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Aktiendepot selbst gebaut

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Kurzes Vorwort: Ich habe mit Unterbrechungen immer und ausschließlich mit einem selbst zusammengestellten Aktiendepot meine Geld angelegt. Geld also stets in cash (meist zwischen 0 und 10 %) und Aktien (dementsprechend zwischen 90 und 100 %), mal meine Lebensversicherung außen vor. Keine Anleihen, keine Fonds, kein Festgeld oder Sparplan.

Vorteil: Es macht einfach Spaß, man lernt „seine“ Firmen und deren Produkte kennen. Nach gewisser Zeit und den erhaltenen Dividenden werden die echten Qualitätsaktien zur Überzeugung.

Ich habe mit meiner Depotarbeit vor knapp 20 Jahren angefangen. Mit ca. 15.000 € Anfangsdepotwert. Die ersten Titel waren ProcterGamble, Gillette (vor ca. 10 Jahren von Procter gekauft), Intel, SAP. Mit Dividenden lieg ich heute bei den drei Aktien irgendwo zwischen 200 (Procter) und 400 % (SAP) im Plus. In der Zeit des neuen Marktes habe ich ca. 20.000 Euro verloren für die heißesten Aktien auf dem Planeten. Erkenntnis: Finger weg von Companies die kein Geld verdienen. Höre auf niemand außer auf deinen Verstand.

Also, hören Sie auch nicht auf mich!

Der Weg ist individuell, und man muss daran wirklich glauben bzw. wissen, dass das so funktioniert. Sonst wir beim ersten Gegenwind mit Verlust verkauft und man zieht sich vom Markt zurück, was der allergrößte Fehler wäre. Aktiengesellschaften, also die freie Wirtschaft sind die einzigen die der Inflation was entgegensetzen können; ,sogar profitieren durch Preiserhöhungen oberhalb der Inflationsrate. Firmen sind die Einzigen (neben den Privathaushalten) die Gewinne machen können und davon was abgeben können; an Sie den Aktionär. Direkt und ohne gierige Fondsmanager mit versteckten Kosten und nicht ganz klar ist für wen die eigentlich arbeiten. Für Sie als Kunde oder für sich selbst oder die eigene Blackrock-Gier-Truppe (Stichwort I-shares ETFs).

Genug der Vorworte, lieber Depot aufbauen:

Es gibt vier Hauptthemen die zu beachten sind:

1.) Basisinvest (ca. 2/3) für Haltezeitraum quasi bis Lebensende vs. „Chancenbasiert“ (1/3), Haltedauer > 10 a. Sie sehen chancenbasiert ist bei mir relativ.

2.) Vgl. 1.) Haltedauer: Viele Jahre! Nur 2 oder 5 Jahre mal schauen „wie das so läuft mit den Aktien“, grenzt an Glücksspiel. Lieber Finger weg!

3.) Branchenabdeckung beachten: Ernährung, Pharma, Marken, Industrie, Rohstoffe, HighTech/Medien.

4.) Internationale Abdeckung: Die international erfolgreichsten Firmen kommen aus den USA, daher mind. 50 % US, höchstens 50 %  Rest der Welt inkl. Europa. Keinerlei emerging markets, die werden sowieso von den Multis als Markt erschlossen und verdienen dort ihr Geld deutlich risikoärmer als dort eine no-name –company kaufen die sich oft im unsicheren politischen Umfeld bewegt.

Neben diesen Hauptpunkten für die eigene Reflektion sind die Firmen zu qualifizieren in die man investieren möchte. Hier haben sich für mich folgende Punkte bewährt:

1.) Dividende ja / nein à Mindestens konstante Dividende, besser steigend seit mind. 10 Jahren? Die aktguelle Dividendenrendite ist weitgehend irrelevant, da gute companies meist niedrige Dividendenrenditen haben, da die Kursentwicklung die dauerhaft gute Performance vorwegnimmt. Dividende aber erst nach Erreichung des Wachstums gesteigert wird.

2.) Ausschüttungsquote, das pay-out ratio (idealerweise) unter 50% (in manchen Branchen höher)? Dann scheint die Dividende auch weitgehend sicher, das Management arbeitet vorausschauend und wirtschaftlich nachhaltig.

3.) Ist die Firma in ihrem Bereich einer der drei Marktführer, gobal? Es werden nur „ja’s“ akzeptiert.

4.) Kann die Firma auf dauerhaft steigende Gewinne vorweisen, seit mind. 10 Jahren? Einzelne Jahre mit sinkendem Gewinn sind aber ok.

Nun werden wir nachfolgend konkret: Mit folgenden Zusatzinfos (Ertse Zahl pay-out-ratio in %. Zweite Zahl: Seit wann steigert die Firma Ihre Dividende (und das Jahr für Jahr!)

A: Ernährung/Konsum: ProcterGamble (65/1957), Unilever (65/1989) als Basisinvest.  General Mills (64/2004), Saputo (39/1999), Walgreens (27/1976), ChurchDwight (38/1997) als Chancenbasiert.

B: Pharma: Novartis (55/1997), JohnsonJohnson (44/1962), Roche (48/1987) als Basisinvest, NovoNordisk (51/1997), Gilead (38/2016), Fresenius (23/1994) als Chancenbasiert.

C: Marken: Nike (32/2003), Starbucks (55/2011), Pepsi (68/1973) als Basisinvest und Heineken (38/2015), Beiersdorf (21/-) als Chancenbasiert.

D: Industrie: ITW (50/1966), ParkerHannifin (26/1957), EmersonElectric (53/1957) als Basisinvestment und FuchsPetrolub (48/2003), NexteraEnergy (59/1966) oder auch Hexagon (29/2010) als chancenbasiert.

E: Rohstoffe bin ich derzeit wegen Öl-Ende sehr kritisch, jedoch dennoch: Total (56/2017), Exxon (78/1983), BHP (67/2017) als Basisinvest und z.B. Woodside (79/2017) als Chance.

F: HighTech/Medien: Disney (26/2011), Intel (28/2004), Cisco (45/2012), SAP (33/2011) als Basisinvest und Omnicom (45/2010) oder Amazon (0/-), als Chance.

Die Liste ist keineswegs vollständig, meine persönlichen Lieblingsaktien habe ich hier z.T. gar nicht genannt: Stryker (28/1993), Medtronic 39/1978!), ReckittBenkiser (51/2003) oder L’Oreal (54/1982).

Und es wird noch konkreter: So könnte ein aktuelles 50.000 oder 100.000 €-Depot, wenn ich denn jetzt anfangen würde aussehen, alle Positionen gleich gewichtet:

1.) Procter und 2.) Saputo betreff Konsum

3.) JohnsonJohnson und 4.) Fresenius betreff Pharma

5.) Nike und 6.) Heineken betreff Marken

7.) EmersonElectric und 8.) FuchsPetro sowie 9.) Hexagon betreff Idustrie

10.) Exxon betreff Öl/Rohstoffe

11.) Disney, 12.) SAP und 13.) Amazon bei Tech/Medien

Beimischungen wegen des besseren Feelings: Gilead und L’Oreal, ggf noch eine Bank wer mag: z.B. NovaScotiaBank (47/2011)

Fazit: Alle Industriezweige abgedeckt, US-Anteil (inkl. Canada (Saputo)): >50%.

Mit Beimischungen in Summe 16 Titel, also gerade noch überschaubar.

Good luck und immer mit Mut und Optimismus zur Sache gehen, denn das wird oft belohnt!

 Gruß Absprung

Hallo,

vielen Dank für den guten Einblick.

Wie genau haben Sie Ihr Depot aufgebaut? z.B. monatlich für X€ gekauft, oder immer wenn Geld "übrig" war? Oder evtl. 1.000€ gespart und dafür 1 Unternehmen gekauft ...?

@Matsinho

Start mit ca. 10.000 Mark, drei oder vier Positionen (soweit meine Erinnerung).

Dann ab dem Jahr 2000 immer Geld gespart und einzelne Positionen zu damals eben 2.000 € pro Kauf.

Mittlerweile umfasst das Depot ca. 40 Titel. Das ist aber nur eine Beschreibung und keine Empfehlung. Hintergrund ist, dass man eben immer wieder Aktien sieht/lliest, die man unbedingt haben will. Das  ist nach einer bestimmten Zeit/Routine aber kein Problem, denn das ist wie ein gewachsenes Projekt. Man braucht sich um einige gar nicht mehr kümmern und dei Übersicht hat man dennoch.

Übrigens: Im Schnitt wird irgendwie pro Jahr eine Position ganz verkauft und was Neues gekauft. Auch unter Langfristaspekten sind Enttäuschungen unvermeidbar: Verkauf dieses Jahr Sanofi und Kauf von EssilorLuxottica (43/1994). Hat mich nach der Fusion einfach überzeugt und wie die Kennzahlen zeigen: Dividende steigt seit 25 Jahren! In den letzten 10 Jahren im Schnitt jährlich um 9 %! Sprich in 5 Jahren werde ich, davon kann man bei 43 % Ausschüttungsquote relativ sicher ausgehen, wohl ca. 3,5 -4 % Dividende  auf mein heute eingesetztes Kapital bekommen.

Hallo Absprung_2020,

Vielen Dank für diesen post, ein sehr schönes Portfolio!

Hier einmal mein Portfolio, ich habe noch ETF's die ich aber nicht weiter bespare und natürlich auch nicht verkaufen möchte.

Ich bin eine Anlegerin aus der Schweiz und werde demnächst 61.

Nestlé, Unilever, BAT, Diageo, Reckitt Benckiser, Pepsi

Roche, Novartis, Novo Nordisk, Medtronic, JNJ, Amgen

Canadian Utilities, Dominion Energy, Reaves Utility Income Fund (CEF)

3M

Royal Dutch Shell, Enbridge

Cisco, SAP, Apple, Texas Instruments

AT&T, Sunrise

Zurich Financials, Swiss Re, Admiral Group, Bank of Nova Scotia

BASF, BHP Group

Public Storage, W.P.Carey, Simon Property, Ventas, Swiss Prime Site

 

mein nächster Kauf wird Walgreens Boots werden und ich werde Dominion Energy aufstocken, danach folgt Nextera.

Ich bin mit meinem Depot vollauf zufrieden, leider sind die Aktien nicht gleichgewichtet.

meine grössten Positionen: Nestlé, Royal Dutch Shell, Roche, Unilever, Novartis, Zurich F. und Swiss Re

eine Frage hätte ich an Sie, was werden Sie mit den Alcon Aktien machen (Abspaltung von Novartis)?  Ich möchte sie nicht behalten. Im Moment werde ich mein Portfolio ein wenig defensiver ausrichten, sprich ich möchte eher Aktien aus dem Bereich Consumer Staples, Health Care and Utilities kaufen und diese 3 Bereiche auf 60% hochfahren, dies in Anbetracht meines Alters.

liebe Grüsse

vergessen, Saputo und CHD hätte ich auch für mein Leben gerne, aber die Dividendenrendite ist gering, in meinem Alter hole ich da nicht mehr genug raus, aber sollte CHD einmal fallen so würde ich nicht zögern.

@Fitundgesund

Nein, das ist nicht mein Depot, sondern allenfalls eine Idee für einen methodischen Ansatz. Gleichwohl ich viel der genannten Aktien habe.

Gratulation (!) auch zu Ihrem Depot, das deckt sich insgesamt zu knapp 50 % mit meinem, bei Pharma zu 80 % 🙂

Zwei Anmerkungen jedoch zu Ihrem Statement, bereits oben erläutert:

1.) Umschichtung von stark gelaufenen und somit %-ual übergewichteten Positionen ist ein Instrument für eine Anpassung. Ggf.auch bei Ihnen anwendbar?

2.) Ich lasse mich nicht von niedrigen Dividendenrenditen abschrecken, sondern schaue auf die jährliche Steigerungsrate.

Konkret zu Punkt 1 und 2: Und das ist mein persönliches Top-Beispiel: Ich habe vor ca. 15 Jahren mehrfach Starbucks gekauft für damals insgesamt 12.000 €. Das waren dann mal eben 2.000 Stück! Mitterweile wurden 1.000 verkauft (z.T. natürlich zu früh und aus heutiger Sicht ein Fehler!) und umgeschichtet in andere Positionen. Derzeit bekomme ich für die verbleibenden 1.000 Stück ca. 1.000 € Dividende im Jahr (bereits versteuert!). Das heißt, auf meine damals eingesetzten 6.000 € (Die Hälfte wurde ja verkauft) aktuell so ca. 17% Dividendenrendite.

Utilities: Da halte ich es wie Buffett: Zu abhängig vomMarkt, zu wenig von eigener Innovation beeinflussbar. Was die an Dividende zahlen ist natürlich irre derzeit. Aber bleibt das so? Ich habe etwas RioTinto und BHP.

Novartis Alcon: Hier in DE werden SpinOffs besteuert mit 25 % plus Soli. Ich werde eine Woche vorher verkaufen und nach dem Spinn off wieder einsteigen.

Grüße, Absprung_2020

Hallo Absprung_2020,

danke 🙂

an Umschichtungen denke ich im Moment nicht, verursacht zu viele Unkosten in der CH. Habe mir aber vor ein paar Wochen einen günstigeren Broker zugelegt, hätte ich schon viel früher machen sollen.

Utilities werden vom Gesamtportfolio nicht mehr als 5% werden.

Alcon, ich werde sie verkaufen sobald sie eingebucht sind, auch hier, verursacht mir nur Unkosten, aber behalten möchte ich sie nicht, wer will die Dinger schon? In der CH wird die Aktion allerdings, soweit ich weiss, steuerneutral verlaufen. Anstelle von Nextera könnte ich auch ITW kaufen, die gefallen mir auch.

Im Grossen und Ganzen möchte ich eher selten verkaufen, scheue aber nicht davor zurück.  Die Dividendenrendite wird mir einen schönen Zustupf zur Rente geben, wird dann ungefähr in 1 Jahr soweit sein, also mit Alter 62 und somit 2 Jahre vor dem offiziellen Rentenbeginn.

liebe Grüsse

was würden Sie von Pfizer halten, Sanofi hätte ich beinahe gekauft.

@Fit und Gesund

Nun ja, wollte mit meinem Beitrag die Methoden zur Depotgestaltung zur Diskussion stellen und keine Einzelaktien besprechen. Dennoch: Pfizer und Sanofi: Da sehe ich keine Dynamik mehr durch gute Entwicklunegn oder neue Medikamentengruppen (wie bei Roche: Krebs oder bei Novo Nordisk: Diabetes und Fettreduktionsmedikamente oder Novartis: Gentherapien) . Reine konstante Dividende ist mir wie ich schrieb zu wenig. Steigerungen bei den Dividenden ist das Ziel, das scheint mir bei den von mir genannten Aktien eher wahrscheinlich.

Zitat von Absprung_2020 am 18. März 2019, 15:21 Uhr

2.) Ich lasse mich nicht von niedrigen Dividendenrenditen abschrecken, sondern schaue auf die jährliche Steigerungsrate.

Ich achte auf beides.

Zitat von Absprung_2020 am 18. März 2019, 15:21 Uhr

Derzeit bekomme ich für die verbleibenden 1.000 Stück ca. 1.000 € Dividende im Jahr (bereits versteuert!). Das heißt, auf meine damals eingesetzten 6.000 € (Die Hälfte wurde ja verkauft) aktuell so ca. 17% Dividendenrendite.

Die stetig steigenden Dividenden werden von vielen Anlegern völlig unterschätzt.

»In meinem Alter begreife ich, dass Zeit mein kostbarster Besitz ist.« »Freiheit bedeutet, dass man nicht unbedingt alles so machen muss wie andere Menschen.« »Eine Aktie zu verkaufen die fällt, ist in etwa so, als ob man ein Haus für 100.000 Dollar kauft und es verkauft, sobald jemand 80.000 Dollar dafür bietet.« Buffett

Man sollte beim Vergleich von einen ETF Depot zu einem Aktiendepot auch die Total Expense Rate des ETFs berücksichtigen.  Diese liegt oft bei 0,4% und höher pro Jahr,  also einem 100.000€ Depot sind das immerhin gut 400€.

Zur Langfristanlage würde ich immer Aktien einen ETF vorziehen.

Das passt zum Thema:  Video von Mission money https://youtu.be/hkyWzdKnMgo

3 Tage Woche. Teilzeitarbeit.

@dev

Ich will Ihre Bemerkung im  Kontext Einzelaktie nochmals dick unterstreichen. Die Dividendensteigerung scheint vollkommen unterschätzt, ich schließe das daraus, da das fast nirgends thematisiert wird. Ggf. unter dem Stichwort Dividendenaristokraten, was aber häufig belächelt wird; rein vom Wort her zu unsexy? Die Anleger verstehen (und das ist meine Interpretation) nicht, dass wenn ich jedes Jahr 10% mehr Dividende habe, das letztlich eine exponentielle Entwicklung ist. Wenn ich mit 20 €c Dividende anfange sind das zu Beginn 22 €c. Nach 20 Jahren bereits über 134 €c/Aktie.

Konkreter und absolut authentischer Fall. ITW, ein Maschinenbauer aus den USA, der seit 1964(!) Jahr für Jahr seine Dividende erhöht. Gleichzeitig nur 50 % seines Gewinns ausschüttet. Ich habe 150 Stück im Dez 2018 gekauft, nachfolgend Quartal für Quartal die absolute Nettodividende nach Steuern auf meinem Konto. Die Dividendenrendite ist aus meiner Erinnerung stets unter 2%, also eigentlich gegenüber Telekom und Konsorten unattraktiv.

29,7+28,2+26,44+27,24+29,01+31,36+30,96+33,38+29,9+31,07+33,26+35,88+35,05+32,57+32,92+32,12+32,5+32,91+34,5+39,18+34+34,44+42,91+51,87+49,75+49,16+54,63+64,35+53,87+55,37+64,71+68,56+68,2+63,22+73,25+82,63+70,49+74,2+97,29+110,3 (Schwankungen aufgrund variierendem Dollar Wechselkurs)

Mittlerweile ist meine persönliche Dividende auf Ausgangskurs weit über 10 %/a, also eine Verfünffachung die man gut an den Einzelwerten oben sieht. Dass der Kurs sich seit dem auch erfreulich entwickelt sei hier aber nur eine Randbemerkung.

Ihr unterschlagt bei eurer Rechnung aber die Inflation. Man kann nicht einfach die heutige Dividende auf den vor 15 Jahren investierten Kapitaleinsatz beziehen. 6.000 EUR vor 15 Jahren entsprechen bei durchschnittlich 2% Inflation einer Kaufkraft von heute 8.075 EUR. Hinzu kommt, dass bei einer Aktie, die keine Dividende ausschüttet, der Gewinn im Unternehmen kumuliert und somit im Kurs entsprechend eingepreist wird. Als Paradebeispiel sei hier Berkshire Hathaway genannt (W.Buffett).  Es ist im Endeffekt nur Augenwischerei, wenn jemand sagt, 'ich bekomme 17% Dividendenrendite auf mein ursprünglich eingesetztes Kapital'. Ihr rechnet euch da etwas schön. Außerdem freut bei jeder Dividendenzahlung das Finanzamt, was euer Ergebnis auf lange Sicht empfindlich schmälert, denn das Geld ist weg und kann keine Rendite mehr erzeugen.

Zitat von Fritz am 21. März 2019, 15:16 Uhr

Ihr unterschlagt bei eurer Rechnung aber die Inflation. Man kann nicht einfach die heutige Dividende auf den vor 15 Jahren investierten Kapitaleinsatz beziehen. 6.000 EUR vor 15 Jahren entsprechen bei durchschnittlich 2% Inflation einer Kaufkraft von heute 8.075 EUR. Hinzu kommt, dass bei einer Aktie, die keine Dividende ausschüttet, der Gewinn im Unternehmen kumuliert und somit im Kurs entsprechend eingepreist wird. Als Paradebeispiel sei hier Berkshire Hathaway genannt (W.Buffett).  Es ist im Endeffekt nur Augenwischerei, wenn jemand sagt, 'ich bekomme 17% Dividendenrendite auf mein ursprünglich eingesetztes Kapital'. Ihr rechnet euch da etwas schön. Außerdem freut bei jeder Dividendenzahlung das Finanzamt, was euer Ergebnis auf lange Sicht empfindlich schmälert, denn das Geld ist weg und kann keine Rendite mehr erzeugen.

Ich rechne mir nichts schön, denn 20 Jahre 3% Inflation macht einen Faktor von 1,80.

Sixt Vz
Dividende für 2000 0,61
Gratisaktie 1:1 2011 ( Aktienanzahl im Depot verdoppelt )
Dividende für 2018 2,17
Das ist eine Steigerung von ~11.5% p.a.

Oder anders Nov. 2000 Sixt Vz für 5,57€ ( incl. Kosten ) und 18x Nettodividende macht in Summe 12,48€ oder 224,12% des Kaufpreises.
2019 wird es für 2018 2,17€ geben.

HugoBoss
Nov. 2001 Für 18,69 € ( incl. Kosten ) und 17x Nettodividende in Summe 35,87€ oder 191,95% des Kaufpreises.

Wie geschrieben, wird von den Meisten unterschätzt!

@Fritz - Nimm Excel und kalkuliere 10% p.a. mehr Dividende abzüglich 3% Inflation und das bei 10, 20, 30 Jahren - du wirst stauen was der Zinseszins so anstellt.

»In meinem Alter begreife ich, dass Zeit mein kostbarster Besitz ist.« »Freiheit bedeutet, dass man nicht unbedingt alles so machen muss wie andere Menschen.« »Eine Aktie zu verkaufen die fällt, ist in etwa so, als ob man ein Haus für 100.000 Dollar kauft und es verkauft, sobald jemand 80.000 Dollar dafür bietet.« Buffett
Zitat von Fritz am 21. März 2019, 15:16 Uhr

Hinzu kommt, dass bei einer Aktie, die keine Dividende ausschüttet, der Gewinn im Unternehmen kumuliert und somit im Kurs entsprechend eingepreist wird. Als Paradebeispiel sei hier Berkshire Hathaway genannt (W.Buffett).

Berkshire ist wie mein Depot, die zufließenden Überschüsse werden versteuert ( wahrscheinlich weniger als bei mir ) und dann neu investiert.

»In meinem Alter begreife ich, dass Zeit mein kostbarster Besitz ist.« »Freiheit bedeutet, dass man nicht unbedingt alles so machen muss wie andere Menschen.« »Eine Aktie zu verkaufen die fällt, ist in etwa so, als ob man ein Haus für 100.000 Dollar kauft und es verkauft, sobald jemand 80.000 Dollar dafür bietet.« Buffett
Zitat von Absprung_2020 am 21. März 2019, 14:37 Uhr

Mittlerweile ist meine persönliche Dividende auf Ausgangskurs weit über 10 %/a, also eine Verfünffachung die man gut an den Einzelwerten oben sieht. Dass der Kurs sich seit dem auch erfreulich entwickelt sei hier aber nur eine Randbemerkung.

Hier mal meine Aufstellung ( bis 2000 xxxxx EUR investiert, 2007-2010 74% der Einlage entnommen, ab 2016 wieder einiges hinzugefügt, dennoch seit 2007 mehr entnommen als hinzugefügt)

Oder bis 2000 knapp 2 Jahresausgaben investiert und auf heute gut 11 Jahresausgaben, durch Kursgewinne & Dividende gesteigert, obwohl hier inzwischen ein paar Jugendliche (unsere Kinder) rumspringen, Netto-Dividende 2018 hätte gut 5 Monate gereicht, wurde aber wieder investiert.

Meine Kalkulation, in 10-15 Jahren wird die Netto-Div zum Leben reichen und die Kinder finanzieren sich dann hoffentlich auch schon ein paar Jahre alleine.
Kursschwankung, sind mir fast egal.

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»In meinem Alter begreife ich, dass Zeit mein kostbarster Besitz ist.« »Freiheit bedeutet, dass man nicht unbedingt alles so machen muss wie andere Menschen.« »Eine Aktie zu verkaufen die fällt, ist in etwa so, als ob man ein Haus für 100.000 Dollar kauft und es verkauft, sobald jemand 80.000 Dollar dafür bietet.« Buffett

@Fritz, wie dev bereits schrieb. Berkshire ist keineswegs ein Paradebeispiel für eine operative aktive Firma, die Forschung/Entwicklung/Produktion/Vertrieb... aufstellt und damit Geld verdient. BH ist wie ein Fonds, der cash rumliegen hat oder in Firmen invesieirt ist von dessen Dividenden oder Kurssteigerungen seine Gewinne ausweist.

Eine "richtige"  Firma muss wie ich schrieb NACH Forschung/Entwicklung/Produktion.... Gewinn machen und da scheidet sich die Spreu vom Weizen. Wenn das jährlich steigt und der Gewinn auch und dann ein (kleiner Teil) als Dividende ausgeschüttet wird die jährlich steigt. Dann ist das die Königsklasse der Aktienqualität.

Wenn eine Firma trotz ausreichend  Forschungs/Entwicklung/Produktion... steigende Gewinne macht und dann nur den übrigen cash rumliegen hat ist es besser diesen auszuschütten. Dann kann man als Aktionär damit andere companies kaufen oder auch auch diese Position aufstocken. Ein sog. "total return"!

Eine wichtige Empfehlung fürs eigene Depot: Dividenden reinvestieren in Aktien erster Qualität!

Ihre Kritik mit der Inflation betrifft jegliche Anlageklasse. Da ist das skizzierte Beispiel immer besser als jede Staatsanleihe die mir 20 Jahre immer 3 %/a überweist un dmir dasnn mein eingesetztes Kapital 100 % zückzahlt. Bei Aktien sind es im  Vergleich zum Anleihebeispiel dann eben am Ende 15 % auf die damaligen 100 % Anlage. Insofern ist das Beipiel auch korrekt und das können Sie leicht Exel überprüfen. Übrigens: Abschreckendes Gegenbeispiel: Daimler; die seit 25 Jahren quasi den gleichen Aktienkurs haben und jedes Jahr irgendwie 4 % Dividendenrendite verzeichnen. Rechnen Sie das ggf. selbst mal nach: 25 Jahre 4 % konstant im Vergleich zu: Bei 2 % starten und jedes Jahr 10% mehr, also 2,2 % im Jahr 1, dann 2,42 im Jahr 2, 2,66 % im Jahr 3 usw. Sie werden staunen! Ich kanns vorwegnehmen: Daimler Aktionäre verdienen letztlich nur Mitleid!

Fazit: Qualität ins Depot und gut gemischt bei Branchen und Haupt-Währungsregionen.

Zitat von Absprung_2020 am 22. März 2019, 8:55 Uhr

Übrigens: Abschreckendes Gegenbeispiel: Daimler; die seit 25 Jahren quasi den gleichen Aktienkurs haben und jedes Jahr irgendwie 4 % Dividendenrendite verzeichnen. Rechnen Sie das ggf. selbst mal nach: 25 Jahre 4 % konstant im Vergleich zu: Bei 2 % starten und jedes Jahr 10% mehr, also 2,2 % im Jahr 1, dann 2,42 im Jahr 2, 2,66 % im Jahr 3 usw. Sie werden staunen! Ich kanns vorwegnehmen: Daimler Aktionäre verdienen letztlich nur Mitleid!

Selbe Branche, unterschiedliche Entwicklung der Dividende:

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»In meinem Alter begreife ich, dass Zeit mein kostbarster Besitz ist.« »Freiheit bedeutet, dass man nicht unbedingt alles so machen muss wie andere Menschen.« »Eine Aktie zu verkaufen die fällt, ist in etwa so, als ob man ein Haus für 100.000 Dollar kauft und es verkauft, sobald jemand 80.000 Dollar dafür bietet.« Buffett

Also ein Unternehmen ist ein Unternehmen. Sinn und Zweck eines Unternehmens ist es, Gewinn zu erwirtschaften (betriebswirtschaftliche Definition). Man kann ein produzierendes Unternehmen nicht als "richtiges" Unternehmen bezeichnen. Es ist einfach ein eigenens Geschäftsmodell, im Gegensatz zu Banken, Versicherungen oder einer Holding wie BH.

Aber zurück zum Thema. Mir ist es ja im Prinzip egal, was ihr mit eurer Kohle macht. Um euch die Problematik nochmal zu verdeutlichen (zum gefühlten 100.000sten mal) und für alle Dividenden-Fetischisten, die das sonst noch lesen, sei hier noch mal eine kleine Beispielrechnung aufgestellt. Gegeben sei: Zum Zeitpunkt T0, Aktie A für 100 EUR. Diese erwirtschaftet einen Gewinn/Aktie von konstant 3%. Der Gewinn bleibt im Unternehmen und wird nicht ausgeschüttet. Aktie B kostet ebenfalls 100 EUR und erwirtschaftet den gleichen Gewinn. Allerding wird die Hälfte des Gewinns jedes Jahr an die Aktionäre ausgeschüttet, der Rest bleibt im Unternehmen. Die Steuerquote beträgt einheitlich 25% auf Dividende und Gewinne. Inflation und Kursschwankungen sollen der Einfachheit halber vernachlässigt werden.
Herr Müller investiert 10.000 EUR in Aktie A und Herr Meyer 10.000 EUR in Aktie B. Da Herr Meyer das Geld zunächst nicht benötigt, reinvestiert er seine Dividenden jedes Jahr in neue Aktien. Nach 15 Jahren verkaufen die Herren ihre Aktien und vergleichen ihre Ergebnisse (s. Rechnung unten). Herr Müller hat nach Steuern 4.184,76 EUR Gesamtgewinn erzeilt. Herr Meyer dagegen nur 3.562,64 EUR. Macht also eine Differenz von 622,11 EUR zu Gunsten von Herrn Müller. Wärend Herr Meyer zwar allein durch die Kumulation des reinvestierten Teilgewinns eine Steigerung von 1,13 % Dividendenrendite auf 1,62 % erfahren hat, hat Herr Müller im Endergebnis wesentlich mehr Gewinn eingefahren.
Dieses Beispiel ist natürlich sehr konservativ und einfach gerechnet und kann noch beliebig komplex erweitert werden, mit Inflation, Gewinnsteigerungen (hat eine zusätzliche Dividendensteigerung zur Folge) und Kursschwankungen. Insbesondere Gewinnsteigerungen gehen dabei ebenfalls exponentiell in die Rechnung ein, verändern das Ergebnis aber zu Gunsten der Aktie A, die nicht ausschüttet. Am Ende wird im Vergleich immer das selbe herauskommen. Und die Moral von der Geschicht': Dividenden sind Selbstverarschung. Das Geld auf dem Girokonto vermehrt sich ja auch nicht, wenn man am Automaten etwas abhebt.

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Zitat von Fritz am 22. März 2019, 14:43 Uhr

Aber zurück zum Thema.

Was ist deiner Meinung nach der Wert einer Aktie? ( Ich vermute die Marktkapitalisierung. )

Nach meiner Definition orientiert er sich die aktuelle Marktkapitalisierung  am Gewinn und seiner zukünftigen Gewinnsteigerung.
Somit ist der Vergleichswert das KGV.

Wenn also eine Firma ihren Gewinn langfristig um 10% p.a. steigern kann und das KGV in einem konstanten Rahmen bleibt, ist es doch völlig unerheblich ob die Firma Dividenden ausschüttet oder in den Keller packt.

Es mag zwar sein, das das Eigenkapital steigt, aber wenn es nicht effektiv für eine noch höhere Gewinnsteigerung eingesetzt wird, dürfte das KGV nicht besonders viel höher steigen.

Dein Bsp hat ein KGV von 33 und nur eine Gewinnsteigerung von 3% - außerhalb meines Beuteschemas!

Hier mal mein Bsp.

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»In meinem Alter begreife ich, dass Zeit mein kostbarster Besitz ist.« »Freiheit bedeutet, dass man nicht unbedingt alles so machen muss wie andere Menschen.« »Eine Aktie zu verkaufen die fällt, ist in etwa so, als ob man ein Haus für 100.000 Dollar kauft und es verkauft, sobald jemand 80.000 Dollar dafür bietet.« Buffett

@Fritz, Sie gehen von linearen, gar mathematischen Zusammenhängen von Kurs , Gewinn(rücklage) und Dividende aus. Das ist aber keinesfalls so.

An der Börse werden Zukunft und Perspektive gehandelt. Ein Gewinn, der unproduktiv als Gewinnvortrag in der Bilanz steht hat nicht den selben Stellenwert an der Börse wie beispielsweise eine Aussicht auf steigende Gewinne und Dividenden nach erfolgreicher Produktentwicklung z.B. im Pharamabereich.

Kurse folgen dem Gewinn, oder auch oft dem erwarteten Gewinn. Dabei haben Dividenden durchaus den Stellenwert (zumal wenn die steigen) eines bestätigendenden Moments für den Börsianer: "Aha, wenn das Management seit 40 Jahren den Gewinn steigert und Teile des Gewinns in Form steigender Dividenden ausschüttet, dann ist das Management zuverlässig und geht von einer nachhaltigen Gewinnentwicklung aus." Das wird durch höherer Bewertungen belohnt und somit einer besseren Gesamtperformance über die Jahre. (Das hinter all dem auch ein erfolgreiches Geschäftsmodell stecken muss ist natürlich Grundvoraussetzung.)