Bitte oder Registrieren, um Beiträge und Themen zu erstellen.

Krisenvorsorge - macht ihr da was?

12
Zitat von frugi63 am 30. Juli 2019, 7:42 Uhr

Was sind das denn für Untergangsszenarien hier! Ihr wollt doch alle für später sparen um dann das frugale Leben zu genießen 😊

Wenn die Zombieapokalypse dann mal da ist, nutzt das dickste Depot wenig.

Orientiere mich so ein bisschen an den Vorgaben des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Kstastrophenhilfe, das empfiehlt Vorräte für zehn Tage. So ganz komme ich nicht hin - aber ein bisschen schadet nicht, paar Nudeln, Konserven, Wasser usw. nehmen nicht viel Platz ein. Wenn die Katastrophe dann ist, dass ich die Grippe eingefangen habe, habe ich nicht das Problem, noch irgendwie was zu Essen besorgen zu müssen, sondern kann den Kindern einfach Ravioli machen.

Habe schon erlebt, wie schnell bestimmte Waren aus den Regalen verschwinden können, wenn ein paar Leute zu hamstern beginnen.

Ich denk auch, dann sind andere Resourcen gefragt. Handwerkliches Geschick, ne Knarre, Wissen was essbar ist, Wasser. Aber spassig wie jetzt ist das Leben dann nicht mehr.

 

Ich habe stets einen 10l Kanister geweihtes Wasser unter meinem Bett, falls Vampire kommen. Und bei den Zombies denkt immer daran: Ihr müsst das Gehirn zerstören!

Zitat von n am 30. Juli 2019, 16:38 Uhr

Habe schon erlebt, wie schnell bestimmte Waren aus den Regalen verschwinden können, wenn ein paar Leute zu hamstern beginnen.

Angenommen, es kommt die zweite Welle, die gerade überall beschrieben wird: Seid ihr mittlerweile anders vorbereitet als vor Corona?

nur finanziell - diesmal komme ich schneller an mein geld ran, wenn es los geht.

auf das essen bezogen - einen monat lang versorgen, das ging damals und heute. gesund und lecker wird es dann nach der ersten woche nicht mehr.

und klopapier ? 🙂  wir haben einen handbetriebenen brunnen.

wie ist das bei dir ?

Notfalls esse ich Baumblätter, Linde z.b. schmeckt eigentlich ganz gut, selbst Eicheln könnte man essen (nach Wässern und erhitzen), auch Schilf oder andere Pflanzen enthalten Energie in den Wurzeln, muss man halt etwas kennen....habe früher gerne Survivalvideos geschaut....Bücher über essbare Wildpflanzen sind vielleicht nicht verkehrt sie da zu haben oder Anleitungen wie man Tiere "ausnimmt" (wobei ich gerade wieder dabei bin mich vegan zu ernähren)

Zitat von basmarti am 27. August 2020, 15:27 Uhr

wie ist das bei dir ?

Mit einem Brunnen ist es in München schwieriger... 😉
Ich versuche, dass ich genug da hab, um die offiziellen Empfehlungen zu halten - also die 10 Tage, die von der Regierung empfohlen werden. Das ist das, was in meiner Wohnung auch ganz gut hinhaut.

das ist ja ein amüsanter Thread 🙂

Also wir machen gar nichts.

So schnell verhungert der Mensch nicht. Wir leben an einem Fluß. Ok. wird erstmal Durchfall geben, aber auch daran stirbt man dann nicht so schnell.

Klopapier...in anderen Ländern nimmt man die Hand (Wasser gibts im Fluss).

also, nö. Wir sind genauso gut/schlecht vorbereitet wie beim ersten mal.

Frisa

 

 

 

Wasser haben wir immer so 10-20l im Haus, sonst verlass ich mich auf weiter trinkbares Leitungswasser oder kaufbares Wasser.

Essen haben wir so für 10-14 Tage im Haus. Aktuell verkonsumieren wir aus einer Restaurantauflösung noch 12 kilo nahrhaftes und haltbares nixtamalisiertes Maismehl (vor allem als Maistortillas). Nutzbar allerdings nur, wenn wir die Pfannen noch irgendwie heiß kriegen. 😉

Ich bin Prepper, das ist eins meiner Hobbies. Demenstprechend habe ich auch entsprechende Ausrüstung, dieses Jahr hatte der Pandemiekram tatsächlich mal einen Nutzen. Einen signifikanten Teil meiner eingelagerten FFP Masken und des gelagerten Desinfektionsmittels hab ich verschenkt.

Von Doomsday Pornografie a la es geht zurück ins Mittelalter und in den Städten herrscht Mord- und Totschlag halte ich recht wenig. Man muss sich ja nur in der Welt und der Geschichte umsehen, wie es bisher gelaufen ist.

Geld ist auch in Krisen fast immer SEHR nützlich. Meistens auch das was auf Konten oder Depots herum liegt.

Als Prepper hab ich einen fertig gepackten Rucksack mit u.a. reichlich Bargeld in Euro und USD und einiges an Goldmünzen in kleinerer Stückelung. Gold ist pro Euro etwas schwerer als 100 Euro Scheine, aber weit weniger voluminös. Man kann Gold sehr gut am und notfalls auch im Körper verstecken, sollte das mal nötig werden.

Silber kann man nicht vernüftig tragen. Für brauchbare Summen schleppt man sich zu Tode.

Meine dritte "Währung" sind Schmerzmittel und Breitbandantibiotika im Kühlschrank, aber hier bin ich bzgl der Mengen begrenzt und man kann es nicht ewig lagern, das ist also eher "spekulativ". Volumen und Gewicht halten sich aber in Realation zum Nutzen/Wert in Grenzen, von daher ist es einen Versuch wert.

Ergänzend bin ich in der Lage, geringe Mengen Elektrizität zu erzeugen und einzutauschen, Trinkwasser zuzubereiten (der Sawyer Mini ist in der Praxis bei mir für vielleicht 100-1000 Liter  brauchbar, die 100.000 Gallonen sind reine Werbephantasie) und ich kann Kommunikation via Kurzwellenfunk oder Satellitentelefon anbieten.


Ich will keinen missionieren, wer nicht will, soll eben auch nix machen, aber wenn ich einen ratschalg geben darf, dann besorgt Euch Kaliumjodid Tabletten. das sind Cent-Beträge. Die  Wahrscheinlichkeit ist gegeben, dass es hierzulande oder im Ausland einen Super-GAU geben wird und dann will man nicht auf staatliche Verteilsysteme angewisen sein, die ganz  gewiss nicht funktionieren werden.

Es nutzt zwar "nur" gegen die erste Wolke an radioaktivem Jod, aber genau das ist sehr nützlich und wichtig. Alles andere lässt sich improvisieren.


Von einem Heimspeicher zur Solaranlage rate ich eher ab.

Es ist ökologisch Unsinn (reiner Resourcenverbrauch ohne jeglichen Nutzen), es ist volkswirtscahftlich schädlich und es bringt die Energiewnde nicht voran.

Wirtscahftlich ist die Investition auch schlecht. Das ist bei der heutigen Implementation reine Spielerei/Liebhaberei.

Außerdem musst Du Dir überlegen, was das eigentlich bringen soll, wenn am 3. Dezemeber um 4:00 Uhr nachst der Strom ausfällt und der Speicher dann eh leer ist.

Das  was in der Gefriertruhe  ist, ist idR es nicht wert über mal als 3 Tage gerettet zu werden (und für 3 tage Reserve kauft man die passend ehoch effiziente Truhe und braucht keinen Batteriespeicher), für den Kühlschrank tun es ein paar 1,5l PET Flaschen mit eingefrorenem Wasser, Kochen kann man mit Gaskochern und Geschirrspüler, waschmaschine und Flatscreen TV braucht man nicht.

Für Licht, Radio, Smartphone usw. tun es kleine simple Akkusysteme auf 5V USB Basis.

Ich selbst nutze ein sehr leichtes mobiles 5V System mit Solar, damit habe ich auf bisher 3 Reisen abseits der Steckdosen positive Erfahrungen gemacht und als Hobbybastlerei hab ichnoch meine 48V Selbstbau-Akkus für meine e-bikes in Kombination mit mobilen Solarsystemen (ich plane eines Tages eine lange Reise mit einem solar betreibene Elektrofahrrad), einem hochwertigen 48V DC zu 230V AC Wechselrichter und der Option, die Ebike-Motoren aufgebockt als Tretgeneratoren zu benutzen.

Das kann ich dann auch anderen Leuten anbieten. Wer sein Smartphone einmal voll laden will muss halt 10 Minute treten, wenn die Sonne nicht scheint.

Wichtig wäre z.B., die Apotheke ums Eck mit Elektrizität zu versorgen für die Medikamente, die der Kühlung bedürfen. da werde ich aber Kontakt aufnehmen, wenn es mal soweit sein sollte. Das hat für mich vermutlich keinen direkten Nutzen, aber hoffentlich für andere.


Preppen ist allerdings nicht wirklich kompatibel mit Frugalismus. Man kauft und hortet Dinge, von denen man weiß, dass man sie nicht braucht und möglicherweise / hoffentlich niemals brauchen wird.

Diese Inkompatibilität ärgert mich auch und die viele Ausrüstung, die die meiste Zeit nur nutzlos herum steht.

MfG

 

Zitat von TakeTwo am 28. Juli 2019, 13:08 Uhr

Im Roman „Blackout“ ist ein worst case Szenario beschrieben. Spannend.  Seither habe ich Trinkwasser und Haferflocken (siehe Info von Fritz) + Esbitkocher im Keller. Ich würde mich mit dem Fahrrad zu meiner Mutter durchschlagen. Da gibts noch einen alten Holzofen zum kochen und notfalls heizen. Vermutlich haben wir dann auch viele Freunde 😄.

Esbit zieht auf Dauer Wasser und ist ziemlich giftig. Auch die Verbrennungsgase sind giftig, das Zeug selbst ist sehr ineffizientund unpraktisch. Ist halt die Billigstlösung für Bundeswehrsoldaten um das EPA Fertiggericht lauwarm zu machen.

Nimm die spottbilligen "China"-Gaskocherfür die MSF-1A Gaskartuschen. Spottbillig, funktioniert im Haus auch mit normalen Töpfen und Pfannen super und die Butan-Kartuschen kann man trocken fast ewig lagern. (Nach dem Kauf wiegen und Gewicht und Kaufdatum auf der Kartusce notieren, so kann man bei Stichprobenkontrollen schnell nachwiegen ob noch alles okay ist)

 

12