Please or Registrieren to create posts and topics.

Wie sichert Ihr Euch gegen Aktien-Crashs ab? Praktische Hilfe gesucht.

Ich habe bislang noch keine Absicherungsstrategie gefunden, deren Kosten-/Nutzenverhältnis für mich gangbar war und die ich mit meinem Vermögen fahren konnte. Deshalb würde mich interessieren:

  • Wie sichert ihr Euch gegen Aktienchrashs ab?
  • Wie macht ihr das genau:
    • Welche Instrumente nehmt ihr?
    • über welche Broker geht ihr?
    • Wie wählt ihr die Instrumente aus?
    • etc.

Über entsprechendes Feedback freue ich mich.

Ich sehe Aktien als eine eigene Anlageklasse die sich letztlich nur durch eine andere Anlageklasse absichern lässt.

Hier bieten sich Immobilien oder Edelmetalle an, gegebenenfalls auch Tagesgeld.

Ist man vollständig in Aktien investiert weiß ich nicht wie man sich absichern soll. Abstürze kommen unerwartet und es geht dann bestenfalls darum Verluste zu begrenzen.

 

Garnicht, vor und nach dem Crash hat man genauso viele Aktien, nur das diese nach einem Crash zu günstigeren Preisen gehandelt werden.

Wenn ich gar nicht handeln will, sind die aktuellen Preise irrelevant.

»In meinem Alter begreife ich, dass Zeit mein kostbarster Besitz ist.« »Freiheit bedeutet, dass man nicht unbedingt alles so machen muss wie andere Menschen.« »Eine Aktie zu verkaufen die fällt, ist in etwa so, als ob man ein Haus für 100.000 Dollar kauft und es verkauft, sobald jemand 80.000 Dollar dafür bietet.« Buffett

Absicherung in den Aktien hatte ich eine Zeitlang über ein gehebeltes Shortzertifikat auf den Dax versucht (geringer Aufschlag von Goldmann Sachs), aber für mich war das dann am Ende nix. Es kostet einfach über die Zeit zuviel und irgendwann nervt es ständig den Verlust der Absicherung zu sehen. Ich halte zudem einige Goldaktien, die nicht als Absicherung gedacht waren, jedoch gegen den Trend dann deutlich im + lagen.

Im Kern sichere ich mich dadurch ab, dass ich in Immobilien, Gold und Aktien investiert bin und meist das kaufe was günstiger ist. Derzeit sind dies Aktien.  Die alte drei Speichenregel als Grundlage eben.

Wenn Du Dich komplett absicherst, dann machst Du auch keinen Gewinn. Schön zu sehen am Dirk Müller Fond. Der sichert komplett mit Futures ab wenn er die Ampel auf Rot stellt. Erst wenn er mal auf Grün stellt und die Absicherungen raus nimmt wird der Fond steigen. Oder fallen.

Ständige Absicherung ist also unsinnig und nicht rentabel. Wobei wir beim Timing wären.....

Dazu fällt mir der Spruch ein: Sag mir nicht daß ich Aktien kaufen soll. Sag mir wann.

Streuung in Immobilien, Edelmetalle und Aktien ist auch mein Weg.

Mit Edelmetallen kann man nichts absichern. Bsp. Gold: Im Vergleich zu Aktien ist Gold wesentlich volatiler und bringt auf lange Sicht eine niedrigere Rendite. Das kann man sich also schenken. (Bevor ihr jetzt wieder auf mir herum hackt: Die Info stammt nicht von mir, sondern von Gerd Kommer.)

Das Absichern mit Short-Papieren ist ebenso sinnlos. Denn wenn ein Teil der Wertpapiere durch eine Negativperformance die Gewinne auffrist, könnte man ebenso gut weniger Long-Positionen halten und mehr Cash. Das kommt am Ende auf das selbe heraus, mit dem Unterschied, dass die Nebenkosten wegfallen.

Absichern ist insofern nicht notwendig, wenn man systematisch investiert, bzw. eine klare Strategie hat, die man konsequent verfolgt. Am Ende werden Crashs und Bärenmärkte automatisch wieder aufgeholt. Es kommt auf den Zeithorizont an.

 

Gold volatiler als Aktien? Also das glaube ich jetzt nicht so ganz...

Kann mich nicht an eine Situation erinnern, in der der Goldpreis in 1 Monat um 40% nachgibt.

Vielen Dank für die Beiträge.

Es hat meine Erfahrungen bzw. Berechnungen bestätigt. Ich war schon ein wenig unsicher.

Im Ergebnis werde ich meine Strategie beibehalten, weil dies zu mir am besten paßt.

Beste Grüße

André

Zitat von PanameraFlow am 19. April 2020, 20:10 Uhr

Gold volatiler als Aktien? Also das glaube ich jetzt nicht so ganz...

Kann mich nicht an eine Situation erinnern, in der der Goldpreis in 1 Monat um 40% nachgibt.

Schau mal Anfang der 80er nach.

»In meinem Alter begreife ich, dass Zeit mein kostbarster Besitz ist.« »Freiheit bedeutet, dass man nicht unbedingt alles so machen muss wie andere Menschen.« »Eine Aktie zu verkaufen die fällt, ist in etwa so, als ob man ein Haus für 100.000 Dollar kauft und es verkauft, sobald jemand 80.000 Dollar dafür bietet.« Buffett

 

Es geht doch nicht darum ob eine Anlegeklasse volatiler ist, sondern darum das du Klassen hast die unterschiedliche reagieren.

Derzeit zumindest in meiner Anlagen seit Anfang des Jahres: Immobilen im + , Gold +, Aktien -

Letzte Woche habe ich die erste Trance Gold verkauft und den Betrag in Aktien investiert.

 

@Lex du hast doch direkt in Immobilien investiert, wie misst du da eine positive Wertentwicklung seit Anfang des Jahres?

Ansonsten ja, rechnerisch kann eine zusätzliche Anlage(-klasse) das Depot stabiler machen, selbst wenn die neue Anlage an sich volatiler ist als der Rest, dafür aber schwach mit dem Rest korreliert. Mir persönlich ist es das beim eher renditeschwachen Gold bisher nicht wert.

@ Die Wertentwicklung bewerte ich anhand der aktuellen Immobilenangebote vergleichbarer Einheiten in meiner Region. Die beobachte ich sowieso fortlaufend hinsichtlich unterbewerter Wohnungen.

Wie, du suchst immer noch? Aber du hast doch gerade erst vier Stück gekauft 🙄  Und ich hielt mich mit meiner einen schon für mutig 🙁

@ Wanderer

Klar, die Suchfilter bleiben immer drin. Falls ich eine Wohnung deutlich unter Schnitt sehe nehm ich die. Mein Maximun habe ich mir bei 20 Einheiten gesetzt, aber wie gesagt momentan ist für den Einkauf nix dabei. Zum Risiko: Naja, meine Kreditquote bezogen auf den aktuellen Immobilienwert bezogen auf alle Einheiten ist nie größer 60% daher bleibt das Risiko begrenzt.

Mein Blick geht gerade eher Richtung Aktien, aber man weiss nie was morgen so aus dem Suchfilter kommt.

Meine Absicherung ist der Zeithorizont. Wenn ich noch genügend Zeit habe, bevor Geld benötigt wird (ich definiere das mit ca. > 8 Jahre), dann ist mir das Absicherung genug.

Zitat von TheWanderer am 20. April 2020, 18:07 Uhr

Wie, du suchst immer noch? Aber du hast doch gerade erst vier Stück gekauft 🙄  Und ich hielt mich mit meiner einen schon für mutig 🙁

Eine ist deutlich mutiger als 10.

Zitat von Lex am 20. April 2020, 16:34 Uhr

@ Die Wertentwicklung bewerte ich anhand der aktuellen Immobilenangebote vergleichbarer Einheiten in meiner Region. Die beobachte ich sowieso fortlaufend hinsichtlich unterbewerter Wohnungen.

Du scheinst von Immobilien nicht wirklich was zu verstehen.

Zitat von MFZ73 am 23. April 2020, 10:34 Uhr
Zitat von TheWanderer am 20. April 2020, 18:07 Uhr

Wie, du suchst immer noch? Aber du hast doch gerade erst vier Stück gekauft 🙄  Und ich hielt mich mit meiner einen schon für mutig 🙁

Eine ist deutlich mutiger als 10.

Danke, beruhigend, dass sich mein Gefühl nicht trügt. :mrgreen: Bei mir ist der Plan dann auch verkehrt rum, der Immoklumpen wird nach und nach durch Aktien-ETF und Cash reduziert. Und wenn ein Crash die Wirtschaft so trifft, dass alles zusammen fällt, dann akzeptiere ich eben, dass mein Vermögen mit dem Gesamtmarkt schrumpt. Ist ja auch irgendwie fair.

@ Fritz

Klar verstehe ich nix von Immobilien. Alles nur Glück.

@ Wanderer

MFZ73 hat Recht. Eine Immobilien kann ein höheres Risiko haben als 10. Es gibt da keinen für alle gültigen Ansatz. Es kann auch andersrum Sinn machen.

@lex Du kannst nicht einfach die Anzeigen durchblättern und dann ein paar Immobilien als Vergleich heranziehen, von denen du meinst, dass sie in etwa deinen entsprechen. Was in den Anzeigen angeboten wird ist nicht das, was tatsächlich bezahlt wird. Außerdem ist eine Immobilie viel zu individuell. Da findest du keine vergleichbaren Objekte, das ist nur Augenwischerei. Immobilienbewertung ist ein hochkomplexes Thema, welches man nicht wie den Gebrauchtwagenmarkt behandeln kann, dafür haben Leute studiert. Um eine Immobile halbwegs richtig zu bewerten sind Größen wie Bodenrichtwert, Baupreisindex, Lage, Restnutzungsdauer, Ausstattung, etc. etc. etc. erforderlich. Wenn du irgendeinen Daumenwert her nimmst, kannst du auch gleich den Preis einfach auswürfeln.

Ich investiere zwar nicht in Immobilein (aus gutem Grund), aber an dem Punkt weiß ich ein bisschen Bescheid. Meine Schwester macht Immobilenbewertung beruflich, für eine große Bank. Meine Mutter hatte früher im Gutachterausschuss gearbeitet. Von daher habe ich sehr guten Einblick in das Geschäft. Was private Kleinanleger, wie du machen, ist nichts anderes, als zu hoffen, dass es auf dem Markt genügend Leute gibt, die blöder sind (entschuldige meine Ausdrucksweise). Es gibt nicht wenige Leute (insbesondere Eigenheimkäufer), die bezahlen Mondpreise für Häuser, wo man sich als Kenner nur an den Kopf greifen kann. Das ist manchmal ungefähr so, als würden Leute für Gebrauchtwagen fast den Neupreis bezahlen. Das ist irre und kann am Ende nur in einem Desaster enden. Oder sie zahlen drauf, ohne es zu merken.

Leute, sorry, aber ihr wisst nicht was eure Immobilien wert sind, weil ihr es nicht beurteilen könnt. Ich wiederhole mich hier nur ungern, aber in dem Punkt bin ich auch auf einer Linie mit Gerd Kommer. Seht euch mal auf Youtube an, was er so zu dem Thema Immobilien-Investments zu sagen hat. Höchst interessant! Hinzu kommt noch der enorme Kostennachteil gegenüber großen Gesellschaften.

Wenn ihr in einem Eigenheim wohnen wollt, weil ihr es so toll findet, dann kauft oder baut euch eins - alles toll - , als Investment taugt es aber nicht. Wenn ihr mit Immobilien Geld verdienen wollt, kauft euch Aktien von Vonovia oder sonst was für Immobiliengesellschaften. Einfach zu hoffen, dass am Markt genug Idioten unterwegs sind, ist die Grundlage für Blasenbildung und hohe Verluste. Die Subprimekrise in den USA, die letztlich in die Finanzkrise geführt hat, hat genau so begonnen. Der Wert der Immobilen wurde nur noch danach bemessen, dass genügend Idioten da waren, die bereit waren mehr zu bezahlen. Aber macht was ihr wollt, ist euer Geld ...