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Der Gebert Indikator

Der Gebert-Indikator kann für ein sehr minimalistisches, aber erfolgreiches Handelssystem auf den DAX herhalten (und nur auf den DAX!).
Der Physiker Dr. Thomas Gebert hat in langjährigen Recherchen nach den maßgeblichen Einflußfaktoren auf Deutschen Aktienindex gesucht, und diese in ein Punktesystem gebracht, mit dem er den Dax erfolgreich schlägt.

Die 4 Einflussfaktoren sind: Inflation, Zinsen, Jahreszeit und Dollar. Sie bestimmen darüber, ob der Anleger sein Kapital in den DAX investiert oder nicht. Dazu stellt sich der Investor einmal pro Monat vier Fragen:

1. Ist die Inflationsrate in der Eurozone niedriger als vor einem Jahr?
2. War der letzte Zinsschritt der EZB eine Senkung?
3. Steht der EUR/USD tiefer als vor einem Jahr?
4. Befinden wir uns in den Monaten November bis April?

Für jede positive Antwort gibt es 1 Punkt, für jede negative 0 Punkte. Die Summe der Punkte ergibt die Investmententscheidung. Man hat also die Möglichkeit zwischen 0 und 4 Punkte zu erhalten. Ein Kaufsignal entsteht bei 3-4 Punkten, ein Verkaufssignal  bei 0 und 1 Punkt. 2 Punkte sind neutral und ändern das aktuelle Signal nicht.

Trotz der einfachen Struktur des Indikators bewährte sich die Strategie sowohl in guten als auch in schlechten Jahren und brachte dem Investor sagenhafte Gewinne.

Der Indikator versucht sehr einfach die wesentlichen Einflussfaktoren auf dem deutschen Aktienindex messbar zu machen. Der Ansatz, einen einfachen und ruhigen Indikator auf Monatebene zu identifizieren ist ein minimalistisches Prinzip, welches zu gleich gut zu funktionieren scheint. Weitere Indikatoren dieser Art könnte es auch für andere Assetklassen geben - allerdings wäre es ja schon gut, mindestens einen zu haben. Mit einem DAX-ETF kann man die Position dann komfortabel abbilden - maximal ein Trade/Monat, oft gar nichts, und in Short-Zeiten kann man sogar SHORT-ETFs auf den DAX kaufen.

Die Vorteile:

  • Die Rendite ist verhältnismäßig hoch
  • Man folgt einem genauen, objektiven System
  • Es gibt immer ein Kauf- und ein Verkaufssignal
  • Beim Verkaufssignal werden alle Anteile verkauft, man kann auch short gehen
  • eim Kaufsignal kann man sofort und komplett kaufen

Die Nachteile:

  • Geduld wird benötigt, da der Prozess über Jahre hinweg dauert
  • Das System hat in den letzten 50 Jahren gut funktioniert, aber der Schluß von der Vergangenheit auf die Zukunft kann ein Trugschluß sein.

Instrumente sind (ich teste das einmal im Onvista-Musterportfolio):

LONG:
WKN 593393 - ISHARES CORE DAX UCITS ETF (DE) - EUR ACC

SHORT (nur bei Bedarf, und nur die Hälfte der Summe, da Hebel mit Faktor 2):
WKN LYX0FV - LYXOR DAILY SHORTDAX X2 UCITS ETF - C EUR ACC

Beim nächsten Signalwechsel von Long auf Short (der Indikator steht aktuell noch auf long) wäre ein gute Moment, um auf den Zug aufzuspringen.

Damit kann m.E. ein Teil der Assetklasse Aktien im Gesamtportfolio gewürzt werden. Was meint ihr?

 

Achte auf deine Gedanken! Sie sind der Anfang deiner Taten.

Ich habe ein paar (Div)Dax-Werte, auch einige aus dem MDax, aber mehrheitlich eher aus anderen Gegenden: US, GB, LU (beide hochperformant: SES Global, Aroundtown) usw. Breite Streuung halt, CA..NO..SE..JP..AU.

Der Monatsansatz ist vielleicht erklärbar mit der mitteleuropäischen Dividendensaison April/Mai, danach wird's ruhiger. Er partitioniert das Jahr in zwei 6-Monats-Phasen. In den USA, wo quartals- und teils monatsweise ausschüttende Aktien häufiger sind, gibt es trotzdem auch das Sprichwort: "Sell in May and go away. (But remember to come back in September)".

Als Buy-and-holder verkaufe ich natürlich nicht im Mai, bin aber gespannt auf den tatsächlichen Jahresgang - bei meiner wenigen Erfahrung seit Februar habe ich inzwischen etwas Gespür für den Tagesgang (ab 8:00, mehr noch ab 9:00 steigen Kurse oft leicht bis Mittag; nachmittags mal so mal so; 15:30 - 22:00 tradet NYSE, was man an arbitrierten Kursen auch in Deutschland mitverfolgen kann). Kompliziert wird das ganze noch durch schwankende EUR/USD-Kurse.

Beim Blick auf 1-Jahres-Charts ist mir öfter ein August-Tief aufgefallen (Urlaubssaison?) - vielleicht gute Gelegenheit für Nachkäufe... 😀

Wie beschrieben, gilt der Indikator ausschließlich für den DAX.
Zu Veranschaulichung eine Graphik, wie der Indikator in der Vergangenheit performt hat.
Der aktuelle Status wird vom Herausgeber und in verschiedenen Onlineplattformen bereitgestellt (einfach googeln).

Gebert Handelssystem 1989 - 2018

Achte auf deine Gedanken! Sie sind der Anfang deiner Taten.

Wen es interessiert: Der Gebert-Indikator ist am 01.11.2018 wieder auf "Kauf" gesprungen. Damit wäre eine Investition in deutsche Aktien (hauptsächlich DAX) lohnenswert. Die aktuelle Investitionsphase wird mindestens bis zum 30.04.2019 anhalten. Um dann ein Verkaufsignal auszulösen, müsste der Dollar drastisch fallen. Erst in Verbindung mit dem dann wegfallenden Saisonpunkt, könnte ein erneutes Verkaufsignal ausgelöst werden. Also, mindestens ein halbes Jahr gibt es grünes Licht!

Aktuelle Teilindikatoren:
Saison:    1
Dollar:    1
Inflation: 0
Zinsen:    1
______________
Gesamt:    3

Hier nochmal die Ergebnisse der letzten Investitionsphasen:

Hochgeladene Dateien:
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Hallo zusammen,

da Ernst um Meinungen gebeten hat, hier bitte meine 🙂

 

Eigentlich sagt folgendes schon alles aus:
"Der Gebert-Indikator kann für ein sehr minimalistisches, aber erfolgreiches Handelssystem auf den DAX herhalten (und nur auf den DAX!)."

Wieso nur auf den Dax? Was unterscheidet ihn denn von allen anderen Indizes? Eine Strategie die bei nur einem bestimmten Index funktioniert,
funktioniert nicht, sondern ist höchst wahrscheinlich einfach nur Zufall.

Zu den Punkten an sich:
1. Ist die Inflationsrate in der Eurozone niedriger als vor einem Jahr?

Ist nachvollziehbar, niedrige Inflation sorgt für niedrige Zinsen, also gut für Aktien.


2. War der letzte Zinsschritt der EZB eine Senkung?

Im Grunde so ähnlich wie Punkt 1, also auch nachvollziehbar.


3. Steht der EUR/USD tiefer als vor einem Jahr?

Niedriger Euro ist gut für Export, also auch verständlich.


4. Befinden wir uns in den Monaten November bis April?

Und hier wird das ganze meiner Meinung nach keine Strategie mehr sonder eher so etwas wie Vodoo. Die ersten 3 Punkte machen alle Sinn, sind aber wahrscheinlich so selbstverständlich, dass die alleine keine nennenswerte Mehrrendite gebracht haben. Man setzt seine Hoffnung in Grunde darauf, dass ein bestimmter Index, in einem bestimmten Land, in bestimmten Monaten Grundsätzlich besser abschneidet als in anderen.
https://www.boerse.de/prognose/Dax/DE0008469008
Hier sieht man, dass es in der Vergangenheit tatsächlich so war. Nur lässt sich irgendwie logisch begründen? (Vielleicht ja teilweise mit der Urlaubszeit oder ähnlichem?) bzw. hat man die Sicherheit oder zumindest einen plausiblen Grund zur Annahme, dass es in Zukunft genauso sein wird?
Diese Überzeugung wird man nämlich benötigen um die Strategie konsequent umzusetzen.

Besten Gruß und viel Erfolg an alle

Das Ergebnis (im Nachhinein) ist ja beeindruckend. Und wie Sie schreiben muss man das an einem Zeitstrahl von 20 Jahren oder mehr bewerten. Das setzt auch sklavisches handeln voraus!

Wie oft war der Indikator auf Neutral? Was mache ich an verpassten Einstiegszeitpunkten, oder eben wenn ich jetzt einsteigen will und es steht auf neutral.

Wie gehe ich mit langen Zeiträumen um in denen ich nicht einsteigen soll. '87 bis '92 waren das mal 5 Jahre ohne Kaufsignal, wenn ich das richtig verstehe! Da bekomme ich auch keine Dividenden. Ist das auch berücksichtigt? Sowie benötige eiserne Disziplin.

Grundsatzfrage: Im Dax sind nicht gerade die weltbesten Firmen abgebildet sondern die größten Kapitalgesellschaften DEs. Also viele Zykliker, Banken und auch z.B. ehemalige Staatskonzerne die ich als renditeschädich betrachte.

Wie gehe ich mit laufenden Geldmitteln um die ich investieren will oder wenn ich mal was rausziehen muss... und gerade der Indikator dagegensteht? Kurzum: Ich bin nicht allzu flexibel  wie mir scheint. Ob das Rendite kostet? Vermutlich!

Fazit 1: Im Nachhinein sich Parameter suchen die etwas beweisen hinterhger das ist immer recht einfach. Was sagt das über die Zukunft aus? Vielleicht wären im Jahr 2040 ganz andere Parameter richtig:

Ist der aktuelle Papst älter oder jünger als 70

Liegen wir aktuell über oder unter 2 ° Durchschnittstemperatur im Vergleich zum langjährigen Mittel. usw.

Fazit 2: Der/die an sowas glaubt muss es auch machen, denn nur wenn man das aus Überzeugung tut ist man in der Lage auch mal Durtstrecken durchzustehen. Somit stelle ich mich persönlich gegenüber dem Indikator neutral und glaube mal lieber an das was ich bisher strategisch getan habe.

@viktor; @absprung_2020

Natürlich kann jeder so investieren, wie er will und es kann auch jeder glauben, was er will. Ich sage keines Falls, dass das hier der Weisheit letzter Schluss ist. Aber, eure Aussagen zeigen, dass ihr euch mit dem Thema nicht wirklich beschäftigt habt. Ich habe bereits viele verschiedene Strategien ausprobiert und zahlreiche Bücher gelesen und bin schlussendlich bei dieser Strategie hängen geblieben, weil sie nach meiner Kenntnis derzeit am besten funktioniert. Das heißt es werden fast keine Verluste generiert und eine statistische Überperformance gegenüber dem Index erreicht, die signifikant ist. Warum ist das so? Es ist eben gerade kein "Vodoo" oder Kaffeesatz-Leserei, wie beispielsweise die technische Analyse deren Trefferquote kaum über 50% hinaus reicht. Thomas Gebert ist Physiker und hat als solche in den 1980er und 90er Jahren die Zusammenhänge und Ursachen für steigende oder fallende Kurse mit mathematischer Akribie untersucht. Ihm ging es primär nicht darum den optimalen Ein- und Ausstiegszeitpunkt zu erwischen, denn das schafft der Indikator tatsächlich nicht. Im ging es darum Verluste zu vermeiden, insbesondere die großen Crashs. Den Indikator gibt es seit ca. 1996 und er hat seit dieser Zeit und ebenfalls im Backtest bis in die 1950er Jahre, sehr eindrucksvoll seine treffsicherheit bewiese. Hier kann man nicht einfach nur von Zufall sprechen, denn die Grundlage sind einfach statistische Zusammenhänge, die über viele Jahrzehnte nachweisbar sind. Z.B. die Saisonalität oder auch der "Sell-in-May-Effekt" ist heute wissenschaftlich nachgewiese und u.a. in einer groß angelegten Studie bei der 108 Länder seit 1693(!) analysier wurden. Das Ergebnis: in 75% der Fälle wurde eine Überperformance in den Wintermonaten nachgewiesen, die sich in den letzten Jahren sogar noch verstärkt hat. Einen interessanten Beitrag kann man in diesem Video sehen (etwa ab der Mitte) https://www.youtube.com/watch?v=dv2Lud0GmVA

Auf den DAX bezogen, erreicht man mit einer Strategie, die nur die Saisonalität berücksichtigt (Nov.-Mai.) ca. 9%, während der DAX selbst nur etwa 6% im Jahr erreicht. Im übrigen erreicht jeder Teilindikator für sich betrachtet bereits eine Outperformance gegenüber der Buy-and-Hold-Strategie. Mit dem Gesamtindikator kann man im Schnitt mit ca. 15% p.a. rechnen. Ein großer Nachteil ist natürlich, dass es mit unter sehr lange Zeiten ohne Investition gibt. Wie bereits zwischen 1988 und 1992 geschehen. Das heißt man müsste hier ein recht großes finanzielles Polster haben um diese Zeit überbrücken zu können und anschließend auch noch genug zum Investieren übrig haben. Ich selbst habe dafür einige mögliche Alternativen in Betracht gezogen. Zunächsteinmal ist der Indikator ein eher langfristiges Werkzeug. Einer seiner Vorteile liegt darin, dass die Signale nicht überraschend kommen, sondern man kann meistens schon einige Monate im voraus sagen, wann ein Kauf oder Verkaufsignal kommt. Sollte eine lange "Rotphase" anstehen, wäre es denkbar auch nur nach der Saisonalität zu gehen, also jedes Jahr Nov.-Mai. zu investieren. Das bringt statistisch gesehen 9% p.a. aber auch ein höheres Risiko für mögliche Verluste. Seit 1979 war der schlimmste Verlust -13% (Nov. 2007 bis Mai 2008). Warum solche Phasen entstehen liegt hauptsächlich am Dollar. Dieser unterliegt einem sog. 16jährigen Zyklus. Hier zeigt sich ein Wechsel zwischen Rohstoffen und Aktien, die jeweils in Boomphasen und Stagnation eintreten.

Dass der Dollar einnen solch gewaltigen Einfluss hat, liegt zum einen daran, dass er die Welthandelswährung ist und zum anderen an der Größe der Devisenmärkte. Diese sind mit Abstand die liquidesten und größten, danach kommen in absteigender Reihenfolge: Anleihen, Aktien und Rohstoffe. Seit Anfag 2017 sind wir übrigens wieder in einer Dollar-schwachen Phase, da Ende 2016 der Dollar einen neuen Höchststand ausgebildet hat. Die Aktien stagnieren seitdem. Ich selbst mische in diesen Phasen ca. 20 bis 40% Rohstoffe in meinem Depot bei, um eben diese Phasen auszugleichen, bzw. zu nutzen. Das Problem dabei, es gibt keine klaren Kauf bzw. Verkaufsignale. Die aktuelle "rohstoffgünstige" Phase wird bis ca. 2024 anhalten. Danach werden die Aktien wieder besser laufen.

Natürlich kann niemand sagen, ob diese Zusammenhänge für alle Zeiten bestand haben, oder vielleicht in ein paar Jahren alles ganz anders ist. Aber, der Gebert-Indikator beruht auf statistischen Zusammenhängen und nicht auf Kausalitäten. Das ist seine große Stärke. An einem Roulette-Tisch können wir auch sagen, das schwarz mit einer Wahrscheinlichkeit von 48,6% fallen wird, aber wir können nicht sagen wann und wie oft es fallen wird. Der Bank aber reichen solche Wahrscheinlichlkeiten aus um Millionen zu scheffeln. Auch als Kleinanleger an der Börse, kann man diese Zusammenhänge für sich nutzen. Sie sind da, sie lassen sich nachweisen und sie werden auch nicht von heute auf morgen verschwinden. Warum ist das so? Der Dollar könnte durchaus in 25 oder 40 Jahren von einer anderen Währung abgelöst werden aber eben nicht in 5 oder 10 Jahren. Auch in 10 Jahren wird der Dollar noch das Welthandelsgeschehen bestimmen. Auch die Zinsen werden noch in 10 oder 20 Jahren die Aktienmärkte beeinflussen, denn sie beeinflussen die Rendite der Anleihen und die stehen in Konkurrenz zu den Aktien. Ebenfalls hat die Inflation schon seit jeher die Aktienmärkte beeinflusst. Das sich diese Zusammenhänge plötzlich ändern ist sehr unwahrscheinlich, außer wenn die Apoklypse losbricht. Aber dann werden die Aktien wohl unser geringstes Problem sein.

Zu Ihren Fragen @absprung_2020 : Neutral gibt es bei dem Indikator nicht, nur Kaufen (bzw. Halten) und Verkaufen. Wenn das Verkaufssignal kommt, sollte man unverzüglich rein gehen und wenn das Verkaufsignal kommt, schnellstens raus. Wenn sie das Einstiegssignal verpasst haben, ist das erstmal nicht so schlimm. Es kommt darauf an wie lange das Signal her ist und wo der DAX gerade steht. Wenn der Kurs gerade unter dem des Einstiegzeitpunktes steht, kann man auf jeden Fall noch reingehen, wenn die Kurse bereits stark gestiegen sind, oder ein Verkaufsignal kurz bevor steht, würde ich lieber abwarten oder höchstens mit kleinen Positionen rein gehen. Aktuell droht keine Gefahr, es ist also auch jetzt im Dezember bei einem aktuellen Stand von ca. 11.300 Punkten unproblematisch zu kaufen. Außerdem wird es in absehbarer Zeit kein Verkaufsignal geben.
Weiterhin: Es geht hier nicht um die "weltbesten" Firmen. Ich frage micht auch wie sie das definieren wollen? Es geht darum von einem zyklischen Verhalten zu profitieren. Im Übrigen, ist es ein Trugschluss zu meinen, man könne durch Stockpicking die besten Firmen heraussuchen und damit überdurchschnittliche Renditen einfahren. Das schafft keiner! Sie können Ihre Aktien nach dem Zufallsrinzip auswählen und werden nicht schlechter fahren als einer, der Stockpicking betreibt. Auch das ist bereits wissenschaftlich nachgewiesen. Ich liefere ihnen hierzu gern nähere Informationen.

Zum Thema Flexibilität: Es ist natürlich ungünstig während Investitionsphasen Gelder abzuziehen oder Nachzukaufen. Renditeverlust wird es aber im Vergleich mit Buy-and-hold nicht geben, denn Sie vermeiden ja vor allem die Crashs. Und genau das ist es, was Ihnen am Ende schadet!
Das Sie u.U. keine Dividenen bekommen ist eigentlich egal. Aber das ist ein Thema, bei dem ich mir hier schon seit langem die Finger wund tippe, dass aber offensichtlich keiner verstehen will. Das Spiel mit den Dividenden ist: linke Tasche - rechte Tasche. Ob das Geld im Unternehmen bleibt oder an die Aktionäre ausgeschüttet wird, spielt keine Geige. Das ist nur was fürs Gemüt, dass man nochmal ein kleines Taschengeld aufs Konto überwiesen bekommt. Wenn sie am Bankautomaten etwas abheben, haben Sie zwar auch mehr Geld im Portemonaie, aber mehr Geld haben Sie deswegen nicht. Olli hat übrigens zu dem Thema Dividenden schon mal eine schönen Artikel veröffentlicht: https://frugalisten.de/die-dividenden-strategie-der-grosse-selbstbetrug/

Warum dieser Indikator so gut funktioniert, kann ich Ihnen Ihnen hier nicht weiter erklären, da das den Rahmen sprengen würde. Ich empfehle Ihnen fürs erste die Bücher von Thomas Gebert "Der große Gebert" und "Warum der DAX auf 10.000 Punkte steigt". Auf auf der Seite "deraktionaer.de" veröffentlicht er ab und zu Artikel, die sehr interessant zu lesen sind. Als alten Hasen hat es mich überzeugt und ich investiere sein einigen Jahren erfolgreich nach diesem Indikator.

@fritz

Danke für die ausführliche Antwort. Es ist interessant sich derlei Zusammenhänge anzuschauen keine Frage. Mir wäre das zu fremdgesteuert, zu mechanisch gar. Über valide Fakten würde ich da nicht sprechen sondern ein empirisches Instrument; ich behalte das im Auge als WEITEREN (aber nicht alleinigen) Parameter für ggf. Kaufzeitpunkte.

An einem Punkt würde ich widersprechen, das sind die Ausssagen mit der Dividendenstrategie. Es liegt an der Qualität des Unternehmens, wie die mit ihren Gewinnen umgehen.Es kommt auf dei Qualität des Managements und des Geschäftsmodells an.

Es gibt Unternehmen die es schaffen, dass mit dem in der Firma behaltenem Geld eine zusätzliche Wachstumsstory durch gute Forschung/Investitionen usw. ensteht und ein überdurchschnittlicher Wertzuwachs für den Aktionär entsteht! Es gibt auch Firmen, die haben null Wachstumsimpulse, verdienen immer weniger und schütten aus ohne dass sie sich das leisten können. Da sinken Kurs und irgendwann gibts auch keine Dividende mehr. Auch ist es ein Unterschied ob die company eine Barausschüttung macht, als Aktienausschüttet oder die Dividende in Akteinrückkäufe insvestiert und dann die Frage: Werden rückgekaufte Aktien eingestampft oder als Barmittelersatz als Akquisitionswährung verwendet.

Das ist so, wie der Moderator in seinem 2016-er Thema mit dem Geldautomaten an der Bank: Es gibt zwei Seiten: Auszahlen oder nicht, egal, in der Summe gleich. Soweit richtig! Da darf man aber nicht aufhören zu argumentieren. Sondern was mach ich (meinem Gehalt) bzw.  die Firma mit dem verdienten Geld. Konsumiere ich (also schlecht) oder investiere ich. Bei der Firma bedeutete dies: Wie sieht deren Geschäftsmodell aus? Wenn die company besser ist als ich, drinlassen die Überschüsse. Wenn ich für mich mehr aus dem Geld mache: Bitte Ausschüttung..... bzw. dann verkaufe ich letztlich alle Aktien dieser Firma.

Um zum Vergleich Bankautomat Firma zurückzukommen: Dividende auszahlen wäre quasi wie Konsum (da bekommt die Firma nix zurück) , cash IN Firma lassen und für Forschung/Wachstum.. wäre ein Invest. Idealerweise kann eine Firma beides gut: Dann wird von mir reinvestieren oder die machen Aktienrückkauf. ABER: Das ist kein Grundsatz,sondern wie ich schrieb ebenfalls Zeitreihen anschauen und sich die Qualität der Firmen bzw. des Managements und der Geschäftsidee vergegenwärtigen. Wie bei Ihrem Indikator auch: Wir reden über Wahrscheinlichkeiten, nicht über Garantien.

Faktoren defniert , letztlich ähnlich wie Ihre für die Gesamtwirtschaft:

Macht die Fa. seit mindestens 10 Jahren jedes Jahr mehr Umsatz?

Schreibt die Fa. stets Gewinn ?

Wurden in den letzten 10 Jahren die Dividenden in mindestens 6 Jahre gesteigert und nicht mehr als 1 mal gesenkt gesenkt und war der Ertragszuwachs höher als der Dividendenzuwachs in % pro a.

Gehört die Firma zu den drei Marktführern im entsprechenden Segment

Ist die Firma bereits länger als 15 Jahre existent und mindestens 10 Jahre an der Börse notiert?

Wenn Sie hier nicht mehr als eine Frage mit nein beantworten, kann nicht mehr viel schiefgehen. Wenn alle mit ja beantwortet werden, dann noch besser.

 

Auch von mir einen großen Dank für die Antwort.

Hab jetzt nochmal in einem meiner Lieblingsnücher nachgeschlagen, Jeremy Siegel "Aktien für die Ewigkeit". Da steht auch ein wenig was über diesen Sommer Effekt drin.  Genauer ist es wohl der September der historisch gesehen so katastrophal für die Anleger war. Er bestätigt genau das was in dem Video erzählt wird.
Darüber hinaus bricht er die Renditen auch auf Tage herunter, wo der 1 und 16 eines Monats mit Abstand die höhsten Renditen aufweisen und am Monatsende die Entwicklung schwach ist.

Bitte! Hier ist nochmal die durchschnittliche Entwicklung der jeweiligen Monate im DAX von 1959 bis 2016:

 

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Vielen Dank für die fundierten und auch kritischen Anmerkungen.

Ich habe inzwischen ein kleines "Schattendepot" eingerichtet (offline auf Excelbasis), in dem sich nun immer eine Position befindet:

XTRACKERS SHORTDAX DAILY SWAP UCITS ETF - 1C EUR ACC, DBX1DS

oder

Xtrackers DAX UCITS ETF, DBX1DA

Je nach Gebertindikator bin ich also immer investiert, immer mit dem gleichen Betrag, und teste das mal über die nächsten Jahre.

Da der Gebertindokator im November auf 3 gesprungen ist, bin ich gespannt, wie es weiter geht - kurzfristig ging es ja bergab.

Die Investition ist relativ übersichtlich, die erste Investion von Juli bis November ging über 5000€ und hat ca. 210 Euro gebracht.

Zum 1.11.18 wurde auf Long gewechselt, seit dem werden 10.000 € als Spielgeld verwendet (dabei bleibt es auch).

Zur Zeit ist alles rot, wie beim Zahnarzt, aber so schnell geht der Indikator ja nicht wieder auf Short.

Mal gucken!

Achte auf deine Gedanken! Sie sind der Anfang deiner Taten.

Hallo @ernst !

Ich muss davon abraten den Gebert als Shortindikator zu verwenden. Wenn du dir die Signale und den Kursverlauf der letzten 40 Jahre ansiehst, wirst du auch sehen warum. Ein Verkaufsignal bedeutet nicht automatisch auch ein Rückgang der Kurse. Sehr schön kann man das z.B. 2008 sehen, wo die Kurse nach dem Verkaufsignal noch einmal kräftig angestiegen sind. Auch die Zeit von 1987 bis 1992 hätte mit dem Shorten Verluste generiert. Gleiches gilt für 1985, 1984-85, 2005, 2010. Ich hatte solche Überlegungen auch schon in Betracht gezogen, bin aber recht schnell wieder davon abgegangen. Das Shorten ist zu riskant und macht die Vorteile des Gebert wieder zunichte!
Man muss beim Gebert-Indikator folgendes beachten: 1. Das Hauptziel besteht darin Verluste (insbesondere Chrashs) zu vermeiden. Dadurch wird gleichzeitig eine Überperformance erzielt. 2. Da der Indikator nur monatlich feststellbar ist und die Entwicklung der Märkte z.B. durch politische Ereignisse oder ungünstige kurzfristige Konstellationen beeinflusst wird, kommt es oft zu "Fehlentwicklungen". D.h. die Kurse fallen, obwohl ein Kaufsignal ausgelöst wurde, oder sie steigen weiter, obwohl bereits das Ausstiegsignal kam, oder das Verkaufsignal kommt bereits in der Baisse. Solche "Fehlentwicklungen" sind aber meist nicht schlimm, da das Endergebnis fast immer positiv ist. Es handelt sich um sog. Maskierungseffekte, die die langfristige Entwicklung kurzfristig überdecken können.
Aktuell haben wir eine solche Entwicklung. Der DAX ist (noch) in der Baisse, obwohl es bereits im November ein Kaufsignal gab. Die Ursache liegt hier in den steigenden Zinsen der USA. Aktuell fließt sehr viel Anlagekapital in Amerikanische Anleihen, was den Aktienmärkten den Boden unter den Füßen wegzieht. Da kann auch der starke Dollar nichts ändern. Die Situation wird sich aber bald wieder auflösen.
Insofern ist der Gebert-Indikator ein eher ungenaues Instrument, da er niemals den niedrigsten oder höchsten Kurs erwischt.
Wenn der Indikator nun ein Verkaufsignal erzeugt, bedeutet das nur, das aktuell die Gefahr von Kursrückgängen und Crashs sehr hoch ist. Es heißt nicht, dass das auch eintritt. Ganz im Gegenteil zu den Kaufsignalen. Hier werden über die Teilindikatoren Phasen abgebildet, die immer positiv für die Aktienmärkte sind.

Für die erfolgreiche Shortinvestition müssen weitere Einflussfaktoren berücksichtigt werden. Sinnvoll ist z.B. die Monate zu betrachten - August/September ist immer gut. Der 16-Jähriger Dollarzyklus ist ebenfalls hilfreich. Auch da sind wir aktuell in einer Phase, wo es tendenziell bergab geht. Es bleibt aber dennoch ein erhöhtes Restrisiko. Ich bin mittlerweile zu der Überzeugung gelangt: Wer den Gebert-Indikator irgendwie "verbessern" will, der verschlimmbessert nur. Es hat sich gezeigt, dass es weder etwas bringt hier noch zusätzliche Teilindikatoren einfließen zu lassen, noch den Indikator z.B. für Shortinvestitionen zweckzuentfremden. Er ist einfach, treffsicher und wirkungsvoll. Mehr kann man da einfach nicht rausholen.

Danke für die Kommentierungen zum Gebert Indikator; guter Punkt bzgl. der Shortaspekte, ich habe in der Tat nicht die Performance bei Short-Signalen geprüft. Optisch sieht es aber im Chart oben nicht schlecht aus, auch wenn der DAX teilw. in Shortphasen noch deutlich hochläuft. Am Ende kommt oft ein Minus heraus, so dass die Shortposition doch meistens Gewinn abwirft.

2002 und 2018 liefert der GI auch jeweils Fehlsignale bei Longpositionen. Aber Du hast völlig Recht: konstruiert wurde er nur dazu, Risiken für Kursrückgänge zu reduzieren.

Kennst Du ähnlich robuste Indikatoren, die man nutzen kann, aber weniger Fehlsignale bzw. bessere Ein-/Ausstiegskurse liefern?

GI scheint mir sehr zuverlässig zu sein.

Achte auf deine Gedanken! Sie sind der Anfang deiner Taten.

@ernst
Bisher habe ich leider noch nichts gefunden, was besser wäre. Was noch ganz gut funktioniert, ist die saisonale Strategie - also nur von Anfang November bis Ende April zu investieren. Diese ist aber bereits als Teilindikator im Gebert abgebildet. Allein bringt sie im Schnitt ca. 9%, allerdings sind hier viel häufiger Investitionsphasen mit Verlusten drin. Der Vorteil ist, dass man jedes Jahr investiert ist und keine sehr langen Phasen überbrücken muss. Beim Gebert können das ja durchaus mal einige Jahre sein, in denen nichts läuft.
Die gängigen technischen Indikatoren wie MACD & Co. kommen leider über ihren statistischen Erwartungswert von 50% nicht wirklich hinaus. Man könnte also - salopp gesprochen - auch eine Münze werfen.
Was man bei den Strategien und Indikatoren insbesondere beachten sollte ist nicht nur die Durchschnittsrendite, sondern auch ihre Trefferquote. Also wie oft liegen sie richtig, wie oft daneben. Bei der saisonalen Strategie (Nov.-April) sind das - bezogen auf die letzten 40 Jahre - etwa 72%. Der Gebert-Indikator kommt im gleichen Zeitraum auf ca. 89%. Eine Strategie, die weniger als 70% Trefferquote hat, ist aber aus meiner Sicht nicht zu gebrauchen, auch wenn sie noch so eine tolle Durchschnittsrendite bringt.
Wenn du einen Indikator oder Strategie findest, der/die besser ist, kannst du es ja mal posten. Würde mich auch interessieren.

Der GI ist mir prinzipiell klar, bis auf eins: Seit 11/18 steht der GI auf Kaufen. Und wird es auch vermutlich nach dem saisonalen Wechsel in den Mai bleiben, auch wenn dann ein Punkt wegfällt. Wie wird das kontinuierliche Kaufsignal aber nun konkret monatlich umgesetzt? Bedeutet das monatliches „Nachkaufen“ in einer vermeintlichen Hausse?

Wechsel auf Null oder Eins ist klar: Alles, also wirklich alles rausballern. Vielleicht teilweise Umschichtung auf Rohstoffe?

Ist mein Verständnisproblem hinsichtlich des kontinuierlichen Kaufsignals nachvollziehbar?

Vielleicht ein Beispiel: Fritzchen möchte ein Teil seines Vermögens in Aktien anlegen. Fritzchen ist Zweifler und wählt eine Aktienquote von 40 %. Sagen wir mal, das sind 40.000 Euro. Er legt sich auf den GI fest. Die Gebert-Ampel springt auf Grün (bzw. ist Grün). Haut Fritzchen jetzt die gesamten 40.000 in einen (oder meinetwegen auch vier verschiedene) physischen DAX-ETF? Lässt er es dabei, bis die Ampel Rot zeigt? Oder investiert er anfangs nur einen Teil? Oder buttert er bei kontinuierlichem Grün zusätzlich noch das rein, was er monatlich "zur Seite" legt?

@haenschenbargeld

Um den bestmöglichen Erfolg zu erreichen, sollte man wie folgt vorgehen: Wenn der Indikator auf "Kaufen" springt, (also 3 oder 4 Punkte) sollte alles investiert werden, was man in Aktien investieren kann oder will. Bleibt der Indikator dann im Folgemonat auf Kaufen stehen, erfordert das keine weitere Aktion. Das Signal ist dann im eigentlichen Sinne als "Halten" zu verstehen. Das gilt natürlich auch, wenn er auf 2 Punkte fallen sollte, denn dadurch ändert sich ja das letzte Signal nicht. Das Nachkaufen, während einer Investitionsphase, kann man zwar machen, ist aber aufgrund von Kursschwankungen mit gewissen Risiken verbunden. Fällt der Indikator auf "Verkaufen", also 1 oder 0 Punkte, werden alle Aktien verkauft. Der Indikator ist also weniger für einen Sparplan oder ein monatliches Investment geeignet, sondern mehr als Anlagestrategie für ein festes Vermögen.

Hintergrund: Die Strategie nach GI führt i.d.R. fast immer zu einer positiven Rendite zwischen einem Kauf und einem Verkaufsignal. Es kann jedoch während einer sollchen Investitionsphase zu erheblichen Kursschwankungen kommen. Die Kauf und Verkaufsignale, kommen fast nie genau zu den Tiefst- und Höchst-Kursen. Sehr schön kann man das an dem DAX-Verlauf von ca. Mai 2015 bis Juni 2016 sehen. Der GI stand noch auf grün, der DAX ist in dieser Zeit aber um etwa 2.000 Punkte gefallen, bevor das Verkaufsignal kam (der max. Drawdown lag sogar bei -3.000 Pkt.). Hätte man hier zum falschen Zeitpunkt nachinvestiert, hätte man ordentlich Geld verloren. Die Gesamtinvestitionsphase, vom Januar 2012 bis Juni 2016, war jedoch mit ca. +71% ordentlich hoch und trotz dieses scheinbar heftigen Rückgangs, hat der GI den DAX von 2012 bis heute sauber geschlagen.
In der aktuellen Phase ist natürlich nach dem letzten Kaufsignal im Nov.2018 zunächst ein deutlicher Rückgang bis etwa Januar 2019 zu beobachten. Hier hätte sich ein Nachkauf angeboten. Bei hohen Kursen, bzw. wenn die Kurse bereits weit im Plus sind, würde ich davon abraten. Ich selbst Kaufe und Verkaufe normalerweise nur, wenn sich das Signal ändert. Im Februar hatte ich etwas nachgekauft, da die Kurse da noch unterhalb des letzten Kaufsignals standen. Aber wie gesagt, eine Investition nach dem GI erfordert ein hohes Maß an Disziplin und Vertrauen in die Mathematik 😉

Um nochmal auf dein Bsp. zurückzukommen: Er sollte beim Kaufsignal die kompletten 40.000 investieren und es dabei belassen, bis das Verkaufsignal kommt. Dann ist er auf jeden Fall auf der sicheren Seite.

@Fritz

Ganz herzlichen Dank für die ausführlichen Erläuterungen! Also einfach All-In und All-Out. Ein Nachkaufen bei Unterschreiten des Wertes bei Kauf erscheint sinnvoll, sofern Mittel vorhanden sind und in diese Anlageklasse investiert werden sollen oder investiert werden können.

Was hältst Du von einem (teilweisen) Umschichten des "brachliegenden" Kapitals in Rot-Phasen in z. B. ETCs? Gibt es da Erfahrungswerte?

Die Wahl der Strategie ist ja immer auch so'ne persönliche Sache. Buy-and-Hold hätte mir in den letzten vier Jahren (DJIA!) mit meinen ersten Aktienengagements eine absolute Traumrendite gebracht. Hätte, hätte Fahrradkette... Und irgendwie repariere ich dann doch alles im Depot kaputt.

Am GI gefällt mir, dass er simpel ist, leicht umzusetzen und sowohl von fundamentaler als auch empirischer Sicht sinnvoll erscheint. Und dass man im Gegensatz zu BaH noch zumindest gefühlt aktiv Einfluss nimmt. Ich werde mal ein GI-Depot starten!

@haenschenbargeld

Wenn du die Rendite in den Rotphasen steigern willst, dann geht das am besten mit festverzinslichen Produkten, also Tagesgeld, Anleihen (guter Bönität), usw. Auch wenn sich das vielleich langweilig anhört.

Rohstoffe sind sehr volatil und kaum einzuschätzen. Du kannst dir dadurch schnell deine Rendite wieder kaputt machen. Das Problem ist, das die Rohstoffe in den Rotphasen nicht automatisch den Aktien entgegen laufen. Man kann nicht einmal die Rotphasen für Shortinvestitionen im DAX nutzen. Das führt alles zu größeren Risiken und schmälert am Ende die Rendite. Wenn du in Rohstoffe investieren willst, dann solltest du wissen, dass diese (insbesondere Rohöl und Gold) sich langfristig entgegengesetzt zum Dollarniveau verhalten. Ist der Dollar schwach, können sich die Rohstoffe meist über Zugewinne freuen und umgekehrt. Allerdings gilt das nur auf lange Sicht (mehrere Jahre) und hierbei ist zu beachten, dass sich diese Bewegungen im Rahmen eine sog. 16-jährigen Dollarzyklus bewegen, der aber z.T. von heftigen Bewegungen nach oben und unten überlagert wird. Diese Bewegungen sind nur leider nicht mit den Investitionsphasen des GI im Einklang. Man müsste also in einer günstigen Phase einen Teil in Rohstoffe investieren (z.B. 20% in ETCs) und das dann auch so lassen, unabhängig von den Gebertsignalen. Seit Anfang 2017 sind wir wieder in einer günstigen Zeit für Rohstoffe, bzw. in einer sog. dollarschwachen Phase (auch wenn es aktuell nicht danach aussieht). Aber diese dauert noch bis etwa 2024 an, wo die Rohstoffe voraussichtlich zulegen werden. Da müsste man dann kontinuierlich drin bleiben. Kurz- und Mittelfristig sieht das eher schlecht aus. Hierzu kannst du dir ja mal den Rohöl-Chart 2018 ansehen, insbesondere von August bis Ende Oktober. Da war eine Rotphase nach GI, aber das Öl ist dermaßen in die Knie gegangen, dass man sich da ganz erheblich die Finger verbrannt hätte.

Der GI schafft auf lange Sicht bereits eine Durchschnittsrendite von ca. 15% brutto p.a. Das ist aus meiner Sicht eine Traumrendite, mit der man sehr gut leben kann. Ich sehe da keine echte Notwendigkeit mir mit zusätzlichen Risiken schlaflose Nächte zu bereiten.

Die große Gefahr als Anfänger besteht darin, zu glauben man müsse immer etwas tun, um die Rendite zu steigern. Aber eine bekannt und auch wahre Börsenweisheit besagt "Hin und Her, macht Taschen leer". Also lieber "Abwarten und Tee trinken"!

So wie Fritz es beschreibt, ist es eigentlich gedacht, widerspricht aber dem Prinzip der Diversifikation.

Ich selber habe einen Betrag, sagen wir mal 10.000€, der nur einen Teil des Depots ausmacht, nach GI investiert.

Ich habe pünktlich am 1.11.18 in einen 1:1 DAX-ETF investiert. Dann krachte alles runter, aber ich habe es stehen gelassen.

Nun stehe ich bei +7%. Sobald der GI auf Verkaufen springt, wird verkauft.

Ich bin immer noch der Auffassung, dass ich dann in ein 1:1 Dax-Short-ETF investiere - dann zum veränderten Wert, also hoffentlich 10.000 + Gewinn.

 

Achte auf deine Gedanken! Sie sind der Anfang deiner Taten.