Bitte oder Registrieren, um Beiträge und Themen zu erstellen.

Ein Jahr noch oder doch länger?

Hallo zusammen,

erst einmal - Oliver mega Seite und super Forum!

So nun lege ich mal los. Ich 46 Jahr jung, männlich, verheiratet, keine Kinder, im Angestelltenverhältnis und ich sag's gleich mal vorweg -  nicht wirklich ein Frugalist...
Aber seit einigen Monaten tracke ich meine Ausgaben und versuche den ein oder anderen Euro zu sparen.
Ich will das laufende Jahr nutzen um einen monatlichen Schnitt an Ausgaben zu errechnen und mir Ende des Jahres "die Karten legen".

Finanziell bin ich eigentlich gut aufgestellt da, ich die Wohnung vor Jahren ab bezahlt habe und seit 20 Jahren noch ein Nebengewerbe am laufen habe.

  • 400.000 Euro in Aktien (breit gestreut)
  • 20.000 Euro in ETF´s
  • 30.000 Euro Barvermögen
  • 2.600 Euro netto Einkommen
  • 600- 800 Euro netto Einkommen Nebengewerbe

Sodele... nun mal zum nicht ganz so angenehmen Teil - meinen Ausgaben (pro Monat) 🙁

  • 300 Euro Versicherungen
  • 200 Euro Auto (Versicherung, Steuer, Sprit inkl.)
  • 800 Euro Reisen (2x Fernreise, 1x Städtereise pro Jahr)
  • 400 Euro Essen/ Getränke/ Kneipe...
  • 100 Euro Kommunikation (Internet/Handy/Netflix/ Amazon Prime)
  • 200 Euro Nebenkosten Wohnung (habe PV Anlage auf dem Dach)

Summa summa summarum ca. 2000 Euro Ausgaben pro Monat 🙁

Wie gesagt, ich arbeite an den Ausgaben.

Mein Plan ist das ich mir wie gesagt Ende des Jahres die Karten legen möchte - wie lange noch arbeiten?!?!?!
Leider kann ich meine Arbeitszeit nicht reduzieren und Teilzeit arbeiten 🙁

Das Nebengewerbe würde ich weiterhin ausüben - macht mir auch Spass!
Zusätzlich zu den 2000 Euro kämen dann ja noch die KV (Kasse) mit ca. 200 Euro und die RV mit 100 Euro (ich will den Anspruch ja erhalten).
Sollte eigentlich mit der 4% Regel und dem Nebengewerbe reichen - denke ich.

So genug erzählt und geschrieben.

Was meint Ihr? Liege ich mit der KV und der RV richtig? Liese sich mein Plan kommendes Jahr in die Tat umsetzen?
Mich würde eure Meinung interessieren. Bin gespannt.

Gruss

Alex

Wäre ich so weit wie Du, würde ich nicht noch 4 Jahre warten 😉 ein Träumchen. Mit den Versicherungen würde ich das auch beibehalten.

Hallo @NeoX,

Ich habe deine Daten mal durch mein eigenes Planungstool gejagt. Die Ergebnisse sehen wiefolgt aus:

420.000 EUR in Aktien und ETF, das ergibt eine Durchschnittsrendite von 5%, sofern du keine bestimmte Anlagestrategie verfolgst. Die Steuern habe ich erst einmal außen vor gelassen, da du bei dem Ergebniss eh nicht viel bezahlen wirst.

Die Durchschnittsrendite liegt also erst einmal bei 21.000 EUR im Jahr. Wenn du das Barvermögen noch mit investierst, wären es 22.500. Das ist ein Durchschnittseinkommen von 1750 bzw. 1875 EUR p.M.. Hinzu kommt dein Nebenerwerb mit 600 bis 800 EUR p.M. Den habe ich mit durchschnittlich 700 EUR angesetzt.

Deine Ausgaben belaufen sich auf 2.000 EUR. Höchstwahrscheinlich hast du da noch Einsparpotenziale, die ich aber nicht genau beziffern kann, da du ja hier selbst die Prioritäten setzen musst. Was brauchst du wirklich? Was ist Luxus? Wo könntest du vielleicht Verträge ändern? usw. Das ist schon eine aufwändige Sache, für die du dir ausreichend Zeit nehmen solltest.

Der Krankenkassenbeitrag wird bei freiwillig versicherten in Abhängigkeit ihres Einkommens berechnet. Dabei dürfte aber nur deine Nebenerwerbstätigkeit relevant sein, da Aktien keine sichere Einnahmequelle darstellen. Die Höhe deines Beitrages kann ich dir aber nicht sagen, da ich privat bin und mich mit KK nicht auskenne. Vielleicht gibt es hier jemanden der einen Post dazu senden kann?! Gleiches gild für deine RV. Ich habe hier erst einmal die Daten genommen, die du hier geschrieben hast. Also 200 und 100 EUR.

Das macht im "worst case" Szenario also 2.300 EUR p.M. Abzüglich durchschnittlicher Nebenerwerbseinnahmen von 700 EUR p.M. benötigst du also noch mindestens 1.600 EUR p.M., die aus deinem Kapitalstock erwirtschaftet werden müssen.

Ausgaben                   2.300 EUR
abzgl. Nebenerwerb:    -700 EUR
__________________________________
Rest:                            1.600 EUR

Einkünfte aus Aktien: -1.750 EUR
_________________________________
Überschuss:                     150 EUR

Auf den ersten Blick sieht das erst einmal gut aus, da du einen Überschuss von 150 EUR p.M. hättest und dein Kapital theoretisch reichen könnte. ABER! Wie du vermutlich weißt, ist der Aktienmarkt großen Schwankungen unterworfen. Es kann durchaus vorkommen, dass du mal 3 bis 5 Jahre einen Bärenmarkt oder dauerhafte Seitwärtsbewegungen durchleben musst. Deine aktuelle Aufstellung mit den oben dargestellten Zahlen hat daher leider ergeben, dass du bereits nach 2 Jahren ohne Kapitaleinkünfte einen dauerhaften Verlust erwirtschaften würdest.

Nehmen wir an, du würdest die gesamten 450.000 EUR investieren und könntest durch Einsparpotenziale deine monatlichen Ausgaben auf 2.000 EUR drücken. Die Rechnung sieht dann wie folgt aus:

Ausgaben                   2.000 EUR
abzgl. Nebenerwerb:    -700 EUR
__________________________________
Rest:                             1.300 EUR

Einkünfte aus Aktien: -1.875 EUR
_________________________________
Überschuss:                     575 EUR

Mit dieser Rechnung könntest du theoretisch 7 Jahre Durststrecke durchhalten, bevor du dauerhaft Verlust machst.

Es gibt jedoch noch ein paar versteckte Probleme, die du noch berücksichtigen musst:
1. Wie hoch ist das Risiko, dass dein Nebengewerbe für längere Zeit schlecht läuft oder ganz wegbricht? Was ist da insbesonder mit Krankheit oder Erwerbsunfähigkeit? Bist du da versichert?
2. Welche Kostenrisiken hast du? Zum Beispiel können an einem Haus teure Sanierungen oder Reparaturen fällig werden. Auch wenn du in einer Eigentumswohnung lebst, kann dich das treffen. Die möglichen Kosten musst du in deiner Rechnung berücksichtigen.
3. Was ist mit größeren Anschaffung? Die hast du in deiner Rechnung nicht aufgeführt. Z.B. neue Waschmaschine, Möbel, Fernseher. Dafür muss du Rücklagen bilden.
4. Was ist mit Kleidung? Fehlt auch.
5. Die Kosten für dein Auto erscheinen mir sehr niedrig. Hast du einen Kleinstwagen? Oder fährst du sehr wenig? Versicherung, Wartung, Sprit musst du mindestens berücksichtigen. Eigentlich auch noch die Abschreibung, denn du musst dir ja irgendwann ein neues kaufen. Das geht dann wieder aus deinem Kapitalstock weg oder du musst eine monatliche Rate einkalkulieren, wenn du es finanzierst.
6. Was ist mit Ausgaben für Hobbys und Freizeit?
7. GEZ-Gebühren fehlen auch.
8. Besteht die Wahrscheinlichkeit, dass sich deine Ausgaben in Zukunft erhöhen könnten? Wenn ja musst du das berücksichtigen. Denn du bist auf Gedeih und Verderb auf die Einkünfte angewiesen, die dir dein Nebenjob und deine Aktien bringen. Du bekommst keine "Gehaltserhöhung". Wenn es dir später doch nicht reicht hast du Pech gehabt.

Bitte überprüfe nochmal, ob du auch wirklich alle Ausgaben erfasst hast. Für große Ausgaben, die nur alle paar Jahre mal kommen (z.B. neue Großgeräte im Haushalt, Möbel, Auto) musst du Rücklagen bilden.

Die Einkünfte sollten mindestens 33% höher sein, als deine Ausgaben, da du einen entsprechenden Puffer brauchst. Das wären bei dir 2.666 bis 3.065 EUR. Ich habe bei meiner eigenen Rechnung sogar min. 50% eingerechnet.
Du solltest eine Durststrecke im Aktienmarkt von mindestens 5 Jahren überstehen können, ohne in Zahlungsschwierigkeiten zu kommen.

Mit deiner aktuellen Rechnung und den Zahlen, die du hier gepostet hast, würde ich den Schritt zum Privatier nicht empfehlen. Dein Überschuss bzw. dein Puffer ist einfach zu gering. Ein Crash könnte dir das Genick brechen. Das muss nicht passieren, allerdings musst du als Privatier immer mit dem "Worst Case"-Szenario rechnen.

Hallo @neox, erstmal willkommen! Jetzt wollte ich dir so schön vorrechnen, was in deiner Ausgabenauflistung alles potentiell noch fehlt (Kleidung, GEZ, Instandhaltung Sondereigentum wie Wände, Böden, Bad, Küche, Möbel, Weißware, ggf. Therme, ggf. Fenster, Technik.. ha, jetzt hab ichs doch getan!). Hinzufügen würde ich noch Hygiene- und Pflegeartikel und andere Dinge des täglichen Bedarfs..

Welche Rolle spielt denn deine Frau in deinen Überlegungen? Welches Einkommen / Ausgaben und welche Zukunftspläne hat sie? Sind Kinder ausgeschlossen? Rechnet ihr getrennt? Falls ja, macht ihr das rein virtuell oder gibt es auch einen echte Trennung der Einkünfte+Vermögen? Auch wenn es unangenehm ist, würde ich Scheidungsszenarien mal grob durchrechnen

Welche sonstigen Ansprüche hast du ggf. noch? Wo man 2600€ Netto verdient, gibt es doch meist auch bezuschusste bAV? Wie viele Rentenpunkte hast du? Die gesetzliche Rente klammern manche ja bewusst in ihrer Planung aus, aber je nach Fall finde ich sie als Zusatzeinkommen sehr entscheidend. Man sollte pessimistisch rechnen (z.B. Rentenalter 70, Absenkung um weitere fünf Prozentpunkte), aber ein vollständiger Wegfall ist wenig wahrscheinlich und wäre eine gesellschaftliche Extremsituation - wer mit sowas rechnet, der sollte auch einen 90% Wertverlust seines World-ETF nicht ausschließen. 🙂

 

 

Hallo @Fritz,@TheWanderer,

erst einmal möchte ich mich vor allem dir Fritz für eure Mühle bedanken!
Danke für deine ausführliche Rechnung. Ich werde versuchen mehr zu investieren und die Ausgaben zu optimieren.

  1. Wegfall Nebengewerbe ist fast ausgeschlossen,da ich einen relativ großen Kundenstamm (IT) habe. Wobei auch die älter werden und die Nachfolger sich nach "jüngeren" umschauen! Aber mit ca. 500 Euro/ Monat kann ich hier im Worst Case rechnen. Und ja ich habe eine sehr gute BU -wobei sich das erst zeigen wird wenn der Fall eintreten würde (was hoffentlich nie der Fall sein wird).
  2. Die Kostenrisiken was das Haus/ Wohnung (Elternhaus) angelangt schätze ich sehr gering ein, da ein Anbau inkl. der Sanierung des kompletten Hauses vor zwei Jahren gemacht wurde. Heizung, Fenster, Böden, Dach und PV Anlage, Putz, Außenfassade, Balkone - alles renoviert. Aber zugegeben - kommen kann immer noch was, und wird es mit Sicherheit auch.
  3. Grössere Anschaffungen stehen momentan nicht an, da auch das Möbilar erst 2 Jahre alt ist. Aber ich gebe dir völlig Recht - kaputt gehen kann und wird immer was!
  4. Thema Kleidung - da kann ich mit auf den Basar! Ich bin meist 1-2 mal im Jahr in den USA und decke mich mit allem ein (Kosten ca. 50% deren in D´land) - aber auch hier - ja du/ ihr hast/ habt Recht. Würde ich auch mit 70 Euro/ Monat im Schnitt ansetzen!
  5. Thema Auto... Ja ich fahre mittlerweile keine 5000 km mehr pro Jahr, da ich zur Arbeit laufen kann. Versicherung/ Steuer 340 Euro pro Jahr. Sprit ca. 500 Euro pro Jahr. 1400 Euro hatte ich Verschleiß, Reparaturen angesetzt.
  6. Hobby/ Freizeit - korrekt hatte ich vergessen - werde ich dieses Jahr tracken!
  7. GEZ bezahlt meine Frau 🙂

Sodele... @TheWanderer... nein sowohl meine Frau als auch ich wollen keine Kinder mehr. Einkommen meiner Frau entspricht in etwas meinem Einkommen.Und wir trennen unserer finanziellen Angelegenheiten. Aber zugegeben eine Scheidung wäre der "Gau" - hatte ich wirklich nicht drüber Nachgedacht!

BaV leider nein :-(. Habe mittlerweile 70.33 Rentenpunkte angesammelt und ich rechne die Rente schon mit ein... das wären knapp 1000 Euro/ monatl. nach Steuer. Sofern das mit der Rente so weiter läuft wie bisher...

Ich gebe euch beiden absolut Recht. Es gibt doch relativ viel Eventualitäten welche eintreten könnten. Ich bin mir nicht sicher, ob ich mich dabei so wohl fühlen würde... Mein "Traum" wäre eigentlich ein 50% Angestelltenverhältnis die kommenden 4-5 Jahre und dann langsam in die "Rente" übergehen - aber da habe ich leider momentan keine Möglichkeit dies umzusetzen :-(.
Und ich hau´s jetzt einfach mal raus - ich bin irgendwie durch mit dem ganzen IT Krempel mir fällt (wie wahrscheinlich so vielen hier) das Ganze immer schwerer. Ich will einfach nur etwas mehr Ruhe und nicht wie seit etlichen Jahren mich Abends zu fragen was morgen denn schon wieder alles ansteht und ob auch wirklich alles läuft. Angst zu haben aus dem Urlaub wiederzukommen und Berge von Arbeit sich gestapelt haben - keinen Bock mehr!

So Flasche (ertmal) leer 🙂 :-).

Gruss Alex

 

 

Zitat von Fritz am 28. Januar 2020, 19:45 Uhr

Hallo @NeoX,

Der Krankenkassenbeitrag wird bei freiwillig versicherten in Abhängigkeit ihres Einkommens berechnet. Dabei dürfte aber nur deine Nebenerwerbstätigkeit relevant sein, da Aktien keine sichere Einnahmequelle darstellen.

 

Schön wäre es. Natürlich werden Dividenden, Gewinne aus Aktienverkäufen etc. berücksichtigt.

Zitat von Fritz am 28. Januar 2020, 19:45 Uhr

Mit deiner aktuellen Rechnung und den Zahlen, die du hier gepostet hast, würde ich den Schritt zum Privatier nicht empfehlen.

Ich auch nicht

Zitat von NeoX am 29. Januar 2020, 8:37 Uhr

Habe mittlerweile 70.33 Rentenpunkte angesammelt und ich rechne die Rente schon mit ein... das wären knapp 1000 Euro/ monatl. nach Steuer. Sofern das mit der Rente so weiter läuft wie bisher..

Kann nicht sein. Ich habe deutlich weniger Rentenpunkte mit Anfang 50 und meine aktuellen Rentenansprüche sind deutlch höher.

Zitat von Privatier am 29. Januar 2020, 8:55 Uhr
Zitat von NeoX am 29. Januar 2020, 8:37 Uhr

Habe mittlerweile 70.33 Rentenpunkte angesammelt und ich rechne die Rente schon mit ein... das wären knapp 1000 Euro/ monatl. nach Steuer. Sofern das mit der Rente so weiter läuft wie bisher..

Kann nicht sein. Ich habe deutlich weniger Rentenpunkte mit Anfang 50 und meine aktuellen Rentenansprüche sind deutlch höher.

Das mit den Rentenpunkten scheint mir auch etwas komisch. ist es nicht so, dass man nur 2 punkte pro jahr erreichen kann. Somit müsstest du ja schon 35 Jahre arbeiten??? Oder liege ich da falsch??

Zitat von NeoX am 28. Januar 2020, 18:01 Uhr

und die RV mit 100 Euro (ich will den Anspruch ja erhalten)

Das ist nicht notwendig, einmal erhaltene Ansprüche an die RV verfallen nicht.

Zitat von Tesla07 am 29. Januar 2020, 13:09 Uhr
Zitat von NeoX am 28. Januar 2020, 18:01 Uhr

und die RV mit 100 Euro (ich will den Anspruch ja erhalten)

Das ist nicht notwendig, einmal erhaltene Ansprüche an die RV verfallen nicht.

Ich würde trotzdem weiter einen entsprechenden Betrag in die Rentenversicherung ein bezahlen, Es zählen auch für den Auszahlungszeitpunkt die Versicherungsjahre.

Für das wie viel würde ich mal bei der Rentenberatung vorsprechen.

@privatier: Die fiktive Höhe der Regelsaltersrente wäre 2252 Euro (vorausgesetzt ich zahle die gleichen Beiträge im Schnitt wie die vergangenen 5 Jahre)
Die momentane Rente (ohne weitere Beiträge) würde sich auf knapp 1000 Euro belaufen.
OK - das mit der KV war mir neu 🙁

@selbst: Muss ich nochmal schauen - zahle seit knapp 20 Jahren ein.

@energiefuchs: Ja ich würde echt bei den ca. 100 Euro bleiben. Muss echt mal vorstellig bei der Beratung werden.

Zitat von NeoX am 30. Januar 2020, 7:18 Uhr

@privatier: Die fiktive Höhe der Regelsaltersrente wäre 2252 Euro (vorausgesetzt ich zahle die gleichen Beiträge im Schnitt wie die vergangenen 5 Jahre)
Die momentane Rente (ohne weitere Beiträge) würde sich auf knapp 1000 Euro belaufen.

Dann hast du aber auch weniger Punkte als angegeben, vielleicht in der Größenordnung von 30

Hi Neox,

ich würde bei den Vermögenswerte erst noch weiterarbeiten. Die Sicherheit finde ich zu knapp bemessen. Die Reduzierung der Arbeitszeit wäre von der finanziellen Sicherheit sicher passender. Für mich selbst rechnen ich mit den doppelten Einnahmen je Jahr / zu den Ausgaben als Voraussetzung mit der beruflichen Tätigkeit aufzuhören.

Zitat von Privatier am 30. Januar 2020, 8:48 Uhr
Zitat von NeoX am 30. Januar 2020, 7:18 Uhr

@privatier: Die fiktive Höhe der Regelsaltersrente wäre 2252 Euro (vorausgesetzt ich zahle die gleichen Beiträge im Schnitt wie die vergangenen 5 Jahre)
Die momentane Rente (ohne weitere Beiträge) würde sich auf knapp 1000 Euro belaufen.

Dann hast du aber auch weniger Punkte als angegeben, vielleicht in der Größenordnung von 30

Genau, aktuell sind es um die 30. Hochgerechnet sind es 70. Aber die 70 sind ja errechnet, indem die voraussichtlichen AN- und AG-Beiträge bis Alter 67 mit berücksichtigt sind, basierend auf den letzten 5 Jahren. Und mit 100 Euro freiwilliger monatlicher Einzahlung (falls überhaupt möglich) wird NeoX nicht mehr auf die angestrebten 70 Punkte kommen.

 

Naja oben hatte er ja geschrieben, das er aktuell 70,3 Renten Punkte angesammelt hat. Bei so ungenauen (genauer falschen) Angaben ist es natürlich schwierig irgendwelche Empfehlungen zu geben...

Zitat von Privatier am 30. Januar 2020, 18:12 Uhr

Naja oben hatte er ja geschrieben, das er aktuell 70,3 Renten Punkte angesammelt hat. Bei so ungenauen (genauer falschen) Angaben ist es natürlich schwierig irgendwelche Empfehlungen zu geben...

Sowieso schwierig in einem Forum. Allerdings hat er die 70 Punkte mit einer Nettorente von 1000€ in einem Satz verknüpft. Ihm ist also offensichtlich klar, dass am Ende nur ~1000€ netto rauskommen können, insofern hat der TE den korrekten absoluten Wert  - aber den falschen/fiktiven Rentenpunktewert - verwendet.

Zitat von NeoX am 29. Januar 2020, 8:37 Uhr

Und ich hau´s jetzt einfach mal raus - ich bin irgendwie durch mit dem ganzen IT Krempel mir fällt (wie wahrscheinlich so vielen hier) das Ganze immer schwerer. Ich will einfach nur etwas mehr Ruhe und nicht wie seit etlichen Jahren mich Abends zu fragen was morgen denn schon wieder alles ansteht und ob auch wirklich alles läuft. Angst zu haben aus dem Urlaub wiederzukommen und Berge von Arbeit sich gestapelt haben - keinen Bock mehr!

 

Oh, da spricht der Frust. Und ich verstehe dich gut - bin auch in der IT (Softwareentwicklung), wenn auch eine Ecke jünger als du. Darf ich fragen, was du in der IT machst?

Ich würde übrigens bei den Ausgaben und den Vermögensverhältnissen auch noch nicht mit dem Angestelltenjob aufhören. Der Blickwinkel auf das Nebengewerbe könnte sich dann auch ändern. Das ist dann nämlich kein Zusatz-Taschengeld mehr für dich. Du bist von diesem Einkommen dann mit abhängig.

Tracke weiterhin deine Ausgaben und versuche, sie zu optimieren. Ich finde, das machst du als ersten Schritt schon ganz richtig.

Zitat von NeoX am 29. Januar 2020, 8:37 Uhr

Ich gebe euch beiden absolut Recht. Es gibt doch relativ viel Eventualitäten welche eintreten könnten. Ich bin mir nicht sicher, ob ich mich dabei so wohl fühlen würde... Mein "Traum" wäre eigentlich ein 50% Angestelltenverhältnis die kommenden 4-5 Jahre und dann langsam in die "Rente" übergehen - aber da habe ich leider momentan keine Möglichkeit dies umzusetzen :-(.
Und ich hau´s jetzt einfach mal raus - ich bin irgendwie durch mit dem ganzen IT Krempel mir fällt (wie wahrscheinlich so vielen hier) das Ganze immer schwerer. Ich will einfach nur etwas mehr Ruhe und nicht wie seit etlichen Jahren mich Abends zu fragen was morgen denn schon wieder alles ansteht und ob auch wirklich alles läuft. Angst zu haben aus dem Urlaub wiederzukommen und Berge von Arbeit sich gestapelt haben - keinen Bock mehr!

So Flasche (ertmal) leer 🙂 :-).

Gruss Alex

Darf ich fragen, wieso du den Teilzeit-Gedanken von vornherin verwirfst? Auch, wenn du erstmal eine leichtere Reduzierung auf 30 oder 32 Stunden vorschlägst? Bei uns ist sowas nichts Ungewöhnliches, wird angefangen z.B. weil noch ein Elternteil gepflegt werden muss, und später bleibt man dabei.

Könntest du dir auch einen Wechsel vorstelln? Gibt es vielleicht ruhigere Bereiche in der Firma, in die du wechseln könntest? Ich kenne z.B. einen Ex-Kollegen (Ex, weil ich nicht mehr in seiner Firma bin ;-)), der aus ähnlichen Gründen in die IT-Revision gewechselt ist und dem es nun viel besser geht.

 

 

 

 

 

Aus meiner Sicht reicht es noch nicht, besonders die Reisekosten sind relativ hoch. Da ich davon ausgehe das du dich hier nicht einschränken möchtest, zumal du dann noch mehr Gelegenheit zum Reisen hättest, würde ich das Vermögen noch weiter erhöhen.