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Welche Rahmenbedingen bei FIRE-Planung annehmen?

Planer, bei mir sind es an die 40 Kategorien geworden in welche ich die Einnahmen- und Ausgaben aufteile, Gehalt, Sonderzahlungen, Dozententätigkeit, Sparraten für Fonds, Bausparen, Energie (Strom, Gas, Wasser), Internet/Telefon, Handy, GEZ, Versicherung, Gesundheit, Darlehen, Urlaub, Fahrzeuge, Doc Morris, Finanzamt, Zahnarzt etc. Das kristallisiert sich im Laufe der Zeit heraus, mal kommt was dazu mal fällt etwas weg. Alles in Zeilen. Dann in den Spalten die Monate. Die Summierung der ersten Spalte bspw. für Januar ist dann der Startpunkt für Februar. Das meiste lässt sich einfach rüberkopieren da die Beträge fix sind. So lässt sich ruckzuck auch ein ganzes Jahr abbilden. Wenn man dann noch eine Summe der einzelnen Monate bildet hat man das Gesamtjahr.

Für einen gewissen Zeitraum macht es schon Sinn mal alle Ausgaben festzuhalten um die Kostentreiber zu identifizieren. Ich habe bei meinen Kollegen z.B. nie verstanden warum die sich zweimal am Tag Coffee to go geholt haben, teuer und Umweltverschmutzung. Für den Preis von zwei Coffee to go habe ich mir ein Paket Kaffee geholt und zwei Wochen damit Kaffee gekocht.

Das Brot von Lidl ist qualitativ gut, sagen auch Tests, ich nehme dort auch nicht die 15 Cent Brötchen sondern die etwas besseren Bio Brötchen. Vom Bio Bäcker aus der Region wird es sicher besser sein. Seit Home Office habe ich die Zeit und radele jeden morgen los und hole mir frische Brötchen. Zuerst bin ich immer zum Bäcker, das wurde mir aber langsam etwas teuer und da bin ich einfach mal zu Lidl rein und die Brötchen haben mich überzeugt. Bei den meisten Bäckern werden ja auch nur die Rohlinge vor Ort in den Ofen geschoben, kosten aber das dreifache. Die wenigsten Bäcker hier backen noch selbst, alles Massenware.

privatier, sei froh das Du immer gesund bist, das ist ein Geschenk wenn man ohne große Krankheiten durchs Leben geht. Das liegt in erster Linie an den Genen, gute Ernährung und Bewegung trägt natürlich seinen Teil dazu bei, wenn man sich extrem ungesund ernährt hat das Folgen, das Lidl Brötchen ist jedenfalls nicht schuld 😉

@konsument Danke für die Ausführungen

Mein neues Cashflow-Excel Sheet habe ich jetzt größtenteils fertig. Es sind bisher 56 verschiedene Arten von Einnahmen und Ausgaben geworden und es kommen bald noch welche dazu. Bei wenigen fehlen noch die genauen Zahlen, aber das werd ich sicher zeitnah ergänzen. Eine meiner Abbuchungen ist alle 6 Wochen, was mich ziemlich ärgert, aber ich habe sie erstmal jeden Monat vermerkt (ist ein kleinerer Betrag). Ich habe jetzt einen genaueren Überblick über meinen Cashflow. Dafür vielen Dank!

Zur Kontrolle habe ich mal 7 Jahre in die Zukunft "geguckt" und festgestellt, dass meine vorherige grobe Übersicht mit Durchschnittwerten tatsächlich sehr ähnliche Werte ausspuckt (auch wenn sie unterjährig etwas ungenauert ist). Werte sollten also passen, aber ich überprüfe das besser nochmal bevor  ich in der Schuldenfalle bin 😉

Zitat von konsument am 26. Januar 2022, 22:31 Uhr

privatier, sei froh das Du immer gesund bist, das ist ein Geschenk wenn man ohne große Krankheiten durchs Leben geht. Das liegt in erster Linie an den Genen, gute Ernährung und Bewegung trägt natürlich seinen Teil dazu bei, wenn man sich extrem ungesund ernährt hat das Folgen, das Lidl Brötchen ist jedenfalls nicht schuld 😉

Zum letzten mal off-topic: ja, ich habe gute Gene und bin mir dessen bewusst (brauche mir nur Großmutter und Vater und Sohn anzusehen). Und ja, an den Brötchen wird es nicht liegen. Und ja, die Sachen von zb Aldi, wo ich oft hingehe, sind bei Ökotest oft gut getestet. Aber Sport und Essen werden deutlich unterschätzt. Vor allem, wenn man älter wird!

Ein Tip für das Excel: mache es nicht zu kompliziert und gut pflegbar:

  • bei mir sind die Tabellenblätter, und ich habe bis heute nicht rausgefunden warum, recht speicherintensiv. Jedes mal, wenn ich einen Monat hinzufügen, nimmt das Excel an Speicherkapazität zu. Bei so 8 Blättern kommt mein Rechner an die Kapazitätsgrenze.
  • und die Formeln und Berechnungen gut prüfen und plausibilisieren. Ich hatte irgendwie immer unterbewusst (obwohl  ich wusste, dass es Blödsinn ist), die Angst, dass ich 3 Monate nach meiner Kündigung feststelle, dass sich in meinem Excel ein fetter Fehler befindet und ich wieder ran muß.

Irgendwie bin ich vom eigentlichen Thema selbst ganz abgekommen, aber so schlimm ist das nicht (Brot ess ich auch gerne 😉 )

Schematisch sieht das Cashflow-Sheet folgendermaßen bei mir jetzt aus:

Januar 22 Februar 22 ...
Kontostand (Anfang) 10.000 12.000
Kontostand (Ende) 12.000 11.500
Veränderung (Ende - Anfang) 2000 -500
Ausgabe/Einnahme 1 1.000 1000
Ausgabe/Einnahme 2 -35 -350
Ausgabe/Einnahme 3 -115 -200
... ... ...

Formeln habe ich wenig drin, da ich ja nicht die Vergangheit bzw. Einträge im Sheet durch irgendwas indirekt verändern möchte. Monatliche Ausgaben/Einnahmen habe ich einmal eingetragen und dann für zehn Jahre nach rechts gezogen um alle Zellen zu füllen. Bei regelmäßigen jährlichen Ausgaben/Einnahmen habe ein Jahr gefüllt und dann das Jahr markiert und nach rechts gezogen. Das ging relativ einfach.

Bei den variablen Budgets habe ich bei regelmäßigen Ausgaben (Lebensmittel, Konsum, Benzin, etc.) meine Budgets vermerkt und werde diese dann in Zukunft pro Monat nach besten Wissen und Gewissen überprüfen (überschlagen) und ggf. anpassen oder verschieben.

@planer : für mich zum Verständnis...

Der Wert unter "Veränderung (Ende - Anfang)" : Ist das die Summe aus den Ausgabe/Einnahme 1-x? Oder wie pflegst Du da die Daten? (Es könnte ja auch Kontostand Ende - Kontostand Anfang sein)

Wie gesagt, ich nutze das Forum auch um Anregungen für meine Sachen zu erhalten.

Zitat von Lostoi am 28. Januar 2022, 7:17 Uhr

@planer : für mich zum Verständnis...

Der Wert unter "Veränderung (Ende - Anfang)" : Ist das die Summe aus den Ausgabe/Einnahme 1-x? Oder wie pflegst Du da die Daten? (Es könnte ja auch Kontostand Ende - Kontostand Anfang sein)

Es ist beides gleich, da "Kontostand Ende" die Summe aus allen Ausgaben/Einnahmen + "Kontostand Anfang" ist. Die Veränderung kann man aus der Summe der Ausgaben/Einnahmen bilden oder sie durch die beiden Kontostände errechnen. Bei mir hab ich konkret die beiden Kontostände verwendet.

@planer : genauso habe ich das gemeint, wobei ich Kontostand Ende und Veränderung nicht habe, die Summierung ist dann der Kontostand Ende, aber das ist Geschmackssache, beides gut. Um das ganze immer glatt zu bekommen habe ich eine Zeile "Bar", das sind dann die Ausgaben für Lebensmittel, Drogerieartikel und alles was nicht in die vorgesehenen Kategorien passt. Wenn man dann einmal die Summen quer bildet stellt man auch schnell fest ob ein Formelfehler vorliegt. Diese Anordnung ist am praktikabelsten, beschäftige mich seit Jahrzehnten bei der Arbeit mit solchen Fragestellungen. Das erfordert auch keinen hohen Pflegeaufwand. Außer Summenformeln benötigst Du auch keine komplizierten Berechnungen wie Dynamisierung oder dergleichen.

zum letzten Mal Brot: das von Lidl ist besser als das von Aldi 😉

@Privatier : absolut richtig mit Sport und Ernährung, ich gehe drei bis viermal die Woche ins Fitnessstudio, mache Yoga, PowerWorkout und BodyPump, also von allem etwas, Kondition, Ausdauer, Beweglichkeit und Muskelaufbau. Wechsel auch immer mal die Kurse. Danach immer Sauna und zwischendurch Schwimmen. Immer mal wieder AquaFit, um mich langsam an das Rentnerdasein und den passenden Sport ranzuführen 😀 Als letztes Jahr im Lockdown für 6 Monate geschlossen war habe ich das echt gemerkt, das ließ sich mit Heimtraining nicht auffangen. Das Fitnessstudio ist nicht ganz billig, aber für mich ein Stück Lebensqualität und die beste Altersvorsorge überhaupt.

Zitat von konsument am 28. Januar 2022, 9:30 Uhr

@Privatier : absolut richtig mit Sport und Ernährung, ich gehe drei bis viermal die Woche ins Fitnessstudio, mache Yoga, PowerWorkout und BodyPump, also von allem etwas, Kondition, Ausdauer, Beweglichkeit und Muskelaufbau. Wechsel auch immer mal die Kurse. Danach immer Sauna und zwischendurch Schwimmen.

Klingt ja wie bei mir. Ich zahle das dann auch gerne. Habe ja auch genügend Zeit, das Angebot zu nutzen. Jetzt gehe ich aber erstmal joggen, hier scheint die Sonne!

Zitat von konsument am 28. Januar 2022, 9:30 Uhr

@planer : genauso habe ich das gemeint, wobei ich Kontostand Ende und Veränderung nicht habe, die Summierung ist dann der Kontostand Ende, aber das ist Geschmackssache, beides gut.

Kontostand für Ende des Monats könnte ich auch wieder ausbauen, da ich ja in der nächsten Spalte den ja wieder "nach oben" schreibe. Die Veränderung hingegen find ich für die Ansicht interessant.

Um das ganze immer glatt zu bekommen habe ich eine Zeile "Bar", das sind dann die Ausgaben für Lebensmittel, Drogerieartikel und alles was nicht in die vorgesehenen Kategorien passt.

Guter Hinweis. Bar haben ich gerade bei mir eingefügt, da ich heute tatsächlich was bar bezahlen werde. Normalerweise bezahl ich viel mit Karte, aber hin und wieder kommt auch Cash vor und das würde den Kontostand verfälschen. Bin mir noch nicht sicher, ob ich Barzahlungen zweimal aufführen möchte (eher nicht) oder ob ich nur Abhebungen berücksichte und den Barbestand vernachlässige, was das Bild etwas verzehren würde. Ich wollt mir eigentlich keine Komplexität in die Übersicht holen. In der Realität habe ich auch mehr als ein Konto, aber für die Übersicht muss eins reichen 🙂

@konsument Wie machst du das mit Cash genau?

Wenn man dann einmal die Summen quer bildet stellt man auch schnell fest ob ein Formelfehler vorliegt. Diese Anordnung ist am praktikabelsten, beschäftige mich seit Jahrzehnten bei der Arbeit mit solchen Fragestellungen. Das erfordert auch keinen hohen Pflegeaufwand. Außer Summenformeln benötigst Du auch keine komplizierten Berechnungen wie Dynamisierung oder dergleichen.

Komplex war das wirklich nicht. Nur das Suchen der Daten war etwas unschön, da ich zuvor nur Durschnittwerte aufs Jahr/Monat hatte und mir die konkreten Monate raussuchen musste. Bei vielen Zahlungen hatte ich das im Kopf und hab dann in meinen Umsätzen gewühlt bzw. letzendlich die Kontoauszüge mir dazu angeguckt.

bei uns schien auch endlich mal wieder die Sonne und ich habe eine Runde mit dem Fahrrad gedreht, Vitamin D tanken, Home Office sei dank 😎

Hallo Planer, bar ist eher als Oberbegriff für all jenes zu verstehen, welches sich nicht den Kategorien zuordnen lässt, das sind bei mir insbesondere Lebensmittel, Drogerieartikel, ausgehen (was aktuell selten vorkommt). Der Begriff "Haushalt" würde es vielleicht eher treffen. Das zahle ich zumeist auch mit Karte. Also die Berechnung ist bei mir kein detailliertes Haushaltsbuch, sondern ein "Haushaltsbuch light". Man bekommt aber auch so einen ziemlich guten Überblick über die Ausgaben und Einnahmen, ich liege meist so bei 600 Euro für den "Haushalt", wenn es mehr wird lässt es sich einer der Kategorien zuordnen oder wäre ein Anlass für eine neue Kategorie. Aus dieser Aufteilung generiere ich auch eine Haushaltsrechnung und sehe dann, ob ich im Vorruhestand und als Rentner mit den Ausgaben und Einnahmen hinkomme bzw. wo ich einsparen muss.

Ich weiß z.B. genau das mich Reisen und Fahrzeuge am meisten Geld kosten, sehe aber auch das ich es komplett mit meinen Nebeneinkünften kompensieren kann, daher mache ich für mich gedanklich einen Haken dahinter. Ich habe mal gelernt man soll das Geld für die Dinge ausgeben welche einem wichtig sind. Und das sind Ausgaben, welche sich quasi von heute auf morgen beseitigen lassen. Allerdings hätte ich natürlich auch das Geld sparen und nun wahrscheinlich ein stattliches Aktiendepot oder was auch immer vorweisen können, aber jetzt ist der Drops eh gelutscht und der Vorruhestand steht vor der Tür 😉

 

@konsument Ah, ok - mir ging es tatsächlich um Cash, aber ich tendiere im Moment das zu vernachlässigen...Mal gucken, ob es mich in den nächsten Monaten stört.

Ich hab jetzt anhand des neuen Sheets mein Sparen etwas optimiert. Die monatliche Summen für meine ETF-Sparpläne sind jetzt wesentlich höher. Eventuell muss ich dann im Laufe des Jahres die Pläne nochmal anpassen/aussetzen, aber das ist zunächst für mich ohne größeres Risiko. Ein paar variable Budgets decke ich jetzt zunächst über den Notfallpuffer auf meinem Konto ab und falls z.B. das Auto repariert werden muss, "spare" ich (falls überhaupt notwendig) im Nachhinein das Geld durch Reduktion/Aussetzen der ETF-Sparpläne wieder an. Den Betrag für die Sparpläne hole ich mir jetzt auch immer aus dem Vormonat/der Spalte davor. Das erleichtert Änderungen, die ich per Hand eintragen kann und dann nicht in die Zukunft kopieren muss. Zusätzlich verwende ich jetzt die Sparplanbeträge für meine Hochrechnung des ETF-Depots. Also die realen Werte passen das "Plan/Spiel"-Excel an.

Um einen besseren Überblick zu haben, habe ich jetzt auch ein paar "bedingte Formatierungen" eingerichtet:

  • Wenn mein Kontostand (egal ob Anfang oder Ende) meinen gewünschten Notfallpuffer unterschreitet, wird die Zelle farblich hervorgehoben
  • Der aktuelle Monat (Spalte) wird farblich hervorgehoben
  • Besonders hohe Ausgaben oder Einnahmen werden farblich markiert (soll mir wichtige Ereignisse zeigen und ggf.  Vertipper verhindern)
  • Änderungen im ETF-Sparplan werden mir jetzt farblich markiert, da ich aktiv die Pläne anpassen muss

Ich hoffe, dass ich mich an den Sinn und Zweck der Farben hinterher noch erinnern kann. In meinem Excel kann ich leider den Regeln keine Namen geben.

 

Zitat von Planer am 29. Januar 2022, 12:40 Uhr

...Ich hoffe, dass ich mich an den Sinn und Zweck der Farben hinterher noch erinnern kann. In meinem Excel kann ich leider den Regeln keine Namen geben. 

@planer : Wie wäre es, wenn Du einfach in Zeile 1-x einen Kommentar zur Farbhinterlegung schreibst?! Auch wenn Du gerne planst und hochrechnest - eine ordentliche "Dokumentation" ist da sicher hilfreich (auch wenn es zu sehr nach Buchhaltung klingt... 😉  )

In meinen Sheets mache ich mitunter verschiedene Kommentare / Kommentierungsblätter um dort zu hinterlegen, was ich mir beim Erstellen des Sheets dabei gedacht ahbe. Das hilft einige Zeit (oder Jahre) später die Daten entsprechend zu interpretieren.

Zitat von Lostoi am 29. Januar 2022, 16:26 Uhr

@planer : Wie wäre es, wenn Du einfach in Zeile 1-x einen Kommentar zur Farbhinterlegung schreibst?! Auch wenn Du gerne planst und hochrechnest - eine ordentliche "Dokumentation" ist da sicher hilfreich (auch wenn es zu sehr nach Buchhaltung klingt... 😉  )

In meinen Sheets mache ich mitunter verschiedene Kommentare / Kommentierungsblätter um dort zu hinterlegen, was ich mir beim Erstellen des Sheets dabei gedacht ahbe. Das hilft einige Zeit (oder Jahre) später die Daten entsprechend zu interpretieren.

Danke für das Feedback. Ich werd wahrscheinlich ein neues Sheet anlegen und dort dokumentieren (und das Sheet verstecken). Bei Bedarf kann ich dann nachgucken. Bisher sieht es für mich noch einfach und verständlich aus 🙂 , aber vielleicht überdenke ich ja alles und dann sind die Gründe für die vorherigen Entscheidungen schon wichtig.

Bei meinem Sheet hab ich eine neue Zeile eingeführt:

"max drawdown": ich berechne pro Monat die Summe aller Ausgaben und hebe diese farblich hervor wenn allein durch die Ausgaben der Kontostand zu niedrieg werden würde. Sinn und zweck ist, dass ich nicht durch die Reihenfolge der Einnahmen und Ausgaben einen gewissen Puffer unterschreiten möchte (oder gar ins Minus komme).  Mein Lohn kommt leider immer erst am Monatsende und alles andere verteilt sich "irgendwie" über den Monat...

@planer : Das kommt auf die Betrachtungsweise einfach an - Du kannst den Januarlohn ja auch als Basis für den Februar ansetzen.

Ich erhalt mein Gehalt immer am 15. eines Monats - das ist also der Anfangstag für mich. (Der Januar geht bei mir also von 15.01. - 14.02.). Meine Jahresübersicht geht somit auch bspw. vom 15.01.2021 - 14.01.2022 .

So hast Du zwar einen Monat "unsauber" dargestellt - aber deine Planung hast Du ja auch nicht seit Berufsbeginn aufgesetzt.

Zitat von Lostoi am 31. Januar 2022, 14:52 Uhr

@planer : Das kommt auf die Betrachtungsweise einfach an - Du kannst den Januarlohn ja auch als Basis für den Februar ansetzen.

Vielen Dank für den Einblick. Wenn ich in deiner Situation wäre, würde ich es vielleicht auch so machen, aber ich bin zu dem Resultat gekommen, dass das Verschieben für mich keinen Vorteil hätte und ich die Kennzahl trotzdem brauche. Mein Hauptproblem wäre, dass die Übersicht für mich stark leiden würde und ich das potentielle Probleme durch eine Verschiebung des Monatsanfangs nicht wegbekommen könnte. Die Kennzahl soll bei meiner Planung Fehler aufdecken und mich auf einen potentiell kritischen Pfad hinweisen. Die Prüfung gefällt mir, da  bei mir hohe Ausgaben und erhöhte Einnahmen in einem Monat fallen können (egal wie Monatsanfang definiert ist) und dann kommt es wieder auf die Reihenfolge der Einnahmen und Ausgaben an, was ich allerdings zumindest merken möchte. Das ist sicherlich nicht für jeden relevant, aber mir gibt die Kennzahl zusammen mit der ggf. farblichen Kennzeichnung Sicherheit beim Planen.

Gar kein Problem - sollte ja nur eine mögliche Anregung sein. Denn wie einmal erwähnt, nutze ich das Forum um verschiedene Sichtweisen zu bekommen und meine Sachen dahingehend mitunter zu hinterfragen.

Du könntest Dir für die Planung ja ggf. auch einen "Sicherheitssockel" auf dem Konto einrichten, um die zeitliche Verschiebung der Einnahmen ein wenig zu "puffern". Nachdem man dzt. ja so oder so nirgends Zinsen bekommt, habe ich bspw. einen runden Betrag von zwei Gehältern als Puffer auf dem Girokonto liegen. Diese dienen einerseits für mögliche ungeplante Ausgaben bzw. in nächster Zeit anstehende Ausgaben. Dadurch habe ich bspw. sichergestellt, dass ich den Dispo nicht in Anspruch nehmen soll. Und wenn mir der Betrag im Laufe der Zeit zu hoch wird, dann schichte ich eben wieder etwas um.

Einen "Sicherheitssockel" brauche ich und habe ich auch eingeplant. Dieser Risikopuffer darf während eines Monats zeitweise unterschritten werden, aber er sollte zu jeder Zeit mindesten 50% von seinem eigentlichen Betrag haben und am Monatsende/-anfang wieder bei 100% liegen. So habe ich das zumindest im Moment für mich festgelegt.

Zusätzliches Cash zum "Sicherheitssockel" möchte ich gern zukünftig nur noch zweckgebunden ansammeln und da hilft die detailierte Cashflow-Planung mir sehr.

Moin

 

Mein Hauptproblem wäre, dass die Übersicht für mich stark leiden würde und ich das potentielle Probleme durch eine Verschiebung des Monatsanfangs nicht wegbekommen könnte. Die Kennzahl soll bei meiner Planung Fehler aufdecken und mich auf einen potentiell kritischen Pfad hinweisen. Die Prüfung gefällt mir, da  bei mir hohe Ausgaben und erhöhte Einnahmen in einem Monat fallen können (egal wie Monatsanfang definiert ist) und dann kommt es wieder auf die Reihenfolge der Einnahmen und Ausgaben an, was ich allerdings zumindest merken möchte. Das ist sicherlich nicht für jeden relevant, aber mir gibt die Kennzahl zusammen mit der ggf. farblichen Kennzeichnung Sicherheit beim Planen.

und

Dieser Risikopuffer darf während eines Monats zeitweise unterschritten werden, aber er sollte zu jeder Zeit mindesten 50% von seinem eigentlichen Betrag haben und am Monatsende/-anfang wieder bei 100% liegen. So habe ich das zumindest im Moment für mich festgelegt.

Zusätzliches Cash zum "Sicherheitssockel" möchte ich gern zukünftig nur noch zweckgebunden ansammeln und da hilft die detailierte Cashflow-Planung mir sehr.

Vielleicht bin ich ja der Einzige der es so sieht aber deine Finanzplanung wirkt auf mich ziemlich chsotisch. Wozu machst du dir den ganzen Stress? Wenn du deinen Puffer größer dimensionierst dann hast du ausreichend Spielraum auch für größere regelmäßige Ausgaben. Wenn es eine Rolle spielt ob man von Monatsanfang oder Mitte rechnet, dann ist doch alles total auf Kante genäht. Wenn man den Überblick derart verliert dass man dauernd hin und her buchen muss um nirgends Gefahr zu laufen ins Minus zu rutschen nur um jeden nicht benötigten Cent investieren zu können....auwei, das wäre mir zu doof. Dann lieber 10 oder 20k mehr vorhalten und sich um all das nicht sorgen müssen. Nach ein paar Monaten kann man ja prima Durchschnitte bilden und schauen ob das System gut eingepegelt ist. Was versprichst du dir denn von deiner Vorgehensweise?

Ob das Geld nun einen oder zwei Monate später im Depot landet ist doch nicht relevant...

 

vg