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Stromfresser gegen Spargeräte austauschen?

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Ich muss sagen, das ich das gut finde, das soetwas kostenlos angeboten wird. Bin mir nur nicht sicher wie oft ALG2 Empfänger dieses Agebot auch nutzen, aber sinnvoll ist es auf jeden Fall.

Notebooks sind natürlich eine alternative, wobei je nach Leistungsbedarf der Anschaffungspreis deutlich höher ist als bei einem Desktop.

Ich finde ja auch Covertibles (Also Notebook Table Kombi) sehr gut. Und da gibt es auch was mit Windows, wenn man kein Fan von "Kiosk" OS (Android, iOS) ist.
Denn Fakt ist immer noch, die meiste Software mit einem entsprechend großen Funktionsumfang gibt es immernoch für Windows.
Aber das ist geschmacks Sache und jeder hat ja auch andere Bedürfnisse.

Irgendwann kommt man aber an dem Punkt an an dem man nicht wirklich mehr Strom sparen kann.

Ich bin seit 2 Woche besitzer eines Plugin-Solar-Moduls. 300W ~400€ (inkl. Versand etc).
Damit ist tagsüber bei mir alles abgedeckt was man nicht auschschalten kann oder will.
Das Modul amortisiert sich in etwa 5 Jahren (habe ich nur überschlagen da es genauer keine Rolle spielt) und hat eine zu erwartende Haltbarkeit von über 20 Jahren.

Mit dem Gedanken der Solaranalge für die Steckdose hab ich auch gestern erst gespielt, aber es würde sich für mich kaum rechnen, da ich eh extrem wenig Strom verbrauche, interessant wird die Sache, wenn man z.b. ein EAuto tagsüber zuhause hätte und auf eine niedrige Ladestufe stellt.

Die Frage wär da allgemein für mich, wie viel strom verpufft da im Netz und wie viel kann man wirklich nutzen? Die Anlagen sind ja mittlerweile sehr günstig , falls man die komplette Energie nutzen könnte, hätten die sich schon nach 3-4 Jahren amortisiert.

Das ist mehr eine Frage der Gleichzeitigkeit.

Wenn du Strom selbst erzeugen willst, musst du den auch zur gleichen Zeit verbrauchen um möglich Effizient zu sein.
Nun leider kann man die Zeit der Erzeugung und des Verbrauchs nur begrenzt beeinflussen.
Da die Erzeugung mit der Helligkeit (Globalstrahlung(direkte und diffuse Sonnenstrahlung)) schwankt und verbraucher id.R. Anwesenheit, also tagsüber, erfordern.

Will man die Gleichzeitigkeit verringern braucht man einen Akku, das treibt die Kosten aber in die höhe und lohnt sich erst ab ich schätze 1KW PV Leistung.
Vorher erzeugt man zuwenig um im Sommer den wirklich Akku sinnvoll zu nutzen, für den Winter spielt der Akku dann keine Rolle, da die Erzeugung je nachdem nur noch bei 10-20% liegt.

Daher meine aktuelle Entscheidung zum 300W Modul. Das kann ich immer verbrauchen und "verschenke" auch keinen Strom der eingespsist wird und man dann 9 Cent pro KW bekommt, 1 Stunde später aber wieder für 30 Cent je KW kaufen muss.
300W sind überschlagen der Kühlschrank (inkl. Einsschrank), die Heizung und ein paar Kleingeräte wie Router, Radio, Fernseher, PC (nicht zwingend alles zur gleichen Zeit).

Der Verlust zwischen Solarmodul, Wechselrichter, Hausnetz ist nicht wirklich relevant. Geh mal von 10% aus.
Der Effekt von Wolken oder schlechtem Wetter ist größer 😉

Für ein eAuto wirst du vielleicht mehr Leistung brauchen und ich für meinen Teil auch einen Akku, da wieder das Thema der Gleichzeitigkeit.
Die verbrauchen 15-20KW pro 100Km nachdem was ich gelesen habe und mich erinnere.

Nun gibt es die Plugin-Module auch mit deutlich größeren Leistungen als 300W, das stellt aber ganz eigene Herausforderungen an das Hausnetz und sollte vorher von einem Fachmann überprüft werden. Kabelbrand will keiner denke ich.

Mein PV Zielausbau ist dieses oder nächstes Jahr 4KW PV-Leistung (Ost/West-Dach) mit 4-5KW Akku.
Laut verschiedenen Simulationen haben ich dann aufs Jahr gesehen eine Autakie von über 60%. Ökologisch und Ökonomisch echt cool 😉
Dieses oder nächstes Jahr, weil ich das Schritt für Schritt machen will. Das 300W Plugin Modul war jetzt der erste Schritt um Erfahrungen zu sammeln und das was ich mir angelesen habe zu verifizieren.

Ich kann aber schon klar sagen, das dieses erste Modul ein absoluter Erfolg ist und das ich beim nächsten Modul, also wenn ich 600W hätte, schon einen Akku bräuchte um die Energie selbst zu verbrauchen und das dadurch der nächste Schritt direkt zu 1KW + 2KW Akku sein muss um Effizient zu bleiben.
Klar ist, einen Überschuss wird man dann im Sommer immer haben, daher Plane ich mit Werten die für Frühling/Herbst und Winter typisch sind.
Motto: was im Winter funktioniert, klappt im Sommer problemlos.

Wenn dein Verbrauch so gering ist, dann lohnt sich für dich ja vielleicht was für mich nicht passt, also 300/600W und Akku z.B..
Meine Planung beziehen sich auf ein EFH und es ist ganz klar, wer in einer Wohnung wohnt der braucht i.d.R. viel weniger Strom.
Ich denke aber in einer Wohnung braucht man die Zustimmung des Vermieters und kann auch nicht einfach den Stromzähler wechseln falls nötig (der muss eine Rückwertsdreh-Verhinderung oder einen zweiten Einspeisezähler haben, ist sonst wie beim Zurückdrehen des Auto-Kilometerzählers und Betrug. Die neuen Digitalen haben das soweit ich weiß alle, die alten nur nicht).

Sorry, das ist jetzt viel mehr gewordern als ich dazu schreiben wollte, aber ich denke der eine oder andere wird vielleicht eine interessant Idee oder Betrachungsweise darin finden können.

Ich hätte noch 2 akkus von meinem ebike und ein ladegerät da was ich umfunktionieren kann, könnte ich die Akkus damit aufladen?, Eingangspannung ist 220 v ausgangsspanung 24 V, mit einem Spannungswandler könnte ich das dann wieder umwandeln später, bin aber nicht so technisch versiert....

Hast du eine Einspeisevertrag mit einem versorger abgeschlossen, und wenn ja ist das mit Kosten verbunden/bzw wie läuft das ab, da du von von 9 cent gesprochen hast...

Es wär vermutlich gut, sowas einfach mal zu machen, um know how zu entwickeln...

Sicher geht das mit entsprechenden Aufwand, ob sich das lohnt weiß ich aber nicht. Ich bin auch kein Elektrotechniker, sodass ich dazu auch nicht wirklich viel sagen will, sondern eher an einen Elktrotechniker verweisen würde.
Ich werde mir die Akkus(-Zellen) mit BMS (Batterie Management System) fertig kaufen und vom Elektriker anschließen lassen.

Ich habe keinen Vertrage, bei mir ist es Avaton, abgeschlossen, sondern verzichte auf die Einspeisevergütung.
Ist aktuell sowieso verschwindent gering. Ist ein Thema das ich später irgendwann nochmal betrachten muss.
Nein, so ein Vertrag kostet nichts. Du musst die Anlage (egal wie groß) sowieso dort und bei der BNetzA anmelden. Einfach per Formular, die sagen was die brauchen. ich habe vorher bei Avacon angerufen und die einfach gefragt.
Bei der Einspeisung brauchst du dann auf jeden Fall einen Einspeisezähler und der wird dann abgelesen wie dein normaler Verbrauchszähler.
Wie der aktuelle EEG-Satz ist den du bekommst, einfach mal googln. Ich meine es war was bei 9 Cent pro KW aktuell.

Ich denke, es lohnt die Mühe nichts. Nichts gegen Extrem-Extrem-Frugalismus, aber so wie ich das sehe, spart man wohl einen mittleren zweistelligen Betrag im Jahr, muss aber erst mal die Kosten rein haben. Als Frugalisten/FIRE wollen wir alle so etwas um die 400.000 EUR bis 1.000.000 EUR und mehr sparen über vielleicht maximal 20 Jahre. Die 60 EUR Jahresrendite aus so einem Experiment ist den Aufwand kaum wert und tlw. scheint es mir höchst gefährlich, wenn Elektrik-Laien hier etwas basteln wollen.

Strom macht schwarz, klein und hässlich!

Wer extremen Frugalismus betreiben möchte, nutzt bitte die besonnte Fläche und baut Gemüse an. Bitte, bitte nicht Selbstbau-Lösung mit Akku. Akkus können falsch betrieben, ja tlw. sogar richtig betrieben, einen bösen Brand auslösen und das ganze Haus abbrennen lassen.

Mal meine Meinung als Fachmann (Solar-Sachverständiger) dazu:

Diese kleinen Plug-In Anlagen lohnen sich meist nur für Mieter mit Balkon, Terasse oder Garten. Meist hat hier auch noch der Vermieter das Mitspracherecht.  Eben mal in die Steckdose stecken ist dann auch nicht, es werden spezielle Steckdosen und Stecker benötigt und es handelt sich dabei um eine Dauerleistung, d.h. Leitungen, Sicherung und so weiter müssen das auch hergeben. Vieles was da im Internet angeboten wird entspricht auch nicht den neuen aktuellen VDE-Normen und darf somit überhaupt nicht ans Netz genommen werden. Da haben die beiden Vorschreiber schon zu hundert Prozent recht, bei Bastelarbeiten von nicht Fachleuten ist das richtig gefährlich (Brandgefährlich) und man spart auch kein Geld damit. Grundsätzlich lohnend ist so etwas schon wenn es sich um 1-Modul Lösungen handelt die für eine Abdeckung der Grundlast sorgt ( ca. 300 Watt Modul), bei 2 Modulen mit 600 Watt geht durch den fehlenden 2-Richtungszähler die Vergütung schon verloren und der Überschuss verpufft. Batteriespeicher für solche kleinen Anlage sind viel zu teuer, halten meist nicht was sie versprechen und passen eher mal ins Wohnmobil wie ins Eigenheim.

Lohnend dagegen sind " richtig" Photovoltaik-Anlagen mit professionellem Montagesystem auf dem Eigenheim, Anmeldung beim Netzbetreiber, haltbaren größeren Wechselrichtern und einer Einspeisevergütung bei Überschuss. Interessant wird so etwas ab einer Leistung von ca 3-4 kWp (ca. 20-25qm Dachfläche)  bzw. bis max. 10 kWp (ab hier wird die EEG-Abgabe anteilig auf Eigenverbrauch in Rechnung gestellt) Mit solchen Anlagen lassen sich bei guten Bedingungen Renditen im Bereich von 6-8 Prozent mit Eigenkapital, bzw. mit 20-30 Prozent mit 90 % Fremdkapital erzielen wenn die Rahmenbedingungen gut sind. Mit günstigen Rahmenbedingungen sind gute Montagemöglichkeiten (z.B. Dachpfannen), geringe Gerüstkosten, neuerer Zählerschrank usw. gemeint. Das die Einspeisevergütung sehr gefallen ist stimmt natürlich, dafür sind aber die Strompreise stark gestiegen und die Anlagenkosten deutlich geringer. Die Renditeberechnungen kommen von der Stiftung Warentest, bzw. sind aus eigenen Projekten (verkaufe keine PV-Anlagen, bin nur beratend tätig).

Was sich nicht lohnt sind Batteriespeicher jeglicher Art, da hier die Preise noch zu hoch sind. Es wird ja für den eingespeisten Strom ja auch noch eine Eingespeisevergütung gezahlt, macht den Speicher auch wieder unwirtschaftlicher. Außerdem ist die Technik relativ neu und die Langzeiterfahrungen fehlen. Hier hat Stiftung Warentest max 3 Prozent Rendite ausgerechnet, dann aber mit einem Produkt das ich nicht wirklich empfehlen würde.

Mein Tip zur "professionellen" Photovoltaik-Anlage: lieber etwas größer bauen (max.10 kWp) und auf den Speicher verzichten (Eigenverbrauch steigt in Summe, nicht aber Prozentual). Von der Einspeisevergütung kann ich ja dann auch den "fehlenden" Strom noch kaufen (kaufmännischer Speicher). Ist die Anlage größer kann später auch der Speicher eventuell etwas kleiner Ausfallen. Bei sinkenden Speicherkosten kann immer noch nachgerüstet werden, bei eigenen Wirtschaftlichkeitsberechnungen zum Bateriespeicher kam immer eine negativ Rendite raus.

Zur Zeit werden übrigens 85 Prozent der verkauften PV-Anlagen mit Speicher gebaut, aber das ist auch eher so wie mit den Alufelgen fürs Auto: die sind auch nicht wirtschaftlich!

Ansonsten ist zu sagen das es sich um eine super Technik handelt und mit gutem Material und fachmännischer Montage auch problemlos lange Jahre funktionier. Meine erste Anlage läuft jetzt seit 15 Jahre problemlos und die Technik ist heute deutlich besser.

Und bevor ich mir eine Photovoltaik-Anlage kaufe schaue ich mir erst mal meinen Verbrauch an. Energiespargeräte, Stand by Verbräuche, Hocheffizienzpumpen für die Heizung sind da echte Alternativen, und die PV-Anlage kann dann kleiner werden. Wir sind mit einem 4 Personenhaushalt meist  unter 150 kWh im Monat ohne irgendwelche Einschränkungen, und da kommt das meiste noch vom Dach, gewaschen, gekocht und gespült wird tagsüber.

Lg Energiefuchs

Ein kleines Zwischenfazit zum Thema "ohne Kühlschrank", ein Experiment:

Ich habe im vergangenen Oktober einen alten Kühlschrank auf den Balkon vor der Küche gestellt und meine Lebensmmitel darin verwahrt. (Siehe meinen Beitrag vom 24.10.2018)  Was ich nicht bestätigen kann, sind (@Fritz) anfängliche Bedenken wegen Schimmel. Z.B. durch mangelnde Belüftung. Oder Schmutz. In den letzten sechs Monaten ist mir auch kein Lebensmittel vergammelt. Ich kann aber den Kalauer wiederholen, daß es Sinn macht, die Butter morgens vor dem Gang ins Bad schonmal reinzuholen. Auch gefrorene Milch lässt sich ganz schlecht in eine Kaffeetasse füllen.
Im Ernst: Ich gehe davon aus, daß die Maßnahme erhebliches Sparpotenzial bei minimalem Komfortverlust hatte. Der alte Kühlschrank in der Küche verbraucht immerhin 120 Watt. Ein Austausch gegen ein sparsameres Gerät ist wohl angezeigt. Da ich seit 18 Monaten eine kleine Inselsolaranlage betreibe, kann ich leider nicht rausrechnen, was das Experiment in kWh oder EUR gebracht hat.

Ob ein neuer Kühlschrank sich so schnell rechnet, bleibt dahingestellt, da der nicht viel weniger Strom als ein 10 Jahre alter braucht.

LG (-: —---------------------------— Willst du dich am Ganzen erquicken, so musst du das Ganze im Kleinsten erblicken. Johann Wolfgang von Goethe

Die Amortisation muss man sich gut durchrechnen. Strompreis ist die unsichere Komponente. Lebensdauer des neuen Geräts auch. Was nutzt mir des sparsamste neue Gerät, wenn es pünktlich nach 2 Jahren (dem Ablauf der Gewährleistung) schlapp macht und ich wieder n neues kaufen muss?

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