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Auf dem Weg ... in die ETFs?

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@cricetus

Wie christine schon schreibt: Ihre Zielgröße in % je assett ist Ihre individuelle Festlegung wo Sie sich wohlfühlen mit Ihrer individuellen Strategie. Und wenn Sie die mal festgezurrt haben gedanklich sollten Sie die eben auch beibehalten. Bis Sie meinetwegen nicht mehr daran glauben oder etwas anders machen wollen.

Stichwort Überheblich war  etwas augenzwikernd gemeint: Immobilien in der Vermögensklasse der hier handelnden Personen zu allokieren scheint eben genau dies, da z.B. drei Wohnungen in ein und derselben Stadt gar nicht Teil einer Umschichtung zweimal im Jahr sein können sondern allenfalls ein Klumpenrisiko darstellen. Geichzeitig wird weltweit mit ETFs in hunderte Firmen das Optimum hin und her jongliert. Das passt nicht zusammen. Daher: Immo ist separat eine Position und wird eben nicht zweimal jährlich allokiert, da bei (im Beispiel) drei Wohnungen gar kein Handel stattfinden wird, das sind getroffene Grunsatzentscheidungen und der Rest des dann liquiden Vermögens Aktien/Anleihen/Gold/cash sind die Allokationsbausteine.

Ich verstehe die Notwendigkeit die Finanzsituation anzupassen.

Aber aktiv Aktien abzustoßen erscheint mir widersprüchlich. Ich verkaufe Aktien, nur um sie später wieder zu kaufen?  Will ich jetzt in Aktien investiert sein oder nicht?

Das Antizyklische ist eine Illusion: Die Behauptung das Markettiming funktioniert, wenn man es nur an einem Festen Tag umsetzt. Jetzt stehen die Aktien hoch. Ich verkaufe und sie steigen weiter. Die Aktien stehen niedriger, ich kaufe und sie fallen weiter.  Beides kann eintreten. Oder alles bleibt wie es war.

Das Argument das die Gier („Da geht noch was!“) ausgeschaltet wird finde ich stimmig.

Zum Thema Immobilien:

Meine Wohnung hat Entscheidungsspielraum, nämlich ob ich Sondertilge und wenn ja in welcher Höhe. Aber ja, es ist hier vermutlich als Beispiel fehl am Platz.

Zitat von Cricetus am 18. Juni 2020, 11:38 Uhr

Ich verstehe die Notwendigkeit die Finanzsituation anzupassen.

Aber aktiv Aktien abzustoßen erscheint mir widersprüchlich. Ich verkaufe Aktien, nur um sie später wieder zu kaufen?  Will ich jetzt in Aktien investiert sein oder nicht?

Das Antizyklische ist eine Illusion: Die Behauptung das Markettiming funktioniert, wenn man es nur an einem Festen Tag umsetzt. Jetzt stehen die Aktien hoch. Ich verkaufe und sie steigen weiter. Die Aktien stehen niedriger, ich kaufe und sie fallen weiter.  Beides kann eintreten. Oder alles bleibt wie es war.

Das Argument das die Gier („Da geht noch was!“) ausgeschaltet wird finde ich stimmig.

Zum Thema Immobilien:

Meine Wohnung hat Entscheidungsspielraum, nämlich ob ich Sondertilge und wenn ja in welcher Höhe. Aber ja, es ist hier vermutlich als Beispiel fehl am Platz.

Bei der Frage Balancing durch aktives Verkaufen bin ich ja auch auf der Linie, einen Zielkorridor statt ein exaktes Verhältnis anzupeilen, um Verkäufe zu reduzieren. Hab aber auch noch viel Zeit, bis das mal relevant wird.

Das mit der Sondertilgung habe ich nicht verstanden. Der Immobilienkredit und die Immobilie selbst sind ja zwei verschiedene Assetklassen, deren Verhältnis zueinander entsprechend schwankt und die man nicht verrechnen kann. Der Kredit kommt deinem Cash-Anteil am Portfolio noch am nächsten, darum haben Sondertilgung nach meinem Verständnis keinen relevanten Einfluss auf das Balancing des Portfolios (wohl aber auf dessen Liquidität). Balancing entsteht höchstens indirekt durch weniger Wertpapierkäufe infolge der Tilgung.

 

Balancing ohne Zinsen. Aktien und cash balancen. Aktuell outdatet. Macht doch gar keinen Sinn mehr ohne Zinsen.

3 Tage Woche. Teilzeitarbeit.

@thewanderer

 

Hier erkläre ich meine Vermögensbewertung.

Vielleicht macht es mehr Sinn dort zu diskutieren.

Ich finde, in jedes gute Portfolio gehören auch P2P-Kredite. Weil man da auch so schön mit Fremdkapital was drehen kann.

Buchtipp:

https://www.amazon.de/Rendite-3-825%E2%82%AC-Gewinn-Jahr-Fremdkapitalhebel-ebook/dp/B07FTPL9DY/

Dumm nur, dass man die Kredite nicht beleihen kann. Sonst wäre ich in kürzester Zeit Millionär damit. Das wäre quasi das Perpetuum Mobile des Investments...

Zitat von NewEraSurf am 18. Juni 2020, 23:11 Uhr

Dumm nur, dass man die Kredite nicht beleihen kann. Sonst wäre ich in kürzester Zeit Millionär damit. Das wäre quasi das Perpetuum Mobile des Investments...

Immer diese Banken, erst schon nicht die Eier, den Leuten selbst Kredite zu geben, und dann wollen sie die Kredite, die sie niemals vergeben würden, auch nicht als Sicherheit anerkennen...

Such dir vielleicht mal ein Geschäftsmodell, bei dem nicht ein Beteiligter ein Depp sein muss.

Zitat von n am 19. Juni 2020, 0:08 Uhr
Zitat von NewEraSurf am 18. Juni 2020, 23:11 Uhr

Dumm nur, dass man die Kredite nicht beleihen kann. Sonst wäre ich in kürzester Zeit Millionär damit. Das wäre quasi das Perpetuum Mobile des Investments...

Immer diese Banken, erst schon nicht die Eier, den Leuten selbst Kredite zu geben, und dann wollen sie die Kredite, die sie niemals vergeben würden, auch nicht als Sicherheit anerkennen...

Such dir vielleicht mal ein Geschäftsmodell, bei dem nicht ein Beteiligter ein Depp sein muss.

Klingt, als wurdest du selber mal reingelegt 😛 P2P ist eine saubere Sache, und ich heble meine Geschäfte Für die maximalen Profit Nicht zimperlich ... dabei muss kein anderer Verlieren.

reingelegt - sagen wir: Ich habe mich schon täuschen lassen, wer hat das nicht... nichts außergewöhnliches. Ich trage ja auch gewisse Risiken - durfte halt auch schon erleben, wie sich dieses abstrakte Risiko in konkrete Summen in Euro verwandeln kann, für die ich aufkommen muss. Also ohne, dass wir irgendwas falsch gemacht hätten - manchmal hat man Pech, wie das mit Pech so ist, schlägt es zum falschen Zeitpunkt zu, und kommt auch nicht alleine. War jetzt kein Totalausfall, und auch nicht übertrieben gehebelt, ein vollfinanzierter p2p-Kredit in der Größenordnung, der total ausgefallen wäre, hätte uns in die Nähe einer Privatinsolvenz gebracht.

Also ich habe kein größeres Problem mit p2p-Krediten oder Risiken an sich. Aber: Wenn ich sowas mache, und entsprechende Risiken trage, verdiene ich selbst daran. Wenn ich sowas nicht mache, liegt es daran, dass mir das Risiko zu hoch ist, nicht daran, dass ich nichts verdienen will. Wenn jemand das Risiko eingehen will - soll er es tun, aber halt selbst. Banken werden das wohl ähnlich sehen.

Habe mich mit p2p nicht näher beschäftigt. Wenn ich von Zinsen über 10% höre (bei einem Leitzins von 0), denke ich erst mal an Wucher, womit ich mich nicht besonders wohl fühlen würde (auch wenn es im Einzelfall schon auch für beide Seiten gut sein mag). Man sollte auch zumindest nicht total ausschließen, dass jemand u.U. die sehr innovative Idee hat, so einen p2p-Kredit aufzunehmen, den Kreditnehmer dann ein paar Raten zu zahlen, und dann mit dem Geld abzutauchen (oder vor der sowieso anstehenden Insolvenz nochmal einen draufzumachen). Oder sich bei seinem Geschäft auch nur total verschätzt. Oder auch nur einfach Pech hat...

10 oder 12% sind gar kein so absurd hoher Zins, wie es auf den ersten Blick scheint...

Wenn man bedenkt, dass:

-Aktien schon 7-10% Rendite bringen, die statistisch quasi sicher sind (auf empirische Zeiträume natürlich)

-die Steuer auf Kursgewinne in Aktien gestundet werden

-Aktien jederzeit verkäuflich und auch sicher verwahrt sind

 

Man bekommt also eine Überrendite für Inkaufnahme einer Reihe von Nachteilen. Ich finde das fair.

Ich danke Euch für die vielen Hinweise und die ausführliche Diskussion. 🙂 Danke für den Hinweis zum Monat, in dem man sein Rebalancing durchführen kann.

Zwischenzeitlich habe ich zumindest einen ETF auf den Weg gebracht, allerdings schon zum Juli:

Amundi ETF Govt Bond EuroMTS Broad Investment Grade 1-3 UCITS ETF DR - mtl. 60,00

Xtrackers MSCI AC World UCITS ETF 1C - mtl. 140,00

Bisher hat mir diese Kombi keine Sorgen bereitet, ist gut gestartet.

Das Abzweigen der Summe zu Sparzwecken für den ETF ist geglückt, vermissen tu ich den Betrag nicht. Also hat sich die ganze Auflisterei der Ausgaben, Einnahmen, der Umkoordinierung von regelmäßigen und unregelmäßigen Kosten schon mal gelohnt. Es gibt nun feste Sparraten für unregelmäßige Abbuchungen und für das Ansparen eines Notgroschens. Alles andere war eh schon relativ ordentlich dokumentiert und verteilt.

Wenn das dann so läuft, sind zumindest rein theoretisch noch 5 Jahre früherer Absprung aus dem Berufsleben drin. 🙂

 

 

 

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