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Selbst ist die Frau ...

... habe ich mir zumindest vorgenommen und habe mir für dieses Jahr das Ziel gesetzt, zum "Finanzprofi" zu werden. Und mein Leben endlich selbstbestimmt zu leben.

Ich bin Anfang 30 und komme beruflich aus einer Ecke, in der der Schein schon immer mehr gezählt hat als tatsächliche Zufriedenheit. Ich sag nur Modebranche – leider sind die allermeisten Klischees wahr. Schon als Teenager war es mein Traum, immer die neuesten Handtaschen, Schuhe und Co. zu besitzen, Sex and the City mein großes Vorbild. Meine 20er habe ich mit dem Versuch verbracht, in Berlin, Hamburg und München ein Glamourleben zu führen und habe entsprechend während der Ausbildung und ersten Berufsjahren null gespart und mein Geld für sogenanntes "Leben" verballert. Mit 28 war ich dann zum ersten Mal völlig ausgebrannt und zutiefst unglücklich für längere Zeit im Krankenhaus.

Vor einem halben Jahr habe ich meinen Job in Berlin gekündigt, hab meine Sachen gepackt und bin zurück nach Süddeutschland in mein Elternhaus gezogen, wo ich näher bei engen Freunden und Familie bin. Mein neuer Job ist noch immer nicht das, was ich mir dauerhaft für mein Leben wünsche, aber ich lebe aktuell sehr gut weil ich keine Fahrtkosten habe und bei meinen Eltern mietfrei in ihrem Einfamilienhaus wohne, ich kaum Ausgaben für Lebensmittel habe.

Gefühlt zum ersten Mal in meinem Erwachsenenleben bin ich in der Situation, durchatmen zu können und mich umzugucken, mich zu informieren, mich zu fragen, was ich wirklich will. In den letzten sechs Monaten habe ich viel über Minimalismus gelesen und bin schließlich auf Frugalismus gestoßen. Ich fühle mich plötzlich ziemlich verstanden und hinterfrage mehr denn je, welchen Werten und Zielen ich jahrelang hinterhergerannt bin und welchen Preis ich gezahlt habe ein Leben zu führen, das auf Instagram gut aussieht, aber innerlich die Hölle war.

Bei meinen Recherchen bin ich hier gelandet. Ich erhoffe mir, hier Gleichgesinnte zu finden, mit denen ich mich austauschen kann und die mir so dabei helfen, das Leben zu führen, das mich wirklich Glücklich macht.

Da ich bei meinen Eltern im Moment gut wohne, es unerwarteterweise keine Konflikte gibt und ich keinen Druck habe, auszuziehen, erwäge ich, die Möglichkeit zu nutzen, endlich ein Finanzpolster anzusparen. Leider habe ich aus meiner Zeit als Studentin sehr viele Schulden, auch, weil ich die Privatuni mit einem Kredit finanziert habe. Meine Schulden belaufen sich aktuell noch auf knapp 20.000 Euro. Wenn ich weiter bei meinen Eltern wohne, kann ich den Kredit in absehbarer Zeit und mit viel Konsequenz in etwa zwei Jahren abzahlen.

Mit stellt sich nur die Frage: Ist es sinnvoller, schneller den Kredit abzuzahlen oder stattdessen schnell ein Finanzpolster aufzubauen, mit dem ich investieren könnte, den Kredit aber langsamer abzuzahlen? Gefühlt möchte ich natürlich lieber schneller die Schulden loswerden ...

Ich lese aktuell auch ein Buch zur finanziellen Freiheit von Bodo Schäfer, wenn jemand Empfehlungen hat für ähnliche Bücher, die nicht zu kompliziert geschrieben sind, würde ich mich sehr freuen!

Und jetzt erstmal: Happy Freitag! (Ja, ich lebe leider noch von Freitag zu Freitag 🙁  )

This is the start of anything you want.

Da täuscht dich dein Gefühl nicht: zahle so schnell wie möglich den Kredit ab. Alles andere kannst du dann danach angehen...

Und auf Bodo Schäfer verzichten.

@mfz73 es würde ja dann auch immer noch helfen, wenn man sagt, warum?

This is the start of anything you want.

Selbst ist die Frau? 😉

Guck' Dir seine Videos auf YT an und stell' Dir die Frage, ob ein solches Massen-Coaching in der ersten Reihe mehrere Tausend Euro resp. ein paar Hundert Euro ohne ViP-Bändchen wert ist. Das ist nichts anderes als das, was in der Modebranche abläuft - schicker Anzug, nettes Gelaber, wenig Inhalt. In 7 Jahren zur ersten Million? Denk' nach. Das geht nur mit durchschnittlich 40% Rendite oder massiv überdurchschnittlichem Verdienst oder absurder Verdienststeigerung und einer absoluten Sparrate von 100T€ p.a. in Verbindung mit durchschnittlicher Rendite von 10%. Schäfer selbst schafft das natürlich locker - weil es genug Trottel gibt, die ihm sein Tschakka-Programm für viel Geld abkaufen.

Gönn' Dir stattdessen mal diese 40 Minuten, bei aller Kritik an Oli von meiner Seite bist Du danach meiner Meinung auf jeden Fall schlauer, als wenn Du auch nur ein Buch von Bodo Schäfer gelesen hast:  https://www.youtube.com/watch?v=fgi9gfmn7A8&t=640s

Ansonsten der Klassiker von Benjamin Graham "The intelligent investor." Den Rest braucht man eigentlich nicht, allerhöchstens für Spezialthemen.

@mfz73 Danke 🙂 für den Youtube-Link und die Buchempfehlung

Die Frau selbst liest wie gesagt bereits das zweite Buch von Bodo Schäfer, hat in gebrauchtem Zustand keine 10 Euro für beide Exemplare ausgegeben und findet, dass dort einige schlaue Dinge zum Thema Persönlichkeitsentwicklung stehen; ganz abseits von Massencoachings und und teuren Programmen oder unrealistischen Aussagen zur ersten Million. Ich hab auch Harry Potter gelesen und schwinge mich ja trotzdem nicht auf einen Besen.

 

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Die Menschen von denen man lernt, sucht man sich natürlich selbst aus. Harry Potter fällt bei mir ebenso durchs Raster wie Bodo Schäfer, finde den Vergleich aber durchaus passend. Ich gebe aber zu, dass ich an der Stelle verwöhnt bin: die Bibliothek meiner Schwiegereltern zB umfasst sicher +1000 Bücher, wird laufend aktualisiert, davon bestimmt 75% Fachliteratur bzw. mit biographischem Bezug zu Naturwissenschaften, Mathematik, Geographie und klassischer Musik, also ein gehöriger Rundumschlag zur Allgemeinbildung. Dazu ein gutes Glas Wein und eine lebhafte intelligente Diskussion ... da kommt der kleine Bodo in 100 Jahren nicht dran.

Ich würde auch die Schulden vorrangig tilgen. Es spricht jedoch nichts dagegen mit dem Investieren zu beginnen. Ich würde 75% in die Tilgung geben und mit 25% der Sparrate investieren. Hierbei geht es mehr um die praktische Erfahrung und ums Lernen durch die eigene Praxis.

 

The intelligent Investor ist zu komplex für Anfängerinnen. Würde ich auch nicht empfehlen, ausser du willst da wirklich ins Detail einsteigen und irgendwann mal in Einzelaktien investieren.

Gehe mal in die Bücherei und leihe dir ein paar Bücher aus, zB von Gottfried Heller etc. Auch ganz gut ist die Ausführung von finanztip Geldanlage im Internet.

Wenn du eine aktuelle übersichtliche Darstellung lesen möchtest, kauf dir "a random walk down Wallstreet" von Burton Malkiel.

@mfz73 Der Bodo scheint Sie ja schon ein wenig zu triggern. Ich hoffe, er liest Ihren Beitrag auch und fühlt sich klein, weil Sie bei 1000+ Büchern und einem Glas Wein bevorzugt intelligent diskutieren. Dann hat sich der Beitrag gelohnt.

@lex danke, hilfreicher Input!

 

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@privatier danke für die Einschätzung, ich kenne mich mit Aktien, Fonds etc. auch wirklich noch nicht aus und will mich dem Thema möglichst einfach nähern

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@indefinitprono Bei den Schulden würde ich Lex zustimmen. Du kannst bereits jetzt mit einem Teil Vermögen aufbauen, dass dir bereits eine Rendite erwirtschaftet. Das ist zwar ein bisschen gegen den "gesunden Menschenverstand", aber rein rechnerisch stehst du damit besser da. Wenn du jetzt zu 100% die Schulden abzahlst, fängst du nach zwei Jahren bei Null an. Mit einer Aufteilung von 75% Abzahlung - 25% Investition, zahlst du zwar länger ab, hast dafür aber ein stetig wachsendes Passiveinkommen. Ich würde sogar bis zu einer Aufteilung von 50/50 gehen.

Was Bodo Schäfer angeht, da ist jetzt nicht alles schlecht. Mein großes Vorbild ist er zwar auch nicht, aber vieles was er sagt hat schon einen wahren Kern. Gerade was die Einstellung zum Geld angeht, oder das typische "Problemdenken".  Dass man in 7 Jahren als Angestellter nicht zum Millionär werden kann, sollte natürlich schon jedem klar sein. Also nicht alles für bare Münze nehmen. So etwas geht nur als Unternehmer und dann muss auch alles super laufen.

Zitat von MFZ73 am 17. Januar 2020, 11:56 Uhr

die Bibliothek meiner Schwiegereltern zB umfasst sicher +1000 Bücher

Meine Bücherei umfasst ca. 30 Bücher zur Geldanlage, dann stauben da noch ein paar andere vor sich hin. Der Rest wurde aussortiert, nimmt nur Platz weg.

Aus meinem Büchereibestand wurden noch ca. 50 "Lustige Taschenbücher" und 30 Petzi Hefte an meinen Sohn übertragen. Das wars 😉

@indefinitpronomen

Willkommen im Forum - spannende Geschichte! 🙂

Hast du bzgl. Buchtipps hier schon mal reingeschaut?

https://frugalisten.de/buchtipps/

Zitat von Indefinitpronomen am 17. Januar 2020, 14:50 Uhr

@mfz73 Der Bodo scheint Sie ja schon ein wenig zu triggern.

Ich denke nicht. Der Bodo ist nach kurzer Videoanalyse auf YT bestimmt seit mehr als einem Jahr incl. Werbeanzeigen weggeschaltet. Ob er sich klein fühlt, kann ich nicht beurteilen, er nutzt diese Formulierung aber gern und regelmäßig in seinen Videos wenn es um Anekdoten aus seiner Anfangszeit als Investor/Coach geht. Wenn Du die Videos noch nicht gesehen hast, kannst Du das natürlich nicht wissen, aber er spricht tatsächlich regelmäßig von sich als "der kleine Bodo". Ist ein typisches Bodo-Schäfer-Stilmittel, das er gern einsetzt und ich aufgegriffen habe, that's all.

 Ich hoffe, er liest Ihren Beitrag auch und fühlt sich klein, weil Sie bei 1000+ Büchern und einem Glas Wein bevorzugt intelligent diskutieren.

Die Frage ist nicht, ob er das liest oder ob ich intelligent diskutiere, sondern nach wie vor, von wem man lernen will und mit wem man sich ergo auseinandersetzt.

Wenn ich also die Wahl habe zwischen Bodo Schäfer und jemandem, der mal eine gewisse Zeit mit einem gewissen Werner Heisenberg auf dem gleichen Flur sein Büro hatte ... dann ist Bodo Schäfer halt raus. Das ist natürlich nur meine persönliche Entscheidung, aber selbst bei YT gibt es reichlich bessere Alternativen.

Wobei ich Schäfer nicht komplett madig machen will. Handwerklich ist das völlig ok, seine Bühnenshow funktioniert, sonst würde da ja keiner hinlaufen. Nur mit der Nachhaltigkeit ist das bei solchen Veranstaltungen so eine Sache. Das liegt aber am System, diese Art des Lernens ist nachweislich nicht besonders effektiv und auch nicht besonders lang anhaltend, zudem ist Schäfer - zumindest auf YT - außerst simpel. Das ist eher so wie ein kurzer massentauglicher Pauschalurlaub. Tut nicht weh, reicht aber nicht für ein ganzes Jahr ...

Zitat von Privatier am 17. Januar 2020, 16:11 Uhr
Zitat von MFZ73 am 17. Januar 2020, 11:56 Uhr

die Bibliothek meiner Schwiegereltern zB umfasst sicher +1000 Bücher

Meine Bücherei umfasst ca. 30 Bücher zur Geldanlage, dann stauben da noch ein paar andere vor sich hin. Der Rest wurde aussortiert, nimmt nur Platz weg.

Aus meinem Büchereibestand wurden noch ca. 50 "Lustige Taschenbücher" und 30 Petzi Hefte an meinen Sohn übertragen. Das wars 😉

Soweit mir bewusst ist, habe ich persönlich in physischer Form außer spezieller Fachliteratur im Job nur ein einziges Buch: die Biographie von Lemmy - und das gleich doppelt in zwei Ausgaben. 😉

Der Rest ist dann doch tatsächlich komplett frugal als Datei oder eben wie oben beschrieben (aus-)gelagert. Reicht mir ebenfalls. 😉

Neben Büchern würde ich den Podcast vom Finanzrocker empfehlen. Gut finde ich von seiner Haltung auch Tim Schäfer und irgendwie gut finde ich auch den Investmentpunk (Youtube)

Zitat von Lex am 18. Januar 2020, 6:14 Uhr

Neben Büchern würde ich den Podcast vom Finanzrocker empfehlen. Gut finde ich von seiner Haltung auch Tim Schäfer und irgendwie gut finde ich auch den Investmentpunk (Youtube)

Den Podcast vom Finanzrocker bzw. vergleichbare Seiten muss man interpretieren können. Das ist wie eine moderne Zeitung oder Radioshow, in der alle Meinungen irgendwie nebeneinander existieren, ohne dass das großartig bewertet oder kommentiert wird. Wenn man sich zB die beiden Podcasts mit Saidi Sulitatu ("Finanztip") und Stefan und Marco ("Immocation") anhört, dann werden dort äußerst unterschiedliche Aussagen zur Rendite bei Immobilien getätigt.

Was ist nun richtig? Ist doch beides in sich logisch vorgetragen und alle sind immer schön supernett zueinander ... vermutlich also auf gleichem Niveau resp. gleichem Mehrwert? - Mitnichten.

Den Investmentpunkt (Gerald Hörhan) gucke ich mir auch ab und zu an, der hat zumindest eine gesunde Einstellung zum Unternehmertum, was Zuverlässigkeit angeht und der kann vor allem eins: korrekt rechnen. Allein damit ist er in der Masse der Blinden schon konkurrenzlos überqualifiziert. Allerdings hat sein Mantra-Motto vom "Eigenheim auf Pump in der Pampa" auch einen gewaltigen Haken: um das so zu realisieren wie er, nämlich in der Stadt zu investieren/vermieten und selbst auf dem Land billig zu wohnen, muss man sich in zwei Märkten auskennen. In der Stadt und auf dem Land und das Ganze dauerhaft. Die meisten privaten Immo-Käufer kennen sich aber nicht mal an ihrem eigenen Standort aus und sind vor allem keine gewerblichen Investoren. Zudem hat er zu einem äußerst günstigen Zeitpunkt mit seinen Investitionen begonnen, seine eigene Entwicklung ist also heute nicht so ohne Weiteres reproduzierbar, schon gar nicht von Laien.

Tim Schäfer habe ich gesehen, wie er sich auf seinem New Yorker Gemeinschaftsdach auf einem Gemeinschaftsgrill eine Pizza hinrichtet. Der Mann ist zu allem fähig.

Zitat von Oliver am 17. Januar 2020, 16:42 Uhr

Hast du bzgl. Buchtipps hier schon mal reingeschaut?

https://frugalisten.de/buchtipps/

Hallo Oliver, danke für den Hinweis 🙂 "Rente mit 40" habe ich jetzt zur Hälfte durch. Ich finde es super geschrieben, die Stellen mit den konkreten Rechenbeispielen muss ich mir nochmal en Detail zu Gemüte führen (Angstfach: Mathe 😥 ) und ansonsten steht auch demnächst eine größere Recherche zum Thema ETF Fonds an.

Was mich am Frugalismus bisher mit am meisten Fasziniert ist, dass es hierbei wenig bis keinen Platz für dieses kranke Konkurrenzdenken, das in unserer Gesellschaft herrscht, ist. Ich habe das Gefühl, dass Menschen ihr Wissen teilen, und zwar nur mit dem Bestreben, dass andere auch ihre Gewohnheiten hinterfragen und ein glücklicheres Leben führen können. Ohne Angst, dass ihnen deshalb irgendwas abgenommen wird oder sie an Vorteil verlieren. Toll.

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Zitat von MFZ73 am 18. Januar 2020, 0:58 Uhr

Die Frage ist nicht, ob er das liest oder ob ich intelligent diskutiere, sondern nach wie vor, von wem man lernen will und mit wem man sich ergo auseinandersetzt.

 

Danke für die ausführliche Antwort. Es ist natürlich immer leichter, mit einem Wissensvorsprung und/oder besserem Gesamtüberblick zu wissen, von wem man lernen will. Doch zuerst muss man sich auseinandersetzen, wie es bei Ihnen wohl auch geschehen ist, auch wenn Sie von Bodo Schäfer nicht viel halten. Ich lese, ich lerne, ich sammle Informationen. Und wie Sie kann ich dann irgendwann besser aussortieren, jawohl.

Es ist immer schön, vor allem in einer doch netten Community (wie ich bisher den Eindruck habe und was ja auch irgendwie ein Wesenszug des Frugalismus ist) zu berücksichtigen, dass nicht jeder den gleichen Wissensstand hat; d.h. entsprechend auf Fragen konstruktiv zu antworten, ohne den Unterton des Belächelns allzu sehr zu bemühen. Dann trauen sich Menschen nämlich auch in Zukunft, Fragen zu stellen oder ihre Geschichte zu erzählen. Das sollte doch im Sinne eines solchen Forums sein.

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Zitat von Indefinitpronomen am 20. Januar 2020, 15:59 Uhr

[...] d.h. entsprechend auf Fragen konstruktiv zu antworten, ohne den Unterton des Belächelns allzu sehr zu bemühen.

Ein sehr guter Hinweis, an den besonders Du Dich in Zukunft halten solltest. Ich hatte speziell bei Dir auf Grund Deiner Erfahrung in der Modebranche seichte Hoffnung, dass Du die Fassade eines Bodo Schäfer erkennst und durchschaust - denn sein Anliegen ist ganz sicher nicht frugal und auch nicht altruistisch, sondern eine Mischung aus Narzissmus, Hedonismus und Turbokapitalismus (oder auch:"krasses Konkurrenzdenken") in Reinkultur.

Sollte Dir bekannt vorkommen, ist genau das, wovor Du geflüchtet bist.

Das perfide ist, dass das für Schäfer sehr gut funktioniert, was allerdings eine Menge über unsere Gesellschaft und vor allem seine Follower aussagt. Gerd Kommer ist sicherlich auch eine "Rampensau", das muss jeder drauf haben, der sich im Internet oder sonstwie verkaufen will, aber bei Kommer steht ein ganz anderes Fachwissen dahinter.

Natürlich darf man sich Schäfer ansehen und anlesen, man darf es auch sacken lassen, man darf sich dort auch die (überschaubar wenigen) guten Dinge rauspicken - aber muss ich mich dafür von Dir persönlich herabsetzen lassen, dass ich Schäfer kritisiere?

Ganz sicher nicht.