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Was kosten Kinder

Einkommenseinbußen in Bezug auf Teilzeit wegen Care-Arbeit ist ein hoher Kostenfaktor:

" 40 Prozent ihres Lebenserwerbseinkommens büßen Frauen mit einem Kind durchschnittlich ein — im Vergleich zu kinderlosen Frauen. Frauen mit drei oder mehr Kindern verdienen fast 70 Prozent weniger als Nicht-Mütter. " (Studie der Bertelsmann-Stiftung, die am 22. Juni veröffentlicht wurde)

 

Kann natürlich auch sein, dass der Mann oder ggf. beide Teilzeit arbeiten.  Die geringere Rentenpunkte setzen sich dann für die Menschen lebenslang durch.

Wenn Du alles machen kannst was Du willst solltest Du etwas wollen.

Bloß gut, dass das, was hier in einigen der letzten Posts so berichtet wurde, 98% der Leute nicht wissen. Es würde ja keiner mehr Kinder bekommen. :mrgreen:

Mal so als Vater zweier Kinder gesprochen: Ja, klar, Kinder kosten Geld, wobei die Summen überaus variabel sind. Man kann sich sicher an den statistischen Größen orientieren. Aber die Statistik sprach zum Beispiel auch klar dagegen, dass mein Vater an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkranken und sterben würde und es hat ihm letztendlich trotzdem nichts genützt.

Mal abgesehen von der nichtmonetären Bereicherung, die Kinder ins Leben bringen, verändert eigener Nachwuchs das Leben auf vielerlei Art. Meistens wird man sparsamer, so dass viele Mehrausgaben für die Kinder dadurch wenigstens teilweise kompensiert werden. Ist ähnlich wie beim altbekannten Eigenheim, welches die Sparquote von Familien meistens nachhaltig vergrößert, was sozusagen für die "innere Rendite" gut ist.

Im übrigen ist das wichtigste, was man Kindern geben kann, Liebe und Zuwendung. Geld ist wie oft im Leben hilfreich, aber ersetzt nichts davon. Klar ist auch, dass Kinder gegen Ende der "Betreuungszeit" finanziell unter Umständen mit Blick auf mögliche Auslandsaufenthalte und ein Studium mit allem Drum und Dran noch mal richtig ins Kontor schlagen. Das sollte man nach Möglichkeit schon berücksichtigen, wenn die Kinder klein sind und entsprechende Mittel/Depots aufbauen. Man sollte den eigenen Kindern aber auch zumuten und zutrauen, ab einem gewissen Zeitpunkt (so ab 16/17/18 würde ich das schon als möglich ansehen) wenigstens einen Teil ihrer "Kosten" (insbesondere solche für gewisse Extras) mit eigenen, kleinen Beiträgen zu co-finanzieren. Das trägt zur Persönlichkeitsbildung mehr bei, als eine allzeit geöffnete Brieftasche der Eltern.

Ja klar sind Kinder trotzdem eine Bereicherung. Trotzdem rate ich meinem mittlerweile erwachsenen Neffen ab, Kinder zu bekommen, da er wie mein Vater/sein Großvater eigentlich nicht der richtige Typ dafür ist. Meinem Vater waren die 7 Kinder nämlich zu viel, er verzog sich nach der Arbeit gleich in den Wäldern und überließ meiner Mutter die ganze Familienarbeit. So hat sie enorm viel geleistet, da sie auch noch arbeitete als Damenschneidermeisterin mit Lehrlingen. Ich versuchte später, sie zu entlasten, aber ich wollte nie den Stress meiner bewundernswerten Mutter haben. Deshalb bekam ich keine Kinder, sondern half lieber meiner alleinerziehenden überforderten Schwester, ihre Kinder großzuziehen. Das gab schon genug Arbeit für mich (auch viel Freude). Wir haben als Großfamilie mit drei Generationen zusammengelebt. So konnten wir denn auch wieder einiges einsparen. Meine Nichte habe ich aber nicht mehr erzogen, sie ist entsprechend verwöhnt. Ich habe immer dagegengesteuert und tue es auch jetzt noch, indem ich eher ideelle Geschenke kaufe und solche, die ihrer Bildung gut tun. Ich konnte meine Schwester jetzt auch dazu bringen, ihr nicht mehr so viel zu kaufen, damit sie für ihr Jugendkonto ansparen kann. Nur eines ist klar: Die Kinder wissen schon, wie man die Eltern um den Finger wickelt oder sie gegebenenfalls emotional erpresst, um sie weichzuklopfen. Der Gesellschaftsdruck ist groß, vor allem im Teeny-Alter.

Liebe Grüße, Laura Maelle
Zitat von Muslime_Frugi am 4. Juli 2021, 21:16 Uhr

Hey Andre

2.000€ pro Kind als Unterstützung ist heftig. Das würde meine FIRE Pläne auf mind. 60 verlängern.

Meine 2 werde ich bis zum Ende des Erststudium mit Max. 500€ plus Kindergeld unterstützen. Biete Platz zum Wohnen bei Wunsch. Ansonsten müssen sie noch jobben falls weiterer Bedarf. Für ein mögliches Aufbaustudium/ Promotion müssen sie ihr Kinderdepot verwenden. Das sollte dann locker reichen.

Mein Freund hat sogar nur 500 Euro p.M. gezahlt. Hat es ähnlich wie Du gemacht. Die Differenz zu 2.000 Euro müssen und mussten bei uns nachgewiesen werden. Beide Konzepte haben -soweit es bislang beurteilbar ist- zu guten Ergebnissen geführt. Sowohl bei meinem Freund als auch bei uns sind die Kinder, die arbeiten, in ihrem Beruf erfolgreich, arbeiten gern und leben ein glückliches Leben.

Zwei meiner Kinder studieren noch, aber auch da zeichnet sich ähnliches ab, wenn nicht noch ein Ereignis kommt, was sie total aus der Bahn wirft.