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Endlich Frei Sein mit 40

Hallo,

ich arbeite schon mein ganzes Leben seit ich 18 Jahre alt bin und es fällt mir schwer meinen derzeit gut bezahlten sicheren Arbeitsplatz aufzugeben. Doch ich möchte gerne Frei sein, um mehr Zeit für mich und meine Familie zu haben. Daher habe ich mich mal hier angemeldet, um vielleicht ein paar Tipps bzw Wegweiser zu bekommen.

Hier ein paar Eckdaten: Ich bin 40 Jahre alt (Gehalt 2200/Monat Netto halbtags), habe 2 Kinder, Frau arbeitet halbtags (ca. 1500/Monat Netto)

Mein derzeitiges Vermögen beträgt ca. 400.000 Euro (100k Bar, 100k Gold, 200k Crypto)  (Ich habe keine Schulden oder Kredite)

Meine Ausgaben liegen bei ca. 15.000 im Jahr. Diese versuche ich so gering wie möglich zu halten. Ich bin sehr sparsam.

Hier meine Fragen:

Würde ich bei meiner Frau in die GKV (Krankenversicherung) für mich beitragsfrei mit einsteigen können? Wir sind derzeit beide in der GKV. Das würde ja schon mal laufende Kosten spaaren?! Meine Frau möchte gerne weiter arbeiten. Sonst fallen mir keine "selbst zu zahlenden" Pflichtversicherungen als Privatier bzw. Frugalist ein?!

Den Rechner hier habe ich leider nicht so richtig vertanden, sorry dafür. Würde es aber ausreichen bis zum Renteneintrittsalter mit 67, wenn ich nur von meinem Kapital lebe. Klar, wenn ich 15.000 x 27 Jahre rechne komme ich natürlich auf 400.000 Euro, wobei ich die Inflation mit Gold und Cryptos auszugleichen versuche.

Mir gehts halt auch darum, ob ich etwas wichtiges übersehen habe.

Habt ihr noch ein paar Tipps oder ist meine Rechnung total daneben?

Vielen Dank schon mal 🙂

 

Hallo und willkommen im Forum.

Deine Aufteilung ist auf jeden Fall nicht der Standard.

50% ohne Rendite und 50% Hochrisiko empfinde ich als ziemlich ungewöhnlich.

Crypto hat keinen Weg in mein Portfolio gefunden, ich verstehe nicht den Wert dahinter.

Edelmetalle erzeugen keine Rendite bei relativ hohen Einstiegskosten. War für mich darum auch nie ein Thema.

Cash ist für mich immer nur ein Mittel zum Zweck, kein Posten in meinem Anlageplan.

 

In den letzten Jahren hast du mit den Crypto Anteil vermutlich richtig gut verdient, wenn das so weiter läuft, ist jeder Tag Arbeit überflüssig. Ich halte aber einen Totalverlust für möglich. Damit wäre die Lücke groß.

Ich denke hier im Forum sind Aktien bei den meisten der Inflationsschutz. Und vor allem der Rendite Treiber.

Es gibt auch einige Immobilien basierte Ansätze, hier wirkt oft der Hebel über Fremdkapital.

Man kann hier viele verschiedene Lebensentwürfe und auch Finanzkonzepte sehen. Insofern: Viel Spaß im Forum.

 

 

Weiß nicht, ob ich deine Frage richtig verstehe. Mal angenommen, dein Vermögen gleicht die Inflation aus und du schaffst es dauerhaft von (inflationsbereinigten) 15000€ zu leben, ja dann könntest damit auskommen bis du etwa 67 bist. Dann bist du 67 und hast kein Vermögen mehr, deine Rentenpunkte liegen vermutlich noch unter Grundsicherungsniveau. Wie möchtest du ab 67 denn leben?

Problem könnte neben dem sportlichen Ziel von 15000€ Ausgaben mit Kindern sein, dass dein Vermögen mit 50% Crypto und 25% Gold viel zu volatil für irgendwelche FIRE-Planungen ist. Olivers Rechner basiert ja auf der Annahme, dass man in Aktien oder andere Vermögenswerte mit langfristig positiver realer Rendite investiert. Das ist bei dir eher nicht der Fall, der Rechner daher kaum auf dich anwendbar. Die reale Rendite von Geld ist meist negativ, die von Gold ist historisch etwa 0, die zukünftige Rendite von Cryptos lässt sich auch langfristig nicht seriös abschätzen.

Klar die 100k Fiat/Konto sind natürlich negativ in der Rendite, da muss ich mir noch was überlegen.

Was nach 67 ist? Mir reicht es abgesichert zu sein, notfalls falle ich in die Grundsicherung. Ist mir auch egal, ich brauche keine materiellen Güter sondern Freizeit. Und was machen alte Leute? -> sie verschenken Ihr Geld an die Enkel, weil sie es selber nicht mehr in dem hohen Maße benötigen. Ich merke es ja jetzt schon mit 40, um so älter ich werde, um so weniger materielle Bedürfnisse habe ich. Ich kann mir derzeit alles Leisten was ich will und bin auch irgendwann satt. Das einzige was mir fehlt ist Zeit.

Aktien/ETFs usw halte ich auch für sehr riskant. Alles steigt immer weiter und mein Bauchgefühl sagt mir, dass kann nicht so weiter gehen. Ich wittere die nächte große oder kleine Wirtschaftskriese. Möchte aktuell kein Aktien-Fomo sein. Kann mich da natürlich auch irren. Diversität ist ja das Zauberwort und ggf. muss ich auch in den Aktiensektor einsteigen, die Frage ist nur, ob jetzt ein guter Zeitpunkt dafür ist?!

Für weiter Tipps bin ich sehr dankbar 🙂

Hallo FreiSein,

also Deine Zahlen kann ich so nicht ganz nachvollziehen - bzw. so wie ich es lese, ist das Halbtagseinkommen Deiner Frau in der Aufstellung nicht wirklich berücksichtigt.

Nach Deinen Angaben kommst Du also auf 26.400 mtl. und gibst 15.000 aus. Somit hast Du einen Überhang von 11.400 - monatlich also 950 €.

Mach doch einfach mal einen ETF-Sparplan mit dem 950 € (oder einen Teil davon).

Deine Aussagen über Risiko und richtigen Zeitpunkt finde ich etwas sonderbar...

Du bist in Gold und Krypto investiert - hast Du da immer den richtigen Zeitpunkt für den Einstieg gefunden?

Abgesehen davon halte ich persönlich von Krypto nichts und sehe es zudem als ausgesprochen spekulativ an - daher wundert mich die Frage über den Zeitpunkt ein wenig.

In einem vorhin gelesenen Artikel zu ETF habe ich nur noch die Aussage über den richtigen Zeitpunkt zum Einstieg im Kopf "Jetzt".

Die Kurse können immer nach oben oder nach unten gehen. Doch im Rahmen von dem oben erwähnten Sparplan profitierst Du bei sinkenden Kursen, indem Du mehr Anteile erwirbst - was sich natürlich auch bei steigenden Kursen entsprechend spiegelt.

 

 

Zitat von FreiSein am 10. September 2021, 23:20 Uhr

Was nach 67 ist? Mir reicht es abgesichert zu sein, notfalls falle ich in die Grundsicherung. Ist mir auch egal,

Das ist ja ein super Plan. Vielleicht gibt es die bis dahin gar nicht mehr? Aber wenn dir Zeit so wichtig ist, dann gib doch dein Geld aus oder spende es und beantrage Hart IV?

Aktien/ETFs usw halte ich auch für sehr riskant

KURZFRISTIG ja

Längerfristig würde ich aber bei Cash (und Anleihen/Lebensversicherungen) inflationsbedingt 50 % oder 80 % Wertverlust einkalkulieren... und bei Kryptos ein Totalverlustrisiko wie einst bei den Tulpenzwiebeln bedenken...

PS:
Ich betrachte mein (XETRA)-Gold als Cashposition, halt in einer zweiten Währung 😉

Hallo vielen Dank für eure Eindrücke.

Ich kenne mich zwar mit Cryptos aus, aber nicht mit ETFs. Kann mir einer einen guten ETF Sparplan empfehlen, aus euer Erfahrung heraus?!

Dann schau ich mir das mal an 🙂

Danke

Als Standard gilt meistens ein 70/30 Sparplan auf einen MSCI World ETF (Bsp: A0RPWH) und einen Emerging Markets ETF (Bsp: A0RPWJ).

MfG

Deinen Krypto-Anteil würde ich persönlich reduzieren. Bin zwar selbst darin investiert, aber würde da eher so bei 5-15% bleiben und nicht 50%

Zitat von PanameraFlow am 17. September 2021, 9:31 Uhr

Als Standard gilt meistens ein 70/30 Sparplan auf einen MSCI World ETF (Bsp: A0RPWH) und einen Emerging Markets ETF (Bsp: A0RPWJ).

MfG

Danke für den Tipp, werde wohl erst mal mit 50k einsteigen und dann mal ein Gefühl dafür bekommen. Die 100k Fiat sind halt einfach schlecht.

Bei Crypto war ich mal zu 80% drin und hab leider zu früh verkauft, hat sich trotzdem gelohnt. Braucht man aber echt starke Nerven für. Hab heute erst wieder nachgekauft, besonders Altcoins. Ich sehe da einfach die Zukunft drin. Besonders im asiatischen Raum sind die schon weiter als wir und zahlen mit Coins über ihre Smartphones. Hier ist das noch gar nicht richtig angekommen. Jetzt kommen noch die Meme/Gaming-Coins und Defi dazu. Alles sehr spannend.

Trotzdem ist mir Diversität wichtig, daher mal ein neues Pferd versuchen namens ETF ^^

Danke

Zitat von FreiSein am 10. September 2021, 20:39 Uhr

Hallo,

ich arbeite schon mein ganzes Leben seit ich 18 Jahre alt bin und es fällt mir schwer meinen derzeit gut bezahlten sicheren Arbeitsplatz aufzugeben. Doch ich möchte gerne Frei sein, um mehr Zeit für mich und meine Familie zu haben. Daher habe ich mich mal hier angemeldet, um vielleicht ein paar Tipps bzw Wegweiser zu bekommen.

Hier ein paar Eckdaten: Ich bin 40 Jahre alt (Gehalt 2200/Monat Netto halbtags), habe 2 Kinder, Frau arbeitet halbtags (ca. 1500/Monat Netto)

Mein derzeitiges Vermögen beträgt ca. 400.000 Euro (100k Bar, 100k Gold, 200k Crypto)  (Ich habe keine Schulden oder Kredite)

Meine Ausgaben liegen bei ca. 15.000 im Jahr. Diese versuche ich so gering wie möglich zu halten. Ich bin sehr sparsam.

Hier meine Fragen:

Würde ich bei meiner Frau in die GKV (Krankenversicherung) für mich beitragsfrei mit einsteigen können? Wir sind derzeit beide in der GKV. Das würde ja schon mal laufende Kosten spaaren?! Meine Frau möchte gerne weiter arbeiten. Sonst fallen mir keine "selbst zu zahlenden" Pflichtversicherungen als Privatier bzw. Frugalist ein?!

Den Rechner hier habe ich leider nicht so richtig vertanden, sorry dafür. Würde es aber ausreichen bis zum Renteneintrittsalter mit 67, wenn ich nur von meinem Kapital lebe. Klar, wenn ich 15.000 x 27 Jahre rechne komme ich natürlich auf 400.000 Euro, wobei ich die Inflation mit Gold und Cryptos auszugleichen versuche.

Mir gehts halt auch darum, ob ich etwas wichtiges übersehen habe.

Habt ihr noch ein paar Tipps oder ist meine Rechnung total daneben?

Vielen Dank schon mal 🙂

 

Lieber FreiSein,

da sich Deine und meine Investmentstrategien fundamental unterscheiden und Kryptos und Gold für mich zu schwierig sind, habe ich nur folgende Gedanken:

  • Kryptos und die Wertentwicklung hierzu sind stark davon abhängig, wieviel zukünftige Käufer dafür bereit sind zu zahlen. Im Gegensatz hierzu sind Aktien Teile eines Unternehmens. Selbst dann, wenn die Aktien nicht verkäuflich sein sollten, werden bei Unternehmen mit hervorragenden Geschäftsmodellen, jedes Jahr ordentliche (steigende) Gewinne erzielt, die den Aktionären zu Gute kommen. Dies ist für mich der Grund, warum ich Aktien Anlagen wie Kryptos vorziehe. Dies ist für mich berechenbar (bzw. meine ich, dass ich dies berechnen kann). Bei Anlagen wie Kryptos habe ich dieses Vorstellungsvermögen nicht.
  • Dies gilt für mich gleichermaßen für Gold.

Passende ETFs und Entnahmestrategien werden m.E. gut in den entsprechenden Threads in diesem Forum dargestellt.

Hallo,

kleines Update. Bitcoin und Co sind bis jetzt gut gestiegen. Hier meine aktuelles Portfolio, falls einer Anregungen braucht.

39% Bitcoin

28% Altcoins (mega Potenzial)

22% Gold/Silber

9% Aktien (hauptsächlich amerikanische Aktien will am steigenden M1 "mitverdienen" ;-))

3-4% Bar

Summe Ca. 500-550k derzeit

Vielleicht werde ich bald noch etwas aus Altcoins in Aktien swapen, um ca. auf 15% zu kommen.

Macht echt Spaß, weil irgendwie alles steigt dank M1 Gelddruckwahnsinn.

Werde in ca. 2 Jahren Bilanz ziehen und aufhören zu arbeiten, reicht mir 🙂

Moin moin!

Interessante Vermögensaufteilung. 😉  Macht aber nichts, die "Rechnung" ist bisher ja bestens aufgegangen.

Was würde ich (ich halte ein wenig "Spielgeld" in Kryptowährungen, aber noch deutlich unter 5% meines Vermögens, wobei der Anteil ohne eigenes Zutun wächst) persönlich an Deiner Stelle machen? Ich würde mir bei den Kryptowährungen eine Art Ausstiegsplan bauen, und zwar derart, dass ich einen Teil (vielleicht 50%) weiterer Zuwächse aus Kurszuwächsen quartalsweise in weniger volatile Assets umschichten würde. Oder eben pro Quartal 3  bis 5% der Kryptos verkaufen und den Erlös in sicherere Anlageformen transformieren. Natürlich reduzierst Du damit die "Rendite" des Krypto-Portfolios ein wenig, aber bei den derzeitigen Kursgewinnen ist es durchaus denkbar, dass sich Dein Kryptovermögen dabei dennoch nicht reduziert, sondern sogar weiterhin steigt, während Du trotzdem Geld "in Sicherheit bringst". Alles natürlich immer unter Beachtung der entsprechenden Haltefristen (1 Jahr, FiFo-Regel), aber das weißt Du ja bestimmt.

Was ich nicht ganz verstehe: Ihr seid eine Familie, Du schreibst aber, dass Du 15.000 Euro pro Jahr benötigst. Ist damit Dein Anteil an den Familienausgaben gemeint? GKV bei der Frau kann funktionieren, wenn Du kein eigenes Einkommen hast. Ich bin kein StB, aber was man nicht versteuern muss (z.B. Erlöse aus Bit/Altcoin-Verkäufen außerhalb der Haltefrist), ist nach meinem Verständnis auch kein Einkommen und kann daher möglicherweise auch nicht zur GKV-Pflicht herangezogen werden. Aber wie gesagt, ich bin weder StB noch habe ich detaillierte Kenntnisse in Sachen GKV/Pflegeversicherung.

Noch etwas: Zwei Kinder habt Ihr. Deinem Alter nach denke ich, dass sie noch minderjährig bzw. schulpflichtig sind und vielleicht mal irgendwann studieren. Das könnte für jeweils 5-6 Jahre zu Ausgaben führen, deren Höhe die heutigen Kinderaufwendungen deutlich übersteigt. Elternvermögen wird zwar nicht bei der Ermittlung eines BaföG-Anspruches berücksichtigt, aber ich als Kind würde das unter Umständen nicht toll finden, wenn mich mein wohlhabender Vater zum Bittsteller auf dem Amt macht, zumal ein Teil des BaföG meines Wissens nach nur als Kredit gewährt wird.

Ach ja, und auf Vermögensverzehr bis 67 und danach Grundsicherung hätte ich persönlich keinen Bock. Ich weiß auch von mir, dass ich mit 15.000 Euro nicht hinkomme und auch nicht hinkommen möchte, was mit Hobbies zu tun hat. Erst recht, wenn man irgendwann mal viel Freizeit haben möchte.

Danke Cosmic68 für Deine sachlichen Darlegungen. 🙂

Du hast in vielen Punkten gute Ansätze, die es zu überdenken gilt.

  1. Ein Jahr Haltefrist ist gegeben und daher werde ich in die GKV meiner Frau reingehen. Weiß nur nicht wie es mit Aktien so ausseht dann, bin erst vor einem Monat eingestiegen.
  2. Das Gehalt meiner Frau und Kindergeld ist nicht mit einberechnet. Unserer Plan -> beides unabhängig und autark voneinander laufen lassen. Meine Frau muss und will zwar noch arbeiten. Ich aber nicht mehr, daher versuche ich erst mal für mich "frei" zu sein. Ich decke die Miete von 900€/Monat und andere Kosten und komme somit auf ca. 1200€/Monat an Kosten, die ich zur Familie beisteuere. Sollte sich meine finanzielle Lage weiterhin überdurchschnittlich entwickeln, wobei ich einen Zeitraum von 5-10 Jahre einräume (10*15000=150000€ Kosten auf 10 Jahre) so habe ich immer noch 300000 "Spielgeld"(-2BTC *siehe unten), dass fallen oder auch steigen kann. Im schlimmensten Fall (heftige Crashes) ist alles aufgebraucht und ggf. muss ich wieder arbeiten gehen. Hatte aber eine schöne Pause. Im besten Fall wird aus den 300k so viel, dass ich meine Frau "mitnehmen kann". Man muss auch mal im "Hier und Jetzt" leben 🙂
  3. Für meine Kinder habe ich jeweils *einen Bitcoin fest zurück gelegt. Diese bekommen sie mit 18-20 Jahren und bis dahin ist noch sehr viel Zeit(10-15Jahre). Kann nach hinten losgehen oder aber richtig krass werden.
  4. Krypto in sichere Assets?! Ja, dass habe ich Stück für Stück vor. Wobei "sicher" immer relativ zu betrachten ist. Hab mein Gold und wie gesagt Aktien noch etwas aufgestockt. Gold ist für mich einfach die höchste "Sicherheit" in meinen Assets. Wobei ich Krypto auch als recht sicher betrachte, sonst hätte ich nicht so viel davon.

Naja schauen wir mal was die Zukunft bringt.

Zitat von FreiSein am 17. November 2021, 13:41 Uhr

Wobei ich Krypto auch als recht sicher betrachte, sonst hätte ich nicht so viel davon.

Falsch, du hast soviel davon, weil es sich extrem gut entwickelt hat und du zu einem günstigen Zeitpunkt eingestiegen bist. Oder warst du zum Einstiegszeitpunkt mit 50% oder mehr deines Vermögens in Crypto investiert?!

Ich schließe mich Andre in seinen Ausführungen an.

Ich habe keine Ahnung wie du bei Kryptos aus "Sicherheit" kommst. Ich habe kurz überlegt ob ich was dazu schreiben soll, aber eigentlich bin ich nur sprachlos.... Teilweise auch sprachlos wie wenig Gegenwind du hier bekommst.

Zitat von Andreas900 am 22. November 2021, 8:46 Uhr

Ich schließe mich Andre in seinen Ausführungen an.

Ich habe keine Ahnung wie du bei Kryptos aus "Sicherheit" kommst. Ich habe kurz überlegt ob ich was dazu schreiben soll, aber eigentlich bin ich nur sprachlos.... Teilweise auch sprachlos wie wenig Gegenwind du hier bekommst.

Mal ein anderer Blickwinkel:

Wer schon viele Jahre in Kryptos investiert ist, wird diese mittlerweile tatsächlich als (relativ) sicheres Investment ansehen. Da hat man sich an die große Volatilität längst gewöhnt und die heftigen Kursgewinnen sind nun mal vorhandenen. Sich jetzt plötzlich an 5-7% p.a. bei anderen Assets zu gewöhnen, fällt da sicher nicht leicht.

Zitat von Andreas900 am 22. November 2021, 8:46 Uhr

... eigentlich bin ich nur sprachlos.... Teilweise auch sprachlos wie wenig Gegenwind du hier bekommst.

Wir sind hier keine Honorarberater oder gewerbliche Finanzvermittler mit umfassender Beratungspflicht und nicht jeder wenig/unkommentierte Faden muss inhaltlich richtig sein.

Zudem habe ich keine Lust gegen eine Euphorie zu diskutieren. Es gibt ja gegenwärtig genügend Gründe für Krypto im Hinblick auf Wertentwicklung. Jeder muss seine Risikotoleranz selbst für sich klären. Warum sollte ich mit mühsam aufgebauten Vermögen kurz vor FIRE noch verzocken? Und ob es für Jüngere der richtige Weg für den Aufbau ist hierauf mit einem hohen Anteil zu bauen glaube ich persönlich auch nicht.

Aber jeder wie er/sie will. Wir leben in einem freien Land!

Zum Thema Krypto:

Ich bin seit 2016 mit über 150k (das war ca. 85% meines erspaarten Vermögens) in Krypto gegangen. Ich habe mit Absicht fast alles auf ein Pferd gesetzt, weil ich schon damals viel von Kryptos gehalten habe, gerade weil ich auch selber Progammierer bin und sein Potenzial verstehe. Ziel war für mich -> nicht mehr arbeiten gehen müssen. Mit einigen Fehlern (zu früh verkauft usw.) ist trotzdem daraus ca. 300-400k geworden. Es gab zwar viele Nächte, wo ich nicht ruhig schlafen konnte. Doch ich habe mich über die Jahre an diese Volatilität gewöhnt. Mittlerweile finde ich diese Volatilität richtig gut und alles unter 50%+- pro Jahr erscheint mir als langweilig und "dauert mir zu lange". Habe mir vor einem Monat für 50k Aktien gekauft(AMD/Nvidia/MSCI-World/ASML/Esports), die sind jetzt in Summe um 8% gestiegen, das mag für viele für einen Monat viel sein, für mich ist das "ganz ok".

Mir ist klar, dass gerade jetzt Krypto wieder auf 20k/BTC oder gar niedriger fallen kann. Doch das juckt mich kaum, weil ich mir recht sicher bin, dass es auch auf 100k/BTC gehen kann. Ich habe genug als Reserve(Gold/Aktien/Bargeld), das ich meine BTCs über mehr als 5-10 Jahre laufen lassen kann, ohne sie anzufassen. Und das ist auch mein Ziel.

Folgende Punkte warum ich Krypto als "sicher" empfinde:

  1. immer höhere Akzeptanz
  2. nicht beliebig Vermehrbar (es ist derzeit das rarste Asset auf unserem Planeten)
  3. Länderübergreifend in sekundenschnelle Nutzbar
  4. kann nicht einfach so "eingezogen" werden, wie z.b. Banken die dein Konto sperren können (warum auch immer)
  5. ist eine Art digitales Gold und viele (besonderns in armen Ländern) nutzen es als Infaltions- und Währungs-Ausgleich
  6. jetzt schon möglich damit zu zahlen ohne Fiat zu benötigen
  7. Dezentral
  8. Steuerfrei bei über einem Jahr Haltefrist

Es muss jeder für sich selbst entscheiden, welche Risiken er mit seinem Geld eingeht. Für mich persönlich hat Krypto in Summe auf lange Sicht ein sehr geringes Risiko.