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Real-Life-Depot

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Das Verlinken interessanter Beiträge bzw. Webseiten zum Aktienkauf  und zur Recherche, wurde wegen Kritik des Users „49er“ in „Beitrag“ #80, eingestellt.

 

 

 

 

Zitat von Myosotis am 7. Juli 2019, 22:35 Uhr

Strategie:

  • Z. Zt. ist Stock Picking* angesagt, nur meine Meinung.
  • maximal 1000€ je Aktienpaket / Gesellschaft
  • kein „stop-loss“** wenn Aktien im Minus
  • Kaufentscheidung: nach fundamentalen Kriterien
  • Kaufzeitpunkt:  charttechnisches Signal

Was genau erhoffst du dir von dieser Strategie? Eine Überperformance wirst du so nicht erreichen. Meine Empfehlung: Kauf dir einen ETF und investiere regelmäßig, z.B. einmal im Monat. Oder wenn du auf Aktien stehst, wähle einfach nach dem Zufallsprinzip. Glaube mir, es macht keinen Unterschied, kostet dich aber wesentlich weniger Zeit und Nerven. Stop-Loss Marken brauchst du aber bei Einzelaktien auf jeden Fall. Eine Aktie, die z.B. 70% Kursverlust hat, lohnt sich nicht zu halten.

Zitat von Fritz am 8. Juli 2019, 17:24 Uhr
Zitat von Myosotis am 7. Juli 2019, 22:35 Uhr

Strategie:

  • Z. Zt. ist Stock Picking* angesagt, nur meine Meinung.
  • maximal 1000€ je Aktienpaket / Gesellschaft
  • kein „stop-loss“** wenn Aktien im Minus
  • Kaufentscheidung: nach fundamentalen Kriterien
  • Kaufzeitpunkt:  charttechnisches Signal

Was genau erhoffst du dir von dieser Strategie? Eine Überperformance wirst du so nicht erreichen. Meine Empfehlung: Kauf dir einen ETF und investiere regelmäßig, z.B. einmal im Monat. Oder wenn du auf Aktien stehst, wähle einfach nach dem Zufallsprinzip. Glaube mir, es macht keinen Unterschied, kostet dich aber wesentlich weniger Zeit und Nerven. Stop-Loss Marken brauchst du aber bei Einzelaktien auf jeden Fall. Eine Aktie, die z.B. 70% Kursverlust hat, lohnt sich nicht zu halten.

Danke für die Tipps, werde die Strategie überprüfen.

@myosotis

Noch ein kleiner Nachtrag: Wenn du dich für Einzelaktien entscheidest, versuche eine 1/n-Gewichtung anzustreben, also jede Aktie mit dem gleichen Anteil am Gesamt-Portfolio. Das hat sich statistisch bewährt und diese Verteilung ist auf lange Sicht eigentlich nicht zu schlagen. Versuche möglichst breit zu streuen 10 Aktien sind zu wenig, 20 bis 30 ganz gut. Mehr als 50 brauchst du aber nicht, da ab einem gewissen Punkt nicht die Diversifikation erhöht wird, sondern nur noch die Komplexität. Auf jeden Fall auf verschiedene Branchen streuen.

Gelöscht

 

"Wenn du dich für Einzelaktien entscheidest, versuche eine 1/n-Gewichtung anzustreben, also jede Aktie mit dem gleichen Anteil am Gesamt-Portfolio."

Mit dem Ansatz habe ich auch mal angefangen, aber bin bald abgewichen: habe günstig scheinende Aktien nachgekauft (mit mehr oder weniger Erfolg). Vor allem bei hochausschüttenden US-REITs und BDCs. Vorläufig ist meine Regel jetzt: Mindest(starter)position ist 1k (bei nur an Nasdaq/NYSE handelbaren: 2k, weil Transaktionskosten quasi doppelt so hoch); Vollposition ist 7k. Jeweils Nettokaufpreis. Kurswert mag beliebig schwanken, rechtfertigt aber keine Nach- oder Verkäufe. Ich versuche, die Nettoerträge zu optimieren (und von USA nach Australien/Ostasien zu diversifizieren).

Und ETFs laufen auch, auf Aktien und Anleihen (Euro Govt Bonds, US Treasury Bonds, Emerging Markets, USD High Yields).

Kompliziertes Spiel, dagegen ist Schach mit 64 Feldern fast langweilig...

Noch ein kleiner Nachtrag: Wenn du dich für Einzelaktien entscheidest, versuche eine 1/n-Gewichtung anzustreben, also jede Aktie mit dem gleichen Anteil am Gesamt-Portfolio. Das hat sich statistisch bewährt und diese Verteilung ist auf lange Sicht eigentlich nicht zu schlagen. Versuche möglichst breit zu streuen 10 Aktien sind zu wenig, 20 bis 30 ganz gut. Mehr als 50 brauchst du aber nicht, da ab einem gewissen Punkt nicht die Diversifikation erhöht wird, sondern nur noch die Komplexität. Auf jeden Fall auf verschiedene Branchen streuen.

Also meinst du 1/30.   z.B. jeweils 1.000€ einkaufen und max. 30 Aktien halten. Dann nur die Positionen im selben Maße nachkaufen?

 

Kompliziertes Spiel, dagegen ist Schach mit 64 Feldern fast langweilig...

Klingt echt mega kompliziert. Warum machst du daraus gleich eine Raketenwissenschaft?

habe mich entschlossen, ein Real-Life-Depot anzulegen und hier zu veröffentlichen.

Vielen Dank, klingt spannend. Vor allem, wenn über die Zeit noch Grafiken/ Charts/ Performance-Daten hinzu kommen...

Zitat von Matsinho am 12. Juli 2019, 7:49 Uhr

Also meinst du 1/30.   z.B. jeweils 1.000€ einkaufen und max. 30 Aktien halten. Dann nur die Positionen im selben Maße nachkaufen?

Du teilst den Betrag, den du anlegen willst einfach durch die Anzahl der Aktien, die du kaufen möchtest. Z.B. 100.000 EUR durch 30 Aktien, wären dann 3.333 EUR je Aktie. Je nach dem welche Anlagestrategie du verfolgst, kannst du z.B. nach einem Jahr rebalancieren. Das heißt, Aktien die im Kurs nachgegeben haben nachkaufen, Aktien, die gestiegen sind (teilweise) verkaufen, bis das Verhältnis wieder stimmt; also wieder eine Gleichgewichtung aller Aktien vorliegt. Du könntest auch die saisonale Strategie verfolgen und Aktien nur vom 1. November bis 30. April halten. Dann musst du nicht rebalancieren, sonder verkaufst alles am 30. April und kaufst am 1. Nov. alles neu mit entsprechender Gleichgewichtung. Der Vorteil der zweiten Anlagestrategie ist, dass du die schlechten Sommermonate meidest und damit das Risiko halbierst einen Crash oder Bärenmarkt mitzuerleben. Außerdem fliegen dann Aktien, die richtig schlecht laufen regelmäßig raus.
Laut wissenschaftlichen Untersuchungen, gibt es nur eine Strategie, die die 1/n-Gewichtung schlagen kann und das ist die Portfolio-Selction-Theorie von Markowitz. Aber diese ist sehr kompliziert und außerdem fehlen dem Privatanleger dafür die nötigen Daten.

 

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Zitat von Matsinho am 12. Juli 2019, 7:49 Uhr

habe mich entschlossen, ein Real-Life-Depot anzulegen und hier zu veröffentlichen.

Vielen Dank, klingt spannend. Vor allem, wenn über die Zeit noch Grafiken/ Charts/ Performance-Daten hinzu kommen

Leider sind Links im Thread nicht erwünscht.

s. #80

S. #80

  • S. #80

S. #80

Facebook sieht nicht so schlecht aus wie befürchtet bezüglich der Bilanz. Marktkapitalisierung von 520 Milliarden. scheint mir ziemlich hoch. Keine Dividenden? Jedenfalls ist der Markenname überragend wertvoll derzeit, allein die Marke dürfte mindestens die Hälfte der Marktkapitalisierung ausmachen. Das kann sich aber schnell ändern. Bei dem satten ausgewiesenen Ergebnis/ Gewinn fragt man sich unversehens warum keine Dividende ausgegeben wird? Ergo: ich persönlich würde diese Aktie nicht kaufen, kann mir aber durchaus vorstellen, dass der Kurs sich noch einmal verdoppelt (das gleiche gilt in die umgekehrte Richtung).

gefällt mir recht gut bisher, also wenn ich eine von den Faangaktien kaufen müsste, würde ich auch facebook nehmen, die sind schon recht breit aufgestellt und dazu mit der coinfantasie, bei eine Rezession könnten hier allerdings die Werbeerlöse wegbrechen, ähnliches hab ich früher mal bei doubleclick erlebt, kennt heute  vermutlich keiner mehr, war aber früher der grösste player bei onlinewerbung

Gelöscht

Franco Nevada: die Marktkapitalisierung von 14 Milliarden stört mich enorm bei 850 Mill. Umsatz. Eine sehr spekulative Aktie. Mit 40 Mitarbeitern diesen Umsatz zu erreichen ist aber respektabel. Ergo: ich würde diese Aktie als Geldanlage nicht kaufen, nur als Spekulationsobjekt.

Xetra-Gold: ich nehme an, dies sind Ansprüche auf Gold und dieses ist nicht physisch hinterlegt. Würde ich persönlich auf keinen Fall kaufen. Ich habe einmal gelesen und auch geglaubt, dass die Ausgeber dieser Verbriefungen über (nahezu) kein Gold verfügen. Die müssten dieses Gold bei Fälligkeit dann am Markt selbst erwerben. Was das bedeutet, wenn viele Kunden ihr Gold haben wollen oder der Goldpreis stark steigt liegt auf der Hand: die Bank ist pleite und das Xetra-Gold wertlos.

xetra gold ist zum grössten teil physisch hinterlegt, man kann sich das gold auch jederzeit liefern lassen gegen gebühr, xetra gold selbst kostet halt auch eine jahresgebühr, 0,3% p.a.

Nur kommt man da im Krisenfall auch ran?

Aber wenn ich was in der Richtung kaufen würde, würde ich auch zu xetra Gold greifen, eher noch als Gold im Schliessfach zu lagern