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Meine Finanzen und Vorstellung

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Hallo zusammen,

ich bin neu hier. Mittlerweile habe ich jetzt mal alle für mich interessanten Themen hier im Forum und auch die Beiträge der Webseite gelesen (hat ganz schön gedauert… 😉 ). Es ist für mich sehr angenehm, dass hier irgendwie alles Platz hat (Klimawandel war auch irgendwo enthalten) und soweit ich es bisher gesehen hab, ist auch der Umgangston zum großen Teil immer angemessen & respektvoll.

Daher wollte ich mich persönlich und meine Finanzen vorstellen.
Weil die Finanzen auch gleich mit dabei sind, hab ich nicht erst im Vorstellungsforum gepostet. Sofern das als unpassend gesehen wird, dann sorry und gerne das Thema einfach dahin verschieben.

 

Allgemein:

Mein Name ist Marc, ich wohne in München und bin gerade 30 Jahre alt geworden.
Im Moment bin ich single und es sieht auch nicht nach einer Veränderung aus. Aber wenn sich was verändert, hab ich kein Problem damit, meine (noch entstehenden) Pläne entsprechend anzupassen.
Ich würde sagen, dass ich über den Minimalismus auf den Frugalismus gekommen bin. Die Vorstellung der finanziellen Freiheit gefällt mir!

 

Beruf:

Mit 35 Stunden bin ich Teilzeit-Angestellter. Ich könnte mich auch verbeamten lassen. Da zögere ich noch wegen der privaten Krankenversicherung und deren Beiträge im Alter. Dazu hab ich hier auch schon einiges gelesen.
Ende diesen Jahres möchte ich auf 30h reduzieren. Dann habe ich mehr Zeit für‘s Ehrenamt und möchte ein Instrument lernen.

Ich kann mir gut vorstellen, weiter zu reduzieren oder irgendwann ganz aufzuhören. Das habe ich noch nicht genau überlegt. Wenn ich mich verbeamten lasse, kann ich maximal auf 20 Stunden runter, als Tarifbeschäftigter geht quasi alles.

 

Finanzen: - vermutlich das interessanteste für euch 😉

  • Pro Monat verdiene ich knapp 2.200,- netto.
  • Ausgaben habe ich im Schnitt 1.400,-. Da ist alles normalerweise drin, also Miete, DSL, Versicherungen, Spenden, Lebensmittel, ... (Das ist jetzt hochgerechnet. Hab seit Anfang des Jahres ein Haushaltsbuch, wo ich aber zumindest auch schon alle Spenden & Versicherungen über's ganze Jahr erfasst hab.)
  • Ich bin schuldenfrei und will das auch bleiben. Selbst wenn irgendwann ein Haus dazu kommt - wobei das in München ohne Schulden etwas herausfordernd wird...
  • Auf verschiedenen Konten liegen derzeit etwa 10-12.000,- rum. Davon sind 2.500,- mein Notgroschen, wobei ich den auf 4-5.000,- erhöhen will.
    • Die restlichen 7.500,- könnte man auch als Notgroschen zählen. Die sind bei mir aber quasi schon „zweckgebunden“ für Ausgaben, wo ich weiß, dass die in den nächsten paar Jahren anstehen werden (neuer Laptop, neues Rad, Umzug, …) Das ganze Geld liegt auf Sparkonten bei 2 Banken. (Sparkonto deshalb, weil es mir persönlich egal ist, ob ich da jetzt 0,0001% oder evtl. 0,1% beim Tagesgeld bekomm.)
  • Zur freien Verwendung für irgendeine Anlage hab ich gerade 1.200,- auf‘m Konto.
  • Seit Anfang des Jahres bin ich in zwei ETFs (Depot bei der DKB). Es fließen als Sparplan jeweils 75,- in
    • UBS ETF MSCI World Socially Responsible UCITS ETF A (ISIN LU0629459743)
    • ISHARES DOW JONES GLOBAL SUSTAINABILITY SCREENED UCITS ETF - USD ACC (ISIN IE00B57X3V84)
    • Das waren die beiden ETFs, die Finanztip als nachhaltig empfohlen hat. Hab ich einfach gemacht, damit ich mal anfang.
  • Generell kann ich kann mir noch andere ETFs, Anleihen oder auch Einzelaktien vorstellen, aber möchte vermeiden, dass ich z.B. in der Rüstungsindustrie drinhänge.
    Da ich mich ansonsten bisher nicht großartig mit diesem Bereich der Geldanlagen beschäftigt hab und falls jemand individuell passende Empfehlungen hat: Gerne her damit 🙂
  • Geldaufteilung
    • Von der 100 – Alter-Formel her wären es bei mir 70% Aktien. Das ist mir persönlich zu viel. Ich tendiere eher zu knapp 50%. Vom Typ her bin ich „kaufen und nie wieder ins Depot schauen, bis ich was brauch“. Außerdem plane ich
    • ~10% in Gold und/oder Silber,
    • ~5% im Bereich von Mikrokrediten. Wobei ich bei Mikrokrediten noch keinerlei Erfahrung habe.
    • ~10-15% in Immobilien. Dabei habe ich auch noch keine Erfahrung. Ich bin in den letztene Tagen beim Durchklicken auch nicht direkt auf ein passendes Thema dazu gestoßen. Falls da jemand konkrete Empfehlungen für einen Einsteiger hat: Ich freue mich über Tipps! 😎
    • Wer rechnen kann: ~20% fehlen noch. Mit denen will ich erstmal meinen Notgroschen (s.o.) entsprechend erhöhen. Und danach vermutlich so auf meine anderen Anlagen verteilen, dass das Mengenverhältnis etwa identisch bleibt.

 

Noch Fragen zu mir oder meinen Finanzen? Oder Antworten auf meine Fragen?
Dann gerne her damit 🙂

 

Viele Grüße
Marc

Hallo Marc,

bin auch noch nicht lange hier aber will mich trotzdem an einer Antwort versuchen.

Mir kommt es vor, als würdest Du Minimalismus und Frugalismus als Vorstellung schön finden, aber zur Umsetzung kommen Dir andere Interessen in die Quere.

Du planst über die Hälfte Deines kleinen Vermögens in nächster Zeit für Konsumartikel zu verpulvern Wäre es nicht sinnvoller Dein Vermögen wachsen zu lassen?

Und Du denkst an Arbeitszeitreduktion. Schön. Aber wie soll das bei Deinem Einkommen und Deinem Vermögen mit Frugalismus unter einen Hut zu bringen zu sein?

Die 150.- Euro die Du in ETFs steckst sind in 10 Jahren gerade einmal eingezahlte 18000.- Euro.

 

Hallo Marc,

nur 2 Anmerkungen:

  • gibt es als Beamter nicht Beihilfe zur PKV?
  • wie willst du denn mit deinen Einnahmen und deinem Vermögensstand in München schuldenfrei ein Haus kaufen? (unter 1 -2 Mio braucht man da doch wahrscheinlich gar nicht anzufangen)?

Hallo vodef72 & Privatier,

Zitat von vodef72 am 3. Mai 2020, 17:25 Uhr

Mir kommt es vor, als würdest Du Minimalismus und Frugalismus als Vorstellung schön finden, aber zur Umsetzung kommen Dir andere Interessen in die Quere.

Du planst über die Hälfte Deines kleinen Vermögens in nächster Zeit für Konsumartikel zu verpulvern Wäre es nicht sinnvoller Dein Vermögen wachsen zu lassen?

Sorry, ich hab oben was nicht richtig erklärt:
Ja, ich habe viel in Planung, was ich kaufe. Das läuft aber eher so ab, dass ich warte, bis mein Fahrrad nicht mehr fährt und auch Reparaturen nicht mehr helfen - und dann schau ich nach einem neuen, was dann auch mal teuer werden kann (da mein Hauptfortbewegungsmittel). Laptop genauso: Wenn er kaputt geht und sich nichts mehr machen lässt: Dann kauf ich mir einen neuen, der meine Ansprüche erfüllt. Dabei wird lange nicht alles draufgehen, was auf'm "Laptop-Konto" liegt. Das ist sozusagen dann gleich der Grundstock für den übernächsten 😉
Ich will auf diese - notwendigen - Anschaffungen nur vorbereitet sein, weil ich weiß, dass die kommen werden. Da gibts auch einen Artikel von Oliver: https://frugalisten.de/waschmaschine-autowerkstatt-stromnachzahlung-unvorhergesehene-kosten-und-wie-du-sie-vermeidest/

Soweit ich es hier bisher mitbekommen habe, hat jeder eine unterschiedliche Definition für Frugalismus (oder auch Minimalismus). Es gibt die, die mit 45 aufhören wollen zu arbeiten und nur von Dividenden leben. Und es gibt die (das geht dann meiner Ansicht nach in Richtung Minimalismus), die lieber jetzt freie Zeit haben und stattdessen dann 10 Jahre länger arbeiten. Letzteres entspricht mir mehr.

Beim Minimalismus seh ich mich voll. Den Frugalismus finde ich tatsächlich eine schöne Vorstellung. Der Versuch bei mir ist es jetzt, die Theorie langsam in meine (Lebens-)Praxis zu schieben 🙂

 

Zitat von Privatier am 3. Mai 2020, 17:40 Uhr
  • gibt es als Beamter nicht Beihilfe zur PKV?
  • wie willst du denn mit deinen Einnahmen und deinem Vermögensstand in München schuldenfrei ein Haus kaufen? (unter 1 -2 Mio braucht man da doch wahrscheinlich gar nicht anzufangen)?

Ja, es stimmt, es gibt Beihilfe. Allerdings fühle ich mich mit der GKV wohler - da muss ich im Normalfall nichts privat vorschießen. Es ist aber hauptsächlich das Thema, dass in der GKV meine Beiträge nur moderat steigen. In der PKV kann man - soweit ich es bisher recherchiert hab - aber nicht wirklich mit dieser moderaten Steigerung rechnen.

Zum Haus: Vielleicht ändern sich ja noch die Immobilienpreise irgendwann 😉
Ernsthaft: Ja, in München ist das ohne Kredit für mich in den nächsten Jahren vollkommen unmöglich. Ich hab dafür dann eher mal an einen Vorort gedacht. Aber soweit bin ich noch nicht. Ich könnte mir auch vorstellen, z.B. nur zur Miete in einem Haus zu wohnen, weil ich mich dann auch um weniger kümmern muss und alle Ausgaben eher regelmäßig hab.

Viele Grüße
Marc

Hallo Marc

zu der beruflichen Weichenstellung würde ich dir unbedingt raten dich verbeamten zu lassen. Ist auf jeden Fall besser als das Angestelltenleben auf vergleichbarer Ebene.

Spare bei deinem recht geringen Gehalt in Aktien und/oder ETFs regelmäßig und zwar konsequent. Wenn sich eine Immobilie (vorrangig zur Selbstnutzung) nebenbei finanzieren lässt gut. Ansonsten lassen. Als Fausformel würde ich bei derzeitigem Zinsniveau sagen = Wenn Zins und 2% Tilgung bei einer 100% Finanzierung günstiger sind as die Miete kannst du darüber nachdenken. Die 100% stehen dabei nur zur Rechnungsmethode. Unter 80% + NK würde ich es nicht machen.

Viel Erfolg und Spaß weiterhin. Bist ja noch jung...

Wie soll er mit dem Einkommen in M jemals eine Wohnung finanzieren? Bei seiner Sparrate braucht er 10 Jahre, um das EK+NK zusammenzukratzen und zahlt dann bei heutiger Zinslage 30 Jahre ab - wenn’s gut läuft. Wenn’s schlecht läuft, bricht ihm das Zinsänderubgsrisiko das Genick.

Übrig bleibt also eine Finanzierung, die er vermutlich nie wird abtragen können und damit ein Zock auf die Wertsteigerung in M in 30-40 Jahren auf eine bestimmte Wohnummobilienlage und -Typus.

Wer das einem 30-jährigen Laien rät, der absehbar in Teilzeit gehen will, kann nicht mehr ganz bei Trost sein.

@marcmuc

Wenn Du den Kauf ernsthaft verfolgen willst, fang hart an zu sparen und informier Dich in den kommenden 5 Jahren über die Immo-Markt in M und vor allem guck Dir Deine optimalen Stadtteile/Umkreisregionen an. Mit Deinem Kapital und finanziellen Potential kommt eigentlich nur eine Immo zum Selbstrenovieren in Frage und selbst da wird die Konkurrenz enorm sein. Und Du wirst Glück/Kontakte brauchen, also viel Zeit, weil Du permanent mit Leuten konkurrierst, die deutlich mehr verdienen als Du.

Miete ist also in Deinem Fall möglicherweise besser, allerdings auch nur dann, wenn Du konsequent anderweitig Kapital aufbaust.

Hallo Marc,

meine Wohnung ist für mich und meine Frau sparsam (70m2 mit winzigen Garten). In meiner Stadt habe ich 200k€ dafür ausgeben. In München (z.B. Schwabing) sind wir bei 7000 €/m2 was zu 490'000 € führt.

Ohne Schulden halte ich das für unrealistisch.

Ja, meine Wohnung gehört eigentlich der Bank. Aber das verdränge ich gekonnt: Das ist meine Wohnung. Ist wie mit dem ablecken: Donald ich den Fußboden verlegt habe gehört es wirklich mir.

Ich werde niemanden eine Immobilien ausreden, aber es ist schon bei meinen Einkommen ein Risiko. Bei weniger Gehalt in München ist es aus meiner Sicht unmöglich ohne Schulden und mit extrem schwierig / riskant.

 

Hallo Marc,

nur 1400€ pro Monat und das in München, Respekt 😀

Ein Eigenheim wird mit deinen Einnahmen aber wohl kaum möglich sein schätze ich mal, und meiner Meinung nach braucht man das auch nicht wirklich, grade in der Großstadt bei den Preisen

Interessante Information, dass Beamte maximal auf 20 Wochenstunden runtergehen können, das wusste ich noch nicht. Wenn das nicht wäre, würde ich auch sagen: Lass dich auf jeden Fall verbeamten, die haben ja schließlich hierzulande die stärkste Lobby.

Zum Wohnort München schließe ich mich MFZ73 an, wenn man nicht in die Kategorie Topverdiener-DINK fällt und auch kein beträchtliches Familienvermögen im Hintergrund hat, wird' s schon verdammt schwer. Ich habe mal gehört, dass man selbst für WG-Zimmer in beliebten Innenstadtlagen Beziehungen braucht.

Zitat von MFZ73 am 31. Juli 2020, 21:18 Uhr

Wer das einem 30-jährigen Laien rät, der absehbar in Teilzeit gehen will, kann nicht mehr ganz bei Trost sein.

Versuch dich mal selbst zu spiegeln. Der Ton macht auch in einem anonymen Forum die Musik. Meiner Vorstellung von einem Miteinander entspricht das nicht.

Ich habe Marc nicht empfohlen eine Immobilie zu kaufen, sondern meine Meinung geschrieben ab wann er "darüber nachdenken könnte" eventuell eine zu kaufen. Wenn er mit 1400 klar kommt und angenommen 800 Kaltmiete zahlt, wäre das die Basis die ich gezeichnet habe.

Eine Wohnung in München wird schätzungsweise bei dem 30-50 fachen der jährlichen Kaltmiete liegen. Eine 60-70m2 Wohnung bei etwa 350 - 500t€. Bei einer 80% Finanzierung und 1% zins sowie 2% Tilgung wäre er bei ca. 800€ p.M.. Solange er das EK nicht hat braucht er gar nicht drüber nachdenken. Das hab ich ja auch klar geschrieben. Falls er kauft könnte er zu lasten seiner Aktiensparrate die Tilgung auch um 1-2% erhöhen und dann die Finanzierung in 20-30 Jahren hinkriegen.

Generell gilt für ein Start in eine eigene Immobilie, wie für ein gutes Depot als auch den frühen Berufsausstieg, einfach nach guter Planung anfangen. Immerzu warte und warten ist auch nicht hilfreich. Der Zauderer hat oft das Nachsehen.

Ob er dies aus einer Voll- oder Teilzeitstelle finanziert ist ja erst mal egal. Wohnen muss er ja irgendwo. Vielleicht erwartet er auch eine Schenkung oder ein Erbe? Wer weiß? Zudem habe ich ja geschrieben, dass ich in erster Linie empfehlen würde in Aktien/ETFs zu sparen und dann wenn überhaupt an eine Immo zu denken.

Mehr zu arbeiten und vielleicht in eine günstigere Gegend zu ziehen sind natürlich auch möglich.

Zur Arbeitszeit von Beamten: Habe einige Lehrer im Bekanntenkreis und Familie. Da arbeiten einige mit einem 1/4 Deputat. Aber bin kein Experte im Beamtenrecht.

Ob er dies aus einer Voll- oder Teilzeitstelle finanziert ist ja erst mal egal.

Korrekt. Keine Bank der Welt wird das bei der Kreditvergabe berücksichtigen, ob er 25 oder 40 Netto-Jahresgehälter nicht bekommt.

Wünsche weiterhin freundliches Miteinander.

Wir sind doch hier weit weg von einem konkreten Finanzierungstermin bei der Bank.

Vielleicht haben seine Eltern eine freie Grundschuld und unterstützen... oder, oder, oder.

Unsere Vorstellungen sind innere Begrenzungen.

Das ich hätte gerne etwas, ich wüßte gerne etwas und ich wollte gerne etwas sind Krankheiten unseres Geistes

Zitat von Muslime_Frugi am 1. August 2020, 14:57 Uhr
Zitat von MFZ73 am 31. Juli 2020, 21:18 Uhr

Wer das einem 30-jährigen Laien rät, der absehbar in Teilzeit gehen will, kann nicht mehr ganz bei Trost sein.

Versuch dich mal selbst zu spiegeln. Der Ton macht auch in einem anonymen Forum die Musik. Meiner Vorstellung von einem Miteinander entspricht das nicht.

 

Ich weiß. Wir haben es ihm aber schon an verschiedenen Stellen auf verschiedene Arten in diesem Forum gesagt, von indirekt-subtil bis platt-vor-den-Latz-knallen war alles dabei. Es ist schade, weil er in Sachen Immobilien ja echt was drauf zu haben scheint.

Zitat von bouldering am 1. August 2020, 19:16 Uhr

Ich weiß. Wir haben es ihm aber schon an verschiedenen Stellen auf verschiedene Arten in diesem Forum gesagt, von indirekt-subtil bis platt-vor-den-Latz-knallen war alles dabei. Es ist schade, weil er in Sachen Immobilien ja echt was drauf zu haben scheint.

Das ist nicht schade, sondern effizient. Die subtilen Methoden funktionieren bei den meisten Ignoranten eh nicht. Wenn man platt vor den Latz knallt, werden die Lücken in der Argumentation viel schneller sichtbar.

Hat geklappt. Und deswegen werde ich auch weiterhin ungeschminkt kommentieren und den Spiegel vorhalten, wenn der Blödsinn gefährliche Ausmaße annimmt.

q.e.d.

Und nur mal so außerhalb des Protokolls: das, was ich hier noch sanft formuliert kritisiert habe, bricht anderen Leuten faktisch das Genick und führt sie in die Privatinsolvenz/Zwangsversteigerung, gern in Kombination mit Ehe-Scheidung. Weil die vor dem Notartermin auf Meinungen vertrauen, von Leuten, die keine Ahnung haben.

Wann, wenn nicht da, ist es Zeit für Klartext? Hinterher ist es zu spät.

Denk da mal drüber nach, bouldering.

@MFZ73 ich formuliere es nochmal kleinschrittiger:

Die Art und Weise, in der du hier an EINIGEN Stellen im Forum kommunizierst (NICHT deine Inhalte an sich) wird von mehreren Leuten hier als unschön empfunden. Und das wurde dir auch gesagt. Die einen haben es auf die indirekt-subtile Art gesagt, z.b. indem sie dich nicht direkt angesprochen haben, sondern so etwas ähnliches schrieben haben, wie: "Die Diskussion ist hier sehr ins persönliche abgedriftet, wie können wir sie wieder auf eine sachliche Ebene hieven?", oder auf spielerische Art und Weise ("Kinder, habt euch wieder lieb!" ist mir da noch in Erinnerung geblieben). Die anderen haben es dir direkt mitgeteilt, und das meinte ich mit vor-den-Latz-knallen: "Versuch dich mal selbst zu spiegeln. Der Ton macht auch in einem anonymen Forum die Musik." hier heute von Muslime_frugi ist nur EIN deutliches Beispiel dafür. Die anderen Beispiele aus den verschiedenen Strängen, an denen du dich beteiligt hast, kann sich jeder selbst raussuchen.

Schade finde ich diesen Umstand, weil diese unsympathische Kommunikationsweise die inhaltliche Ebene, die sehr qualifiziert ist, überschattet. Für die rein-inhaltliche Ebene habe ich dir oben ja auch Anerkennung gezollt.

So. Zu deiner letzten Äußerung: Ich habe darüber nachgedacht, und finde deine Intention, andere vor Unheil zu bewahren, durchaus ehrenhaft. Erwachsene Menschen sind aber grundsätzlich selbst für ihre Vorgehensweise verantwortlich, und es steht jedem frei, mit kostenlosem Laienwissen zum Notar zur rennen, oder vorher echtes Geld für qualifizierte Beratungsdienstleistungen auszugeben.

 

Du verschwendest Zeit, bouldering.

 

Ich kann nicht nachvollziehen inwiefern ich Marc mit dem was ich geschrieben habe in sein Unglück schicken soll?

Zitat von Muslime_Frugi am 2. August 2020, 8:45 Uhr

Ich kann nicht nachvollziehen inwiefern ich Marc mit dem was ich geschrieben habe in sein Unglück schicken soll?

Ob er dies aus einer Voll- oder Teilzeitstelle finanziert ist ja erst mal egal.

Hast Du über die Aussage überhaupt mal eine Minute ernsthaft nachgedacht? Kann bisher nicht passiert sein, sonst würdest Du den Fehler erkennen.

Egal, wird zwar eh wieder keiner verstehen, aber der Vollständigkeit halber das Ganze mal mit konkreten Zahlen visualisiert:

Realistisch bekommt er in München/Umgebung schon bei einem 1-Zimmer-Appartment und vollem Gehalt auf dem Niveau kaum einen Kredit - wenn überhaupt, dann nur mit einem extrem hohen EK-Anteil.

In 10 Sekunden zu googeln:

https://www.immobilienscout24.de/Suche/radius/wohnung-kaufen?centerofsearchaddress=M%C3%BCnchen;;;1276002059;Bayern;&numberofrooms=1.0-&price=-200000.0&geocoordinates=48.15437;11.54199;50.0&enteredFrom=result_list

Führt unweigerlich zu Einstiegspreisen von 4T€/m² in der Umgebung, die ersten beiden Treffer sind Erbbau-Objekte, das dritte ist ein Studentenappartement für lockere 10.800€/m² VHB. 50m² zu 4T€ sind 220T€ incl. KNK, Beleihungswert dürfte ergo bei ca. 140T€ liegen. Fehlen rund 80T€ EK, je nachdem wie locker die Kreditvergabeabteilung ist und es bleibt nach Deinen Berechnungen ein Kredit von 140T€. 140T€ mit 1% Zins und 2% Tilgung führt zu einer monatlichen Belastung von 350€ und einer Gesamtkreditlaufzeit bis zur Volltilgung von weit über 35 Jahren. Dazu kommen Instandhaltungskosten, Grundsteuer und auch nicht zu vergessen: Rücklagen der ETG, die in manchen Bereichen auch gern mal absichtlich hoch angesetzt werden, um die Käuferklientel auszusieben.

Um das EK ohne Teilzeit zusammen zu bekommen, benötigt er ca. 7 Jahre, er wäre dann also 37 und hätte dann mindestens 30 Jahre bis zur Tilgung vor sich - was er aber auch gar nicht will, denn wenn überhaupt will er ja mehr oder weniger mit Cash kaufen.

Wenn er aber seinen Teilzeitplan zieht, verliert er Gehalt und damit einerseits Sparpotential und obendrein auch Kreditpotential, weil die Bank vom Einkommen schlicht mal 1000€ Lebenshaltungskosten abzieht - wenn er dann zB auf 1500€ Nettogehalt runtergeht, steht die Finanzierung von 350€ schon fast auf der Kippe. Was bei einem Zinsänderungsrisiko von 2-3% passiert, kann sich dann jeder ausmalen.

Und jetzt bitte im Hinterkopf behalten: ich rechne auf Basis einer Finanzierung von 200T€ Kauf plus NK. DU hingegen schwadronierst nachweisbar von Regionen zwischen 350T€-500T€, ich zitiere:

Eine 60-70m2 Wohnung bei etwa 350 - 500t€.

Für ein Objekt von 450T€ zzgl. NK benötigt er minimal runde 180T€ EK, was ihn bei voller Sparrate knapp 13 Jahre kosten wird. In Teilzeit und bei halbierter Sparquote benötigt er ca. 12 Jahre für 80T€ (200T€ Kaufpreis) und 21 Jahre für 180T€ (450T€ Kaufpreis). Tilgungsdauer dann wie gesagt jeweils gute 35 Jahre - dann ist er auf jeden Fall ein alter Mann und man muss erst mal eine Bank finden, die das über das absehbare Renteneintrittsalter hinaus finanziert.

Heißt also im Klartext: wenn er auf Teilzeit geht und 25-30 Jahre hart spart, kann er sich mal 'ne 1-Zimmer-Whg in der Umgebung angucken und diese vielleicht sogar komplett bezahlen. Eine Finanzierung in Teilzeit wird er aber auf keinen Fall im Rentenalter aufrecht erhalten können, müsste dann uU sogar zwangsweise die Immo veräußern, was nichts anderes ist als das, was ich schon beschrieben habe, nämlich ein Zock auf einen bestimmten Immobilientypus in spezieller Umlandlage von M in 30 oder 40 Jahren.

Und jetzt kommt der Sargnagel, den niemand hören will, weil es ja nicht sein darf ...

  1. München ist nicht mehr die Nummer 1 was die Wertsteigerungen angeht und das hat sich schon in den letzten Jahren angedeutet
  2. Der spezielle Wohnungsmarkt im 1-2-Zimmer-App.-Bereich in M und Umgebung ist zufälligerweise der Teilmarkt, in dem in M in den letzten 10 Jahren ... und jetzt aufpassen und genau hinlesen ... die größten Verluste eingefahren wurden.

Und genau in diesem Markt rätst Du dem TE, der in Vollzeit selbst im Müncher Umland noch knapp unter dem Medianeinkommen liegt, er solle sich da was für ~350T€ oder sogar noch mehr kaufen ...

Da muss man schon viel Humor haben, wenn man das irgendwie lustig finden soll.

Wirklich interessant wie fokussiert du auf dein dir bekanntes Denkmuster bist.

Das ich von Beginn geschrieben habe "ab dann könnte er darüber nachdenken" ignorierst du völlig. Eine vorhandene Grundschuld in der Familie die er belasten kann zerpflückt dein ganzes Schreibsel. Solange er im Bereich der jetzigen Miete einer bedarfsgerechten Miete bleibt ist es egal ob Voll- oder TZ. Einen parallelen BSV im Rahmen seiner Sparleistung mindert ein Zinsänderungsrisiko. Das waren ja alles nur Anregungen die konkrete Voraussetzungen erfordern, die wir nicht kennen.

Vielleicht beteiligt sich Marc ja mal wieder am Faden. Bis dahin einfach tief atmen. Ich kenne kognitive Verzerrungen durch Voreingenommenheit aus meinem Ing. / IT Umfeld.

Wir haben zuviel Verstand und zuwenig Gefühl...

Zitat von Muslime_Frugi am 3. August 2020, 12:01 Uhr
Das ich von Beginn geschrieben habe "ab dann könnte er darüber nachdenken" ignorierst du völlig.
Wenn es wenigstens stimmen würde, könnte man ja noch auf derlei Nebelkerzen eingehen, aber der Punkt ist wohl überschritten. Nur soviel: ich lege detailliert dar, wie lange es für ihn unter verschiedenen Randbedingungen dauert, um exakt diesen von Dir genannten Zeitpunkt zu erreichen. Das hat für ihn allerdings Konsequenzen, die ich auch beschrieben habe. Zu behaupten, dass ich Deine Argumentation ignorieren würde, ist absurd, weil nachprüfbar falsch.

 Eine vorhandene Grundschuld in der Familie die er belasten kann zerpflückt dein ganzes Schreibsel.

Ja, das ist genau die Qualität von Antwort, die zu erwarten war. Null Reflektion zu dem, was ich schreibe, sondern einfach einen neuen Hasen aus dem Hut gezaubert, damit man nur nicht auf das eingehen muss, was der Vorredner geschrieben hat. 😉

Dabei würde eine (reaktivierte) Grundschuld wenig ändern: die Summe müsste schließlich zusätzlich getilgt werden. Es ändert auch nichts daran, dass es ein Zock in dieser Immotypklasse bliebe. Nur wäre dann noch die Familie involviert.

Aber wie ich schon schrieb: es "wird zwar eh wieder keiner verstehen [...]".

Weitere Antworten kannst Du Dir derweil sparen, ich werde mich in diesem Forum nicht mehr regelmäßig aktiv beteiligen.

Gutgeh'n.

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