemeint (zumindest der zweite Teil). Ich habe viele Interessen und nutze gerne dafür meine Zeit.

Zitat von Planer am 1. Februar 2022, 22:06 Uhr

... Ohne die unregelmäßigen Ausgaben (Stichwort Kredite) wäre eine Planung wesentlich simpler....

Den Satz verstehe ich jetzt nicht so ganz... Hast Du Kredite mit variablem Zinssatz abgeschlossen? Meinen Kredit habe ich mit einer Laufzeit von 10 Jahren abgeschlossen und weiss seitdem ganz genau, welche Annuität mir monatlich belastet wird - also ganz regelmäßig. Ebenso weiss ich genau, wann er fällig ist bzw. ab wann ich mich um eine Anschlussfinanzierung kümmern muss. Von daher kann ein Kredit doch nicht plötzlich in fällig sein.

@lostoi

Ich werde keine Anschlussfinanzierung mehr machen und meine laufenden Kredite spätestens zum Ende ihrer Laufzeit ganz abbezahlen. Das ist bei mir realistisch und planbar, aber das hat zur Folge, dass ich auch zu einem bestimmten Zeitpunkt genug Geld haben sollte.

Zitat von Planer am 24. Januar 2022, 20:51 Uhr

 

  1. Bei all meinen Überlegungen blende ich die Inflation aus, da ich davon ausgehe, dass sowohl meine Einnahmen (aus Vermietung + Job bzw. später die gesetzliche Rente) als auch Investments (Immobilien + Aktien/ETFs) sich entsprechend mitentwickeln. Ergibt das Sinn? Macht ihr das auch so?

Bisher hatte ich mit 1,5% Inflation/a kalkuliert.

U.U. muss ich das mal anpassen, mal schauen.

  1. Ich habe mir ausgerechnet was für einen theoretischen gesetzlichen Rentenanspruch ich mit 67 Jahren hätte (falls ich ab dem Alter von 55 Jahren nicht mehr einzahlen und sich sonst nichts ändern würde). Berücksichtigt ihr diesen errechneten Wert bzw. das Netto davon bei euren Überlegungen? Bei mir liegt die Rente ja noch ca. 25 Jahre in der Zukunft und ich gehe davon aus, dass die Rente zwar mit der Inflation wächst, aber insgesamt trotzdem real auf einem niedrigeren Niveau sein wird (falls sich nicht irgendwas radikal ändert). Was würdet ihr ansetzen? 25% weniger oder ist das zu optimistisch aus eurer Sicht?

Ich rechne aktuell damit, dass ich meine aktuell prognostiezierte gesetzliche Rente +Inflationsausgleich bekommen.

Ansonsten mache ich noch eine grobe Hochrechnung meiner vermutlichen Rentenpunkte. Wahrscheinlich wird es darauf hinaus laufen, dass ich am Ende zumindest in der 40RP+x Kategorie mitspielen kann und das wäre ganz gut, denn damit bin ich in einer Mehrheit und denen tut die Politik idR nicht weh.

  1. Berücksichtigt ihr potentielle Erhöhungen der gesetzlichen Krankversicherungsbeiträge bei euren Planungen? Oder blendet ihr das aus bzw. ist das aus eurer Sicht vernachlässigbar, da das die Steuerzahlungen reduziert und in Summe nicht zu relevant ist? Insbesondere überlege ich da mit dem Blick auf die Zeit als Privatier.

Ist in der Inflation mit drin.

 

  1. Von welcher durchschnittlichen realen Rendite geht ihr bei ETFs jährlich aus? Bei meinen Hochrechnungen gehe ich im Moment von keiner realen Rendite aus und rechne nur mit dem Inflationsausgleich, was aber wahrscheinlich viel zu konservativ ist. Wenn meine Recherchen richtig sind, wären 3% bis 5% reale Rendite anscheinend realistischer.

Ich gehe von +4%/a nach Steuer aus. Davon frisst die Inflation in meiner Excel 1,5%.

Nach FIRE gehe ich von einer reduzierten Rendite von +2,5% aus.

Meine Erwartung ist, dass die Rednieten in den nächsten jahzehnten kleiner sein werden asl davor. Die Bevölkerung wächst lansgamer, der Ressourcenknappheit wird immer schlimmer, die Wirtscahft wächst lansgamer, ökologische Schäden werden immer teurer.

Das sind mMn prinzipielle und global langfrsitig wirksame Faktoren, aber ich kann mich natürlich auch irren.

Vielleicht komt ja ein krasser Bosster aus dem Nichts, so wie das Internet. Medizin erfindet die Langlebigkeit für fast jedermann, Raumfahrt als bedeutende Industrie (sehr unwahrscheinlich), Aliens, was weiß ich...

Ich hab eine Excel. Die genügt mir bisher für meine zwecke.

Die Prognose dient vor allem dazu, das mit dem Status abzugleichen und soll als Motivator dienen und aufzeigen, was zumindest theoretisch möglich wäre.

ich bedauere, das nicht schon vor 20 Jahren gemacht zu haben.

da ich alle 3 Monate einmal schau, ob ich rebalancen muss mache ich auch ein Statusupdate alle 3 Monate. Dauert so 1-2 Stunden.

MfG