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Der Gebert Indikator

Zitat von Fritz am 5. Januar 2022, 10:23 Uhr
Zitat von bankenretter am 5. Januar 2022, 8:39 Uhr

Danke für die Info @Fritz. Wann und wie entscheidest du, ob du nur den Dax nimmst (wie aktuell) oder auch MDAX, SDAX etc.? Dir ebenfalls ein gesundes & erfolgreiches neues Jahr!

Danke! Dafür habe ich tatsächlich noch keine exakten Regeln hergeleitet. Hängt auch davon ab, inwiefern geeignete ETFs für diese Indizes verfügbar sind. Bei Wikifolio ist die Auswahl ja relativ eingeschränkt. Privat teile ich aber immer so auf, dass der Schwerpunkt auf den Großen liegt, z.B. 50% DAX, 25% MDAX; 25% SDAX.

Warum gewichtest du den dax über ?

In den letzten 20 Jahren waren mdax+sdax sowohl im buy+hold als auch nach gebert indikator performancestärker.je länger die kaufphasen,desto größer die Unterschiede.

Gibt natürlich keine gewissheitdass dies in Zukunft auch so sein wird.

Frage ist nicht böse gemeint.reines Interesse...

 

Zitat von Kalimero am 5. Januar 2022, 18:11 Uhr
Zitat von Fritz am 5. Januar 2022, 10:23 Uhr
Zitat von bankenretter am 5. Januar 2022, 8:39 Uhr

Danke für die Info @Fritz. Wann und wie entscheidest du, ob du nur den Dax nimmst (wie aktuell) oder auch MDAX, SDAX etc.? Dir ebenfalls ein gesundes & erfolgreiches neues Jahr!

Danke! Dafür habe ich tatsächlich noch keine exakten Regeln hergeleitet. Hängt auch davon ab, inwiefern geeignete ETFs für diese Indizes verfügbar sind. Bei Wikifolio ist die Auswahl ja relativ eingeschränkt. Privat teile ich aber immer so auf, dass der Schwerpunkt auf den Großen liegt, z.B. 50% DAX, 25% MDAX; 25% SDAX.

Warum gewichtest du den dax über ?

In den letzten 20 Jahren waren mdax+sdax sowohl im buy+hold als auch nach gebert indikator performancestärker.je länger die kaufphasen,desto größer die Unterschiede.

Gibt natürlich keine gewissheitdass dies in Zukunft auch so sein wird.

Frage ist nicht böse gemeint.reines Interesse...

 

Einfache Antwort: Risikomanagement. Der SDAX und MDAX liefen bisher im Allgemeinen besser als der DAX, das liegt aber hauptsächlich an der Größe der Unternehmen. Kleine Unternehmen haben oft höhere Wachstumsraten und höhere Eigenkapitalrenditen, sprich 'mehr Zugkraft'. Dafür sind sie aber auch riskanter und in Crashes und Bärenmärkten verlieren sie häufig mehr. Bei großen Unternehmen tritt oft eine Art Sättigungseffekt ein. Die können nicht mehr so hohe Wachstumsraten generieren, verlieren aber in Schwächephasen meist weniger, als die Kleinen. Der Gebert-Indikator bietet diesbezüglich keine Sicherheit. Das sieht man z.B. am Corona-Crash, der Entwicklung 2015 bis 2016 oder nach dem Kaufsignal im Nov. 2008. Hin und wieder kommt es also auch in Grünphasen zu heftige Rückläufen. Das ist der ganze Hintergrund.

Der Dax verliert zwar in Schwächephasen meist weniger,insbesondere als der Sdax.

Dafür hat man aber im Dax deutlich weniger Aktien und vor allem weniger Branchen als im Sdax.

Das ist auch ein Risiko.

Durch die Aufstockung auf 40 Werte ist das ein kleines Stück besser geworden,wenn auch nicht viel.

 

Keine schöne Woche, aber das war

Die Woche 11 im Gebert 16 Wochen zyklus.

In Woche 11/12 wurde oft ein mittelfristiger tiefpunkt ausgebildet. Das sentiment passt auch dazu.Überall nur noch schwarzmalerei wegen zinserhöhung.die Chancen,dass die frühjahrsrally die nächsten tage mit neuen all time Highs startet, sind gut.

Der Anfang ist gemacht.

Der Boden ist da und die Rally ist gestartet.

Jetzt kommen die starken Wochen 13-15

Im 16 Wochen Zyklus.

 

Aber hier ist ja eigentlich der Gebert Indikator das Thema. Da mein ja praktisch nix zu tun hat die meiste Zeit kann man mal vorausschauen. Das nächste Verkaufsignalnkann frühestens im Mai kommen. Dann müsste der Euro/Dollar Kurs aber schon über 1,2082  steigen. Das wäre eine ganz schöne Rally. Niemand glaubt daran und genau deshalb halte ich es für möglich. Gebert selbst geht davon aus,dass die US-Inflation sich von alleine abschwächen wird und daher nicht so viele Zinseehöhungen kommen wie erwartet.

Das würde auch gegen den Dollar sprechen.

Also meine Prognose...Euro/Dollar wird dies Jahr entgegen der allgemeinen Erwartungen ne starke Rally hinlegen und Richtung 1,40 laufen...würde auch zum 16 Jährigen Dollar Zyklus passen.

Hat der Gebert-Indikator seine Aussagekraft verloren?

https://www.godmode-trader.de/artikel/hat-der-gebert-indikator-seine-aussagekraft-verloren,10712568

Zitat von Silberberstreif am 1. März 2022, 13:38 Uhr

Hat der Gebert-Indikator seine Aussagekraft verloren?

https://www.godmode-trader.de/artikel/hat-der-gebert-indikator-seine-aussagekraft-verloren,10712568

Der Artikel ist nicht ganz korrekt. Ich habe vor kurzem gerade erst eine neue Vergleichsrechnung durchgeführt. Auch in den 2010ern hat der GI eine signifikante Outperformance gegenüber B&H geliefert.

Betrachtungszeitraum: 01.11.2010 (erstes Kaufsignal im neuen Jahrzehnt) bis 02.05.2021 (letztes Verkaufsignal)

vor Steuern: GI +228%; B&H +129%

inkl. 25% Abgeltungssteuern: GI +153%; B&H +97%

Tatsächlich hat der GI in den 1980er Jahren eine deutliche Unterperformance gegenüber B&H geliefert. In den 1990ern war er ebenfalls schlechter als B&H, wenn man mit B&H bereits 1990 eingestiegen wäre. Das erste Kaufsignal kam ja hier erst relativ spät. Man sollte den GI auch nicht als "Angst-Indikator" missinterpretieren. Er ist eher eine modifizierte Buy&Hold-Strategie. Solche Ereignisse wie Corona haben auf beide Strategien keine große Auswirkungen, da sie nur langfristig funktionieren.

Im Moment sieht es aus, als

Ob es frühestens im 3. Quartal ein Verkaufsignal geben könnte, da dort die EZB

Ihre Programme beendet und danach vermutlich die Zinsen erhöht werden.

Bis dahin halten Eur/USD und Zinsen das Kaufsignal vermutlich ab Mai am Leben.

Im Euro hatte ich eigentlich ne Rally erwartet,aber noch ist nix zu sehen..

Ich weiß nicht, ob der link hier schon gepostet wurde aber hier wird der Gebert-Indikator mit den aktuellen Signalen auch noch einmal beschrieben, auf der Seite findet man auch noch andere interessante Strategien:

https://www.systematisch-investieren.de/strategien/aktive-strategien/gebert-indikator/

Es wird immer nur grob beschrieben wie sich der Gebert Indikator berechnet.

Was ich noch nirgends genaustens beschrieben gefunden habe, ist die wirklich praktische Umsetzung der Heranziehung der Vergleichswerte.

Also, wenn man z.b. den Teil-Indikator Euro-Dollar Umrechnungskurs zum Stichtag bestimmen möchte, welche Werte genau nimmt man dafür ?

Beispiel Stichtag 1.4

  1. Da man zum Zeitpunkt "1.ter des Monats" den aktuellen Umrechnungskurs auf den Seiten der EZB noch nicht zur Verfügung hat, muss man ersatzweise den dann letzten veröffentlichen Kurs nehmen. das wäre dann zum Stichtag 1.4 , der Umrechnungskurs von 2022 02.  Ist das korrekt ?
  2.  Der Vergleichskurs : Den Kurs zum gleichen Stichtag wie vor einem Jahr:  Das ist soweit klar, aber ...
  3. ... dann den Umrechnungskurs aus 2021 02  ( da ja auch 2022 02 genommen wurde )  oder den eigentlich korrekten für März  2021 03 ?

Das gleiche Problem auch beim Teilindikator : Inflation

 

Edit : Gerade eben (31.03  ca. 16:50 Uhr) wurde der Umrechnungskurs auf Seiten der EZB für März bekanntgegeben. Da habe ich dann in der Vergangenheit wohl immer zu früh geschaut. Bei der Inflation allerdings ist die Frage dann noch aktuell.

Jahreszeit : Stichtag 1.4 : Zählt da der Monat März oder April ?

Das ist sowohl in diesem Thread, als auch im Wikipedia-Artikel schon hinreichend beschrieben worden. Es gelten immer die amtlichen Werte vom letzten Monat. Für Dollar und Inflation wären die aktuellen Teilindikatoren also die Werte vom 31.03.2022, die für April 2022 gültig sind. Obacht bei der Inflation,die geht immer einen Monat später ein, da der amtliche Wert erst Mitte des Monats festgestellt wird. Das heißt, der aktuell gültige Teilindikator Inflation ist der amtliche Wert vom Februar 2022. Für den Stichtag 1.4. kann der April ja noch gar nicht gelten, da der ja erst am 30.04. veröffentlicht wird. Es sei denn hier besitzt jemand eine Zeitmaschine...

https://www.wikifolio.com/de/de/p/mathiassteffens?commentId=0ff05909-bd51-4d1a-bdb7-b11ab5d08575&utm_campaign=sharedcomment&utm_medium=detailpage&utm_source=linkshare

Nach den letzten Aussagen der EZB Mitglieder wird eine Zinserhöhung im Juli

Immer wahrscheinlicher. Damit würde der Gebert Indikator ziemlich sicher zum 01.08. auf 1 oder 0 fallen und ein Verkaufsignal generieren.

Aber bis dahin ist ja noch genug Zeit endlich ins Plus zu laufen 🙂

würde dann aber erst zum 1.9. greifen, ich könnte mir eine Rallye an den Märkten durchaus vorstellen, weil Biden nach derzeit  miesen Umfragewerten gute Märkte/Stimmung für die Zwischenwahlen braucht (aber erst am 8..11.), allerdings sollen die Leitzinsen auch im laufe des Jahres noch auf 3,5% steigen, bleibt auf jeden Fall spannend

https://www.godmode-trader.de/artikel/ezb-beendet-anleihenkaeufe-und-erhoeht-leitzins-im-juli,11102995

Damit wird es am 1.8. Das Verkaufssignal im Gebert Indikator geben.

Der Juli ist saisonal bedingt ein guter Monat. Die Chance ist noch da einen grünen Abschluss zu bekommen.Die Hoffnung stirbt zuletzt.

 

 

 

Hallo in die Runde!

Mein Name ist Fritz (wirklich!) und ich war seit über 20 Jahren bis zum unrühmlichen Ende der Plattform bei TradesignalOnline.com als fritzr aktiv. Dort habe ich u.a. den Gebert-Indikator über eine sehr lange Zeit dokumentiert, diskutiert und weiterentwickelt. Als Fortsetzung dieser Zeitreihe habe ich meine "Idee" Gebert Indikator und so bei Tradingview.com eingerichtet. Mein dort entwickelter Chart gibt in Echtzeit den aktuellen Stand der Teilindikatoren und die Gesamtpunktzahl mit dem laufenden Handelsmodus Kauf oder Verkauf an. Auch das zum Monatsende wirksame Verkaufsignal wird bereits angezeigt.

Ich bin für Hinweise dankbar. Über eure Beteiligung an meinem Tradingview Format, das erst am Anfang steht, würde ich mich sehr freuen.

Gruß fritzr

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Interessant, vielen Dank.

Frage: Bist Du der Fritz, der hier regelmäßig den Gebert kommentiert hatte, aber nicht mehr oder wenig schreibt, oder bist Du ein anderer Fritz?

Ich persönlich glaube, dass die Aktienmärkte für ca. drei Jahre konsolidieren. Aber Märkte sind wie Frauen: Wenn man glaubt sie verstanden zu haben, tun sie das Gegenteil. (guter alter weisse-Männer-Spruch :).

Achte auf deine Gedanken! Sie sind der Anfang deiner Taten.

Hallo Ernst,

nein, ich bin bei den Frugalisten ganz neu angemeldet. Ich lese hier zwar schon eine Weile mit, hatte mich aber bisher komplett herausgehalten, weil ich Vorgehensweisen und Standpunkte einiger der hier an der Gebert Diskussion Beteiligten nicht teile und einer Auseinandersetzung aus dem Wege gehen wollte und will.

Deshalb habe ich auch nicht vor, hier einen Schwerpunkt zu setzen. Mein Beitrag oben war mehr als Info gedacht.

Gruß fritzr

Zitat von Ernst am 24. Juli 2022, 11:37 Uhr

Ich persönlich glaube, dass die Aktienmärkte für ca. drei Jahre konsolidieren. Aber Märkte sind wie Frauen: Wenn man glaubt sie verstanden zu haben, tun sie das Gegenteil. (guter alter weisse-Männer-Spruch :).

Wieso 3 Jahre - was ist in diesem Zeitraum? Und wenn Aktienmärkte konsolidieren, wo geht dann das Kapital der Investoren in dieser Zeit Deiner Meinung nach hin?

Zitat von bankenretter am 24. Juli 2022, 13:52 Uhr
Zitat von Ernst am 24. Juli 2022, 11:37 Uhr

Ich persönlich glaube, dass die Aktienmärkte für ca. drei Jahre konsolidieren. Aber Märkte sind wie Frauen: Wenn man glaubt sie verstanden zu haben, tun sie das Gegenteil. (guter alter weisse-Männer-Spruch :).

Wieso 3 Jahre - was ist in diesem Zeitraum? Und wenn Aktienmärkte konsolidieren, wo geht dann das Kapital der Investoren in dieser Zeit Deiner Meinung nach hin?

Das ist reines Bauchgefühl, bzw. folgt der klassisch sensitiven Methode. Die Inflation, die steigenden Zinsen und wahrscheinlich branchenspezifische Probleme  führen zu einer allmählichen Umschichtung, ich nehme an in Anleihemärkte, spätestens wenn die Zinsen nicht mehr erhöht werden, weil Staatshaushalte unter Druck geraten (Finanzkrise II). Die ersten Festzinsangebote erreichen die Anleger wieder, viele werden sich dorthin retten. Die Immobilienbesitzer könnten Finanzierungsprobleme bekommen - die Chance für Eigenkapitalbesitzer.

Es ist eine Faustregel, dass eine Baisse ca. 1/3 der letzten Hausse umfasst.

Sollten Putin/Lawrow jedoch Friedensflügel wachsen, sie 100% Gas liefern, den Krieg beenden und Trump nicht mehr US Präsident werden, könnte sich das Blatt wenden.

Auch werden sich die Unternehmen zügig anpassen, und neue Chancen nutzen. Deswegen auf den Gebert Indikator achten, er korrigiert das Bauchgefühl, welches immer falsch sein kann.

PS: Danke fürs Klarstellen @fritzr

Achte auf deine Gedanken! Sie sind der Anfang deiner Taten.