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Mehr geben, statt nehmen?

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"Naturverbunden sein heißt für uns auch naturverbunden handeln."

Mein derzeitiger Stromverbrauch diesen Monat: ca 9 kwh

zu Fuss bin ich bisher 140 km gegangen (neben dem was man sonst so läuft) und mit Ebike anstatt auto 500 km gefahren, sowie ein Monatsticket für die Bahn gekauft.

Konsumiert (Verpackungen o.ä) habe ich auch kaum, Fleisch erst 1 x gegessen diesen Monat, sowie keine Milchprodukte.

Ist das schon im grünen Bereich oder wo liegen die Grenzwerte um sich noch halbwegs ok fühlen zu dürfen?

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Wärmflasche, was würdest du mir antworten, wenn ich dir sagen würde, dass in der Ecke, in der ich wohne, gar niemand arbeitslos ist. Niemand. Ich kenne keinen, der arbeitslos ist. Und dass ich deswegen misstrauisch wäre, weil ich immer wieder hören würde, dass es diese Arbeitslosen geben soll. Und dass ich da ein Video gesehen habe von einem der einen Verein gegründet hat, der "Die große Arbeitslosen-Lüge" heißt.

Das ist jetzt nur ein Beispiel, an dem ich dir verdeutlichen will, dass es nicht um subjektive Wahrnehmung geht, sondern darum, was Tausende von Wissenschaftlern zu den von mir genannten Themen zu sagen haben.

Ich habe Quarks & Co. nur als Beispiel für ein niedrigschwelliges Angebot hergenommen, weil ich nicht voraussetzen möchte, dass sich jemand z.B. die wirklich schwer lesbaren Berichte des IPCC (Weltklimarat) durchliest.

Das obig von dir zitierte Video wurde von dem Eigentümer der Webseite "Das Klimamanifest von Heiligenroth" hochgeladen (schau mal selbst nach). Klar, kann man jemanden, der keine wissenschaftliche Reputation hat und der sich in seinen Quellen auf einen der wenigen Wissenschaftler bezieht, der den menschengemachten Klimawandel leugnet, für die seriösere Quelle halten.

Aber sag mal, wenn du vor eine Brücke stehen würdest und 97% der weltweit anerkannten Experten würden dir sagen, dass diese Brücke einstürzen wird und nur 3% würden schreien, dass das alles Lügen sind und dass die Wissenschaftler ja gar nicht mit 100% Sicherheit sagen können, ob die Brücke einstürzt nachdem ich einen oder fünf Schritte darauf gegangen bin und dass sie auch gar nicht genau wüssten, in welche Richtung die Brücke genau einstürzt und vielleicht erfinden wir ja noch eine neue Technik, die den Einsturz verhindert wenn ich schon drauf bin und dass das deswegen alles Lügerei und Betrug und Panikmache ist, würdest du über diese Brücke drübergehen?

Das ist jetzt natürlich eine starke Vereinfachung, aber ich verstehe nicht, warum man in Erwägung zieht, den Inhaber des "Das Klimamanifest von Heiligenroth" glaubwürdiger zu finden, als Tausende Wissenschaftler, die den ganzen Tag nichts anderes tun, als sich gegenseitig kritisch zu prüfen (denn das tun sie, bevor wissenschaftliche Arbeiten z.B. in Fachzeitschriften veröffentlicht werden) und die Ergebnisse der/des anderen in eigenen Studien einer Prüfung zu unterziehen (denn eine Maßgabe wissenschaftlichen Arbeitens ist, dass Ergebnisse reproduzierbar sind, dass also immer wenn ich auf der Erde in gleicher Höhe ein Thermometer in kochendes Wasser halte, das Thermometer 100 Grad anzeigt).

Tut mir leid, dass der post so komisch aussieht, unter "Bearbeiten" wird mir den ganze Krams so nicht angezeigt, ich kann es also nicht löschen.

Ist wahrscheinlich die "Strafe" für off-topic-geposte 😀

"Aber sag mal, wenn du vor eine Brücke stehen würdest und 97% der weltweit anerkannten Experten würden dir sagen, dass diese Brücke einstürzen wird und nur 3% würden schreien, dass das alles Lügen sind und dass die Wissenschaftler ja gar nicht mit 100% Sicherheit sagen können, ob die Brücke einstürzt nachdem ich einen oder fünf Schritte darauf gegangen bin und dass sie auch gar nicht genau wüssten, in welche Richtung die Brücke genau einstürzt und vielleicht erfinden wir ja noch eine neue Technik, die den Einsturz verhindert wenn ich schon drauf bin und dass das deswegen alles Lügerei und Betrug und Panikmache ist, würdest du über diese Brücke drübergehen?"

ich würde mir wahrscheinlich selbst ein Bild über die Lage machen wollen und vielleicht anzweifeln ob es wirklich 97% sind und ob die wirklich alle selbstbestimmt ihre Meinung äussern oder ob das vielleicht ein Lobbyverband der Brückenbauer ist, der von einem Neubau profitiert, bzw. auf deren Gehaltsliste stehen, wenn ich dann für mich befunden hätte, dass die Brücke sicher ist, würde ich rüber gehen, es kommt vielleicht auch darauf an, was der Lohn auf der anderen Seite ist um das (Rest-)Risiko einzugehen(goldener Schlüssel zum Paradies z.b.), um meine Motivation zu steigern, es könnte z.b. sein, dass ich zum Helden oder König werde oder ich opfere mich für alle anderen auf (bei einem niedrigeren Erwartungswert), um das Leben der Gemeinschaft zu sichern, vielleicht wartet auch auf der anderen Seite die Freiheit und die Angst ist unser Gefängnis...

https://www.youtube.com/watch?v=GSoLmKW5Wgk

Zitat von Waermflasche am 25. Juni 2019, 11:55 Uhr

Mein derzeitiger Stromverbrauch diesen Monat: ca 9 kwh

zu Fuss bin ich bisher 140 km gegangen (neben dem was man sonst so läuft) und mit Ebike anstatt auto 500 km gefahren, sowie ein Monatsticket für die Bahn gekauft.

Konsumiert (Verpackungen o.ä) habe ich auch kaum, Fleisch erst 1 x gegessen diesen Monat, sowie keine Milchprodukte.

Ist das schon im grünen Bereich oder wo liegen die Grenzwerte um sich noch halbwegs ok fühlen zu dürfen?

 

Na ja, kann man auch anders sehen:

Zitat von Waermflasche am 21. Mai 2019, 16:55 Uhr

Ich war im Winter 3 x  mit einem Billigflieger auf den Kanaren (Teneriffa, Lanzarote), Flug jeweils 5 euro,

Aber jeder wie er meint.

Zitat von Waermflasche am 25. Juni 2019, 10:43 Uhr

vielleicht ist weitermachen ja genau richtig und die Wüsten und der Hunger auf der Welt sind bald weg?

afaik gibt es halt nicht wirklich Anlass, davon auszugehen, dass das passieren wird, sondern man muss davon ausgehen, dass die Erde vielleicht auch kippt.

Was ist denn mit dem immer mehr Verbrennen von fossilen Energieträgeen zu erreichen? Man kann bequem das weitermachen, was man schon macht und damit gut verdient. Die eigentlichen Ziele: Strom, Mobilität, Wärme können auch anders gelöst werden.

vielleicht kann man der Luft demnächst ja co2 wieder entziehen und das problem ist dann gelöst?

für mich:

ok, verstanden,

1. Fliegen darf ich nicht mehr

2. Autofahren darf ich nicht mehr, Elektroauto auch nicht wegen Lithium usw, Bus-  und Bahnfahren ist auch nicht wirklich toll fürs Klima

3. mit Öl und Gas heizen darf ich nicht mehr

4. Fleisch essen darf ich nicht mehr

5. mit Holz(pelets) heizen darf ich nicht mehr

6. Verpackungen kaufen darf ich nicht mehr

7. Kleidung aus Asien kaufen darf ich nicht mehr

8. anderen die Pfandflaschen wegnehmen darf ich nicht mehr

9. zu viel Wohnfläche darf ich nicht mehr

10. Vermieten und an anderen bereichern darf ich nicht mehr

11. überhaupt ganz schlimm und nicht tragbar: Gold und Silber besitzen darf ich nicht mehr

12. Besitz an sich ist schon verwerflich, allen sollte alles gehören, Besitz wird verboten und gehört der Gemeinschaft (Verstaatlichung)

13. Eine eigene Meinung haben und selbstbestimmt leben darf ich nicht mehr, die Mehrheit weiß was für mich gut ist, Experten weisen hier den Weg

 

 

Moin @waermflasche,

du pickst du dir aus bestimmten Antworten nur die Rosinen, auf die du reagieren kannst. Anderes lässt du bewusst aus. Z.B. die Erklärung von Frugalista78, dass deine subjektive, regional begrenzte Wahrnehmung der Welt wohl nicht aussagekräftiger sein kann, als das Ergebnis Tausender kritisch geprüfter wissenschaftlicher Publikationen. Das Arbeitslosenbeispiel ist dafür ziemlich gut geeignet. Das ist ähnlich Trumps Twitter Eskapaden, als im mittleren Westen eine Kältewelle eintraf und er soetwas twitterte wie "Global warming, where are you? We need you!". Lokale Beispiele (zeitlich und oder räumlich) repräsentieren eben eben nicht globale Tatsachen.

Auch auf deine 3 Flüge für je 5€ auf die Kanaren lässt du völlig unkommentiert.

Stattdessen reagierst du mit zynischen Übertreibungen statt sachlich zu argumentieren. Das macht den Umgang mit Dir mindestens anstregend, eher schon unangenehm.

13. Eine eigene Meinung haben und selbstbestimmt leben darf ich nicht mehr, die Mehrheit weiss was für mich gut ist

Für mich hört das eigene, selbstbestimmte Handeln genau da auf, wo man andere z.B. in ihrem selbstbestimmten Handeln (mindestens aber in ihren  Grundrechten) einschränkt. Wenn du (und viele andere) in deinem selbstbestimmte Handeln zum Beispiel einige oder alle der von dir oben auferlegten 13. Regeln brichst, dann hat das dramatische Konsequenzen für andere Menschen, die z.B. einfach nicht mehr in ihrem zu Hause (auf ganz anderen Kontinenten oder sonst wo) leben können (zum Beispiel weil das Land gar nicht mehr existiert, Grundwasserspiegel abgesenkt wird, unerträgliche Hitze oder sonstige Gründe). Diese Menschen freuen sich sicher über dein selbstbestimmtes freies Handeln.

"Ich und nach mir und neben mir die Sintflut" ist eine Einstellung, die mich zunehmend frustriert.

Zitat von Waermflasche am 25. Juni 2019, 14:21 Uhr

ich würde mir wahrscheinlich selbst ein Bild über die Lage machen wollen und vielleicht anzweifeln ob es wirklich 97% sind und ob die wirklich alle selbstbestimmt ihre Meinung äussern oder ob das vielleicht ein Lobbyverband der Brückenbauer ist, der von einem Neubau profitiert, bzw. auf deren Gehaltsliste stehen, wenn ich dann für mich befunden hätte, dass die Brücke sicher ist, würde ich rüber gehen [...]

Okay, @Wärmflasche, bevor ich dich jetzt zu Verschwörungstheorien (und sicher passenden Youtube-Beiträgen) herausfordere, mit denen du für dich begründest, warum es viel warscheinlicher ist, dass Lobbyverbände 97% der Wissenschaftler schmieren, damit die sagen, dass die Brücke einstürzt (aka zu viel CO2 schlecht für den Planeten ist), statt dass sie 3% der Wissenschaftler schmieren, damit die sagen, dass die Brücke sicher ist (aka zu viel CO2 kein Problem für den Planeten ist), lass ich es mal lieber gutsein.

Vielleicht hast du ja ein Kind und/oder Enkelkind, dessen Bitte, auch noch auf einem bewohnbaren Planeten wohnen zu wollen, dich am Ende noch überzeugt.

stoliver, das mit dem fliegen war Punkt 1 (!) in meiner aufzählung ("ok, verstanden"), also von von unkommentiert kann man da ja wohl nicht sprechen, ausserdem hat sich "energiefuchs" ja selbst diesen punkt herausgepickt um mich zu diskreditieren, das mit den Arbeitslosen hab ich nicht verstanden was du damit sagen möchtest

zum fliegen, man könnte ja z.b. auch argumentieren das ich der Fluggesellschaft so einen immensen Schaden zugefügt habe, 1 Flug kostet die zwischen 70-100 euro, was dazu führt dass es diese Flugstrecke gar nicht mehr gibt, weil sich das für die nicht rechnet..

Möchtest Du das Fliegen komplett verbieten lassen? Was kommt als nächstes?

 

 

Dürfen tut man die genannten Sachen heute alle. Man darf sogar zum Spaß mit einem Geländewagen 290km/h auf öffentlichen Straßen fahren. Man darf Fleisch essen, bis man vor Gichtkrämpfen die Bratwurst nicht mehr zu greifen kriegt - und es ist dabei noch sehr billig.

So weit, dass eine Partei mal Sachen wie eine wirkliche Geschwindigkeitsbegrenzung (sagen wir 30 innerorts, 60 außerorts und 90 auf der Autobahn - damit wären wir auf einem Schlag schon deutlich näher an unseren Klimazielen, 130 auf der Autobahn ist ja keine wirkliche Maßnahme...) fordern würde, ist es auch nicht.

Die Sache mit Besitz, Vermietung usw. - man darf das alles, es gibt halt Leute, denen nichts besseres einfällt, als bei Problemen jemanden zu suchen, der schuld ist, und zu denken, alles würde besser, wenn man diesen jemanden nur genug dissen würde. Mit den Mieten kochen v.a. in Berlin die Gemüter hoch - weil da die Mieten vor 10-20 Jahren einfach saubillig waren, und viele denken, das wäre normal. Die Politik hätte die Möglichkeit gehabt, da selbst was zu machen, in der Annahme, dass alles so bleiben wird, wie es damals war, wurde halt lieber privatisiert. Das war eine Wette der Stadt Berlin darauf, dass sich das mit den Wohnungen weiter nicht rentieren wird - die Investoren wetteten dagegen. Und haben jetzt halt gewonnen. Man kann auf Spekulanten schimpfen, aber von Seiten des Staates wurde genauso spekuliert. Gäbe es jetzt noch größeren Leerstand als damals, und die Investoren müssten Verluste schreiben, würde auch keiner sagen: Der Staat muss die Wohnungen wieder zurückkaufen, zum ursprünglichen Kaufpreis + Inflationsausgleich, weil die Investoren sich verspekuliert haben...

Hey,

Möchtest Du das Fliegen komplett verbieten lassen? Was kommt als nächstes?

ich hatte mir mal so ein Konzept überlegt, dass jeder Mensch 1 mal pro n Jahre (n=1 oder 2, oder 3 - mal sehen) zu den aktuellen Konditionen fliegen kann. Dann können auch immer noch unterdurchschnittlich verdienende Menschen 1 mal pro n Jahre in den Urlaub fliegen. Alles darüber hinaus muss massiv teurer werden. Inbesondere sollten bei Geschäftsreisen die Firmen zur Kasse gebeten werden.

Das Geld kann dann sinnvoll verwendet werden, z.B. für subventionierte Bahnfahrten oder ähnliches.

@n: gesetzlich erlaubt ist das ja alles NOCH, es ging mir eher ums Moralische

@waermflasche

Zu der vermeintlichen Lobbyarbeit der "Klimaretter", schau mal kurz dieses zusammenfassende Video von 3:45 - 7:30. https://youtu.be/az8cHdHFopE?t=224

Da geht es um den Konsens der Wissenschaft und die vereinzelten alternativen Fakten bestimmter Lobbyisten. Ab 7:30 bis ca 11:15 geht es dann auch um das von dir angesprochene fehlende lokale Wahrnehmen der Änderungen. Lohnt sich im Prinzip auch.

Zitat von Waermflasche am 26. Juni 2019, 11:51 Uhr

@n: gesetzlich erlaubt ist das ja alles NOCH, es ging mir eher ums Moralische

Vielleicht solltes du das mit der Moral dann auch etwas ernster nehmen. Wenn man sich erst als der Minimalist in Sachen Öko beschreibt, die wesentlichen Dinge dabei aber vergisst ist dass keine wirklich gute Charaktereigenschaft. Und sich diskreditiert zu fühlen wenn man den eigenen Spiegel vorgehalten bekommt ist auch eine Art von falscher Wahrnehmung. Aber es ist wohl gerade eine Stelle als Sprecherin bei Trump frei, da passt so ein Verhalten auch ganz gut hin. Leider Gottes haben wir in der letzten Zeit eine wahre Flut des Populismus bzw. der Übertreibungen wie du Sie hier pflegst. Was Stimmung macht wird in den Vordergrund gerückt, Sachlichkeit bleibt dann schon mal auf der Strecke, so nach dem Motto der Löwe brüllt wenn er nicht weiter weis.

Nur leider ist Olivers eigentliches Anliegen durch diesen Threat durch deine provokanten und unangenehmen Äußerungen in die völlig falsche Richtung gegangen. Würde mir wünschen das wir wieder zum eigentlichen und auch guten Thema zurückkommen.

Zu deiner Ökobilanz: Die drei Flüge machen schon mal 4,8 t Co2 aus, das doppelt was der Erdball pro Einwohner laut Klimarat so verträgt. Da helfen dann auch deine für normale Menschen nicht nachvollziehbaren Verbrauchswerte in Sachen Strom nicht wirklich.

Ich hab durchaus versucht auf der Sachenene zu bleiben, mit Trump verlässt Du jetzt die Sacheben, ich hab weder was mit Trump noch mit der AFD am Hut, sondern möchte mir nur meine eigene Meinung bilden dürfen und möglicht selbstbestimmt leben. ich kann Euch aber aus Eurer Sicht verstehen, ich war jahrelang veganer und hab anderen versucht mein Weltbild aufzudrücken, ich war ja safe auf der guten Seite.

Ich bin jetzt hier raus, ich habe keine Lust mehr mich oder mein Ego ständig zu verteidigen.

Zitat von Waermflasche am 26. Juni 2019, 11:51 Uhr

@n: gesetzlich erlaubt ist das ja alles NOCH, es ging mir eher ums Moralische

Ja, die Moral - wenn man dafür in die Defensive gerät, kann dad vielleicht an der Umgebung liegen, oder daran, wer bei welchen Themen etwas zu sagen hat. Die geäußerte Einstellung, mehr CO2 würde dem Planeten wohl eher nützen, als schaden, und man sich folglich keinen Kopf zu machen brauchte, fordert natürlich auch Kontra heraus.

Als Vermieter geht mir die moralische Vorstellung, dass mit Wohnraum kein Geld verdient werden darf, auch etwas gegen den Strich - weiß nicht, wie die sich das praktisch so vorstellen... Leute bemerken, dass sie zu viel Geld übrig haben, und überlegen, ob sie nicht einfach ein Mietshaus bauen sollen, um damit nichts zu verdienen...

"n"

Als Vermieter geht mir die moralische Vorstellung, dass mit Wohnraum kein Geld verdient werden darf, auch etwas gegen den Strich - weiß nicht, wie die sich das praktisch so vorstellen... Leute bemerken, dass sie zu viel Geld übrig haben, und überlegen, ob sie nicht einfach ein Mietshaus bauen sollen, um damit nichts zu verdienen...

Hallo n, auch ich bin Vermieter und hätte die Bauvorhaben ohne eine Gewinnerzielungsabsicht nicht in Angriff genommen. Das ist auch ok, wenn ein Investor für sein Risiko eine auskömmliche Rendite erwartet bzw. erzielt. Jetzt hat aber z.B. eine Miliardärsfamilie 3000 Wohnungen in Berlin gekauft, finanziert wird das ganze über eine ausländische Bank zu horrenden Zinsen, so das hier kein zu versteuernder Gewinn anfällt. Nun ist es aber so das die Bank ebenfalls der Milliardärsfamilie gehört. Mit anderen Worten im Gegensatz zum früheren Besitzstand legal Steuern hinterzogen, die der Allgemeinheit dann fehlen. Auch sind die Baukosten nicht wirklich so hoch das Mieter durchschnittlich mehr wie 50 Prozent ihres Einkommens nur für die Miete ausgeben müssen, das liegt dann eher an Immobilien bzw. Grundstücksspekulationen.

Auch unserer Politik wird die negativen Folgen für Investoren nicht außer Acht lassen, nur regulierend eingreifen sollte sie schon. Viele Grundstücke gehören noch den Städten und Gemeinden, was spricht auch gegen ein verankertes Vorkaufsrecht. Und wenn Wohnraum als Grundbedürfnis eines jeden Menschen knapp wird, sorgt das nicht nur für oberflächigen Unmut, wie brennende Autos von Wohnungsunternehmen beweisen.

Ein bisschen mehr soziale Gerechtigkeit hat noch keinem Staat geschadet, das Gegenteil aber schon in vielen Fällen.

Ich würde dieses Thema nun nach etwas zeitlichem Abstand noch mal aus de Versenkung herausholen. Nach erneutem Durchlesen der Beiträge bin ich eigentlich doch recht froh, dass hier eine kontroverse Diskussion stattfindet. Nur leider viel über den Klimawandel, der ja nun sein eigenes Thema hat in: https://frugalisten.de/forum/topic/klimawandel/

Vielleicht können wir das ursprüngliche Thema noch mal auffassen und Meinungen / Erlebnisse zur "mehr geben statt nehmen" einsammeln. Hier wurden ja schon einige Geschichten beigetragen.

Ich habe inzwischen für den Betrieb eines Kältebus gespendet. Das gibt es in vielen Städten. Es geht um einen Bus (bwz. einen Van), der während der kalten und nassen Jahreszeit zu Obdachlosen fährt und somit den Obdachlosen die Möglichkeit bietet, sich wenigstens zwischendurch richtig aufzuwärmen. Dazu werden heiße Suppen und Getränke ausgeschenkt und Winterkleidung verteilt.

Spannend finde ich gerade noch den "Hamburger Duschbus" https://gobanyo.org/ Da wurde (bzw. wird gerade) durch Spenden ein Linienbus zu einem "Mobilen Duschhaus" umgewandelt, um Obdachlosen im Hamburg die Möglichkeit zu geben sich zu Duschen, denn "Waschen ist Würde", so der Slogan. Der Umbau ist finanziert und im Gange, planmäßig soll der Bus im Dezember zum ersten mal losfahren. Ab dann müssen die laufenden Kosten noch durch Spenden finanziert werden. Ich werde mir das zum Ende des Jahres ansehen, ob es da schon Berichte zu gibt und wie das läuft. Soetwas finde ich verdammt gut und unterstützungswürdig.

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